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 Büro von Dr. Talcescu

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Ezra Talcescu

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BeitragThema: Büro von Dr. Talcescu   Mi 18 Mai 2016 - 20:36


Das Büro des paralysierten Vampirs scheint im ersten Moment etwas paradox zu sein. Nicht nur, dass die Regale ziemlich hoch sind, auch die PCs und sein Schreibtisch stehen erhöht auf einem Podest. Wenn man aber bedenkt, dass Ezra telekinetische Fähigkeiten hat, ist es gar nicht mehr so absurd.

Termine erfolgen nach Absprache mit ihm direkt. Er ist zuständig für den Fachbereich Neuere und Neueste Geschichte und betreut als Dozent auch mehrere Studenten. Gleichzeitig sitzt er für den Fachbereich Musikwissenschaften an seiner Doktorarbeit.



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Ezra Talcescu

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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Fr 20 Mai 2016 - 8:39

18. April, 10:30 Uhr, Wetter etwas verhangen, aber angenehm lauwarm.

Die Rollläden im Büro sind allerdings heruntergelassen, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

"Herein!" Als es an der Tür klopfte, schallte Ezras feste Stimme durch den Raum und hinter der dekorativen Brille blitzten die violetten Augen des Vampirs zur Tür, durch die sich ein schüchterner, junger Student wagte. "Ah, Mister Thompson, setzen Sie sich. Schön, dass Sie es pünktlich geschafft haben" Mit einem Griff in die linke Schublade zog Ezra eine korrekturgelesene Seminararbeit hervor. Er war jetzt schon ein kleines Weilchen hier als Dozent und Professor tätig, aufgrund seiner guten Leistungen und seiner Erfahrung hatte man ihn quasi ohne größeres Palaver eingestellt. Die Studenten waren anfangs irritiert gewesen, schließlich sah ihr Professor aus wie ein maximal 16 Jahre alter dünner Bursche, wie konnte der einen Doktortitel und mehrere Masterabschlüsse in Geschichte, Musik und Literatur haben? Da war es von Vorteil, dass die Welt vor zwei Jahren von Vampiren und allen anderen möglichen Existenzen erfahren hatte. Somit musste Ezra sich nicht mehr hinter Ausreden von genetischen Mutationen oder Krankheiten verstecken. Sein Student jedenfalls sah wesentlich älter aus, war aber eher kleinlaut, als er sich auf einen der Stühle vor Ezras Schreibtisch setzte und sich die Hände rieb. "Ich habe Ihren ersten Entwurf gelesen, Mister Thompson. Kein Grund nervös zu sein, Ihre Arbeit ist gar nicht mal übel für den ersten Versuch. Da habe ich schon viel schlimmeres gelesen" Ezra lächelte beruhigend und blätterte durch die Arbeit. "Allerdings, und das können Sie sich sicher denken, habe ich einige Anmerkungen. Fangen wir beim Inhaltsverzeichnis an. Soweit ist es korrekt, aber ich würde hier, Punkt 3.2., doch eher an den Schluss setzen. Sie greifen hier wieder in den Ereignissen voraus, Ihr alter Fehler. Keine Sorge, dafür sind wir ja hier, um die kleinen Macken auszubügeln. Punkt 3.5. ist mir nicht ganz klar, Sie haben doch die Intereuropäische Kriegsbereitschaft schon im zweiten Kapitel gründlich analysiert, warum greifen Sie das noch einmal auf? Der Punkt ist redundant, ich würde ihn an Ihrer Stelle einfach auslassen. Und Ihr Fazit kommt ein wenig verfrüht, wir hatten doch in der Vorlesung und den Seminaren noch einiges mehr zu dem Thema angeschnitten. Hat es einen Grund, dass Sie die Forschungstheorien von Utschernik komplett ignorieren?" Im Prinzip konnte er Utschernik aus seiner Arbeit raushalten, aber die Begründung hätte er gerne gehört. Als der Student darauf hin rot anlief und murmelte, dass er den ganz vergessen hatte, seufzte Ezra nur milde und lächelte verzeihend. "Schon gut, schon gut. Lassen Sie uns weitermachen, ich habe Ihnen alles noch mal notiert. Gehen wir zum Inhalt über, Ihr Verzeichnis kann ich ansonsten absegnen. Führen Sie sich Utschernik noch mal zu Gemüte, ich habe seine Abhandlungen im Semesterapparat abgelegt. Zurück zu den Kapiteln. Einstieg und Kapitel zwei sind soweit in Ordnung, lesen Sie sich aber noch mal in die Lexika ein, Sie verwechseln da ein, zwei Definitionen. Nichts schlimmes, aber arbeiten Sie genau"
Ja, Ezra liebte seine Arbeit und er liebte das Studium. Er fühlte sich sehr wohl zwischen all den Büchern und er freute sich immer darüber, dass seine Studenten von ihm noch etwas lernen konnten. Sie sollten keine Fakten stur und stumpf auswendig lernen. Sie sollten Zusammenhänge begreifen und sie sollten ihre Arbeit niemals an so kleinen Flüchtigkeitsfehlern aufhängen. Im Prinzip wollte Ezra nur, dass sich die Geschichte nicht wiederholte. Sie hatte es oft genug getan... Und er wünschte keinem seiner Studenten dasselbe Schicksal, dass er hatte durchmachen müssen.



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Rune
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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   So 22 Mai 2016 - 19:38


Rune & Ezra Talcescu
18. April | später Morgen | lauwarm, aber verhangen

Wahrscheinlich wären die beiden Polizisten rechtzeitig erschienen wenn ein gewisser Detective nicht damit beschäftigt gewesen wäre den Blumentopf den man seinen Kollegen zum Geburtstag überreicht hatte klammheimlich „in die Freiheit zu entlassen“. Der Norweger war immer noch davon überzeugt das bisher niemand den Handspaten den er ganz hinten in seinen Schreibtisch versteckt hielt bemerkt hatte und das es noch keinem gelungen war die Identität der vermummten Person die rund um das Departement Blumen pflanzte zu durchschauen. Das einzige was er zu der von ihm verschuldeten Verspätung beizutragen hatte war ein strafender Blick auf die Verbrauchsanzeige des Streifenwagens während sein Kollege rasen musste um Zeit wieder gut zu machen. Das die Frage ob er sich wenigstens darum gekümmert hatte die Ermittlungen in der Universität anzukündigen mit einem lustlosen „Hmmh“ beantwortet wurde besserte die Situation nicht gerade. Rune verfügte durch seine technischen Modifikationen über den großen Luxus in seinem Beruf gut zu sein ohne sich anstrengen zu müssen. Während andere aufwendig nach Spuren suchen mussten musste der Cyborg einfach nur seine hochsensible Wärmebildkamera einschalten und hatte damit schon einen großen Teil der Arbeit getan. Dieser Vorteil führte oft dazu das er sehr bequem dabei war seinen Job zu erledigen. Natürlich hatte er nicht in der Universität angerufen. Dazu hatte die Zeit nicht gereicht und er hatte den Anblick der armen, in einen Topf eingesperrten Pflanze einfach nicht ertragen. So hatte er eben Prioritäten setzen müssen. Außerdem sah er überhaupt nicht ein sich von der Hektik die in den letzten Tagen auf dem Departement geherrscht hatte aus der Ruhe bringen zu lassen. Rune war eine Person die lieber einen Gang runter schaltete wenn es viel zu tun gab und wenn es sehr viel zu tun gab schaltete er eben mehrere Gänge herunter. Gerade dieser Tage war es so extrem weil einer der Mördern die in Cadysa ihr Unwesen trieben anscheinend zu viel zu viel Zeit zur Verfügung hatte und einen Mord nach dem anderen beginn. Das in der Universität wertvolle Manuskripte gestohlenen worden waren konnte da schon einmal in den Hintergrund rücken. Trotzdem war es ein Fall um den sich gekümmert werden musste und da alle kompetenten Polizisten auf Mörderjagd waren schickte man eben Rune. Außerdem hatte man einen Kollegen abstellen müssen um ihn zu fahren, denn der Norweger weigerte sich partout einen Führerschein zu machen.
So erreichten die beiden Polizisten also viel zu spät die Universität. Aber zum Glück machte das überhaupt nichts, denn sie waren ja sowieso nicht angekündigt worden. Der Größere der beiden Gestalten trat bestimmt durch die geöffnete Tür des von dem Raub betroffenen Büros, denn er ging ja noch davon aus man bereits mit seinem Besuch rechnete. Währenddessen versuchte der Kleinere in seinen Hosentaschen Beweismittel verschwinden zu lassen. Er hatte festgestellt das sich an seinen Händen noch etwas Erde befunden hatte die seine heimliche Gärtneraktion verraten könnten.  „Verzeihen sie die Störung.“ Der Beamte sah ein wenig irritiert aus als er bemerkte das sich nicht nur eine Person im Raum befand sondern zwei und die beiden offenbar gerade ein Gespräch führten. Er bedachte Rune mit einem genervten Seitenblick als ihm klar wurde das sie gerade unangekündigt in das Büro geplatzt waren. Der Cyborg bemerkte nicht einmal das er strafend angesehen wurde denn er hatte einen Weg gefunden an den Rollläden die den Raum verdunkelten vorbei zu sehen und versuchte den Baum zu bestimmen der vor dem Fenster stand. Sein Kollege hatte keine Zeit für eine Auseinandersetzung, denn er wurde bereits an einem anderen Tatort gebraucht. Ihm dämmerte das von Rune keine Vorstellung folgen würde, deswegen zog er selbst seine Marke hervor. „Kriminalpolizei Cadysa, Constable Robbins. Uns wurde ein Raub gemeldet. Mein Kollege Constable S235 wird sich der Sache annehmen, das heißt wenn er damit fertig ist aus dem Fenster zu sehen.“ Nun hatte er Rune's Aufmerksamkeit geweckt denn er wandte sich mit einem bitterbösen Blick vom Fenster. „Rune, einfach nur Constable Rune!“ Er hatte eigentlich überhaupt nichts gegen seinen Namen einzuwenden, aber Rune-S235 war nun einmal seine Projektbezeichnung und damit als Nachname schlichtweg inkorrekt. Die Ziffer war dabei nichts weiter als die Kennzeichnung der Stahlart aus der seine Modifikationen hergestellt waren, deswegen bevorzugte er es bei seinem Vornamen angesprochen zu werden. Der andere Polizist nahm sich nicht einmal die Zeit auf den Einwand etwas zu äußern und verließ den Raum so schnell er ihn betreten hatte. Rune blieb zurück, immer noch mit den Händen in den Taschen seiner Uniform, und wandte sich an die Person von den Beiden die mehr nach Autorität aussah. Das war gar nicht so einfach denn der Bursche der eindeutig das Lehreramt bekleidete sah kaum aus als wäre er alt genug um das Abitur bestanden zu haben. Trotzdem wandte Rune sich an den Brillenträger. „Soll ich draußen warten?“ ,fragte er mit einem Stirnrunzeln und völlig formlos. Nicht aus Höflichkeit, sondern um mehr Zeit zu haben um die verräterische Erde von seinen Händen zu entfernen. Die hielt sich zwischen seinen Metallfingern nämlich ziemlich hartnäckig.


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Ezra Talcescu

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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   So 22 Mai 2016 - 21:07

„Sehen Sie, hier werden Sie ein wenig schwammig in Ihren Ausführungen. Sie kommen zu einem verständlichen Schluss, aber einige Argumente sind nicht ganz klar. Sie zeigen im Moment die größte Schwäche in Ihrer Dekon-“ Bevor Ezra seinen Satz beenden konnte, platzten zwei Polizeibeamte in das Büro. Sein Blick wurde fast giftig, als er die beiden Polizisten ansah und scharf anschnauzte: „Können Sie nicht klopfen?! Herrgott nochmal!“ Das letzte hatte er in etwas hartem Deutsch von sich gegeben, er kam nicht ganz aus den alten Gewohnheiten raus. Thompson auf seinem Sitz war richtig zusammengezuckt. Ezra hatte die Polizei heute Morgen informiert, dass ihm einige teure Bücher aus dem Büro gestohlen worden waren, unter anderem eine mehrere hundert Pfund werte Erstausgabe und diverse handgeschriebene Manuskripte, die Ezra für seine Doktorarbeit brauchte. Aber das berechtigte die Polizei doch nicht, hier einfach rein zu platzen! Die Tür war geschlossen gewesen, da klopfte man doch, verdammt noch eins!
Man konnte dem Vampir seine Wut auch noch weiter ansehen, als der Constable sie beide vorstellte und auch meinte, der andere Constable würde sich um den Fall kümmern. Ein leeres Wasserglas neben Ezra auf dem Tisch fing an zu zittern. Seine Telekinese machte sich in solchen emotionalen Ausbrüchen gerne selbstständig, aber das war noch kontrolliert. Würde Ezra sich nicht zurückhalten, würde der ganze Tisch beben. Und den Beamten, der den Raub untersuchen sollte, hatte auch noch die Nerven zu fragen, ob er draußen warten sollte! Ezra schnaubte, er überging auch den seltsamen Namen des Kerls, der da in seinem Büro stand, mit den Händen in den Taschen und anscheinend völlig desinteressiert. „Nein, bleiben Sie schon hier, wenn sie hier meinen hier einfallen zu müssen wie Attila und seine Horden!“ Genervt schlug er die Mappe, in der sich die Seminararbeit befand, zu und gab sie dem verwirrten Studenten zurück. Ezra konnte viel Einfühlungsvermögen mit seinen Studenten beweisen, aber dafür hatte er im Moment nicht den Kopf. Und er wollte den armen Kerl, der wirklich einen relativ passablen Erstversuch abgeliefert hatte, nicht vor den Kopf stoßen. „Mister Thompson, ich bitte Sie vielmals um Entschuldigung für diese Unterbrechung. Ich würde sagen, Sie lesen sich bis morgen meine Anmerkungen durch und wenn Sie noch weitere Fragen zur weiteren Bearbeitung haben, dann kommen Sie morgen einfach um dieselbe Uhrzeit noch mal vorbei. Ich werde mir den Termin freihalten, so oder so. Einen schönen Tag wünsche ich dennoch und erfolgreiches Schaffen. Und denken Sie an den Semesterapparat!“ Thompson nickte nur, immer noch etwas neben der Spur und schlich sich so raus, wie er reingekommen war... wobei er noch mal einen Blick auf den Beamten warf.
Und besagter Polizist wurde jetzt mit einem Blick bedacht, der töten könnte, als die Tür ins Schloss gefallen war. „Was denken Sie eigentlich, wer Sie sind, Constable!?“ Das Wasserglas hatte kurzzeitig aufgehört zu zittern, jetzt bebte es wieder. „Sie stürmen hier rein ohne anzuklopfen und dann haben Sie wirklich noch die Dreistigkeit, mich zu fragen, ob sie draußen warten sollen!“ Das Glas führte einen regelrechten Samba auf dem Tisch auf. „Ich habe heute morgen angerufen, weil mir einige wertvolle Bücher abhanden gekommen sind und ich von Diebstahl ausgehen kann, das Schloss war aufgebrochen worden! Und anscheinend ist ja keine Kunst, durch diese Tür zu rennen!“ Plötzlich und ohne jede Vorwarnung zischte das Glas dann dicht an Runes Kopf vorbei und zerschellte an der gegenüberliegenden Wand. „Gottverdammich noch mal!“, fluchte Ezra laut auf Deutsch und drehte seinen Rollstuhl, damit er um den Tisch herum konnte. Mit einer Hand legte er sich Kehrblech und Handfeger auf den Schoß und kam dann zu den Stufen des kleinen Podestes, auf dem sein Schreibtisch stand. „Im Übrigen, ich bin, wie sie vielleicht anhand des Türschildes gesehen haben, Doktor Talcescu“, grummelte er, bevor er seinen Rollstuhl und sich darin telekinetisch die wenigen Stufen auf den Boden beförderte und sich dann durch Drehung der Räder zu dem Scherbenhaufen rollte, um aufzukehren. „Worauf warten Sie noch, Constable Rune?? Fangen Sie schon an mit Ihren Ermittlungen! Sie werden es nicht glauben, aber ich habe meine Termine!“ Mit etwas Ächzen beugte er sich weit runter und fing an, die groben Scherben aufzulesen.



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Rune
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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Di 24 Mai 2016 - 10:41

Offenbar war der Professor nicht sehr erfreut darüber das die beiden Constables erschienen waren um ihre Arbeit zu tun. Wundervoll, dann konnte der Diebstahl ja nicht allzu gravierend gewesen sein und vielleicht konnte Rune die Sache schneller über die Bühne bringen als er zu hoffen gewagt hatte. Das Gebrüll des Bestohlenen brachte ihn ja fast davon ab die Blattform des Baumes vor dem Fenster zu studieren. Aber eben nur fast.
Schlussendlich blieb Rune keine Wahl als sich seiner Arbeit zuzuwenden. Auch wenn das im Moment noch hieß sich von einem augenscheinlich jungen Burschen zusammen fahren zu lassen. Nicht das Rune das kümmerte, eigentlich fand er es sogar ziemlich cool mit Attila verglichen zu werden. Ausdruckslos sah er den jungen Professor mit seinem einen, menschlichen Auge an und wartete bis er fertig damit war sich aufzuregen. Der Cyborg zuckte nur beiläufig mit den Schultern und sah sich keines Verbrechens bewusst als man ihn vorwarf in das Büro eingefallen zu sein. “Nicht meine Schuld, Robbins ist reingeplatzt.” ,stellte er trocken fest. Nicht das er es anders gemacht hätte, aber es war doch so viel bequemer wenn man einen Sündenbock hatte.
Dann ließ man ihn auch noch warten während der Professor wortreich seinen Schüler raus schickte. Doch davon ließ Rune sich nicht aus der Ruhe bringen denn es gab ihn die Chance noch einmal das Fenster zu inspektieren. Vielleicht sollte er seine Kamera einschalten um durch diese lästigen Rollläden zu sehen. Sein Finger war schon auf dem Weg zu seinem rechten Augenwinkel wo er die Zusatzfunktionen einschalten konnte, doch dann ging der Lärm schon wieder weiter. Er verstand zwar nicht weshalb ein Anlass dazu bestand, aber er ließ sein Gegenüber erst einmal weiter wüten. Rune war allerdings viel mehr daran interessiert das bebende Glas zu beobachten als den Anschuldigungen zuzuhören. Wahrscheinlich war es in Cadysa nichts außergewöhnliches das Wassergläser ein Eigenleben entwickelte, es war für den Norweger allerdings immer noch ungewohnt und so richtete er sein bionisches Auge mit milden Interesse auf das Trinkgefäß während das humane Auge immer noch den Professor ansah ohne richtig hinzusehen. Es war ein Glück das sein kybernetisches Inplantat keine Pupille besaß, denn so konnte er ungestört seine Umgebung betrachten wenn er so tat als würde er jemanden zu hören. So wie jetzt. Doch dann zerschellte auf einmal das Glas neben ihr an der Wand und Rune neigte leicht den Kopf um von keinen Splittern getroffen zu werden. In Momenten wie diesen vermisste er schon fast seine verschlaffene Heimat Lillehammer wo man die Polizeibeamten bestenfalls als Schiedsrichter für einen Kuchenwettbewerb gebraucht hatte. Das war eigentlich auch ein Grund gewesen weshalb er Norwegen verlassen hatte, aber nun fragte er sich ob das richtig gewesen war.
Der Brillenträger war also Deutscher. Rune erkannte die Sprache die er immer wieder instinktiv benutzte. Natürlich tat er das, schließlich sprach er selbst deutsch und seine teuren Modifikationen waren von einem deutschen Institut bezahlt worden. Er hätte sich also auch in der Muttersprache des Wüterichs mit ihm unterhalten können. Hätte. Vielleicht würde er das später noch einmal in den Raum werfen wenn man gerade nicht nach Geschirr mit ihm warf. “Wie auch immer.” ,erwiderte er schlicht als der Fremde sich als Doktor Talcescu vorstellte. Herrje, auch noch ein Doktor... Rune konnte nicht nachvollziehen weshalb man sich in so jungen Jahren schon den Stress machte um einen Doktortitel zu erwerben. Er spürte einen plötzlichen Anflug von....(Sympathie war ein übertriebener Ausdruck dafür, oder?) was-auch-immer als er sah das der Doktor in einem Rollstuhl saß. Das machte ihn irgendwie auch zu einer Art Cyborg und damit konnte Rune sich gut identifizeren. Doch anscheinend war das schon die einzige Gemeinsamkeit die die beiden hatten. Das zeigte sich allein schon dadurch das Dr. Talcescu Termine hatte, Rune dagegen hatte nur zeitgebundende Verpflichtungen die ihn davon abhielten etwas Besseres zu tun. Was im Prinzip das gleiche war, nur das der Norweger sie komplett anders auslegte. “Dann können sie ja froh sein das ich mich nicht mit dem offiziellen Fragenkatalog aufhalte.” ,stellte er gelassen fest und schaffte es damit seine Verweigerung zeitraubende Vorschriften einzuhalten als Qualität hinzustellen. Da der Kerl einen Doktortitel hatte war er wohl klug genug um zu wissen das ein Tatort so wenig wie möglich verädert werden sollte, das brauchte er also erst gar nicht zu erwähnen. Rune ließ seinen Blick durch den Raum schweifen und seufzte. Hier waren wirklich verdammt viele Gegenstände die es zu untersuchen galt. “Sie müssen mir aber schon sagen wo die entwedeten Gegenstände gestanden haben.” Er hätte einfach Gebrauch von seiner Kamera machen können die um einiges funktionsstärker war als eine einfache Wärmebildkamera und es ihm sogar erlaubte zu sehen wo in letzter Zeit eine rege Aktivität geherrscht hatte. Aber diese Funktion verbrauchte verdammt viel Strom und es widerstrebte Rune deswegen sie einzusetzen. Meistens benutzte er sie intuitiv, wenn er nicht darüber nachdachte was alles an Unweltbelastung notwendig sein musste damit er ein Auge wieder mit Strom aufladen konnte.


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Ezra Talcescu

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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Mi 1 Jun 2016 - 13:35

Trotz allen Alters, aller Universitätsabschlüsse und aller Contenance war Ezra immer noch irgendwo ein 16-Jähriger Jugendlicher und entsprechend reizbar. Besonders, wenn man ihn nicht respektierte, da flogen auch mal Wassergläser. Sicher, die Polizei hatte ihm versichert, so schnell als möglich jemanden vorbei zu schicken, aber sie hatten auch gesagt, dass man sich noch mal melden würde, damit es nicht zu Terminüberschneidungen kam. Und so wie es aussah, war der etwas gelangweilte Constable wohl die Wurzel allen Übels und Ezra knurrte vor sich hin, als er die Scherben aufkehrte. Als Telekinet hätte er das natürlich tun können, ohne einen Finger zu rühren. Aber das hielt er für unnötige Verschwendung von Ressourcen und außerdem wollte er sich nicht auf seinen Kräften ausruhen. Er mochte im Rollstuhl sitzen, aber das hieß nicht, dass er sich nicht mehr rühren konnte.
Er wusste nur nicht, was ihn mehr aufregte: dass er die Kontrolle verloren hatte, oder dass der Constable anscheinend völlig desinteressiert war und dann auch noch meinte, er müsse das Protokoll nicht einhalten! Na den Zahn durfte er sich gleich ziehen! „Nichts da, wir arbeiten den schön ab, sonst krieg ich noch Migräne!“ Allein, um den Kerl genauso zu nerven, wie er Ezra nervte – er war eben immer noch ein Teenager, so erwachsen er auch meistens dachte. „Fangen Sie schon an mit Ihren Fragen“ Nachdem er die Scherben in den Mülleimer entsorgt hatte, drehte er die Räder wieder zu dem Constable und nahm sich erst jetzt mal die Zeit, ihn sich mal genauer anzusehen. Und jetzt fiel ihm erst auf, dass der Polizeibeamte wohl... teilweise biotechnisch ausgestattet war. Das erregte dann doch seine Neugier, auch wenn das nicht gerade sein Hobby war. Aber es war doch wirklich spannend, wie rasant sich die Technik weiterentwickelt hatte. Er betrachtete sich Rune erstmal ein kleines Weilchen, bevor er deutlich beruhigt antwortete. „Die Manuskripte hatte ich vor dem linken Monitor liegen, es handelt es sich um handgeschriebene Notizen des Hofkomponisten Friedrich des Zweiten. Nicht nur, dass sie ausgezeichnet erhalten sind, sie dokumentieren seinen Schaffensprozess wirklich beispiellos. Weiterhin wurden mir eine Ausgabe erster Hand von Wagner, eine Erstausgabe mit Datierung von Max Brod und einige Nachdrucke mit den Werken von Salieri gestohlen, die Bücher standen auf dem kleinen Beistelltisch zu Ihrer Rechten, Constable Rune. Die Diebe haben dabei ein Bild umgeworfen, Sie sehen das ja schon, es liegt auf dem Boden. Ich habe daran nichts verändert, ich nahm an, dass sich darauf vielleicht etwas finden lässt, was zu den Schuldigen fühlt. Außer mir haben das Zimmer heute dann nur noch meine Sekretärin, eine studentische Hilfskraft und der Student, den Sie eben gesehen haben, betreten“ Das Bild zeigte Ezra und seinen Adoptivvater Viktor auf der Zeremonie zur Überreichung von Ezras Doktorwürde 2002. Und nicht nur, dass ihm die Bücher und die Manuskripte gestohlen wurden, dass man auch noch so achtlos mit solchen Erinnerungsstücken umging, das schmerzte doch. Er hing sehr an Viktor und als Geschichtsprofessor war das nur noch ein Stich mehr. Aber darum ging es jetzt nicht. Es ging darum, dass er seine Unterlagen wieder zurück bekam. „Die Manuskripte sind sehr wichtig für mich, ich arbeite gerade an meiner Doktorarbeit in Musikwissenschaften und dafür sind diese Manuskripte essentiell. Ich brauche sie so schnell wie möglich zurück, verstehen Sie das, Constable?“ Eindringlich sah er den doch etwas seltsamen – wenn auch wirklich gut gebauten – Polizeibeamten an. Hoffentlich nahm er das ganze ernster, wenn er verstand, wie wichtig das Ganze für Ezra war.



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Rune
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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Do 2 Jun 2016 - 22:04

Genervt rollte Rune das Auge das dazu noch in der Lage war als der Doktor darauf bestand die Formalitäten einzuhalten. Diese nervtötenden und meistens auch noch völlig überflüssigen Formalitäten. Einer der schlimmsten Aspekte an seinem Beruf, Protokolle. Übertroffen wurde das nur noch von einem, Berichte schreiben. Er erledigte diese Aufgabe meistens zumindest halbherzig, aber sehr unwillig. Doch an manchen Tagen (zum Beispiel als es vor kurzem einen Waldbrand nahe der Stadt gegeben hatte und Rune sich tagelang auf nichts anderes konzentrieren konnte als das miese Schwein zu finden das dafür verantwortlich war. In Eigenermittlung natürlich, weil er nicht an den Fall heran gelassen worden war.) wenn er sich überhaupt nicht dazu durchringen konnte etwas Anständiges zu Papier zu bringen schrieb er seine Berichte einfach in Norwegisch und warf jedem der sich beschwerte Rassismus vor. Dagegen wagte dann nämlich meistens niemand mehr etwas zu sagen und das nutzte Rune gerne zu seinem Vorteil. So viel also zu der Akkuratesse mit der Rune arbeitete. Er hatte gehofft diesen Punkt bei einem kleinen Überfall wie diesem gänzlich unter den Tisch fallen lassen zu können. Es wäre vermutlich niemanden aufgefallen. Aber nein, der Herr Doktor bestand ja darauf alles unnötig breit zu treten. Wenn das so weiter ging war er garantiert nicht der einzige der Migräne bekommen würde! Er wurde das Gefühl nicht los das er Kerl ihn mit Absicht ärgern wollte. Widerwillig zog er einen Schreibblock aus der Tasche nachdem er kurz erwägt hatte ob er den Bericht einfach aus dem Gedächtnis zu schreiben. „Also die Uhrzeit an dem der Überfall bemerkt wurde, mögliche Tatverdächtige...“ Doch noch bevor er zum Schreiben angesetzt hatte ließ er Papier und Stift wieder sinken. „Wir können auch einfach so tun als hätten wir das schon hinter uns, glauben sie mir das machen mehr Leute als sie denken. Ich frage sie dann einfach wenn ich etwas wissen muss.“ ,warf er ein und klang sogar ein wenig versöhnlicher. Es würden ihnen beiden einiges an überstrapazierten Nerven ersparen. Schließlich war es nicht die Schuld des Professors das er nun hier festgehalten wurde und er hatte sicherlich selbst besseres zu tun. Die starre Teilnahmslosigkeit in Rune's Blick wich ein wenig als er sein Gegenüber musterte. Er wurde das Gefühl nicht los mit einem Jugendlichen zu reden, obwohl Rune lange genug in dieser verrückten Stadt lebte um zu wissen dass das garantiert nicht der Fall war. Vielleicht war er ja gar nicht so übel wie er bisher angenommen hatte.
Dieser neue Eindruck litt jedoch sogleich wieder als er den Tathergang beschrieb. Dr. Talcescu hätte genauso gut mit erfundenen Namen um sich werfen können, Rune hätte es nicht bemerkt. Sein musikalischer Wissenshorizont beschränkte sich auf den Bereich in dem Jimi Hendrix und Muddy Waters zu Hause waren. Wieso schrieb er nicht einfach über die etwas in seiner Doktorarbeit? Es wusste schon ein verdammt langweiliger Dieb gewesen sein wenn er solche Manuskripte klaute. Doch aus irgendeinem Grund den der Cyborg absolut nicht in den Sinn kommen wollte schien der Diebstahl Dr. Talcescu ernsthaft betroffen zu machen. Rune hätte ganz einfach seine Ermittlungen so sehr beschränken können das sie gerade eben noch die Pflicht erfüllten und den Bestohlenen damit vertrösten können das er nichts fand. Aber als er von den Augen des Professors ablesen konnte wie wichtig es ihm war verwarf er diesen Plan wieder. Verdammt! Er machte sich sogar die Mühe die Namen der Komponisten zu notieren. Er gab ein zustimmendes Brummen von sich als er gefragt wurde ob er verstanden hatte wie dringend dieser Fall war. Während er von diesem Blick festgenagelt wurde blieb ihm schließlich auch keine andere Wahl. „Gibt es mögliche Zeugen?“ Er zog eine Flasche mit Desinfektionsmittel aus seiner Brusttasche und fing damit an den Stahl seiner rechten Hand einzureiben. Einer der Vorteile ein Cyborg zu sein war es das er sich keine Gedanken darum machen musste Fingerabdrücke auf Beweismitteln zu hinterlassen. Es reichte vollkommen aus den Werkstahl zu sterilisieren. Er meinte es wirklich ernst, er wollte sich wirklich Mühe geben. Ein wenig. Er konnte sich trotzdem noch nicht dazu aufraffen die Ermittlungen mit seiner Augenkamera zu verkürzen. Es sollte sowieso nicht allzu kompliziert werden. „Es gibt doch sicherlich nicht viele Personen die an so....speziellen Diebesgut interessiert sind.


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Ezra Talcescu

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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Fr 3 Jun 2016 - 20:10

Ganz ohne Protokoll ging es doch nun auch nicht, da musste man sich schon an die Vorschriften halten. Solche vorgeschriebenen Abläufe beruhigten auch ungemein, weil man wusste, was auf einen zukam und weil man sich so an eine Linie halten konnte, wenn alles den Bach runter ging. Nur der Polizist schien davon nur ganz bedingt begeistert zu sein, auch wenn er ein paar Fragen stellte. Wirklich dabei war er aber nicht... Seufzend nahm Ezra seine Brille ab, steckte sie in die Brusttasche seines Hemdes und massierte sich gleichzeitig die Nasenwurzel. Er hatte das Gefühl, mit einem Erstsemester zu sprechen, der ihn fragte, ob man das denn mit dem Literaturverzeichnis soooo genau nehmen musste. „Constable, wir kommen beide in Teufels Küche, wenn wir das nicht machen. Außerdem will ich nicht, dass uns wegen so kleiner dummer Nachlässigkeiten am Ende noch etwas entgeht. Durch die Fragen denke ich vielleicht über gewisse Zusammenhänge nach, die mir vorher nicht aufgefallen wären. Es ist wie mit der Musik“ Etwas versonnen sah er zu dem Koffer, in dem seine Violine war und der neben seinem Schreibtisch stand. Er hatte heute noch ein Seminar, in dem er sie brauchen würde. Sicher, es verbanden sich auch schlimme Erlebnisse mit der Violine, die Zeit im Konzentrationslager und all diese furchtbaren Szenen, die sie musikalisch untermalen sollten... Manch einer hätte nicht mehr spielen können nach dieser Zeit. Aber gerade die Musik hatte Ezra die Kraft gegeben, weiter zu leben und sie hatte ihm einen neuen Sinn gegeben. „Die Musik, wissen Sie, die Musik lebt davon, dass man auch die kleinen Schwingungen heraushören und sie umsetzen kann. Jedes kleine Detail kann das ganze Stück völlig verändern... Und seinen ganzen Sinn in sich zusammenfallen lassen“ Ezra schüttelte den Kopf und wischte sich über die etwas feucht gewordenen Augen. Er wollte nicht zugeben, wie sehr sein Herz noch krampfte, wenn er das eine oder andere Stück hörte. Er straffte seine Haltung wieder und sah den Constable fest an, der sich gerade die metallene Hand desinfizierte. Dieser Kerl war ein ziemlich interessanter Zeitgenosse... Wie war es wohl dazu gekommen? Gehörte er zu einem Programm für Veteranen, bei denen verlorene Körperteile mit Implantaten ersetzt wurden? Oder war er am Ende eine Art Experiment? Ach, so viele Fragen, die einfach so... unpassend waren! Wahrscheinlich hingen sie dem armen Constable schon zum Hals raus, er bekam die bestimmt dauernd von irgendwelchen Neugierigen gefragt. Und außerdem war er ja nicht hier, damit Ezra ihn studieren konnte... „Also, schauen wir mal... bemerkt hab ich den Diebstahl heute früh, es muss kurz nach halb acht gewesen sein. Ich hatte um Acht noch eine Vorlesung gehalten und vorher war ich in meinem Büro, da ist mir das aufgefallen. Zu den Zeugen...hm...“ Da musste er einen Moment überlegen. „Wir haben einen Nachtwächter, den könnten sie befragen. Oh, ansonsten hängen im Foyer Überwachungskameras, der Dieb oder die Diebin mussten definitiv da vorbei, vielleicht können Sie die Bänder mal durchsehen. Ein paar Studenten arbeiten auch noch nachts in der Bibliothek, vielleicht ist denen was aufgefallen, aber das wird schwer, die alle zu befragen. Außerdem ist die Universität riesig...“ Ezra hoffte nur, dass der Dieb sich vielleicht auch noch mal besann... „Die Bücher sind sehr wertvoll, allein die Ausgabe von Wagner ist mehrere Hundert Pfund wert. Die Manuskripte sind praktisch unbezahlbar für einen normalen Meta. Eine Seite allein kostet mehr, als ich im Jahr verdiene und glauben Sie mir, das würde ausreichen, um eine vierköpfige Familie zu ernähren und immer noch was für's College zurück zu legen. Natürlich müsste man sich dessen Wert erstmal bewusst sein. Die Manuskripte gehören im Übrigen mir selbst, ich habe diverse Papiere, die das beweisen. Es waren... Geschenke an meinen Adoptivvater, der sie wiederum mir geschenkt hat. Die Bücher gehören natürlich ebenso mir persönlich. Der Dieb hatte wohl weniger persönliches Interesse an denen, aber der Wert ist immens, wenn man den richtigen Käufer findet. Also heißt das, der Dieb muss jemand gewesen sein, der nicht nur wusste, dass ich diese Werke besitze, er muss auch wissen, wie viel sie wert sind und wo er sie verkaufen kann. Das schränkt den Verdächtigenkreis ziemlich ein...“ Wieder überlegte Ezra, ob ihm spontan jemand einfiel, der ein Auge auf die Bücher geworfen haben könnte.



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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Do 12 Jan 2017 - 2:12

Der liebe Professor schien ganz versessen darauf zu sein die Vorschriften einzuhalten zu sein. Rune hingegen sah wenig Sinn darin Muße an etwas zu verschwenden was im Endeffekt sowieso niemand lesen würde. Es sei denn ein gewisser Jemand würde sich bei seinen Vorgesetzten beschweren. Also ging er lieber grimmig seiner Pflicht nach. Doch das reichte nicht. Der Kerl der dem Aussehen nach zu urteilen jünger war als er selbst war setzte mit seiner Standpauke noch einen nach. „Machen sie sich da mal keine Sorgen. Wenn es überhaupt so weit kommt komme ich in Teufels Küche.“ Er verkniff sich den bissigen Kommentar der ihm auf der Zunge lag. Dr. Talcescu schienen diese unnötigen Formalitäten so wichtig zu sein das er sie sogar mit Musik verglich. Ein Vergleich der Rune im ersten Moment ziemlich weit hergeholt vorkam. Doch während er sich im Büro umsah und irgendetwas auf seinen Notizblock kritzelte (es waren tatsächlich irgendwelche Worte, Rune war geübt darin es so aussehen zu lassen als würde er tatsächlich arbeiten) ließ er sich die Aussagen des Professors noch einmal durch den Kopf gehen. Er selbst war ein großer Freund von Blues-Musik. Schon oft hatte er sich in den kräftigen Gitarrenakkorden und stimmungsvollen Blasinstrumenten verloren. Gerade frühe Stücke wiesen häufig eine unregelmäßige Rhythmik auf, doch statt den Fluss zu stören halfen diese vermeidlichen Dissonanzen die Emotionen des Interpreten noch besser aus zu drücken. So oft erzählte eine Platte von einem ganzen Leben, wenn man ihr nur genau zu hörte. Am Ende war es jedoch das Gesamtbild das zählte und so bewegten die Worte des Professors zwar etwas in dem Cyborg, aber sie motivierten ihn nicht gründlicher bei seiner Arbeit vorzugehen. Es würde sich schon fügen, so wie die Musik. Von den ganzen Gedanken die in seinem Kopf vorgingen war ein knappes „Aha“ das einzige was seine Lippen verließ. Er blickte nicht einmal von seinem Notizblock auf als befürchtete er man könnte ihn anmerken das ihn das Thema nicht kalt ließ. Doch um den Brillenträger weiter zu mustern musste er das auch gar nicht. Es war ein großer Vorteil das sein bionisches Auge keine Pupille besaß, denn so konnte er ihn im Blick behalten ohne das er es mitbekam. Das gesunde Auge blieb nach wie vor auf das Papier gerichtet. Es war schon das zweite Mal das Dr. Talcescu starke emotionale Regungen vor ihm zeigte denn er konnte deutlich sehen wie er sich nach seiner kleinen Ansprache über die Augen wischte. Ach verdammt! Rune hatte gehofft er würde hier schnell fertig werden, aber so wie es jetzt aussah würde er sich wirklich Mühe mit seinen Ermittlungen geben müssen. Er war schließlich kein Unmensch, nur ein technisch verbesserter. Ohne das der Professor es wusste sahen sie sich eine ganze Weile lang an. Als Rune das schließlich bewusst wurde und dass das eigentlich ziemlich seltsam war richtete er sein vollständiges Augenmerk wieder auf seinen stählernen Arm. Die Glanz des Desinfektionsmittels war inzwischen fast vollständig vertrocknet.
Er hatte den Diebstahl also heute morgen bemerkt. Na wunderbar, das hieß die ganze Nacht kam als möglicher Tatzeitpunkt in Frage. Auch die To-Do Liste wuchs beständig. Er musste den Nachtwächter befragen, die Überwachungskameras durchsehen und recherchieren wer sich in der Stadt überhaupt bewusst war was die alten Papierfetz...blätter wert waren. Wahrscheinlich war derjenige im Besitz von Insider-Informationen, denn wenn jemand darauf aus war etwas Wertvolles zu stehlen kamen ihm bestimmt nicht zuerst alte Manuskripte in den Sinn. Rune hatte noch viel Arbeit vor sich. So viel das er am liebsten gleich Pause machen würde um sich einen Kräutertee zu genehmigen und so zu tun als sei es schwarzer Kaffee. Aber eine Pause schien im Moment so weit entfernt wie die Topfpflanze der er vorhin die Freiheit geschenkt hatte und die er nun zu tiefst beneidete. Als Dr. Talcescu erzählte das die Manuskripte ein Geschenk seines Adoptivvaters raffte sich der selbst adoptierte Norweger schließlich auf, aber seine Laune besserte das nicht im Geringsten. Er seufzte, er würde wohl oder übel seine Kamera einsetzen müssen und das bedeutete er würde eine erneute Nacht an der Steckdose verbringen müssen. Als wäre der Stromverbrauch der Gesellschaft nicht schon hoch genug!
Als er sich in den rechten Augenwinkel griff strahlte das sonst nur schwach leuchtende Auge in einem starken orange auf. „Ich sehe jetzt erst einmal nach Spuren damit sie ihr Büro wieder benutzen können.“ Reinste Herzensgüte! Denn eigentlich wäre der nächste Schritt das Durchsehen der Überwachungskameras gewesen, aber dann hätte das Büro solange unberührt bleiben müssen. „Schonmal daran gedacht das es einer von ihren Schüler gewesen sein könnte? Irgendjemand der negativ aufgefallen ist?“ ,fragte er während er die Regale durchsah. „Ein 'Tunichtgut' oder wie sagt ihr das?“ Er hatte deutliche Schwierigkeiten das deutsche Wort korrekt auszusprechen. Rune hatte immer einen leichten Akzent, aber im Deutschen war das wesentlich deutlicher zu hören als wenn er Englisch sprach.


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Ezra Talcescu

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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Sa 24 Jun 2017 - 1:11

Ein wenig überrascht hatte der Cyborg ihn schon, als er tatsächlich ein Wort auf Deutsch hinaus würgte. Der Akzent war zwar nicht zu überhören, aber Ezra sah ihn einige Sekunden lang perplex an, bevor er sich schließlich fangen konnte. „Also... ja, ja, das Wort stimmt schon, ein Tunichtgut oder... ein Taugenichts, das wäre auch noch passend... Ich wusste gar nicht, dass Sie... nun ja, ein wenig Deutsch können“ Wahrscheinlich war Ezra wirklich etwas arrogant gewesen... aus welchem Land der Cyborg genau kam könnte er zwar beim besten Willen nicht sagen. Aber er würde vermuten, aus einem der Nordstaaten vielleicht. Schweden oder Dänemark oder solches... Ab und zu stiegen ihm die Studienabschlüsse zu Kopf. Dabei halfen die ihm auch nicht, jetzt seine Manuskripte zurück zu bekommen. Der Constable mit seiner zugegebenermaßen beeindruckenden Bionik war da schon eher seine letzte Hoffnung. Fasziniert beobachtete der Vampir, wie das Wesen vor ihm sein Auge zu seiner Kamera umschaltete und das Auge plötzlich hell erstrahlte. „Erstaunlich... wie weit die Forschung gekommen ist, in diesen wenigen Jahren... hätte es das vor hundert Jahren schon gegeben, könnte ich heute vielleicht gehen...“ Dabei war Polio heute schon keine Bedrohung mehr. Entweder waren die Kinder geimpft oder man kannte schon andere Behandlungsmöglichkeiten, um zumindest die Auswirkungen einzuschränken. Tja. Ezra half das auch nicht mehr aus dem Rollstuhl. Aber es gab schlimmeres als im Rollstuhl zu sitzen, besonders wenn man Telekinet war und sich notfalls auch aus dem Rollstuhl erheben konnte.
Plötzlich fiel ihm wieder ein, dass der Constable ihm eigentlich eine Frage gestellt hatte, die nicht mal schlecht gewesen war. Könnte es denn ein Schüler gewesen sein? Die wussten, wie wertvoll die Manuskripte waren und wussten vielleicht auch, wo sie verkauft werden mussten. Aber wer würde ihn bestehlen... „Um ehrlich zu sein, würden mir nur zwei einfallen. Miss Tessa Malley und Mister Lawrence Ushburn, die beiden waren schon einige Male durchaus negativ aufgefallen. Miss Malley kommt aus schlechtem und armen Elternhaus, sie wechselt häufig die Jobs und klagt sehr oft über Geldprobleme. Aber ob sie die nötige Finesse und Chuzpe besitzt, in mein Büro einzubrechen, das bezweifle ich. Sie ist doch ziemlich... grobschlächtig und um ehrlich zu sein, sie ist nicht dumm, aber auch kein Genie. Aber sie hat eine bezaubernde, kräftige Gesangsstimme, sehr rauchig. Mister Ushburn ist da ein anderes Kaliber“ Etwas nachdenklich drehte Ezra die Räder an seinem Rollstuhl hinüber zu seinem Violinenkoffer, nahm das empfindliche Instrument auf den Schoß und öffnete das Behältnis. „Er ist... faul. Deshalb hat er auch so schlechte Noten. Er kommt mit Ach und Krach durch jedes Semester, aber er könnte leicht im vorderen Drittel dabei sein, wenn er sich nur etwas anstrengen würde. Aber er feiert lieber jede Party mit... es könnte gut sein, dass er mir eins auswischen möchte mit dem Diebstahl. Oder dass er eine Wette gewinnen wollte... Die beiden sind die einzigen, denen ich einen Einbruch auch nur im entferntesten zutrauen würde“ Sanft glitten seine schlanken Finger über die Violine, fühlten das kühle, lackierte Holz unter sich. Er schlug eine Saite vorsichtig an. „Rune... Sie genießen mein völliges Vertrauen und meine Hoffnung“ Noch während er sprach, nahm er die Violine hoch, setzte sie sich unter das Kinn, nahm den Bogen in die andere Hand und begann zu spielen. Er spielte kein bekanntes Stück, er improvisierte einfach vor sich hin. Entspannte sich sichtlich und sah schließlich zu dem Constable, wobei sein Stück ein wenig an Arrhythmie gewann und an kurzen Anschlägen. Bei dem Polizisten ein einheitliches Bild zu bekommen war schwer. Und eine einheitliche Melodie zu spielen war unmöglich. Irgendwann entschied er sich, zu etwas zu wechseln, was sich an Vivaldis Frühling orientierte. An etwas, dass ihn an die Natur erinnerte. “Diese Werke... was mir gestohlen wurde... es hängt auch ein Stück meines Herzens daran. Bitte, bringen Sie mir wieder, was sie können. Ich will sie nur zurück... nicht wegen ihres Wertes. Sondern wegen der Erinnerungen, die ich damit habe... Ich war vorhin ein wenig unfair zu ihnen“ Musik zähmte eben doch die wildeste Bestie. Auch wenn diese Bestie nur ein gelähmter kleiner Vampir war, dem optisch niemand zugetraut hätte, dass er überhaupt auch nur eine Uni je von innen gesehen hätte. „Ich hoffe, Sie akzeptieren meine Entschuldigung. Ich setze wirklich großes Vertrauen in Sie, und wenn ich wieder gut machen kann, dass ich Sie fast mit dem Wasserglas erschlagen hätte, bitte lassen Sie es mich wissen“ Er spielte unterdessen leise weiter, spielte so, wie er sich eine blühende Wildblumenwiese vorstellte. Spielte die Schmetterlinge genauso wie die Bienen und die Mohnblumen wie die Margeriten. Jeder hatte seinen Platz in seinem Lied, auch wenn es nur schnell zusammengeschustert war.



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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Do 13 Jul 2017 - 3:08

In Norwegen war es üblich Schüler bereits in jungen Jahren mit etlichen Fremdsprachen auf die Nerven zu fallen. Aber Rune hatte die deutsche Sprache nicht nur in der Schule gelernt. Er sah Dr. Talcescu an und klopfte beiläufig mit seiner linken Faust auf seinen rechten Unterarm. Der Stoff seiner Uniform dämpfte nur ein ein wenig das metallische Pochen als seine Fingerknöchel auf den Stahl trafen. „Das Material aus dem meine Modifikationen gefertigt sind ist von einem deutschen Institut bezahlt worden. Da schnappt man zwangsläufig einiges auf. Laut meiner Projektbezeichnung bin ich ein Experiment zur 'Reaktivierung ungenutzter neuronaler Empfindungen', kurz Rune.“ Seine vollständige Projektbezeichnung ging ihn ein wenig leichter von den Lippen als andere deutsche Worte. Es war schließlich sein eigentlicher Name. Es wirkte auf viele befremdlich, ja man schloss sogar darauf das sein Adoptivvater Øystein Fjell ein grausamer, kalter Mann war weil er ein Kind mit so einem Namen aufwachsen ließ. Vielleicht hatte der Forscher Anfangs auch noch gehofft das er so die nötige, emotionale Distanz aufbauen könnte. Doch Rune wusste genau das er nie nur ein Forschungsobjekt für Øystein gewesen war. Warum hatte er sonst eine Projektbezeichnung gewählt die einen typischen, norwegischen Vornamen ergab? Kälte war im Fjell-Haushalt nur vor der Haustür bei den eisigen, regionstypischen Temperaturen zu spüren gewesen. Die Familie wirkte auf Außenstehende ziemlich absonderlich. Aber der Umgang untereinander war stets herzlich.
Während er mit dem Professor sprach hatte er den Blick nicht einmal von dem Regal abgewendet und dort wurde er schließlich auch fündig. Einige der Bücher waren vor kurzem bewegt worden. Er zog ein paar Papiertüten aus seiner Tasche um das Beweismaterial zu sichern. Selbstverständlich war es vollständig recyceltes Papier, Rune bestand bei seinem Vorgesetzten darauf! Die einzelnen Tüten zu versiegeln war eine schrecklich langweilige und zeitraubende Arbeit. Da hatte war er beinahe dankbar das der Brillenträger hinter ihm offenbar in Plauderlaune geriet. So hatte er zumindest eine Ablenkung. Zum Glück konnte Dr. Talcescu nicht sehen wie wie Rune die Augen verdrehte als dieser laut darüber nachdachte ob ihn Modifikationen wie seine den Rollstuhl erspart hätten. Der Cyborg konnte leise, aber deutlich den Schmerz in seiner Stimme hören. Musste er jetzt sein Mitgefühl wecken? Er tat Rune leid und genau das ärgerte ihn. Er wollte das hier doch so schnell wie möglich hinter sich bringen!
Die nötigen Sensoren wurden mir schon als Säugling ins Gehirn eingepflanzt. Das hat die Sache ein wohl vereinfacht. Ist aber nicht auszuschließen das diese Technik inzwischen auch auf Erwachsene anzuwenden ist. Ich bin soetwas wie ein Prototyp... Ich habe Glück gehabt.“ Bei dem letzten Satz stockte seine Stimme etwas, denn er war sich nicht sicher ob er ihn wirklich aussprechen sollte. Doch er wusste das seine Lebensgeschichte ohne diesen Zusatz sehr finster wirkte. So nahm er sie allerdings nicht wahr. Was wäre die Alternative gewesen? Er wäre als blindes, halb gelähmtes Kind aufgewachsen und wahrscheinlich ziemlich schnell in einem Pflegeheim gelandet. Der Technik war es zu verdanken das er dieses Leben mit Einschränkungen wie Dr. Talcescu sie hatte nicht kannte. Er konnte sich nicht einmal an die meisten Operationen erinnern. Wäre da nicht die verdammte Geschichte mit dem Stromverbrauch! Alleine das war etwas das den Norweger an seiner Geschichte tatsächlich wurmte.
Rune merkte das er immer mehr in Gefahr geriet richtige Emotionen zu zeigen. Ausnahmsweise war einmal froh dass das Gespräch auf seine Arbeit zurück gelenkt wurde. Der Constable runzelte die Stirn, Dr. Talcescu beschrieb wirklich sehr seltsame Dinge wenn er einen Verdacht äußerte. Die meisten waren außer sich vor Zorn wenn sie jemanden ein Verbrechen unterstellten und verschwendeten keinen Gedanken an die Gesangsstimme der Person. Noch irritierter war der dunkelhaarige Polizist als der als der Brillenträger eine Violine an seine Schulter legte. Aber gut, er hatte sowieso Schwierigkeiten damit Menschen zu verstehen und die Kauzigkeit des Professors störte ihn auch nicht. Er verharrte trotzdem einen Moment bevor er zu seiner Pflicht zurück kehrte. Der Kleine konnte wirklich verdammt gut mit diesem Instrument umgehen! Er wusste genau was er da tat. Während er lauschte fühlte er sich für einen Moment in seine norwegische Heimat zurück versetzt. Der Frühling war kurz in Lillehammer, meistens dauerte er nicht länger als einen Monat. Doch gerade diese Seltenheit machte ihn umso beeindruckender. Für eine kurze Zeit erwachte die Natur zum Leben und strahlte dabei in so einer Schönheit als müsste sie die lange Zeit unter dem Schnee wieder wett machen. Völlig in seine Gedanken versunken schreckte der Cyborg zusammen als er auf einmal angesprochen wurde und hatte ein wenig Mühe damit seinen gewohnt mürrischen Ausdruck aufzusetzen. Der Professor schärfte ihm noch einmal ein wie wichtig ihm die gestohlenen Manuskripte waren und er entschuldigte sich bei ihm. Rune traute seinen Ohren kaum! Um seine offensichtliche Verwirrung zu überspielen versuchte er beiläufig mit den Schultern zu zucken. „Ist nicht das erste Mal das ich mit Dingen beworfen werde. Bringt der Job mit sich.“ Gerade hier in Cadysa gab es einige Kandidaten die wenig Respekt vor der Polizei hatten. Er war bereits ganz andere Sachen gewohnt. Da warf ihn das plötzliche Schuldbekenntnis viel mehr aus der Bahn. „Ich werde mir die beiden Verdächtigen später genauer ansehen.“ Natürlich verschwieg er das er die Namen der beiden Schüler schon lange vergessen hatte.
Er wartete bis Dr. Talcescu sein Stück beendet hatte ehe er sich ihm zuwandte. Natürlich würde er nie zugeben das er das Lied nicht unterbrechen wollte, auch nicht vor sich selbst. Er freute sich auch nicht wirklich auf das was jetzt kam. Es war irgendwie... seltsam. Aus seiner Brusttasche fischte er das Werkzeug zum Sichern von Fingerabdrücken und legte es auf den Schreibtisch. Jeden Blickkontakt vermeidend streckte er seine organische Hand fordernd über das Möbelstück. „Ich brauche ein Profil von ihren Fingerabdrücken damit sie im Labor nicht mit denen von den möglichen Tätern verwechselt werden. Das macht uns die Sache wesentlich einfacher. Danach bin ich hier erstmal fertig.


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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Sa 22 Jul 2017 - 15:38

Eigentlich machte der Constable doch einen ganz anständigen Job nach den anfänglichen Schwierigkeiten... und jetzt erklärten sich auch die bionischen Bauteile. Er war also Teil eines Experimentes gewesen. „Faszinierend...“, murmelte der Vampir vor sich hin. Vor allem die deutsche Bezeichnung war... er ging so darin auf, dass es fast gruselig war. Als ob er sich nur noch darüber definierte... aber das konnte nicht sein. Allein die Reaktion auf sein Violinenspiel, er hielt einen Moment inne und nicht, weil ihn die Lautstärke gestört hätte. Er hörte zu und es gefiel ihm auch, zumindest glaubte Ezra das. Er hatte noch niemanden erlebt, dem es nicht gefallen hätte, wenn er Violine gespielt hatte. Selbst damals... es schien unendlich lange her zu sein und doch waren es noch nicht mal hundert Jahre. „Glück hatten wir beide, Rune. Wir sind beide einer Sache entgangen. Aber es ist wirklich sehr interessant, was die Menschen in den letzten Jahren alles erschaffen haben. Ich habe die technischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte mitverfolgen können und da wurde schon vieles für solche wie mich angenehmer gemacht. Aber... Sie sind wirklich ein herausragendes Beispiel für menschlichen und technischen Fortschritt. Fassen Sie das nicht böse auf, aber ein wenig neidisch bin ich“ Auch wenn er sich gut damit arrangiert hatte, im Rollstuhl zu sitzen und damit auch wirklich anständig leben konnte. Aber... es war manchmal schon neidisch auf die, die nicht auf Rollstühle angewiesen waren. Bei dutzenden von Ärzten war er schon gewesen, menschliche, vampirische, andere Metas.. aber keiner hatte ihm helfen können, nicht eine Therapie war angeschlagen bei Ezra. Vielleicht war es eben sein Preis für die dunkle Gabe der Telekinese... Viele Vampire zahlten für die Macht einen Preis, das war vielleicht seiner...
„Nur, weil andere es schon vor mir gemacht haben, muss ich es nicht auch machen. Ich verliere eben noch manchmal die Beherrschung, das ist nichts worauf ich stolz sein sollte“ Wenn man im Körper eines 16-Jährigen stecken geblieben war... dann brachte das auch mit sich, dass der Geist da seine Einschränkungen hatte. So unter anderem das jugendliche Temperament. Ein wenig seltsam fand Ezra dann aber schon, dass der Constable sich nicht mal die Aussagen des Doktors zu den Verdächtigen aufgeschrieben hatte... „Oh, ja, Fingerabdrücke, natürlich. Brauchen Sie vielleicht noch die meiner Sekretärin und der studentischen Hilfskraft? Ich habe hier zwei Mal in der Woche jemanden da, der mir bei der Aktenarbeit hilft, die Fingerabdrücke könnten Sie hier auch finden“ Er legte sorgfältig die Violine und den Bogen in den Koffer zurück und schloss ihn vorerst. Säubern würde er sie nachher, wenn der Constable gegangen war, das reichte dann auch noch. Dann drehte er wieder kräftig die Räder, bis sein Rollstuhl an den Treppenstufen angelangt war. Den Part mochte er weniger... seine Kräfte erlaubten ihm zwar, sich relativ frei zu bewegen, aber sie laugten ihn auch aus und er setzte sie nur mit Bedacht ein. Aber um die Stufen rauf zu kommen brauchte er die Telekinese nun mal. Und so schloss er die Augen, leerte seinen Geist und konzentrierte sich. Langsam und sanft erhob sich der Vampir mit seinem Rollstuhl und schwebte fast schon auf das erhöhte Podest mit dem Schreibtisch darauf, wo er ein bisschen hart absetzte. „Autsch...“ Der Stoß ging durchs Rückenmark. „Ich muss wieder mehr üben... Also, wo waren wir... ah, da, gut, wie funktioniert das genau?“ Es konnte ja sein, dass es da Tricks gab oder spezielle Vorgänge die man beachten musste.



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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Mo 7 Aug 2017 - 13:33

Rune hätte natürlich gerne gewusst von welcher Sache Dr. Talcescu gerade sprach der er entgangen war. Vielleicht hatte er einen schweren Unfall gehabt bei ihm sehr viel mehr gedroht war als der Verlust seiner Beine. Vielleicht war er einem schlimmem Ereignis entgangen. Der Cyborg schluckte und fragte lieber nicht nach. Er hatte emotional schon viel mehr in diesen Fall investiert als er ursprünglich eingeplant hatte. Wo sollte das denn noch hinführen? Seine Maske wurde erneut auf die Probe gestellt als der Professor ihm gestand das er neidisch war. Einen Moment sah Rune den Brillenträger einfach nur an, versuchte in Erfahrung zu bringen was in ihm vorging. Dann sah er betreten und ein wenig beschämt zu Boden. Dr. Talcescu führte ihm auf unangenehme Art vor Augen wie sein Leben wäre wenn sein Adoptivvater ihm nicht geholfen hätte. Dafür nahm er, wenn auch mit blutenden Herzen, sogar in Kauf ein umweltschädigender Stromfresser zu sein. Es funktionierte jedoch nicht immer so gut. „Ist aber leider nicht immer die beste Lösung. Bei meinem Bruder...“ Rune schreckte auf, er war gerade dabei ein intimes Detail seines Privatlebens auszuplaudern. Peinlich berührt griff er sich in den Nacken und überlegte wie er sich aus dieser Situation heraus winden konnte. „...ist die Sache ein wenig komplizierter.“ Sicherlich hatte sein Vater bei Jesper nur das Beste im Sinn gehabt. Aber wenn ein Computer die Hälfte des Denkens für einen kleinen Jungen übernahm konnte das sehr verwirrend sein, besonders für den Jungen. Rune war sich auch nach Jahren noch nicht sicher ob er behaupten konnte das sein kleiner Bruder genauso viel Glück wie er gehabt hatte. Er verstand nicht genug von der Technik die in seinem Gehirn, Auge, Arm um Rückenmark verbaut war um zu beurteilen wie sich das auf Dr. Talcescu's Fall auswirken würde. Er schien schließlich auch so zurecht zu kommen. Aber wer war Rune um das beurteilen zu können? Er befand sich nicht in seiner Situation. Genau darauf versuchte er sich nun zu besinnen damit er es schaffte den Blick vom Boden abzuwenden.
Tatsächlich entschuldigte sich Dr. Talcescu bei ihm. Rune glaubt das er es ehrlich meinte und nicht nur tat um seinen guten Ruf zu wahren. Der Norweger nahm es ihm nicht übel, er hatte schon Leute erlebt die wesentlich schlimmer zu gegen waren wenn sie die Beherrschung verloren. Man musste kein guter Beobachter sein um zu bemerken das er selbst nicht immer in so einer monotonen Stimmung war wie er es gerne vorspielte.
Rune war nicht für seine Gründlichkeit unter seinen Kollegen bekannt. Das der Professor nicht der Einzige war der sich in dem Büro zu schaffen machte hatte er ganz vergessen. Na wunderbar, dann musste er die genannten Personen ja auch noch aufsuchen. Sein Feierabend schien ihm selten so weit entfernt zu sein. „Ja schreiben sie mir am besten einfach eine Telefonnummer von jeder Person auf die sich in der letzten Zeit an dem Regal zu schaffen gemacht hat.“ Da würde Robbins ihn heute noch oft durch die Gegend fahren müsste. Rune fragte sich ob er die ganze Aktion einfach seinem Partner aufs Auge drücken konnte. Dann könnte er sich schon einmal mit der tieferreichenden Recherche befassen. Er wollte dem Professor inzwischen wirklich helfen, das hieß aber nicht das er nicht versuchte den besonders langatmigen Aufgaben zu entgehen.
Trotzdem wartete er geduldig auf den Rollstuhlfahrer. Er überlegte seine Hilfe anzubieten, aber Dr. Talcescu schien ein ergeiziger Typ zu sein. Mit seinem Angebot würde er ihn vermutlich sogar beleidigen. Doch schon kurz darauf bereuhte es der Cyborg nicht eingegriffen zu haben. Instinktiv tat er einen Schritt auf den Dozenten zu als er hörte das dieser einen Schmerzenslaut von sich gab. Aber es schien ihm soweit gut zu gehen und Rune ärgerte sich über seine eigene vorschnelle Reaktion. Eigentlich sah es das Prozerere nun vor das er die Hand von Dr. Talcescu nahm, sie mit Tinte beschmierte und auf das vorbereitete Stück Pappe drückte. Doch gerade als er die linke Hand ausstrecken wollte ergriff ihn ein Gefühl von Scham und sein Arm schnellte wieder zurück an seine Ursprungsposition. Dort verweilte er auch weiterhin. Was war denn jetzt kaputt? Bevor er seine plötzliche Unsicherheit noch weiter zu tragen kamen deutete er auf die Karte und schob den Professor ein Stempelkissen und ein eingepacktes Designfesktionstuch zu. Seine verbleibene Pupille richtete sich währenddessen stur gegen die Wand. „Hände desinfizieren, Finger einzeln aufdrücken und hier kommen die Handabdrücke hin.“ Der sonst so träge Polizist erteilte die Anweisungen in einer für ihn sehr ungewöhnlichen Schnelligkeit. Er wollte diese Prozedur so schnell wie möglich hinter sich bringen.


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Ezra Talcescu

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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Di 8 Aug 2017 - 11:04

So ganz schlau wurde Ezra nicht aus dem Polizisten. Er war schon eine ganz eigene Chargé, ein Sonderling und benahm sich so inkonsistent, obwohl er versuchte, dauerhaft gelangweilt, vielleicht auch professionell distanziert zu wirken. Und doch... er war keine Maschine. Vorhin hatte er dem Vampir zugehört, als er gespielt hatte, hatte Vorstellungen gehabt, ein bisschen taggeträumt... Und jetzt erzählte er von einem Bruder, zog aber die Notbremse und verriet nicht zu viel. Ezra legte den Kopf schief und sah den Constable aus Augen an, die nicht zu seinem Körper passen wollten. Augen, die furchtbares wie wundervolles gesehen hatten, die Augen eines alten Mannes im Körper eines unschuldigen Kindes. Er hatte das Gefühl, dass er nicht weiter nachbohren sollte, aber die Neugier war schon ziemlich groß. War der Bruder des Mannes vor ihm auch mit Cyberimplantaten ausgestattet worden? Hatte er die Prozedur vielleicht nicht überstanden? "Ich hatte auch einen Bruder, vor langer Zeit. Und eine Schwester... entschuldigen Sie, ja, wir sollten uns wieder auf das Wichtige konzentrieren" Es war auch nicht gut, nur in der Vergangenheit zu hängen, in der Gegenwart lebte es sich am besten. Er hatte eine gute Gegenwart, selbst mit den gestohlenen Büchern.
Ihm war aufgefallen, dass der Constable ihm anscheinend helfen wollte, aber sofort zurückgezogen hatte. Ezra begrüßte es grundsätzlich, wenn man ihn nicht wie ein rohes Ei behandelte und nicht sofort half, wo er selbst doch gut zurecht kam. Aber woher kam die plötzliche Scheu? Als er ihm irgendwie mechanisch erklärte, was er zu tun hatte, verwirrte er Ezra nur. Natürlich, die Anweisungen waren eben knapp und präzise, es war ja auch kein Hexenwerk, Fingerabdrücke zu nehmen. Aber er schien... "Haben Sie Angst, mich anzufassen, Constable?", fragte der Musikdoktorand dann direkt heraus und tat, wie ihm aufgetragen war. Ein wenig in der Hoffnung, dass er nichts falsch machte. Hände desinfizieren war noch ziemlich leicht, wobei es ja nun wirklich jeder konnte, seine Finger in ein bisschen Tinte zu tauchen und die dann auf ein Papier zu drücken. "Ich bin nicht aus Zucker, Rune. Nur, weil ich gelähmt bin, heißt das nicht, dass ich nichts vertrage oder kränklich bin. Ich sitze wegen Kinderlähmung im Rollstuhl und nicht wegen Glasknochen" Er hatte einen sanften, einfühlsamen Tonfall, wollte nicht, dass der Constable sich schlecht fühlte oder meinte, er nähme ihn nicht ernst. Während er seine Fingerabdrücke abgab, fiel ihm ein, dass seine Sekretärin doch eigentlich gerade da sein müsste. "Wissen Sie, die Sekretärin kann ich gleich rufen, ich glaube sie ist im Haus. Und die Hilfskraft... hmm, wenn Sie wollen, sag ich ihr Bescheid, dass Sie sich auf dem Revier melden soll. Vielleicht kann sie auch hilfreiche Aussagen machen, dann haben Sie weniger Ärger" Ezra wollte seine Werke ja auch so schnell wie möglich zurück, da konnte er auch was dafür tun, dass der Ablauf reibungslos von Statten ging.



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BeitragThema: Re: Büro von Dr. Talcescu   Mi 9 Aug 2017 - 0:08

Rune war Dr. Talcescu dankbar dafür das er das Gespräch sofort in eine andere Richtung lenkte als er von seinen Geschwister erzählte. Er hatte bemerkt das der Dozent die Vergangenheitsform benutzte und das konnte definitiv nichts Gutes für die Geschwister bedeuten. Auch das er ihm gerade nicht in die Augen sehen konnte war eine vorteilhafte Fügung für den Cyborg. So konnte er nicht das Bedauern in seinem Blick sehen. Rune tat zwar gerne so, aber sein Herz war nicht aus Metall wie sein Arm. Er selbst konnte sich nicht ausmalen wie es war ein Geschwisterteil zu verlieren. Er hing sehr an dem kleinen Jesper. Er telefonierte jeden Abend mit ihm weil er wusste wie sehr der Elfjährige seinen Bruder vermisste. Nicht selten bekam er ein schlechtes Gewissen weil er nicht mehr in Lillehammer bei dem Jungen der so zu ihm aufsah wohnte. Aber es waren nur Kilometer die Jesper und ihn trennen. Wenn er überhaupt nicht mehr da wäre... daran wollte Rune gar nicht denken. Beschäftigt mit diesen Gedanken stolperte Rune nicht darüber das Dr. Talcescu ihm mitteilte das es vor langer Zeit geschehen war. Was völlig im Widerspruch zu seinem jugendlichen Aussehen stand. Er ging nicht weiter auf dieses Thema ein. Weil der Professor es so wollte. Und weil es ihm unangenehm war über etwas so intimes mit einem Fremden zu sprechen.
Ein wenig erschrocken sah er auf als er hörte wie Ezra auf seinen plötzlichen Anfall von Schüchternheit reagierte. Verdammt, es war schlimm genug das es überhaupt dazu gekommen war und jetzt fasste er es auch noch völlig falsch auf. Er wusste doch selber nicht woher es auf einmal gekommen war! Aber in einem war er sich vollkommen sicher; es garantiert wegen der Behinderung des Rollstuhlfahrers. Er wusste aus erster Hand wie verletzend so eine Sonderbehandlung sein konnte. Ein s schwerer Eingriff in den menschlichen Körper wie es bei ihm der Fall war ging nicht spurlos an seinem Organismus vorbei. Im Gegensatz zu dem Professor neigte er nämlich zu Kränklichkeit und nahm jede Grippe mit die im Polizeidepartement ihr Unwesen trieb. „D-das...ähm...verstehen sie falsch.“ ,startete er einen verzweifelten Versuch die Situation zu retten und kam gleich danach auf den Gedanken diese Mission lieber auch schnell abzubrechen. Er wusste schließlich selbst nicht was er überhaupt erklären wollte. „Ver-vergessen Sie es einfach.“ Warum musste er jetzt auch noch rot werden? Peinlich berührt fuhr er sich mit seiner Hand über das Gesicht, als hätte er die leise Hoffnung das der kalte Stahl seine warme Haut ein wenig abkühlen würde und das er vielleicht wieder einen klaren Kopf bekam.
Wissen sie, ich suche Ihre Sekretärin am besten persönlich auf. Wo finde ich sie?“ Er blickte zwischen seinen gespreizten, silbrig glänzenden Fingern hindurch. Ihm kam jede Ausrede gelegen  die es ihm erlaubte schnell den Raum zu verlassen.
Zumindest war Dr. Talcescu bemüht ihm Arbeit abzunehmen, das wusste Rune immer sehr zu schätzen. Er ließ die Hand von seinem Gesicht sinken und zog die Karte mit den Fingerabdrücken schnell zu sich heran. Zum Glück hatte er es auch alleine geschafft nichts zu verschmieren. Etwas anderes hätte ihn auch gewundert, er bezweifelte das Dr. Talcescu viele Fehler machte. Gesetzeshüter mit Geschirr übersah er einfach mal großzügig. „Das wäre sehr förderlich, vielen Dank.


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