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 Kleiner Anbau

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BeitragThema - Kleiner Anbau   Fr 7 Jul 2017 - 11:58
 
Kleiner Anbau

Hinter dem Hauptgebäude der Kirche befindet sich ein kleiner Anbau, der sich im gleichen Stil befindet wie die Kirche selber. Hier wohnt die Priesterin. Zudem befinden sich in diesem Anbau einige Schlafsäle, in denen Leute unterkommen können, wenn sie Zuflucht suchen. Auch das Büro der Serafim befindet sich hier, in dem sie Abends noch arbeitet und die schriftlichen Angelegenheiten erledigt.
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Angelic Priestess

BeitragThema - Re: Kleiner Anbau   Fr 15 Sep 2017 - 18:48
 
Cf.: wird nachgetragen | 06. Mai | 20:31 Uhr | Abenddämmerung

Ein entspanntes Lächeln schmückte die Lippen der blonden Priesterin, während sie durch den Garten schritt. Die kühle Nachtluft half ihr dabei, etwas Ordnung in ihre Gedanken zu bringen. Innerhalb der letzten Tage war vieles passiert, dass sich auch auf ihre Zukunft auswirken würde. Es kam nicht oft vor, dass einer verstorbenen Seele eine zweite Möglichkeit gewährt wurde, erneut ein Leben auf der Erde zu beginnen. Sowohl Máirín, die Zugriff auf die Erinnerungen der Verstorbenen hatte, als auch Sofiel hatten sich lange Zeit über diesen besonderen Fall unterhalten. Sharif. Mit jedem Tag, an dem sich seine Seele dem ewigen Frieden verweigert hatte, hatte das Leuchten seiner Präsenz zugenommen. Bald war es so stark gewesen, dass auch andere Seelen ihren Weg nicht mehr gefunden hatten – ein Chaos, dass nicht lange bestehen bleiben konnte. Aus diesem Grund wandelte der weißhaarige Schakal nun wieder unter den Lebenden. Auf der Suche nachdem Grund, der ihn noch immer an diese Existenz band, an dieses Leben.
Doch je mehr Zeit verging, desto mehr Persönlichkeit kehrte in den ruhelosen Geist zurück. Oft erkannte Sofiel in seinen Augen, was dort auch vor seinem Tod zu sehen gewesen war: Wärme. Neugierde. Er wollte wissen, was es mit seinem Tod und seinem vorigen Leben auf sich hatte, doch leider konnte die Serafim ihm diese Fragen nicht beantworten. Alles, was sie nun noch tun konnte, war an seiner Seite zu verweilen. Hier in der Kirche konnte sie ihm sowohl Sicherheit als auch Ruhe schenken. Oft kam es vor, dass sich die beiden Abends noch bei einer Tasse Tee unterhielten. Sharif klärte sie über seine Fortschritte auf, über das, was er bereits in Erfahrung brachte hatte. Oder über die Dinge, die er über den gesamten Tag getan hatte. Und immer wieder versicherte Sofiel dem Wiedergänger, dass es Zeit bräuchte, bis er seinen Grund finden würde. Den Grund, weshalb er sich nun auf dieser Reise befand. Alles im Leben hatte seinen Sinn und seinen Plan. Nichts geschah, ohne dass es auch nicht auch einen Grund dafür gab. Selbst, wenn man diesen erste Jahre später zu verstehen schien.
Sachte schüttelte die Serafim ihren Kopf, ehe sie die Tür zu dem kleinen Anbau öffnete und sich schließlich auf den Weg in ihr Büro machte. Soweit es ihr bekannt war, war am Nachmittag ein neuer Priester angekommen, der sie in dieser Gemeinde unterstützen sollte. Leider war sie selber aber beschäftigt gewesen, weshalb sie nun auf seine Rückkehr warten würde. In der Zwischenzeit schrieb sie alles, was sie heute erlebt und erkannt hatte, in einem ihrer Notizbücher nieder. Es half ihr dabei stetig Ordnung in ihrem Geist zu halten. Gedanken, über die es vorerst keinen Sinn mehr machte nachzudenken, konnte sie so leicht aus ihrem Geist befördern.
Der neue Priester würde vor allem im Krankenhaus dieser Stadt aushelfen, so sagten es die Informationen, die ihr zugetragen worden waren. Eine edle Aufgabe, denn dort gab es ebenso viele ruhelos Seelen, wie in der Zwischenwelt selbst. Angst, Sorge und Trauer konnten den Geist eines jeden Wesens trüben. Und vielen dieser Wesen war schon geholfen, wenn sie nur jemanden hatten, dem sie sich anvertrauen konnten.
Ein leises Seufzen entwich ihren Lippen, als sie das weiße Notizbuch zur Seite legte und sich von ihrem Platz erhob. Gefühle waren etwas einzigartiges. Denn so farbenfroh wie sie sein konnten, konnten sie ebenso eine große Last für die Menschen sein. Grade durch ihre Fähigkeit spürte sie jeden Tag die Bandbreite der Gefühle, die ein Menschen innerhalb weniger Augenblicke zu verspüren schien. Es war faszinierend für sie, denn immerhin kannte diese Gefühle auf der persönlichen Ebene nicht.
Fürs Erste würde sie sich nun in den Eingangsbereich des Anbaus begeben, immerhin wollte sie den neuen Priester heute noch begrüßen. Da sie keine andere Energie innerhalb des Anbaus verspüren konnte, wusste sie, dass weder Sharif noch der neue Priester hier sein konnten. Mit einem Buch und einer Tasse Tee ließ sie sich auf der Bank nieder, die ebenfalls den Eingangsbereich des Anbaus schmückte. Das Aroma des Tees schien die Luft zu erwärmen und so fiel es der blonden Serafim nicht schwer, sich schnell in den Worten des Buches in ihrer Hand zu verlieren.


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BeitragThema - Re: Kleiner Anbau   So 17 Sep 2017 - 10:51
 
Der Mond war vor kurzem aufgegangen, als Cornelius durch die nächtlichen Straßen heißte. Der Murrte gurrte und gluckerte, als er sich durch den Benzin Vorrat fraß. Cornelius würde es nie zugeben: Er liebte diesen Sound, er liebte den Geruch und er fuhr einfach gerne schnell. Es machte Spaß, das letzte Stück war eine lange Gerade und dementsprechend gab Cornelius gas. Er musste wohl ein wenig laut sein, denn er schreckte einige Vögel aus ihrem Schlaf aus. Cornelius musste unweigerlich lachen. Das war selten, befreiend und er entspannte sich etwas.
Er bremste scharf, das Hinterteil brach aus und er driftete die Einfahrt hinauf, und brachte das Auto schließlich kam er zu stehen. Er schaltete das Licht aus und stellte den Motor ab und stieg aus. Seine Augen gewöhnten sich an die dunkle Umgebung, ein wenig Licht wurde von der Sonne noch eher mühsam über den Horizont geworfen. Cornelius ging um den Wagen, öffnete den Kofferraum und zog die beiden Einkaufsbeutel heraus. Er hatte noch ein wenig besorgt und der Hunger trieb ihn zur Eile, schließlich war es schon spät und er war nicht der Typ der gerne spät aß. Mühsam bahnte er sich den Weg über den etwas zu gewucherten Pfad und ein Ärmel seines Hemdes verfing sich an einem Stück Gestrüpp, was ihn einen leisen Fluch Ausstoßen ließ, den er aber sogleich wieder bereute. Er hatte sich selbst soeben noch fünf Ave-Maria auferlegt, als ihm ein Ast hart ins Gesicht schlug, und ihn zurücktaumeln ließ. Unweigerlich fuhr er sich durch das Gesicht und bemerkte die Warme Flüssigkeit, die sich unter seinem rechten Auge sammelte. Er verzog das Gesicht und unterdrückte einen weiteren Fluch und stapfte weiter in Richtung des kleinen Anbaus. Er trat mehr oder die Tür eher ein aus auf, denn er war etwas frustriert. Etwas sehr. Er hatte für heute genug.
Es fiel seinen Augen schwer sich an das Licht des Innenraums zu gewöhnen und er musste sie einen Moment lang zusammenkneifen und blinzeln. „Hallo?!“, rief er noch etwas benommen und stolperte etwas in den Raum und hätte dabei die Einkäufe dabei umgeworfen. Mehr schlecht als recht und alle Hände voll damit zu tun, keinen seiner Einkäufe zu verlieren stand er jetzt nun etwa wie ein begossener Pudel da. Er sah sich etwas um, seine Augen hatten sich nun doch etwas an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt und er erblickte die Frau, die wohl seine Chefin war. Nun doch etwa in Unruhe versetzt, stellte er seine Einkäufe auf einen kleinen Tisch ab und schritt zu ihr hinüber, sich dem Umstand mehr als bewusste, dass er wohl schrecklich aussehen musste, immer hin hatte ihn ja draußen der Ast erwischt. Ebenso wenig musste er frisch und sonderlich ausgeruht wirken, schließlich hatte er den ganzen Tag im hektischen Krankenhaus verbracht und fast 12 Stunden, drei Menschen bei ihrem Ableben begleitet und obwohl er das nun schon seit einigen Jahren machte, wurde so etwas nie wirklich leichter.
„Guten Abend Miss de Arians?“, fragte er höflich, denn gesehen hatte er diese Frau ja noch nie, ebenso wenig wusste er etwas über sie, zumindest nicht mehr, als dass sie hier arbeitete. „Mein Name ist Cornelius de Clamecy“, stellte er sich erstmal vor und hielt ihr seine Hand zum Schütteln hin. „Ich bin höchstwahrscheinlich ihr neuer Kollege hier und freue mich Sie kennen zu lernen. Ich war auch heute Morgen schon einmal hier, jedoch Sie nicht und dann bin ich natürlich ins Krankenhaus gefahren, dort kam mir dann auch noch etwas dazwischen, deswegen bin ich etwas später hier.“, entschuldigte er sich schon einmal vorab, schließlich wusste er nicht wie die Frau ihm gegenüber den eingestellt war, und wie sie zu seinen Plänen stand eine warme Mahlzeit zuzubereiten, würde er auch gleich noch vorsichtig ausloten müssen, schließlich wusste er nicht wie dick oder dünn die Wände waren. Jedenfalls wollte er keinen riesigen Lärm veranstalten, wenn seine Kollegin, sofern sich die Dame vor ihm als solche herausstellte, ebenso früh aufstehen musste wie er und das war nach einem kurzen Blick auf seine Uhr zu urteilen, in etwa neuneinhalb Stunden, denn um 5:30 würde sein Wecker klingeln. Außer es kam zu einem Notfall, dann war er natürlich innerhalb von 5 Minuten auf seinem Weg. Es viel ihm zudem ein, dass er morgen volltanken müsste und er schob diesen Gedanken, zu seiner übervollen Liste an ToDos. Verschoben, war nicht aufgehoben.


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Angelic Priestess

BeitragThema - Re: Kleiner Anbau   Mi 20 Sep 2017 - 12:44
 
Ruhig lagen die grünen Augen der Priesterin auf dem Buch in ihrer Hand während ihr Blick über die edel verzierten Buchstaben glitt. Es war faszinierend zu erfahren, wie viel Fantasie die Menschen aufbrachten konnten. Sie erschufen sich ihre eigene Welt, in denen es weder an Romantik noch an Abenteuern fehlte. Und selbst vor der Offenbarung darüber, dass es neben ihnen noch andere Wesen auf diesem Planeten gab, hatten sie gezeigt, dass sie sehr wohl ein weiteres Verständnis dafür besaßen. Selbst wenn dieses Verständnis ab und zu sehr verzerrt gewesen war, hatten sie Geschichte über Vampire, Dämonen, Engel und vielen weiteren paranormalen Wesen in Form von Büchern und Filmen verbreitet. Und nun, wo sie wussten dass es diese Wesen sehr wohl gab und sie sogar unter ihnen lebten, veränderte sich die Welt nach und nach. Noch immer existierten Bücher über Romanzen mit Dämonen und Vampiren, doch nach und nach wurde die Charakterisierung getreuer. Realer.
Ein entspanntes Lächeln schmückte die Lippen der Serafim, als sie das Buch zuschlug und zur Seite legte. Geräusche vor der Tür hatten ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen, und kaum hatte sie ihren Blick der Tür zugewandt, flog diese mit einem fast schon lauten Knall auf. Preis gab sie den Blick auf ihren neuen Kollegen, dessen Augen sich erst an die Helligkeit des Lichtes gewöhnen mussten. Sofiel gab ihm diese Zeit, erhob sich von ihrem Platz auf der Bank und betrachtete den Mann. Sorge schlich sich in den Ausdruck ihrer grünen Augen als sie das Blut unter seinem rechten Auge sah. Vielleicht wäre es angebracht, kleine Lampen im Garten anzubringen, damit sich nicht noch jemand verletzen würde. Und sie würde sich, so fern ihr neuer Kollege es denn zuließ, sich später um seine Verletzung kümmern.
Auf seine höflich formulierte Frage danach, nickte sie und schenkte ihm ein freundliches Lächeln. „Ebenso wünsche ich Ihnen einen Guten Abend.“ Sanft ergriff sie die Hand des schwarzhaarigen Mannes, der sich ihr als Cornelius de Clamecy vorstellte. Seinen Namen hatte sie schon einmal gehört, immerhin hatte man ihr übermittelt, dass sie einen neuen Arbeitskollegen bekommen würde – doch dass auch er ein Engel war, faszinierte die blonde Priesterin. Zudem musste sich mehr hinter seiner Geschichte verbergen, als man vielleicht auf den ersten Blick annehmen würde – denn sie war sich äußert sicher, ihn niemals zuvor in ihrer Heimat gesehen zu haben. Den Gedanke zur Seite schiebend, lauschte sie aufmerksam den Worten ihres neuen Kollegen. Er war nach seiner Ankunft in der Kirche direkt ins Krankenhaus zu fahren um dort seine Arbeit aufzunehmen – etwas, dass ihn durchaus ehrte. Es würde immer Menschen geben, die den Beistand eines Priesters als beruhigend empfinden würden. Grade, wenn sie eine Person verloren haben, die ihnen sehr am Herzen lag. Denn diese Verbindungen, die Menschen untereinander eingehen konnten, konnten oft stärker sein, als das Schicksal selbst. „Die Freude liegt ganz auf meiner Seite, Mister de Clamecy,“ erwiderte sie noch immer lächelnd. „Ich entschuldige mich für meine Abwesenheit am Morgen. Etwas wichtiges kam mir dazwischen, sodass ich sie nicht persönlich begrüßen konnte.“ Zwischenzeitlich kam es vor, dass sie einen Schwächeanfall erlitt. Ein Nebeneffekt der Tatsache, dass ihre Lichtmagie für einen menschlichen Körper zu stark wach. Doch damit hatte Sofiel gelernt umzugehen, denn immerhin konnte sie so die Menschen aus nächster Nähe kennen lernen. Ihre Gefühle und ihre Beweggründe faszinierten die Serafim. Selbst ihre Fortschritte, wenn es darum ging etwas Neues zu erlernen, waren von großer Faszination für die blonde Priesterin.
„Ich bin mir sicher, dass sie meinen Namen bereits kennen, doch lassen sie mich mich noch einmal persönlich vorstellen. Mein Name ist Sofiel de Arriens, ich bin diejenige, die sich seit vielen Jahren um diese Kirche und die Menschen hier kümmert. Und ich freue mich sehr darauf zu sehen, wie auch sie sich um die Menschen hier kümmern werden,“ erklärte sie beinahe schmunzelnd. Sie war sich sicher, dass die Arbeit von Mister de Clamecy äußerst interessant für sie sein würde. Immerhin hatte jeder Mensch, jedes Wesen andere Herangehensweisen. In Fällen von Trauer oder Wut, begegnete sie den Menschen mit Verständnis und Barmherzigkeit. Sie nahm sich den Sünden der Menschen an, spendete ihnen Trost und Wärme. Doch wie würde die Arbeit des Engels aussehen, der in diesem Moment vor ihr stand? Nur die Zeit würde diese Frage beantworten können.


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BeitragThema - Re: Kleiner Anbau   So 1 Okt 2017 - 22:30
 
Cornelius lächelte ein wenig und zog dann seine Hand zurück. „Sie machen das also schon länger hier? Haben Sie irgendwelche speziellen Fälle in der Gemeinde. Fälle, auf die ich vorbereitet sein sollte?“ Er hatte sich ein wenig in die Küche entfernt, dort das Licht eingeschaltet, und begann die Wunde unter seinem Auge zu reinigen. Dann zog er ein Stofftaschentuch aus der Hosentasche, faltete es auseinander und hielt es sanft auf die Wunde gedrückt, sodass sie sich langsam schließen konnte. „Ich bin morgen wieder im Krankenhaus, und fahre zwischenzeitlich ins Gefängnis, dort haben einige Gefangene nach mir gefragt. Ich werde dann um die gleiche Zeit wie heute wieder hier sein, wenn nichts dazwischenkommt.“ Natürlich entging ihm nicht, dass sie ihm nicht erzählte was genau der Grund für ihre Abwesenheit heute Morgen war, aber das ging ihn selbstverständlich auch nichts an. Schließlich war seine Zeit als Inquisitor schon lange vorbei und Hexen wurden nicht mehr verbrannt, zumindest nicht mehr offiziell. „Ich hoffe es ist okay für Sie, wenn ich mich hier etwas einlebe? Wenn nicht, würde ich mir so schnell wie möglich eine Wohnung suchen, es ist nur, ich habe nicht allzu viel Zeit am Tag dazu, deswegen könnte das ein wenig dauern.“ Für einen kurzen Moment wirkte er verlegen, tupfte ein wenig mit dem Taschentuch auf seiner Wunde herum und betrachtete zufrieden, dass sie fast getrocknet war, ehe er das Taschentuch langsam zusammenfaltete und in seiner Hosentasche verstaute. Er würde es morgen Abend waschen, zudem bemerkte er noch „Möchten Sie etwas essen? Ich wollte etwas kochen. Im Krankenhaus habe ich den ganzen Tag nur zwischen drei Betten gependelt und das körperliche Wohl meinerseits kam wohl ein wenig zu kurz.“ Um genau zu sein hatte er heute einer Mutter geholfen den Tod ihres Kindes zu überwinden, oder zumindest weitere Hilfe anzunehmen und zwei ältere Menschen aus dem Leben begleitet. Er war müde erschöpft, die Angst die Menschen vor dem Tod hatten, oder ihre Trauer konnte er immer latent spüren und diese unangenehme Gefühl würde noch eine Weile nachhallen. Dieser Zug seines Charakters hatte sich erst vor einigen Jahren angefangen zu entwickeln und er hoffte, dass das Ganze nicht stärker wurde. Nachher würde er sich vor fremden Emotionen nicht retten könnte und ihm reichte zu wissen, wen er belogen wurde. „Trinken Sie“, fragte er etwas abwesend, denn er trug grade die Einkäufe in die Küche und öffnete sich eine Flasche Wein, die er eingekauft hatte und goss sich ein Glas ein. Dann begann er damit Möhren zu schälen und zu zerlegen, Zwiebel lagen bereits bereit, Knoblauch hatte er auch gekauft. „Ach noch etwas, essen Sie Fleisch, manch einer von uns hat ja Probleme damit und das kann ich verstehen. Aber das sollte ich wissen, wenn ich Ihnen etwas zu essen machen soll“, er war bereits völlig geistesabwesend damit beschäftigt Gemüse zu schälen und angemessene Größen zu spalten, hin und wieder nippte er an seinem Glas Wein. „Wann stehen Sie eigentlich auf, ich..“, fragte er spontan, und der Rest seines Satzes musste wohl im Geklapper der Pfannen untergehen. Cornelius fand schließlich eine Pfanne, die groß genug war um nachher noch mit der Kokosmilch zu experimentieren und zog sie hervor. „..Sie wissen wie das ist, man möchte sich nicht unbedingt bei seiner Morgenroutine im Weg stehen.“ Beendete er den Satz um schließlich Öl in die Pfanne zu gießen und die Temperatur der Herdplatte, auf der die Pfanne mittlerweile Platz gefunden hatte, aufzudrehen. Er drehte sich um und lächelte zu ihr hinüber. „Ich denke doch das wird eine gute Zusammenarbeit werden.“ Zumindest fiel ihm nichts ein, was dagegensprechen sollte., seine Finger waren flink und die Klinge in seiner Hand war es ebenfalls. Mit einer maschienenartigen Präzision schnitt, hackte und filetierte er das Gemüse. Dann setzte er eine Pfanne auf den Herd und begann etwas Öl zu erhitzen. Beiläufig ließ er das Gemüse in die Pfanne gleiten, dann griff er in Einkaufstüte und zog Kokosmilch hervor, und setzte mit einer schwungvollen Bewegung eine zweite Pfanne auf den Herd. Es war noch etwas Zeit bevor er den Rest fertig machen musste. Er drehte sich um. „Es ist schrecklich unhöflich“, erwiderte er einen vergessenen Gesprächsfaden wieder aufnehmend und hob abwehrend die Hände, „mich hier ungefragt auszubreiten ist mir zwar furchtbar peinlich“, und das war es wirklich. Aber manchmal überkam ihn es ihn einfach. Besonders wen er hungrig war. Dann handelte er spontan, und unüberlegt. Insbesondere wenn das Essen schon in greifbarer Nähe war.


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Angelic Priestess

BeitragThema - Re: Kleiner Anbau   Sa 7 Okt 2017 - 2:39
 
Ein friedliches und entspanntes Lächeln umspielte die Lippen der blonden Priesterin, als sie auf die Frage ihres neuen Kollegen nickte. Nachdem sie ihre Zeit in Italien für verschiedenste Studien genutzt hatte, war sie schon sehr bald nach Cadysa gezogen. Hier hatte sie sich der kleinen Kirche angenommen und sie mit etwas Hilfe der Menschen hier wieder in einen vorzeigbaren Zustand gebracht. Sie selber war körperlich nicht die stärkste, zudem ihr ihre eigene Magie oftmals zusetzte, doch die Arbeit im Garten war etwas, dass sie dennoch sehr genoss. Neue Blumen zu pflanzen, die vorhandenen zu gießen und einfach nur die Sonne zu genießen waren Dinge, die sie beruhigten. „Ja, ich bin nun schon seit einigen Jahren hier. Aber es gibt keine bestimmten Fälle, auf die sie sich vorbereiten müssten, Mister de Clamecy,“ erwiderte sie schmunzelnd. „Die Wesen, die diese Kirche besuchen, haben ihre Herzen stets am rechten Fleck. Selbst, wenn sie es manchmal selber gar nicht zu merken scheinen.“ Für einen kurzen Augenblick senkte sich der Blick der Serafim, als sie über all die Gespräch nachdachte, die sie mit den Menschen hier schon geführt hatte. Über all die Personen, die sie auf ihrem Weg als Priesterin schon kennengelernt hatte. Und als ihre Gedanken in diese Richtung schwenkten, erinnerte sie sich daran, dass es wahrscheinlich angebracht wäre Mister de Clamecy darüber zu informieren, dass außer ihnen noch jemand in diesem Anbau leben würde. „Allerdings gibt es etwas, dass sie wissen sollten. Ich habe mich vor kurzem einem speziellen Fall angenommen,“ versuchte sie es so sachlich wie möglich zu erklären. „Ein junger Mann, der keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat und nun hier bei mir Zuflucht und Schutz sucht. Er lebt schon seit einigen Tagen hier mit mir, also erschrecken Sie sich bitte nicht, falls sie ihn sehen sollten.“
Während ihrer kurzen Unterhaltungen hatte sich der dunkelhaarige Engel in die Küche des Anbaus entfernt, wohin Sofiel ihm gefolgt war. Gerne hätte sie ihm mit seiner Wunde geholfen, doch leider besaß sie keinerlei Fähigkeiten mit denen sie ihn hätte heilen können. Als er ihr davon erzählte, dass er auch am kommenden Tag wieder im Krankenhaus – und im Gefängnis der Stadt – sein würde, nickte die Priesterin lächelnd. Sie hatte schon davon gehört, dass sich Mister de Clamecy hauptsächlich um die Seelsorge der Patienten und Gefangen kümmern würde, etwas, dass ihr mehr Zeit für die Dienste in der Kirche gab. „Natürlich. Bitte fühlen Sie sich ganz wie zu Hause,“ antwortete sie lächelnd auf seine Worte. „Sollte Ihnen der Anbau der Kirche reichen, steht es Ihnen gerne frei hier zu bleiben.“ Immerhin gab es hier genügend Platz und Sofiel war niemand, der diesen Platz für sich selber einnehmen würde. Das Büro und ihre privaten Zimmer reichten ihr, vor allem, da sie oftmals kaum in diesem Gebäude hier anzutreffen war. Und selbst wenn sie ihrem Körper des Nachts Ruhe und Erholung schenkte, war ihr Geist keineswegs anwesend. Denn sobald sie in einen tiefen Schlaf fiel, kehrte sie an die Seite ihres Herrn zurück.
Doch anstatt sich weiter in diesen Gedanken zu verfangen, schenkte sie ihre Aufmerksamkeit lieber dem dunkelhaarigen Mann, der sich beinahe verlegen mit dem Tuch die Wunde trocken tupfte. Es freute die Serafim, dass die beiden scheinbar gut miteinander auskommen würden, denn immerhin konnte es auch unter Priestern oftmals zu Schwierigkeiten kommen. Zumindest wäre es nicht das erste Mal für Sie, diese Dinge zu erleben. Auf seine Frage hin, ob sie auch noch etwas Essen wollen würde, verschränkte die junge Frau ihre Hände ineinander und nickte lächelnd. „Sehr gerne. Sie sollten demnächst darauf achten, auch ihrem körperlichen Wohl die entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken, die es braucht. Immerhin nützt es keinem wenn Sie sich selber vernachlässigen,“ erklärte sie lächelnd, ehe sie in die Küche hinein trat. Sie konnte die Müdigkeit des Mannes vor sich spüren als wäre es ihre Eigene, weshalb sich Sorge in ihre grünen Augen schlich. Doch nur für einen Augenblick. „Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen auch gerne beim kochen helfen. Sie müssten mir nur sagen, was genau ich tun sollte.“ Für Sofiel war es das Mindeste ihre Hilfe anzubieten, immerhin wollte sie Mister de Clamecy die Arbeit nicht alleine überlassen. Würde er sich allerdings dazu entscheiden, dass er keine Hilfe von ihr bräuchte, würde die blonde Priesterin auch das mit einem Lächeln hinnehmen. Sie freute sich schon beinah darauf, dass Gekochte des Dunkelhaarigen Engels zu probieren.
Auf seine Frage hin, ob sie trinken würde, schüttelte sie lächelnd den Kopf. „Nein, tue ich nicht. Aber bitte, tun sie sich keinen Zwang an,“ erklärte sie, während sie ihm den nötigen Platz gab um sich in der Küche auszubreiten. Interessiert verfolgt sie, wie er damit begann die Möhren zu schälen und zu zerlegen. „Und ja, ich esse Fleisch. Wenn auch nur in gemäßigter Weiße,“ fügte sie auf seine zweite Frage hin ihren vorigen Worten noch hinzu. Trotz, dass die Sonne inzwischen hinter dem Horizont verschwunden war und der Tag langsam zu seinem Ende fand, setzte bei Sofiel noch keine Müdigkeit ein. Sie genoss das lockere Gespräch mit ihrem neuen Kollegen und freute sich darüber, dass sie sich auf diese Weiße zumindest etwas kennen lernen konnten. Immerhin würden sie noch einige Zeit miteinander verbringen.
„Es kommt auf den Tag und die geplanten Dinge an, die ich erledigen muss, aber meistens wache ich gegen Sechs oder Sieben Uhr auf,“ erklärte sie, während sie interessiert mitverfolgte, wie der Dunkelhaarige eine der größeren Pfannen aus dem Schrank zog. Und als er sich schließlich zu ihr herumdrehte und ihr ein Lächeln schenkte, erwiderte sie dieses auf ehrliche Weiße. „Das denke ich ebenfalls. Auch Sie scheinen ihr Herz am rechten Fleck zu haben,“ erwiderte sie lächelnd. Mister de Clamecy würde sicherlich vielen Menschen in dieser Stadt helfen können. Egal ob nun im Krankenhaus, im Gefängnis oder hier in der Kirche. Und als sich eben jener ein weiteres Mal zu ihr herum drehte, abwehrend die Hände hob und ihr erklärte, dass es ihm schrecklich peinlich wäre sich auf diese Weiße innerhalb der Mauern des Gebäudes auszubreiten, entwich ihren Lippen ein entspanntes, leises Lachen. „Machen Sie sich keine Sorgen. Wie bereits erwähnt: Fühlen Sie sich ganz wie zu Hause,“ erwiderte sie während ihre grünen Augen wieder zu ihrem Gesprächspartner zurückfanden.


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BeitragThema - Re: Kleiner Anbau   Fr 13 Okt 2017 - 12:45
 
„Und was ist mit diesem speziellen Fall?“, fragte Cornelius ohne zu zögern, er musste alles wissen um sich darauf vorbereiten. „Geist, Dämon andere Ausgeburten der Hölle, oder verwirrte Seele?“, nicht das das einen unterschied machte. Ein verwirrter Geist war genauso gefährlich wie ein anderer Untote oder Dämonen. Wenn es sich um so einen handelte musste er eingreifen. Jemand der womöglich Leute gefährdete konnte man nicht einfach umherlaufen lassen. Oder war es doch etwas anderes? Die meiste Zeit seines Lebens hatte er damit zugebracht diese Wesen zu jagen. Natürlich gab es auch harmlose, gegen die er die Vorwürfe, die gegen sie erhoben worden waren hatte ausräumen können, doch sobald auch nur der leiseste Verdacht bestanden hatte, hatte er dafür gesorgt, dass sich dieser Verdacht nicht bestätigen würde. Mit der Zeit hatte er dann gelernt, nicht mehr voreilig irgendwelche Schlüsse zu ziehen, doch sein grundsätzliches Misstrauen gegen Wesen aus der Unterwelt und Untote blieb, und schließlich war es doch so ‚Better worry, then sorry‘
Cornelius betrachtete das Profil des anderen Engels einen Moment, dann zog er ein kleines Messer aus einer Halterung und schob es samt einem Brett zu ihr hinüber. Er drehte sich um und holte Tomaten und einen Apfel aus der Einkaufsbeutel und legte sie vor sie ab. „Das ist äußerst großzügig von Ihnen und ich weiß das sehr zu schätzen. Nicht jeder mag es Fremde in seinem Heim zu beherbergen. Wenn Sie dann die Tomaten würfeln könnte, wäre ich Ihnen sehr verbunden.“, änderte er schlagartig das Thema und vertiefte sich kurzzeitig wieder in seine Aktivitäten als Hobbykoch. Er mochte das Kochen sehr, und über die letzten Jahrzehnte hatte er sogar einiges an Fähigkeiten entwickelt, die ihm, in Kombination mit seinen anderen Fertigkeiten zu einem ziemlich guten Koch geworden. Vielleicht spielte da auch noch mit hinein, dass er so viel Zeit alleine, oder im Stress verbrachte, dass ein Abend, an dem er kochte, eine willkommene Abwechslung war. Einen Moment genoss er die Stille und hörte nur das prickeln des Öls in der Pfanne, und die Atemzüge von ihnen beiden, dann holte er eine weitere Pfanne hervor, schließlich einen großen Topf. Wasser in den Topf, Öl in die Pfanne, das eine mit viel Hitze, das andere ganz leicht. Dann ging er zur Einkaufstüte und holte eine Flasche Wein hervor. Er brat nicht um Hilfe, als er einige Momente brauchte um ein Glas und einen Korkenzieher zu finden, schließlich musste er es in Zukunft auch selber finden. Mit einem „Plopp“, entfernte er den Korken und Groß sich einen kleinen Schluck in das Glas, hob es an die Nase und schloss die Augen um seinen Geruchssinn zu schärfen. Er merkte wie seine Augen unter den Liedern brannten, denn er war nun schon lange unterwegs, und einen kurzen Moment genoss er das Nachlassen des Schmerzes in den Augen, ehe er vom Wein nippte, probierte was ihn erwartet hatte und schließlich den Wie hinunterschluckte. Ganz passabel für einen Supermarkt Wein, dass musste er zugeben.
„nun gut, dann bereite ich für Sie auch etwas zu“. Er ging zur spüle und wusch sich sorgsam die Hände ein weiteres Mal, ehe er das Hünchenfleisch aus der Tüte holte. Mit einem neuen scharfen Messer begann er das Filet in kleine Streifen zu schneiden. Anschließen panierte er sie in Mehl und legte das Ganze mit einer Prise Botten Gott eine Weile ein. Dann waren die Tomaten an der Reihe, sie kamen zu dem anderen Gemüse, allerdings erst später um sie nicht in Matsch zu verwandeln. Etwas mehr Kokosnusmilch hinzu. Dann riss er die Packung mit asiatischen Nudeln aus, und warf sie in das kochende Wasser. „decken Sie doch schonmal den Tisch und vergessen Sie die hier nicht“, sagte er zu seiner blonden Kollegin und hielt ihr zwei Packungen eingeschweißter Essstäbchen hin. Dann wandte er sich wieder dem Herd zu, würzte hier und da. „Und vielleicht wäre jetzt der richtige Zeitpunkt mir zu sagen, ob sie es scharf mögen.“, fügte er etwas abwesend an, während er die scharfen Gewürze inspizierte. Fast war alles soweit, es fehlte nur noch der Feinschliff. Ein versonnenes Lächeln hatte sich auf seinem Gesicht breitgemacht. Er hoffte ihr schmeckte eine Interpretation der Asiatischen Küche. „Setzen Sie sich doch schonmal hin, dann kann ich gleich servieren.“ Ihm fiel jetzt erst auf, dass in der ganzen Situationen noch etwas fehlte. Das heimelige, das Angenehme, das Wohlfühlen. Er schaltete ein paar der kleinen Standlichter an, die ein warmes Licht produzierten, dann griff er eine Kerze, die auf einem Schrank gestanden hatte suchte noch Streichhölzer und entzündete das Licht auf dem Esstisch. Er trat einen Schritt zurück und betrachtete das ganze selig, ein sanftes Lächeln in den Zügen.



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BeitragThema - Re: Kleiner Anbau   Mo 16 Okt 2017 - 12:43
 
Trotzt der Zärtlichkeit, mischten sich Sorge und Bedauern in den Blick der Priesterin, als sie ihre Finger ineinander verschränkte und an das Schicksal des weißhaarigen Mannes zurückdachte. Lange Zeit hatte sie zusammen mit Máirín versucht eine Lösung zu finden. Eine Lösung, in der Sharif es schaffen könnte seinen ewigen Frieden zu finden – doch der Grund weshalb seine Seele diesen verweigert hatte, war kein leichter. Auch die schwarzhaarige Banshee, die in der Nachwelt über die Seelen richtete, wusste nicht genau welchen Weg der weißhaarige schlussendlich gehen würde. Dort die Fäden des Schicksals zeigten alle in eine bestimmte Richtung: Und egal was passieren würde, so lange Sharif auf der Erde wandelte, würde er bei Sofiel Schutz finden. Sie war es, die ihm einen Ort geschenkt hatte, an dem er sich von deinen stetig kreisenden Gedanken erholen konnte.
Ein sanftes Lächeln zierte ihr Lippen, als sie auf den Boden hinab sah. „Er ist eine wiederbelebte Seele. Ein Geist, der aus dem Reich der Nachwelt wiedergekehrt ist, um seinen ewigen Frieden zu finden,“ erklärte sie, während sich ihre Finger aus der Verschränkung lösten und sie ihre Arme locker vor ihrem Körper verschränkte. „Während dieser Zeit, die er hier auf der Erde verbringt, steht er unter meinem Schutz. Deshalb lebt er hier in der Kirche. Es ist das mindeste, dass ich tun kann, denn seine Aufgabe muss er selbst erfüllen.“
Durch ihren gesenkten Blick merkte die Serafim auch nicht, dass ihr neuer Kollege sie einen Augenblick lang betrachtete, ehe er erneut das Wort an sie richtete. Ihre grünen Augen fanden erst zu ihm und dann zu dem Messer und dem Brett, dass er ihr freundlicherweise bereit gelegt hatte. Mit einem Lächeln auf den Lippen zog sie sich die Ärmel ihres Gewandes hoch und begann damit sowohl den Apfel als auch die Tomaten zu schälen und sie in kleine Würfel zu schneiden. „Es ist kaum der Rede wert,“ antwortete sie schmunzelnd. „Ich denke, es ist immer schön neue Bekanntschaften zu machen. Und nachdem sie einen solch langen Weg auf sich genommen haben, um hier zu arbeiten, freut es mich wenn ich ihnen einen Ort der Ruhe als Zuflucht anbieten kann.“ Der kleine Anbau neben der Kirche hatte auch Sofiel selbst schon lange als zuhause gedient. Hier erledigte sie die schriftlichen Aufgaben ihrer Arbeit als Priestern und hier kam sie des Nachts zur Ruhe. Wobei sie des Nachts nur eine menschliche Hülle war – denn ihr Geist, ihre Seele kehrte in den Himmel an die Seite ihres Herrn zurück. Dort konnte sie ihren Kräften freien Lauf lassen, Loblieder singen und die Stunden mit ihren Brüdern und Schwestern verbringen. Es war eine Zeit der Reinigung und der Heilung für sie. Denn auch wenn sie Welt viele Möglichkeiten offen hielt, konnte genau das einen schnell überfordern. Und auch die Serafim, die stets mit offenem Herzen durch die Welt zog, war davon keine Ausnahme.
Stille kehrte zwischen den beiden ein, während nur das Geräusch des Öls in der Pfanne und ihrer eigenen Arbeiten den Raum erfüllten. Nachdem die blonde Priesterin mit ihrer Aufgabe fertig war, beobachtete sie den dunkelhaarigen dabei wie er den zuvor angesprochenen Wein öffnete und sich einen Schluck genehmigte. Keine Sekunde verließ das friedfertige, sanfte Lächeln ihre Lippen, auch wenn sie langsam spürte wie die Erschöpfung des Tages sich in ihrem Körper ausbreitete. Es freute sie, dass ihr neuer Kollege für sie beide etwas zu essen zubereitete, denn so könnte sie sich an diesem Abend noch etwas stärken. Kraft, die sie für einen Alltag wie den ihren, immer gebrauchen konnte.
„Danke sehr,“ antwortete sie lächelnd, als er ihr erklärte, dass er ihr dann ebenfalls etwas Fleisch zubereiten würde. Und als er sie dazu aufforderte, schon einmal den Tisch zu decken, übernahm sie diese Aufgabe ohne noch etwas zu sagen. Schmunzelnd nahm sie die beiden eingeschweißten Tütchen entgegen, in denen sich die Essstäbchen befanden. Nur sehr selten hatte Sofiel diese genutzt um Essen zu sich zu nehmen, weshalb sie gespannt darauf war, ob sie es dieses Mal etwas besser schaffen würde als beim letzten Mal. Doch vorerst konzentrierte sie sich darauf den schlichten Holztisch zu decken. „Meine Vorliebe liegt zwar eher in der Milde,“ erklärte sie sanft, „aber ich habe auch kein Problem mit scharfem Essen.“ Als der Tisch schließlich fertig gedeckt war, folgte sie dem Vorschlag Cornelius' und setzte sich auf ihren Platz. Interessiert beobachtete sie ihn dabei wie er einige der Standlichter einschaltete und schließlich auch eine Kerze in der Mitte des Tisches entzündete. Wärme erfüllte den Raum und ließ den Abend, der die Sonne bereits hinter dem Horizont verschwinden ließ, weniger kühl erscheinen.


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