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 Hauptgebäude

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Cos

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Mitte März: Blaues Auge

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Völlig ungerechterweise Schnapsdrossel/ Unruhestifter, durch Fremdeinfluss sogar mit teilweise Hausverbot

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BeitragThema - Re: Hauptgebäude   So 15 Apr 2018 - 12:43
 
Es war seltsam wie viel schöner ein Lächeln werden konnte, wenn es an Bedeutung gelang. Jonne mochte den unschuldigen Ausdruck auf Sofiels Gesicht nicht, weil er perfekt in das Bild der Kirchenhalle und ihrer Priesterin passte. Er mochte ihn, weil sie sich völlig bewusst sein musste, dass er gerade einzig den Zweck diente den Finnen zu necken, hatte er nicht gerade einen erheblichen Rückschlag einstecken müssen. Deshalb verzieh Jonne ihr sofort den kleinen Triumpf, doch die folgende unzufriedene Mine war kein tragbarer Zustand. Er wollte schon Etwas (vermutlich ungemein Albernes) sagen um ihn schnell wieder zu vertreiben, doch Sofiel löste von ganz alleine die enttäuschte Haltung um die Einladung auszusprechen, dass diese Diskussion noch kein Ende hatte. Das erste Mal in Cadysa klang es nicht völlig abwegig an einen Ort zurückzukehren und ein wenig rätselte Jonne ob er gerade versehentlich darum gefragt hatte. Aber es war ihn auf jede Weise Recht, denn es sprach doch wirklich Nichts dagegen dieses Angebot anzunehmen.
„Gut, denn mir fallen bestimmt noch ein paar Argumente ein“, witzelte Jonne weiter und schloss sich einen kleinen Moment dem Lachen seines Gegenübers an. Allerdings weil er erkannte wie kurios die baldige Aussicht war, dabei sehr erfolgreich zu sein. Immerhin gab es genügend potentielle Beweise, denn er musste immer noch herausfinden woher sein blaues Auge stammte, wo genau ihn ein Schuh abhandengekommen war und warum Jemand es für nötig gehalten hatte auf seinen Unterarm herum zu kritzeln. Ihm war bis noch nicht aufgefallen, dass diese Situation von außen betrachtet bestimmt amüsant aussehen müsste. Besonders weil der Beteiligte völlig ungeeignet für diese Rolle war, bekanntlich hatte Jonne nun wirklich nicht viel Übung in leichtsinnigen und unbedachten Entscheidungen.
Genauso wenig hatte er Übung darin sich um gesundheitliche Dinge zu Sorgen, da die einzig grobe Erfahrungsrichtung lebensmüden Brüdern galt, die selber schuld waren, wenn sie bei ihren Aktionen auch Mal auf dem Gesicht landeten. Und selbst dabei taten sie sich wie durch ein Wunder (und zugegebenermaßen Jonnes ungedankten Bemühungen) nie viel, von Jukkas verlorenen Fingern einmal abgesehen. Aber Sofiel machte es ihn leicht, indem sie sich widerspruchslos ein Augenblick Ruhe gönnte. Ihr wiedergefundener Blick tat allerdings Zweierlei. Denn auch wenn er Jonnes angespannte Alarmbereitschaft beendete, lag noch genügend Zerbrechliches darin um den Entschluss zu fassen Sofiel bestimmt nicht wieder zu verlassen, bevor nicht der letzte Rest davon verschwunden war.  Als hätte sie seine Entscheidung gehört schenkte sie Jonne ein weiteres erlösendes Lachen, leichter als die vorhergehenden und in der Lage den Schatten des Schreckmomentes fast zu vertreiben. Auch den Finnen war die Erleichterung deutlich anzusehen, doch genauso wusste er, dass es noch lang nicht hieß es wäre wieder alles in Ordnung. Sie sprach davon ihre eigenen Ratschläge vielleicht auch einmal zu beherzigen und Jonne war ungemein froh darüber, nicht zu Letzt, weil er mit seinem gescheiterten Fluchtversuch an diesen Tag bereits vorgemacht hatte wie es nicht funktioniert.
Auch seinen Vorschlag sich weiter zu erholen nahm Sofiel an und er gab sich augenblicklich redlich Mühe auch seinen Teil der Abmachung einzuhalten. Nach einem dankbaren und erleichterten Aufatmen versuchte Jonne das verräterische und übersorgte Mistding zum Schweigen zu bringen, das die Menschen mangels besserer Bezeichnung Herz getauft hatten. Es funktionierte nur mehr oder weniger, doch zumindest glaubte er das versprochene Minimum dabei einhalten zu können. Wie viel einfacher es gewesen wäre, hätte Jonne gewusst, dass die Priesterin genauso wenig einen Gedanken an das eigene Problem verschwendete und nur versuchte den Anderen zu beruhigen. Vielleicht hätte er dann die Neuverhandlung ihres Kompromisses mit weniger Bedenken betrachtet.
„Ich denke, damit kann ich leben“, gab Jonne nur zu, weil er sich längst der Erwiderung des eigenen schiefen Lächelns ergeben hatte, da Sofiels viel entwaffnender war als das Eigene. Damit löste er sich aus der Hocke neben den Altarstufen und mit einem letzten prüfenden Blick bot er Sofiel seine Hand an um ihr aufzuhelfen.  Wieder kam ihn in den Sinn wie viel Zeit Jonne ihr mit der ganzen Vorsichtsmaßnahme stehlen mochte, aber es kam ihn so unendlich falsch vor sie nun fahrlässig alleine zu lassen. Davon abgesehen, dass Jonne in Wahrheit auch noch nicht gehen wollte.


Cosmin ǀ Jonne ǀ Tereza ǀ Lachlain
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Gespielt von :
Niko

Beruf :
Priesterin in der Kirche von Cadysa

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1,71 m

Stimme :
klar, weich, zart, hoch

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Angelic Priestess

BeitragThema - Re: Hauptgebäude   Di 8 Mai 2018 - 15:54
 
Für einen kurzen Augenblick, wurden die Gesichtszüge der blonden Priesterin noch etwas weicher. Es erfüllte sie mit einer angenehmen Ruhe zu sehen, dass Jonne ebenfalls lachte und dass er seine Sorgen und Ängste – wegen denen er eigentlich erst hergekommen war – fürs Erste zu vergessen schien. Dass Leben eines Menschen war einfach zu kurz, zu kostbar als, dass sie an ihren Sorgen festhalten sollten. Es würde sich immer eine Lösung finden lassen – manchmal brauchte man nur erst einmal etwas Abstand zu dem Problem, um es wirklich in seiner vollen Größe sehen zu können. Und meistens war dieses Problem im Endeffekt dann viel kleiner, als man es sich zuerst vorgestellt hatte.
Dass Jonne sich in ihrer Gegenwart jedoch entspannen konnte, war etwas, dass Sofiel nicht wunderte. Dass tat sie schon lange nicht mehr. Menschen hatten eine natürliche Neigung dazu, der blonden Serafim zu vertrauen. Sofiel wusste, dass dies ihrer Fähigkeit und ihrer Ausstrahlung zu verdanken war – doch sie nutzte dieses Vertrauen niemals aus. Alles was sie sich wünschte war, die Herzen der Menschen die ihre Hilfe ersuchten, etwas zu erleichtern. Vielleicht waren ihre Mittel begrenzt, schließlich konnte sie nur zuhören und vielleicht Ratschläge geben, doch meisten war es genau das, was sich die Menschen von ihr wünschten.
Das Lachen, welches ihre Gesichtszüge noch kurz zuvor erhellt hatte, wurde zarter, bis es nur noch als warmes Lächeln ihre Lippen zierte. „Ich bin schon gespannt darauf, zu hören mit welchen Argumenten sie noch vorhaben diese kleine Diskussion zu gewinnen“, erwiderte sie schmunzelnd. Sie machte keineswegs ein Geheimnis daraus, dass sie sich darüber freute, dass Jonne ihr Angebot und ihre Einladung so bereitwillig angenommen hatte. Denn, auch wenn Jonne die Kirche aufgesucht hatte, um für einen Moment von seinen Sorgen befreit zu werden, so konnte Sofiel nicht leugnen, dass auch sie sich im Moment ruhig und entspannt fühlte. Dieses Gespräch amüsierte sie – und so taten es die Argumente, mit denen Jonne ihre kleine Diskussion zu gewinnen versuchte.
Doch die Freude und die Ruhe in ihr hielten nicht ewig an. Kaum hatte sie sich dem Altar zugewandt, spürte sie, wie ihr die Kraft aus den Beinen wich und sie in sich zusammensackte. Als Serafim auf der Erde verweilen zu dürfen, einen eigenen menschlichen Körper zu besitzen – all das hatte seinen Preis. In ihrem Fall waren es die Schwächeanfälle, die sie mehr oder weniger regelmäßig heimsuchten. Etwas, gegen dass kein Arzt dieser Welt etwas tun konnte, denn immerhin lag es an ihrer eigenen Magie, dass sie diese Anfälle zu ertragen hatte.
Ihre Lichtmagie war zu stark für diesen Körper, als das er ihr ewig stand halten könnte. Kontinuierlich wirkte ihre göttliche Aura und beruhigte die Menschen sowie ihre emphatische Fähigkeit die Emotionen jener wahrzunehmen, die sich in ihrer Nähe aufhielten.
So verhielt es sich auch in diesem Moment, denn die konnte die Sorge des blonden Mannes vor sich deutlich spüren. Dennoch umspielte ein warmes Lächeln ihre Lippen, als sie beobachtete, wie Jonne sich erhob und ihr schließlich helfend die Hand hinhielt. Sie wusste woher dieser Anfall gekommen war. Und sie wusste, dass sie nur etwas Zeit brauchte um sich wieder zu erholen – doch wenn es Jonne dabei half, seine Sorge zu vergessen, dann würde sie auf all die kleinen Bitten seinerseits eingehen. Auch wenn ein einzelnes Glas Wasser wahrscheinlich nicht viel an ihrem Zustand ändern würde.
Allerdings hatte Sofiel auch sichtlich nicht damit gerechnet, dass die Schwäche, die sie kurz zuvor noch verspürt hatte, tatsächlich anhalten würde. Denn als sie ihre Hand in die von Jonne legte und sich vorsichtig aus ihrer sitzenden Position erhob, spürte sie, wie sie von einer neuen Welle des Schwindels ergriffen wurde. Es schien beinahe so, als würde ihr für einen weiteren, kurzen Moment schwarz vor Augen werden. Einen Moment, in dem sie nicht in sich zusammensackte, sondern direkt in die Arme ihres Besuchers fiel.
Sie spürte, wie schnell ihr eigenes Herz auf einmal zu schlagen begann, als sie sich hastig und mit einem verlegenem Blick von dem blonden Mann löste. „Entschuldigung. Ich dachte wirklich, dass es mir inzwischen wieder besser gehen würde“, erklärte sie leise, während sie ihren Blick gesenkt behielt. Sie spürte eine unangenehme Wärme auf ihren Wangen, während sie zusätzlich dazu nicht wirklich wusste, wie sie sich nun verhalten sollte. Während ihrer gesamten Zeit auf der Erde war es nicht ein einziges Mal vorgekommen, dass sie sich in solch einer Situation wiedergefunden hatte – oder, dass sie sich so unsicher in ihrem Verhalten gefühlt hatte. Sollte sie vielleicht einfach versuchen, dass ganze zu ignorieren und zu ihrem eigentlichem Thema zurückkehren? War das etwas, dass man tun konnte?
„Das Nebengebäude befindet sich nicht weit entfernt von der Kirche“, erklärte sie, während sie sich noch immer mit gesenktem Blick durch eine einzelne, blonde Haarsträhne strich. „Wir müssen nur durch den Garten.“ Und während ihre Schritte sie zu der schweren Holztür führten, welche hinaus in den Garten und schließlich zum Hauptgebäude führte, spürte sie wie sich ihr Herz und ihr Gemüt langsam wieder beruhigten. Bevor sie also die Tür hinaus öffnete, drehte sie sich einmal zu Jonne herum, hob ihr Blick und sah ihn lächelnd an. „Sollen wir?“


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