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 Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]

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Nemesis
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Beruf : Broker, Anführer der Avengers League
Spieler : Somaka

BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   So 8 Okt 2017 - 17:40

Rune schien irgendwie nachdenklich geworden zu sein. Zumindest erhärtete sich Dicks Verdacht darüber, als er zu dem Cyborg hinüber schielte. Er merkte sich, dass das Thema Beziehungen und so weiter also besser kein Thema war, das sie so schnell wieder anschneiden sollten. Was Dick ganz gelegen kam, denn seine zwei drei Patzer in der Vergangenheit hatten eher etwas von einer Fickomödie anstatt einer echten, wahren Beziehung. Manchmal, nein eher öfter, gab es Momente, in denen Dick durchaus glaubte Liebe war nur etwas, woran die Dummen glaubten und auch nur die Dummen fühlen konnten. Jedenfalls war sein Gehirn zu voll von Sorgen und Ängsten um Gott und die Welt, als dass er sich vorstellen konnte, er könnte jemandes liebster Mensch werden bzw. jemand sein liebster Mensch. Was ihn wieder zu dem Gedanken zurück brachte, dass er schon froh war, wenn Rune ihn zumindest als losen Freund akzeptieren würde.
"Jaaa...", begann Dick, als Rune offensichtlich darüber senierte, wie kompliziert Bürokratie sein konnte und dabei drein schaute, als würde er gerade Kopfrechnen üben, "...besser wir belassen es dabei."
Er lehnte sich wieder zurück und schloss leicht lächelnd die Augen.
"Heute ist schon zu viel passiert, um jetzt noch mitten in der Nacht über die Digitalisierung und Entindividualisierung des Menschen in der modernen Zivilisation zu diskutieren.", meinte Dick.
Viel lieber hätte er jetzt über die Mission gesprochen oder das, was er vorhin über das Zusammentreffen von Shin und Rune herausgefunden hatte. Oder noch besser, gar nicht reden. Er wollte hier einfach sitzen bleiben und die Ruhe hier und in seinem Inneren genießen, während Rune seinetwegen ruhig von irgendetwas erzählen konnte.
Seine Augen öffneten sich wieder und er schielte zu Rune hinüber.
"Ich würde viel lieber über sowas wie deine Hobbies oder Lieblingsmusik reden.", schlug Dick vor und lächelte leicht, während er wieder den Blick gerade aus richtete, sich vorbeugte, den Eisbeutel drehte und sich dann wieder zurück lehnte.
Er hatte wirklich keine Nerven für hochtrabende Themen, dafür fehlten ihm vier Stunden Schlaf, wenn er so nachrechnete. Erst so gegen Morgen hatte Dick es nach dem Besuch von Rune gewagt einen Versuch zu schlafen zu starten. Bis dahin hatte er viel zu viel Energie zu verbrennen gehabt. Und Alkohol.
Und wenn er so rechnete würde er heute auch erst so gegen fünf oder sechs Uhr ein zwei Stunden Schlaf bekommen. Aber immerhin. Besser als mit seinen alten Wachrekorden zu konkurrieren, bei denen er danach so viele Stunden schlief, dass er nach dem Aufwachen glaubte nicht in der richtigen Welt zu sein.
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Rune
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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   So 8 Okt 2017 - 22:02

Rune hatte immer geglaubt das Broker nichts anderes als Zahlen im Kopf hatten. Er nahm das von erstaunlich vielen Berufen an, die auch nur im entferntesten mit Büroarbeit zu tun hatten. Kaufleute, Bauingineure... Richard zeigte ihm allerdings das es nicht so war. Jetzt wo er darüber nachdachte war ihm auch noch nicht einmal aufgefallen das er auf sein Handy geschaut hatte, so wie es Geschäftsmänner seiner Erfahrung nach zu tun pflegen. Er war ihm sehr dankbar, dass er das Thema nicht weiter vertiefte. Es reichte Rune das er ständig gefragt wurde weshalb er denn keinen eingebauten Taschenrechner im Gehirn hatte. Er war eben kein lebendes Smartphone und da war er auch verdammt froh drüber.
Die Entindividualisierung der Menschen die Richard ansprach machte ihm ebenfalls zu schaffen. Rune versuchte den neuen Medien so weit es ging aus dem Weg zu gehen, aber manchmal war das viel komplizierter als sich einfach zu fügen. Er stimmte Richard vollkommen zu, das Thema war viel zu schwer um eine anstrengende Woche damit ausklingen zu lassen. Es gab bereits genug Dinge, die er in seinem Kopf sortieren musste und vor allem Bilder, der er erstmal verarbeiten musste. Oder lieber nicht denn die Folge konnte er bereits erahnen.
Er hörte damit auf seine Finger anzustarren, um Richard anzusehen als er nach seinen Hobbys fragte. Ein verhaltenes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. Vermutlich war es nur fair wenn er ein bisschen über sich selbst erzählte, nachdem er schon so viel über ihn erfahren hatte. Aber was gab es groß zu erzählen? Dass er gerne stundenlang durch den Wald irrte, wusste er ja bereits. Er konnte außerdem ganze Nachmittage damit verbringen auf dem Bett zu liegen und Musik zu hören. Wenn man es so sah war seine Freizeitgestaltung ziemlich langweilig und er wollte auch absolut nichts daran ändern.
Ich mag gerne Blues, aber auch Folk und Soul. Handgemachte Musik, die einfach echt ist und einen daran erinnert, was wirklich wichtig ist.“ Während er erzählte wurde sein zurück gehaltenes Lächeln ein wenig weiter und offener. „Manchmal erzählt eine Platte von einem ganzen Leben. Mit allen Höhen und Tiefen. Das ist etwas das man nicht vortäuschen kann, die Musiker wissen genau wovon sie erzählen, weil sie es selbst erlebt haben. Wahrscheinlich bin ich deswegen so ein miserabler Musiker, ich habe nicht genug Scheiße erlebt.“ Er lachte leise aber losgelöst auf und schüttelte bedächtig den Kopf. Das war nicht einmal etwas weswegen er sich beklagen wollte. Er sah bestimmt nicht vor etwas daran zu ändern. Von den Geschichten der richtigen Musiker konnte er schließlich trotzdem profitieren.



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Nemesis
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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   So 8 Okt 2017 - 22:30

Dick zog die Stirn etwas überrascht in Falten, als Rune antwortete, dass er gerne Blues, Folk und Soul hörte. Sein Blick schielte wieder hinüber zu dem Cyborg, während der weiter erzählte. Er erwischte sich bei dem unangemessenen Gedanken, dass der Cyborg wahrscheinlich doch kein Herz aus Stahl hatte, sondern im Gegenteil sogar ein richtiger Softie war. Über den Gedanken wollte Dick fast schon ein wenig verhalten Lachen, fand es dann allerdings doch zu unhöflich über sowas zu lachen, besonders weil Rune ja gar nicht wusste, dass es ein heimliches Freudenlachen war.
Das Thema zu wechseln war eine wirklich gute Idee gewesen, denn so langsam schien Rune aufzutauen. Eigentlich hätte Dick bei dem Satz von Rune, dass er für einen guten Musiker noch zu wenig Scheiße erlebt hätte, lachen müssen, doch seine innere Freude Rune als Softie enttarnt zu haben, übertrumpfte jedes andere Gefühl und ließ ihn nur unverschämt grinsen. Es war allerdings nur ein sehr kleiner Teil davon Schadenfreude, der Großteil freute sich dafür aufrichtig, dass Rune kein so harter Hund war und vielleicht sogar eine etwas sensible Seite hatte.
Denn wie könnte jemand ohne die jemanden wie Dick verstehen? Das schien für ihn jedenfalls der primäre Grund für seine Freude zu sein. Er hatte immer stärker das Gefühl, dass sie wirklich gute Freunde werden könnten und dass dafür in diesem Augenblick das Fundament gelegt werden konnte.
"Ach was, wer sagt denn, dass man viel Scheiße erlebt haben muss, um gute Musik machen zu können?", entgegnete Dick und lachte leicht, "Musik hat meiner Meinung nach immer etwas mit Sehnsüchten zu tun und du kannst mir nicht erzählen, dass du keine Sehnsüchte hast und sei es nur die Sehnsucht nach Ruhe und Frieden. Vielleicht sehe ich das einfach etwas anders..."
Dick strich sich etwas verlegen die langen Haarsträhnen aus der Stirn und lächelte breit.
"Ich bin bei Musik nicht so anspruchsvoll muss ich zugeben.", offenbarte er mit einem amüsierten Lachen, "Mir ist viel wichtiger welches Gefühl die Gesamtkomposition hervor ruft bei mir. Es ist... nicht so direkt, sondern eher... ich würde sagen intuitiv. So wie sich manche Dinge, Situationen, Personen gut anfühlen und manche einfach irgendwie wirsch."
Dick wusste nicht recht wie er sein unglaublich gutes Gespür für Harmonie und auch die Sehnsucht danach beschreiben sollte. Er hatte niemanden mit dem er groß über seine Gefühle und Gedanken reden konnte, also woher sollte er ohne Fremdeinschätzung auf so etwas kommen? Im Spiegel seiner Selbst sah er einen chaotischen Halbverrückten ohne geregeltes Privatleben, selbst wenn er vielleicht in Wirklichkeit gar nicht so verschieden war zu vielen anderen Menschen in Cadysa.
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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Mo 9 Okt 2017 - 0:15

Natürlich hatte Rune Sehnsüchte, auch wenn er einen Moment darüber nachdenken musste. Richard hatte Ruhe und Frieden erwähnt, das war sicherlich ein Punkt aber nicht seine Priorität. Er wünschte sich das mehr Menschen die Augen für die Schönheit um sich herum öffneten und das sie aufhörten diese für unwichtige Dinge zu zerstören. Er wünschte sich sicherlich manchmal auch immer noch ein normales Leben, das er nicht als halbe Maschine verbringen musste. Aber damit hatte er sich inzwischen abgefunden. Auch um seine Herkunft scherte er sich nicht mehr. Seine leiblichen Erzeuger hatten mit der einzigen Tat, bei der sie in seinem Leben mitgewirkt hatten bewiesen, dass sie Arschlöcher waren. Auf diese Bekanntschaft konnte er getrost verzichten und er hatte inzwischen seinen Frieden damit gefunden, indem er sich komplett von ihnen distanzierte. Er hatte zwar noch nie eine richtige Partnerschaft die über Freundschaft hinaus ging erlebt, aber trotzdem war er nie wirklich alleine gewesen. Trotzdem gab es genügend Dinge gab, die er nicht mit Jesper teilen konnte. Dinge, von denen er sich vorher gar nicht bewusst gewesen war das er sie überhaupt teilen wollte. Jetzt sah er in Richard's Augen wo er immer wieder Verständnis fand und... lieber nicht länger drüber nachdachte.
Sogar sehr viele Lieder berichten von Sehnsucht. Aber um eine richtige Sehnsucht zu haben, muss einem erst einmal etwas Grundlegendes fehlen. Die meisten Bluesmusiker haben Schreckliches durchgemacht. Sie waren ganz am Boden, aber sie haben es überlebt und sie haben etwas Wundervolles daraus gemacht.“ Er musste bei seinen eigenen Worten an Richard denken der auch so dunkle Stunden durchgemacht hatte und noch durchlebte. Seine Stärke imponierte Rune noch immer so sehr, dass er gar nicht gemerkt hatte das seine Worte eine komplett andere Richtung eingeschlagen hatten wie er ursprünglich geplant hatte.
Er legte nachdenklich seine Fingerspitzen an seine Schläfe, legte den Kopf leicht schief und lächelte verlegen. „Solche Erzählungen zeigen einem was wirklich wichtig ist. Intuition spielt aber bestimmt auch eine große Rolle.“ Überlegend legte Rune seine Handflächen aneinander und tippte mit den Fingerspitzen leicht gegen seine Lippen. Dabei merkte er gar nicht das er langsam abdriftete. „Hinter dieser Intuition steckt aber immer eine Emotion oder ein Bedürfnis, dessen man sich vorher vielleicht gar nicht bewusst war. Mir hilft Musik meine Gedanken zu sortieren.“ Oder ihnen zumindest auf die Schliche zu kommen. Manchmal war es auch hinderlich wenn man sich dabei ertappte wie man seinen Schallplattenspieler kaputt machte, weil man am Ende von gewissen Liedern ständig die Nadel auf den Anfang zurücksetzte. So war es Rune die letzten beiden Nächte gegangen und er verfluchte sich dafür.



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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Mo 9 Okt 2017 - 0:43

Dick gab Rune durchaus Recht, wenn er davon sprach, dass Sehnsucht immer etwas mit dem Fehlen einer grundlegenden Sache zu tun hatte. Was Dick allerdings etwas zweifelnd drein blicken ließ, war das was Rune danach sagte. Schreckliches? Er fand es beinahe lächerlich, das schrecklich zu nennen, was einem Bluesmusiker passieren konnte. Beziehungsweise passiert war. Irgendwie konnte Dick diese Leute wohl nicht so recht ernst nehmen. Ähnlich wie man ein Kind, das sich den Zeh stößt, nicht wirklich bemitleiden kann. Er ertappte sich sogar kurz bei dem Gedanken, dass er bei allem was er schon gesehen hatte, nach Runes Rechnung ja schon längst ein Bluesmusiker mit Platinplatte sein müsste. Dieser Gedanke amüsierte Dick, fast so sehr wie die Ernsthaftigkeit, die Rune bei diesem Thema an den Tag legte. Er mochte auch Musik und einige Künstler sah er als größere Poeten als die aktuellen Preisträger des Nobelpreises oder Pulizer-Preises, allerdings war das eine Freizeitbeschäftigung und da sah er das ganze um einiges lockerer als Rune scheinbar.
Dick lächelte zwar, doch die Falte auf seiner Stirn verriet, dass er etwas anders zu dem ganzen Thema dachte. Was wirklich wichtig war? Dick kam es so vor, als würde er so manche oder besser gesagt die meisten Tage zwischen blinden, tauben Zombies herum streifen. Was war das bitte für eine Frage? Er brauchte keine fünf Bluesschallplatten hören, um zu wissen, was im Leben wichtig war. Jemand der so etwas brauchte, weil er selbst nicht darauf kam, erschien in Dicks Augen recht einfältig und unreif. Oder dumm.
Während Rune weiter sprach nahm Dick noch einen letzten Schluck aus der Flasche, bevor sie leer war. Er stellte sie auf den Couchtisch neben seinen verstauchten Knöchel, lehnte sich dann wieder zurück und wandte seinen Blick zu Rune. Dieser hatte mittlerweile eine richtig ästhetische Denkerpose eingenommen. Die Tiefgründigkeit die seine Worte und seine Gestik offenbarten, überraschten Dick zum Teil, zum Teil war er zu dieser Zeit damit überfordert allen etwas höheren Gedankengängen zu folgen.
Eine Emotion oder ein Bedürfnis, das vor der Sehnsucht bereits existierte? An sich stimmte das sogar, doch Dicks Gehirn lief aktuell ziemlich auf Sparflamme. Ja, Gedanken sortieren könnte ihm jetzt vielleicht etwas auf die Sprünge helfen. 
"Na dann...", meinte Dick mit einem breiten Lächeln, griff nach der Fernbedienung auf dem Couchtisch und warf sie zu Rune hinüber, "...such etwas aus."
Damit deutete er mit dem Kopf auf die Fernbedienung und dann Richtung Fernseher. 
"Ich hol mir derweil noch ein Bier.", meinte er, als er schon stand und rüber in die Küche auf seinem gesunden Bein hupfte wie ein Häschen, während er das verstauchte hinter sich her zog.
Er tauschte die Eiswürfel aus dem Handtuch gegen neue und stibitzte sich ein frisches Bier aus dem Kühlschrank, während die leere Flasche unter der Theke in einem Bierkasten mit leeren Flaschen verschwand.
"Hey, wollen wir uns den Spaß erlauben und Nightwings Minipizzen klauen?", rief er rüber ins Wohnzimmer und lachte daraufhin gut hörbar, "Der isst die doch sowieso nie."
Er hatte die Bierflasche geöffnet, einen Schluck genommen und dann aus lauter Langeweile einen Blick ins unterste Eisfach geworfen. Dort hatte er neben einer halben Packung Pommes und zwei Packungen Eiscreme die Minipizzen entdeckt und sich sofort darin verliebt.
"Ist zwar nur Sorte Margherita, aber sonst hätte ich nur noch paar Chips und Cracker.", rief Dick hinterher und schaute in die Hängeschränke der Küche, "Oder Eis."
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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Mo 9 Okt 2017 - 2:19

Rune bekam kaum mit das Richard seine Ansichten offenbar nicht teilte während er darüber sinnierte, was ihm selbst wirklich wichtig war. Es waren häufig die einfachen Dinge, die man viel zu schnell als selbstverständlich hinnahm. Seine Telefonate mit seinem Bruder zum Beispiel, die Möglichkeit sich an ruhige Orte zurückziehen zu können oder einfach nur die Gewissheit das die Natur die Menschheit mit großer Wahrscheinlichkeit überstehen würde. Er fragte sich, was Richard wichtig war. Was ihn den Antrieb gab, um morgens aufzustehen.
Völlig versunken dachte Rune an unberührte Wälder und schreckte hoch als auf einmal eine Fernbedienung neben ihm landete. Damit war sein Höhenflug jäh beendet.
Er sollte Richard dafür dankbar sein das er nicht auf seine Worte einging, denn ihm wurde bewusst das er wieder einmal viel zu schnell viel zu sentimental geworden war. Er stöhnte genervt auf, als er bemerkte das Richard ihm in der Zwischenzeit entwischt war. So viel seinem Vorsatz auf ihn aufzupassen!
Schnell stand Rune auf und folgte ihm in die Küche um dort abermals zu seufzen und sich entkräftet an die Stirn zu greifen. Es war schwer Richard zu tadeln wenn er so gut aufgelegt darüber nachdachte Nightwing zu bestehlen. Zumindest konnte er seine Befürchtungen das Richard mehr für seinen Kollegen empfand als er offen legte ein wenig abschwächen. Obwohl... eigentlich sollte er gerade das lieber nicht tun. Jedenfalls vermittelte ihm der Gedanke Nightwing ein wenig zu ärgern eine gewisse Genugtuung, dabei hatte er ihm nicht einmal etwas getan. Er musste dringend wieder einen klaren Kopf bekommen.
Setz dich bitte hin!“ Runes Stimme hatte etwas Flehendes, während seine Fingerspitzen seinen Haaransatz massieren und er Richard mit einem bittenden Blick ansah. „Ich...ich kann das nicht mitansehen.“ Hatte er nicht vorhin noch darüber nachgedacht was ihm wichtig war? Nun, in diesem Augenblick war es ihm wirklich wichtig das Richard sich endlich verdammt nochmal ausruhte!
Abgesehen davon war Rune's Appetit in den letzten beiden Tagen sowieso recht dürftig gewesen. Er konnte sich kaum an seine letzte Mahlzeit erinnern. Wenn er sich Richard so ansah, wurde das benommene Gefühl in seiner Magengegend auch nicht besser, aber er brachte es auch nicht über sich etwas abzulehnen. Er lachte leise und ließ seine Hand sinken. Inzwischen sah Rune es immer deutlicher, er wurde langsam verrückt!
Such du ein Programm aus, ich schmeiße währenddessen die Pizzen in den Ofen. Ich habe einen schrecklichen Filmgeschmack.“ Der Vorschlag war natürlich nur ein vorgeschobener Vorwand um Richard zurück auf die Couch zu bekommen. Von all den Vorgängen die gerade in dem Cyborg vonstatten gingen überwog die Sorge seine Verwirrung und seine Scham. Nichts desto trotz ließ er sich ein wenig von Richards Lächeln anstecken. Es war an der Zeit seinen Kopf auszuschalten und ein wenig zu entspannen. Das konnte er doch sonst auch so gut!



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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Mo 9 Okt 2017 - 12:16

Als Dick die Packung Minipizzen aus dem Tiefkühlfach auf die Küchenablage beförderte und sich danach umdrehte, stand Rune plötzlich hinter ihm und bat ihn mit beinahe schon flehender Stimme sich endlich hin zu setzen, während er sich um die Pizzen kümmerte. Sein Blick bat ihn nachdrücklich darum und als er hinzufügte, dass er das nicht mit ansehen konnte, ertappte sich Dick abermals bei dem Gedanken, dass er dem Cyborg doch nicht ganz so egal war, wie es bei den anderen Mitgliedern der League der Fall zu sein schien. Seine Worte klangen beinahe so, als würde er sich fast so etwas wie aufrichtige Sorgen um ihn machen. Allerdings fragte sich Dick, wieso er das machen sollte, immerhin kannten sie sich noch nicht so gut. Andererseits konnte er nicht abstreiten, dass er sich ganz gut - mehr als das wollte er sich selbst nicht eingestehen - in Runes Nähe fühlte und wenn dies auf Gegenseitigkeit beruhte stünde einer Freundschaft nichts im Wege.
Dick ließ die Pizzen Pizzen bleiben und hupfte hinüber zur Theke, wo er sich kurz dran fest hielt. 
"Na gut.", gab er mit einem leichten Lachen nach und lächelte Rune charmant zu.
Für einen Moment herrschte absolute Stille, in welchem Dick Rune einfach nur anlächelte, während seine zufrieden wirkenden, eisblauen Augen die etwas besorgt drein blickenden Rehaugen seines Gegenübers fixierten. Es waren objektiv gesehen vielleicht nur knapp zweieinhalb Sekunden, doch in zweieinhalb Sekunden konnte man viele Gedankenfäden anfangen und als Dick nach der kurzen Zeit seine Augen von Rune genommen hatte und an ihm vorbei hupfte, hatte er für sich beschlossen mal etwas zu riskieren.
"Wenn du so gerne Blues hörst, schaust du dann auch gerne Liebesfilme?", rief Dick auf seinem Weg zurück zum Sofa und lachte hörbar.
Mit seiner Bluesvorliebe würde er ihn wahrscheinlich noch den Rest des Abends ein bisschen aufziehen. Da war der Cyborg doch tatsächlich ein Softie, schwirrte ihm dabei der bereits bekannte Gedanke von vorhin durch den Kopf und er schüttelte amüsiert grinsend den Kopf, während er sich aufs Sofa fallen ließ und die Fernbedienung schnappte. Dieser Gedanke war so heiter amüsant, dass ihm noch gar nicht bewusst wurde, dass durch eben jenen der junge Mann begann in sein Herz zu schleichen.
Dick platzierte das mit Eis gefüllte Handtuch wieder auf seinem Knöchel und schaltete den Fernseher ein. Im Menü navigierte er zur Netflix-App und öffnete mit einem Knopfdruck seine riesige Filmbibliothek. Neben großen Klassikern wie Schindlers Liste, Der Club der toten Dichter, Das fünfte Element, Breakfast Club, Pulp Fiction und Per Anhalter durch die Galaxis fanden sich dort auch etwas ungewöhnlichere Filme wie Fight Club, Secret Window, Star Trek, Memento, Mad Max oder a beautiful mind. Er scrollte mit den Pfeiltasten durch die Auswahl, traute sich allerdings nicht einfach auf gut Glück einen Film an zu machen. Rune meinte er hätte einen schrecklichen Filmgeschmack? Dick fragte sich, was das wohl bedeutete. Lars von Trier? Er schüttelte sich unwillkürlich bei dem Gedanken daran, dass Rune so ein Mist gefallen konnte. Arthouse-Filme in allen Ehren, aber das hatte etwas von Perversion und Stillosigkeit. Überhaupt nicht Dicks Welt.
Dick entfuhr ein erstaunter und zugleich begeisterter Laut. Er hatte etwas entdeckt.
"Hey wie wäre es mit Die Thomas Crown Affäre? Der ist zwar etwas älter, aber die Story und die Schauspieler und die Musik...", begann Dick zu schwärmen und sein Lächeln wurde zu einem freudig erregten Grinsen.
Ihm kam überhaupt nicht in den Sinn, dass er sich mit dieser Filmauswahl eine schön peinliche Situation schaffen könnte.
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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Mi 11 Okt 2017 - 19:34

Rune atmete hörbar erleichtert auf, als Richard zustimmte sich wieder zu schonen. Es blieb noch abzuwarten wie lange er das dieses Mal aushalten würde. Der Cyborg sah ungern Menschen leiden, die ihm wichtig waren und Richard war ihm bedauernswerterweise wichtiger als jemand den man erst seit zwei Tagen kannte eigentlich sein sollte. Während sie für einige Sekunden einen intensiven Blick austauschten, wurde Rune noch einmal bewusst wie naiv seine Gefühle eigentlich waren. Aber was sollte er machen? Er versuchte sie ja schon mit aller Macht zu verdrängen.
Zumindest schien seine Verletzung Richard nicht mehr allzu zu sehr zu peinigen, denn er wirkte in diesem Moment ziemlich entspannt. Oder er konnte seinen Schmerz einfach ziemlich gut verstecken. Beim näheren Nachdenken tippte Rune auf Zweiteres, weswegen die Skepsis noch nicht vollständig aus seinem Gesicht wich.
Auf dem Weg zurück ins Wohnzimmer sagte Richard dann etwas das den Cyborg augenblicklich wieder rot werden ließ. Er war froh, dass er dabei nicht gesehen wurde. Ob er Liebesfilme mochte? Ganz bestimmt nicht! Er verzichtete allerdings auf den Hinweis das Blues eigentlich eine verdammt tiefsinnige Musikspielart war und nicht mit naiven Romanzen zu vergleichen war. Er war aber Sticheleien in diese Richtung gewohnt und wusste damit umzugehen. Aus Richard's Mund klangen sie nicht einmal so schlimm. Deswegen fiel meine Antwort nicht ganz so trocken aus wie geplant.
Ja, aber nur die mit Happy End. Etwas anderes verkraftet mein sensibles Herz nicht.“ Seinen Worten war deutlich ein Schmunzeln anzuhören. Er und Liebesfilme, also wirklich...
Entgegen dieser eindeutig sarkastischen Meinung war es doch nicht ein trauriger Bluessong den er gedankenverloren summte während er versuchte heraus zu finden wie der Ofen einschaltet wurde, sondern ein verträumtes Folkstück. Bei den ganzen Eindrücken, die er alleine innerhalb der letzten halben Stunden gesammelt hatte, gab er es langsam auf seine Gedanken überhaupt zu sortieren. Musik hatte trotzdem eine unheimlich entspannende Wirkung auf ihn. Nachdem die Pizzen im Ofen verfrachtet waren, entledigte er sich sogar seiner viel zu warmen Jacke und der zahlreichen Werkzeuge um sie achtlos auf der Küchentheke zu deponieren. Es gab zu viele Faktoren, die ihn in Gefahr brachten einen Hitzeschlag zu erleiden.
Rune nahm seine zurückgelassene, inzwischen aufgewärmte Flasche Ginger Ale vom der Theke und machte sich zurück auf den Weg zur Couch. Dort hatte Richard einen Film gefunden der ihn offenbar sehr begeisterte. Obwohl Rune überhaupt nicht wusste, was überhaupt auf ihn zukam veranlasste ihn Richard's Grinsen sofort mit einem selbstverständlichen „Gerne!“ beantworten.
Genauso behutsam wie zuvor ließ er sich auf die Couch fallen, dieses Mal wesentlich war er jedoch ein wenig entspannter und legte die Arme auf der Rückenlehne ab. „Das ist einen miserablen Filmgeschmack habe war übrigens hoffnungslos übertrieben, ich habe gar keinen richtigen Filmgeschmack um ehrlich zu sein. Ich kenne fast nur Kinderfilme, weil ich die mir für Jesper angetan habe.“ Rune stockte kurz. Wollte er das Richard dachte, dass er ein zart besaitetes Gänseblümchen war? Definitiv nicht! Aber mit solchen Aussagen erreichte er wahrscheinlich genau das. Der Cyborg lächelte peinlich berührt. „Ich mag ältere Filme generell lieber, damals haben die Leute sich noch mehr Mühe gegeben ihre Botschaft richtig zu vermitteln.



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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Mi 11 Okt 2017 - 22:03

Dick lachte schallend, als Rune ihm auf seinen Scherz hinterher rief, dass er nur jene Liebesfilme verkraftete, die ein Happy End hätten. Humor hatte der Cyborg immerhin, das war gut. Manchmal war Dicks Humor wirklich etwas speziell und manchmal wunderte sich sogar Dick über seine seltsame Art Witze zu reißen. Aber er war auch jemand, der Humor damit definierte zu sagen: Humor heißt auch über sich selbst lachen zu können. Deshalb nahm er es auch locker, wenn jemand einen Witz auf seine Kosten riss. Solange es nicht zu tief ging, verstand sich. Bei Bezeichnungen wie "Verrückter" oder "Träumer" lachte er jedes mal amüsiert. Wieso auch nicht? Immerhin verwendete er diese Worte zu gerne selbst, um in etwas scherzhafter Weise über sich selbst zu sprechen. Andere nahmen das dann wiederum als Sarkasmus oder sogar Zynismus auf, allerdings war sich Dick seit seinem Unfall gar nicht mehr so sicher was seine psychische Gesundheit anging und dass er unglaubliche Visionen seither entwickelt hatte, die ganz nah an der Grenze zum obigen Wahnsinn standen, stritt er ebenfalls nicht ab.
Worauf Dick allerdings ein wenig allergisch reagierte waren Bemerkungen, die irgendeinen lächerlichen Grund hatten und deshalb in seiner Sichtweise absolut unnötig waren. Das betraf Witze über seine Augenfarbe, seine Haarfarbe, seinen Kleidungsstil oder seinen Job. Natürlich konnte man das alles sehr wohl in gute Witze verpacken, die er zum schreien komisch fand, doch nicht selten hatte man ihn im Halbernst Dieb genannt, weil er Broker war und so etwas ließ er dann doch nicht auf sich sitzen. Außer er hatte einen bedeutungslosen Idioten vor sich und konnte einfach weiter gehen, während er sich sonst welche Schimpfwörter für diesen Idioten ausdachte.
Rune kehrte nach etwa zwei Minuten zurück in den Wohnzimmerteil des Raums. Dick sah mit einem netten Lächeln zu ihm auf und ihm fiel sofort auf, dass Rune nicht mehr seine Jacke trug. Dazu hatte er endlich sein Ginger Ale mit gebracht, der Abend konnte also so langsam anfangen so richtig entspannt zu werden. Er ließ sich langsam aufs Sofa fallen und legte seine Arme auf der Rückenlehne ab, während Dick ihn mit einem immer breiter werdenden Grinsen dabei beobachtete.
Er gab ein kurzes Auflachen von sich, als er den Blick wieder von Rune nahm und den Film startete. Während der erste Song zu spielen begann und die ganzen Producer und Schauspieler usw. aufgezählt wurden, meinte Rune, dass es natürlich ein wenig übertrieben sei zu sagen, er hätte einen wirklich miesen Filmgeschmack. Er wäre eher im Bereich Kinderfilme und alte Klassiker bewandert. Vor allem wäre er ein Fan der älteren Filme, weil es seiner Aussage nach dort besser mit der Message hinter einem Film umgesetzt war.
Dicks Grinsen erreichte seine Maximalbreite und glücklich wie ein Schwein im Schlamm drehte er seinen Kopf wieder zu Rune und lachte hinterhältig.
"Dann wirst du diesen Film lieben.", flötete er und stellte die Anlage lauter.
Mit dem Kopf wippte er im Takt der locker luftigen Anfangsmusik hin und her und schien vollends glücklich zu sein. Nach etwa einer Minute warf er wieder einen Blick auf Rune, der jetzt im Vergleich zu ihrem letzten Treffen deutlich entspannter wirkte. Wo er jetzt so zu ihm schaute, fiel Dick zum ersten Mal auf, dass das kein extrem hoher Hals eines Rollkragenpullovers war, sondern der gleiche Stahl wie an Runes rechtem, bionischem Arm. Er musterte die feinen Rillen und Maserungen des Stahls an seinem Hals und dann im Vergleich dazu die seines Arms, während sein Lächeln ein wenig schwächer wurde. In seinen Augen war deutlich seine gewisse Faszination für diesen Teil von Rune zu erkennen, wie die Faszination eines Besuchers in einer Galerie oder einem Museum, wenn er vor einem besonders interessanten Exemplar stand und es voller Wohlwollen begutachtete.
Als Dick sein eigener Blick auffiel, lächelte er wieder breiter und ließ seinen Blick kurz zum Bildschirm schweifen, wo Pierce Brosnan als Thomas Crown seinen ersten Auftritt hatte. Doch dort blieb sein Blick nicht lange. Kaum eine Minute später kehrten seine eisblauen Augen wieder zu Rune zurück.
"Entschuldige, wenn ich so oft hingucke, aber du bist der erste Cyborg, den ich kennen lernen durfte und ich finde es unglaublich faszinierend, dass wir tatsächlich schon so weit sind. Ich meine...", begann Dick zu plappern, lächelte dann etwas verlegen und für einen kurzen Moment schweifte sein Blick zur Armlehne des Sofas, bevor er wieder zurück zu Rune ging, "K-Kannst du mit deinem Arm und so das gleiche oder sogar mehr machen als mit deinem normalen Arm? Ich meine sowas wie ... wie viel Gefühl hast du in diesen Fingern oder wie reagiert er so allgemein? Musst du aufpassen, dass kein Wasser dran kommt oder... Wie muss ich mir das vorstellen?"
Dick versuchte es irgendwie herunter zu brechen auf diese eine letzte Frage. Sein peinlich berührtes Lächeln wurde dicht verfolgt von einem Rot auf seinen Wangen. Zum Teil wegen der Auswahl des Themas, aber überwiegend, weil er überhaupt nicht wusste, wie er damit adäquat umgehen sollte, ohne Rune zu nahe zu treten.
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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Sa 14 Okt 2017 - 11:15

Als Richard ihm gutgelaunt prophezeite, dass er den ausgesuchten Film lieben würde hatte Rune das Gefühl keine Wahl zu haben und das bedauerte er nicht einmal. Ihm war inzwischen sogar vollkommen egal womit sich die Handlung sich überhaupt auseinandersetzte als er Richards Ankündigung mit einem Lächeln bestätigte. Er wirkte so gut gelaunt, dass er Rune unweigerlich ein wenig mitriss.
Richard schien jedoch kurz darauf gar nicht mehr so sehr an dem Geschehen auf dem Bildschirm interessiert zu sein und als er immer wieder seine Augen auf sich spürte, fiel es auch den Cyborg schwer sich zu konzentrieren. Er war viel zu sehr damit beschäftigt Richard mit seinem bionischen Auge einen ungesehenen Seitenblick zuzuwerfen. Das war einer der wenigen Vorteile wenn man ein Auge hatte, das scheinbar nur aus einer Lampe bestand und keine Pupille besaß. Der Nachteil war das ihm meistens deutlich anzumerken war das er mit den Gedanken ganz woanders war wenn er diese Eigenschaft für eine heimliche Beobachtung nutzte. Rune fragte sich, was wohl dermaßen Richards Interesse geweckt hatte. Der Ernüchterung kam, als er merkte, dass es sein Hals war. Natürlich, er schluckte ein wenig schwermütig, er würde sich wohl nie daran gewöhnen deswegen angestarrt zu werden. Das blieb ihm nur erspart, wenn er sich vermummte. In Cadysa war es allerdings noch lange nicht so schlimm wie in Lillehammer. Hier war man das Außergewöhnliche gewohnt.
Natürlich musste darauf hin auch die Frage nach seinen Modifikationen kommen. Es war wirklich nicht sein Lieblingsthema. Allerdings war Rune sehr überrascht, als er merkte das Richard ein klein wenig rot wurde und sogar kurz stotterte. Es schien ihn Überwindung gekostet zu haben diese Fragen zu stellen und ihm war offenbar auch bewusst das Rune diese Sache unangenehm war. Der Cyborg mochte diese unerwarteten Momente tiefer Menschlichkeit sehr, sodass er vollendens vom Fernseher abließ und Richard mit einem gezierten Lächeln ansah. Es war schwer nicht zu lächeln, wenn er diesen blauen Augen ausgeliefert war, ebenso wie nicht in Panik zu verfallen. Sein Herzschlag machte ihm deutlich, dass er gerade beiden Emotionen ein wenig nachgab.
Ich kenne auch keine Cyborgs außer mir und meinem Bruder. Wir sind Prototypen.“ ,antwortete er ehrlich mit einer gewissen Selbstverständlichkeit. Er wusste, dass er ein Experiment war, er war mit einer Projektbezeichnung als Namen aufgewachsen. Damit hatte er sich abgefunden. Was ihn wirklich noch störte, war der Stromverbrauch. „Die vollständige Bezeichnung des Projekts lautet Experiment zur "Reaktivierung ungenutzter neuronaler Empfindungen S235". Das ist deutsch und ist wissenschaftlich eigentlich nicht ganz zutreffend. Ich bin froh das mein Vater mehr Wert darauf gelegt hat mir einen anständigen Namen zu geben als auf eine passendere Bezeichnung.“ Er stockte kurz, das waren sehr intime Details, die er über sein Leben preis gab. Doch während sein Blick über Richards feine Züge glitt, die ihm eigentlich schon viel zu vertraut waren, hatte er das Bedürfnis einfach zu reden. „Ich glaube das Gefühl lässt sich am besten mit einem eingeschlafenen Körperteil vergleichen. Stahl ist zwar robuster als Haut, aber dafür nicht so empfindsam. Mit einem Tastsinn sind komplizierte, neurologische Vorgänge verbunden. Bis auf ein geringes Gefühl in meinen Fingerspitzen konnte das noch nicht vollständig wieder hergestellt werden. Das beweist in meinen Augen eindeutig, dass die Natur der Technik immer noch weit überlegen ist.“ Mit seiner letzten Aussage wurde Runes Lächeln ein wenig breiter und verlor seine Scheu, er wirkte sogar ein klein wenig schadenfroh. Es war deutlich zu erkennen, wie er seine Prioritäten setzte, obwohl er eigentlich so sehr von dieser Technik profitierte.
Wasserfest sind diese Prothesen aber zum Glück, wäre schade drum, wenn ich den Regen meiden müsste. Ich denke ansonsten unterscheidet es sich nicht groß. Ist definitiv besser als die Alternative.“ Das konnte er einfach nicht leugnen, er erkannte die Notwendigkeit seiner Modifikationen an. Vielen Dingen, die ihm wichtig waren könnte er ohne überhaupt nicht nachgehen. Trotzdem ertappte er sich oft bei dem wehmütigen Gedanken, ob es nicht einen anderen Weg gegeben hätte. „Ich meine, auf meinen Arm hätte ich vielleicht noch verzichten können, aber nicht auf mein Augenlicht. Gibt zu viele schöne Dinge, die ich sonst nie gesehen hätte.“ Nach diesen Worten ruhte sein Blick verdächtig lange auf Richard und eine kurze Pause entstand. Als er sich, dessen schließlich bewusst wurde wandte er sich schnell seiner Ginger-Ale Flasche zu. „Ich...ich sollte mich glücklich schätzen, denke ich.



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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Sa 14 Okt 2017 - 20:34

Rune begann richtig redefreudig zu werden und mit jedem Satz seinerseits wanderten Dicks Mundwinkel ein weiteres Stück nach oben. Spätestens jetzt war eindeutig zu erkennen, dass Rune aufgetaut war. Das freute Dick, denn er hatte sich fest vorgenommen Freundschaft mit dem Cyborg zu schließen und das ging natürlich nur, wenn man offen miteinander über alles reden konnte und sich nicht sofort einigelte, wenn es vielleicht ein etwas komplizierteres oder persönlicheres Thema war. Für eine Sekunde fühlte sich Dick ein wenig in einer Art Bringschuld, da Rune ihm so viel über sich und seine Herkunft und seinen Arm usw. erzählt hatte. Dann fiel ihm aber ein, dass er selbst ja schon einiges beim letzten Mal von sich erzählt hatte. Das hier war dementsprechend kein Vorsprung für Rune. Wie kam er jetzt eigentlich schon wieder auf den bescheuerten Gedanken ihr Wissen über den jeweils anderen als Wettlauf zu bezeichnen?
Dick war es absolut nicht gewohnt so offen und gleichzeitig irgendwie vertraut mit jemand "fremdes" zu reden, daher sprang er immer wieder unbeabsichtigt in seinen üblichen Modus zurück, in welchem sogar so vielfältige und komplizierte Konstrukte wie eine zwischenmenschliche Beziehung von ihm analysiert, bewertet und benotet wurden wie ein Unternehmen, von dem er Aktien kaufen wollte. Da er das allerdings gleichzeitig selbst merkte, hatte immer danach das Gefühl sich dafür schämen zu müssen. Er wollte nicht als der Einzelgänger und Soziopath rüber kommen.
Daher beruhigte es ihn ungemein, dass es mit Rune langsam begann eine Art Rhythmus zu finden. Ein lockerer Takt, wenn man es so sehen wollte, der sie beide langsam aufeinander sich abstimmen ließ.
So kam es Dick auch überhaupt nicht aufdringlich vor, nach allem was Rune erzählt hatte und dem er mit Faszination im Blick gelauscht hatte, zu wagen "Darf ich mal?" zu fragen, auf Runes bionischen Arm zeigend, und dann vorsichtig die Finger danach ausstrecken, um das Meisterwerk der modernen Technik hautnah zu erleben. Vielleicht auch, um zu prüfen, wie viel Rune tatsächlich spürte, wenn er über seinen Arm strich.
Dick hielt überrascht inne und sein Lächeln verschwand abrupt, als Rune von Alternative sprach, als sei es etwas schlimmes und daraufhin noch meinte, nicht auf sein Augenlicht verzichten zu wollen, da es so viele schöne Dinge zu sehen gab. Dabei warf er Dick einen solch langen und für Dick durchdringend wirkenden Blick zu, dass dem seine Frage, was Rune denn damit genau meinte, regelrecht im Hals stecken blieb. Er starrte durch seine eisblauen Augen einfach zurück in Runes rehbraunes Auge. Erst nach einigen Sekunden fiel ihm wieder ein, dass er ja eigentlich noch eine brennende Frage auf der Zunge hatte. Allerdings konnte er die Frage nicht stellen, während sie sich so anblickten. Dafür hatte er dann doch nicht genug Mut, wobei es nicht an der Frage an sich lag, sondern daran wie sie ihre zweite Deutung durch den langen Blick erlangen würde. Es würde wie Bestürzung und Mitleid, vielleicht sogar eine ungewollte Intimität durchschimmern lassen, würde er die Frage mit Blickkontakt stellen und Dick wollte weder das eine noch das andere ausdrücken. Auch wenn er irgendwo Mitleid mit Rune hatte, viel mehr war er fasziniert und unglaublich interessiert daran. Nicht, dass ihn Bionik sonderlich interessierte, auch wenn er dazu ein zwei Artikel in PM gelesen hatte, aber der Cyborg Rune war etwas ganz anderes. Der interessierte ihn nicht nur zwei Artikel lang.
"Also... was war die Alternative? Warst du vorher blind oder... wie war das?", fragte Dick unglaublich zaghaft, während sein Blick auf seine Finger auf Runes Stahlarm sanken.
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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Mo 16 Okt 2017 - 21:41

Normalerweise zog Rune es vor seine Antworten so kurz wie möglich zu halten. Kurze Antworten waren eben ein sicheres Mittel um Konversationen zu einem schnellen Ende zu bringen. Etwas was er eigentlich bei unangenehmen Themen wie diesen absolut willkommen hieß. Nicht einmal mit Lachlain, einem bei Feen aufgewachsenen Spinner und der einzigen Person in der Cadysa zu der er privaten Kontakt pflegte, redete er gerne darüber. Zwischen ihnen herrschte ein unausgesprochenes Einverständnis darüber zu komplizierte Themen einfach nicht anzusprechen.
Mit Richard war es anders. Er schien ehrlich interessiert zu sein, und zwar nicht auf die penetrante Art wie es die ganzen Gaffer waren. Es ging ihm dabei nicht nur um den technischen Aspekt. Rune konnte zwar nicht genau sagen wie, aber er merkte es. Es ähnelte sehr der Art, wie Richard ihn vom Zweck der League überzeugte hatte.
Auch als Richard die Finger nach seinem Arm ausstreckte legte Rune keinen Einspruch ein. Allerdings weitete sich sein Auge vor Erstaunen und beantwortete die Anfrage ziemlich schnell mit einem hastigen Nicken. Es war eine Berührung aus Neugierde, nichts, in das man etwas hineininterpretieren sollte. Rune versuchte sich das immer wieder ermahnend in den Kopf zu rufen. Eine Berührung, die er nicht einmal spürte. Zumindest nicht in seinem Arm. Denn im Zusammenspiel mit dem intensiven Blickkontakt, die sie austauschten ließ es seine Knie weich werden. Schüchtern und ein wenig gebannt sah er in Richards Augen, die die Farbe von Gletschern die das Blau des Himmels wieder spiegelten hatten. Dieses Mal ärgerte Rune sich nicht einmal über die Metapher, dazu fehlte ihm die Konzentration.
Zum Glück meldete sich irgendwann dann doch irgendwann sein Verstand und er wandte den Blick ab. Stattdessen beobachtete er seinen eigenen Daumen der am Etikett seiner Getränkeflasche pullte. Aus den Augenwinkeln konnte er immer noch Richards Finger auf seinem Arm sehen, während dieser nach seiner Blindheit fragte. „Ich...“ Rune hob wieder den Blick und war fest entschlossen nun eine vernünftige Antwort abzuliefern. Dafür war er aber natürlich aber wieder jäh zu aufgeregt. „Ich sehe mal eben nach den Ofen.“ Eilig stand er auf und ging an den zwei Personen, die in dem Bildschirm einen Dialog über Kunst führten vorbei in die Küche.
Mit seiner Annäherung hatte Richard, mit Sicherheit unbewusst, einen Sturm in Rune's Brust losgetreten und was noch schlimmer für den Cyborg war war der Umstand, dass Unwetter sich nicht einmal unangenehm anfühlte. Er wusste doch auf, was für unsichere Straßen er sich mit solchen Gedanken begab, warum musste er also gedankenverloren grinsen?
Am Ofen verbrannte er sich nur minimal die Finger ehe ihm einfiel, dass er einen Arm hatte der Temperaturen bis zu 900 °C aushielt. Bevor er allerdings mit den fertigen Pizzen zur Couch zurückkehrte holte er sich noch ein Bier aus dem Kühlschrank. Zurück im Wohnbereich war sein Kopf auch schon wieder wesentlich klarer. Er stellte den Teller ab, nahm wieder seine Position auf dem Sofa ein und öffnete die Bierflasche mit der Kante einer seiner Fingerkuppen. Nach einem tüchtigen Schluck traute Rune sich auch wieder Richard anzusehen. Seine Frage hatte er nicht vergessen. Die Beantwortung dieser war auch eine gute Gelengenheit sich von seinen Amok laufenden Gefühlen abzulenken. „Ich war blind und mein Arm war spastisch gelähmt. Frühkindliche Hirnschädigung. Genau das was mein Vater gesucht hat. Er hat mich adoptiert, als ich gerade mal 2 Wochen alt war.“ Während er erzählte war nicht eine Spur von Traurigkeit an Rune zu erkennen. Er haderte schon lange nicht mehr mit diesem Schicksal, das war Geschichte. Er haderte nur mit den Methoden, die das möglich gemacht hatten.
Es gab natürlich viele die ethische Bedenken hatten. Ich kann es ihnen nicht einmal verdenken. Aber ich bin zu involviert um mir eine Meinung zu erlauben. Deswegen sind wir von Oslo nach Lillehammer gezogen. Die Menschen dort sind einfacher gestrickt... und allgemein weniger.“ Rune zuckte mit den Schultern und lächelte leicht. Seine Beziehung zu seinem Vater wirkte auf viele befremdlich. Sie waren nicht nur eine Familie, sie waren auch ein Forscher und ein Experiment. Aber Rune kannte es nicht anders. Er war immer noch lieber ein Cyborg als schwerbehindert. Dazu schätze er sein Leben ohne Einschränkungen zu sehr. „Alles in allem habe ich es ganz gut getroffen. Wäre da nicht dieser immense Stromverbrauch.“ Die Arme immer noch auf der Rückenlehne ruhend stürzte er seine Wange nachdenklich auf seine Faust, dabei wandte er unbewusst Richard den Oberkörper zu. Bei seinem letzten Satz war seine Stimme leiser geworden, fast genervt. Das revidierte er mit einem belustigten Schmunzeln bei seiner nächsten Aussage, allerdings hatte auch diese einen leicht verbitterten Unterton. „Es wäre natürlich auch schön gewesen, wenn mein Vater ein bisschen mehr Sinn für Ästhetik hätte.“ Er verlangte selbstverständlich keinen vollständig menschlich aussehenden Körper. Das wäre eine Beleidigung an die Raffinesse der Natur. Aber ein weniger futuristisches Design hätte es doch sicherlich auch getan. Zumindest auf die Lampe als Auge hätte Rune verzichtet.



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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Mo 16 Okt 2017 - 22:55

Dicks scheuer Blick, der die ganze Zeit über auf Runes stählernem Arm gelegen hatte, während er mit den Fingern vorsichtig darüber strich, als prüfe er den faszinierend glitzernden Lack eines besonders aufgetunten Wagens, schnellte nach oben und seine Augen wurden zwei große, helle Saphiren, die Rune erschrocken anstarrten und jede seiner Bewegungen mitverfolgten, als dieser sich abrupt aus dem Thema und dem Raum zurück zog. Er wollte etwas sagen, sich entschuldigen für seine Anmaßung, doch Dicks Mund blieb einfach offen stehen, während er kein einziges passendes Wort in seinem Kopf zustande bringen konnte. Beinahe geschockt schaute er Rune hinterher, wie der um die Ecke verschwand und eine unsichtbare Faust packte Dicks Herz und drückte so fest zu, dass ihm regelrecht die Luft weg blieb.
Er musste sich bewusst wieder daran erinnern zu atmen, doch er brachte es nicht zustande wieder entspannt zu atmen. Selbst nach ein paar Sekunden, selbst dann als er aus den Augenwinkeln seines gesenkten Blicks Rune zurück kommen sah, selbst dann wich dieses bedrückende Gefühl um sein Herz nicht. Innerlich hatten sich gefühlt alle Organe auf die Hälfte zusammen geschrumpft und klammerten sich panisch aneinander. Ein kaum merkliches Zittern erschütterte bei jedem Einatmen seinen Oberkörper. Als der Teller mit Pizzen unter Dicks Augen auf dem Tisch erschien, starrte er die dampfenden Rundlinge an, als hätte man ihm einen Teller mit Gedärmen vorgesetzt. Er schien es nicht richtig fassen zu können.
Selbst als Rune sich wieder setzte und weiter sprach, blieb Dick in seiner unentspannten Haltung sitzen und starrte gedankenverloren auf die Minipizzen vor sich auf dem Tisch.
Jeder Satz von Rune klang in seinen Ohren wie durch eine dicke Wand gesprochen und irgendwo ganz hinten in seinem noch nicht gelähmten Teil des Gehirns registrierte er sogar, was Rune ihm da erzählte. Aber der Rest seines Verstandes brüllte ihn an, als sei er ein nutzloser kleiner Kadett, der von seinem Drillsergeant zur Sau gemacht wird.
Was hatte er sich nur dabei gedacht? Wie konnte er es wagen? Das war doch offensichtlich, dass das ein Tabuthema war! Und dann diese direkten Fragen, war er lebensmüde? Er wollte doch die ganze Zeit versuchen eine Freundschaft mit dem Kerl aufzubauen und trat dann gleich die Tür samt Rahmen ein!
Dick griff aus irgendeinem unerklärlichen Grund nach einer der Pizzen und hob sie vom Teller. Sein Blick fixierte seine rechte Hand, die plötzlich in der Luft wie eingefroren stehen blieb, als er realisierte, dass ihm jetzt gerade jeder Bissen davon alles vom vergangen Tag hochkommen lassen könnte. Er schluckte hart und versuchte seine Kontenance wieder zu finden, während sein Verstand ihm weiterhin in den Arsch trat. Ins Herz traf es wohl eher, dachte sich Dick und biss zaghaft von der Pizza ab.
Nur langsam entspannte sich seine Gesichtsmuskulatur wieder und auch seine Atem konnte wieder einigermaßen flüssig laufen, auch wenn er sich immer noch so fühlte, als hätte man Mühlsteine an seine Eingeweide gehängt. Er musterte den Bissrand an seiner Pizza. Rune erzählte weiter von sich und seinem Schöpfer und den wohl einzigen, wenigen Nachteilen seiner Modifikationen.
"Immerhin hast du noch eine Familie.", entwischte es Dick mit brummender Stimme und am liebsten hätte er sich in der gleichen Sekunde danach die Wörter wieder zurück in den Mund gestopft und gleich drei Minipizzen hinterher.
Erschrocken wandte er sich Rune zu und versuchte den Schaden zu begrenzen.
"Also ich meine... ähm... sch-schön dass dein Vater dir so gut helfen konnte.", presste Dick hervor und konnte sogar ein zaghaftes Lächeln zustande bringen, bevor er sich mit hochrotem Kopf dem Bildschirm zu wandte.
Besser er hielt jetzt einfach mal brav die Klappe. Halt einfach die Fresse, dachte er sich und konnte sogar ein klein wenig seines Lächelns zurück holen. Allerdings wirkte es in Kombination mit seinem verzweifelten Blick wie ein ziemlich beschämtes, peinlich berührtes Lächeln. Es schien förmlich zu schreien: Ich bin ein Vollidiot.
Dick stopfte sich den Rest der Minipizza in den Mund und futterte gleich die nächste, während er zwischendurch immer wieder einen Schluck von seinem Bier nahm und so tat als würde der Film jetzt total spannend sein. Dabei fand dort nur ein Dinner zwischen Thomas und seiner Verfolgerin statt.
Er hielt so schön den Mund, aber sein Bauchgefühl begann in ihm zu brodeln und ihn aufzufordern endlich etwas zu sagen und die Stille zu brechen, die er selbst erst zugelassen hatte. Sag was, sag was! Aber nichts zu seinem Auge oder seinem Arm!
"Ha, mir fällt gerade auf, dass Tommy ja total viel Ähnlichkeit mit mir hat.", versuchte er verzweifelt umzuschwenken und lächelte kurz zu Rune hinüber.
Erst denken dann reden, oder? Hier war es anders herum und als die Erkenntnis ihn traf, dass er mit seinem halben Scherz aber sowas von dermaßen den Kern der Wahrheit getroffen hatte, verschwand sein Lächeln abrupt und er bekam wieder diesen seltsam überraschten bzw. geschockten Gesichtsausdruck.
Ach. du. heilige. Scheiße. Dick kannte den Film und genau deswegen begann er jetzt heftig zu schwitzen und leichte Panik zu bekommen. Im Augenblick flirtete Katharine nur aus Vergnügen mit Thomas, aber es erwartete sie noch ein heißer Tanz zu Jazzmusik und dann noch das Stelldichein bei erotisch anmutender Musik. Er wollte nur noch eines: aus dem Fenster springen oder alternativ sofort die Pause-Taste hämmern!
"Lustiger Zufall.", warf Dick lachend ein und rieb sich peinlich berührt grinsend am Hinterkopf.
Ruhe bewahren! Ganz ruhig bleiben! Einfach nur zwei Erwachsene, die einen Film für Erwachsene sehen. Er wird schon nicht fragen, ob dir das auch schon einmal passiert ist oder ob du schon einmal eine solche Frau getroffen hast oder ob du es gerne würdest!!! Ich bin nicht Thomas Crown, winselte Dick innerlich, bitte denk nicht ich wäre wie er. Dabei war er definitiv nicht er. Während der nämlich nie seine Fassung verlor und selbst bei schwerwiegenden Vorwürfen zum Kunstraub den lockeren Geschäftsmann weiterhin geben konnte, war Dick gerade dabei einen Affen aus sich zu machen.
Er wollte doch nur einen gemütlichen Männerabend mit Rune genießen und jetzt hatten sie hier eine schön peinliche Situation und wenn der Film noch weiter laufen und Rune schnell genug schalten würde, eine zweifache.
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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Di 17 Okt 2017 - 21:45

Irgendetwas hatte sich grundlegend an Richards Stimmung seit Runes überstürzter Flucht geändert. Das merkte der Schwarzhaarige recht schnell. Sein Gastgeber wirkte auf einmal seltsam starr, seitdem er aus der Küche zurückgekehrt war. Er fragte sich, was in der kurzen Zeit vorgefallen war und was er tun konnte, um die dunklen Wolken zu verscheuchen. Es war nicht seine Aufgabe, das wusste Rune, wahrscheinlich nicht einmal sein Privileg. Es war sein Wunsch. Er wollte diesen rätselhaften Mann besser verstehen.
Rune kniff die Augen zusammen und versuchte Richard nicht zu oft anzustarren. Wahrscheinlich waren seine Bedenken gänzlich unbegründet, er machte sich viel zu viele Gedanken. Er schob es darauf das er nicht geübt darin war über komplizierte Dinge nachzudenken. Ja, das musste es sein!
Kurz darauf gab Richard ihn allerdings einen deutlichen Hinweis darauf, was los war. Er hob hervor das Rune wenigstens eine Familie hatte, auch wenn diese seltsam war. Daran gab es nichts zu leugnen. Allerdings schloss er aus seinen Worten das der Weißhaarige nicht so viel Glück hatte. Er machte in diesem Moment allgemein einen sehr einsamen Eindruck. Der Fluch des Wohlstands, hätte der die Oberschicht verabscheuende Rune vor drei Tagen noch gesagt. Jetzt dachte er nur daran das er das nicht verdient hatte. Wenn er den ganzen Kram den er sich aufhalste auch noch alleine trug war es wirklich ein Wunder das er noch nicht zusammen gebrochen war.
Mit einem falschen Lächeln versuchte Richard die Sache zu den Akten zu legen, aber das überzeugte Rune nicht. Er wollte allerdings auch nicht auf die Spur von etwas gehen, dass ihm offensichtlich unangenehm war. Alle Worte, die ihm einfielen waren potenzielle Minen, aber war nichts zu sagen nicht noch schlimmer?
Der Cyborg hatte den Blick wieder auf den Fernseher gerichtet, aber er war zu sehr, damit beschäftigt darüber nachzudenken was er erwidern konnte, um etwas mitzukriegen. Das wäre allerdings besser gewesen denn Richard brach die Stille, indem er scherzhaft mitteilte, dass er Ähnlichkeiten mit dem Hauptdarsteller hatte. Wenn Rune aufgepasst hätte wüsste er auch was er damit meinte. Zum ersten Mal sah er richtig hin und somit wurde das einzige, was er über den besagten Akteur wusste war, dass er mit anzügliche Blicke mit einer wahrscheinlich attraktiven Frau austauschte. Letzteres konnte er natürlich nur mutmaßen. Sie sah aus wie eine Frau, die andere als hübsch bezeichnen würden. Rune schnaubte unwillkürlich. Das erste was ihm einfiel war das der Mann in dem Fernseher lange nicht so gut aussah wie der Mann neben ihm. Bevor er sich allerdings wegen diesem Gedanken schalten konnte, wurde er aber sowieso von einer anderen Mutmaßung vertrieben. Richard meinte doch wohl hoffentlich nicht das Thomas ihn in seiner Art mit Frauen umzugehen ähnlich war? Das wollte er sich nämlich nicht vorstellen! Es war natürlich naiv zu glauben das jemand wie Richard keine Bettgeschichten und zumindest Anfragen am Laufen hatte, aber Rune zog es doch vor darüber im Unwissen zu bleiben. Der Gedanke wie sich sein perfekter Körper an den einer beliebigen Frau rieb, behagte Rune überhaupt nicht. Abgesehen davon das er so etwas am besten überhaupt nicht denken sollte! Er war schließlich kein Idiot und machte sich Hoffnungen. Vielleicht war es gut ihm den kleinen Rest Illusion zu nehmen, dachte Rune bitter.
Einen leicht spitzen Kommentar konnte er sich trotzdem nicht verkneifen. „Kann ich nicht bestätigen, scheint mir ein ziemlich oberflächlicher Kerl zu sein.“ Er bewertete gerade zwei Personen, eine davon sogar fiktiv, über die er sich eigentlich kein Urteil erlauben durfte. Er projizierte mit seinen Worten nur seine eigene Wunschvorstellung und war sich dessen auch noch bewusst. Bei einem tiefen Schluck von seinem Bier dachte er daran das sein letzter Flirt sich als absolute Enttäuschung heraus gestellt hatte und das es nun auch schon sieben Jahre her war das er sich von Tiril getrennt hatte, seiner letzten und einzigen Beziehung. Wenn das so weiter ging war seine Flasche nach drei Zügen geleert.
Aber es war gut Richard wieder mit einem halbwegs ehrlichen Lächeln zu sehen. Auch wenn er jetzt eher so aussah, als ob ihm etwas sehr peinlich wäre. Der Anblick gefiel ihm schonmal wesentlich besser, als sein leicht verstörter Ausdruck. Den Film hatte Rune schon lange wieder vergessen, aber nicht das was Richard ihn erst vor wenigen Augenblicken offenbart hatte. Abgesehen davon wollte er gar nicht wissen wohin der Weg der beiden Turteltauben auf dem Bildschirm sie noch führte.
Inzwischen hatte Rune sich Richard vollständig zugewandt, sogar seine angewinkelten Knie lagen inzwischen auf der Couch und sein Kopf lehnte seitlich an der Rückenlehne an. „Eine Familie muss zum Glück ja nicht blutsverwandt sein.“ ,stellte er nachdenklich fest und griff das alte Thema völlig aus dem Blauen wieder auf. Aber er wollte es einfach nicht unkommentiert lassen. Es war bescheuert, genauso bescheuert wie sein müdes Lächeln, aber er wollte Richard mit dieser Sache einfach nicht alleine lassen. „und es ist nie zu spät noch eine zu finden.“ Das klang ausgesprochen noch sehr viel kitschiger als in seinem Kopf. Reichte es nicht das Richard peinlich berührt war? Hatte er das als Anlass gesehen um sich selbst zu blamieren?
Er konnte nur hoffen, dass er das jetzt einfach so stehen lassen ließ. Rune meinte schließlich nicht einmal sich selbst mit dieser Feststellung, er wollte nur nicht das Richard die Hoffnung aufgab. Denn er sollte sich lieber nicht versprechen so jemand für ihn sein zu können, das war eine Spur zu absurd.
Oder?
Um sicher zu gehen, das sein Gesprächspartner auch bloß keine Zeit hatte zu antworten, stellte Rune schließlich genau die Frage, die er eigentlich absolut nicht beantwortet haben wollte. „Also, was meinst du mit dieser Ähnlichkeit? Magst du Kunst?“ Rune meinte sich daran zu erinnern, dass er am Anfang einige Gemälde gesehen hatte. Selbst er merkte das seine Stimme eine Spur zu hoffnungsvoll klang.



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BeitragThema: Re: Altes Druckereigebäude [Treffpunkt C, Avengers League]   Di 17 Okt 2017 - 22:30

Dick lachte amüsiert auf, als Rune meinte, Tommy wäre sehr oberflächlich und Dick wäre nicht so wie er. Sein Lachen dauerte allerdings nicht lange und starb hörbar Stück für Stück zum Ende hin. War er wirklich nicht? Im Moment kam Dick sich nicht so vor, allerdings wusste er zu gut, dass er das durchaus sein konnte. Er konnte total eiskalt und berechnend sein, herzlos und ohne Gnade. Aber bei Rune... Da schien es fast so, als würde sich der letzte Rest vom alten Dick durch all die Schutzmauern mit einem Vorschlaghammer hauen, um dem Cyborg fröhlich lachend um den Hals zu fallen. Bei diesem gedanklichen Bild musste Dick lächelnd den Kopf schütteln, bevor er wieder rot anlief. Er kam sich im Augenblick so verdammt jung und dumm vor, wie damals vor dem ganzen Shit hier und den mies bezahlten Jobs und dem vergeudeten Studium. Als wäre er wieder 16 oder 18 Jahre alt und fest davon überzeugt, dass es so etwas wie Schicksal gab. Dieser Gedanke war ihm schon einmal weit weit hinten im Kopf gekommen, aber schnell wieder verworfen worden, allerdings kam er jetzt wieder zum Vorschein und dieses Mal konnte er sich ihm nicht erwehren. Rune war ihm nicht egal, wie die meisten anderen, bei denen er die Chance gehabt hatte ihre Freundschaft zu gewinnen. Manche bettelten förmlich darum, aber hier war es Dick, der kurz davor war zu betteln. Er hatte die Nerven verloren und die Angst stieg in ihm auf Rune zu vergraulen. Er schämte sich so für sich selbst, aber wieso es ihm so verdammt wichtig war und wieso Rune nicht die gleiche geteilte Aufmerksamkeit erhielt, wie all die anderen Typen da draußen, konnte er sich nicht so einfach erklären. Dick hatte einfach das Gefühl, dass sie Freunde sein sollten. Schicksal?
Scheu wandte Dick seinen Blick vom Fernseher ab und zu Rune, der es sich auf dem Sofa ziemlich bequem gemacht hatte und gerade davon sprach, dass eine glückliche Familie nicht blutsverwandt sein musste und dass es nie zu spät war eine zu finden. Dicks Augen wurden groß und er spürte das sanfte Brennen hinter seinen Augen, das einen Schwall aus Tränenflüssigkeit ansagte. Schnell wandte er sich wieder ab und bedeckte seinen Mund mit einer Hand, während er sich zwang die Tränen herunter zu schlucken. Zum Glück fielen seine langen Haare vor seine Augen, sodass Rune nicht sehen konnte, wie seine Augen begannen feucht zu werden. Das Blut rauschte ihm in den Ohren und er musste aufpassen, nicht zu stark durch die Nase zu atmen, sonst könnte Rune aus seinem Schniefen doch etwas deuten.
"Ich weiß.", stammelte Dick als Antwort und wenn man genau hinhörte konnte man vielleicht erkennen, dass seine Stimme brüchig und etwas tränenerstickt klang.
Ein hörbares Ausatmen, das einem Seufzen nahe kam, folgte, wobei das leichte Zittern dabei deutlicher herauszuhören war, als das Ersticken in seiner Stimme. Zum Glück rettete Rune selbst die Situation, indem er wieder auf die Ähnlichkeit zwischen Tommy und Dick wechselte.
"N-Nein, nicht wirklich. Zumindest bei der modernen Kunst, sowas wie das da, also Impressionismus, das finde ich schon schön, aber kostet wegen des Sammlerwerts Millionen. Nein ich meinte wegen... weil Crown eine riesige, erfolgreiche Finanzgesellschaft ist und er sie führt und ich selbst bin ja auch im Vorstand von Survey, auch wenn ich kein Gründer bin. Naja... und er hat viel Geld, ein tolles Haus, einen Wagen mit Chauffeur, ich glaube sogar einen Butler... gut ich habe keinen Butler, aber genug anderes Personal. Du weißt schon, er ist erfolgreich und ich-bezogen..."
"... und allein. 40 Jahre alt, reich und allein. Gott, ich will nicht Thomas Crown werden.", fügte Dick in Gedanken an.
Er hatte, während er das alles gesagt hatte, kein einziges Mal vom Bildschirm gesehen. Erst jetzt wagte er es seinen Kopf etwas zu drehen und Rune aus den Augenwinkeln anzuschauen. Der Blick seines tiefbraunen Auges, ließ ihn allerdings beinahe wieder die runtergeschluckten Tränen hoch kommen lassen, also senkte er den Blick auf Runes Bierflasche. Er wirkte nachdenklich, doch auch eine gewisse Traurigkeit lag in seinem Blick und wenn man gute Augen hatte konnte man sogar eine leichte Rötung um seine Augen herum erkennen. Innerlich kämpfte er.
Verdammt, warum verlor er zunehmend die Kontenance bei Rune? War es vielleicht, weil seine Gesellschaft so angenehm war? Lauerte so viel Kummer unter seiner harten Schale, dass er jetzt aufpassen musste nicht vor seinem potentiellen neuen Freund zu heulen?
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