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 Altes Fabrikgebäude

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dem MA-Team

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BeitragThema - Altes Fabrikgebäude   Di 5 Jan 2016 - 0:56
 
Ein Gebäude, das am Rande eines großen, heruntergekommenen Feldes steht. Hier ist die Landschaft ausgestorben, doch dieser Ort ist ein bekannter Treffpunkt in Schmugglerkreisen. Hier kommt außerdem so gut wie nie die Polizei vorbei, was ihn attraktiv für zwilichte Machenschaften macht.
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Lin

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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 5 Jan 2016 - 1:51
 
cf: Teatime

Tag: 4. April
Uhrzeit: 16:30 Uhr
Wetter: Ein blauer, spätnachmittäglicher Himmel mit ein paar Wattewölkchen daran

Ein kleiner schwarzer Vogel flatterte über den spätnachmittäglichen Himmel von Cadysa. Seine großen, dunklen Knopfaugen beobachteten aufmerksam die Umgebung, während er immer weiter in die Richtung des Industriegeländes flog. Mal flog er höher mal tiefer, wobei er seine Umgebung genau betrachtete. Als er sich seinem Ziel näherte leerten sich die Straßen immer weiter, die Gegend wurde verlassener und ruhiger, je weiter er den Kern der Stadt hinter sich ließ. Im Industriegebiet angelangt richtete sich sein Ziel auf ein leer stehendes Fabrikgebäude. Die Steinplatten die darum verlegt waren wurden von der Natur zersprängt überall lugte Gras zwischen dem grauen Stein hervor, Unkraut hatte sich den Weg bereits in das Gebäude hinein gesucht.
Die kleine Amsel umflog das Gebäude einmal, bevor sie hineinflog und in einer der Ecken hinter einer Mauer landete. Dort entdeckte sie einen kleinen Regenwurm, der sich ein winziges Stück aus der Erde getraut hatte. Sofort pickte sie mit ihrem Schnabel zu, um dann plötzlich inne zu halten und wild mit dem Kopf zu schütteln. Dabei verschwanden ihre Federn, wurden in ihren immer größer werdenden Körper hineingesogen. Der Schnabel verformte sich immer weiter wurde zu einer Nase und einem Mund. Aus ihrem Kopf spross dunkles, langes Haar, aus ihren Schwingen wurden Arme mit zwei Händen daran und ihre Krallen verformten sich zu zwei schlanken Füßen.
Das ganze hatte keine zehn Sekunden gedauert und schon Stand anstelle der Amsel ein hübsches, braunhaariges Mädchen hinter dem Mauerstück. Angewidert verzog sie das Gesicht Und spuckte einen halben Wurm aus, bevor sie ein dünnes, dunkles Tuch vor Mund und Nase schob und das Gebäude auf der Rückseite verließ.


Sirja

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Sharif Cassir
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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 5 Jan 2016 - 12:36
 
Cf: Dunkle Schenke "Clypher"
4. April | Felder des Industriegebiets | 16:45 Uhr

Die große, ausgetrocknete Wiese wog sich mit den langen Grashalmen sachte im Wind. Inmitten des langen Grases tauchten zwei spitze, große Ohren auf, die sich schnellen Schrittes durch die Landschaft bewegten. Die Sonne stand tief und verlieh der gesamten Umgebung etwas goldenes.
Der Schabrackenschakal tänzelte durch das hohe Gestrüpp als wäre es sein natürliches Zuhause. Es dauerte nicht lange bis der braungescheckte Wüstenfuchs das hohe, heruntergekommene Fabrikgebäude erblickte, das einen langen Schatten warf und somit auf das kleine Wesen viel größer wirkte als es das normalerweise tat.
Er hob die Nase in die Luft und erkannte den Geruch eines Vogels. Doch nicht irgendeines Vogels. Mit wachen Augen trottete er zum Eingang des Gebäudes, nur um dann kurz vorher anzuhalten und doch außen herum zu gehen.
Noch während er auf der Rückseite der Fabrik entlang lief und der Schatten des Gebäudes ihm Schutz gab verwandelte er sich zurück in seine menschliche Form. Braune, grobe Stiefel rückten anstelle der Pfoten, lange sportliche Beine mit einem drahtigen Körper tauchten mitsamt der Thobe und dem sandbraunen Schal auf anstelle des Felles auf und seine Verwandlung verlor sich schließlich in seinen glänzend braunen Haaren und den immer noch sichtbaren, spitzen Schackalsohren.
Kaum war er um die Ecke gekommen und war noch gerade dabei, sich den Schal über seine Fuchsohren zu ziehen, blieb er stehen. Die Bekannte, mit der er sich hier treffen wollte, war bereits da. Er lächelte hinterlistig, als er sie sah. Immerhin waren sie nicht hier um Blümchen zu zählen. "N'Abend die Dame", begrüßte er sie schalkhaft, sparte sich aber die Förmlichkeiten die Hand nach ihr auszustrecken sondern ließ sie stattdessen vielsagend in seine Hosentasche wandern.
Seine goldbraunen Augen überflogen alles was in der Nähe war auf mögliche Späher, als er schließlich die Hand wieder hervor zog und eine zerknitterte Tüte hervor holte. In ihr befand sich eine ansehnliche Sammlung Rauschgift, die die Tagelöhnerin vertreiben sollte. "Dieses Mal will ich das Geld aber früher sehen", erklärte er ihr und verwies somit auf das letzte Mal, das etwas auf sich warten gelassen hatte. Sein Mundwinkel huschte jedoch nach oben, denn Sirja war eine zuversichtliche Dealerin.


Excalibur | Jayden | Asher | Jinx | Dr. Zenva | Sharif
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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 5 Jan 2016 - 16:42
 
Als sie um die Ecke bog an der sie sich verabredet hatten, war von dem jungen Mann noch nichts zu sehen, dabei war sie für ihre Verhältnisse recht spät dran... sie zog es meistens vor als erste da zu sein um keinen Ärger zu kassieren. Es gab Leute die wurden dann ganz schön ungemütlich...
Da sie scheinbar trotzdem noch rechtzeitig da zu sein schien atmete sie ein wenig erleichtert auf. Sie hatte keine Lust auf irgendwelche dummen Kommentare. Sie war hier um ihren Job zu tun nicht um ihr Privatleben zu rechtfertigen. Und in dieses hatte sie Bia bereits von Anfang an einsortiert, sonst hätte sie ihr vermutlich auch einen anderen Namen genannt. Es war nun einmal leichter zu verschwinden wenn die Leute keine Verbindung zwischen zwei Personen herstellen konnten.
Ruhig lehnte sie sich gegen die Mauer und verschränkte die Arme vor der Brust, während sie wartete. Scheinbar war Sharif noch später dran als sie... war ihr nur Recht, so hatte sie noch etwas Zeit ein weiteres Mal auf den Boden zu spucken, um den Rest der Erde in ihrem Mund los zu werden. Igitt! Da hatte sie sich eine Sekunde nicht unter Kontrolle und dann fraß sie einen Wurm! Wie konnten ihre Gefiederten Freunde nur Geschmack daran finden? Und dass ihnen dabei auch noch Erde in den Schnabel kam schien sie nicht zu interessieren... Igitt!
Es war nicht das erste mal, dass ihr so etwas passiert war. Einmal hatte sie eine halbe Maus in ihrem Mund gehabt. Das war ekelhaft gewesen!
In diesem Moment betrat eine Gestalt den Schatten des Gebäudes, in dem auch sie sich befand. Das Lächeln auf seinen Lippen war typisch für ihn. Er hatte Spaß an dem was er tat, das wusste die Gestaltenwandlerin. "N'Abend der Herr!", erwiderte sie ohne mit der Wimper zu zucken. Das Tuch vor ihrem halben Gesicht war ein wenig hinderlich beim sprechen, doch war es eine wichtige Maßnahme um unerkannt zu bleiben. Nicht vor Sharif, ihn kannte sie inzwischen ein wenig, sondern vor möglichen heimlichen Beobachtern. Auch wenn sie sich extra noch einmal umgeschaut hatte konnte sie sich nie sicher sein. Auch Sharif sah das so, denn er schaute sich extra noch einmal um, bevor er ihr den Grund ihres Treffens reichte. Eine beachtliche Menge Rauschgift fand den Weg über die Behandschuhte Hand in die Tasche ihres Mantels, bevor sie sich ihm wieder zuwandte. "Das übliche?", fragte sie kurz, mehr aus Gewohnheit nach dem Preis, den sie ihm zu zahlen hatte. Nur selten änderte er ihn.
"Da musst du dich beim Kunden beschweren.", erklärte sie ihm. "Aber wenn es dich beruhigt werde ich ihn dazu bringen dieses Mal rechtzeitig zu bezahlen", fügte sie noch absichernd hinzu, um ihn zu beruhigen. Sie hatte bereits letztes Mal gedroht, dieses Mal würde sie wohl ernst machen müssen... tja... wer nicht zahlt....


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Sharif Cassir
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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 5 Jan 2016 - 21:34
 
Sirja wartete bereits hinter dem alten Fabrikgebäude auf den Schakal und sah ebenso aufmerksam um sich, ob ihr Irgendjemand gefolgt war oder sie beobachtet wurde wie es der Araber tat. Sobald er ihr die Tüte überreichte erkannte er in ihren Augen, dass es derselbe Stoff war den sie auch erwartet hatte. "Wie immer", antwortete er verschmitzt als sie nach dem Preis fragte. Er verfolgte flüchtig mit, wie sie die Rauschgiftansammlung in ihrem Mantel verschwinden ließ bevor er seine eigenen Hände zurück in seine Hosentaschen wandern ließ als wäre ein Drogenhandel etwas alltägliches - was es für ihn ja auch war.
"Sehr gut", sagte er als sie ihm versicherte wie sie mit ihrem gemeinsamen Kunden verfahren würde und Sharif hob den Kopf. Er hatte noch einiges vor und im Prinzip wollte er nicht mehr Zeit als nötig für das Dealen aufbringen. Seine Tagesplanung wurde aber schlagartig herumgerissen als seine gut trainierte Nase einen fremden Geruch in der Luft ausmachte und er etwas hinter sich knistern hörte. Es war das Gestrüpp ganz in der Nähe und es schien fast so, als wären sie doch nicht ganz allein.
Er gab der Tagelöhnerin ein Handzeichen, dass sie sich ruhig verhalten sollte und der Schakal tat weiterhin so, als wäre alles in Ordnung und er wäre nicht gerade dabei irgendwelche illegalen Dinge von einer Person zu nächsten zu schmuggeln, auch wenn das für den Schnüffler vermutlich schon längst offensichtlich zu sehen war.
Als das Rascheln lauter wurde und ein Schuh unter dem Busch auftauchte drehte sich der Schakal zu Sirja herum. "Ins Haus", zischte er leise und verschwand mit ihr zusammen um die nächste Ecke, damit sie sich drinnen tarnen konnten.
Der Geruch des Schnüfflers war ihm bekannt vorgekommen und das aus gutem Grund: Der Typ hatte ihn bereits schon einmal ausspioniert. Dieses Mal hatte er nicht vor ihn so leicht davon kommen zu lassen. "Wie wär's wenn wir ihn aufs Glatteis führen?", schlug Sharif kurz darauf vor als er sich im Schatten zu dem Rotschopf herunterbeugte. Sekunden später stand er in seiner Schakalsgestalt vor ihr und duckte sich leicht, als er einen Blick aus neuer Perspektive um die Ecke des Fabrikgebäudes warf. Der Schnüffler würde nicht lange an Ort und Stelle verweilen, sie mussten sich beeilen.


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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Mi 6 Jan 2016 - 1:02
 
Die Brünette nahm das Päckchen entgegen. Für sie war dashier normal. Dealen gehörte bereits zu einer der ersten Aufgaben, die sie erledigt hatte. Angefangen hatte sie gemeinsam mit Gideon damals in Warschau. Doch natürlich war es nicht bloß dabei geblieben! Von Dicke Umschläge an Verstecke legen über Taschendiebstahl bis hin zu Betrügereien hatten die beiden alles gemacht. Gideon war ihr Mentor gewesen, ihr Retter. Ohne ihn wäre sie bereits nach einer Woche auf der Straße erledigt gewesen.
Auch als sie weiter gezogen war hatte sie mit diesen Dingen nicht aufgehört. Sie kannte es nicht anders. Sie liebte diesen Nervenkitzel dabei, dieses Risiko... die Kriminalität war ihre Droge. Und um an ihre zu kommen sorgte sie halt dafür, dass auch andere an ihre Drogen kamen.
Außerdem war sie so weitestgehend ihr eigener Herr. Sie suchte sich ihre Aufträge selbst aus und führte diese auf ihre Art durch. Wenn ihr jemand quer kam wurde er aus dem Weg geschafft. Natürlich war es schon vorgekommen, dass sie an Leute geraten waren, die sie, nachdem sie ihren Job hingeschmissen hatte beseitigen wollten. Dann war sie einfach verschwunden.
Doch mit Sharif arbeitete sie bisher sehr gern zusammen. Er war vergleichsweise unkompliziert und machte ihr keine Vorschriften, außer vielleicht den Zeitrahmen in dem das Geld auf dem Tisch liegen sollte. Er gab und nahm einfach und war dann wieder verschwunden. Dies bot für die Tagelöhnerin natürlich optimale Bedingungen.
Als er ihr auf ihre Frage antwortete nickte sie zufrieden. Auf den normalen Preis würde sie noch einiges draufsetzen, so wie sie es immer tat. So konnte sie Problemlos abzweigen. Gerade wollte sie sich umwenden, als sie eine leichte Handbewegung Sharifs daran hinderte. Oh Oh... na super... eigentlich hatte sie jetzt nicht so viel Lust auf so etwas! Sie wollte sich eigentlich noch etwas zum Anziehen für heute Abend besorgen, wenn sie mit Bia in die Disco ging, was sie auch gleich mit der Weitergabe eines Teils des Rauschgiftes verbinden wollte, doch wie es schien hatte es das Schicksal anders gemeint. Sie lehnte sich zurück an die Wand und zog die Augenbraue hoch, als hätte Sharif sie etwas gefragt, das ihr nicht gefiel. Dabei scannte sie unauffällig ihre Umgebung konnte jedoch nichts entdecken. Doch dann hörte auch sie ein leisen Rascheln. Nun gut...
Sie folgte der Anweisung des Schmugglers sofort und huschte gemeinsam mit ihm in die Dunkelheit des Gebäudes. Bei seinem Vorschlag musste sie grinsen. Ja dann konnte es ja nun doch noch ganz lustig werden... aber was genau hatte er vor?
Und schon saß ein Schakal vor ihrer Nase. Aha! Also als Tier... nun nahm sie den Hund oder die Katze? etwas anderes wäre wohl zu leicht zu übersehen für den Schnüffler der hier sein Unwesen trieb. Oder... Ja das war es! "Halt einen Moment still!", murmelte sie leise und beugte sich zu ihm hinunter um ihm die Hand auf den Rücken zu legen. Für einige Sekunden schloss sie die Augen, spürte den sanften Sog in ihrem Arm, eine Hitzewelle über sich schwappen. Er war ein wenig widerspenstig, wie sie feststellte, doch es gelang ihr die DNA des Tieres aufzunehmen.


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Sharif Cassir
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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Mi 6 Jan 2016 - 15:56
 
Sharifs Plan war nicht gänzlich ausgefeilt gewesen, denn der Schmuggler lebte lieber in den Tag hinein als sich selbst vorzuschreiben wie er vorzugehen hatte. So kam es, dass er intuitiv handelte als er sich seiner Schakalsgestalt hingab und mit einem Mal als Füstenfuchs vor Sirja stand. Die Tagelöhnerin sah ihn ansatzweise überrascht an, doch er widmete sich nicht sehr lange ihrem Blick sondern sah lieber gebannt um die Ecke um zu sehen, ob der Schmuggler sich noch an Ort und Stelle befand oder ihnen nachgefolgt war.
Es schien ganz so, als wäre er zu unsicher um sich zu trauen bereits aus den Gebüsch herauszutreten. er wartete dort geduldig, vermutlich darauf, dass der Araber mit seiner Dealerin zurück kam. Plötzlich fühlte er eine weibliche Hand auf seinem Fell und machte große Augen, um Momente später von einem merkwürdig kribbelnden Gefühl überströmt zu werden. Was zum Teufel stellte sie da gerade an?
Eine Hitzewelle schwappte über den Araber und ehe er sich's versah verschwand ihre aufgeheizte Hand auch schon wieder von seinem rauen Fell. Seine Knopfaugen sahen kurios zu ihr auf, Unverständnis war aus ihnen herauszulesen. Offenbar brauchte die Tagelöhnerin aber keine großen reden zu klopfen um ihm zu erklären was dort vor sich gegangen war, sondern konnte es ihm viel besser zeigen als erzählen.
Und so wurde Sharif Zeuge von einer überaus interessanten Verwandlung des rothaarigen Mädchens in eine vierbeinige Kreatur, die zu seinem Erstaunen bereits während des Vorgangs schon sehr ähnliche Merkmale zu ihm selbst aufwies. Kaum war die Verwandlung vollständig erkannte er sein eigenes Ebenbild in dem Schakal wider, den die Dealerin nun darstellte. Die Verblüffung stand ihm ins Gesicht geschrieben.
Er zuckte vielsagend mit den Ohren, dann erkannte er ihre Idee und gab ein schwaches nicken von sich. Als er einen Schritt zurück trat bedeutete er ihr, voran zu gehen und den Schnüffler zuerst ohne ihn zu konfrontieren, damit er später dazu stoßen und die ganze Sache aufmischen konnte. Sie würden es dem Spion gemeinsam heim zahlen und irgendetwas sagte dem Schakal, dass der Schnüffler heute Abend nicht mehr nach Hause kommen würde.

Tbc: Schrottplatz


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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Mi 6 Jan 2016 - 16:36
 
Als die beiden um die Ecke bogen hatte Sirja noch keine Ahnung, was Sharif vor hatte. Sie wusste, dass er eine ungefähre Ahnung über ihre Fähigkeiten hatte. Damit war er allen anderen auf diesem Planeten einen gewaltigen Schritt voraus. Außer Gideon hatte nie jemand etwas davon erfahren, doch er weilte nun einmal nicht mehr unter den Lebenden.
Jedoch war auch der Schmuggler nicht in Kenntnis, wie weit ihre Kräfte reichten. Sie wusste es ja selber nicht einmal richtig. Sie wusste zum Beispiel nicht, ob es nicht eine Grenze gab an Verwandlungen, die sie in sich tragen konnte. Auch wusste sie nicht, ob sie diese überhaupt wieder los werden konnte. Daher wählte sie die Tiere, deren DNA sie übernahm meist mit Bedacht aus.
Auch der Schakal, den sie jetzt übernahm war keine Kurzschlusshandlung. Auch wenn sie wusste, dass dieses Tier hier in der Umgebung besonders auffiel, da es aus Afrika stammte, so hatte sie doch die Hoffnung es später noch einmal verwenden zu können, sollten Sharif und sie mal wieder in eine solche Situation geraten. Außerdem hatte sie den Araber so in der Hand. Sollte er sich irgendwann einmal gegen sie wenden, so war es ihr möglich in seiner Identität zu arbeiten und so Spuren zu hm zu legen... Sie hatte nicht vor dies allzu bald auszunutzen, doch man konnte sich ja nie sicher sein...
So also übernahm sie seine DNA, bevor sie sich vorstellte ein Schakal zu werden, wie sie es auch sonst immer tat. Ihr Gesicht zog sich in die Länge, die Ohren wanderten ihren Kopf hinauf und wurden immer größer... doch autsch! Das zog.... Verdammt.... was sollte das denn? Sie bemühte sich weiter zu machen, doch der Schmerz wurde immer größer, als ihre Knochen brachen und sich neu sortierten. Normalerweise war dies ein Schmerzfreier Prozess, doch nun durchzuckte sie der Schmerz von vorn bis hinten. Nur schwer hinderte sie sich daran einen Laut von sich zu geben... dann war es endlich vorbei und sie stand mit dem Sharif-Schakal auf Augenhöhe. Auch der Schmerz war verflogen, als wäre er nie da gewesen. Sie schnaufte einmal, um die Luft, die sie angehalten hatte hinaus zu lassen, bevor sie mit einer Zunge aus dem Maul über die großen verwunderten Augen des anderen grinste. Sie verstand den Wink, den Sharif ihr gab sofort und huschte an ihm vorbei ins Freie.
Die Schakals Gestalt war ihr nicht gänzlich fremd. Sie erinnerte sie an den Hund, in den sie sich bereits des Öfteren Verwandelt hatte. Was sie jedoch ein wenig verwirrte waren diese Überdimensional großen Ohren auf ihrem Kopf, die so gar nicht zu ihrem schlanken Körper passen wollten.
Sie schnüffelte ein wenig in der Luft und nahm sofort den Penetranten Geruch des Detektives wahr, den Sharif bemerkt hatte. Knurrend ging sie in die Richtung des Busches hinter dem er nur allzu offensichtlich hervorlugte. Mit angelegten Ohren und gefletschten Zähnen schritt sie auf ihn zu... der würde noch sein blaues Wunder erleben...
Der Glatzköpfige Mann zuckte zusammen und sie roch den Schweiß, der sich auf seine Haut legte... das fand er wohl nicht so lustig... Ein drohendes Bellen kroch aus ihrer Kehle und er trat einen Schritt zurück, nur um dann ganz langsam eine Pistole aus seinem Gürtel zu ziehen... Na jetzt wurde das Interessant...
Sie formte einen Gedanken in ihrem Kopf, den sie an Sharif sendete in der Hoffnung, er würde ihn verstehen. "Bleib wo du bist, er sollte uns besser nicht zusammen sehen..." Ein schalkhaftes Lächeln begleitete die Nachricht. So hatte sie auch immer mit Gideon kommuniziert, wenn sie in einer Verwandlung steckte...
Dann sprang sie auf den Mann zu, flugs zur Seite, als er schoss und rannte dann weiter, während er die Flucht ergriff.

Tbc: Schrottplatz


Sirja

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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 19 Jul 2016 - 11:50
 
PP: Moon Academy/Schulgebäude/Zweiter Stock

Monat: April
Tag: Samstag
Uhrzeit: 23:30 Uhr

Mit einem lauten Quietschen öffnete sich die alte Hallentür und Raenef drückte sich durch den schmalen Türspalt. Eigentlich war er nur durch die Stadt gelaufen, um die Straßen und Gassen ein bisschen kennen zu lernen. Wie er dann ins Industriegebiet gekommen war, wusste er auch nicht mehr, Cadyssa war ja nicht unbedingt eine kleine Stadt. Aber als er sich entschieden hatte, seinen Weg zurück zu suchen, war ihm dieses alte Fabrikgebäude aufgefallen und irgendwas daran hatte seine Neugierde geweckt.
Also war er über den Zaun geklettert und hatte sich eine offene Tür gesucht, durch die er ins Gebäude kam. In der Halle roch es ein bisschen modrig und die Fenster waren so dreckig, das kaum Mondlicht ins Gebäude schien. Maschinen standen hier wohl schon lange nicht mehr. Zögerlich setzte Raenef einen Fuß vor den anderen, um tiefer in die Halle hinein zu schleichen. In der Staubschicht erkannte er einige Fußspuren, scheinbar war er nicht der einzige, der diese Halle erkundet hatte. Oder war sie vielleicht zu irgendeiner Art Treffpunkt geworden? Immerhin schien niemand hier nach Eindringlingen zu suchen und auch der Zaun rund ums Gelände wurde nicht mehr instand gehalten, sodass es leicht war, eine Stelle zum Drüberklettern zu finden. Wahrscheinlich hätte er nach längerem Suchen sogar ein Loch zum durchquetschen gefunden, aber solang er das nicht musste, würde Raenef das auch nicht tun.
Der junge Dämonenlord blickte sich nochmal um, so interessant war es hier gar nicht, dafür wurde schon zu viel mitgenommen. Jetzt waren hier nur noch verdreckte und kaputte Fenster und eine dicke Staubschicht auf dem Boden. Aber es war der perfekte Ort, um seine Fähigkeiten etwas zu pflegen und zu trainieren. Immerhin war niemand hier, der ihn beobachten konnte – oder auslachen, wenn etwas schief ging. Und es war so leise, dass er sich gut darauf konzentrieren konnte, wie die Energie durch seine Finger floss. Er setzte sich im Schneidersitz hin, schloss die Augen, atmete tief ein und legte seine Handflächen aneinander.
Er spürte, wie die Magie langsam in Form von Wärme von seinem Brustkorb in seine Arme floss. Ein angenehmes, warmes Kribbeln, das ihn erschaudern ließ. Er konzentrierte diese Energie auf seine Handflächen und entfernte diese langsam etwa zwei Hände breit voneinander. Dann ließ er die Magie langsam vom Zentrum seiner Handflächen zusammenfließen und dort, wo sie sich traf, loderte eine kleine Flamme – kaum größer als ein Regentropfen – auf. Raenef schlug die Augen auf und konzentrierte sich voll und ganz auf die Lohe zwischen seinen Händen. Langsam führte er ihr mehr Wärme zu, während er gleichzeitig ihre Größe beibehielt. Ein kritisches Stadium, wenn ihn jetzt etwas unterbrach würde er die Kompression der Flamme nicht mehr beibehalten können und sich wahrscheinlich die Finger und die Nase verbrennen.
Gespielt von :
Niko

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Banshee

Größe :
1,76 m

Stimme :
Sanft, Tröstend, Manipulativ

Auffallende Merkmale :
Verbände um den Hals- bis Mundbereich, Schwarze Haut

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Banshee

BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 19 Jul 2016 - 13:49
 

Cf.: Das Tankodorm | April | 23:37 Uhr | Klare Nacht


Die Worte der braunhaarigen Vampirin flossen ihr wie schwerer Blei durch den Kopf, während sie mit dem Wind der kühlen Luft durch die Nacht schwebte. Es war nur natürlich dass Wesen jeder Art sie fürchteten, denn schließlich war sie diejenige die den Tod verkündete. Diejenige, die ihre Seelen sammeln und verurteilen würde. Und Angst war etwas, dass in dieser Lage nur natürlich war. Katharina hatte Recht gehabt, als sie gesagt hatte, dass ihre Gesprächspartner nur rar waren, allerdings gab es einige wenige die sie nicht fürchteten. Wesen die sich trauten mit ihr zu reden und zu interagieren. Die sie nicht für das verurteilten, was sie sich niemals ausgesucht hatte.
Ein leises Seufzen entwich den Lippen der Schwarzhaarigen als sie ihren Blick zum hellen Mond hob. Schon seid einiger Zeit spürte sie die Präsenz eines alten Freundes in dieser Stadt und obwohl sie ihn schon so lange hatte aufsuchen wollen, hat sie es bis heute nicht geschafft diesen Wunsch in die Realität umzusetzen. Ihre silbernen Augen schlossen sich, während sie sich einfach nur den Wind durch die Haare fließen ließ. Irgendwann würde sie ihn schon wieder sehen und dann könnten sie sich über all das unterhalten, was in den letzten Jahrzehnten passiert war. Wie sich ihre beid- Wie sich zumindest sein Leben entwickelt hatte, denn immerhin hatte die Banshee kein wirkliches Leben. Sie existierte um die Existenzen auf dieser Erde aufzunehmen. Und dabei umging sie nur mehr als einmal die Regeln. Manchmal waren diese viel zu grausam. Wie konnte man zwei Liebende trennen, obwohl ihre Gefühle zu einander so rein und unschuldig waren?
Die Augen der Banshee öffneten sich, als sie drohte sich in den Erinnerungen der Füchsin zu verlieren, wobei sie erstaunt feststellen musste das sie der Wind auf ein altes Fabrikgelände gebracht hatte. „Wie seltsam,“ murmelte sie leise in die Nacht hinein, während sie näher an eins der Gebäude heran schwebte. „Normalerweise ist hier keine Menschenseele.“ Die schwarzen Haare der Banshee umspielten ihr Gesicht, als sie sich kurzerhand dazu entschloss einen Blick in das Gebäude zu werfen. Und einen Vorteil hatte das Leben als Banshee sicherlich: Sie brauchte weder durch Türen gehen noch darauf achten, wohin sie ging. Sie konnte in dieser Form einfach durch Wände und massive Gegenstände durchwandern.
Die Banshee schwebte unterhalb des Daches, als sie plötzlich eine stärker werdende Energie spürte. Neugierig wanderten die Augen Máirín's zu dem Boden unter sich und tatsächlich: Unerkannt und völlig alleine saß dort ein junger Mann im Schneidersitz. Doch für sein junges Erscheinungsbild fühlte die Banshee in ihm eine große Macht. Eine Macht, von der sie sich bestimmt etwas Energie nehmen könnte. Immerhin hatte es für den Betroffene keine Folgen, bis auf das kurze Schwächegefühl und die Kälte in ihren Körpern. Und für Máirín hieß die neu gewonnene Kraft nur eins: Das sie für kurze Zeit wieder zu einem Menschen werden konnte.
Aufmerksam betrachtete sie den jungen Mann während sie immer weiter hinab schwebte, bis ihre Füße beinahe den Boden berührten. Ihre Hände hatte sie hinter ihrem Rücken zusammen gefaltet während ihre silber-blauen Augen auf dem konzentrierten Jungen lagen. Was versuchte er da? Seine Energie floss durch seinen Körper, konzentrierte sich an seinen Händen, so viel konnte die Banshee selber erfühlen, doch wofür? Sie beugte sich vor um ihm von hinten über die Schulter zu schauen, als plötzlich zwischen seinen Händen eine kleine Flamme aufloderte. Sie lehnte sich wieder zurück, grade in dem Moment als der Junge seine Augen öffnete und sich scheinbar auf das Feuer zwischen seinen Händen zu konzentrieren versuchte. Nachdenklich legte sich die schwarzhaarige eine Hand an ihre von Bandagen verdeckte Wange, während sie noch immer dem Versuch dieses Jungen zusah. So würde diese Flamme niemals größer, geschweige denn stärker werden.


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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 19 Jul 2016 - 14:39
 
Zuerst bemerkte Raenef die geisterhafte Besucherin nicht. Zu sehr konzentrierte er sich auf diese Übung, die ihm helfen sollte, seine Magie zu kontrollieren und in entsprechende Bahnen zu lenken. Es sah nicht unbedingt spektakulär aus, die Flamme war winzig und erinnerte mehr an eine Kerze, als einen Feuerball. Aber es ging hier nicht darum, ein beeindruckendes Inferno zu entfachen, sondern genau zu koordinieren, wie viel Magie er nutzte und auf welche Weise.
Und er steigerte diese Menge auch nur langsam, darauf bedacht, die Größe der Flamme gleich zu halten. Das Rot, das sich in seinen Augen spiegelte, wurde langsam zu einem dunklen Blau, ein sicheres Zeichen, dass das Feuer an Wärme gewann. Der Dämon atmete im gleichmäßigen Rhythmus, passend zum zucken der Flamme. Das blöde an dieser Übung war, dass er absolute Ruhe brauchte, um sie durchzuführen, deswegen konnte er sich dieser Art des Lernens nur selten widmen. Draußen war es zu laut und zu grell und auch in seinem Zimmer fand er nicht die nötige Ruhe und Abgeschiedenheit.
Aber durch irgendwas wurde die nun auch hier gestört. Genau erklären konnte Raenef es nicht, aber ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken. Nicht genug, um ihn in Alarmbereitschaft zu versetzen, aber es reichte aus, um seine Konzentration zu stören. Zuerst war es nur ein kurzes Flimmern in der kleinen, blauen Flamme, das ihn zusätzlich beunruhigte und seine Kontrolle durchbrach. Dann gab seine Kraft nach und der komprimierte Feuerball breitete sich mit einem lauten Knall schlagartig aus, versengte Raenefs Haare und verbrannte ihm die Handflächen. Vor Schreck schrie er auf und zuckte nach hinten, was ihn aus dem Gleichgewicht warf und zwang, sich mit den verbrannten Handflächen abzufangen, um nicht mit dem Kopf aufzuschlagen.
„Verfluchter Mist, und es lief so gut…“ Leise fluchend rappelte er sich auf und besah sich den Schaden. Es war nichts weiter schlimmes, ein paar Haare waren weg gesengt worden und er hatte Verbrennungen ersten Grades am Gesicht und an den Händen. Seine Kleidung hatte keine Schäden davongetragen und die Verbrennungen verheilten bereits wieder, wenn auch langsam.
Nachdem er sich sicher war, dass keine größeren Schäden entstanden waren, blickte sich Raenef nach dem Grund für seine Konzentrationsstörung um. Da stand eine jung aussehende Frau mit dunklen Haaren und Bandagen, die sich von ihrem Hals über die untere Hälfte ihres Gesichts zogen und um ihre Oberarme wanden. Was Raenef auch sehr schnell auffiel, war ihre Hautfarbe. Obwohl die an Gesicht und Händen normal erschien, war sie an den Armen und am Oberkörper pechschwarz. Nur einer der Gründe, aus denen er keinen Menschen vor sich vermutete. Ein anderer war ihre Augenfarbe, dieses Silber-Blau wäre für einen Menschen mehr als unnatürlich gewesen, aber zu anderen Wesen hätte es gepasst. Und dann war da noch die Tatsache, dass sie hier rein gekommen war, ohne ein Geräusch zu machen. Die Akustik in der Halle hätte eigentlich jedes noch so kleine Geräusch widerhallen lassen und er hätte sie bemerkt, aber es war kein Geräusch gewesen, das Raenef auf sie aufmerksam gemacht hatte.
Der junge Dämonenlord klopfte sich den Staub, den die Explosion aufgewirbelt hatte, von seiner Jacke und der Hose und stellte sich gerade hin. Mit verärgertem Ausdruck im Gesicht sah er die Fremde an. Immerhin hatte sie seine Übung unterbrochen und ihn aus der Konzentration gebracht. „Wer bist du, und warum schleichst du dich so von hinten an?“ Eine Erklärung war ja wohl das Mindeste. Dass sie hier sein könnte, um ihm etwas zu tun, kam ihm in dem Moment nicht in den Sinn. Warum auch? Sie war nur eine schmale und zierliche Frau, Waffen trug sie keine bei sich und sie sah auch nicht danach aus, als hätte sie ihn gerade angreifen wollen. Natürlich, da war noch die Möglichkeit der Magie, aber in diesem Moment war Raenef viel zu verärgert, um zu begreifen, dass er sich gerade möglicherweise in großer Gefahr bestand. Hier würde niemand ihn um Hilfe rufen hören, wenn er unterlag, und die Hallentür, die sich nur schwer öffnen ließ, bat auch nicht unbedingt einen idealen Fluchtweg.
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1,76 m

Stimme :
Sanft, Tröstend, Manipulativ

Auffallende Merkmale :
Verbände um den Hals- bis Mundbereich, Schwarze Haut

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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 19 Jul 2016 - 15:05
 
Fasziniert beobachtetet die schwarzhaarige Banshee, wie die Flamme zwischen den Händen des Jungens ihre Farbe veränderte. Hatte sie grade noch in dem wunderschönen Rot eines Sonnenuntergangs geschienen, so veränderte sich ihre Farbe nun immer mehr hin bis zu dem hellen Blau des Himmels. Ein Zeichen dafür, dass die Hitze der Flamme anstieg und damit auch ihre Gefährlichkeit. Wenn der Junge die Kraft über diese Flamme verlieren würde, würde sie wohl in einem nicht grade kleinen Knall verschwinden.
Und scheinbar sollte die Banshee auch recht behalten. Die Flamme des blauen Feuers zuckte zwischen seinen Händen, seine Energie wurde unruhiger und ehe sie sich versah, erklang ein lauter Knall durch die Halle. Das Feuer zwischen den Fingern des Jungen hatte sich schlagartig ausgebreitet und hätte wohl auch Máirín verbrannt, wenn ihr Körper nicht grade der eines Geistes gewesen wäre. So konnte sie nur schweigend dabei zu sehen wie die Kraft des Feuers die Haare des Jungen ansengte und seine Haut verbrannte. Zum Glück hielt sich die Kraft des Feuers jedoch noch in Grenzen, denn im Gegensatz zu manchen Brandopfern die Máirín schon gesehen hatte, hielten sich die Verletzungen des Jungen noch in Grenzen.
Und das der blonde Junge noch fluchen konnte zeugte davon, dass sich die Schmerzen seiner Verletzungen wohl im Rahmen halten mussten. Sie beobachtete ihn dabei wie er sich wieder vom Boden aufrappelte, ehe seine blauen Augen auf ihr landeten. Blinzelnd erwiderte sie seinen Blick, als er sie mit sichtlich verärgertem Gesicht fragte wer sie war und warum sie sich an ihn angeschlichen hätte.
Ein geisterhaftes, jedoch äußerst amüsiertes Lachen erklang und erfüllte die leere Halle, während die silbernen Augen der Banshee den jungen Mann beobachteten. Er war sichtlich verärgert über ihr Erscheinen, doch dass er sich keinerlei Sorgen um seine Verletzungen machte, faszinierte die Banshee. Ein normaler Menschen würde höchstens im Schock noch so ruhig vor ihr stehen können, doch sie wusste: Dieser blonde Junge vor ihr war kein Mensch. Er war ein Dämon. Lächelnd, auch wenn er es unter den Bandagen wohl nicht sehen konnte streckte sie ihre Hand aus. Sie berührte sein Gesicht, eine Verbrennungen nicht sonder ließ ihre Finger nur einige Zentimeter von diesem entfernt entlang wandern. So als wolle sie ihn berühren, aber konnte es nicht. „Es tut mir Leid, dich so erschreckt zu haben,“ erwiderte sie zaghaft, während sie eine angenehme Kälte durch ihre Finger fließen ließ. Eine Kälte, die den Wesen sonst nur zu Teil wurde, wenn Máirín sich an ihrer Energie bediente. Doch jetzt teilte sie diese Kälte mit dem Jungen um seine Verletzungen zu kühlen und die Schäden so in Grenzen zu halten. Allerdings nur für eine kurze Zeit, ehe sie ihre Hand zurück zog und sich durch die schwarzen, langen Haare fuhr. "Zudem habe ich mich nicht an dich angeschlichen. Du hast mich einfach nur nicht kommen hören," erklärte sie schmunzelnd, während sie ihre Arme hinter ihrem Rücken verschränkte und den Jungen näher betrachtete. Seine Haare hatten die Farbe eines herbstlichen Feldes, ein schönes und helles Goldblond. Und seine Augen schienen in der Farbe des unendlichen Ozeans. Eine passende Erscheinung für einen so außergewöhnlichen Jungen und er musste außergewöhnlich sein, denn die Macht die Máirín in seinem Körper spüren konnte war keineswegs zu verachten. "Und um auf deine Frage zurückzukommen wer ich bin, mein Name lautet Máirín. Es freut mich sehr deine Bekanntschaft zu machen, junger Freund," sprach sie in einem beruhigenden, sanften Tonfall. Sie wollte dem Jungen klar machen, dass es keinesfalls ihre Absicht war ihn so in Schwierigkeiten zu bringen. Immerhin hätte er sich an der Kraft der Flamme wirklich schwer verletzen können. Und die Banshee wollte nicht für eine weitere geschundene Seele verantwortlich sein. Ihre silbernen Augen fanden zurück zu seinen, als auch sie wieder zu sprechen begann. "Dürfte ich wohl auch deinen Namen erfahren?," fragte sie zärtlich nach, ohne ihren Blick abzuwenden oder auch nur einen weiteren Schritt auf ihn zuzumachen. Wobei Schritt wohl das falsche Wort in diesem Bezug wäre. Schließlich berührte sie die Erde grade kaum. Nur konnte es der blonde Junge wegen ihres Kleides nicht sehen.


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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 19 Jul 2016 - 16:19
 
Nach dem ersten Schreck spürte Raenef nun auch die Verbrennungen auf seiner Haut. Ein unangenehmes Brennen, das sich über seine Hände und Unterarme ausbreitete. Raenef wusste zwar, das solche leichten Verbrennungen nicht gefährlich waren, aber sie taten doch ziemlich weh. Und dabei hatte er noch Glück gehabt, dass die Flamme durch die schnelle Ausdehnung abgekühlt war, leichte Gewebeschäden wie Verbrennungen ersten Grades oder ein Sonnenbrand heilten innerhalb von Minuten bei ihm. Verbrennungen zweiten oder dritten Grades hätten länger gebraucht, vielleicht ein paar Tage, und je nach Schwere auch Narben zurücklassen können.
Der junge Dämon atmete tief durch, kein Grund, die Beherrschung zu verlieren, es war ja nichts weiter passiert. Das verletzendste gerade war noch das Lachen seines Gegenübers. Lachte sie ihn etwa dafür aus, dass er seine Magie noch nicht so gut unter Kontrolle hatte? Er war gerade mal 17 Jahre alt, da hatte er ja wohl das Recht, noch zu lernen. Zumal er nicht wie ein Feuermagier für diese eine Richtung der Magie geboren war und ein natürliches Talent dafür besaß, er musste sich dieses Wissen mühsam aneignen. Aber vielleicht lachte sie auch nur, um die Situation aufzulockern und hatte sich eigentlich, genau wie er, aufgrund der plötzlichen Explosion erschreckt.
Als die Fremde nun ihre Hand nach ihm ausstreckte, machte er zuerst mal einen Schritt zurück. Was sollte das jetzt werden? Er kannte sie ja nicht mal, und da war es ja wohl etwas unangebracht, einfach nach seinem Gesicht zu greifen. Aber als sich eine angenehme Kühle auf Raenefs Gesicht ausbreitete, entspannte er sich etwas. Es linderte das Brennen und nahm ein bisschen von dem Spannungsgefühl, das mit den Verbrennungen einherging. Und es zeigte einen gewissen guten Willen, dass sie ihm mit den Verletzungen half, für die sie irgendwie ja auch verantwortlich war. Immerhin hatte sie ihn aus dem Konzept gebracht, was den Fehler, der zur Explosion geführt hatte, ja auch ermöglichte.
Aber wegen ihr hatte er sich sicher nicht erschreckt, sie hatte nur seine Konzentration gestört, das war alles. Und er sah nicht wirklich einen Unterschied zwischen anschleichen und nicht gehört werden, erst recht an einem Ort wie diesem. „Und wo ist der Unterschied? Du bist hier ja wohl kaum vollkommen lautlos reingekommen, ohne darauf zu achten. Und hier hört man auch das leiseste Geräusch.“ Um das zu beweisen, hob Raenef mit spitzen Fingern ein kleines Steinchen auf und ließ es aus etwa Hüfthöhe fallen. Das leise Geräusch hallte von den Wänden wider, was es erst lauter erscheinen ließ, bevor es mit einem schwachen Echo erstarb. „Selbst das hört man, von normalen Schritten mal ganz zu schweigen. Und du hast mich nicht erschreckt, du hast nur meine Konzentration gestört und damit meine Übung unterbrochen, das ist ein Unterschied.“ Natürlich war dem Jungen auch klar, dass er mit mehr Erfahrung auch einfach die Wärme wieder aus der Flamme hätte ziehen und sie so erlöschen lassen können. Aber das war eben nicht so einfach und er brauchte noch Zeit und viele Stunden der Übung, um an diesen Punkt zu kommen. Magie war eben eine sehr delikate Sache, die zu kontrollieren einer gewissen Konzentration, Macht und Erfahrung bedurfte. Und an zwei dieser Dinge fehlte es Raenef noch deutlich. Aber die würde er sich auf die Schnelle auch nicht aneignen können, da war es sinnvoller, sich auf sein Gegenüber und das Hier und Jetzt zu konzentrieren.
Maírín war also ihr Name, er klang fremd und ungewohnt, aber auch sehr angenehm. Er setzte sich aus sehr weichen Lauten zusammen, die angenehm ineinander übergingen. Was für ein Wesen sie wohl war? Auf keinen Fall ein Engel, das hätte Raenef gespürt, und auch einen anderen Dämon schloss er kategorisch aus. Vielleicht war sie eine Magierin, auf jeden Fall hatte sie Kräfte, die dazu passen würden, irgendwie. „Mein Name ist Raenef, die Freude ist ganz auf meiner Seite.“ Er neigte kurz respektvoll den Kopf, ehe er ihn wieder hob und Maírín in die Augen blickten. Diese Augen hatten etwas geheimnisvolles und sie schienen so nichtssagend. Es waren kluge Augen, und sie strahlten eine gewisse Ruhe aus. Solche Augen hatte er noch nie gesehen. Eclipses Augen waren immer streng und ernst, und die seines Vaters waren immer unruhig gewesen. Und seine eigenen Augen… na ja, die waren wohl der einzige Teil seines Gesichts, der darauf schließen ließ, dass Raenef nicht halb so unschuldig und unwissend war, wie er gerne mal spielte. Sie waren lebhaft, aber sie schienen oft auch nachdenklich, so, als würde er ständig planen. Und wenn er sich allein glaubte, zum Beispiel, wenn er sich morgens fertig machte und sein Gesicht im Spiegel sah… da sah er auch immer etwas hilflos und verloren aus, aber das hätte er nicht mal vor Eclipse zugegeben, geschweige denn vor einer völlig Fremden!
Gespielt von :
Niko

Beruf :
Banshee

Größe :
1,76 m

Stimme :
Sanft, Tröstend, Manipulativ

Auffallende Merkmale :
Verbände um den Hals- bis Mundbereich, Schwarze Haut

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Banshee

BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 19 Jul 2016 - 19:05
 
Wo der Unterschied war? Der junge Mann vor ihr hatte recht: Sie war vollkommen lautlos hier rein gekommen, aber das lag lediglich daran, dass sie keinen Körper besaß. Allein das sie durch die Decke gekommen sprach für sie. Und wenn sie sich wirklich hätte anschleichen wollen, dann hätte sie sicherlich nicht bis zum letzten Moment gewartet um ihn anzugreifen. Immerhin waren Leute, die sich an jemanden anschlichen, meistens nicht aus guter Absicht so still. Das Lächeln unter ihren Bandagen verwandelte sich in ein leises Schmunzeln, als sie beobachtete wie der junge Mann einen kleinen Stein aufhob und ihn von seiner Hüfte aus wieder zu Boden fallen ließ. Selbst dieses kleine Geräusch verursachte ein Echo in dieser Halle, dass kaum jemand überhören hätte können.
Lächelnd löste sie ihre Finger voneinander und nahm ihre Hände an ihr Kleid, ehe sie dieses bis zu ihren Unterschenkeln hochzog. Ihre silbernen Augen wanderten von ihrem gegenüber zu ihren Füßen, die ganz eindeutig nicht den Boden berührten. Erst als ihre Stimme wieder in der Stille erklang, ließ sie das weiße Kleid zurück auf den Boden fallen und sah ihren Gesprächspartner an. „Wie du sehen kannst, berühren meine Füße nicht den Boden. Ich kann also ohne hinterher ein schlechtes Gewissen zu haben sagen, dass ich tatsächlich hier herein gekommen bin, lautlos, ohne darauf achten zu müssen,“ erklärte sie lächelnd. Ein Lächeln das davon zeugte, dass sie wirklich keine bösen Absichten hatte und das doch ungesehen blieb. Nur die Bewegung unter den Bandagen zeigte, dass sich ihre Lippen bewegten während sie sprach und das sie sich zu einem freundlichen Lächeln verzogen, als ihre Lippen sich wieder schlossen.
Ihr Blick schweifte etwas zur Seite ab, wo dieser auf einem der tragenden Pfosten liegen blieb. Es war nicht nur die Tatsache, dass sie mit ihren Füßen gar nicht den Boden berührte, denn selbst dann hätte die Geräusche machen können. Eher noch war es die Tatsache, dass sie zur Zeit gar keinen Körper besaß. Sie schenkte dem jungen Dämon noch einen kurzen Blick, ehe sie ihre Hand nach dem massiven Gegenstand ausstreckte und diese einfach durch ihn hindurch glitt. „Ich habe keinen Körper, weswegen es nur natürlich für mich ist, dass ich keine Geräusche mache,“ erklärte sie, ehe sie ihre Hand wieder zurück zog und den blonden Dämon freundlich lächelnd ansah. Natürlich, sie hätte auf sich aufmerksam machen können, indem sie ihre Stimme genutzt hätte, doch dann wäre das Resultat dasselbe gewesen. Sie hätte die Konzentration des jungen Mannes gestört und damit wäre er selber unkonzentriert und unruhig geworden. Dass Feuer wäre, so wie es nun auch passiert ist, in einem großen Knall aufgegangen. Doch das was passiert ist tat der Banshee Leid, immerhin hatte sie das nicht gewollt. Ihr Blick wanderte über die Verbrennungen ihres Gegenüber, ehe sie ihre Arme wieder hinter ihrem Rücken verschränkte.
Vielleicht war es auch ihr schlechtes Gewissen, dass sie es als mindeste betrachte, was sie tun konnte, ihm ihren Namen zu nennen. Ein Name, denn nicht viele Wesen zu hören bekamen, denn sobald die schwarzhaarige Banshee auf Menschen traf, war dies meistens schon nach ihrem Tod. Und in diesem Zustand waren Namen dann nur noch eine unwichtige Nebensächlichkeit. Und im Austausch dafür erhielt sie auch den Namen des Jungen, der für einen Augenblick sogar kurz den Kopf zur Seite neigte, wie um ihr einen gewissen Respekt auszusprechen. Raenef. Welch ein ungewöhnlicher und einzigartiger Name. Wenn sich die schwarzhaarige recht erinnerte, hatte sie diesen Namen schon einmal gehört. Flüchtig und nur kurz, als sie die Erinnerungen eines verstorbenen Dämon durchlebt hatte, aber die Erinnerungen waren noch präsent in ihrem Verstand vorhanden. Dieser Name gehörte einem älteren, mächtigerem Dämon der sich wohl nicht unbedingt viele Freunde gemacht hatte. „Ein wirklich ungewöhnlicher, aber sehr schöner Name,“ erwiderte sie noch leicht nachdenklich, ehe sie die Erinnerungen von sich schüttelte und ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihren Gesprächspartner vor sich lenkte. Diesen Namen würde sie sich wohl merken, immerhin.. hatte auch dieser Junge vor ihr etwas besonderes an sich.


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BeitragThema - Re: Altes Fabrikgebäude   Di 19 Jul 2016 - 19:49
 
Während Raenef so in Maíríns Gesicht blickte, schaffte er es langsam, Bewegungen unter ihren Bandagen zu erahnen. Es war nicht einfach, die Bandagen verzerrten die Züge darunter und ließen das Gesicht flacher wirken, als es natürlich war, was den Ausdruck auf den Lippen schwerer zu erahnen machte. Aber was schon mal offensichtlich war, war, dass die Frau ihn nicht bösartig anblickte. Auch wegen ihrer silber-blauen Augen, die immer noch ruhig und entspannt wirkten. Wenn die beiden noch etwas mit einander redeten, würde es vielleicht noch leichter für den Dämon werden, aus ihrem Gesicht zu lesen, aber im Moment war es noch ein bisschen komplizierter. Aber die Nacht war noch jung und fürs erste hatte er kein Interesse daran, zurück zur Schule zu laufen. Da wartete niemand auf ihn und es war Wochenende, also würde er in der Zeit auch keinen Unterricht verpassen. Und momentan war es interessanter, hier mit der Fremden in der Fabrikhalle zu stehen und sie ein bisschen besser kennen zu lernen.
Und was sie ihm als nächstes zeigte, machte diese Begegnung noch interessanter: Ihre Füße schwebten über dem Boden. Nicht viel, aber ein paar Zentimeter. Und das ohne Flügel, sehr interessant. Ob sie Telekinetin war? Das würde das Schweben zumindest erklären, aber auf Dauer musste das doch anstrengender sein, als zu laufen. Also warum würde sie sich diese Arbeit machen, wenn sie genauso gut ihre Beine benutzen konnte? Oder fehlten ihr die Muskeln in den Beinen, um zu laufen? Aber bevor er nachfragen oder zumindest erwidern konnte, dass sie dennoch ins Gebäude kommen musste und die Türen hier sich wohl kaum lautlos öffneten, wenn man da keine Mühe rein steckte, sah er, wie sie ihre Hand durch eine der Säulen schob, die das Dach der Halle hielten. Das erklärte es: Wenn sie durch Wände gehen und schweben konnte, war sie wohl wirklich lautlos hier her gekommen. „Okay, jetzt verstehe ich schon eher.“ Sein bisher nachdenkliches Gesicht hellte sich auf. Das war eine befriedigende Erklärung, auch, wenn es das Ergebnis – nämlich dass ihre Anwesenheit seine Konzentration gestört hatte und seine Übung deswegen misslang – nicht beeinflusste. Raenef mochte es einfach nicht, sich mit etwas abzufinden, ohne eine halbwegs akzeptable Erklärung. Und diese beiden Details halfen ihm auch, es weiter einzugrenzen, was Maírín war: Keine feste Gestalt und Levitation waren sehr eindeutige Zeichen, die zwei mögliche Ergebnisse zuließen: Ein Seelenwanderer oder ein Geist. Zumindest waren das die einzigen beiden Arten, von denen er gehört hatte, die sich auf diese Art fortbewegten. „Das ist dennoch eine seltsame Art, sich fortzubewegen. Ich habe bisher nur von zwei Wesen gehört, die sich auf diese Art fortbewegen… Und ist keinen Körper zu haben nicht manchmal ziemlich hinderlich?“ Er wollte die Frau nicht unbedingt darauf ansprechen, dass er sie für einen Geist hielt. Er hatte gehört, dass manche Untote mit der Tatsache ihres Ablebens nicht unbedingt gut umgingen und er wollte sie nicht verärgern, weil er neugierig war. Sie hatte ihm noch keinen wirklichen Anlass dazu gegeben, sich mit ihr anlegen zu wollen. Für so was reichte das Unterbrechen seiner Übungen nicht aus.
Auch, wenn das eines der ersten Male gewesen war, die er wirklich zum Üben seiner Kontrolle gekommen war, seit er hier war. Aber das war auch nicht ihre Schuld, es gab einfach so viel zu tun, er musste sein Zimmer einrichten, sich auf den Unterricht vorbereiten, den Unterricht besuchen, essen, schlafen und irgendwann auch noch die Zeit finden, um sich mal zu entspannen. Und die war nicht leicht zu schaffen, denn auch, wenn er das Anwesen verlassen hatte, um seinen Abschluss zu machen, waren ihm manche seiner Pflichten hier her gefolgt. Er musste immer noch mehr über die Traditionen und Bräuche lernen, um sich, wenn er nachhause zurückkam, als Dämonenlord auch präsentieren zu können. Mit seinem Namen kam eben eine gewisse Verantwortung. Maíríns Anmerkung fand er dabei etwas seltsam… er hatte seinen Namen nie wirklich als schön gesehen. Mit ihm schwang immer die Last der Verantwortung mit… und er klang rau. Er passte einfach viel besser zu Raenefs Vater, als zu ihm selbst. „Danke, ich habe ihn selbst allerdings nie so sehen können… Es ist ein recht alter dämonischer Name, mein Vater trug diesen Namen vor mir, und seiner vor ihm.“ Raenef lächelte unsicher. Er sah keinen Grund, das vor Maírín zu verschweigen. Es war nicht so, als konnte sie über diesen Namen besonders viel über ihn herausfinden. Über seine Vorfahren schon eher, die hatten ihrem Namen alle Ehre gemacht, aber er selbst hatte einfach noch nichts besonderes erreicht.
 
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