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 Umliegender Garten

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Nikolas

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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Fr 1 Sep 2017 - 0:22
 
Cornelius hörte schweigend zu. Er schwieg ebenso eine Weile, nachdem der Polizist geendet hatte. Cornelius gab nicht gerne einen wirklichen Rat, das war in der Vergangenheit viel zu oft schiefgegangen. Vielmehr bevorzugte er es den Leuten Denkanstöße zu geben, damit sie ihre Gedanken ordnen und ihre intimen Wünsche erkennen konnten. „Also“, begann Cornelius etwas gezogen, musst etwas über seine anfängliche Ratlosigkeit schmunzeln und fing sich dann. „Das Problem haben Sie doch schon klar identifiziert. Die Gedanken die Sie plagen entstammen mehr oder weniger offensichtlich dem Umstand, dass ihre Kollegen sie durch ihr Verhalten belasten. Das sie dann unbewusst nach schneller Abhilfe suchen und diese in lästerlichen Gedanken gefunden haben ist unglücklich, aber passiert. Ich kann das gut verstehen. Doch müssen wir beide eher darüber sprechen, wie sie das Grundproblem lösen können. Ich hege sonst die Befürchtung, dass aus lediglich bösen Gedanken auch böse Taten und Worte folgen könnten.“ Cornelius nickte, eher zu sich selbst. Seine Hände lagen verschränkt in seinem Schoß und er merkte wie die Sonne langsam den Horizont hinaufkletterte und versuchte ihren Weg durch die Wolkendecke zu finden. „Spreche wir zuerst über ihren Constable. Sie sagen er hat Potenzial und sie möchten ihn gerne halten. Ihr Gedankengang ist also positiv. Dann versuchen sie doch herauszufinden was ihn so umtreibt. Ich meine, ist er einfach von der Persönlichkeit her faul? Oder fühlt er sich nicht gefordert. Kommen Sie doch vielleicht erstmal ins Gespräch mit ihm. Und sollten Sie feststellen, dass dieser Mann einfach ungeeignet für diese verantwortungsvolle Aufgabe ist, dann wird es ihnen nicht schwer fallen die richtige Schlussfolgerung zu ziehen. So wie ihnen Gott eine Chance gibt sich zu ändern und dem gute zuzuwenden, so sollten sie es auch mit denen halten, die von ihnen Abhängen. Was ihrer Auszubildenden betrifft rate ich ähnlich. Führen Sie doch zuerst einmal ein Gespräch mit ihm, sagen sie ihm das, was sie mir gesagt haben und dann suchen sie eine Lösung. Stillstand gehört nicht zum Leitbild eines Christen, aber ich bin mir sicher Sie verstehen worauf ich hinaus möchte.“ Cornelius schwieg und lauschte. Dem Wind, dem rascheln des Grases. Er würde dem Polizisten Zeit geben über seine Worte nach zu denken.


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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Fr 1 Sep 2017 - 22:10
 
Wie üblich nach dem Rat eines weiseren Mannes als sich selbst horchte Amadeus in sich selbst hinein. Er gehört zu gleichen Teilen den beiden Spezies an, die Gott am liebsten hatte: Die Menschen und die Engel. Obwohl man da auch streiten konnte, aber wenn er sich so anhörte, was Cornelius zu sagen hatte, könnte er sich vor den Kopf schlagen. Im Prinzip hatte er so recht und ein leises Seufzen kam über seine Lippen, als er auf den Rosenkranz in seinen Händen hinunter sah. Im Prinzip war es so einfach... und doch dann wieder nicht. "Es fällt schwer, immer das Vorbild zu sein, ohne arrogant zu wirken. Gott weist uns allen den richtigen Weg und an seinem Plan ist nichts zu zweifeln. Aber ob ich stark genug bin, seinem Plan zu folgen..." War es denn auch Gottes Plan, dass er als ein Halbwesen zur Welt gekommen war? Aber andererseits, hätte der Herr zugelassen, dass er überhaupt hätte geboren werden, wenn er nicht gewollt wäre? Nein, den Gedanken wischte der Nephilim ganz schnell beiseite. Gott hätte ihm kaum so viel geschenkt, würde er ihn nicht genauso lieben wie jeden anderen. Außerdem wäre doch dann Cornelius nicht so hilfsbereit ihm gegenüber, schließlich würde als Engel merken, wenn er... nun ja, schlecht wäre.
"Mit dem Constable habe ich schon so manches Gespräch geführt, aber ich finde einfach nichts, womit ich ihn schließlich doch motivieren könnte. Er ist ein unglückliches Kind, Pater... Der Herr hat seine Mutter und ihn schwer geprüft und auch, wenn er durch die moderne Robotik ihm ein neues und barrierefreies Leben schenken konnte, so... trägt er schwer an der Technik in seinem Körper. Ich denke, gerade diese Belastung seiner Seele ist es, die ihn faul werden lässt. Ich schwanke sehr oft zwischen der Strenge, die ich als Dezernatsleiter aufbringen sollte und der Vergebung, die ich als Christ üben sollte. Ich bin mir... unsicher, ob ich die Stärke besitze, ihn richtig anzuleiten. Ich hatte noch nie einen Fall wie den seinen. Das ist wohl der unchristlichste und am meisten lästerliche meiner Gedanken, dass ich zweifle, dass der Herr mir mehr Prüfungen auferlegt als ich tragen könnte. Macht mich das zu einem schlechten Christen, Pater?" Manchmal zweifelte auch Amadeus ernsthaft, wobei das nie lange gehalten hatte. Aber seine Arbeit kam nicht selten in Konflikt mit seinem Glauben. Er musste leise lachen. "Ich bin schon seltsam... Ich wollte seit meiner Schulzeit nichts anderes als Polizist werden, ich habe sehr hart gearbeitet, um an meine Position zu kommen. Und jetzt sitze ich hier und suche Rat, weil ich überfordert bin..." Die Sonne kam immer mehr hervor und es versprach, ein wirklich schöner, warmer Tag zu werden. Ein Tag, an dem man sicher lieber anderes tat als zu arbeiten, aber so war das Leben von Amadeus eben. Arbeit bestimmte einen Großteil davon... "Mein Auszubildender hat von anderen Kollegen schon manchen Tadel abgeholt und ich bin immer sehr geneigt, ihn in Schutz zu nehmen. Sie würden ihn mögen, Pater. Auch wenn er sich manchmal nicht zügeln kann, er ist ein herzensguter junger Mann. Nur, wie soll ich ihm klar machen, dass er mehr Energie in seine Ausbildung stecken muss? Dann müsste seine Frau weniger Zeit in ihre Karriere investieren, was sie nicht machen wird. Ich wäre ihm wirklich gern eine Stütze, aber es ist schwierig, zumal er mit... gewissen Problemen zu kämpfen hat, mit denen die Menschen sich nicht herumärgern müssen" Amadeus biss sich etwas auf die Unterlippe. Sollte er Cornelius davon erzählen, dass Rokuro ein Werwolf war? Eigentlich hatte das ja mit seinem Konflikt nichts zu tun. "Ich will ihm wirklich eine gute Ausbildung ermöglichen und gerade, weil seine Familie ihn nicht ganz so würdigt, wie sie sollte, will ich ihm auch helfen, sich geschätzt zu fühlen. Aber das fällt mir mit jedem Patzer schwerer... Er ist ein guter Junge, wie finde ich wieder auf den Weg des Verständnisses zurück, Pater? Gott würde mich nie verlassen, das weiß ich aber... er macht es mir im Moment nicht leicht. Bitte verzeihen Sie, ich wollte den Namen des Herren sicher nicht missbilligend nutzen oder seinen Boten in Misskredit bringen", fügte er hastig an. Er hatte Cornelius nicht beleidigen wollen, der Pater hatte etwas sehr hoheitliches und so unglaublich ätherisches an sich, dass Amadeus sich zügeln musste, nicht einfach auf die Knie zu fallen. Mit Sofiel erging es ihm ja nicht anders, Engel hatten... eine ganz besondere Wirkung auf ihn. Er wollte so sein wie sie... vielleicht wollte er so sein wie der Pastor ihm erschien.
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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   So 3 Sep 2017 - 10:20
 
Cornelius legte den Kopf leicht schräg als Amadeus seine Gedanken aussprach. Ihn verblüffte diese Demut und Gottesfurcht, wusste er doch, dass es so etwas selten gab und die Leute das Verhältnis eher so läppisch gestalteten. „Zu wissen, dass die Aufgabe die man übernommen hat eine Schwere ist, ist ein erster Schritt.“ Sie stellen sich die richtige Frage und prüfen Ihr Herz auf den richtigen und wichtigen Dingen, das macht Sie zu einem starken Menschen.“, lobte Cornelius. „Doch Zweifeln Sie nicht am Plan des Herrn. Folgenden Sie dem Instinkt für das Gute. Den der Herr lebt im Herzen derer, die ihn lieben. Der Zweifel wird oft zum schlechten Ratgeber. Zögern Sie nicht eine Entscheidung zu treffen, die aus dem Herzen kommt, denn diese kommt von Gott und ist durch ihn geheiligt.“, fuhr Cornelius fort, mittlerweile wurde ihm klarer, was seinem Schutzbefohlenen ängstigte. Er spürte wie schwer er an seiner Aufgabe trug und doch war er zufrieden mit dessen Handlungen, zumindest konnte er bis jetzt kein Verhalten erkennen, dass eine Beichte nötig gemacht hätte. Aber vielleicht wartete der eine oder andere Brocken noch auf ihn, damit rückten die Leute sowieso erst nach einer Weile raus und dann kam es meist sehr heftig. „Sie scheinen ja doch eine Vaterfigur für Ihre Mitarbeiter zu sein und sorgen sich wie es gute Eltern nun mal machen, Sie plagen sich in sorgen, wie gute Eltern es tun, Sie kämpfen um jede Entscheidung und gehe mild mit ihren „Kindern“ ins Gericht und Umsichtig, Amen, das Werk eines Kind Gottes. Doch noch kein Problem ist gelöst. Denn die Verantwortung die Sie tragen gilt in erster Line den Menschen, die sie schützen sollen. Ich kann ihnen schlecht sagen, wie sie mit diesem spezifischen Mann umgehen müssen, ich kenne ihn nicht einmal, weswegen ich nur wiederholen kann: Finden Sie die Ursache seiner Faulheit und wenn sie sie gefunden haben, dann reißen sie sie samt Wurzel aus, wenn die Wurzeln nicht zu tief sitzen. Doch machen sie das nur mit Anleitung. Ich bin Priester und kümmere mich um die Seele und Ärzte kümmern sich um Körper und Geist. Was ich sagen will ist einfach, probieren Sie es weiter, seinen Sie umsichtig, aber fahren Sie mehrgleisig, finden Sie heraus was die Ursache des Problems ist. Es wird dann klarwerden, ob dieses lösbar ist. Scheuen Sie sich nicht davor auch Schritte in Erwägung zu ziehen, von denen sie meinen sie seien falsch. Es geht bei ihrem ganz Tun und Handeln um ein Ziel. Dem Schutz der Bevölkerung. Nichts anderes ist so wichtig. Wenn Sie die Bevölkerung nicht effizient schützen können wird man sie in Frage stellen und an ihrer Existenz sägen, dann kommt nach ihnen einer, der vielleicht nicht so umsichtig und gutherzig so seinen Untergebenen ist.“
Cornelius setzt sich etwas gemütlicher hin und rückte die Stola etwas zurecht, da das lilane Stück Stoff, mit den Gold Stickereien im Dreck zu schleifen drohte. Nachdem er sie mehr oder minder in seinem Schoß eingerollt hatte, rückte er sich noch mal zurecht. Die Bank hatte eine schiefe Latte, die in sein Rückgrat drückte. Das würde er reparieren müssen, morgen vielleicht, heute war noch viel zu tun.
„Es ist doch nichts Verwerfliches daran, sich Rat und Beistand zu holen, solange man noch kann. Sie haben doch noch alle Fäden in der Hand. Sie haben alles was sie belastet in der Hand, so wie wir alle in der Hand unseres Herrn sind. „Be Ihrem Auszubildenden fällt es mir schwer zu intervenieren. Ein Kind ist ein Geschenk Gottes und sollte als solches behandelt werden, aber natürlich verstehe ich den Gedankengang, den sie haben. Ein Kind in die Welt zu setzen geht mit Verantwortung einher und dies in einer schwierigen Lebenssituation zu tun, ist mehr als unverantwortlich und zeugt von Fahrlässigkeit. Nun ist es aber so. Woran liegt dieses andauernde Fehlverhalten. Kann er sein Kind über den Tag nicht angemessen betreuen, oder ist er übermüdet, weil das Kind ihm den Schlaf raubt. Oder ist es noch etwas anderes? So wie Sie mir Ihr Verhalten schildern, füllen sie die Rolle eines Christen wunderbar aus, doch ein Mensch stößt eben an seine Grenzen. Es scheint mir ganz auf eine fundamentale Entscheidung hinaus zu laufen. Wenn Sie keinen leichten Weg gehen wollen, müssen sie die Probleme ihrer Angestellten lösen. Das Risiko ist hoch, nicht abschätzbar, es winkt nicht unbedingt Dankbarkeit und die Gefahr unangenehme Abhängigkeiten aufzubauen ist ebenso nicht zu unterschätzen. Sie haben viel zu verlieren, aber ebenso viel zu gewinnen. Ich kann ihnen diese Entscheidung nicht abnehmen. Ich kann nur für Sie beten, wenn sie das etwas beruhigt. Haben Sie den Mut ihre Zweifel zu zulassen, aber haben sie auch die Stärke aus dem Zustand des Zweifels, in den der Gewissheit zu entfliehen. Das ist ein menschliches Privileg.“ Cornelius sah leicht zu ihm hinüber und wollte sehen, wie er reagierte. Oder ob ihm noch etwas auf dem Herzen lag. Vielmehr konnte und wollte Cornelius zu dem Problem nicht sagen. „Es ist nichts passiert, ich sehe keine lästerlichen Gedanken oder bösen Äußerungen an Ihnen, nur einen ganz normalen Mann mit ganz normalen Problemen“, schloss Cornelius. Für ihn war klar, dass hier nichts Unrechtes geschehen war. Aus seinem Gesprächspartner sprach die Sorge und die Belastung, nicht aber das Böse, und so konnte er keine Schuld an ihm finden. Innerlich sprach er die Einsetzungsworte. Und bat den Herrn um Erleichterung für diesen Mann. „Liegt ihm sonst noch etwas auf dem Herzen“, fragte er dann freundlich.


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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Mo 4 Sep 2017 - 19:14
 
Im strengen Sinne erzählte der Pater ihm nichts neues. Aber Amadeus freute sich aufrichtig über jeden Rat und dachte über die Woche seines neuen Priesters nach. Sicher, er hatte schwere Verantwortung, aber wenn er sie nicht trug, wer dann? Letztlich war niemand für den Job besser geeignet als er. Am Ende setzten sie sonst einen Teufel für ihn ein, der weit weniger nachsichtig war. Und letztlich hatte Cornelius Recht: Er musste die Bevölkerung schützen, auch wenn das verlangte, dass er jemanden entlassen musste, wenn es eben sein musste. Er musste auf die Liebe Gottes in seinem Herzen vertrauen, dass hatte ihn schon immer weit gebracht. Ja, Gott würde ihm schon den richtigen Weg weisen.
Ein Lächeln, ein befreiender Seufzer und Amadeus sah den Priester aus seinen blauen Augen an. "Danke, Pater. Sie haben Recht, ich sollte auf die Stimme in meinem Herzen hören, denn das ist die Stimme des Herren. Er wird mich nie allein lassen und er wird mir den richtigen Weg weisen. Ich will beide Männer gerne in meinem Team halten, ich werde aber nicht darum herum kommen, eine Entscheidung zu treffen. Das gehört nun mal dazu, selbst in einem kleinen Dezernat wie Cadysa... Selbst wenn man so jung wie ich Dezernatsleiter geworden ist" Vielleicht war auch das, was ihn plagte. Er hatte einen festen Glauben und auch Pater de Clamecys Versicherung, er wäre ein guter Christenmensch beruhigte ihn. Er war nicht schlecht oder gotteslästerlich, nur weil er Gedanken hatte, die nicht unbedingt dem guten Christen entsprachen.
Als dann aber Cornelius fragte, ob ihm noch etwas auf dem Herzen lag, biss sich Amadeus wieder auf die Zunge. "Ich... wage es kaum zu fragen, es hat weniger mit meinem Seelenheil zu tun, aber... Pater, sagen Sie, sind Sie ein Bote Gottes? Ein Engel?" Er sah ihn etwas unsicher an, fragend, mit denselben blauen Augen, die damals Pater Reisinger in Kapelleramt gefragt hatten, ob Jesus Chrisus wirklich ein Mensch gewesen war, der aber gnädiger und vergebungsvoller gewesen war als alle Menschen vor und alle Menschen nach ihm. "Sie müssen natürlich nicht antworten, ich meine... Die Pastorin ist selbst ein Engel und... die Kraft, die sie ausstrahlt, ist der Ihren sehr ähnlich. Ich fühle mich wohl in der Gegenwart von Engeln weil... ich schätze, das liegt an meiner Herkunft, Pater. Vielleicht weckt die Gegenwart eines Engels einen Teil in mir, den... ich nicht begreifen kann, den meine menschliche Hälfte nicht fassen kann und... vielleicht auch nicht fassen sollte. Ich habe Kräfte, die ich einsetze, um Gutes zu wirken, aber die... wie vermutlich alles in der Welt, zum Bösen eingesetzt werden könnten. Gott mag mich auch dadurch auf eine Probe stellen. Was ich eigentlich sagen will, Pater... Ein Engel ist für mich etwas großartiges, etwas wundervolles... nicht fassbares und doch sitzen Sie vor mir und... sind näher mit dem Herren verbunden als ich es vielleicht je könnte" Ob Cornelius vielleicht auch viel älter war als er schien? Möglich wäre es ja... hatte er vielleicht den Sohn Gottes selbst gekannt? Hatte er Gott... gesehen? Nein, das konnte nicht sein, man sollte sich kein Bild vom Herren machen. Er ist in allem und gerade, weil man kein Bild von ihm hatte, konnte man Gott überall finden. Nein, er durfte und würde Cornelius nicht nach Gottes Bild fragen. Denn diese heilige Regel würde nicht gebrochen.
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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Fr 8 Sep 2017 - 22:33
 
Cornelius war mehr als zufrieden mit dem Gespräch, bis jetzt. Was sollte er auch anderes tun als zu zuhören und seinem Gesprächspartner einige Denkanstöße zu vermitteln? Eine wichtige Entscheidung musste aus dem Herzen kommen und vom Herzen getragen sein. Aber wer sollte das Herz eines Menschen besser kennen außer Gott? Niemand kannte die Schafe auf der Weide besser als der Hirte und so wusste Gott ganz natürlich was in den Köpfen der Menschen vorging. Nein er versuchte sogar manchmal Einfluss zum Guten zu nehmen, was man wohl Intuition oder Eingebung nannte. Und eben jener Eingebung war es zu verdanken, dass sein Gegenüber Gottes Plan für ihn erkannte. Ein Erfolg? Nicht unbedingt. E gehörte schlicht zu seinen Aufgaben den Menschen ihren Weg zu zeigen, vor allem den Weg, der sie näher zu Gott bringen würde. „Wenn Sie darüber in Zukunft oder über andere Dinge reden wollen, scheuen sie sich nicht mich anzurufen oder sonst wie Kontakt mit mir aufzunehmen. Meine Kontaktdaten stehen auf der Webseite des Krankenhauses, da ich ja dort der neue Seelsorger bin. Machen Sie jedoch besser vorher nie einen Termin aus, oder kommen sie am Sonntag hier her. Ein Notfall kann natürlich immer dazwischenkommen, aber ich denke das kenne sie auch aus ihrem Berufsbild.“, schloss Cornelius. Ein solch frommer Mann wie Amadeus würde sicher öfters das Bedürfnis mit ihm oder seiner Kollegin zu sprechen und je nachdem bei wem von ihm es einfacher war über unangenehme Themen zu sprechen, musste man eine Möglichkeit des Kontaktes bieten, das war doch vollkommen klar.
Als Amadeus doch etwas herum druckste war jedoch Cornelius Neugier geweckt und er drehte sich etwas zu seinem Gesprächspartner um ihn anzusehen, er wollte wissen woher die Frage kam. Einfache Neugier, oder verbarg sich dahinter vielleicht noch etwas anderes. Etwas tiefer ging. An sich war die Frage schnell beantwortet, aber die Intention der Frage selbst blieb, ein Rätsel. „Nun, ja, ich bin ein Engel. Kein wirklich alter, denn ich habe nicht einmal tausend Jahre vollendet. Aber bitte kein Neid, ich bin dem Herrn manchmal nahe und doch oft sehr fern. Manchmal spüre ich mich beflügelt, manchmal spüre ich aber auch nichts und fühle ich mich alleine. Mich unterscheidet nicht so viel von einem Menschen. Ich irre, ich verrenne mich. Vielleiht ist das mein Erbe, das mir meine menschliche Herkunft mitgibt. Auch ich muss darum kämpfen nicht der Versuchung zu erliegen. Sehen sie mich nicht als Heiligen, das bin ich nicht. Ich bin mir lediglich meinem Platz in der Welt bewusst. Ich weiß nicht ob Ihnen das hilft, aber so ist es nunmal. Andere Engel sind vlleicht anders, so bin ich jedoch nunmal.“ Jetzt musste Cornelius lächeln. Er war gespannt wie sein Gesprächspartner reagieren würde. Dieses Geständnis würde ihn wahrscheinlich eher unverhofft treffen.


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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Mi 13 Sep 2017 - 9:39
 
Amadeus fühlte sich klarer, befreiter. Er war schon oft wegen seinem Glauben und der Praktizierung seines Katholizismus ausgelacht worden, aber nach solchen Gesprächen und Momenten war ihm wieder bewusst, warum er so in seiner Tätigkeit für die Kirche und in ihrem Schoß aufging. Weil er sich mit jedem Problem an sie wenden konnte ohne fürchten zu müssen, dass man über ihn urteilte. Selbst ein Psychologe konnte das nicht so gut vermitteln.
"Wir werden uns sicher öfter sehen, Pater. Die Kirche und die Gemeinde sind mir sehr wichtig und ich engagiere mich nach Möglichkeit gerne. Sie sind also der neue Seelsorger der Klinik? Leiten Sie dann dennoch die Messen am Sonntag?" Es war immer ein Trost, wenn man wusste, dass die Menschen in schlimmen Zeiten nicht alleine waren. Und wer war schon besser geeignet um Trost zu spenden, als ein Pater, der gleichzeitig ein Engel des Herren war?
Auch wenn Pater de Clamency es gleich etwas runterspielte. Bescheidenheit war wohl einer seiner löblichen Züge... Und es schien, als wäre er selbst einmal menschlich gewesen. Wäre es vielleicht möglich, dass auch Amadeus seine Menschlichkeit zur Gänze ablegen könnte und ein Engel... Der Polizist schüttelte etwas den Kopf, was dachte er da?! Es war lästerlich das Geschenk des Lebens, dass Gott ihm gemacht hatte, ändern zu wollen. Aber der Pater hatte ihm auch gerade gesagt, er brauche sich seiner Gedanken nicht zu sehr schämen. "Menschlichkeit ist denke ich das, wofür Gott uns schuf... Wenn er Sie berufen hat, sein Bote zu sein, so wird er gewusst haben, dass Sie mehr als nur Menschlich sein können" Wieder sah er ihn aus den himmelblauen Augen an. "Aber es... beruhigt zu wissen, dass auch Engel ihre Sorgen haben und... sich mit der Menschlichkeit abmühen. Ich denke, ich sollte nicht zu sehr nachbohren... ich bin, wer ich bin, da stimme ich Ihnen zu. Und wenn Gott mich als Halbblut wollte, so wird das seinen Sinn haben. Er hat mir das Leben geschenkt, so wie es ist und so sollte ich es annehmen. Nur manchmal... wüsste ich gerne, wie der, der sich mein körperlicher Vater nennen muss, so ist. Ob und was er mir vererbt hat, ob er... nun ja, von mir wusste oder wie es überhaupt dazu kam..." Der Nephilim seufzte tief. "Mir macht es unnötig zu schaffen, schätze ich... ich kann es ja nicht ändern, es liegt in Gottes Hand, wem wir begegnen und wem nicht..."
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Fangzähne, stechende Augen, Lippenpiercing (rechts)

Ruf in der Stadt :
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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Di 20 Feb 2018 - 16:36
 



Asher & Sofiel
Donnerstag, 14. Juli | Auf dem Weg zur Kirche | 17 Uhr abends

Alicia du kleines, arrogantes, einfältiges Miststück.
Sie war tot. Sie hatte ihr süßes kleines Leben vollkommen vergeudet und es war Asher nicht einmal gewährt gewesen derjenige zu sein, der es ihr nahm. Was fällt dir eigentlich ein, Püppchen? Einfach vom Dach gesprungen war sie, als wären ihr plötzlich Flügel gewachsen, das kleine Naivchen. Dabei hatten sie doch so eine intime Beziehung aufgebaut. Er war untröstlich. Und er hatte die Tragödie auch noch live mitverfolgen dürfen.
Ein tiefes Knurren drang bei den Erinnerungen an ihren Sprung aus seiner Brust empor, als der Dämon sich die Kapuze des schwarzen Hoodies über den Kopf zog, den er sich übergeworfen hatte. Noch immer hauste in ihm die Unruhe des Entzugs von Blut, doch als er sich vor kurzem auf den Weg zum Krankenhaus gemacht hatte, hatte er sich selbst für nüchtern genug erklärt um seinem süßen Püppchen einen Besuch abzustatten. Immerhin war es ja schon so furchtbar lange her, dass sie sich gesehen hatten. Er erinnerte sich an die teuflische Vorfreude die in ihm gehaust hatte, als er sich durch den Wald zum Stadtrand gestohlen hatte, um von dort aus Alicias benebelnder Duftnote zu folgen. Ihre Spur war durch die lange Zeit, die der Dämon gebraucht hatte um seinem Blutentzug nachzugehen, bereits sehr verblasst gewesen, doch nichts konnte die Nase des Teufels täuschen, nachdem er seine Beute das erste Mal gerochen hatte.
Und diese war verfickt nochmal einfach ohne ihn draufgegangen. Wenn er auch nur einen Augenblick früher dagewesen wäre, dann hätte er das gesamte Krankenhaus in Aufruhr setzen und sich direkt zu ihr auf Station begeben können. Selbst wenn ihm danach gewesen wäre, nur ihr persönlich einen Besuch abzustatten und durch ein Fenster bei ihr einzusteigen, so wäre ihm dies ein Leichtes gewesen. Er konnte sich bildlich ausmalen welches Gesicht sie gezogen hätte, wenn sie ihn wiedergesehen hätte. Wo auch immer sie sie aufbewahrt hatten, seine Nase hätte ihm den Weg geleitet.
Wut tobte in ihm. Eine Wut, die sehr tief und bereits sehr lange brodelte und die sehr, sehr viele Konsequenzen nach sich ziehen würde. Das brennende Gelb seiner Augen loderte unter der Kapuze auf, als seine Stiefel ihn immer näher an das verfluchte Gotteshaus trugen, das sein neues Ziel war. Bei seinem nächsten leisen Knurren kamen kurz seine Reißzähne zum Vorschein, die nach langer Zeit wieder ungewohnt weiß und ohne jegliche Blutflecken waren, als er die Geschehnisse seines Kerkers noch einmal Revue passieren ließ. Der Dämon war nicht untätig gewesen, während er in den letzten Wochen die Finger von jeglichen Blutreserven gelassen hatte. Er hatte in Erfahrung gebracht, wer zum Teufel ganz genau für den Verlust seiner Jagdbeute verantwortlich war: Das blonde Flügelviech hieß mit Namen Sofiel de Arriens und war eine gottverdammte Kirchenpriesterin. Fast musste er erneut lachen, als er sich daran erinnerte. Was hatten Engel denn auch immer für schnöde Namen. Doch mehr Informationen hatte er gar nicht gebraucht, denn die widerliche Note von Engel, die noch Tage später in seinem steinernen Kerker in der Luft gehangen hatte, hätte er unmöglich vergessen können. Es hatte viel zu lange dort unten nach ihr gestunken.
Da kam das Gebäude jedoch auch schon in Sichtweite. Und für einen Moment blieb der Teufel stehen, verwurzelt, verankert am Boden. Seine Muskeln verhärteten sich unter seiner Kleidung und sein Kiefer spannte sich an, als seine Augen unruhig das Gelände scannten. Er hasste diesen Ort. Er hasste ihn mit allem was er hatte, er konnte es verdammt nochmal spüren, dass er hier nichts zu suchen hatte. Allerdings meisterte er es dieses belastende Gefühl recht schnell mit dem Hass in ihm zu übertönen, der noch viel größer war und einem ganz bestimmten Engel gebührte.
Da war sie. Nicht zu übersehen mit dem ganzen hellen Scheiß, den sie mit sich herumtrug. Ihm fiel gleich darauf auf, dass sie gar nicht so viel Helles trug, sondern es vielmehr das Kruzifix war, das ihr um den Hals hing und dem Dämon entgegen strahlte, da die Sonne sich darin für einen Augenblick spiegelte. Wollte ihm die Sonne einen Streich spielen? Er kniff die Augen zusammen und bewegte sich leise um den Garten herum, bis er ihr so nah gekommen war, wie es ihm möglich war ohne das Grundstück zu betreten. Währenddessen hatte er seine finstere Aura schön für sich behalten, um sich noch nicht verfrüht preiszugeben - doch nun sie er sie sich frei entfalten. Er befand sich nun nahezu neben Sofiel, nur getrennt durch ein paar hübsche kleine Blümchen und den Gartenzaun.
"Hey Blondie." Mit einer fließenden Handbewegung kämmte er sich die Kapuze vom Haar und ein paar Strähnen fielen ihm in die Augen, als er seine Hände in die Hosentaschen gleiten ließ, die Beine überkreuzte und sich gegen die mannshohe Säule der Eingangspforten des Gartenzauns lehnte. Ein fast schon unmenschlich breites Grinsen lag auf seinem Gesicht, das kein Geheimnis aus seinen Reißzähnen machte, als er eine Hand aus der Hosentasche nahm und mal kurz zu ihr herüberwinkte. "Lange nicht gesehen." Seine Stimme war zwar von Natur aus tief, doch nun klang sie fast täuschend freundlich. Unnatürlich freundlich. Seine Augen blitzten einladend auf.



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Angelic Priestess

BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Di 20 Feb 2018 - 17:33
 
14. Juli | Kirche, Umliegender Garten | 17:31 Uhr | mit Asher

Mit geschlossenen Augen saß die blonde Priesterin da, verschränkte ihre Finger ineinander und lauschte den leisen Stimmen der Natur. Umgeben von unzähligen, farbenfrohen Blumen und dem warmen Licht der Sonne fühlte sie sich, als würden ihre Sorgen für einen Moment verschwinden. Doch das taten sie nie lange. Ihre eigenen Wunden verheilten gut, sodass sie ihren Arm wahrscheinlich schon bald wieder normal bewegen können würde – doch sie sorgte sich um das blonde Mädchen, welches nur knapp dem Tod entkommen war.
Wäre Zenva an diesem Tag nicht da gewesen um die Behandlung der Meerjungfrau zu übernehmen, wäre sie ihren Wunden sicherlich erlegen. Doch es schien, als hätte ihr Herr noch andere Pläne für das Mädchen – denn soweit es Sofiel bekannt war, hatte die junge Meerjungfrau die Operation gut überstanden und ihre Wunden waren dabei langsam zu verheilen. Jedoch... sorgte sich die Priesterin auch um den geistigen Zustand des Mädchens. Sofiel selber war nur für einen sehr kurzen Zeitraum in Kontakt mit dem rothaarigen Teufel gekommen, doch schon während dieser kurzen Momente hatte sie zu spüren bekommen, welch böse Kraft in ihm hauste.
Sie öffnete sie Augen und ließ ihr Grimoire vor sich erscheinen, ehe sie die Seite mit jenem Siegel aufschlug, welches den Teufel für kurze Zeit gefesselt hatte. Ihre Macht war keineswegs zu unterschätzen und doch hatte es diese Bestie geschafft, sich aus dem Siegel schon nach kürzester Zeit zu befreien. Das Siegel hatte nicht einmal bis in die frühen Morgenstunden gehalten, obwohl es mit ihrem eigenen Blut verstärkt worden war.
Für einen stillen Moment strichen die Finger der Priesterin über die geöffnete Buchseite. Was würde es brauchen um den Dämon für ewig zu versiegeln? Wäre sie überhaupt dazu in der Lage?
Fragen auf welche sie wohl vorerst keine Antwort bekommen würde. Doch es beruhigte sie in Hinblick auf die Situation etwas, dass Zenva ihr versprochen hatte, nicht weiter nach den Umständen über Alicia's Zustand nachzufragen. Und sich vor allem auch aus ähnlichen Fällen herauszuhalten. Während des Gesprächs hatte sie sehen können, wie schwer es ihm gefallen war, dieses Versprechen einzugehen, doch im Endeffekt war es nur zu seinem Schutz. Und zum Schutz aller, die ihm am Herzen lagen.
Ein leises Seufzen entwich den Lippen der Priesterin, als sie sich schließlich von ihrem Platz zwischen den Blumen erhob und sachte den Kopf schüttelte. Egal wie viele Gedanken sie sich im Stillen über die Situation und ihre Umstände machen würde, würde sie vorerst wohl keine Lösung oder gar Antwort auf ihre Fragen erhalten. Das  Grimoire verschwand, während sie ihren Blick für einen Moment auf das Kirchengebäude richtete.
„Vielleicht... sollte ich versuchen mich als erstes auf die Aufgaben hier zu konzentrieren,“ murmelte sie leise, während sie sich mit ihrer unverletzten Hand durch eine der langen, blonden Haarsträhnen strich. Doch grade, als sie einen Schritt in Richtung der Kirche setzten wollte, wurde ihre Aufmerksamkeit auf etwas vollkommen anderes gelenkt. Sie spürte eine Wut und einen Hass stärker als alles was sie bisher verspürt hatte – und sie spürte wie diese Empfindungen näher kam. Sofiel war sich fast sicher zu wissen, wem diese Emotionen gehörten und wer dort nach ihr suchte.
Sie spürte, wie die Wunde an ihrem Arm anfing zu pochen, als sie einen Schritt zurück machte, doch ehe sie hätte reagieren können, stand er am Rande des Kirchengeländes. Augenblicklich durchfloss Anspannung den Körper der Priesterin, als den Teufel dabei beobachtete, wie er sich die dunkle Kapuze vom Gesicht strich und sich beinahe entspannt an den Eingang zum Garten lehnte. Es war ihr anzusehen, dass sie nicht damit gerechnet hatte, dass ein Dämon wie er sich jemals so nah an ein heiliges Gotteshaus heran trauen würde. Doch noch weniger hatte sie mit den Worten gerechnet, die nun ihr Gehör erreichten.
Lange nicht gesehen. Die blonde Seraphim konnte nicht behaupten, dass es sie gestört hätte, wenn sie diesem Teufel niemals wieder hätte begegnen müssen – immerhin hatte sie gesehen, was er dem Mädchen in jener Nacht angetan hatte. Hatte die Wunden auf ihrem Körper gesehen und hatte mitbekommen, wie sehr sich Zenva verausgabt hatte um sie überhaupt retten zu können.
Ihre unverletzte Hand legte sich um den heiligen Rosenkranz der ihren Hals schmückte, während ihre Augen sich verdunkelten und sie den ihrerseits Teufel niemals aus den Augen ließ. Sie hatte gesehen wie schnell er sein konnte – und wenn er sie angreifen würde, müsste sie schnell reagieren. Vor allem, da sie noch immer verletzt war. „Stimmt. Und ich kann nicht behaupten, dass es mich freut, einen Teufel wiederzusehen,“ gab sie kalt zurück. Ihre Stimme, die sonst für andere warm und mitfühlend erklang, hatte inzwischen jegliche Regung an Emotionen verloren. Sie wusste nicht warum dieser Teufel hier war und wenn sie ehrlich war, war sie auch nicht darauf aus es herauszufinden. Sie wusste nur, dass sie vorsichtig sein musste. Sehr vorsichtig. Dass sich im Moment niemand anderes außer ihr auf dem Grundstück der Kirche aufhielt, kam ihr wie ein Wunder vor. Wenn nur sie in Gefahr war, dann konnte sie damit umgehen – doch sie würde es nicht ertragen, wenn andere wegen ihr verletzt werden würden.


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Gerüchten zufolge nur ein erfundenes Monster, löste den Waldbrand aus

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Run Forrest, Run.

BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Di 20 Feb 2018 - 18:33
 


Asher & Sofiel
Donnerstag, 14. Juli | Cadysas Kirche, neben dem Garten

Seine Erinnerungen an die Nacht, in der er die Blonde das letzte Mal gesehen hatte, waren verschwommen und standen stark in Verbindung mit dem intensiven Geruch und Geschmack von Blut. Er hasste es das zugeben zu müssen, aber es war verdammtes Glück gewesen, dass Zephyr vor Ort gewesen war. Seine Blutsucht war bereits seit über zwei Monaten aktiv gewesen, es hatte seine gesamte Existenz eingenommen - Zephyr war es zu verdanken, dass der Dämon eine Chance bekommen hatte, sich aus dem Rausch zu reißen. Nach der geraumen Zeit, die er sich nun hatte ausnüchtern müssen, war es nahezu ungewohnt gewesen, dass sein Verstand sich wieder dazu schaltete und ihn angewidert die Lippe hochziehen ließ, wenn er an das süchtige Tier dachte, dass er gewesen war. Doch nichts konnte die süßen Erinnerungen an das herzhafte Blut schmälern, die er mit sich trug. Zwei Monate voller Ekstase, voller berauschendem Blut, das die gesamte Zeit über durch seine inzwischen wieder leeren Adern geflossen war.
Und auch wenn er der Hexe zugegebenermaßen dankbar war, dass sie ihn aus seiner Bluttrance herausholen konnte, schmälerte das keineswegs seine Wut über den Verlust seiner heißbegehrten Beute. Er hatte die Meerjungfrau nicht nur an diese Gotteslästerung eines Engels verloren, nein, nun auch noch an die kalten Hände des Todes. Er bezweifelte keine Sekunde, dass das kleine Fischweib es geschafft hatte die Himmelspforten zu durchschreiten, sonst würde sich Asher gewiss nicht mehr hier oben auf der Erde befinden. Wenn er sich nur ausmalte, was er mit dem Mädchen in seiner höllischen Heimat anstellen würde, wenn sie nicht in den Himmel gekommen wäre…
Als er um den Garten herum tigerte, holte ihn sein aktuelles Ziel wieder aus seinen Gedanken zurück und er fand sich kurz darauf nahe der Seraphim an dem Torpfosten des Garteneingangs wieder. Sein gehässiges, unnatürlich freundliches Lächeln begegnete einem Blick voller Vorsicht und Anspannung und er konnte es dem blonden Flügelviech nicht verdenken: Er war gefährlich. Vielleicht nicht jetzt gerade, weil seine Füße die Schwelle des Gartentors nicht überschreiten durften. Aber Sofiel würde schon noch herausfinden, wie gefährlich der Teufel werden konnte.
Die Überraschung auf ihren Zügen nährte seine Gehässigkeit, sein Lächeln blieb bestehen. Es hätte fast charmant sein können, wenn seine Augen nicht die Botschaft ausstrahlten, dass er jeden der hineinsah bei lebendigem Leibe zu Asche verarbeiten wollte. Wie gern er den Verstand der Blonden brechen sehen würde. Wie oft hatte er sich nach ihrem Rettungserfolg schon ausgemalt, wie sie schreien würde, wenn er ihr langsam jede einzelne Feder ihrer ach so hübschen Flügelchen ausreißen würde…
Doch war er heute nicht hier, um eine Attacke zu wagen. Nicht, dass er das überhaupt könnte, das stand ganz außer Frage dank des heiligen Grundes, auf dem sie stand. Ihre Rechnung würde sie jedoch noch kassieren, darauf konnte sich die blonde Himmelshexe verlassen. Asher zog ein gespielt trauriges Gesicht, als er ihre Worte hörte. "Oh schade, ich habe mit einem Willkommenskomitee gerechnet. Wo sind meine Blumen?" Seine aufgezogene, traurige Miene wurde augenblicklich zunichtegemacht, als er den Blick wieder hob und das Gelb seiner Augen finster und unheilverkündend auf das Grün der Seraphim traf. Er hob erneut die Hand und ließ seine langen Finger an dem oberen Rand des Zaunes entlang tanzen. "Du hättest so viele zur Auswahl gehabt", grinste er, als sein Blick über die vielen Blumenbeete des Gartens wanderte. Ihm war bewusst, dass auch wenn er keinen Fuß auf das Gelände setzen durfte, seine finstere Aura für sie sehr gut zu spüren sein musste. "Weißt du, wir hatten keinen so guten Start. Denkst du nicht auch?" Seine Stimme war etwas tiefer geworden und einer seiner Mundwinkel hob sich in einem verspielt finsteren Lächeln, als er den Kopf beinahe gelangweilt zur Seite kippte und ihm seine langen Strähnen ins Gesicht fielen, wodurch sie halb seine Augen bedeckten. Diese blitzten darunter jedoch noch einmal deutlich hervor, als ihm eine Idee kam. "Und vorgestellt haben wir uns auch noch gar nicht, wie unhöflich. Wobei ich zugeben muss, ich war nicht in der besten Verfassung dazu, beim letzten Mal. Nicht wahr? Gestatten, Asher." Da hielt er ihr die Hand hin – direkt vor den Zaun, gerade noch soweit wie er sie ausstrecken konnte, ohne durch die Stäbe zu greifen. Er war zwar nicht im Vorhaben gekommen, die Priesterin bereits jetzt schon bezahlen zu lassen, aber sie müsste nur ihre kleinen hübschen blassen Fingerchen durch die Stäbe heben…
Er lachte laut auf, als keine Reaktion von dem Engel erfolgte und zog die Hand zurück, um sich das strähnige Haar mit seinen Fingern zurückzukämmen. Sein Lachen klang in keinster Weise fröhlich, wie es mit anderen Stimmen geklungen hätte. Es klang tief und verstörend. "Es war einen Versuch wert." Er wusste, wie einschüchternd er mit seinem ganzen Erscheinungsbild wirkte und der Kontrast zu dem heiligen Ort, vor dem er lehnte, verstärkte diesen Effekt nur noch, doch er empfand sich selbst als ziemlich harmlos, solange er Sofiel nicht nach Belieben näherkommen konnte. Sie würde es ihrerseits jedoch auch nicht tun, das sah er ihr an. Und es machte die ganze Angelegenheit nur noch umso amüsanter.
Sein gesamtes Gesicht verlor jedoch binnen Sekunden jegliche Spuren seines Lachens und verwandelte sich in finsteren Ernst, als er seine Hand wieder in seine Tasche gleiten ließ. "Spaß beiseite, Blondie." Sie beide wussten, dass nie eine Art Spaß zwischen ihnen stattgefunden hatte und es ließ erneut seine Mundwinkel zucken, doch nur ganz kurz. "Ich weiß nicht ob du's wusstest, aber das Püppchen, dass du mir so heldenhaft entnommen hast, ist vorhin vom Krankenhausdach gesegelt." Das Gelb seiner Augen wirkte plötzlich für seine nächsten Worte nahezu gänzlich schwarz, so finster war sein Blick als er Sofiel ein bedrohliches Knurren zukommen ließ, das ihr ganz allein gedacht war. "Du warst nutzlos, Sofiel. Du hast nichts gerettet. Unfähiger, kleiner Engel." Die Wut, die er gegen sie verspürte loderte mit neuer Flamme in ihm auf und instinktiv trat er einen kleinen Schritt vor, so nah wie es ihm möglich war an den Zaun heran. Er konnte die Barriere pulsieren fühlen, die ihn davon abhielt auch nur einen Zentimeter näher zu kommen, doch sein Blick brannte sich in ihren.



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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Di 20 Feb 2018 - 19:13
 
Es war beinahe absurd mit anzusehen, wie sich die beiden ungleichen Geschöpfe miteinander unterhielten. Sofiel, die mit angespannter Haltung auf dem Gelände der Kirche stand und der rothaarige Teufel, der beinahe entspannt am Eingang zum Garten auf sie zu warten schien. Allerdings würde sie sicherlich keinen einzigen Schritt auf ihn zu machen – eher noch tat sie einen Schritt zurück. Sie wusste, dass seine Kraft und seine Schnelligkeit unmenschlich waren – und auch Sofiel konnte gegen diese Fähigkeiten nicht viel unternehmen.
Ihre Kräfte als Serafim waren darauf spezialisiert Menschen zu schützen, ihnen Trost zu schenken oder böse Energien zu vertreiben. Doch dieser Teufel hatte bereits erwiesen, dass auch seine Macht nicht zu unterschätzen war – denn immerhin hatte er sich innerhalb von wenigen Stunden aus ihrem Siegel befreit. Und als sie seine dunkle Energie spürte, blieb ihr für einen Moment die Luft weg. Es schien, als würde seine Aura ihre dunklen Finger nach ihr ausstrecken wollen und Sofiel spürte, wie das Pochen ihrer Wunde schlimmer wurde.
Jedoch hielt sie noch immer den heiligen Rosenkranz fest, der ihr etwas Kraft gab. Würde sie dieser Energie noch länger ausgesetzt sein, würde ihr menschlicher Körper einen erneuten Schwächeanfall erleiden – und sie wollte verhindern, dass der Dämon vor ihr sah, wie zerbrechlich dieser Körper wirklich war. Sie schloss für einen kurzen Augenblick die grünen Augen ehe sie einen tiefen Atemzug nahm und ihre eigene Energie freisetzte. Umhüllt von der heiligen Wärme ihres Herrn öffnete sie die Augen wieder und begegnete dem verdunkelten Blick ihres Gastes. Jener Gast, der sich kurz darauf mit Namen bei ihr vorstellte – und das ganze so klingen ließ, als hätte die beiden nur eine heftige Auseinandersetzung bei ihrem kennen lernen gehabt.
Und als er ihr die Hand hinhielt, schüttelte die Priesterin beinahe fassungslos den Kopf. Er dachte doch nicht allen erstes, dass sie die Distanz zwischen ihnen von sich aus schließen würde und die Hand ergreifen würde, die dem jungen Mädchen so viel Leid zugefügt hatte? Sofiel verstand wirklich nicht, was in dem Kopf des rothaarigen Dämons vor sich ging. Doch wenn sie ehrlich mit sich war, wollte sie das auch gar nicht. Eine Kreatur wie er es war konnte nicht einmal mehr durch das Licht ihres Herrn gerettet werden – und das Beste was passieren könnte wäre, dass er für alle Zeit tief in der Erde dieses Planeten versiegelt werden würde. So könnte er keinen Schaden anrichten. So würden keine Unschuldigen mehr leiden müssen.
„Ich wüsste auch nicht, warum wir uns einander vorstellen sollten. Ich kann nicht behaupten, dass es mich in irgendeiner Weiße freut, diese Bekanntschaft gemacht zu haben,“ erwiderte sie nur, während sie den Rosenkranz um ihren Hals freigab und die Hand sinken ließ. Noch immer lagen ihre Augen wachsam auf dem rothaarigen, zumindest bis seinen Lippen ein beinahe grausames Lachen entwich. Ein Lachen, dass der Serafim einen eiskalten Schauer über den Rücken hinab laufen ließ. Während ihrer Zeit auf der Erde hatte sie viele unterschiedliche Wesen kennen gelernt. Gottestreue Menschen, die sich der Wärme und Liebe ihres Herren hingaben und solche, die sich eher der anderen Seite zugeneigt fühlten. Doch in all der Zeit, war ihr niemand so grausames und böses untergekommen wie der Dämon, der nun vor ihr stand.
Die Atmosphäre zwischen den beiden änderte sich jedoch schlagartig, als das finstere Lachen von den Zügen des Dämons verschwand und er seine Hand wieder in die Hosentasche gleiten ließ. Auf seine ersten Worte erwiderte Sofiel nichts. Beide wussten, dass dieses Gespräch niemals irgendeinen Spaß beinhaltet hatte.
Allerdings trafen sie seine nächsten Worte dann doch vollkommen unvorbereitet, sodass sie nicht verhindern konnte, dass ihre Augen sich kurz weiteten. Das Mädchen.. hatte sich ihr Leben genommen? Zenva hatte die Wunden ihres Körpers heilen können und seit jener Nacht war einiges an Zeit vergangen, doch scheinbar schien niemand die Macht gehabt zu haben, die Wunden ihrer Seele zu heilen. Was immer dieser Teufel ihr angetan hatte, es hatte ihr Leben verändert. Ihr Schicksal hatte sich von Grund auf verändert gehabt.. und auch Sofiel hatte nichts daran ändern können.
Angespannt ließ sie ihren Blick für einen Moment sinken, in dem sie einen tiefen Atemzug nahm und dem tiefen Knurren des Dämons Gehör schenkte. Allerdings ließ sie seine Worte nicht an sich ran und als sie ihren Blick erneut hob, schien sich dieser ebenfalls verfinstert zu haben. „Und du glaubst dass ich mir das von einem Dämon wie dir einreden lasse?,“ fragte sie rein rhetorisch. Denn nach außen hin war die Antwort auf sie deutlich ersichtlich – nur innerhalb der Priesterin sah es vollkommen anders aus. Denn das die junge Meerjungfrau ihr Leben letzten Endes verloren hatte, ließ die blonde Priesterin nicht unberührt. „In jener Nacht habe ich das Leben des Mädchens retten können – allerdings lag es nicht in meiner Macht ihr Schicksal zu ändern. Dass es nun so enden musste... ist tragisch. Doch dass heißt nicht, dass meine Rettung nutzlos war.“ Sie verschränkte ihre Arme, als ihr noch etwas einfiel. Ihre Augenbrauen hoben sich interessiert. „Und es scheint, als wäre eine Vorstellung so oder so unnötig gewesen. Immerhin kennst du meinen Namen bereits.“ Doch die Wut, die sie nun unmittelbar vor sich verspüren konnte, ließ sie nicht gänzlich kalt. Es hatte seine Gründe, warum Sofiel große Menschenmengen mied – denn sie konnte ihre Fähigkeit nur bis zu einem gewissen Punkt kontrollieren. So war es nicht weiter verwunderlich, dass die Serafim einen Schritt zurück trat als der Dämon einen auf sie zu tat.


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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Di 20 Feb 2018 - 20:15
 


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Sein Grinsen wurde nur noch weiter angestachelt, als er Sofiels doch eher zurückhaltende Erwiderung hörte. Das es auf Gegenseitigkeit beruhte, dass sie Bekanntschaft gemacht haben, ließ Asher in diesem Augenblick geflissentlich unter den Tisch fallen. Er war sich ziemlich sicher, es bei ihrem letzten Treffen deutlich genug gemacht zu haben.
Nachdem er ihr seine Hand angeboten hatte, kassierte er kurz darauf das beste Gesicht, dass er seit einer Weile gesehen hatte und sein finsteres Lachen hallte daraufhin durch den hübschen, himmlischen Garten. Die Vorstellung kehrte zurück, wie Asher diese zarte Stimme, mit der sie ihm weis machen wollte wie wenig ihr diese Begegnung gerade passte, mit den unterschiedlichsten Foltermethoden ganz anders erklingen lassen konnte und sein Lachen hielt noch einen kleinen Augenblick länger an, bis ihre Augen sich wieder begegneten. Wie er es hasste, dass er seine Albträume nicht auf sie hetzen konnte. Wenn sie nur wüsste, zu was seine stechenden Augen imstande wären, wenn sie keinen Heiligenschein tragen würde. Sein finsterer Blick gab ihr trotz allem eine gute Vorahnung von dem unmöglichen 'Was wäre wenn'. Es war eine Schande, dass sie niemals das Vergnügen haben würde, der Hölle einen Besuch abstatten zu können indem sie ihm in die Augen sah.
Kaum war sein Lachen jedoch verstummt und die Amüsierung des Dämons vom Programm gestrichen, änderte sich die Atmosphäre um die beiden ungleichen Gesprächspartner schlagartig und Ashers Aura pulsierte finster um den Engel herum, kletterte ihre Beine hoch, kroch in ihre Fingerspitzen. Ashers Wut kannte keine Grenzen. Nichts, nichts auf dieser Erde hatte seine Erlaubnis, sich ihm und seiner Beute in den Weg zu stellen. Dieses Geflügel von einem Engel hatte das Unmögliche geschafft und sich somit ein VIP-Ticket zu einer Show erkauft, von dem sie noch keine Ahnung hatte. Während er sprach verfolgten Ashers Augen die Bewegungen ihrer gesunden Hand mit, die den Rosenkranz umschloss, der um ihren Hals hing und Asher bei seiner Ankunft bereits widerlich grell geblendet hatte. Und als Asher keinerlei Halt davor machte das auszusprechen, was seine Augen voller Zorn am Nachmittag höchstpersönlich vom Waldrand aus mitverfolgt hatten, erblickte er mit Spott in den Augen eine starke Überraschung auf den Zügen der Seraphim. "Oh", knurrte er grinsend und hob die Augenbrauen. "Also hast du es noch nicht gewusst. Mein Beileid." Falscher hätte ein Beileid schlichtweg nicht klingen können, als seine Stimme sein erneutes Amüsieren preisgab und er gelassen sein Gewicht auf das andere Bein verlagerte. Zu gelassen für seine eigene Wut, zu gelassen für den Zorn den er darüber empfand, Alicia nicht selbst getötet zu haben, und deutlich zu gelassen um Sofiels entschlossenen Blick ernst zu nehmen, den sie ihm gleich darauf schenkte.
Ihre kleine Rede war wirklich süß. Er musste ihr lassen, dass sie sich verdammt viel Mühe gab nicht zu zeigen, dass die Neuigkeiten ihr zusetzten. In Ashers Gedanken fanden eine Vielzahl an Verfahren statt, wie er sie gern dazu bringen würde zuzugeben, wie groß der Schmerz des Verlustes war. Wie groß ihre Schuld. Oh, wie sehr er es genießen würde mit anzusehen, wie der himmlische, unantastbare Glaube eines Engels brach. "Einreden?" Ein wortloses Lachen ließ seinen Oberkörper vibrieren, als er belustigt den Kopf schüttelte. Er brachte es über sich, den Schritt wieder langsam zurück zu gehen, den er sich an den Zaun angenähert hatte. "Ich sage nur die Wahrheit, ob du sie aus dem Mund eines Teufels wahrhaben willst oder nicht. Du hast nichts gerettet, Blondie. Als allerletztes die von uns beiden so geliebte, kleine Alicia." Forschend bohrten seine gelben Augen nach, hielten ihrem Blick mühelos stand, der wohl dazu gedacht war den Höllendämon davon zu überzeugen, es mit einer ganz und gar felsenfesten Gegnerin zu tun zu haben.
"Weißt du, ich bin dir wirklich böse, dass du mir mein Spielzeug weggenommen hast. Asher ist dir ganz, ganz böse." Auch wenn er schmollte und der Klang seiner Stimme spielerisch war, waren es seine Augen keineswegs. Der Ernst der Lage war in dem dumpfen Drücken von Ashers Aura spürbar, sie war ebenso präsent, wie es die langweilig ausgesprochenen Worte des Rotschopfes waren.
Er verschränkte die Oberarme vor der Brust und neigte den Kopf erneut zur Seite. Dann verschwand das Spielerische komplett aus seiner Stimme. "Das hättest du nicht tun sollen." Kaum eine Sekunde verging, als der Dämon sich blitzschnell hinabbeugte und so schnell seinen Dolch zog, dass er nahezu aus dem Nichts in seiner Hand auftauchte. Als er sich danach wieder an das Tor lehnte, betrachtete er verträumt die in der Sonne funkelnde Klinge, die er langsam in der Hand drehte. "Jammerschade, dass ich noch nie das Vergnügen haben durfte, die Schmerzensschreie eines Engels zu hören." Er drehte die Klinge so lange, bis Sofiel ihr eigenes Spiegelbild in ihr sehen konnte, dann hielt er beim Drehen inne. Seine Augen fanden wieder ihre. Das Lächeln, das sich nun auf seinen Lippen zeigte, stellte jedes gespielte Lächeln des Dämons von zuvor in den Schatten. Es triefte nur so vor sarkastischer Wut und einer Warnung, die von der Welle seiner Aura noch unterstützt wurde, die zu Sofiels Füßen über sie rollte. "Sich mir und meiner Beute in den Weg zu stellen bleibt niemals ungestraft, Engelchen."



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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Di 20 Feb 2018 - 20:58
 
Die Nachricht darüber, dass sich Alicia schlussendlich ihr eigenes Leben genommen hatte, traf die blonde Priesterin völlig unvorbereitet. Für einen Moment dachte sie darüber nach, ob der rothaarige Dämon ihr überhaupt die Wahrheit sagte – doch aus welchem Grund sollte er lügen? Würde seine Aussage nicht der Wahrheit entsprechen, würde Sofiel es innerhalb weniger Minuten herausfinden – sie bräuchte nur Zenva einen Besuch abstatten oder ihn anrufen. Und genau aus diesem Grund schenkte sie seinen Worten Glauben – und ließ den Schmerz und die Trauer in ihren Augen für einen kurzen, zerbrechlichen Moment sichtbar werden. Zu kurz, als das es irgendjemand hätte sehen können, denn sie wusste, dass sie sich in diesem Augenblick keine Schwäche leisten durfte.
Ich sage nur die Wahrheit, ob du sie aus dem Mund eines Teufels wahrhaben willst oder nicht. Du hast nichts gerettet, Blondie. Als allerletztes die von uns beiden so geliebte, kleine Alicia. Es schmerzte Sofiel beinahe, dass er den Namen der jungen Meerjungfrau einfach so wagte auszusprechen. Er hatte ihr das Leben zur Hölle gemacht, hatte ihr ihre Zukunft und schließlich ihr Leben genommen. Er war verantwortlich für das, was sie getan hatte. Und die blonde Priesterin spürte, wie die Wut darüber langsam in ihr hochzukochen schien. Oder war es nur so, dass sie sich von seiner Wut anstecken ließ? Sie wusste es nicht genau, doch in diesem Moment wollte sie auch nicht weiter darüber nachdenken. „Tut mir Leid, dass sagen zu müssen, aber ich werde über diesen Standpunkt nicht diskutieren. Schon gar nicht mit einem Teufel wie dir,“ gab sie mit fast zusammen gebissenen Zähnen zurück. Ihre ganze Körpersprache strahlte aus wie angewidert sie von dieser Person war und wie wenig Lust sie darauf hatte sich weiter mit ihm zu unterhalten. Im Augenblick handelte sie nicht nach den Grundlagen eines Engels, dass war ihr bewusst – doch auch das interessierte sie grade nicht.
Und als sie sein Schmollen sah, seine beinahe spielerisch verstellte Stimme hörte, krallten sich ihre Finger so fest zu einer Faust zusammen, dass ihre Fingerknöchel weiß hervor traten. Für ihn war diese ganze Sache nichts weiter ein Spiel. Das Leben des Mädchens hatte keinerlei Wert für ihn – und so wie er sie ansah und mit ihr Sprach, hatte auch Sofiel's Existenz keinen Wert mehr. Sie sparte es sich etwas auf seine Worte zu erwidern und ignorierte einfach, dass sie kaum mehr Kontrolle über sich selber hatte.
Und obwohl sich die Atmosphäre zwischen den beiden nur Augenblicke zuvor verändert hatte, schien sie es nun ein weiteres Mal zu tun. Anspannung zersetzte jeden einzelnen Partikel der Luft zwischen dem Engel und dem Dämon, während er ihr erklärte, dass sie das niemals hätte tun dürfen.
Kaum hatte der Dämon seinen Dolch gezogen, erschien in der unverletzten Hand das noch geschlossene Siegelbuch der Priesterin. Sollte er die Distanz zwischen ihnen schließen und sie angreifen wollen, würde sie auf diese Weiße schneller reagieren könne. Auch, wenn sie noch immer die Hoffnung hatte, dass es an diesem Tag nicht zu einem Kampf kommen würde. Denn augenblicklich befand sie sich im Nachteil. Ihr Arm war noch nicht vollständig verheilt und sie würde keineswegs vernünftig gegen den Dämon antreten können – wobei sie wahrscheinlich in dieser Hinsicht stets im Nachteil sein würde. Denn Sofiel hat noch nie zuvor in ihrem Leben gekämpft.
Angespannt lauschte sie den Worten die seine Lippen verließen, während ihr Blick auf dem Dolch lag, durch welchen ihr eigenes Blut in jener Nacht ebenfalls geflossen war. Und welcher der Priesterin geholfen hatte, den Dämon für eine kurze Zeit zu versiegeln.
„Jammerschade, dass ich es auch nicht soweit kommen lassen werde, als das du sie jemals zu hören bekommen wirst,“ erwiderte sie beinahe knurrend. Sie spürte eine Welle kalten Zorn über sich hinweg fließen, ließ sich von ihr anstecken und wandelte sie in ihre eigenen Gefühle um.
Gefühle. Obwohl sie nun schon so lange auf der Erde wandelte und mit den Menschen zu tun hatte, hatte sie es nur einem ganz bestimmten Mann zu verdanken, dass sie ihre eigenen Gefühle nun besser kennen lernte. Und selbst die Wut, die sie zuvor als unreines Gefühl niemals in sich zugelassen hätte, schien ihr nun gut zu tun. Sie konnte ihr eigenes Gesicht in der Klinge des Dolches sehen, welcher auf sie gerichtet war, während ihre Augen den Blick des rothaarigen erwiderten. Die Schwäche, die sie tief in sich verspürte und die Trauer über den Tod des Mädchens versuchte sie fürs erste zu verstecken und zu unterdrücken. Sie durfte keine Schwäche zeigen. Nicht jetzt. Nicht vor ihm.
Und mit seinen letzten Worten hatte sie nun auch eine Antwort auf die vielen Fragen bekommen, die tief in ihr schlummerten: Mit dem Retten des Mädchens hatte sie den Lauf der Geschichte verändert und die Aufmerksamkeit des Dämons auf sich gezogen. Es war gut gewesen, Zenva das Versprechen abzunehmen. So würde er in diesem Krieg außen vorstehen. Und Sofiel könnte – wenn es nur um sie ging – gut auf sich aufpassen. Wenn es nur um sie ging. „Es scheint mir beinahe so, als wäre der Konflikt zwischen Engeln und Dämonen niemals wirklich gelöst worden, mh?,“ antwortete sie, während sie das Buch in ihrer Hand fester umschloss. Sie wusste nicht wie dieser Kampf ausgehen würde, doch sie war fest dazu entschlossen so viele Menschen zu schützen wie es ihr nur möglich war. Und wenn sie die Gelegenheit bekommen würde, den Dämon auf ewig zu versiegeln – selbst unter Einsatz ihres Lebens – würde sie das gerne auf sich nehmen.


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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Di 20 Feb 2018 - 22:18
 


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Fasziniert lauschte er ihrer Antwort auf seine kleine Ansprache. Die Seraphim war tatsächlich überraschenderweise zu mehr imstande, als er ihr zugetraut hätte. Der Anflug des Schmunzelns, das zuvor seine Lippen geschmückt hatte, weitete sich nun zu einem Grinsen aus und gehässige Anerkennung war in seinen Augen zu sehen. "Autsch, ich fühle mich diskriminiert." Seine Reißzähne blitzten bei seinem Grinsen auf und erinnerten den Engel daran, mit wem sie hier sprach, bevor er seine Position etwas entlastete und sich erneut gegen die Säule lehnte. Er konnte sehen, wie ihre Züge sich immer mehr anspannten. Wenn er sich mehr vorbeugen könnte würde er vielleicht die Wutadern zählen können, die ganz langsam an ihren Schläfen hervorzutreten drohten. Zu schade, dass ihm dieses Privileg durch die Kirche verwehrt blieb. Der Dämon war jedoch voller Faszination darüber, die Seraphim höchstpersönlich langsam aber sicher aus der Reserve zu locken. Und das trotz der für ihn unüberwindbaren Barrikade des heiligen Bodens, auf dem sie stand.
Dann ließ er sich jedoch alle Zeit der Welt dabei, der Blonden noch einmal genaustens zu erzählen, woran sie gescheitert war. Und wichtiger noch, was ihm daran so gar nicht gefallen hatte. Während seine finstere Stimme die Atmosphäre um sie beide herum verdunkelte, indem er sein ehemaliges Spielzeug betrauerte, konnte er sehen, wie die Beherrschung seines Gegenübers mit jedem seiner Worte immer mehr schwand. Es war fast schon künstlerisch schön, ihr dabei zuzusehen wie sie sich dem Zorn hingab, den der Teufel mit sich gebracht hatte und der nun auf direktem Wege auf sie überlief.
Es hinderte ihn jedoch in keinster Weise daran, seine Drohung zu vollenden. Kaum hatte er seinen geliebten Dolch gezogen, der schon so viele verschiedene Arten von Blut gesehen hatte, erblickte er auf der anderen Seite des Zauns ein Buch in der freien Hand der Seraphim. Ein Buch, das ihm ganz dunkel bekannt vorkam. Wo hatte er es nochmal gesehen, nur wo… War das gewesen… Richtig. In seinem gut versteckten Kerker. Als er dort unten von ihr versiegelt worden war.
Ihm war wohl deutlich anzusehen, mit welcher nichtexistenten Wiedersehensfreude er dieses Buch in ihrer Hand erblickte, da er kein Geheimnis daraus machte wie sich seine Miene augenblicklich verzog. Aber er ließ es sich dadurch dennoch nicht nehmen, seinen Dolch im Licht der Sonne langsam zu drehen, bis sich Sofiel darin direkt spiegeln konnte - auch wenn seine Aufmerksamkeit durch das gottverfluchte Buch nun zweigeteilt war. Als der Rotschopf ihr von Herzen gern mitteilte, dass er noch nie das Vergnügen gehabt hatte einen Engel foltern zu dürfen, erhielt er von ihr eine so wutentbrannte Antwort, dass es ihn kurz innehalten ließ. Seine gelben Augen fixierten die ihren und ein weiteres Mal hoben sich seine Mundwinkel, dieses Mal einzig und allein um nur seine Reißzähne hervorschauen zu lassen, nicht jedoch den Rest seiner Zähne. "Abwarten, Liebes."
Die Botschaft, die diese kurze, prägnante Antwort mit sich brachte, verkündete ein finsteres Unheil. Sollte Asher jemals einen geschwächten Engel in die Finger bekommen, so würde er sicherstellen, dass dieser niemals wieder das Licht seines ach so geliebten Gottes erblicken würde. Er hatte eine ganze Liste an Dingen, die er einem Engel gern antun würde und das mit dem größten Vergnügen.
Nachdem er nun den Blick über ihre vor Wut angespannte Gestalt wandern gelassen hatte, war seine Aura noch um einen Grad bedrohlicher geworden und umgarnte die beiden Kontrahenten in einem finsteren Zustand, in dem keinem von ihnen die deutliche Drohung entgehen konnte, die Asher Sofiel in diesem Augenblick zukommen ließ. Als der Engel den Krieg zwischen ihren Arten ansprach, weiteten sich seine Lippen nun zu einem vollends ausgereiften Grinsen heran, welches wahrlich nur einem Teufel gehören konnte. Sein Blick fiel kurz auf ihren verbundenen Arm - er war ein Relikt ihres letzten Aufeinandertreffens und sein brummendes, amüsiertes Glucksen war Anmerkung genug darüber, in welchem Zustand sich dieser Arm nach der doch recht langen Zeit, die inzwischen vergangen war, erst befand. "Du missverstehst da was." Nun klang er nicht mehr nur blutrünstig, nein, er klang arrogant, als er das nächste Mal den Blick hob um sich der Wut in ihren grünen Augen zu stellen. Seine Augen leuchteten auf, als würde er ihren Verstand verseuchen und sie hypnotisieren und auch wenn es nicht den erwünschten Effekt erzielte, so konnte er sich dennoch ihrer vollen Aufmerksamkeit gewiss sein. "Das hier ist kein kleiner Konflikt zwischen Engeln und Dämonen. Mach nicht den Fehler zu denken, dass du es mit einem beliebigen Dämon zu tun hast." Ein erstes, ernstgemeint bedrohliches Knurren verließ seinen Rachen und erinnerte die Seraphim an das Biest, vor dem sie Alicia gerettet hatte. "Dies wäre der Moment dich zu warnen, dich nicht mit mir anzulegen, Blondie. Dummerweise hast du den Fehler schon gemacht." Die Sonne blitzte in der Spiegelung des Dolches auf, fast als würde der Teufel zum Angriff übergehen – bevor er ihn jedoch wieder in der Rückseite seines Stiefels verstaute.
Binnen Sekunden verschwand jegliche Spur seiner Aura und hinterließ einen rothaarigen, breitgebauten Mann, der die Seraphim so freundlich anlächelte, wie er es bei ihrer Begrüßung getan hatte. Nur der tiefe Schatten auf seinen Augen und das Brodeln in seiner Stimme gaben die tief sitzende Bedrohung preis, die nicht einfach nur dadurch verschwinden konnte, dass Asher Sofiel nicht länger bedrängte. "Ich hoffe du kannst heute Nacht gut schlafen." Finster lächelte er sie an und trat einen langsamen Schritt von dem Zaun zurück, um ihr zu verstehen zu geben, dass er in diesem Augenblick nichts tun würde um ihr zu schaden. Nicht jetzt. Nicht ihr. Sein Grinsen wurde breiter. Er wusste, wem er stattdessen schaden musste, um die Seraphim vor sich in ihre Einzelteile zerfallen sehen zu können.
"Es war mir ein Vergnügen", warten seine Abschiedsworte, bevor er sich zum Gehen wandte und mit derselben Hand zum Abschied winkte, mit der er sie auch begrüßt - und mit seinem Dolch bedroht - hatte. Stumm lächelte er in sich hinein, als er sich auf dem Rückweg eine Zigarette anzündete und genüsslich an ihr zog, bevor er um die letzte Ecke hinter der Kirche bog und aus Sofiels Sichtweite verschwand.
Bete lieber noch ein wenig, Engelchen.
Jonne wird es brauchen.

- Tbc: Wird nachgetragen -



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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Mi 21 Feb 2018 - 22:38
 
14. Juli | Kirche, Umliegender Garten | 20:26 Uhr | mit Dr. Zenva

Jegliche Farbe war aus dem Gesicht der sonst stets lächelnden Serafim gewichen, während sie sich an den kalten Steinmauern in ihrem Rücken hinab auf den Boden sinken ließ. Die kalte Wut, die sie tief in sich verspürt hatte und gegenüber dem rothaarigen Dämon zum Ausdruck gebracht hatte, hatte ihr viel Kraft und Energie geraubt. Sie konnte spüren wie die Muskeln ihres Körpers begannen zu zittern. Nicht aus Angst, sondern aus Kraftmangel. Durch die starke Magie, die sie als Serafim mit sich brachte, befand sich ihr menschlicher Körper stets in einem geschwächten Zustand. Einer, der sich nun überdeutlich zeigte. Und Sofiel war dankbar dafür, dass niemand sie so sehen musste.
Erschöpft ließ sie ihre Augen zu fallen, während sie ihre Arme eng um ihren eigenen Körper schloss. Ihre heilige Aufgabe war es die Menschen vor Trost und Schmerz zu bewahren – doch scheinbar waren auch ihre Kräfte begrenzt. Trotz der Zusammenarbeit so vieler Personen hatte es keiner von ihnen geschafft, dass Mädchen wirklich zu retten. Nur der Tod, die kalte Umarmung der Banshee war einer Art Erlösung für das Mädchen gleich gekommen. War das ihre Antwort gewesen? Der Preis für diese Umarmung war zu hoch, als das ein Mensch ihn jemals von sich aus zahlen sollte.
„Herr, was soll ich tun? Warum musste das Mädchen ein solch schlimmes Schicksal erleiden? Und... hätte es einen Weg gegeben ihr Leben zu bewahren?“ Ihre Stimme war leise, schwach und hallte von den hohen Steinmauern der Kirche wieder. Der Schmerz darüber, dass sie das Leben des Mädchens nicht hatte retten können saß tief. Vor dem rothaarigen Teufel hatte sie keine Schwäche zeigen dürfen – keine Regung auf die Nachricht, dass das Mädchen sich ihr Leben genommen hatte. Doch nun, wo sie innerhalb ihrer geliebten Kirche war – wo sie alleine war, ließ sie all diese schmerzhaften Gefühle zu. Wie sehr wünschte sie sich Antworten auf ihre Fragen. Wie sehr wünschte sie sich.. dass das Mädchen in ihren letzten Augenblicken auf dieser Welt nicht alleine hätte sein müssen.
Entkräftet ließ sie ihren Kopf auf ihre Knie sinken, während sie ihre Augen öffnete und die hohen, farbenfrohen Mosaik-Fenster betrachtete. Alles im Leben hatte einen Sinn und aus jeder Erfahrung bestand die Möglichkeit etwas zu lernen – doch egal wie sehr Sofiel darüber nachdachte, sie konnte einfach nicht den Sinn hinter der Existenz dieses Teufels erkennen. Sie selber betrachtete sie sich nicht als schwach, auch wenn sie keine Erfahrungen darin hatte andere Wesen zu bekämpfen.. doch dieser Gegner war selbst für sie zu übermächtig.
In diesem Augenblick, als sie dort saß und die Stille ihrer Umgebung auf sich wirken ließ, fühlte sie sich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder menschlich. Dennoch spürte sie das vertraute Kribbeln an ihrem Rücken und genoss das leise Rascheln dass der Wind erzeugte, als sich ihre eigenen Flügel um sie legten. Die Wärme die sie ihr spendeten waren wie ein Trost – eine Erinnerung daran, was sie war und woher sie kam. Was ihre Aufgabe war. Doch in diesem Augenblick war sie keine Serafim. Sie war kein Engel. Sie war einfach nur eine menschliche Frau die sich hilflos und überfordert fühlte. Und als sie ihre Augen das nächste Mal schloss und ihre Arme fester um ihre Knie legte, spürte sie wie heiße Tränen ihr über die Wangen hinab liefen.
Wie sehr wusste sie doch, dass sie in den Wendungen des Schicksals keine Hilfe einfordern durfte. Wenn nur sie in Gefahr war, dann würde sie damit umgehen können – doch sie wusste, dass sie dafür nicht nur die Wahrheit verschweigen, sondern auch verdrehen müsste. „Herr... Bitte steh mir bei. Und lass mich die Entscheidungen treffen, die am Ende zum besten Wohl für alle führt. Auch... wenn mein Wohl in diesem vielleicht nicht inbegriffen sein sollten...“
Sekunden wurden zu Minuten und schließlich zu Stunden während Sofiel ihren Gefühlen einfach freien Lauf ließ und ihrem Körper die Zeit gab, die er brauchte um sich wieder zu erholen. Erst am späten Abend ließ sie ihre Flügel verschwinden und erhob sich von dem kalten Steinboden. Entschlossenheit lag in ihrem Blick. Denn auch wenn ein Teil ihrer Seele und ihr Körper vielleicht menschlich waren, würde sie dennoch alles tun was in ihrer Macht stand um ihre Freunde und die Menschen zu beschützen. Sie hatte diesen Teufel schon einmal für kurze Zeit versiegelt – vielleicht würde sie das gleiche nochmal schaffen. Wenn nötig würde sie das Siegel Stunde um Stunde erneuern, wenn sie dadurch alle anderen in Sicherheit wissen würde.
Nachdem sie etwas Ordnung innerhalb der Kirche geschaffen hatte und die Kerzen entzündet und gesegnet hatte, entschloss sich die blonde Priesterin noch einmal an diesem Tag dazu den Garten aufzusuchen. Auch wenn sie Kirche an sich eine sehr beruhigende Wirkung auf die Priesterin hatte, so fühlte sie sich umgeben von der Natürlichkeit dieses Planeten doch noch am wohlsten. Während sie da stand, schloss sie für einen Augenblick die Augen und nahm einen tiefen Atemzug der langsam abkühlenden Luft.


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BeitragThema - Re: Umliegender Garten   Mi 21 Feb 2018 - 23:39
 



Zenva & Sofiel
14. Juli | Cadysas Straßen | 21:40 Uhr abends

Die Worte, die Máirín ihm am späten Nachmittag durch seine Gedanken geschickt hatte, hatten den Arzt den Rest des Abends begleitet. Er fühlte sich erschöpft, obwohl er keine großen Anstrengungen durchgestanden hatte... doch die Last, die durch die jüngsten Geschehnisse seine Schultern verlassen hatte, schien diese nun nur noch mehr zu belasten als zuvor.
Er fuhr durch die laternenbeleuchteten Straßen Cadysas und entfernte sich immer weiter von Toukos Wohnung. Der Sitz neben ihm war noch leicht angewärmt, da vor kurzem noch die brünette Pädagogin neben ihm gesessen hatte. Seine Gedanken waren getrübt und verhangen, doch seine Freundin hatte es bewältigt, ihn ein wenig abzulenken, auch wenn die Nachricht sie nicht weniger stark getroffen hatte. Da er sie soeben noch nach Hause gefahren hatte, fuhr er nun nicht vom Krankenhaus, sondern von ihrer Wohnung aus weiter zur Kirche. Seine Augen glitten an den abgedunkelten Häusern und Straßenecken entlang und einen Augenblick später hob er die Hand zu dem eingebauten Radio, um die leise Musik auszustellen. Er brauchte etwas Ruhe.
Bald schon kam die Straße in Sicht, die zu der kleinen Kirche der Stadt führte. Zenva stellte einen Gang herunter, nahm den Fuß vom Gas und ließ seinen Wagen langsam ausrollen, als er die Einfahrt hinter dem weitläufigen Garten ansteuerte. Ein langer Atemzug verließ ihn, als der Wagen schließlich zum Stehen kam und er mit letzter Kraft die Handbremse anzog, bevor er sich einen kurzen Moment der vollkommenen Ruhe erlaubte.
Bei anbrechender Nacht und dem spärlichen Licht der Laternen als einzige Lichtquellen der Stadt, wurde einem der Lärm des Alltags so viel bewusster. Der Engel fühlte sich seit dem frühen Abend sentimental und merkte, wie dieses Gefühl auch jetzt wieder die Hände nach ihm ausstreckte. Kurz schloss er die Augen. Kein Geräusch existierte im Inneren des Wagens, abgesehen von seinem eigenen, ruhigen Atem und dem seichten Rascheln seines Mantels. Darunter trug er noch immer seinen Kittel, doch durch die abendliche Frische und in dem Wissen, noch nicht direkt heim zu fahren, hatte er sich seinen silbergrauen Mantel übergezogen.
Schließlich stieg er aus und schloss mit einem leisen Geräusch die Wagentür. Er war geneigt, sich noch einmal kurz mit dem Rücken dagegen zu lehnen, doch er wollte sich nicht vollkommen in seine Sentimentalität hinabfallen lassen. Er wusste, dass seine Gedanken auch dann keine Ruhe finden würden, wenn er alles stehen und liegen lassen würde. Im Gegenteil, dann wurden sie nur noch lauter. Der Workaholic wusste dies aus Erfahrung, auch wenn er immer mehr die Momente zu schätzen lernte, in denen die Hektik des Alltags ihn ausnahmsweise einmal nicht berühren konnte.
Dies war einer dieser Momente. Eine seiner Hände richtete den Kragen seines Mantels und die andere verschwand auf der Flucht vor der frischen Abendluft in seiner Manteltasche, als er sich auf den Weg zum Kirchengebäude machte. Ein warmes Gefühl kehrte in ihn ein, als er durch die Eingangstore trat und es gelang ihm, ein wenig von seiner Anspannung abfallen zu lassen. Mit Bedauern fiel ihm auf, wie selten er seinen Herrn in einem dieser heiligen Häuser besuchte. Er zog es vor, seine Ehrerbietung für den Herrn lieber in Form seiner harten Arbeit zu zeigen. Doch er wusste es dennoch sehr zu schätzen, welche behütenden Gefühle eine Kirche in ihm auslösen konnte. So nah fühlte er sich seinem Herrn sonst nur sehr selten. Mit einem kurzen mulmigen Gefühl, dass er recht schnell von sich schob, fragte er sich, ob das womöglich an Touko lag. Nein, das wollte er nicht glauben.
Drinnen fand er sich unter dem Schutz des großen, hallenden Kirchensaals wider, der nur so dazu einlud, an einem Sonntag die ganze Halle zu füllen. Ruhe und ein gewisser Frieden legte sich auf den Engel, als seine quarzfarbenen Augen an den regenbogenfarbenen Fenstern entlangwanderten und das Gebäude bewunderten. Jedoch stellte er schnell fest, dass er hier drinnen nicht finden würde, wonach er suchte. Seine Füße führten ihn durch die Halle hin zu den Torbögen, die ab der Hälfte des Saales wieder nach draußen führten und den Weg in den Garten ebneten. Mit einem wissenden Blick strebte er den Eingang des Gartens an. So wie er Sofiel kannte, war sie sicher noch nicht schlafen gegangen, nein… sie würde sich vermutlich noch in der Natur aufhalten.
Draußen im Garten begrüßte ihn der Frieden der anbrechenden Nacht. Leises Zirpen der Grillen begleitete das Rascheln seiner Schuhe im Gras und der Engel bahnte sich seinen Weg durch die mondbeleuchteten Blumen, bis er die langen, blonden Haare erblickte, nach denen er Ausschau gehalten hatte. Auch wenn das Rascheln ihn womöglich schon ankündigte, sagte er noch nichts und trat schweigend neben Sofiel, wo er schließlich stehen blieb.
Er blickte auf einige Narzissen vor ihnen im Beet, als seine Hand sich ganz sanft an ihren Rücken legte. "Hallo, Sofiel." Mitgefühl war schon jetzt aus seiner Stimme herauszuhören, obwohl er noch gar nicht angesprochen hatte, weshalb er hier war. "Es ist schön, dich hier zu sehen. Trotz der späten Stunde. Entschuldige, dass ich dich so spät noch aufsuche." Da war Wärme in seinen Worten, neben vielen anderen Gefühlen, die er versuchte in Grenzen zu halten. Es gelang ihm auch recht gut, nachdem er schon etwas Zeit gehabt hatte, mit Touko über das Geschehene zu sprechen. Es war immer wieder faszinierend, welche Wirkung sie in Hinsicht auf seine Gefühlswelt bei ihm erzielen konnte. Langsam ließ er die Hand wieder sinken, um sie nun wie seine andere in eine seiner Manteltasche gleiten zu lassen und senkte den Blick tiefer auf die Blumen. "Ich… habe einen ereignisreichen Tag im Krankenhaus hinter mir." Da blickte er jedoch noch einmal kurz auf, jetzt erst empfänglich für seine Engelssinne, die ihm sagten, dass sich Sofiels Körper in keinem besonders guten Zustand befand. Er blickte sie von der Seite mit besorgt strengem Blick an. Für einen Augenblick war das Thema, das ihn herbrachte, in den Hintergrund geschoben. "Ich hoffe, du hast deinen Arm geschont."


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