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 Richards Penthouse

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AutorNachricht
Nemesis
Stehaufmännchen
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Beruf : Broker, Anführer der Avengers League
Spieler : Somaka

BeitragThema: Richards Penthouse   Di 29 Aug 2017 - 18:09



Zuletzt von Nemesis am Do 19 Okt 2017 - 22:57 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Nemesis
Stehaufmännchen
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Beruf : Broker, Anführer der Avengers League
Spieler : Somaka

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Fr 22 Sep 2017 - 21:09

cf:  Red Death Masquerade (mit Rune)

Das Gebäude, in dem sich Dicks Penthouse befand lag nicht weit entfernt vom Stadtzentrum, wo sich das Red Death Masquerade befand. Dick und Rune mussten nur zwei drei Straßen überqueren und hatten dann schon die Wohnhochhäuser erreicht. Mit dem Fahrstuhl ging es bis ganz nach oben. Dick hasste die Stille in solchen kleinen Räumen, allerdings freute er sich schon darauf endlich mal jemandem seine Sammlung zeigen zu können, weshalb er im Kopf sich lieber ausmalte wie das ablaufen würde, anstatt die Stille überhaupt wahr zu nehmen. Dass er dabei ein leichtes Lächeln auf den Lippen hatte und sein Blick unablässig und ungeduldig die wechselnden Stockwerklichter beobachteten, registrierte er überhaupt nicht.
Als sie das oberste Stockwerk erreichten und sich die Fahrstuhltür öffnete betraten sie das Foyer seiner Wohnung. Ein großer, runder Raum, ausgestattet mit Marmornachbildungen, einer kleinen Sitzecke zum Warten in einer Wandnische zur linken Seite und ein schmaler Gang, welcher zu Dicks eigentlicher Wohnungstür führte. In der Mitte des Foyers stand ein Tisch mit verschiedenen Glasvasen, in denen rote und pinke Blumensträuße standen. Dick würdigte das Ganze keines Blickes. Auch nicht dem Sicherheitsbeauftragten, welcher hinter einer Theke aus Holz saß und kurz aufsah, als die Fahrstuhltür aufging.
Dick führte Rune den kurzen Gang entlang in seine Wohnung. Die Tür gab ein technisches Klicken und Summen von sich, als sie hinter den beiden wieder ins Schloss fiel. Kaum den Bruchteil einer Sekunde später sprangen die Lichter an und holten eine gemütlich und doch moderne, großzügige Wohnung aus der Dunkelheit ins Licht. Durch die großen Fenster wurde der Blick wunderbar freigegeben auf die Skyline der Stadt. Weiter drüben im Westen konnte man sogar das tiefe Blau des Meeres in der Ferne erkennen, sowie die leuchtende Perlenkette der Straßenleuchten an der Küste.
Dick ließ seinen Schlüsselbund klirrend in eine Schale auf dem Glastisch im Wohnzimmer fallen. Der große Hauptraum war durch zwei Torbögen dreigeteilt. Links befand sich das Esszimmer mit Bar, von welchem eine Türe in die Küche führte. Rechts befand sich eine Art Unterhaltungsraum mit Klavier, sowie einem großen, breiten Sofa vor einem riesigen Flatscreen. Links vom Flatscreen führte eine Tür in eine Art kleinen Salon, rechts davon eine in ein kleines Bad. Blickte man dann nach rechts sah man durch einen Gang direkt durch die Tür in das gänzlich in weiß gehaltene Schlafzimmer. Vor der Tür zum Schlafzimmer befanden sich jeweils auf jeder Seite des Gangs eine Tür, welche allerdings beide angelehnt war und der Raum dahinter im Dunkeln lag.
"Cory, Rollos runter.", brach Dick mit lauter Stimme die Stille und ein Bling-Ton ertönte, woraufhin fast geräuschlos dünne Stoffrolläden langsam herunter glitten und alle Fenster bis auf das Hauptfenster verdeckten.
"Keine Angst, ich fresse Sie schon nicht auf. Fühlen Sie sich wie zu Hause.", sprach Dick mit einem Lächeln zu Rune gewandt und zog seine Jacke aus.
Mit einer Kopfbewegung deutete er Rune an mit ihm zu kommen. Er führte seinen Gast durch den Unterhaltungsraum und den Gang entlang. Im Vorbeigehen drückte er auf einem Bedienfeld an der Wand neben dem Torbogen einen Knopf und eine ruhige Musik mit weiblichem Gesang, Klavier und E-Gitarre begann langsam lauter zu werden. Dick ging weiter und öffnete die rechte der Türen im Gang. Sofort sprang das Licht in dem Raum an und gab die Sicht frei auf einen großen, begehbaren Kleiderschrank.
Mit einem beinahe schelmischen Lächeln drehte sich Dick zu Rune um, ging dann hinüber zu den säuberlich auf einer vergoldeten Stange hängenden Anzugjacken, schob sie beiseite und drückte seine Hand gegen die dahinter liegende, cremeweiße Holzwand. Kaum ein paar Sekunden später nahm er die Hand wieder weg, die Anzüge wurden samt der Stange in einen der daneben liegenden Schränke gezogen und die cremeweiße Holzwand fuhr zur Seite, um den Zugang zu einem verborgenen Raum frei zu geben.
"Wir haben einen ziemlich begabten Innenarchitekten in der League.", begann Dick zu erklären und lächelte Rune freudig zu, "Nachts ein riesiges Wolfsmonster und bei Tage der beste Inneneinrichter, den ich kenne."
Dick trat beiseite und ließ Rune den Vortritt in den fast ebenso großen Geheimraum. An den grau beschichteten Metallwänden hingen allerhand Waffen und Kampfzubehör, im Raum selbst standen hüfthohe Vitrinen, in denen auf Stoff allerhand seltsame, zum Teil leuchtende Gegenstände gebettet waren. Am Kopfende des Raums thronte in einer halbrunden Nische, angeleuchtet von mehreren Lichtern ein Ganzkörperanzug aus schwarzem, leicht schimmerndem Stoff, bestickt mit kleinen bis großen, durchsichtigen Ziersteinen mit silberner Einfassung, die sich von der rechten Schulter über den gesamten Oberkörper bis zum linken Oberschenkel zogen. Die Kleiderpuppe, welche neben dem Kostüm auch eine Perücke mit langen, silberweißen Haaren trug wirkte zwar leblos, dennoch deutlich besser verarbeitet und menschlicher als die Mannequins aus den Schaufenstern.
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Rune
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Beruf : Polizist & Vigilant unter dem Namen "Taraxacum"
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 23 Sep 2017 - 2:32


Rune & Nemesis
← "Red Death Masquerade" | 28. April | später Abend

Rune’s Hände waren wieder in seine Taschen verschwunden als er Dick durch die Straßen folgte und darüber mutmaßte was ihn wohl erwartete. Er führte ihn in einen der Stadtteile die der Cyborg bisher nur für Ermittlungen betreten hatte. Privat mied er diese Straßen, denn er mochte die Hektik nicht. Die Lichter der Autos huschten wie Blitze an ihm vorbei und die Passanten die ihnen entgegen kamen, sahen so als würden sie in ihrer Eile ihre Umwelt überhaupt nicht wahrnehmen. Zum Glück war der Weg nicht weit und das monströse Gebäude das anscheinend ihr Ziel darstellte war schnell erreicht. Eigentlich hatte er Nemesis nicht als Menschen eingeschätzt der sich mit organisierter Selbstjustiz bereicherte. Was zur Hölle machte er also sonst noch um eine Wohnung in diesem Ungetüm bezahlen zu können?
Das Schweigen das er während des gesamten Weges nicht zu zerbrechen gewagt hatte mutete geheimnistuerisch an. Irgendwie hatte er das Gefühl das mit jedem Wort das ihm in den Sinn kam wichtige Informationen der Öffentlichkeit zugänglich machen würde. Er musste sich noch daran gewöhnen jetzt im Untergrund zu operieren.
Schweigen herrschte auch in dem Fahrstuhl mit dem sie diesen Riesen von einem Gemäuer erklommen. Nemesis schien etwas im Schilde zu führen. Rune konnte sich zumindest beim besten Willen nicht vorstellen worüber er sich so amüsierte. Nachdenklich und mit gerunzelter Stirn versuchte Rune das Lächeln zu ergründen. Obwohl… vielleicht starrte er stattdessen doch lieber die Stockwerkanzeige an! Ja, das klang nach einem guten Plan. Er begründete sein Herzklopfen mit der allgemeinen Situation die schließlich alles andere als alltäglich war. Er musste bestimmt nur die ganzen Ereignisse erst einmal verarbeiten.
Erlösend öffnete sich die Fahrstuhltür und gab den Blick auf eine exquisite Einrichtung frei die Rune erschreckend an die Vorstellungen erinnerte die er sich in den letzten Tagen ausgemalt hatte. Das rückte allerdings für einen Moment in den Hintergrund als Rune die Schnittblumen sah. Er betrachtete sie mit einem vernichtenden Blick. Die armen gequälten Wesen waren ihrer natürlichen Umgebung entrissen worden damit man ihnen langsam beim Sterben zu sehen konnte. Er verstand diese barbarische Art der Dekoration einfach nicht. Doch als Rune den streng dreinblickenden Wachmann sah konzentrierte er sich schnell wieder auf etwas Anderes. Sein bionisches Auge blieb skeptisch auf dem Wärter hängen während Nemesis die Wohnungstür öffnete.
In der Wohnung setzte sich der gigantische Eindruck fort. Alles hier drin war riesig und die helle Gestaltung verstärkte diesen Eindruck noch. Er war sich bereits im Nightclub fehl am Platze vorgekommen, aber das war noch nichts im Gegensatz zu dem was er jetzt fühlte. Er zuckte leicht erschrocken zusammen als Nemesis plötzlich mit irgendeiner Person namens Cory sprach. 'Cory' fuhr daraufhin die Rollos herunter und Rune schloss daraus das sie ein Computer war. Wahrscheinlich befand sich hinter diesen Wänden mehr Technik als in seinem Körper und das sollte schon etwas heißen. Vielleicht hatte Nemesis seine Reaktion bemerkt den er bestätigte ihm das er keine Angst haben musste. Es war auch keine wirkliche Angst, er war viel eher eingeschüchtert. Die Aufforderung sich wie zu Hause zu fühlen klang seltsam wenn man bedachte das seine eigene Wohnung von der Größe her locker in das Foyer passte. Vorsichtig spähte er in alle Ecke, was auf den ersten Blick eher schwierig erschien denn die Decken waren scheinbar endlos hoch. Irgendwo hörte er eine Stimme singen. Wieso würde es ihn nicht überraschen wenn hier irgendwo eine Live-Band einen Song zum Besten gab? Rune kam aus einfachen Verhältnissen und der Anblick hatte ihm ein wenig die Sprache verschlagen. Er hoffte noch immer das man ihm das nicht anmerkte. Seine Hände verweilten in seinen Taschen als er Nemesis hinterher trottete.
Rune schluckte als ihm im Gehen die gesamten Ausmaße der Wohnung bewusst wurden und als ob das noch nicht reichte, gab es auch noch einen geheimen Raum. Nemesis erzählte von einem Mitglied der Liga der Innenarchitekt war und für das hier verantwortlich war. „Das nenne ich ziemlich unterschiedliche Interessen. Ich hoffe er hat sich als Wolf einigermaßen unter Kontrolle. Sonst wird es bestimmt schwierig nachts auch noch Verbrecher zu jagen.“ Wo nahm er außerdem die Zeit dafür? Gut, wenn ein Innenarchitekt dieses Doppelleben unter einem Hut bekam sollte er das doch eigentlich auch schaffen.
In dem geheimen Raum blieb Rune’s Blick sofort an den Waffen hängen sodass er für den Rest der Einrichtung erst einmal blind war. Einige der Gerätschaften kannte er nicht einmal. „Wen muss man umlegen um sich das alles leisten zu können?“ Mist, Mist, Mist. Was erzählte er denn da? Was sich in seinem Kopf noch wie ein harmloser Witz angehört hatte klang ausgesprochen wie eine ernst zu nehmende Anschuldigung. Warum war er nur so nervös und gab so einen Blödsinn von sich? Unsicher fuhr Rune's Hand seitlich seinen Hals herab während ihm deutlich anzusehen war er erschrocken er selbst über seine Worte war. „Das sollte ein Scherz sein. War unangemessen.“ Er wollte bestimmt nicht das die Stimmung wieder kippte.


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Nemesis
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Beruf : Broker, Anführer der Avengers League
Spieler : Somaka

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 23 Sep 2017 - 13:08

Dick musste lachen, als Rune meinte, dass ein verbrechensbekämpfender Wolf und ein Innenarchitekt recht unterschiedliche Interessen waren und dass er hoffte, dass der Wolf sich einigermaßen unter Kontrolle hatte.
"Wenn Sie mich nach meiner persönlichen Einschätzung fragen, dann würde ich sagen, dass er sich als Wolf deutlich besser unter Kontrolle hat. Das Problem liegt aber nicht gänzlich bei ihm.", gab Dick zu und folgte Rune in den Raum, "Seine Ex und ihr neuer Kerl sind ebenfalls bei der League und deshalb kriegen sie sich da regelmäßig in die Haare. Xandrios ist eben manchmal noch kindischer als Fawkia, wenn es um sie geht. Da soll mal einer sagen, dass Liebe nicht wenigstens ein bisschen verrückt machen kann."
Dick lachte halbherzig auf und zuckte leicht mit den Schultern. Er bemerkte wie Runes Blick die einzelnen, an der Wand hängenden Gerätschaften musterten.
„Wen muss man umlegen um sich das alles leisten zu können?“, ertönte plötzlich die Stimme des Cyborgs und im ersten Augenblick nahm Dick diese Frage tatsächlich ernst.
Ein Schuss Angst raste durch seine Venen, bevor er sich klar darüber wurde, dass das nur als Scherz gemeint war. Zögerlich kehrte das Lächeln in sein etwas geschocktes Gesicht zurück. Rune schien eine recht ähnliche Reaktion über seine eigenen Worte zu haben, denn plötzlich wirkte er peinlich berührt und seine Hand, die über seinen Hals strich, vervollständigte das Bild des erschrocken betroffenen Schuldigen noch.
„Das sollte ein Scherz sein. War unangemessen.“, entschuldigte er sich etwas betreten bei Dick, der immer noch versuchte sein bisheriges breites Grinsen zurück zu holen.
"Ich ähm... naja...", begann Dick und in seinem Kopf bekam er die Worte nicht zu fassen, um sie in einen anständigen Satz zu gliedern.
Sein Gesichtsausdruck zeigte eine Mischung von Verlegenheit und gewissem Schuldbewusstsein, selbst wenn er eigentlich nichts falsch gemacht hatte. Die Finger von Dicks linker Hand spielten geistesabwesend an seiner goldenen Halskette, während er neben Rune trat, ohne ihm allerdings in die Augen zu sehen, und versuchte den Cyborg zu einer Art kleinen Rundtour zu animieren, während er weiter sprach:
"Nach meiner - ich nenne es mal - Verwandlung, habe ich ein völlig neues Leben begonnen. Ich habe so viel unnützes Zeug studiert und am Ende ... saß ich in einer spießigen Einzimmerwohnung, die kaum größer war als diese zwei Räume hier zusammen, verdiente mein kärglich Brot mit Lieferantenjobs und als Barkeeper und hatte mich damit abgefunden, dass ich ein nutzloses Stück Dreck war.", begann Dick zu erzählen und mit jedem Wort wurde sein Lächeln schwächer.
Er führte Rune die lange Wand mit den Waffen entlang bis zum Fußende des Raums, wo allerhand Enterhaken, Seilpistolen und Wurfsterne von seltsamer Form hingen.
"Und dann...", er hielt eine lange Zeit inne und sein Blick starrte durch die Wand ins Nichts, "...dann hatte das Portal - oder wer auch immer Macht darüber besitzt - entschieden, dass ich doch nicht nutzlos bin und weiterleben sollte. Als das hier."
Er hob die Hände und präsentierte mit einem etwas traurig akzeptierenden Lächeln sich selbst. Dann ging er hinüber zu der Wand mit der Tür und führte Rune vorbei an Rüstungsteilen, Nachtsichtgeräten, Funkgeräten und allem anderen möglichen Zubehör.
"Naja und dann fingen die Alptraumvisionen an und irgendeine Art von göttlich perfidem Glück begann mich zu verfolgen. Ich bekam eine mies bezahlte Lehrlings-Stelle bei Liongold, lernte dort wie Broker so arbeiteten und legte ein Jahr später meine Prüfung als staatlich anerkannter Broker ab. Zu der Zeit hatte ich schon einiges an Millionen in Aktiendepots gebunkert und Liongold gab mir obendrauf noch einen Kreditrahmen von ein paar Millionen. Das hat mich trotzdem nicht davon abgehalten dort auszusteigen und selbstständig zu werden. Also...", Dick hielt inne und drehte sich zu Rune um.
Sie hatten das Kopfende des Raums erreicht, wo die Kleiderpuppe mit dem Kostüm wie eine Madonna in der Wandnische thronte. Dick ließ seinen Blick über seine Sammlung schweifen und hob dann abermals präsentierend die Arme, dieses mal jedoch auf seine Sammlung bezogen.
"...alles, was Sie hier sehen, und meine schöne Wohnung und meine teure Einrichtung und meine teuren Klamotten, das alles habe ich mir selbst erarbeitet. Wenn man es ganz ironisch betrachtet, könnte man sogar sagen, dass ich nur durch die Geldgier der Menschen in kurzer Zeit so weit kommen konnte."
Dick gab ein leichtes Seufzen von sich und wandte sich dann dem ausgestellten Kostüm zu.
"Deswegen habe ich auch keine Skrupel so viel Geld in die Avengers League und ihre Ausstattung zu stecken. Würde die Polizei saubere Arbeit leisten, würde ich vielleicht auch die unterstützen, aber Sie sind jetzt schon der dritte Mitarbeiter dieser Behörde, der zur Avengers League stößt und das spricht in meinen Augen für sich."
Vor dem schwarz-silbernen Kostüm blieb Dick stehen und musterte mit einem gnädigen Blick und einem sanften Lächeln auf den Lippen den schönen Zwirn. Nach ein paar Sekunden Betrachtung lachte er amüsiert auf, gab ein nostalgisches Seufzen von sich und betätigte dann einen kleinen grauen Knopf neben der Figur in der Nische. Dick trat zurück und gab Raum für die zwei, seitlich neben der Nische aus der Wand schießenden Kleiderstangen, dicht behangen mit allerlei Kostümen auf Kleiderbügeln aus Draht. Die wie ein schier unendlich langes und dünnes U aussehenden Kleiderstangen standen etwa jeweils vier Meter aus der Wand und wurden wohl durch irgendeinen physikalischen Trick in der Wand daran gehindert nach unten zu kippen, sodass man wie im Kleidungsgeschäft bequem durch die Kostüme stöbern konnte.
"Nach dreißig oder so habe ich aufgehört zu zählen.", gab Dick mit einem Lachen zu und griff nach einem schlichten, schwarzen Ganzkörperanzug, um ihn Rune zu präsentieren, "Das hier ist die Standardausstattung. Ein Ganzkörperanzug aus magieabweisendem, atmungsaktivem Material. Mit dem richtigen Zusatz kann man die sogar in der Waschmaschine waschen."
Wieder lachte er leicht auf und sein Lächeln kehrte langsam wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück, während er den Anzug wieder zurück hängte und mit den Fingern durch die anderen Anzüge fuhr.
"Jeder aus der League bekommt die kostenlos von mir. Ich zahl lieber jedem zehn Stück davon, anstatt einen einzigen verfluchten Kämpfer zu riskieren. Die meisten modifizieren ihn dann mit Waffen- und Munitionshalterungen, Beutel für Magiezubehör und so weiter. Natürlich ist es auch erlaubt künstlerische Änderungen vor zu nehmen.", erklärte Dick und holte einen Standardanzug aus der Menge, der über und über mit rot-gelben Flammen aus Stoff und goldenen Schmucksteinen verziert war. Die Arme waren abgenommen worden und am Bauch und am Schlüsselbein Ausschnitte vorgenommen worden, "Das habe ich mal für Fawkia gefertigt."
Wieder musste Dick leicht lachen und hing das Ding wieder zurück.
"Dann habe ich sie kämpfen gesehen und damit war das Kostüm Geschichte. Das sage ich besser gleich, bevor Sie sich beim ersten Treffen darüber wundern: Es gibt ein paar Mitglieder, die keine Tarnung tragen bei der Vorbesprechung, weil sie sich später sowieso verwandeln. Fawkia ist da das beste Beispiel: Bei ihr ist jegliche Verkleidung überflüssig. Zudem würde ihr kein Material standhalten, denn die Frau kann, wenn sie will, so heiß brennen wie die Sonne.
Ich bastel trotzdem recht gerne Kostüme für meine Kämpfer, auch wenn ich zugeben muss, dass die meisten wohl nie getragen werden."

Damit holte er eine neonblaue Version des Anzugs aus der Kostümmasse und prustete bei dem Versuch sein Lachen darüber zu unterdrücken. Der Anzug besaß eine Art Schärpe um den Oberkörper aus leicht durchsichtigem, hellem Stoff, am unteren Ende zusammen gehalten von einer Art runden, hellblauen Gürtelschnalle. Der Stoff der Arme war abgeschnitten worden und durch den gleichen Stoff wie die Schärpe ersetzt worden. Die wie dünne Schleier wirkenden Ärmel waren am unteren Ende bewusst breiter geschnitten worden.
Mit einem Kopfschütteln steckte Dick das Kostüm wieder zurück zu den anderen.
"Manchmal... fabriziere auch ich Blödsinn.", gab er murmelnd zu und suchte weiter bis er einen Anzug mit Kapuze gefunden hatte und ihn stolz Rune präsentierte.

https://jawitreen.deviantart.com/art/CLOSED-Adoptable-Outfit-Auction-117-118-560644102
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Rune
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Beruf : Polizist & Vigilant unter dem Namen "Taraxacum"
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 23 Sep 2017 - 16:52

Solange Xandrios sich unter Kontrolle hatte solange er mit ihm zusammen arbeitete war es Rune ziemlich gleichgültig wie er sich in seiner Freizeit gab. Er musste nicht nachvollziehen können, weshalb man sich wegen einer ohnehin verflossenen Beziehung so viel Stress antat. Er selbst hatte in all seinen Lebensjahren nur eine einzige Ex-Freundin gehabt. Die kurze Beziehung war unschön auseinander gegangen was zum großen Teil daran gelegen hatte das er Frauen einfach nicht attraktiv fand. Es war Jahre her und es tat ihm leid, aber er hatte in ihrem Leben einfach nichts mehr zu suchen. Das akzeptierte er und damit hatte sich die Geschichte für ihn erledigt. Die Dinge waren nun einmal wie sie waren und man musste sie nicht unnötig verkomplizieren. So war zumindest die Einstellung des Cyborgs. Er hoffte das er sich in seiner Zeit bei der League nicht mit Beziehungsproblemen anderer herum schlagen musste. „Wenn Liebe einen in so schwierige Lagen bringt hat sie ihren Zweck verfehlt“ war seine schlichte Antwort dazu. Gute zwischenmenschliche Beziehungen sollten anspruchslos sein.
Obwohl es ironisch war das er über solche Dinge mutmaßte während er seine Gefühlsregungen selbst kaum verstand. Das was er nach einen unbedacht gewählten Worten unbedingt hatte vermeiden wollen trat ein und er sah die befürchtete Reaktion in Nemesis’ Gesicht eintreten. Ganz toll, Rune. Gut gemacht. Er hätte sich ohrfeigen können! Mit seinem dämlichen Spaß hatte er es offenbar geschafft den so gefasst wirkenden Mann aus seiner Fassung zu bringen. Er war so beschämt über diesen Umstand das er völlig vergaß misstrauisch zu werden weshalb er mit diesen Worten überhaupt einen wunden Punkt getroffen hatte. Er schien unbewusst etwas los getreten zu haben das er nicht erwartet hatte. Rune war erschrocken über die unerwartete Ehrlichkeit mit der ihm Nemesis aus seiner Vergangenheit berichtet. Der vorher so unnahbare Nemesis wirkte auf einmal so menschlich. Was ihn allerdings am meisten schmerzte war das er bei den Worten das Lächeln auf den Lippen des Weißhaarigen sterben sah. Rune verfluchte sich dafür das er solche Dinge überhaupt registrierte und war froh das niemand seine Gedanken hören konnte.
Er konnte kaum glauben das adrett gekleidete Mann vor ihm einmal ganz am Boden gewesen sein sollte. Er verstand nicht ganz was er mit dem Portal und den Altraumvisionen meinte. Aber das brauchte er auch nicht, der Blick seines Gegenübers sprach Bände. Während er von den Aktiengeschäften sprach (die Rune beim besten Willen nicht verstand) begriff er langsam das Nemesis der auf den ersten Blick wie in der Inbegriff des Wohlstands aussah die Oberschicht wahrscheinlich in Wirklichkeit ähnlich verabscheute wie er selbst. Es war für ihn schwer vorstellbar wie es war vom Glück verfolgt zu werden, aber es hörte sich nach einem Leben an in dem es auf beklemmende Weise schwer war noch einen Sinn zu finden. Er meinte eine gewisse Zerrissenheit in den Worten heraus zu hören. Aufmerksam hörte er der Geschichte zu und während er Nemesis ansah, wagte er es kaum zu blinzeln. Es war beeindruckend zu hören was er in seinem Leben schon alles erlebt und hinter sich gebracht hatte. Er sah schließlich kaum älter aus als Rune selbst, der seinen Platz in dieser Welt noch nicht einmal gefunden hatte.
Er schwieg einen Moment nachdem Nemesis geendet hatte und versuchte das eben gehörte zu verarbeiten. „Manchmal nimmt das Leben schon komische Wendungen. Vor ein paar Tagen wollte ich einfach nur Feierabend machen und jetzt gehöre ich einer geheimen Organisation von Verbrecherjägern an.“ Seine Hand massierte verlegen seinen Nacken und er lachte schüchtern. „Ich denke das wird schon alles seine Richtigkeit haben.“ Vielleicht sollte es sich alles genauso fügen. Vielleicht waren gewisse Schläge im Leben einfach nötig. Rune vermied es normalerweise sich darüber Gedanken zu machen, er nahm das Leben so wie es kam. Aber er konnte die Augen nicht davor verschließen das es ein großes Ganzes gab. „Wenn meine leiblichen Eltern nicht zu egoistisch gewesen wären um ein behindertes Kind großzuziehen, wäre ich heute blind und halbseitig gelähmt. Im Endeffekt kann ich froh sein das sie es waren.“ Auch wenn er mit dem Ressourcenverbrauch der für seine Modifikation drauf gegangen war nicht einverstanden war, aber das war eine andere Geschichte. Er hätte es vermutlich viel schlimmer treffen können. Normalerweise gab Rune ungern so intime Informationen über sein Leben heraus, aber in diesem Fall stützte es seinen Standpunkt. Er hatte nicht einmal groß gezögert.
Bevor er sich jedoch weiter in diesem Gedanken verlieren könnte wurde sein Blick auf das Kostüm gelenkt das Nemesis betrachtete. Das edle Kleidungsstück war definitiv etwas ganz anderes als er sich vorgestellt hatte. Auch als Nemesis ihn einen schwarzen Ganzkörperanzug zeigte, schüttelte er schnell den Kopf. „Ich denke etwas eng anliegendes ist nichts für mich.“ Er wollte nichts tragen unter dem sich die Stelle auf seiner Brust an der Stahl in Fleisch überging deutlich abzeichnete. Um den unschönen Übergang zu verdecken erstreckte sich das Metall noch ein Stück über seine Haut. Das würde unter dem Stoff zweifelsohne seltsam aussehen. Außerdem hatte Rune nicht genug Selbstbewusstsein für seinen Körper übrig um ihn in dieser Art zu präsentieren. „Wenn ich eine Hose und eine Jacke drüber ziehe sollte das doch eigentlich auch gehen oder?“ Er zog es auch vor nicht allzu viel Aufsehen zu erregen.
Das Kostüm das Nemesis ihm zeigte, sah beeindruckend aus, aber war das wirklich nötig? Außerdem gefiel ihm nicht das er die Erscheinung dieser Fawkia als heiß bezeichnete, egal in welchem Kontext. Er hoffte doch nicht alle zwischenmenschliche Kontakte zwischen den Teammitgliedern von der Konkurrenz um eine Frau geprägt waren. Im Prinzip konnte es ihm zwar egal sein, aber irgendwie war es das nicht.
So langsam erahnte Rune weshalb in der League ausgefallene Kostüme sich so großer Beliebtheit erfreuten, Nemesis schien wirklich Spaß daran zu haben. Mit leicht geöffneten Lippen hatte er Schwierigkeiten seinen Blick von dem Mann der über sich selbst lachte abzuwenden um das Kostüm das er ihm zeigte anzusehen. Wie konnte man sich nur so in einem Menschen irren?
Er zwang seinem verwirrten Gesicht ein entschuldigendes Lächeln ab. „Ich habe definitiv nicht das modische Verständnis um darüber urteilen zu dürfen.“ Rune trug Dinge die ihm praktisch erschienen, manchmal reichte es sogar wenn sie ihm schlicht in die Hände fielen. „Wenn ich als Kundschafter agieren soll wäre etwas Dunkles vermutlich am besten oder?“ Dunkel und möglichst unauffällig, das genügte ihm schon. Trotzdem faszinierte ihn der Elan den der Anführer in die Maskierungen steckte. Er konnte deutlich sehen wie viel Freude es ihm bereitete.


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Nemesis
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Sa 23 Sep 2017 - 18:44

Dick wandte seinen Blick mit einem amüsierten Lächeln zu Rune, als dieser meinte, wie seltsam das Leben war. An einem Tag war man noch Polizist und am nächsten Batman reloaded. Rune schien immer noch ein wenig schüchtern zu sein. Seine Hand strich abermals über seinen Hals, eine Geste, welche Dick als die eines verlegenen oder schüchternen Mannes interpretierte. Sein Blick senkte sich wieder auf die Kostüme, welche er durchstöberte, während Rune weiter erzählte.
Er sprach seine Eltern an, welche wohl zu engherzig gewesen waren um ihn, einen behinderten Jungen groß zu ziehen. Ein wenig überrascht hielt Dick inne und blickte mit einer Mischung aus Mitleid und Verständnislosigkeit zu Rune. Da fiel ihm ein...
"Das wollte ich sowieso nochmal nachfragen: Ich meine ich bin kein Spezialist in dem Bereich, aber wie ist das... ganze möglich? Ich meine ich sehe den Arm und das Auge, aber ich kann es mir kaum vorstellen... also wie es funktioniert. Geschweige denn sich für dich anfühlen muss."
Dick hatte ohne es selbst zu bemerken in die Du-Form gewechselt. Vielleicht weil er begann Mitgefühl für den Cyborg zu haben und er nicht mehr streng auf seine Formulierungen achtete, wie bei einem Geschäftspartner.
Sein Blick senkte sich wieder auf seine Sammlung, während Rune darüber sprach, was am besten zu ihm passen würde. Dick gab bei jedem Satz ein verständnisvolles Murmeln von sich und nickte dazu, während er weiter durch seine Kostüme wühlte.
"Es sollte sich von Ihrer Alltagskleidung unterscheiden, das ist wichtig. Und es sollte wirklich am besten dunkel oder zumindest Camouflage sein. Ob ich glitzer wie eine Diskokugel ist ziemlich egal, aber wenn ihr entdeckt werdet, könnte das die gesamte Mission gefährden. Sie können auch einfach Jacke und Hose über die Standardausstattung ziehen, aber ich rate Ihnen sehr dazu wenigstens diesen schützenden Anzug an zu ziehen. Wir hatten es nicht selten mit Anti-Spionage und Betreten-Verboten-Zaubern zu tun. Ohne so einen Anzug könnte so ein Zauber ganz leicht ihre Innereien zum kochen bringen oder schlimmeres.", erklärte Dick, hob den Blick und sah äußerst angewidert zur Seite.
Er schüttelte sich leicht, dann wandte er sich wieder an seine Kostüme. Dieses widerwärtige Gefühl von damals hatte sich regelrecht in sein Gehirn gebrannt. Nie wieder ohne guten Schutz gegen magiegeschützte Orte vorgehen. Er war nur froh, dass er seine eigene Sauerei nicht hatte mit ansehen müssen.
Dick gab es schließlich auf etwas passendes für Rune zu finden und ließ mit einem Knopfdruck die Kleiderstangen wieder in der Wand verschwinden.
"Lassen wir das.", gab er mit einem leichten Auflachen zu und führte Rune zur linken Wand, wo eine große, verschlossene Stahlkiste stand, die er nun öffnete.
Darin befanden sich mehrere übereinander gestapelte, säuberlich zusammen gefaltete Grundausstattungen in schlichtem Schwarz. Er holte den obersten Anzug heraus und warf ihn zu Rune.
"Ich denke, der dürfte passen. Ich habe noch drei andere Größen und den da nochmal in der gleichen Größe, wenn Sie gleich einen Ersatz mitnehmen wollen.", sprach er mit einem leichten Lächeln auf den Lippen und ließ die Kiste offen stehen, um sich der Wand mit dem Ausrüstungszeug zu zuwenden.
Ein wenig grübelnd blieb er davor stehen und lief die etwa vier Meter Wand mit allerhand Schnickschnack langsam ab. Er hob eine Hand an sein Kinn, hielt dann inne und drehte sich dann zu Rune um.
"Vielleicht wäre es besser, wenn Sie mir erst einmal genau erklären, was Sie alles so anstellen können, vielleicht können wir dann besser entscheiden, was Sie noch benötigen und was überflüssiger Tand ist.", meinte er und sein Lächeln wurde ein wenig breiter.
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Rune
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   So 24 Sep 2017 - 11:42

Die Stimmung hatte sich gravierend verändert seitdem sie die Wohnung betreten hatten und auch Rune wurde langsam ruhiger. Bis auf ein paar gelegentliche Rückfälle natürlich. Nichtsdestotrotz wurde es immer mehr zu einem Gespräch auf Augenhöhe. Er konnte Mitleid in den eisblauen Augen von Nemesis sehen, hielt das aber eigentlich für unangebracht. Um das richtig zu stellen sprach er sogar über das Thema über das er normalerweise lieber schwieg. „Mein Adoptivvater ist Wissenschaftler, er hat mir die nötigen Sensoren als Säugling in mein Gehirn und mein Rückenmark eingepflanzt und dann nach und nach die Modifikationen ausgebaut. Ich verstehe die Technik selbst nicht ganz.“ Es war nicht so Øystein nicht versucht hätte ihm zu erklären wie seine stählernen Körperteile funktionierten, er hatte dabei einfach nur nicht zugehört. An die meisten Operationen konnte er sich nicht einmal erinnern. Endlich ließ seine Hand von seinem ebenfalls von Stahl ummantelnden Hals ab und er suchte nachdenklich nach den richtigen Worten. Es war schwer zu beschreiben wie es sich anfühlte, er kannte schließlich nichts mit dem er sein Körpergefühl vergleichen konnte. Selbst das Umschalten seiner Augenkamera war inzwischen instinktiv geworden. Auch die Zeiten in denen er die Kraft in seinem Arm nicht richtig einschätzen konnte waren vorbei. Das einzige war ihn wirklich störte war die Geschichte mit dem Strom und das er erblindete wenn er sich nicht für eine gewisse Zeit an eine Steckdose hängte. „Ich kenne es also gar nicht anders. Der Stahl kann ganz schön runter kühlen, aber solange ich mich beim Schlafen nicht aus Versehen drauf lege macht mir das nichts. Ich habe kaum Gefühl in meinem rechten Arm. Aber ich schätze ansonsten fühlt es sich nicht groß anders an.“ Er konnte es zumindest beim besten Willen nicht besser beschreiben und zuckte mit den Schultern.
Für jemanden der anders als er aufgewachsen war wäre garantiert ein befremdliches Gefühl wenn große Teile des Körpers auf einmal aus Metall bestanden. Aber das war definitiv nicht zu vergleichen mit dem was Nemesis ihm kurz darauf beschrieb. Rune hob beide Augenbrauen und sah sein Gegenüber erschrocken an. Dieses Beispiel mit den kochenden Innereien war doch hoffentlich aus der Luft gegriffen und nicht tatsächlich so vorgekommen! Der Blick von Nemesis ließ ihn allerdings genau das vermuten. „Ich…ich glaube ich kann mich doch mit dem Schutzanzug anfreunden.“ Er hatte nun wirklich keine Lust darauf von Innen gekocht zu werden! Ein banger Unterton schwang in seiner Stimme mit. Er verzichtete darauf nachzufragen was Nemesis mit etwas 'schlimmeren' meinte, ihm reichte das was seine Fantasie gerade fabrizieren wollte vollkommen aus.
Wieder einmal fiel es Rune schwer seinen Blick auf etwas anderes zu richten als Nemesis auflachte. Was versuchte sein Unterbewusstsein eigentlich heraus zu finden? Ich wusste doch inzwischen das er kein gefährlicher Irrer war der unter der Tarnung von Selbstjustiz eine suspekte Organisation anführte! Seine mangelte Konzentration führte dazu das er zu spät reagierte als ihm der Anzug zugeworfen wurde. Verdammt! Er schalt sich selbst in Gedanken als er sich bückte um das Kleidungsstück aufzuheben.
Er richtete sich wieder auf und betrachtete den schwarzen Stoff der unerwartet schwer war. „Normalerweise ist mein Reaktionsvermögen besser“ Das er das jetzt vor sich hin nuschelte rettete die Situation natürlich kein bisschen, aber dessen war Rune sich erst viel zu spät bewusst. Was für eine passende Einleitung wenn er seine Fähigkeiten beschreiben sollte. „Nun ja…“,klang auf alle Fälle auch nicht erfolgversprechender. „Ich habe so etwas Ähnliches wie eine Infrarotkamera in meinem Auge. Ich kann meine normale Sicht auf die Kamera umschalten.“ Es gab eine Reihe von hochtrabenden Worten die sein Vater gerne verwendete und die Rune sich allesamt kaum merken konnte. Deswegen erwähnte er sie erst gar nicht. „Ich kann damit durch Wände und Gegenstände sehen. Lebewesen erkenne ich sogar durch mehrere Räume hindurch. Auch die Wärmesignatur bleibt mir lange sichtbar. Ich bin dabei nicht auf Licht angewiesen und kann theoretisch im Dunkeln sehen. Das wäre natürlich wesentlich praktischer wenn das Ding nicht so hell leuchten würde.“ Er wusste das die Kamera eine Eigenkreation von Øystein war und so nicht auf dem Markt erhältlich war. Wahrscheinlich war der Forscherdrang in ihm durchgegangen als er die Technik in seinen Kopf verpflanzt hatte. Rune hätte definitiv auch sein einfaches Augenlicht gereicht. Es gab noch einen weiteren Nebeneffekt auf den der Pazifist außerdem noch verzichtet hätte. „Die Stärke in meinem Stahlarm übersteigt meine eigentliche Körperkraft.“ Rune war deutlich verlegen. Seine Fingerspitzen wanderten stetig ohne Ziel über seine Kleidung während es ihm schwer viel seine eigenen Fähigkeiten die er fast tagtäglich anwandte zu beschreiben. Vor ein paar Tagen hatte er noch große Töne gespuckt wie hilfreich er sein konnte, aber inzwischen schien er selbst davon gar nicht mehr so überzeugt zu sein.


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   So 24 Sep 2017 - 13:32

Dick hörte Rune aufmerksam zu, auch wenn seine Augen wieder zu den Gerätschaften an der Wand wanderten. Rune erzählte von seinem Adoptivvater, welcher ihn aufgenommen und Stück für Stück modifiziert hatte. Er konnte zwar nicht Dicks Gesicht sehen, doch der nickte anerkennend, während er weiter suchte.
"Sie sind ein echtes Wunder, Rune, wenn ich das mal so sagen darf. Das beste Beispiel dafür wie der menschliche Erfindergeist der Natur unter die Arme greifen kann.", meinte Dick mit einem sanften Lächeln und nahm eine Seilpistole von der Wand.
Er hielt sie wie eine normale Pistole, während seine linke Hand über das Gehäuse und die Spule strich.
Rune erklärte Dick weiterhin, dass er die Fähigkeit besaß durch eine Art Infrarotkamera durch Wände zu sehen und Wärmesignaturen fest zu halten. Zudem könnte er im Dunkeln sehen, auch wenn er dafür selbst leichter erkennbar war, denn sein Auge würde dabei hell aufleuchten. Diese Information war Gold wert und Dick konnte nicht umhin sich beeindruckt zu ihm um zu drehen. Rune fügte noch hinzu, dass die Kraft in seinem bionischen Arm darüber hinaus seine eigene Körperkraft überstieg. Demnach war er also nicht einmal leicht zu überwältigen, sollte man ihn später vielleicht doch entdecken. Dick deutete auf Rune mit seinem Zeigefinger und ließ ihn leicht auf und ab wippen.
"Und genau deswegen brauche ich Sie so unbedingt. Nightwing mag ein gutes Gehör und einen guten Geruchssinn haben, aber er kann nur mit Hilfsmitteln weit sehen und erst recht nicht durch Wände. Wenn Sie darüber hinaus auch noch kämpfen können, bin ich restlos zufrieden.", meinte Dick und lächelte breit, während er Rune die Seilpistole auf den Anzug legte.
Dick drehte sich wieder der Wand zu und seine Handbewegungen deuteten an, dass er nach etwas bestimmtem suchte.
"Ah, hier.", sprach er schließlich und holte eine Art Mini-Panzerkette von der Wand, "Das hier ist der passende Gurt dazu. Er lässt sich ohne große Mühe am Anzug befestigen und trägt bis zu 500 Kilo, wenn Sie ihn mit der Seilpistole kombinieren."
Damit legte er den Metallgurt zur Seilpistole und holte weitere Dinge aus der Wand.
"Da hätten wir eine Art Funkgerät, aber fragen Sie mich nicht, wie die Dinger genau heißen. Irgendwas mit Link jedenfalls. Wir haben einen Technikspezialisten dafür, der das für Sie noch anpassen wird, bevor es los geht."
Damit landete eine kleine schwarze Schachtel neben dem Gurt und der Seilpistole.
"Nachtsichtgerät ist ja überflüssig bei Ihnen, die Fernglasbrille wohl auch... die sind nur für Nightwing... hm hm hm...", murmelte Dick und hatte die ersten paar Wände hinter sich gelassen.
"Ich hätte noch ein paar Rüstungserweiterungen für den Anzug, wenn Sie sich besser schützen wollen, doch dazu sage ich gleich, dass ich Sie und Nightwing niemals direkt in das Kampfgeschehen lasse, außer die Mitte und der Support sind beide down. Allerdings würde ich Ihnen zumindest eine Betäubungswaffe mitgeben, falls Sie doch einmal überraschenden Besuch bekommen."
Damit landete eine erschreckend echt aussehende Pistole bei dem anderen Zeug. Sie war allerdings deutlich leichter mit leicht gummiertem Griff und das blaue Licht, welches offenbar von der Munition ausging verriet, dass es sich hierbei nicht um gewöhnliche Kugeln handelte.
"Oder wollen Sie zur Sicherheit doch noch eine Waffe mitnehmen? Nichts großes, aber vielleicht...", schlug Dick vor und ließ seinen Blick über seine Waffensammlung schweifen, "... wollen Sie selber einmal schauen."
Als Dick wieder zu Rune sah lächelte er wieder. Dann schien ihm etwas einzufallen und er lief an Rune vorbei zu einer der Ausstellungsvitrinen, in denen magische Gegenstände auf Samt ruhten. Aus der ersten Vitrine nahm Dick etwas kleines heraus, ging dann die anderen Vitrinen ab und tippte dabei mit der Fingerspitze immer wieder auf das Glas über den Gegenständen. Er verzog etwas nachdenklich das Gesicht, dann hielt er inne und schaute wieder zu Rune auf.
"Wie ist das eigentlich bei Ihnen? Haben Sie einen Akku oder erzeugt ihr Körper den nötigen Strom selbst? Oder ... laufen Sie überhaupt mit Strom?"
Dick wusste wie bescheuert diese Fragen für Rune sein mochten, doch für Dick war dieses Wissen essentiell. Solle Rune nämlich auf eine externe Stromquelle angewiesen sein, um effektiv mitarbeiten zu können, hätte er dafür eins zwei Hilfsmittel hier. Würde sein Körper selbst diesen Strom erzeugen müssen, hätte er dafür ebenfalls ein paar magische Steine auf Lager.
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Mo 25 Sep 2017 - 1:43

Rune konnte Nemesis' Bewunderung für seine bionische Aufwertung nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach war es überhaupt nicht nötig der Natur mit technischen Hilfsmitteln in ihr Handwerk zu fuschen. Alles fügte sich in wunderbarer Präzision wenn man als Mensch nur die Finger still hielt. Trotzdem profitierte er davon und konnte sich ein Leben ohne diese erheblichen Erleichterungen nicht mehr vorstellen. Es war ein Teufelskreis. Der Cyborg hatte sich mit diesem Dilemma inzwischen abgefunden, glücklich war er trotzdem nicht darüber. Nichtsdestotrotz verfärbten seine Wange sich rot als er die Worte hörte die nicht einmal seinen eigenen Verdienst huldigten und er war froh das Nemesis ihn in diesem Augenblick nicht ansah.
Dieser kurze Anflug von Scham war zum Glück schon wieder vorbei als der Weißhaarige sich umdrehte. Rune lenkte seinen Blick trotzdem schnell auf das Objekt in seinen Händen. Eine Seilpistole? In diesem Moment wurde er ihm erst wirklich bewusst was ihn erwartete. Außerdem kehrte mit Nemesis' Worten die unwillkommene Gesichtswärme zurück. Nicht weil seine Fähigkeiten sich als nützlich heraus stellten. Nicht weil er gebraucht wurde. Er konnte es sich selbst nicht erklären, die Hitze war einfach da. „Ich schätze der größte Kämpfer bin ich nicht“, murmelte er. Er war aber zumindest nicht schutzlos ausgeliefert wenn er mit einem Angreifer konfrontiert wurde, er hoffte dass das reichte.
Während Nemesis weiter sein Sammelsurium durchsuchte fuhr er sich beschämt mit einer Hand über das Gesicht und hoffte das seine Haut schnell wieder ihre normale Farbe annahm. Als der Anführer mit dem nächsten Gegenstand zurück kehrte, meinte er sich zumindest ein bisschen gefangen zu haben. Er öffnete den Mund und wollte nach fragen, ob er sich lieber Notizen machen sollte. Er ließ es dann aber doch, irgendwie würde er die Gegenstände später schon zuordnen können. Zumindest hoffte er das. Der Stapel wurde langsam größer als sich auch noch ein Funkgerät dazu gesellte. Wenigstens das kannte er von seiner Polizeigrundausstattung.
Es erleichterte ihn ungemein das Nemesis ihn aus dem eigentlichen Kampfgeschehen im Großen und Ganzen raus halten wollte. Damit hatte er nicht gerechnet, aber er begrüßte es sehr. „Wenn es nicht unbedingt notwendig ist befürchte ich das zusätzliche Schutzmaßnahmen mich nur unnötig ausbremsen würden.“ Da bewahrte er sich lieber seine Wendigkeit.
Auch als ihm eine Feuerwaffe angeboten wurde schüttelte er entschieden den Kopf. „Wenn die Betäubungspistole zuverlässig ist sehe ich keinen Grund für eine weitere Schusswaffe. Es reicht mir das ich das Mistding beim Dienst mit mir rumführen muss. Ich verletze niemanden schwer wenn ich ihn auch betäuben kann.“ Rune war kein herausragender Schütze, das hatte sich während seiner Ausbildung nicht geändert. Aber er hatte in diesem Bereich auch nie wirklich Begeisterung gezeigt. Eine Pistole zu tragen gab ihm nicht das Gefühl von Macht, es war ihm lästig.
Zum ersten Mal sah er sich die Vielzahl von Waffen an den Wänden wirklich an. Ein bekümmerter Ausdruck lag auf seinem Gesicht als seine Pupille über die Sammlung huschte. „Es ist traurig das so viel nötig ist um das Chaos in einer Stadt einzudämmen.“ Es sprach in jedem Fall nicht für diese Gesellschaft. Erneut schüttelte er den Kopf, dieses Mal langsam und bedauernd.
Er folgte Nemesis' Stimme und wandte seinen Blick zu den Objekten die er noch weniger verstand als die anderen Waffen und Hilfsmittel. Er konnte sich bei den befremdlichen Formen nur denken das es sich hierbei um magische Ware handelte. Es überraschte ihn das Nemesis nach seiner Stromversorgung fragte, schließlich war er diesem unliebsamen Thema doch bisher so erfolgreich aus dem Weg gegangen. „Meine Modifikationen werden mit einem Akku betrieben, ja. Ich bin deswegen auf eine externe Stromversorgung angewiesen. Aber solange sie nicht planen mich länger als 24 Stunden am Stück einzusetzen sollte es ausreichen.“ Er wollte lächeln um deutlich zu machen das er den genannten Zeitraum bewusst so überzogen hatte und das er nicht wirklich glaubte tagelang unterwegs zu sein. Aber dann war er sich in dieser Sache plötzlich nicht mehr so sicher. Seine Augenbraue wanderte skeptisch in die Höhe und leichte Panik machte sich in ihm breit. „Das ist nicht geplant oder?


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Mo 25 Sep 2017 - 13:37

Wie erwartet lehnte Rune es ab neben der Betäubungswaffe eine weitere Waffe mit zu nehmen. Auch die Ausrüstung würde ihm wie die Waffe nur unnötig im Weg sein. Dick wollte Rune am besten erst gar nicht in die Nähe eines Kampfes lassen, besonders wenn seine Fähigkeiten das hielten, was er versprochen hatte. Lieber würde er Plan Omega riskieren, als das allsehende Auge unnötigen Gefahren aus zu setzen.
Als Dick zu ihm aufsah, schien Runes Blick mit einem recht unbehaglichen Blick über seine Waffensammlung zu schweifen. Dick war kurz Runes Blick gefolgt und kehrte dann wieder zu ihm zurück.
"Nun ja, dieser - ich nenne sie mal - edlen Politik, gehen die wenigsten bei der League nach. So wünschenswert es auch ist, aber wenn ein Gegner verletzt wird, werden wir uns da kein schlechtes Gewissen machen. Jeder hat die Wahl sich für das Richtige zu entscheiden und diese Wesen haben sich für Chaos und Dunkelheit entschieden. Ich werde jedenfalls nicht unruhiger schlafen, wenn Xandrios einen Anhänger der schwarzen Hand platt macht oder eine der Mädels ihn grillt."
Dicks Blick ging ernst zur Seite.
"Ich würde ohne zu Zögern hunderte von diesen Verrätern opfern, wenn ich dadurch Frieden in Cadysa schaffen kann. Nichts da mit Geld- und Freiheitsstrafen. Wer sich zu den Mitgliedern der schwarzen Hand zählen kann, der hat endgültig bewiesen, dass er gegen alles steht, was wir beschützen und erhalten wollen: Frieden und Gemeinschaft."
Mehr wollte Dick dazu nicht sagen, er hatte seinen Standpunkt klar gemacht. Es ging hier nicht um ein paar Drogendealer, wie er sie zu Beginn seiner Nemesis-Laufbahn hoch genommen hatte, sondern um organisierte Kriminalität, um Wesen, die alles taten, um dem einen großen Schatten in der Gesellschaft der schwarzen Hand ihre Loyalität zu beweisen. Skrupellos und eiskalt. Wer sein Gewissen und seine Reue begrub, war für Dick gestorben, egal für wie lebendig derjenige sich hielt.
Wegen der Stromversorgung schien es bei Rune, seiner Aussage nach, keine Probleme zu geben und Dick lachte sogar ein wenig, als er halbernst nachfragte, ob er doch wohl nicht länger als 24 Stunden im Einsatz sei.
"Nein, nein, ich werde Sie zwar oft bemühen, doch wir operieren meistens nur ein paar Stunden am Wochenende. So können wir die Woche nutzen, um Informationen für den Auftrag zu beschaffen. Es gab auch Monate, in denen wir gerade einmal ein Wochenende unterwegs waren, weil uns weitere Informationen fehlten. Sollte keine Mission geplant sein, dürfen die Mitglieder der League natürlich selbstständig arbeiten. Allerdings sage ich gleich dazu, dass bei Freigängen keine Hilfe von der gesamten League oder mir in Anspruch genommen werden kann. Wer alleine loszieht, muss auch alleine planen und zurecht kommen. Das tun die meisten, doch wir hatten schon ein zwei Fälle und ich werde sicher nicht Leichtsinnigkeit anderer ausbaden.
Was anderes ist die Informationsbeschaffung unter der Woche, wo ich Sie sehr wahrscheinlich auch einsetzen werde. Da werden wir zwar maximal zu sechst sein, aber sollte es zum Kampf kommen, würden wir euch selbstverständlich unterstützen. Ist bisher zwar fast nie passiert, aber für den Fall der Fälle..."

Dick zuckte mit den Schultern und lächelte.
"Ach ja stimmt, hier ein Talisman gegen Schattenmagie.", meinte Dick und gab Rune das, was er aus der Vitrine geholt hatte.
Es handelte sich um eine dichte, silberne Halskette, an welcher ein Anhänger aus vielen kleinen Kristallen hing. Sie alle wurden durch silberne Verbindungen aneinander gekettet, so dass es fast aussah wie eine regenbogenfarbene Traube aus Kristallen, von welcher ein schwaches Leuchten ausging.
"Die Schattenwesen werden Sie zwar trotzdem mit ihren Krallen zerreißen können, aber ihr Schattengift und ihre Schattenzauber könnten Ihnen immerhin nichts anhaben. Sehr schwer her zu stellen, also geben Sie bitte gut Acht darauf.", fügte Dick an und lächelte dem Cyborg zu.
Für einen Moment stand er einfach da und lächelte Rune zu, während er überlegte, ob er noch etwas vergessen hatte. Aber soweit er wusste, hatte er alles soweit geklärt, zumindest was die Gerätschaften und Waffen anging. Er klatschte einmal in die Hände und rieb sie dann aneinander.
"Trinken Sie mit mir noch einen und ich erzähle Ihnen noch etwas über die League, oder wollen Sie schon nach Hause verschwinden?", fragte Dick ein wenig scherzhaft mit einem charmanten Lächeln auf den Lippen.
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Mo 25 Sep 2017 - 21:19

Rune schluckte, so wie es sich anhörte hatte die League tatsächlich schon ein paar Leben beendet. Aus den richtigen Gründen, das wollte er auch gar nicht anzweifeln. Er wollte nur nicht das er diese Entscheidung über Leben und Tod irgendwann treffen musste. Die Wahl ob man jemanden Leben ließ oder ihn für das Allgemeinwohl hinrichtete war eine Sache die einen bis ans Lebensende verfolgen konnte. „Ich verurteile niemanden deswegen.“ Er machte seinen Standpunkt klar deutlich und sah Nemesis direkt in die Augen. Doch dann seufzte er und seine Stimme wurde wieder etwas zurückhaltender. „Ich möchte diese Entscheidung nur nicht treffen müssen und so lange es sich nicht vermeiden lässt lege ich niemanden um.“ Bis vor kurzem hatte er noch nicht einmal gewusst wie wichtig ihm dieser Standpunkt war. Es war schon verrückt was einem in so einer schrägen Ausnahmesituationen bewusst werden konnte. Bisher hatte er sich auch nie mit dieser Frage konfrontiert gesehen. Er war selbst ein wenig erschrocken vor seiner plötzlichen Entschlossenheit und hängte noch ein eher unbeholfenes Geständnis an. „Ganz abgesehen davon bin ich sowieso ein miserabler Schütze. Ich würde wahrscheinlich eher die Teammitglieder mit Querschlägern gefährden.“ Er versuchte ein selbstironisches Lachen zu Stande zu bringen, schaffte aber nur ein unsicheres. Ganz so schlimm wie er es beschrieb war es natürlich nicht. Aber es stimmte definitiv das es besser war wenn er Abstand von den wirklich gefährlichen Feuerwaffen hielt.
Der Norweger war sehr froh das ihm diese Bürde auch nicht aufgedrängt wurde, ebenso wie er sich darüber freute das er nicht seine gesamte Freizeit opfern müsste. Nemesis meinte zwar das er ihn oft einsetzen würde, aber wenn er seinen Ausführungen Glauben schenken konnte würde es definitiv nicht so oft vorkommt wie er erwartet hatte. Er musste erst einmal schauen wie sehr ihn sein Doppelleben in Anspruch nehmen würde und ob er überhaupt noch die Zeit hatte sich um in anderen Dingen zu ermitteln. Dem Polizeichef bereitete er mit seinen ständigen Eigenermittlungen im Namen des Umweltschutzes schon seit längerem Kopfschmerzen. Aber er bezweifelte das er bei der League in diese Versuchung kommen würde. Wenn er jedoch heraus bekam das eine Fabrik ihren Abfall im Fluss beseitigte konnte er für nichts mehr garantieren. Das sprach er aber natürlich nicht aus sondern ließ diese Gedanken hinter einem zustimmenden Nicken untergehen.
Zeit zum Antworten blieb ihm sowieso kaum denn auf einmal wurde ihm ein silbernes, glitzerndes Schmuckstück gereicht. „Ich möchte nicht wissen was diese Schattenwesen genau sind, oder?“ Er nahm die Kette entgegen und betrachtete die Steine. Nein, die Information das besagte Wesen ihn leicht in Stücke reißen konnten reichte ihm definitiv. Wenn Nemesis es für nötig hielt einfache Teammitglieder mit wertvollen Schmuckstücken auszustatten malte er sich lieber nicht aus wozu sie noch in Stande sein mochte. „Danke.“ Behutsam ließ er die Kette in seiner Tasche verschwinden. Das Lächeln seines Gegenübers war ihm schon wieder auf sehr fremdartige Art unangenehm.
Noch vor wenigen Stunden hatte Rune noch sehnlichst auf die Worte die Nemesis endlich an ihn richtete gehofft. Er hatte diese seltsame Bewerbungsgespräch tatsächlich hinter sich gebracht und wurde in die Freiheit entlassen. Es war noch nicht einmal zu spät um all diese aufwühlenden Erlebnisse beim Hören von ein paar kratzenden Vinylschallplatten zumindest für diese Nacht zu vergessen. Aber wollte er das wirklich? „Ich glaube ein Drink kann nicht schaden.“ ,stellte er schließlich fest als er das überraschende Angebot tatsächlich annahm.


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Mo 25 Sep 2017 - 23:33

Rune schien Schwierigkeiten damit zu haben ein anderes Leben zu nehmen und Dick nahm das eher sogar als positives Merkmal an. Er verstand ihn in diesem Punkt sehr gut. Doch Dick hatte größeres im Sinn und er musste als Leader auch für Unfälle gerade stehen, die vielleicht tödlich endeten.
"Diese Entscheidung werden Sie auch nicht treffen müssen. Wie gesagt: Ich werde versuchen sie von den Kämpfen fern zu halten. Zudem hatten wir bisher nicht all zu viele Todesfälle, wenn ich Sie damit etwas beruhigen kann. Allerdings treiben wir die Krankenhausrechnung der Schwarzen-Hand-Mitglieder schon ordentlich in die Höhe. Also ... zimperlich beim Anblick sollten Sie nicht unbedingt sein.", gab Dick zu und musste leicht auflachen.
Rune schien mit der ganzen Sache ziemlich einverstanden. Etwas skeptisch war er jedoch was die Schattenwesen anging. Verständlich.
"Xandrios hat mir erzählt, dass es einige Arten von Schattenwesen in Namira gibt, wo die schwarze Hand ihren Ursprung hat. Sie haben wohl gerne diese Art Monster rekrutiert, besonders für die - sagen wir mal - Drecksarbeit. Die meisten sind simple Halbschattenwesen, normale Menschen, welche Schatten kontrollieren können. Aber es gibt auch ein paar wenige vollwertige Schattenwesen und vor denen sollten Sie sich hüten. Ein echtes Schattenwesen kann in praktisch jeden Schatten tauchen und fast unsichtbar dadurch werden. Trotzdem sind ihre Krallen und Zähne rasiermesserscharf. Man hört sie nicht kommen und selbst Ihr Infrarotauge kann sie nicht erfassen. Zum Glück sind wir noch auf keinen Schattenwolf getroffen. Xandrios ist ein mehrere Meter großer Panzerwolf, wenn er sich verwandelt, aber selbst der hat eine Heidenangst vor diesen Dingern.
Fragen Sie mich nicht wieso genau, selbst Xandrios scheint nicht viel über sie zu wissen, doch die Geschichten über sie sollen wie die Horrorversion von Rotkäppchen sein."

Dick winkte ab. Das Thema war einfach so voller Wissenslücken, dass er einfach hoffte, sie würden es nie bereuen nichts über diese Wesen zu wissen. Er schüttelte seufzend den Kopf und zuckte dann unwissend mit den Schultern.
Zumindest willigte Rune ein noch ein wenig zu bleiben. Vielleicht wollte Dick noch ein bisschen sein Image bei Rune aufpolieren, indem er ihn zu einem Drink einlud, aber im Grunde war es gar nicht so abwegig, dass Dick sich vielleicht doch ein klein wenig alleine fühlte in diesem großen Haus und immer froh war Besuch zu haben. Aber das gestand er sich selbst niemals ein und erst recht keinem anderen.
"Super.", antwortete Dick und lächelte fröhlich.
Er geleitete Rune zurück in den Kleiderschrank und ließ den Raum wieder verschließen. Danach führte er Rune durch den Gang und das Unterhaltungszimmer in das Esszimmer mit der Bar. Er ging um die Bar herum und blieb dahinter stehen. Mit den Armen lehnte er sich auf die Theke und gab den Barkeeper.
"Bleibt's bei Ginger Ale oder darf es etwas anders sein für den Herrn?", sprach er mit gespielt dramatischer Stimme und musste dann über seine eigene lächerliche Darbietung lachen.
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Di 26 Sep 2017 - 1:39

Der direkte Anblick von Hingerichteten war nicht das was Rune Angst machte. Ihm war das Wichtigste nicht der Henker zu sein und im Nachinein mit dem Gedanken leben zu müssen. Aber das wollte ihm Nemesis auch scheinbar auch gar nicht zumuten. Seine Skepsis ließ das jedoch nicht vollständig abebben, besonders als es hörte das 'es nicht allzu viele Todesfälle' gegeben hatte. Eine so undefinierte Zahl ließ viel zu viel Spielraum für Spekulationen.
Bei manchen Dingen war es besser sie erst einmal im Dunkeln zu lassen. Rune hätte nichts dagegen gehabt wenn sie das mit den Schattenwesen auch so gehandhabt hätten. Trotzdem erhielt er die Informationen die er eigentlich gar nicht haben wollte. Ständig dachte er das er in Cadysa schon alles gesehen hatte und dann erfuhr er von solchen Wesen. Jetzt konnte man nicht einmal mehr seinem eigenen Schatten in dieser verdammten Stadt trauen!
Er war an der Zeit auf andere Gedanken zu kommen und so folgte er Nemesis bereitwillig zur Bar. Die neuerworbene Ausrüstung legte er auf einem der Barhocker ab. Er sah seinen Gastgeber kurz fragend an bis ihm sein gesunder Menschenverstand meldete das er keine Erlaubnis brauchte um sich hinzusetzen. Sollte er es wirklich riskieren ein alkoholisches Getränk anzufassen? Seine letzte Nacht unter Alkoholeinfluss war ihm in keiner guten Erinnerung geblieben. Aber zumindest war dieses Mal keine Karaokebar in der unmittelbaren Nähe. „Haben sie Bier? Ich schätze ich könnte jetzt gut eins vertragen.“ Mit Bier war die Chance das er die Selbstbeherrschung verlor verschwindend gering und das Risiko wollte er nun wirklich nicht eingehen. Gerade bekam er nämlich das Gefühl das sich dieser Abend tatsächlich zum Guten gewendet hatte.
Der Cyborg verschränkte die Arme auf dem Tresen und betrachtete nachdenklich die Tischplatte. „Wissen sie was die gefährlichste Bedrohung in Norwegen ist?“ Er hob seinen Blick wieder und sah Nemesis ernst an. „Elche! Sie laufen über die Straßen und verursachen Autounfälle. Jährlich kommen dadurch bestimmt zehn Menschen zu Tode. Als ich noch für die norwegische Polizei gearbeitet habe hatten wir auf dem Revier so wenig zu tun das alte Damen uns angerufen haben und gefragt haben, ob wir ihnen den Zaun streichen können. Sie können sich gar nicht vorstellen was das gerade für ein Kulturschock für mich ist.“ Nun schlug er sich mit Dämonen, Vampiren und jetzt auch noch Schattenwesen herum. Er schmunzelte still. Øystein hatte ihn ans Herz gelegt seine bequeme Stelle aufzugeben um seine Fähigkeiten an einem Ort einzusetzen an dem sie wirklich gebraucht wurden. Wenn er doch nur gewusst hätte, wo er ihn da eigentlich hingeschickt hatte!
Doch Rune's Entscheidung fühlte sich nach wie vor richtig an. Richtiger als seine entmutigende Anstellung bei einer überforderten Polizei. Er wusste nicht wie er es gemacht hatte, aber irgendwie hatte Nemesis es geschafft ihn zu wieder zu motivieren.
Ich hoffe das Cadysa eines Tages auch nur annähernd so langweilig wie meine Heimat wird.


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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Di 26 Sep 2017 - 15:39

Rune zögerte kurz sich zu setzen, was Dick für einen Moment die Stirn runzeln ließ. Schließlich nahm der Cyborg dann doch Platz und fragte nach einem Bier. Dick atmete hörbar aus und lächelte dann erleichtert, als sei ihm ein Stein vom Herzen gefallen.
"Gute Idee, ich könnte auch eins gebrauchen.", antwortete er und holte aus dem Kühlschrank zwei Bier.
Mit einem klirrenden Geräusch landeten die Kronkorken auf der Metallablage hinter der sichtbaren Theke, wo ein paar Gläser aufgereiht standen. Dann reichte Dick seinem neuen Mitarbeiter sein Bier. Das Glas war kalt und leicht beschlagen von der warmen Luft hier im Raum.
Dick schüttelte leicht lächelnd den Kopf, als Rune fragte, ob er wüsste, welches die größte Bedrohung in Norwegen war. Er fragte sich wie Rune plötzlich auf Norwegen kam, aber Dick schätzte, dass Rune versuchte einen Witz zu erzählen, also spielte er mit. Als Rune weiter erzählte, wurde Dick allerdings klar, dass es sich hierbei nicht um einen Witz handelte, sondern um eine reale Erzählung. Er musste lachen, als er hörte, wie alte Damen die dortige Polizei dazu eingeladen hatten ihre Zäune zu streichen. Dick nickte leicht, er verstand durchaus, dass dann ein Umzug nach Cadysa eine sehr drastische Veränderung gewesen sein musste. Er war hier aufgewachsen und kannte es nicht anders, aber jemand der Frieden und Ruhe gewöhnt war, konnte in Cadysa durchaus das Gefühl haben, hier wäre man mitten in New York oder Washington.
Als Rune meinte, dass er hoffte, Cadysa würde eines Tages so ruhig und langweilig werden wie seine Heimat, hätte Dick fast sein Bier vor lauter Lachen über den Cyborg geprustet. Der war unerwartet gekommen. Nachdem er sein Bier herunter geschluckt hatte, lachte er erst amüsiert. Dann wandelte sich sein Lachen und bekam einen leicht resignierenden Beiklang.
"Dann wäre es nicht mehr Cadysa, mein Freund.", antwortete er halbernst und hob sein Bier, um einen nächsten Schluck zu nehmen.
"Nein, nein, ich mochte Cadysa so wie es vor all diesem Portalgedöns war. Bunt und durchgeknallt. Aber jetzt ist es bunt und destruktiv und im wesentlichen Teil ist die schwarze Hand daran Schuld. Ich habe es vor der Gründung der League ja auch geschafft mit den paar Kriminellen fertig zu werden, die die Polizei nicht zu fassen bekam. Und dann tauchten plötzlich diese verstümmelten Leichen überall in Cadysa auf und in den dunklen Gassen munkelte man von einem großen Schatten, der nach Cadysa gekommen sei.", begann Dick zu erzählen und zuckte mit den Schultern, um anzudeuten, dass damals keiner etwas damit anfangen konnte.
Er nahm noch einen Schluck Bier und stellte dann eine kleine Schale gesalzene Erdnüsse vor Rune auf den Tresen.
"Junkies erzählen viel, wenn die Nacht lang ist, aber irgendwann waren es nicht mehr nur die Junkies. Die waren nämlich wie vom Erdboden verschluckt. Da wo Sie auf Akagi getroffen sind, da wurde früher alles mögliche vertickt und heute? Wie ausgestorben. Nach der fünften verstümmelten Leiche wurde selbst mir klar, dass es sich dabei nicht mehr um die Tat von ein paar unkontrollierten Vampiren oder Ghouls handeln konnte."
Dick nahm noch einen Schluck von seinem Bier und erzählte dann weiter.
"Und dann plötzlich bekamen Nightwing und ich es mit Schattenwesen zu tun. Das erste dieser Monster, das wir bekämpft haben, war nur ein niedriges Halbblut. Hat ihn aber trotzdem nicht davon abgehalten uns wie Schweizer Käse zu durchlöchern."
Er verzog sein Gesicht als sei er nicht besonders erpicht darauf, diesen Erlebnis zu wiederholen.
"Tja... das wurde erst besser als Fawkia und Xandrios zu uns stießen. Gegen Feuer sind die Scheißdinger nämlich extrem anfällig und der Biss eines Mondwolfs ist stark genug einen Kleinwagen zu verbiegen. Aber egal, wie viele von diesen Mistdingern wir erledigt haben, wir konnten nicht unterbinden was die schwarze Hand im Untergrund trieb. Was man nicht sieht, kann man nicht als Gefahr einstufen und erst recht nicht beseitigen. Und dann vor etwa einem halben Jahr war es als hätte jemand in ein Nest von Schattenwesen gepickt. Plötzlich schwirrten sie überall herum. Die verstümmelten Leichen wurden weniger, aber brachen nicht ab. Das brachte schließlich Kirishiro zu uns, der in der Gerichtsmedizin an diesen besonderen Leichen geforscht hatte. Zu der Zeit war die schwarze Hand in Cadysa bereits so erstarkt, dass wir alle Hände voll damit zu tun hatten ihr hinterher zu räumen. Das fing mit so simplen Dingen wie Raub magischer Gegenstände an und endete mit Drogenhandel, Korruption, Schmuggel, Mord, Betrug und den üblichen verstümmelten Leichen. Und wenn bei der Polizei nicht mindestens einer in den höheren Rängen gekauft ist, fress ich hier und jetzt einen Besen mit Senf und Ketchup."
Dick warf sich eine Hand voll Nüsse in den Mund und spülte mit Bier nach, dann schenkte er sich doch ein Glas Whiskey ein, leerte die Bierflasche und begann mit dem Whiskey. Dann schien ihm etwas ein zu fallen und er zückte sein Smartphone. Einen Moment lang tippter er auf dem Bildschirm herum, dann schien er etwas gefunden zu haben und hielt Rune ein Bild unter die Nase. Auf den ersten Blick sah es aus wie ein normales, wenn auch recht hübsches Tribal-Tattoo, doch wenn man näher hinsah erkannte man, dass es sich nicht um Tinte unter der Haut handelte, sondern um eine Art Brandmal, jedoch kohlrabenschwarz statt rot.
"Wenn Sie jemanden sehen, der dieses Mal trägt, dann töten Sie ihn. Oder rennen Sie weg.", meinte Dick und steckte sein Handy wieder weg, "Nur der große Schatten der schwarzen Hand kann dieses Mal verleihen und sowas erhält sicher nicht irgendein dahergelaufener Nichtsnutz. Für das wird man sicher irgendetwas grausames als Beweis seiner Loyalität leisten müssen. Zumindest hat Xandrios es mir so erklärt. Wer auch immer diesen Verein hier in Cadysa anführt, er muss entweder ein höllisch guter Magier oder ein blutrünstiger Dämon sein.
In Namira, wo die schwarze Hand ursprünglich her kommt, gibt es eine Art Konterpart zu dem Hexenzirkel hier in unserer Welt. Man nennt sie dort die Dunkelhexer von Ashur oder so. Jedenfalls haben die irgendwann die schwarze Hand gegründet, damit die deren Willen ausführt. Wie so eine Art kleine Armee. Xandrios meinte in Namira nannte man sie die Bluthunde der Dunkelhexer, recht treffende Bezeichnung würde ich sagen, vor allem wenn es stimmt, was er erzählt, dass sie dafür auch Mond- und Schattenwölfe rekrutiert haben."

Dick atmete hörbar ein und seufzte dann.
"Jetzt fange ich ja schon wieder damit an, mea culpa. Ich habe nicht oft Besuch, muss ich zugeben.", meinte Dick und lächelte verlegen, "Und ich denk zu viel an die Arbeit."
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BeitragThema: Re: Richards Penthouse   Di 26 Sep 2017 - 23:39

Offenbar schien Rune's Wunschvorstellung von einem öderen Cadysa Nemesis sehr zu amüsieren und er konnte anders als sein Lachen mit einem scheuen Grinsen zu beantworten. Wahrscheinlich hatte der weißhaarige Recht, Cadysa würde wohl immer eine wilde Stadt bleiben. Aber ein wenig öder durfte sie für seinen Geschmack ruhig werden.
Man hört hier ja so einiges, von einem roten Teufel, einer Mafia die in der Hand eines Höllenfürsten liegt und rothaarigen Geisterfrauen. Mir würde es ja schon reichen wenn keine Bäume mehr angezündet werden.“ Gerüchte mit denen man sich den Kopf zu zerbrechen konnte gab es genügend und die Informationen die Nemesis an ihn weiter gab besserten diesen Eindruck natürlich überhaupt nicht. Rune hob endlich sein Glas an seinen Mund und verzog das Gesicht als er von dem herben Getränk kostete. Als würde der ganze Ärger nicht schon reichen kamen auch noch die zahlreichen Nachahmer hinzu. Solche Leute verstand er noch weniger als Menschen die freiwillig Bauingineure wurden.
Nachdenklich studierte er das Gesicht seines Gegenübers während er seinen Erzählungen über die düsteren Wesen lauschte. Für jemanden der sich so viele Sorgen machte hatte Nemesis recht ansehnliche Gesichtszüge. Er vermutete das die tatsächliche Abgeschlagenheit dahinter lag. Rune wusste nicht genau woran er es fest machen konnte, wahrscheinlich an seiner Mimik oder es war einfach nur ein Gefühl.
Wenn er sich Tag ein Tag aus mit Kreaturen wie die aus seinen Geschichten herum schlug würde es ihm wahrscheinlich auch so gehen. Achja! Das würde er ab heute! Darauf genehmigte der Cyborg sich einen weiteren Schluck.
Er überging die Frage was Nemesis damit meinte das die Wesen ihn und Nightwing durchlöchert hatten. Denn wenn es das war was er unter diesem Begriff verstand war ausgeschlossen dass er dieses Gespräch nun führen konnte. Er wollte ihn auch nicht auf etwas ansprechen wenn seine Reaktion jetzt schon deutlich machte das es keine gute Erinnerung war. Zumindest erfuhr er das diese seltsamen Schattengenossen eine Schwäche hatten; Feuer. Das nützte ihm nur herzlich wenig. Aber das fiel zum dem Glück aller Beteiligten auch gar nicht in seinen Zuständigkeitsbereich. Er fragte sich wie viele der ständischen Verbrachen auf das Konto dieser organisierten Verbrecherbande gingen. Bei dem enormen Einfluss den sie hatten schloss er nun auch nicht mehr aus das einige seiner Kollegen involviert waren. Ansonsten wäre man wahrscheinlich schon auf sie aufmerksam geworden. „Wenn sie in Norwegen einen Polizisten einen Umschlag mit Schmiergeld auf den Tisch legen würden wüsste der wahrscheinlich gar nicht was sie überhaupt wollen.“ Er schmunzelte als er an seine geradezu naiven Ausbilder dachte.
Er sah verwundert auf als Nemesis ihn auf einmal sein Handy vor die Nase hielt und darauf ein sein ziemlich seltsames Tattoo zu sehen war. „Ich will gar nicht wissen wann es die ersten unwissenden Nachahmer gibt die sich das Motiv aus modischen Gründen stechen lassen weil sie es irgendwo gesehen haben.“ Mit diesem absurden Gedanken lenkte er sich von davon ab das Nemesis ihn aufforderte Gestalten mit diesem Mal sofort zu töten. Weglaufen zog er ohne Zweifel vor, er hatte bereits klar gemacht das er niemanden umbrachte. Große Chancen rechnete er sich in dieser Konfrontation ohnehin nicht aus, also ließ er die Vorstellung lieber nicht zu dicht an sich heran. „Ich frage mich welches Ziel sie mit dem Irrsinn verfolgen.“ Erneut war Rune's Stimme zu einem trübsinnigen Nuscheln geworden. Was brachte wohl jemanden dazu eine Stadt so im Chaos versinken zu lassen?
Ihm blieb nicht lange Zeit um darüber nachzugrübeln denn Nemesis' Einsicht darüber das er zu oft an seine Pflicht dachte ließ ihn zum ersten Mal an diesem Abend ohne Rückhalt auflachen. „Ja, den Eindruck habe ich auch“ und ihn steckte er damit ganz schön an! „Aber es ist vermutlich besser wenn ich weiß was auf mich zukommt.“ Inzwischen wusste er allerdings definitiv mehr als lieb war.
Er leerte mit vorsichtigen Zügen sein Getränk und stellte das leere Glas auf dem Tresen ab. „Mögen sie Musik?“ Auf seinem Lippen waren immer noch die Spuren eines leichten Lächelns zu erkennen und er startete einen unbedarften Versuch nach diesen ganzen schwermütigen Themen eine leichte Unterhaltung anzufangen.


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