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 Richards Penthouse

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Nemesis
Stehaufmännchen
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Beruf : Broker, Anführer der Avengers League
Spieler : Somaka

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Di 13 Feb 2018 - 22:05

Richard schaute Rune etwas unsicher, aber immer noch leicht lächelnd an, als dieser auf einmal zu lachen begann, als hätte Richard einen astreinen Witz erzählt. Zuerst ließ er seinen Liebsten auslachen, bevor er selbst leicht lachte und ihn daraufhin fragen wollte, was der Grund für dieses ausgelassene Lachen war. Allerdings musste er gar nicht erst fragen, Rune erklärte es ihm bereitwillig und auch wenn Richards Lächeln schwächer wurde, er fühlte sich in diesem Moment nur noch schimmer verliebt.
Als Rune begann zu erklären wurden Richards Augen groß und begannen sich langsam mit Tränen zu füllen, während seine Brust begann leicht zu zittern, ebenso wie sein zurückgehaltener Atem. Als Rune sich kurz darauf als schmuddelige Erde und Richard als prächtiges Gestrüpp bezeichnete, musste Richard auch lachen, konnte aber nicht verhindern, dass sich zumindest zwei Tränen aus seinen Augen stahlen. Rune selbst schien mit seinen Worten mal wieder unzufrieden zu sein und schlug sich sogar mit der flachen Hand auf die Stirn.
Immer noch leicht lachend nahm Richard Runes Hand von dessen Stirn und küsste Handrücken und Knöchel der Hand, um sie gleich darauf wieder an seine Wange zu legen. Dort gehörte sie nämlich hin. Mit einem liebevollen Blick und vor Glück breitem Grinsen senkte Richard sein Gesicht zu Runes und drückte ihm jeweils einen Kuss auf beide Wangen, bevor er eine Stirn wieder wie vorhin auf Runes Stirn legte und ihn eindringlich und doch so voller Liebe anschaute.
"Ich weiß immer, was du meinst und ich finde es immer romantisch.", raunte er ihm mit gesenkter Stimme zu und legte seine Arme um Runes Schultern anstatt weiterhin seine Arme auf die Matratze zu nageln.
"Danke, dass es dich gibt, mein Löwenzahn.", flüsterte er Rune zu und schmiegte dann sein Gesicht seitlich an das von Rune und auch seinen Körper an den seines Liebsten, "Oder du bist meine Sonnenblume, wenn du mich schon immer Mondkalb nennst."
Sein leichtes Lachen im Anschluss darauf verriet, dass er das äußerst neckisch gemeint hatte.
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Rune
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Beruf : Polizist & Vigilant "Taraxacum"
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Mi 14 Feb 2018 - 0:17

Rune konnte erst wieder etwas sehen als Richard seine Hand von seiner Stirn entfernte. Sein Blick verfolgte wie sein Liebster seine Hände küsste und zurück an seine Wange führte. Dort bemerkte Rune überrascht das dort zwei feuchte Spuren auf seiner Haut im Halbdunkeln glänzten. Oh man, seine Vorstellung von Romantik war also wirklich zum Heulen! Oder zumindest die Vorstellung davon die der Teil von ihm produzierte der schneller redete als er denken konnte. Gerade als er die Spuren seiner stümperhaften Wortgewandtheit wegwischen wollte, wurde er für seine Inkompetenz auch noch mit mehreren Küssen belohnt. Die waren zu seiner großen Überraschung wohl doch nicht ganz unverdient, Richard schien das komische Zeug das er inzwischen immer öfter von sich gab wirklich zu mögen. Ja, Rune schaffte es anscheinend sogar damit die richtige Botschaft zu vermitteln!
Rune sah Richard voller Erstaunen an. Wow! Die waren wirklich auf einer Wellenlänge wenn Richard sogar die seltsamen Vergleiche über die Rune sich manchmal selbst wunderte zu entziffern vermochte.
Das Richard diese Sprache nicht nur verstand sondern auch selbst beherrschte bewies er als er Runes Herz zum Tanzen brachte als er ihn seinen Löwenzahn nannte. Es gab nur wenige Komplimente die in Runes Ohren schöner klangen. Als Richard ihn dann allerdings auch als seine Sonnenblume bezeichnete musste der Cyborg lachen. „Das habe ich wohl nicht anders verdient.“ Sein fröhliches Kichern verriet wie gut ihm dieser Spitzname eigentlich gefiel. Er legte die Arme um Richards Oberkörper damit er ihn mit sich reißen konnte als er zur Seite rollte. Jetzt lagen sie sich gegenüber. Sonnenblume...das machte so viel Sinn das Rune es fast bedauerte das er Richard noch nie wirklich Mondkalb genannt hatte. Vielleicht sollte er das jetzt ändern, zumindest einmal. „Ich liebe dich, du einzigartiges Mondkalb.“ ,raunte er nur einen Hauch von Richards Lippen entfernt. Doch der Kuss der darauf folgen sollte zögerte sich heraus, denn Rune konnte sich kaum von Richards Augen los reißen.
Strenggenommen war ein eigenes, bionisches Auge zurzeit die stärkste Beleuchtung im Raum. Das tat der Schönheit aber von Richards Augen zum Glück keinen Abbruch. Es sah viel mehr als würde ein Feuer einen Gletscher beleuchten. Dieses Aufeinandertreffen von Elementen die unterschiedlicher nicht sein könnten erzeugte eine einzigartige Harmonie.
Ausgerechnet vor diesem Anblick wurden Runes Lider immer schwerer und als er sich vorbeugte um sanft Richards Lippen mit seinen zu berühren war er sich nicht sicher ob er die Augen danach wieder öffnen wollte. Die Müdigkeit überrollte ihn eben häufig wenn er sich wohl fühlte und in diesem Moment fühlte er sich so wohl das ihm vollkommen egal war das er immer noch Schuhe trug und sein Stromkabel immer noch vergessen in seiner Jackentasche sein Dasein fristete. Jetzt zählte einfach nur der Moment.


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Nemesis
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Beruf : Broker, Anführer der Avengers League
Spieler : Somaka

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Mi 14 Feb 2018 - 0:50

Rune schien seine neuen Kosenamen mit Humor zu nehmen, das freute Richard unheimlich, vor allem aber das zuckersüße Kichern von Runes Seite, das kurz darauf folgte. Dann brach Richard in Lachen aus, als Rune ihm sagte, dass ihn, das einzigartige Mondkalb liebte. Richard wollte schon etwas erwidern, doch das Lachen kehrte schnell wieder zurück und hinderte ihn daran etwas romantisches oder keckes zu erwidern.
Schließlich konnte Richard sich doch wieder soweit kontrollieren, dass Rune ihn ohne Probleme küssen konnte. Als daraufhin Ruhe einkehrte, wurde Richard langsam klar, dass sie beide gleich hemmungslos wegratzen würden. Trotzdem kontrollierte er das lieber noch einmal und hob seinen Kopf ein Stückchen, um nachzusehen, ob Rune tatsächlich schon schlief. Seine Augen waren zu, doch sein Atem verriet noch nicht, dass er schlief. Richard grinste und biss sich leicht auf die Unterlippe.
Rune trug immer noch seine Alltagskleidung, ja sogar seine Schuhe. Gut, die Hose konnte Richard ihm im Zweifelsfall auch ganz schnell... Ach, was hieß hier Zweifelsfall, dachte sich Richard, rutschte ein Stück von Rune herunter zur Seite und begann an Runes Hose herum zu fummeln. Dann wurde ihm allerdings klar, dass er ja erst einmal die Schuhe loswerden musste.
"Also, wenn du öfter hier schläfst, ziehst du deine Schuhe gefälligst vor dem Zubettgehen aus.", mäkelte Richard gespielt.
Er setzte sich demonstrativ auf Rune, um ihm dann einen Schuh nach dem anderen vom Fuß zu ziehen und Richtung Tür zu werfen. Als die Schuhe weg waren konnte er jetzt endlich auch Runes Hose ungehindert ausziehen und zu seinen Sachen in die Ecke werfen. Für einen kurzen Moment war er versucht nur aus Spaß über Runes Shorts zu streichen, aber dann würde das hier sicher nicht mehr so schnell zu Schlaf kommen und er war wirklich fertig.
Mit einem Seufzen ließ er sich neben Rune auf die Matratze fallen und zog die Bettdecke über sie beide. Dann kuschelte er sich an Runes Seite, wobei er seinen Kopf auf Runes Brust legte.
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Rune
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Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Mi 14 Feb 2018 - 1:35

Ales fühlte sich so unheimlich weich an...die Decken um ihn herum, sein Kopf, Richards Haut an seiner und ganz besonders die zarte Berührung unter seinen Lippen. Es war kein Wunder das er langsam in den Zustand vollkommener Entspannung abdriftete. Deswegen passte es ihm überhaupt nicht als diese Berührung ihm abhanden kam. Rune presste die Augenlider zusammen und schob die Unterlippe vor als er das betrauerte was er gerade verloren hatte.
Aber dann registrierte ein müder Leib das Richard sich nur aufgerichtet hatte um ziemlich hektisch an ihm herum zu zerren. Manno, er sollte lieber kuscheln kommen!
Erst als Richard bei seinen Schuhen angelangt war verstand er das er dabei war ihn auszuziehen, dazu ermahnte er ihn das er wenn er dieses Bett oefters betreten wuerde seine Schuhe auszuziehen hatte. Wenn... der Cyborg musste schmunzeln. Als wenn es überhaupt eine andere Möglichkeit gab...
Hmmmm...“ ,summte er schlaftrunken als würde er tatsächlich überlegen. Seine Entscheidung stand natürlich schon längst fest. „Nein, ich gewöhne mich lieber daran das du mich ausziehst.“ Mit noch immer geschlossenen Augen grinste er breit. Ja, diese Vorstellung gefiel ihm ausgesprochen gut.
Vollkommen entspannt und im Frieden mit der Welt atmete Rune aus als Richard sich endlich an ihn kuschelte und er seine Arme um ihn legen konnte. Den einen Arm drapierte er um Richards Schultern und die andere Hand fand ihren Weg zu seinen Haare wo er schließlich sanft Richards Nacken kraulte und sich über das weiche Gefühl unter seinen Fingern freute. Vor seinem inneren Augen durchlebte er noch einmal verschiedene Erinnerungen des vergangenen Tages. Diese ganzen schönen Momente, die wundervollen Worte die hoffentlich für immer einen Platz in seinem Herzen haben würden und Richards Lächeln. Immer wieder. Nur für ihn.
Dösig neigte Rune sein Haupt um Richard einen schlaffen Kuss auf den Scheitel zu drücken bevor er sich dem Schlaf hingab.
Ich hoffe der Dahlie geht’s gut....“ ,murmelte er in die silberweißen Haare. Schließlich musste sie in einem Jahr in voller Pracht blühen wenn er mit Richard Hand in Hand nach ihr schauen würde.


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Spieler : Somaka

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Mi 14 Feb 2018 - 1:55

Richard gab ein wohliges Brummen von sich, als Rune eine Hand in seinen Nacken fahren ließ und begann ihn dort zu kraulen. Gott, was war das für ein wunderbares, entspannendes Gefühl. Er fühlte sich wie eine Katze, die man hinter den Ohren kraulte und fast so ähnlich wie ein Kater klang er auch, während er sich kraulen ließ. Oh ja, hör bloß nicht auf!
Das Gefühl war allerdings auch leider viel zu angenehm, denn es ließ Richard ziemlich schnell so entspannt werden, dass er recht bald begann ab zu driften. Als Rune die Dahlie erwähnte und er bei dem Satz einfach nur lachen musste, bekam er das ganze eigentlich nur noch halb mit. Auch sein abschließendes Seufzen und das engere Ankuscheln an Rune bekam er gar nicht mehr bewusst mit. Die Müdigkeit überrollte ihn und zerrte ihn mit in einen wunderbar traumlosen und vor allem albtraumlosen, tiefen Schlaf.
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 16:31


Rune & Nemesis
← Survey & Chomsky AG | 9. Juni | Nacht

Come gather 'round people, wherever you roam.“ Ein leises Klacken war zu hören als Stahl in einem rhythmischen Takt auf Holz klopfte. Er könnte das verhindern indem er sich einen Handschuh über die rechte Hand zog, aber dann spürte er die Saiten unter seinen Fingerspitzen nicht mehr. Viele Gitarrenspieler mussten sich die Hornhaut auf den Fingerspitzen erst erarbeiten, doch das war überflüssig wenn die Hand ohnehin schon aus Stahl bestand. Allerdings verhinderte sein geringes Fingerspitzen Gefühl manchmal das er bei komplexen Akkorden das er die richtige Saite traf. Rune hörte in seinem Kopf den richtigen Ton und wusste instinktiv welche Saite er greifen musste um ihn zu erzeugen, das er dabei nicht immer die richtige traf frustrierte ihn. Hielt ihn allerdings auch nicht auf. „And admit that the waters around you have grown.“ Doch dieses Lied schaffte es mit simplen Akkorden genial zu sein. Ein wahres Meisterwerk das Rune schon so oft gespielt hatte das seine bionische Hand ihren Weg von ganz alleine fand und sauber in die Saiten griff. „And accept it that soon you'll be drenched to the bone.“ Sein rosa verfärbtes Auge und der geistesabwesende Ausdruck darin zeugten davon das er der Entspannung seiner Schlaghand ein wenig auf die Sprünge geholfen hatte. Locker schlug seine linke Hand die Akkorde an. Weil er sich nicht dafür interessierte ob jeder Ton perfekt saß war das Spiel unverkrampft, leicht und mühelos. Genauso wie seine sanfte Stimme. Manchmal versuchte Rune beim Singen seinen weichen Akzent zurück zu halten, aber nicht jetzt. Dennoch war seine Stimme dabei so klar wie sie nur war wenn er wusste das niemand zuhörte. Wenn er es wagte ihr volles Potential auszuschöpfen. Er hatten seinen Geist nicht komplett berauscht, aber sein Kopf war von einem weichem Nebel erfüllt und machte die Verwirrung darin erträglicher. Die Musik tat jetzt den Rest um seine Umgebung verschwimmen zu lassen. „If your time to you is worth savin'“ Mit dem Rücken lehnte Rune gegen die Sitzfläche der Couch hinter ihm während er auf dem Boden des Hauptraums saß. Dort wo das Mondlicht mit den Lichtern der Stadt durch das Fenster um die Wette schimmerte. Eigentlich hatte er nicht vorgehabt herzukommen. Nicht bevor er das Chaos in seinem Kopf nicht ein wenig geordnet hatte. Er war schnurstracks zu seiner Wohnung marschiert, eine Dusche hatte keine Klarheit gebracht und mit dem Ablegen seiner Kleidung hatten sich seine Probleme noch lange nicht verflüchtigt. Auch wenn seine Haare jetzt wieder in der gewohnten, lockigen Wildheit abstanden und er ein zu großes T-Shirt trug konnte er nicht einfach entfliehen. Das hatte er versucht indem er sich mit seiner von Klebeband vielfach geflickten Gitarre bewaffnet in den Wald begeben hatte. Dorthin wo die Welt einfach war, schön, friedlich. Eine Welt die Sinn machte. Dennoch hatte es nur eine gerollte Papiertüte benötigt um ihn doch wieder hier landen zu lassen. „Then you better start swimmin' or you'll sink like a stone.“ Er war nicht sauer auf Richard, zumindest glaubte er das nicht. Auch wenn die Erinnerung daran wie er sich mit einer Dame amüsierte auf seiner Seele juckte. Es war ein schmerzhaftes Jucken. „For the times they are a-changin'.“ Konnte er überhaupt behaupten sich bemüht zu haben wenn er bereits bei seinem ersten Gehversuch gefallen war? War er genauso verbohrt wie die Menschen denen er das vorwarf? Diese Fragen beschäftigten ihn jetzt. Anfangs wollte er noch wütend auf Richard sein weil er ihn im feindlichen Territorium stehen gelassen hatte. Aber das passte so überhaupt nicht zu dem Mann den er kennen gelernt hatte, nicht ohne einen guten Grund. Vielleicht hatte er der ganzen Sache tatsächlich zu wenig Bedeutung beigemessen.


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 19:50

Richard konnte sich nur an ein einziges Mal erinnern, als sein Weg nach Hause sich so schrecklich angefühlt hatte wie heute. Während der Fahrt war ihm bereits mehrmals eine Träne entwischt und fast hätte er sogar einen Unfall gebaut, trotz geringem Verkehrsaufkommen, weil seine gesamte Sicht verschwommen gewesen war. Im Fahrstuhl nach oben kreisten seine Gedanken nur noch um eine Sache: seine leere Wohnung, die im Dunkeln vor ihm lag - ohne Rune darin. Er wusste, wenn er Rune nicht hier antreffen würde, hätte diese dumme Sache sie am Ende wahrscheinlich doch auseinander getrieben.
Richard schluckte, als der Fahrstuhl hielt. Er trat den ersten Schritt ins Foyer und blieb sofort erschrocken stehen. Der Stuhl hinter dem Empfangstresen war leer. Das war noch nie passiert und es sah Bobby auch überhaupt nicht ähnlich seinen Arbeitsplatz zu verlassen. Richards Herz begann vor Panik in seinem Brustkorb zu hämmern, während er plötzlich mit geschärften Sinnen und äußerster Vorsicht das Foyer mit seinen Blicken absuchte. Er traute sich nur langsamen Schrittes auf den kurzen Gang zu seiner Wohnungstür zu. Überrascht blieb er stehen, als er knapp einen Meter vor der Tür Bobby stehen und auf die Tür starren sah.
Der breitschultrige Security-Mann hatte Richard offenbar schon beim Verlassen des Fahrstuhls bemerkt, den er drehte sich nun langsam zu seinem Boss um und sah ihn kurz mit ernstem Blick an, bevor sein Blick wieder zu der Tür wanderte.
"Mr. Graves, ihr Freund ist vorhin her gekommen. Er hatte Ihren Schlüssel, also habe ich nicht weiter nachgefragt, aber irgendwas stimmte nicht mit ihm, das habe ich ihm sofort angesehen und seit einiger Zeit höre ich seltsame Geräusche von drinnen, daher wollte ich lieber überprüfen, was da vor sich geht, nicht dass er am Ende Ihre Wohnung zerlegt oder etwas noch dümmeres anstellt. Ich glaube er hat irgendwas genommen.", erklärte Bobby, wobei er den letzten Satz eher halblaut murmelte.
Erst schluckte Richard hart, während sein Herz sich schmerzhaft zusammen zog. Dann fasste er sich ein Herz, legte Bobby im Vorbeigehen dankend eine Hand auf die Schulter und wagte sich dann hinein. Drinnen war es vollkommen dunkel und nur durch das fahle Licht von Stadt und Mond stückweise erhellt. Richards Blick huschte umher und versuchte angestrengt in der Dunkelheit eine bekannte Silhouette zu finden. Das Geräusch von Runes Gitarre und Stimme kam ihm schließlich zuvor, doch in dieser Umgebung wirkte es beinahe gespenstisch und Richard erwartete das schlimmste. Er folgte Runes Stimme bis ins Wohnzimmer, wo der Cyborg nahe dem Fenster im Lichtschein des Mondes an die Lehne des Sofas gelehnt saß, seine Gitarre auf dem Schoß und vor sich hin sang.
Richard blieb fast der Atem weg und erneut begann sich Flüssigkeit in seinen Augen zu sammeln, dieses Mal allerdings eher aus Angst und Schuldbewusstsein.
"Rune.", versuchte er mit sanfter Stimme seinen Liebsten auf sich aufmerksam zu machen, doch der sang unverdrossen weiter.
Richards Herz verkrampfte sich bei seinem Anblick, aber noch mehr bei dem Lied, das Rune vor sich hin sang.
"Rune.", wiederholte er seinen Versuch nun mit etwas zitternder Stimme und kniete sich nun vor dem Cyborg auf den Boden, um ihn mit großen, besorgten Augen anzusehen.
Er wollte etwas sagen, irgendetwas, das Rune vielleicht aus diesem fast schon katatonischen Zustand holen könnte. Ihm war lieber er brüllte ihn an oder schlug mit der Gitarre nach ihm, als das hier. Das hier traf ihn mitten ins Herz und trieb ihm die Tränen in die Augen. Seine Augen versuchten Runes Blick zu finden, doch der schien nicht anwesend zu sein. Er schien tatsächlich irgendwas genommen zu haben, was Richard sich nur noch elender fühlen ließ.
Schließlich ließ er seinen Kopf hängen, beugte sich langsam nach vorne und legte seine Hände auf Runes Knie.
"Rune.", quetschte er nun unter Tränen hervor, während er sich weiter vorbeugte, bis seine Stirn sich an seinen Handrücken über Runes Knie legte, "Vergib mir, ich bin Schuld an allem."
Sein Oberkörper begann zu zittern, während bittere Tränen über seine Wangen liefen und von dort auf seine Hand tropften.
"Es tut mir alles so Leid, ich..."
Dann brach seine Stimme ab und er begann hemmungslos zu weinen, während sich seine Fingernägel leicht in den Stoff von Runes Jeans gruben.
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Rune
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Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 21:10

Come writers and critics, who prophesize with your pen.“ Musik war eine sichere Variante High zu sein. Für Rune war es die Sprache seiner Seele. Ein paar aneinander gereihte Akkorde, ein Rhythmus und eine Melodie halfen ihm dabei seine Gedanken zu sortieren. Doch bei den ganzen Vorgängen in seinem Kopf würde er dafür noch eine ganze Weile hier sitzen müssen. Aber das machte nichts, denn Musik war geduldig und Rune wusste aus Erfahrung das es sehr lange dauerte bis eine Gitarre Finger zum Bluten bringen konnten. „And keep your eyes wide, the chance won't come again
Gravierenderweise kam hinzu das Rune tatsächlich High war. Das machte seine Seele noch empfänglicher für die Musik. Er war vollkommen darauf fokussiert zwischen den Akkorden und den Zeilen die er sang nach Antworten zu suchen. Auf dem Weg die Moral aus dieser Geschichte zu verfinden verlief er sich immer wieder in der Melodie und in seinen Gedanken. Die Außenwelt hatte er inzwischen vollkommen ausgeblendet. Auch das war ein wunderschöner Effekt von Musik. Es war eine sanfte Umarmung in der seine Kräfte auftanken konnte. Allerdings registrierte sein Unterbewusstsein das eine Stimme sich in seine Performance einmischte. Eine verdammt schöne und bitter bekannte Stimme. In Trance hob Rune langsam den Blick von seinen schimmernden Fingern die über den Gitarrenhals tanzten. Das Zeug das seine Gedanken beruhigte hatte seine Reaktionszeit stark verzögert. „And don't speak too soon, for the wheel's...“ Auf einmal fuhr der Cyborg erschrocken zusammen und sein Gesang endete in einem panischen Japsen nach Luft. Endlich hatte er registriert das Richard vor ihm kauerte. Wo...wo war der auf einmal hergekommen? Halluzinationen waren doch eigentlich keine mögliche Nebenwirkung.
Vor Schreck hatte er seine ohnehin schon leidgeprüfte Gitarre los gelassen die jetzt scheppernd auf dem Boden aufkam nachdem sie von seinem Schoss gerutscht war. „Jævla faen i helvete!“ ,stieß Rune aus und griff sich in die Haare wahrend sein gehetzter Puls sich nicht langsam beruhigte und er sich von dem Schock erholte.
Erst jetzt hörte er das gedämpfte Schlurzen das von dem gesenkten schneeweißen Haupt vor ihm kam. Er hatte lange darüber nachgedacht was er Richard sagen wollte wenn er ihm nach diesem Fiasko begegnete. Anfangs waren viele Vorwürfe dabei gewesen, dann Entschuldigungen und dann irgendetwas über einen Baum im Frühling. Er bekam das nicht mehr ganz zusammen.
Bei dem Anblick glitten Runes Finger nun aber von ganz alleine durch Richards Haare. Sie waren so weich. „Hey“ Der Norweger war immer noch dabei sich nach dem Schock zu sortieren. Irgendetwas gab es doch was er Richard unbedingt sagen wollte. Achja! „Tut mir leid das ich deinen Erwartungen nicht gerecht geworden bin. Ich hab mich wirklich bemüht...also ich habs mir zumindest vorgenommen.


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 21:20

Richard bekam zwar mit, dass die Gitarre weg rutschte und scheppernd auf dem Boden landete, doch er hielt das für so gewollt von Rune. Außerdem wagte er es sowieso nicht den Blick zu heben. Im Moment sah er sicher aus wie ein kleiner Junge, der hingefallen war und sich deswegen die Augen aus dem Kopf heulte. Richards Schluchzen wurde nur schlimmer, als er auf einmal Runes beruhigende Stimme hörte und seine Finger in seinen Haaren spürte. Selbst als Rune sich entschuldigte brach die Welle an Tränen nicht ab.
Trotzdem wagte es Richard zumindest seinen Oberkörper aufzurichten und seine Hände von Runes Knien zu nehmen. Allerdings nur, um seine Arme gleich darauf um Runes Taille zu legen und sein Gesicht gegen Runes Brust zu pressen. Er brauchte fast eine ganze Minute bis er sich soweit beruhigen konnte, dass er genügend Luft hatte, um einen anständigen Satz zustande zu bringen.
"Ich war der Arsch. Ich dachte... ich kriege dich damit dazu über den Tellerrand zu schauen, aber... ich hab nicht nachgedacht, nicht an dich, ich... hab mich genauso benommen wie er... dabei wollte ich doch besser sein.", quetschte er hervor und brach dann wieder in Tränen aus, während er sich an Rune klammerte.
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Rune
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 22:03

Auf einmal war Richard ganz dicht bei ihm, dicht bei seinem wild schlagenden Herzen das immer noch dabei war sich zu beruhigen. Es fühlte sich so gut an das Rune seine Arme um ihn legte und ihn sanft an sich drückte. Er hatte große Angst davor gehabt das ihre Unterschiede sie letztendlich doch aufeinander bringen könnten und das er diese Wärme fortan missen müsste. Dabei waren es doch nur banale Kleinigkeiten. Wie konnte das zwei Seelen die im Gleichtakt pulsierten auseinander bringen?
Runes Atem stockte als Richard wieder zu sprechen anfing, seine Stimme klang so unglaublich traurig. Tat...tat es ihm wirklich so sehr leid? Ohje, sein Liebster hatte offenbar auch sehr viele Gedanken zu sortieren. Rune wollte ihm mit einem Song dabei helfen. Schnell griff er nach seiner Gitarre und versuchte sie irgendwie in eine spielbare Position zu bringen. Das war nicht ganz einfach weil Richard sich an ihn klammerte, aber durchaus möglich. So musste er die Arme wenigstens nicht von ihm nehmen als seine Finger anfingen schnell über die Saiten zu zupfen. „It ain't no use to sit and wonder why, babe. It...Oh nee, in dem Song geht es um etwas anderes.“ Rune brach den Gesang nicht ab, trotzdem lenkte er die Zeilen ganz schnell in eine andere Richtung bevor er eine vollkommen falsche Botschaft vermittelte. Der Song war aber auch irreführend mit seiner fröhlichen Melodie! „Aber nichtsdestotrotz; it's all right.“ Rune unterbrach sein Spiel doch und senkte den Blick auf seinen Geliebten in seinen Armen. Er wollte das es ihm besser ging!
Das hätte vielleicht bei dem meisten auch funktioniert, aber nicht bei dem entstellten Versuchskaninchen aus Lillehammers Monsterlabor.“ Er hatte über so einiges nachgedacht, seine Stimme war nicht einmal von Bitterkeit geprägt als er von diesem besonders entarteten Titel sprach den Journalisten ihm gegeben hatten. „Nicht meine Worte! Und bestimmt auch nicht meine Meinung. Aber ich weiß was die Leute von mir denken und vielleicht...vielleicht ruhe ich mich darauf tatsächlich zu sehr aus.


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 22:20

Zum Glück für sie beide bekam Richard von Runes Versuch ihn aufzuheitern nicht so viel mit und zum Großteil war es ihm auch egal. Er wollte nicht unbedingt getröstet werden, es genügte ihm schon Rune nahe zu sein. Dieser schien zumindest insoweit anwesend zu sein, dass er auf Richards Worte reagieren konnte. Als der Weißhaarige aber hörte, wie Rune sich selbst bezeichnete, wurde sein Schluchzen ziemlich schnell schwächer und er hielt inne. Zwar relativierte Rune diese Aussage, indem er meinte, dass diese Worte wohl nicht seinem zugedröhnten Kopf entstammten, trotzdem hallten diese schrecklichen Worte immer weiter in Richards Kopf.
Er lockerte den Griff seiner Hände in Runes Rücken und nahm einen Arm nach vorne, um sich mit dem Handrücken über die Oberlippe zu streichen und dabei zu schniefen. Jetzt bemerkte er auch erst, dass er Runes Shirt total eingeweicht hatte. Richard nahm auch seine andere Hand von Rune und richtete sich soweit auf, dass er im schwachen Mondlicht einen Blick auf Runes jetzt fleckiges Shirt werfen konnte.
"Du bist kein Monster und du hast es dir nicht ausgesucht und selbst wenn... Das ist doch bescheuert. Wer... wer bei dir was sagt, was ist dann erst bei einem Vampir oder Werwolf oder einem anderen... monsterhaften Wesen mit dem los?", fragte Richard und wischte sich mit dem Ärmel über die Augen, "Bescheuerte Menschen."
Er schniefte noch einmal und blickte dann schuldbewusst auf Runes Shirt. Mit Zeigefinger und Daumen seiner linken Hand zog er leicht am Stoff, wo die nasse Stelle saß.
"Ich... hab dich total nass gemacht.", murmelte er mit kratziger Stimme.
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Rune
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 22:59

Rune wusste selbst das er kein Monster war. Das änderte aber nichts daran das der Großteil der Bevölkerung der ihn nicht vermummt sah für eines hielt. In Cadysa hatte sich das zwar geändert aber die Erinnerung saß noch immer ziemlich fest.
Er sah Richard einen Moment nachdenklich an. Er hatte in ihm nie als Sonderling gesehen. Wahrscheinlich hatte deswegen die ablehnende Reaktion vom heutigen Abend auch so gesessen. Trotzdem zögerte Rune nicht einen Moment als Richard fest stellte das er ihn nass gemacht hatte, legte die Gitarre beiseite und tippte sich selbst mit der Handfläche gegen seine linke Schulter. „Macht nichts, hier ist es noch trocken.“ Es war eine Einladung. Schließlich sollte Richard sein Gesicht nicht in seine eigenen Tränen drücken müssen und Rune wollte ihn so dicht wie möglich bei sich haben.
Das war bevor die Welt von Vampiren und Werwölfen erfahren hat. Aber ja....bescheuerte Menschen.“ Rune musste schlucken, endlich schien Richard nachvollziehen zu können was ihn zu diesem Schluss geführt hatte. Nicht er selbst hatte sich ausgesondert, er hatte nur lediglich das Beste aus der Aussonderung gemacht. „Trotzdem riskiere ich jeden Tag meinen Hals für sie.“ Diese Ironie trieb ihn dazu kurz aufzulachen. Er schützte die Bevölkerung die er nicht verstand. Aus Pflichtgefühl. In seinem derzeitigen Zustand klang sein eigenes Verhalten einfach nur paradox.
Das kurze Lachen endete in einem schwermütigen Schlucken als er von einem anderen Gedanken überrannt wurde. „Das...das kann uns doch nicht auseinander bringen oder?“ Er legte seine Arme wieder fest um Richard. Immer wieder hatte sich die Angst bei ihm eingeschlichen das diese unterschiedlichen Welten sie vielleicht doch trennen könnten. Mit rasselnden Atem holte Rune tief Luft und kniff die Augen zusammen. Warum musste das alles nur so schrecklich kompliziert sein?


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 23:22

Richards Augen wurden groß und er blickte Rune an, als könne er gleich wieder in Tränen ausbrechen, doch dieses Mal mit einem Lächeln auf den Lippen. Diese Einladung konnte er nach allem was passiert war nicht einfach abschlagen. Trotzdem näherte er sich Rune nur langsam, um sein Gesicht anschließend in Runes Halsbeuge zu vergraben. Zwar würde er nachher bestimmt Abdrücke im Gesicht haben von den Stahlkanten von Runes Hals, doch das kümmerte Richard im Moment herzlich wenig. Als Rune seine Arme um ihn legte, wagte er auch seine langsam wieder um Runes Taille zu legen, allerdings wesentlich lockerer als zuvor.
Richard lauschte Runes Worten und ließ sie an sich vorbei ziehen ohne ihn zu unterbrechen oder sich gar anzumaßen mit Verständnis zu antworten, das wäre dann nämlich wirklich geheuchelt gewesen. Als Rune allerdings plötzlich fragte, ob sie das ganze auseinander bringen würde, hob Richard seinen Kopf wieder von Runes Schulter und sah ihn erschrocken an.
"Nein!", antwortete Richard fast schon panisch, beruhigte sich dann allerdings wieder und senkte schuldbewusst seinen Blick, "Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass du nach dem Ganzen immer noch denkst, so jemand wie ich wäre was für dich."
Eine kleine Pause entstand, in der sich Richards Kopf weiter senkte und seine Augen sich fast gänzlich schlossen.
"Eigentlich hättest du eher jemanden verdient, der dich so liebt, wie du bist und dich nicht verändern will.", murmelte er schließlich halb zu sich selbst.
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 17 Feb 2018 - 23:48

Auch wenn Richard seine ängstliche Frage verneinte machte es die ganze Sache nicht weniger kompliziert. Mit seinen Worten wurde Runes Atem wieder lauter und stockender. Richard wollte ihn verändern, er sprach es sogar offen aus. Aber er wusste doch selbst noch gar nicht ob er das wollte und ob er dieser Anforderung stand halten konnte. Er konnte nicht wissen wer er in einem Jahr, in fünf Jahren, in einem Jahrzehnt sein würde, welche Ideale er dann vertreten würde und er wollte sich dabei bestimmt nicht festlegen. Aber er liebte Richard, er wollte bei ihm sein und ihn nicht gehen lassen. Dieser Konflikt ließ Rune nun zittern. Schlaff rutschten seine Arme von seinem Liebsten herunter. „Liebst du mich nicht wegen dem was ich bin? Oder liebst du nur die Vision die du von mir hast?
Im klaren Zustand hätte er sich wahrscheinlich nicht einmal getraut diese Frage zu stellen. Denn es war gut möglich das ihm die Antwort ein Messer in den Rücken rammen könnte. „Menschen bestehen aus vielen Facetten, ich...ich denke nicht das ich bereits alle von dir kenne. Menschen verändern sich ständig, jeden Tag, mit jeder Erfahrung und nicht immer dominieren die gleichen Facetten. Aber wenn das was ich jetzt bin auf Dauer nicht ausreicht, dann weiß ich nicht...“ Runes Stimme brach ab. Ein paar Tränen befeuchteten seine linke Wange. Er wollte diesen Druck nicht, er wollte nicht das ihre Liebe an Bedingungen geknüpft war. Er wollte mit Richard wachsen, aber nicht auf einem vorfertigten Weg und wenn Richard Dinge von ihm verlangte die überhaupt nicht in ihm steckten, dann...dann...


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Gestern um 0:32

Richards Worte schienen Rune ebenso traurig zu stimmen, denn er ließ seine Arme wieder von Richards Rücken rutschen und fragte ihn daraufhin, ob er Rune liebte, weil er der war, der er war oder ob er diese Vision, die er von ihm hatte eher liebte. Das war eine gute Frage und schwer zu beantworten, aber nicht, weil Richard nicht die Antwort wusste, sondern weil es schwer zu erklären war ohne gleich wieder Missverständnisse aufzuwerfen. Langsam ließ auch Richard seine Arme sinken und sein Blick ging nachdenklich zur Seite. Er ballte seine Hände zu Fäusten, als Rune weitersprach und meinte, dass alle Menschen sich ständig veränderten und dass er nicht wüsste, was sein würde, wenn Richard diese aktuelle Version von ihm nicht ausreichte bzw. was dann geschehen würde.
Richard ließ sich langsam zurückfallen bis er vor Rune auf den Knien saß, die zu Fäusten geballten Hände auf seinen Oberschenkeln. Jetzt wirkte er fast wieder wütend, doch seine Stirnpartie sprach eher dafür, dass er Schmerz empfand. Schließlich wandte er sich wieder Rune zu, konnte ihm allerdings immer noch nicht direkt in die Augen sehen.
"Das ist es ja, es läuft im Endeffekt auf das gleiche hinaus. Nur... wie soll ich dir das erklären, ohne dass du gleich was falsches denkst? Ja, wir alle verändern uns ständig und das braucht eben manchmal länger als einen Abend. Meistens sogar. Aber du sollst dich ja gar nicht verändern. Jedenfalls nicht so, wie du denkst! Du sollst eher... mehr werden wie du... ach mann, wie erkläre ich das? ... Vor dem Unfall da war ich auch schon Richard Graves, weil ich das einfach bin, trotzdem war ich völlig anders als jetzt. Ich war schwach und voller Zweifel und einer völlig falschen Sicht auf die Dinge und voller ... Bitterkeit. Ich war Richard Graves, aber zugemüllt mit allen möglichen Dingen, die mich ... unfrei gemacht haben, die mir ein mieses Gefühl gaben, mich zweifeln ließen, eben weil ich noch nicht ganz Ich war. Noch nicht rein. Verstehst du was ich meine? Man entwickelt sich bis zum letzten Atemzug weiter, doch es gibt eine Art innere Essenz, die man einfach irgendwann in seinem Leben entdeckt und um die herum man dann ein gutes Leben aufbaut, die Kraft daraus nutzt, um über sich selbst hinaus zu wachsen und Glück zu schmieden. Du... sollst ja gar nicht jemand anders werden oder in eine Form passen und ich habe diese Vision von dir auch nicht einfach zusammen geträumt, ich..."
Nun hob Richard endlich den Blick und wagte es direkt in Runes Augen zu schauen.
"...ich habe es in deinen Augen gesehen, immer dann, wenn du genügend Mut fandest, um die Kontrolle an dich zu reißen, wenn du selbstbewusst warst. Ich liebe keinen anderen als dich und da auch nicht irgendeine Illusion von dir, sondern der, der du bist UND der, der du noch werden kannst. Das ist kein... schemahaftes Bild, keine Form, in die du dich pressen musst. Wieso auch? Du bist es ja schon längst, nur... verschüttet, wenn man es so nennen will."
Jetzt senkte Richard wieder den Blick und biss sich nachdenklich auf die Unterlippe.
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