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 Abgelegene Ruinen

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BeitragThema - Re: Abgelegene Ruinen   So 13 Mai 2018 - 0:09
 
21. Juni | Abgelegene Ruinen | Früher Nachmittag | mit Asher


Schwärze. Da war nichts außer Schwärze. Und auf einmal ein dumpfes Geräusch. Fast so, als würde jemand gegen eine Wand schlagen. Doch das Bewusstsein der Hexe weigerte sich wieder zu erwachen. Zu hoch war ihr Energieverbrauch in diesem Kampf gewesen. Zu hoch die Menge an Blut, welche sie wahrscheinlich während ihrer Bewusstlosigkeit verloren hatte. Und zu verlockend war es, die Schmerzen einfach für einen weiteren Augenblick zu vergessen. Zu verdrängen.
Sie nahm eine leichte Berührung an ihrem Gesicht war. Dann an ihrem Hals. Jedoch zu leicht, als dass sie durch diese aus ihrer Bewusstlosigkeit erwachen würde. Hatte man grade ihren Puls überprüft? Sie war zwar geschwächt und verwundet, aber sie hatte schon weitaus schlimmeres als dies hier überlebt. Und selbst wenn sie dem Tode nah war, würde sie ihr Leben nicht einfach so aufgeben. Nein. Sie würde kämpfen. Immerhin gab es noch genügend Dinge, die sie in diesem Leben erledigen bzw. erreichen wollte. Diese neue Welt hatte noch so vieles für sie zu bieten.
Und kaum hatte sie daran gedacht, tauchte Sharifs Bild vor ihrem inneren Augen auf. Wie war er wieder unter die Lebenden zurückgekehrt? Hatte er ihren Angriff überlebt? Hatte sie sich von ihren Gefühlen ihm gegenüber blenden lassen und sein Herz verfehlt? Nein, sie war sich sicher, dass das warme Blut, welches über ihre Hand hinab zum Boden geflossen war, direkt aus seinem Herzen gestammt hatte. Hatte er vielleicht Hilfe in Anspruch genommen? Von jemandem, der die Toten wieder ins Leben zurückholen konnte? Doch wenn dies wirklich der Fall war, warum hatte er sich ihr dann so sorglos genähert. Er hatte keinerlei Anzeichen von Angst oder Wut gezeigt. So… als hätte er einfach vergessen was passiert war. Eine Geschichte, die er ihr so erzählt hatte. Doch sollte sie ihm glauben? Zephyr war verwirrt. All das was er mit ihr anstellte – mit ihrem kaltem Herz – war nicht normal. Niemand sollte jemals solch eine Macht über sie haben. Niemand.
Es schien eine Ewigkeit zu vergehen, in der ihre Gedanken einfach durcheinander in der Schwärze ihrer Bewusstlosigkeit umherwanderten. 1000 Fragen doch auf keine von ihnen kannte sie eine Antwort. Doch je mehr ihr Bewusstsein zurückkehrte, desto weiter schien sie sich von eben jenen Fragen zu entfernen.
Keuchend und schwer fällig rollte sie sich auf die Seite, versuchte eine Position zu finden in der sie besser Luft bekommen würde. Nur ihre Augen öffneten sich noch nicht. Nur langsam kehrten die Erinnerungen an das zurück, was sich in diesem dunklem Kerker zugetragen hatte: An den Kampf mit Asher. Der rothaarige Teufel hatte innerhalb der letzten Monate scheinbar über seine Blutsucht vollkommen den Verstand verloren – und durch die Tatsache, dass die blauhaarige Eishexe von Sharif und seiner Rückkehr abgelenkt gewesen war, hatte sie dies erst zu spät mitbekommen. So spät, dass sie nun tatsächlich um ihren Atem ringen musste. Zusätzlich dazu spürte sie auch noch immer den pochenden Schmerz an ihrer Schulter. Die Stelle, die durch den Dolch des Dämons aufgerissen worden war. Nicht einmal, sondern zweimal hatte er zu gestochen und damit sichergestellt, dass Zephyr den Schmerz auch noch eine ganze Weile spüren würde.
Noch dazu hatte dieser Dreckskerl sie zweimal in dieser Nacht versucht zu erwürgen. Sie wollte sich gar nicht vorstellen, welches Bild sie abgeben musste. Schwach. Verletzlich. Hilflos. Würde sie nicht eh schon Probleme haben genug Luft zu bekommen, würde ihren Lippen bei diesen Gedanken wohl ein trockenes Lachen entweichen. Dies waren Worte, die niemals jemand nutzen sollte, um sie zu beschreiben. Außer er hegte einen sehr starken Todeswunsch.
Dennoch, sie konnte nicht leugnen, dass sie stark geschwächt war. Das stärkste Anzeichen dafür war, dass sich die Kälte innerhalb ihres Körpers beinahe unnatürlich anfühlte. Unnatürlich. Für die Hexe, die Eis ihr eigenes Element nannte und mit ihm lebte und kämpfte. Doch die Kälte, die durch den Steinboden in ihren Körper kroch setzte ihr zu und zwang sie schließlich ihre Augen zu öffnen. Verschwommen war ihre Sicht und es dauerte einige Zeit, bis sich ihre Augen an die gedämmte Dunkelheit innerhalb der Kerker gewöhnt hatte.
Doch was sie sah, erfreute die Hexe keineswegs. Ihr geschwächter Blick traf auf stechendes Gelb. Eine Farbe, die Zephyr zu gute kannte – und das wahrscheinlich als einzige. Denn die meisten Leute, die dieses Gelb je zu Gesicht bekommen hatten konnten sich entweder nicht mehr daran erinnern, oder aber sie waren nun nicht mehr am Leben. Zephyr wollte sich zu keiner der beiden Kategorien zählen: Auch wenn sie im Moment nichts gegen Asher ausrichten könnte, selbst wenn sie es wollte. Ihr Körper schien ihr kaum mehr zu gehorchen.
„Dreck....skerl....“, murmelte sie, während sie ihre Augen wieder schloss und mit geöffneten Lippen nach Luft schnappte. Ihre eigene Stimme klang leise, zerbrechlich. Gab Preis wie sehr ihr die konstante Nutzung ihrer Magie und der Kampf wirklich zugesetzt hatten. „Ich... hoffe du bist wieder etwas... mehr bei Verstand... Andernfalls kann ich mich nicht über deinen... Besuch freuen....“ Oh Nein. Definitiv nicht, setzte sie in Gedanken noch hinterher. Natürlich war dass etwas anderes, wenn er wieder bei Verstand wäre – doch die Chancen dazu standen recht gering. Es konnten nicht viele Stunden seit dem Verlust ihrer Bewusstlosigkeit vergangen sein. Und als sie ihre blauen Augen wieder öffnete und Asher ansah, während sich ihre Finger an die Druckstellen an ihrem Hals legten, konnte sie sich anders als trocken zu lächeln. Sie waren mit Abstand die gefährlichsten Monster in dieser Stadt. In dieser Welt. Und doch lag sie nun schwer verletzt am Boden, kaum mehr imstande sich zu bewegen – und er saß an der ihr gegenüberliegenden Wand und betrachtete sie einfach. Als wäre nie etwas gewesen. So obskur diese Situation doch war.


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