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 A stone's throw away

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BeitragThema - A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 1:19
 

A stone's throw away
After 500 years

500 Jahre nach den Ereignissen in Cadysa ist einiges geschehen. Der Dämon Asher und die Hexe Zephyr gingen lange Zeit getrennte Wege und ihre Begegnungen in Cadysa waren die einzigen Erinnerungen, die sie miteinander in all der Zeit noch teilten, denn dort hatten sie sich das letzte Mal gesehen.
Das Schicksal führt die beiden Unglücksbringer nun auf eine Art und Weise wieder zusammen, wie keiner von beiden es kommen sehen konnte.



Ashers Summary
Nachdem ihm Cadysa überdrüssig wurde nahm der Dämon wieder seinen alten Brauch auf, der Hölle regelmäßige Besuche abzustatten. Über die Jahre ging er leidenschaftlich dem Morden nach, doch in einem so großen Zeitraum wurde auch das langweilig, besonders da es kaum einen Gegner gab der sich mit ihm messen konnte. Nach und nach starben immer wieder alle die er kannte aufs Neue, ob es nun sein Verdienst war oder ob sie an Altersschwäche starben. Der Dämon brauchte Abwechslung.
Und diese gab ihm die Hölle. Jedes Mal, wenn Asher eine Reise in die Hölle unternahm veränderte sich sein Äußeres, wenn er danach auf die Welt zurückkehrte. Dies gab ihm immer wieder die Möglichkeit, für bekannte Gesichter ein Unbekannter zu werden und sie sein neues Ich ganz nach seinen Vorstellungen erleben zu lassen.
Gegen Ende des 5ten Jahrhunderts beschloss Asher, noch einen Schritt weiter zu gehen. Er kehrte in die Hölle zurück und begann diese zu infiltrieren, die niederen Dämonen zu bezwingen und sich des Fegefeuers zu bedienen, um die verfluchten Seelen zu bestrafen. Er wurde zum Märtyrer der Hölle.
An jenem Tag beschloss er, wieder auf die Welt zurückzukehren. Doch durch seine Manipulationen in der Hölle veränderte sich der Höllenflux, was dafür sorgte, dass er nicht in seiner altbekannten Welt den Tartarustiefen entsprang, sondern in einer ganz anderen...

Zephyrs Summary
Die Zeit verging und mit ihr auch das Interesse der Hexe an dieser friedvollen Stadt. Nachdem sich die Wege des Dämons Asher und ihr getrennt hatten, beschloss die Hexe wieder in ihre Welt zurückzukehren, nur um dort festzustellen, dass sie gestürzt wurde. Einige ihrer Generäle hatten sich zusammen geschlossen um eine neue Ära einzuführen, in der die Länder im Frieden miteinander existierten sollten. So zumindest war der Plan, dem auch Zephyr nicht im Weg stehen wollte. Vorerst. Denn anstatt sich offen zu zeigen, tauchte sie unter und verschleierte ihre Rückkehr nach Vetrilia. Sie ließ diese schwachen Seelen im Glauben, dass sie ihren Plan tatsächlich erfolgreich umsetzen konnten. Während die Welt in neuem Glanz erstrahlte, plante Zephyr die erneute Übernahme der Herrschaft und versammelte Soldaten, die sich ihr treu ergeben fühlten. Fast zwei Jahrhunderte vergingen, ehe die Welt in diesem Glanz erblühen konnte. Und genau dieser Funken war es, der Zephyr dazu verleitete ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Kaltblütig überfiel sie mit ihren Männern Städte, Länder und erreichte bald schon ihr Ziel. Die Welt versank in Finsternis, während sie ihren Thron einnahm. Kälte regierte den Alltag der Menschen und Zephyr begann sich zu langweilen, bis zu jenem Tag...
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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 1:33
 
After 500 years

Das Dorf, in dem sich die Hexe mit ihren Soldaten befand, hüllte sich in eisiges Schweigen. Denn innerhalb weniger Stunden wurde hier jegliches Leben ausgelöscht. Einem General, der Zephyr unterstand, war zu Ohren gekommen, dass in diesem Dorf eine Rebellion geplant wurde und nachdem für diese Beschuldigung Beweise gefunden wurden, hatte die Hexe folgenden Befehl gegeben: Die vollständige Vernichtung unter ihrer Führung.
Sie selber hatte ihre Soldaten ausgewählt und war mit ihnen losgezogen um ihren Spaß zu haben. Und nun starrten sie leere Augen aus den Eiswänden an, in denen sich unzählige Menschen befanden. Leere Augen von Köpfen, die aufgespießt auf einem Eispfahl hingen. Und für einen kurzen Augenblick hatte die Hexe ihre Langeweile vergessen.
Einige Stunden hatte es gedauert dieses Dorf zu vernichten und nun würde es noch einige Stunden dauern, bis sich die Hexe wieder in ihrer Festung befinden würde. Wie an jedem Tag, tobten um die hohen Mauern ihrer Festung ein heftiger Schneesturm, der jegliche Eindringlinge fern halten sollte. Nur jene, die mit ihr reisten, konnten diesen Sturm bezwingen. Mit dem Schnee schnitten eisige Windstöße wie Rasierklingen in die Haut, während die Kälte jeglichem Wesen zusetzte. Innerhalb dieser Festung befand sich ein riesiger Steinplatz, auf dem die Menschen ihre Märkte und Handel abhalten konnten. Natürlich nur unter Zephyrs wachsamen Augen.
Im Augenblick wurde dieser 'Marktplatz' von einigen Soldaten bewacht, während sich in seiner Mitte unzählige Pfähle befanden, auf denen die Köpfe von Verrätern hingen.  
Köpfe, die zur Abschreckung jener dienen sollten, die vielleicht den Mut aufbringen konnten, sich der Hexe in den Weg zu stellen. Wobei sich Zephyr sicher war, dass es niemand auf dieser Welt wagen würde, einen Kampf mit ihr zu beginnen. Zumindest keinen frontalen.
„Egal ob mein Feinde wilde Bestien oder tödliche Insekten, eine Plage oder einen Virus sind, alles vor mir wird zu Eis erstarren,“ flüsterte die blauhaarige, während sie sich mit ihren Soldaten auf dem Weg zu ihrer Festung befand. Nur noch einige Minuten und dann würde sie wieder daheim sein. Vielleicht würde sie einen Abstecher in die Katakomben machen? Während des 'Kampfes' waren ihr einige neue Foltermethoden in den Sinn gekommen, die sie gerne ausprobieren wollte.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 1:57
 
After 500 years

Er fühlte die Flammen der Hölle um sich herum züngeln, durch seine Adern schießen, alles in ihm war erfüllt vom Höllenfeuer. Die Reise zurück in die Welt hatte immer etwas befreiendes, denn die Hölle war... unbeschreiblich. Grausam, kalt, heiß, sie war alles zusammen und doch die ewige Finsternis.
Der Dämon spürte inzwischen jedoch nicht nur das Höllenfeuer, sein Bewusstsein erweiterte sich. Ein Gefühl, dass ihm nach all den Jahren so vertraut war wie kein zweites. Er fühlte Schultern, die er augenblicklich straffte, einen kräftigen Torso, starke Arme, die er genüsslich ausstreckte. Er nahm einen tiefen Atemzug, als die Luft in seine neuen Lungen drang und seinen neu kreierten Körper mit Leben erfüllte.
Er schlug ruckartig die blutroten Augen auf und seine Pupillen waren geweitet, passten sich jedoch nach dem ersten Moment an das Licht seiner Umgebung an. Doch dem Teufel blieb keine Zeit seinen neuen Körper zu begutachten, denn was er erblickte glich keinem Ort, den er kannte, keinem den er je besucht hatte. Das hier war fremdes Territorium.
Aus seiner hochgewachsenen Perspektive warf er den Kopf herum, wobei ihm lange blaue Haare über die tätowierte Schulter fielen, und analysierte sein Umfeld. Es war eine Festung, augenscheinlich ziemlich groß und zudem auch noch geschmückt mit... waren das Leichen in dem Eis? Es schien tiefster Winter zu sein, anders konnte sich Asher im ersten Anlauf den Schneesturm und die großen Eisberge um sich herum nicht erklären. Die gigantische Festung war von dem Unwetter jedoch abgeschirmt.
Etwas weiches polterte gegen seinen Brustkorb und schubste seine frischgebackene Schulter ein gutes Stück zurück. "E-es tut mir leid, mein Herr", quakte eine zittrige Frauenstimme. Er zischte und hob angenervt die Oberlippe. "Vorsicht", erwiderte er bissig. Seine Stimme war tief und voll, sie brummte klangvoll in seinem Kehlkopf und brachte die zierliche Frau dazu, errötend zu ihm aufzuschauen.
Erst jetzt durch die Dame war der Dämon auf sein direktes Umfeld aufmerksam gemacht worden: Er stand inmitten einer Menschentraube vor irgendeinem Stand auf einem Platz, der ganz offenbar zu Marktverhandlungen diente. Für einen Marktplatz gab es hier jedoch unwahrscheinlich viele Wachen. Wachen, die zu seinem Nachteil alles andere als unaufmerksam waren.
"HEY!", brüllte einer und der Ton ließ die gesamte Menschentraube um ihn herum in Angst und Schrecken zusammenfahren. Der Neuankömmling stach den Wachen nun deutlich ins Auge, da er nicht eine Wimper rührte obwohl der Wachposten so aussah als würde er eigenhändig alles niederreißen, wenn man sich nicht unter ihm wegduckte. Kaum hatte er seine Stimme so laut über den ganzen Platz hallen lassen sah sich Asher von Unmengen an Soldaten umkreist, die alle die Waffe bereit hielten. "Wo kommst du her? Hast du eine Einreiseerlaubnis? Du bist keiner der unsrigen!"
Der Dämon grinste lässig und trat ein paar Schritte vor, wobei ihn seine neue Körpergröße überraschte. Er überragte die Soldaten mit Leichtigkeit, nur die großen befanden sich mit ihm auf Augenhöhe. "Das hast du sehr scharfsinnig bemerkt", lobte er warmherzig. Asher lachte und seine Lache klang zwar anders, doch seinen markanten Humor konnte ihm keiner nehmen, auch ein neuer Körper nicht. "Tut mir leid euch zu enttäuschen, ich bin kein geladener Gast. Ich habe nicht um Einlass gebeten." Nach einer kurzen Pause neigte er belustigt den Kopf. "Und doch bin ich hier."
Mit diesen Gesellen war nicht zu spaßen. Die Soldaten, die ihm am nächsten standen griffen sofort nach ihren Schwertern und gingen auf den Dämonen los. Diesem blieb wahrlich keine Zeit, sich an seine neue Hülle zu gewöhnen, doch das kümmerte ihn herzlich wenig. Das jahrelange Training im Umgang mit den verschiedensten Körpern erlaubte es ihm, sein neustes Modell von Anfang an voll auszukosten.
Ohne groß zu zögern sprang er in die Luft und machte einen Salto über den ersten Angreifer herüber, der mit seinem Schwert ins Leere stach. Seine langen, blauen Haare flogen ihm um den Kopf als er sanft landete und imselben Zug das Katana zog, welches er bereits vorhin auf seinem Rücken gespürt hatte. "Dann zeigt mal, was mir diese Welt zu bieten hat", knurrte er mit einem Lächeln und zerschnitt in einem blitzschnellen Luftsprung die ersten zwei Soldaten in zwei.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 2:33
 
Zephyr's Haltung straffte sich, während sie aufmerksam ihre eisblauen Augen aufschlug und in Richtung ihrer Heimat sah. Irgendetwas stimmte hier nicht. Zwar sollte der Eissturm gewähren, dass niemand in die Festung eindringen konnte, doch scheinbar hatte es jemand hindurch geschafft. Aus dem Inneren der Festung erhalten Schreie. Panisch. Verängstigt. Bis zum heutigen Tag hatte die Hexe gedacht, dass diese Festung uneinnehmbar gewesen sei, doch scheinbar hatte sie man soeben eines besseren belehrt. Und genau diese Erkenntnis zauberte ihr ein eisiges und doch zugleich mit Vorfreude gefülltes Lächeln auf die Lippen.
Der Sturm erstarb unter der Rückkehr der Hexe und die Tore öffneten sich, so als hätten sie nur auf die Rückkehr Zephyr's gewartet. Wahrscheinlich hatte sie diese Rebellen einfach unterschätzt. Niemals hätte sie gedacht, dass diese Ratten tatsächlich die Kraft dazu hatten, ihre Kräfte zu bezwingen und hier einzudringen. Doch selbst wenn sie es durch den Eissturm geschafft hatten, so waren innerhalb der Festung immer noch unzählige Soldaten stationiert. Jeder von ihnen wurde unter der Führung der Hexe ausgebildet, sodass dieses Geschrei nicht so lange hätte anhalten dürfen.
Das ließ nur eine Schlussfolgerung: Wer auch immer in ihr Territorium eingedrungen war, hatte keine gewöhnlichen Kräfte. Und das hießt, dass Zephyr ihre Soldaten in diesem Fall nicht einsetzen konnte. Wenn es um solch außergewöhnliche Kräfte ging, kümmerte sich die Hexe lieber selber um ihre Feinde. Dieser Jemand, der es geschafft hatte in ihre Festung einzudringen, musste sich ihren Kräften widersetzt haben. Und so wie es sich anhörte war er oder sie auch dabei Zephyr's Soldaten auszulöschen.
Nachdenklich schaute sich die Hexe über ihre Schultern und verschränkte die Arme. Ihre Soldaten hatten im Dorf gute Arbeit geleistet. Doch sie waren erschöpft und hatten in diesem Zustand nicht die geringste Chance gegen einen solch übermächtigen Gegner.
„General, wie lauten ihre Befehle?,“ sprach der Soldat, der Zephyr am nächsten stand. Und ihre Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn Zephyr knöpfte sich ihren Umhang auf, ehe sie ihre Hand an ihr Schwert legte. „Haltet euch versteckt, bis ihr neue Anweisung von mir bekommt. Die Stärke unseres Gegners scheint außergewöhnlich hoch zu sein und ihr seid geschwächt. Ich werde mich persönlich um unseren Gast kümmern,“ und mit diesen Worten zog sie ihr Schwert unter dem Umhang hervor. Ein langer Säbel, am Griff schwarz lackiert und mit blauen Saphiren geschmückt.
Zephyr's Element erwachte und das Eis innerhalb der Festung sowie außerhalb begann zu knistern, während sie das Schlachtfeld besichtigte. Alle Soldaten, die sie stationiert hatte, waren ermordet worden. All die anderen Menschen schreiten aus Angst, während sie sich hinter den Säulen versteckten oder in abgelegenen Ecken. Nur noch zwei tapfere Soldaten stellten sich dem Fremden in den Weg, welcher grade dazu ansetzte auch diese zu enthaupten. Allerdings würde die blauhaarige dies nicht tatenlos mit ansehen. Sie stieß sich vom Boden ab, um den Angriff des Fremden vor dem Soldaten abzufangen.
Das Klirren der Schwerter und die sirrenden Schnitte in der Luft waren die einzigen Geräusche, die nun noch erklangen. Sobald die Hexe das Schlachtfeld betreten hatte, verstummten die Stimmen der verängstigten Menschen.
Erbarmungslos musterte sie ihren Gegner, während sich auf ihren Lippen ein dämonisches Lächeln bildete. Dieser Mann war nicht ohne. Er hatte ihre Soldaten in Angst und Schrecken versetzt, sie alle getötet und stand nun ihr Gegenüber ohne mit der Wimper zu zucken. Vielleicht hatte Zephyr ja endlich wieder jemanden, mit dem sie etwas länger spielen konnte. Doch wenn ihre Männer angriff und unerlaubt ihr Territorium betrat, zog ihren Zorn auf sich. Mit einem gekonnten Schlag stieß sie den Mann von sich und den Soldaten weg, ehe sie den beiden ein Zeichen gab, damit sie sich zurückzogen. „Scheinbar habe ich einen Rebellen übersehen, während ich den Rest eurer Sippe ausgerottet habe, allerdings,“ spottete sie, während sie sich wieder in Kampfposition brachte, „scheinst du kein gewöhnlicher Kämpfer zu sein. Vielleicht kann ich vor deinem Tod ja noch etwas Spaß mir dir haben.“ Immerhin brachte dieser Mann sie nun davon ab, ihre neuen Foltermethoden auszuprobieren. Und wenn dieser Kampf nicht spannend war, dann würde ihre Laune nur noch mehr sinken, sodass sie sich eine andere Beschäftigung suchen musste. Und welche Beschäftigung war amüsanter als anderen Lebewesen Schmerzen hinzuzufügen?


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 3:25
 
Die Soldaten waren keine besonders starken Gegner, nicht in seinen Augen. Sie hielten nicht lange gegen ihn durch, keiner von ihnen tat das. Es war eine herbe Enttäuschung, doch wenigstens gab es eine große Anzahl von ihnen, sodass sich Asher trotz allem einen recht angenehmen Kampf mit ihnen liefern konnte, der auch etwas Zeit in Anspruch nahm. Eins musste er den Wachmännern aber immerhin lassen, sie hielten ihn auf Trab. Wer auch immer für ihre Ausbildung verantwortlich war hatte gute Arbeit geleistet.
Nur noch zwei Soldaten waren zum Schluss übrig geblieben, der Rest lag tot um ihn herum verteilt auf dem Boden, dabei Asher hatte immer noch keine Übersicht über seinen neuen Körper erhalten können, denn seine Gegner ließen ihm keine Zeit. Eine Herausforderung mochten sie nicht sein, aber außer Acht lassen durfte man sie deswegen trotzdem nicht. Bevor der Blauhaarige jedoch seinen letzten Zug vollenden konnte hörte er mit einem Mal, wie das Eis um ihn herum begann zu knistern und durch die Geräusche fühlte es sich fast so an, als würde es lebendig werden. Es kam ihm seltsam vertraut vor, so als habe er ein solches Szenario bereits schon einmal erlebt. In derselben Bewegung, mit der er sich herumdrehte um sich das Eis näher anzusehen, sollte sein Katana den übrig gebliebenen Soldaten einen Kopf nach dem anderen abschneiden, bis die Köpfe der beiden blutend vor besagtem Eis kullerten - doch das tat es nicht. Stattdessen wurde es von einem neuen schwert parriert und der Dämon von einem äußerst schnellen Angriff überrascht, der mit Sicherheit von keinem Soldaten ausgeführt wurde.
Innerhalb dem Bruchteil einer Sekunde schaltete er von belanglosem Kampfspiel auf den Ernstfall um, als er sein Langschwert nun mit beiden Händen nahm um den Aufprall mit seinem neuen Gegner zu erwidern. Er ging in eine fließende Bewegung über, die dazu ansetzte seinem neuen Kontrahenten ohne weiteres einen tiefen Schnitt in die Bauchmitte zu verpassen, als sich seine roten Augen besagten Gegner ansahen. Noch imselben Moment verwarf er das Vorhaben und ließ wortlos das Katana sinken, während er sich von der uniformierten Frau kalt begutachten ließ. Zephyr.
Es dauerte nicht einen Wimpernschlag für den Dämonen, um seine alte Freundin wiederzuerkennen. In seinem Kopf fügten sich die Puzzleteile zusammen, sodass ihm nun mehr als alles andere klar war, in wessen Welt er hier gelandet war. Seine Spielchen in der Hölle waren wohl nicht ohne Auswirkungen geblieben und so war er nun nicht in seiner, sondern in Zephyrs Welt aufgetaucht. Der Blick, mit dem die Eishexe ihn musterte, war zu köstlich. Er war fast geneigt sie frech anzugrinsen, jedoch hätte das in ihren Augen wenig Sinn gemacht, also ließ er es sein. Sie sah noch genauso aus wie er sie in Erinnerung hatte - was sie von ihm wohl nicht behaupten konnte. Wenn sie denn wüsste, wer hier vor ihr stand.
Als sie begann etwas von Rebellen zu erzählen gab der Teufel es recht schnell auf, gegen sie kämpfen zu wollen. "Rebellen?", sprach er seinen ersten Gedanken laut aus, bis er sich ein Schmunzeln verkneifen musste. "Jap, ich bin ein Rebell."
Ein Kampf mit Zephyr war immer wieder ein Spaß, das wusste er aus Erfahrung, jedoch würde da nicht nur ihre Festung erheblich drunter leiden, sie wäre für ihn im Augenblick auch ein Kinderspiel, da er einen unüberwindbaren Vorteil hatte: Er kannte all ihre Stärken und Schwächen, wohingegen sie einem völlig Fremden gegenüberstand. Asher konnte sich ein leichtes Heben der Mundwinkel einfach nicht verkneifen, schlug dann jedoch die roten Augen nieder und steckte demonstrativ das Katana zurück in das Futteral auf seinem tätowierten Rücken. Viel zu interessiert war er an ihrem Verhalten, an ihrer Welt und ihrem Regiment als das er dieses gleich sofort in Schutt und Asche zerlegen wollte - das konnte er später immer noch tun.
Fast schon übereifrig hob er die muskulösen, durchtrainierten Arme, wobei ihm ein Tattoo auf seiner rechten Schulter auffiel, das rosarote Blüten zeigte und bis zu seinem Ellbogen herunter reichte. Bewundernd starrte er es einen Moment lang an, bis er sich eines besseren besann und zugleich frech und demütig in das kalte Gesicht der Hexe blickte. "Ich ergebe mich." Seine Augen funkelten verschmitzt. Das ganze war fast schon zu einfach, aber er nahm an, dass er sich das mit seinen Kräften erlauben konnte. Denn selbst wenn die Soldaten oder gar die ihm allzu bekannte Portalwächterin doch noch auf andere Gedanken kam, dann wäre er bereit.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 3:58
 
Irgendetwas stimmte hier nicht, denn auch wenn der Fremde meinte, dass er ein Rebell sei, schien er auf sie nicht diesen Eindruck zu machen. Misstrauen schlich sich in ihren Blick, während sie den Mann musterte. Und als er sich dann ergab, entschloss sich Zephyr zu etwas. Sie musste herausfinden wer dieser Mann war und was er in ihrer Festung gesucht hatte. Schließlich schien es so, als würde er nicht auf einen Kampf mit ihr aus zu sein, auch wenn die Hexe es liebend gerne darauf angekommen hätte lassen.
Es dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde, ehe die Soldaten, die sich vorher noch versteckt gehalten hatten, zu Zephyr auf das Schlachtfeld traten. Zwei von ihnen packten unsanft die Arme des Fremden, drehten sie ihm auf den Rücken und zwangen ihn in die Knie. Eisenketten wurden ihm um die Handgelenke geschnürt, damit er keine Bedrohung mehr darstellte. Der Blick der Hexe war misstrauisch, denn irgendetwas stimmte an dieser ganzen Situation nicht. Sie wusste nur noch nicht, was es war. „Bringt die Zivilisten in ihre Dörfer. Die Festung wird verriegelt. Jeder weitere Eindringling wird ohne Umschweife enthauptet.“  Zephyrs Stimme war kalt. Herrisch. So wie es ihrem Charakter entsprach.
Doch noch immer lagen ihre blauen Augen auf den Fremden gerichtet, während ihr Schwert unter dem Umhang verschwand und sie mit verschränkten Armen näher trat. Dieser Mann hatte eindeutig die Kräfte sich mit der Hexe zu messen, also warum ergab er sich so plötzlich? Vor allem nachdem er ihre gesamten Wachposten niedergestreckt hatte.
Seufzend fuhr sich die Hexe durch die Haare. Darum musste sie sich jetzt auch kümmern. Die Soldaten, die innerhalb der Festung Wache gehalten hatten, mussten neu verteilt werden, sodass auch der Innenhof wieder bewacht war. Der Sturm, der erst vor kurzem erloschen war, erhob sich wieder um die Festung, nachdem die Zivilisten verschwunden waren und die Wachen packten den Mann an den Armen, ehe sie mit Zephyr durch die Tore ins Innere der Festung schritt. „Du hast meine Männer getötet, dass schafft nicht jeder. Und du hast starke Fähigkeiten. Ein Kampf hätte sicher Spaß gemacht, aber,“  sprach Zephyr während sie die Treppen hinunter stieg, „mir ist schleierhaft warum du dich ergeben hast.“
Je tiefer Zephyr mit dem Fremden in die Katakomben vordrang, desto lauter wurde das Gemurmel, das Flehen und Gewinsel der Kreaturen die hier unten eingesperrt waren. Die Hexe bewies immer wieder aufs Neue große Kreativität, wenn es darum ging, sich neue Foltermethode auszudenken. Egal ob es nun Gifte waren, oder einfach nur körperliche Schmerzen, Zephyr war die beste in diesem Gebiet. Die Kreaturen, die sich hier unten befanden hatten schon jeweils eine Folter von der dämonischen Hexe überstanden. Und aus ihnen waren Menschen geworden, die weder Verstand noch Moral kannten. Sie warteten nur darauf, endlich von der Hexe getötet zu werden.
In einer leeren Zelle blieb Zephyr schließlich stehen, ehe sie den Mann unsanft in die nächste Ecke schubste, und den Wachen bedeutete zu verschwinden. Wieder war da dieser Blick, der etwas suchte, dass ihr verraten sollte, wer er war. Was er wollte. Anfangs hatte sie vermutete, dass er ein Rebell sei, aber so wie er sich gab und so wie er sich ihr gegenüber verhielt, hatte Zephyr diesen Gedanken recht schnell wieder verworfen.
„Also, was ist dein Ziel? Ich will Antworten. Entweder freiwillig, oder wir beide werden uns anders unterhalten.“  Und 'anders' konnte im Fall der Hexe so ziemlich alles heißen. Egal ob es seelische Folter oder körperliche Folter war, sie würde ihre Antworten bekommen. Ein sadistisches Lächeln breitete sich auf den Lippen der Hexe aus, während sie den Mann ansah. Allerdings schlich sich noch ein andere Gedanke in ihren Sinn. Die Kraft dieses Mannes war bemerkenswert. Er hatte es mit Leichtigkeit geschafft ihre Männer zu töten und das obwohl diese in der Überzahl gewesen waren. So jemanden fand sie nicht alle Tage in ihrer Festung und wenn er gewillt war, sich ihr zu unterwerfen, dann würde er auch sicherlich einen hervorragenden General abgeben.
„Ich habe noch ein Angebot für dich. Unterwerfe dich mir und du kannst meinen Soldaten beitreten,“  sprach sie mit verschränkten Armen. Nun interessierte es sie, wie dieser Mann auf ihr Angebot reagieren würde. Nahm er es an, ohne zu Zögern, dann konnte er kein Rebell sein. „Männer mit einer solchen Kraft kann ich immer unter meinen Leuten brauchen. Natürlich wirst du erst unter mir dienen.“  Ein leises, diabolisches Lachen erklang durch den kahlen Steinraum. Immerhin sollte der Neuling nicht die Ansicht haben, dass er sich direkt frei bewegen dürfte. Schließlich musste sie sich sicher sein, dass er keinen Unsinn anstellte. Vor allem aber wollte sie ihn studieren. Seine Fähigkeiten, sein Auftreten. Zephyr kannte jeden ihrer Soldaten in- und auswendig, sodass sie ihre Kräfte ausgeglichen aufteilen konnte. „Schließlich muss ich mir sicher sein, dass du mir dienen kannst.“


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 4:45
 
Er hätte wohl nicht mit dem was kommen sollte gerechnet, wenn Zephyr über ihn Bescheid gewusst hätte. Genau das war der Fakt, der das Ganze so spannend machte, allerdings ließ er ihr auch keine andere Wahl als streng durchzugreifen. Immerhin war er nicht nur ein Unbekannter, sondern eine verdammt große Bedrohung und das war ihr auch aufmerksam aufgefallen: Zumal er nur ganz normal gekämpft hatte. Nicht eine seiner speziellen Fähigkeiten war am heutigen Tage zum Einsatz gekommen.
Als er hörte was die Hexe ihren Unterwürfigen beorderte, konnte er sich sein Grinsen nun wirklich nicht mehr verkneifen. Er machte sich einen Spaß aus der ganzen Sache und inzwischen war das sogar ansatzweise offensichtlich, auch wenn Zephyr noch durchgriff als wäre er ein ganz gewöhnlicher Eindringling, um den sie sich zu kümmern hatte. Zwei Soldaten von einem Trupp, der sich erst jetzt offenbarte und wohl im Hinterhalt auf ein Zeichen gewartet hatte, waren drauf und dran seine Arme herum zu reißen, doch Asher kam ihnen zuvor: Nur um sie bereitwillig hinter dem Rücken zu verschränken. Ohne Kommentar ließ er sich die Handgelenke in Eisketten legen und sein Lächeln blieb die ganze Zeit present, als würde er sich auf den Weg machen eine Urlaubsreise anzutreten - was es für ihn ja irgendwie auch in gewisser Weise darstellte. Nur als die Soldaten ihn in die Knie zwingen wollten zischte er leise durch die Zähne und blieb kühl stehen. Der Tritt in seine Kniekehlen zeigte nicht den Ansatz einer Wirkung, jedoch kamen die Soldaten nicht dazu ihn weiter dazu zu nötigen, denn Zephyr trat bereits den Marsch nach vorn an und ihre artigen Lemminge stießen dem Teufel in den Rücken, damit er ihr folgte.
Der Dämon sah sich das Untergeschoss sehr genau an. Seine roten Augen schweiften über die Zellen, in denen armselige Kreaturen allem möglichen ausgesetzt zu sein schienen. Er konnte nicht anders als genussvoll dabei zuzusehen, wie sie in ihren Kabinen vor sich hin rotteten, mit keiner Aussicht jemals lebend wieder herauszukommen. Es war den ganzen Marsch über offensichtlich, dass Zephyrs neuster Gefangener sich nicht mit ihnen identifizierte. Im Gegenteil, hätte sie ihn in eine Zelle mit Kabinennachbarn gesteckt dann hätte Asher seinen Spaß gehabt, diesem auch noch ein paar Manieren seiner ganz eigenen Art beizubringen - zumal er sich hier unten zwar gern umsah, jedoch nicht vorhatte hier zu bleiben.
Kaum erreichten sie die Zelle, die die Hexe offenbar für ihn auserkoren hatte, schubste sie ihn unsanft hinein. Jedoch wohnte dem neuen Körper des Dämons so viel Kraft inne, dass er es schaffte sich gänzlich gegen ihren Wurf zu stellen. Wie aus Stein gemeißelt rührte er sich überhaupt nicht, als sie ihn in das kleine Gefängnis zerren wollte. "Nana, nicht so grob", beschwerte er sich und das Lächeln war aus seiner samtenen Stimme herauszuhören. "Kostbares Gut." Und als er diese Worte sprach tauchten Erinnerungen an den Flächenbrand beim See vor seinem inneren Auge auf, an welchen er nur zu gern zurück dachte.
Als er sich gnädig wie er war in die Zelle begab, lehnte er sich gelassen an eins der Gitter und ließ den Blick erneut durch das Gefängnis schweifen. Selbst der unbeteiligte Zuschauer musste bei diesem Gefangenen erkennen, dass er sich alles andere als situationsentsprechend verhielt. Ihre erste Frage ignorierte er vorerst, als er seine Eisfesseln in seinem Rücken leise klimpern ließ, um deutlich zu machen, dass er sich langweilte. Auf ihr Angebot hin entfuhr ihm dann ein desinteressiertes Seufzen. "Unterwerfen ist nicht so mein Ding", sagte er wahrheitsgemäß und trat mit dem Fuß einen losen Stein weg. Dann richtete er seine glutroten Augen wieder auf sein Gegenüber, dieses Mal mit deutlich erkennbarem Schalk. "Ich diene Niemandem. Und wenn du wissen willst, was meine Ziele sind...", er machte eine Künstlerpause und trat einen langsamen, eleganten Schritt von den Gittern weg, sodass er aus Zephyrs Reichweite heraus war, "und wie ich deine Festung einnehmen konnte...", noch ein Schritt und seine Stimme wurde fast schon verführerisch, "dann musst du mir hier drinnen Gesellschaft leisten." Er warf noch einen Blick durch die Zellen. Inzwischen hatte er durch seine belanglose Haltung die Aufmerksamkeit der ganzen Gefangenen erhalten, die ihn alle ausnahmslos anstarrten. Er passte den richtigen Augenblick ab, in dem Zephyr seine Augen nicht sehen konnte und ließ ein rotes Leuchten durch sie hindurch fahren, woraufhin mit einem Mal alle Insassen des Gefängnisses anfingen leise zu wimmern und zu heulen. Es war jedoch kein Anhaltspunkt gegeben, warum dem so war. Er sah wieder zu der Eishexe. "Du kannst mich natürlich auch erstmal darauf herumdenken lassen, was ich schlimmes getan habe und später wieder kommen", machte er ihr das Angebot schmackhaft und spannte schmunzelnd die Schultern an. Ihre Art mit neuen Gefangenen umzugehen gefiel ihm, jedoch brauchte sie nicht zu glauben, dass sie bei ihm genauso verfahren konnte. Noch trug er den tarnenden Heiligenschein, doch das konnte sich jederzeit ändern. Wie als kleiner Vorgeschmack ließ er einen gewissen Prozentsatz seiner dunklen, erdrückenden Aura stärker werden, die den Personen die ihm am nächsten standen das Gefühl gab, die Luft abgeschnürt zu bekommen.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 14:15
 
Die Katakomben waren für gewöhnliche Menschen wahrlich kein angenehmer Ort, denn die Kreaturen die hier unten auf ihren Tod warteten, hatten jeglichen Sinn für Verstand und Moral verloren. Ihre Auren vermischten sich und erdrückten Sterbliche. Die Hexe hingegen fühlte sich hier unten wohl, denn hier war sie die einzige, die über das Schicksal dieser armseligen 'Menschen' urteilen durfte. Als sie ihren neuen Gefangenen jedoch hier her gebracht hatte, hatte sie offensichtlich nicht mit dem gerechnet was er tat.
Auch jetzt hatte er noch die Kraft sich ihr entgegenzustellen, was ihr Misstrauen nur weiter wachsen ließ. Schlagartig änderte sich ihr Gesichtsausdruck jedoch, als sie seine Worte hörte. Die Aura der Hexe verschwand für einen Augenblick aus den Katakomben, so als würde sie nicht mehr vor den Gittern stehen. Diese Worte hatte sie das letzte Mal vor 500 Jahren gehört. Nicht in dieser Welt, nicht von einem Sterblichen.
Die Erinnerungen waren verschwommen, nur noch unklar, aber sie wusste von wem sie diese Worte das letzte Mal gehört hatte und bei welchem Anlass. Damals hatte die Hexe gegen eine rothaarigen Dämon gekämpft, der die Kraft und die Fähigkeiten besaß sich mit ihr zu messen. Ein Kampf der ihr so viel Spaß gemacht hatte, dass die verschlungenen Gänge nun von ihrer dunklen Aura erfüllt wurden. Auf ihren Lippen breite sich ein Lächeln aus, auch wenn die Hexe sich nicht sicher war warum. Vielleicht wegen einer weiteren Erinnerung die langsam in ihrem Verstand erwachte. In Cadysa hatte sie auch gelernt, dass dieser verdammte Dämon Wandlungsfähig war. Aber das erklärte immer noch nicht, wie er in ihre Welt gekommen war. Wenn er es denn wirklich war. Aber das würde Zephyr noch herausfinden. „Ich kann dir noch ganz andere Dinge antun. Du solltest dich lieber in Acht nehmen,“ raunte sie nun schon fast lockend. Es war nicht der genaue Wortlaut ihrer Antwort damals gewesen, aber ein ähnlicher und wenn sie es hier wirklich mit ihrem alten 'Freund' zu tun hatte, dann würde er ihn erkennen. Und vielleicht würde sie ihm irgendeine Reaktion damit entlocken können, der ihn verriet.
Aufmerksam beobachtete sie, wie sich der blauhaarige Mann gelassen gegen eins der Gitter lehnte, die ihn und sie trennten. Ihre erste Frage ignorierte er, sodass in den eisblauen Augen der Hexe Missfallen aufblitzte und sie ihn mit verschränkten Armen musterte. Sie hätte ihn weiter bedrängen können, doch sie merkte schnell, dass das in diesem Fall keinen Sinn machte. Also schwieg sie und lauschte seinen Worten.
Doch anstatt das sie den Worten des Fremden in aller Ruhe lauschen konnte, wurde sie von dem aufkommenden Gewimmer und Geheul ihrer Gefangenen unterbrochen. Der Hexe entwich ein genervtes Knurren. Warum waren die Kreaturen plötzlich so aufgebracht? Dazu gab es keinen Grund, immerhin hielt sich auch die Hexe noch zurück. Ihr Blick wanderte über die einzelnen Zellen, ehe sie wieder zu ihrem Gegenüber sah. Wenn sie es hier wirklich mit Asher zu tun hatte, dann bestand die Möglichkeit, dass er ihre Gefangenen 'gefangen' hatte. Aber bis jetzt waren das alles nur Spekulation. Sie hatte nichts handfestes um das beweisen zu können.
Als sie seine letzten Worte hörte, entwich der blauhaarigen Frau ein amüsiertes Lachen. Seine Wortwahl hörte sich so an, als wäre er im Augenblick der entspanntest Mensch auf dieser Welt und als wäre es nicht schlimmes, hier unten darüber nachzudenken was man getan hatte. „Nein, ich würde es nur bereuen wenn ich mich später um dich kümmern würde. Außerdem scheinst du mir nicht die Art von Mensch zu sein, die ich sonst als Gefangene haben,“ sprach sie amüsiert, während sie sich den Mantel aufknöpfte und ihn weg hing.
Allerdings entschloss sich die Hexe tatsächlich für einen Augenblick zu gehen, denn während sie ihr Schwert ablegte, platzierte sie kleine Messer versteckt unter ihrer Kleidung. Man konnte nie wissen, was ihr Gegner wirklich zu bieten hatte. Und als sie wiederkam, merkte sie, dass sie es hier tatsächlich nicht mit einem Menschen zu tun hatte. Sie schloss die Zelle auf, betrat sie, und schloss sie wieder hinter sich. „Ich korrigiere mich: Du bist kein Mensch.“  
Nun war sie es, die sich augenscheinlich entspannt gegen die Gitter lehnte, während sie sich hoffentlich darauf vorbereitet hatte, was kommen könnte. Doch auch wenn sie es hier nicht mit dem Dämon zu tun hatte, brauchte sie Antworten. Was seine Ziele waren und wie er es durch den Schneesturm geschafft hatte, waren die Fragen, die sie grade am meistens interessierten. Und da sie seiner verlockenden Aufforderung nachgekommen war, ihm Gesellschaft in der Zelle zu leisten, erwartete sie etwas. Vielleicht keine Antworten, aber einen nächsten Schachzug.
„Also, ich höre,“ sprach sie mit einem Lächeln auf den Lippen. Vielleicht könnte dieser Mann ihre Langeweile vertreiben, immerhin hatte sie schon jetzt viel mehr Spaß als mit den anderen Gefangenen. Diese armseligen Menschen waren schon gebrochen, ehe Zephyr ihnen auch nur das erste Gift eingeflößt hatte oder ihnen davon erzählt hatte, was sie eigentlich alles mit ihnen vor hatte. Und sobald sie diese Foltermethoden dann umgesetzt hatte, hatten diese Menschen ihre Sein verloren. Sie existierten nicht mehr als normale Bürger. Nur noch als Kreaturen, die auf ihren Tod hofften. Oder mit denen Zephyr weitere Experimente machen konnte.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Do 31 Dez 2015 - 15:38
 
Er wusste in dem Augenblick in dem er es aussprach, dass die Hexe sein Zitat wiedererkennen und sich erinnern würde. Es mochte 500 Jahre her sein, doch wenn er nicht vergaß dann tat sie es auch nicht. Ihr Lächeln erzählte dem Blauhaarigen, dass auch bei ihr die Erinnerungen ihren Lauf nahmen. Asher wirkte jedoch desinteressiert, auch als sie ihm eine nur allzu bekannte Drohung aussprach, die er schon mehr als einmal aus ihrem Mund gehört hatte.
Es war offensichtlich, dass sie in ihrem Regiment mit Langeweile zu kämpfen hatte. Ihre Festung war groß, ihre Soldaten ihr tief ergeben und nur ein Unbekannter, der auf ihrem Marktplatz einen Massenmord fabrizierte, hatte sie aus ihrem Alltag bringen können. Durch ihr Handeln hatte Asher nun inzwischen einen guten Eindruck davon bekommen können, was damals Zephyrs Beweggründe gewesen waren, durch das Portal in die andere Welt zu reisen.
Und sie ließ sich auf sein Spiel ein. Er sah ihr zeitgleich gelangweilt und doch insgeheim gebannt dabei zu, wie sie den schweren Mantel weg hängte und ihr Schwert ablegte, was er mit gehobenen Augenbrauen mit verfolgte. Die Wachen mochten ihn bis zu der Zelle eskortiert haben, allerdings befand sich das wunderschöne Katana, in das er sich verliebt hatte seitdem er es das erste Mal in den Händen gehalten hatte, noch auf seinem Rücken im Futteral. Und er hatte gewiss nicht vor, es sich abnehmen zu lassen, auch wenn er es trotzdem vorerst nicht benutzen würde. Vorerst.
Als die Eishexe sich nun an dasselbe Gitter lehnte, an dem er zuvor noch gestanden hatte, schmückte erneut ein Lächeln sein Gesicht. Zephyr hatte eine Vermutung und noch dazu keine vage, denn unter anderen Umständen würde sie sich niemals unbewaffnet in eine Gefängniszelle mit einem Mann begeben, den sie gerade erst kennen gelernt und der noch dazu ihr gesamtes Arsenal an Festungssoldaten zerlegt hatte.
"Deine Festung ist beeindruckend", sagte er und testete unterschwellig den Klang seiner Stimme, während er begann in der Zelle langsam auf und ab zu gehen. Als würde er jeden Schritt bedächtig abwägen setzte er einen Fuß vor den anderen und seine Augen wanderten seinen muskulösen, gestählten Körper hinab, an den er sich durchaus gewöhnen könnte. Er trug Bandagen um den Torso und den Ansatz seiner Hüften, die vielleicht einmal weiß gewesen sein mochten bevor das Blut der Soldaten an ihnen kleben geblieben war, und einen roten Kimono, der inzwischen nur noch lässig von seinen Armen herunterhing und seine tätowierten Schultern freigab. Seine rechte zeigte die rosaroten Blüten, seine linke dafür eine Reihe markanter schwarzer Zeichen, die sich gut in Kombination mit seinem dunkelblauen Haar machten. Als er die roten Augen wieder auf die entspannte Zephyr richtete, lächelte er wieder. Bei ihrer letzten Begegnung mochten sie dank Zephyrs Absätzen auf Augenhöhe gewesen sein, doch in dieser Form sah er deutlich auf sie herab.
Er beendete seinen langsamen Gang durch die Zelle indem er wenige Zentimeter vor ihr stehen blieb und sie seinen neusten Körper in all seinen markanten Zügen von nahem betrachten ließ. Dabei spürte er etwas, was bei Zephyr nicht ungewöhnlich für ihn war - immerhin hatten sie schließlich schon einmal eine... sehr interessante Konfrontation erlebt, die nicht nur aggressiv, sondern auch noch ganz andere Dinge gewesen war. Doch ganz offenbar schien sein neues Ich sich noch stärker zu der Hexe hingezogen zu fühlen, er spürte ein unterschwelliges Verlangen. Er unterdrückte es, genervt aufzustöhnen. Das hatte ihm gerade noch gefehlt. Anders als es zu verdrängen kam er einen Moment später jedoch auf eine viel bessere Idee: Er würde das zu seinem Vorteil nutzen.
Zärtlich nahm er eine von ihren hellblauen Strähnen zwischen seine bandagierten Finger und rieb die einzelnen Haare sanft aneinander, um sich einen kleinen Teil von ihnen um den Finger zu wickeln. Seine dämonische Aura hatte er soweit wieder zurückgezogen, dass sie nur noch eine blasse Erinnerung war, vielleicht nur ein Hirngespinst, das nie da gewesen war. Er gab sich hingebungsvoll seiner menschlichen Rolle hin und das bloß, um die Eishexe zu verwirren: Denn eigentlich hatte sie doch schon festgestellt, dass er kein Mensch war. Konnte sie sich da so sicher sein?
"Eine Hand wäscht die andere", flüsterte er und seine Augen streiften begehrend über ihren weiblichen Körper, der nur so herrisch wirkte, weil die Uniform die Schönheit darunter verbarg. Und Asher wusste, was für eine Schönheit sich darunter seinen Augen entzog. Zudem wusste er auch aus Erfahrung, wie sich die Portalwächterin fühlte, wenn er sie mit diesem Blick ansah. Auch wenn er es nur das eine Mal getan hatte, so hatte es doch eine unverkennbare Wirkung erzielt. "Für Antworten musst du mir entgegenkommen", sagte er fast schon einen Hauch zu demütigend, aber eben nur einen Hauch, der dadurch wieder wett gemacht wurde, dass seine andere Hand ihre Hüfte nun leicht zu sich herabschob. Was ihr dank seinen neuen Attributen und den vielen Fragen, die der Hexe wohlmöglich im Kopf herumirrten, entging, war wie der Dämon zwei ihrer kleinen, versteckten Messer einsammelte und sie in die Tasche seines Kimonos wandern ließ. Nicht zwingend um sich einen Vorteil zu verschaffen, vielmehr um zu verhindern, dass sie dieses elektrisierende Spiel nicht plötzlich umdrehte weil sie sich in ihrer Machtposition angegriffen fühlte. Er lächelte erneut und nahm einen tiefen Atemzug, bevor er ihre Haare losließ und ihr einen tiefen Blick in die Augen gab. "Ich mag nur ein Fremder sein, doch ich weiß, dass ich die gewünschte Ablenkung bin. Lass dich nicht von deinem Alltag beherrschen", sagte er verheißungsvoll und verführte sie somit dazu, sich ihm und dem Unbekannten hinzugeben. Die anderen Gefangenen waren bei seinen Worten verstummt und kauerten sprachlos in den Ecken. Es war, als wären Asher und Zephyr nun für sich ganz allein.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Fr 1 Jan 2016 - 3:14
 
Wachsam verfolgte Zephyr jeden Schritt des Mannes, der es geschafft hatte in ihre Festung einzudringen und ihre Soldaten zu töten. Allein der Schneesturm hätte ihn verwunden sollen, allerdings zeigte sein Körper keinerlei Anzeichen von Verletzungen oder von einer Unterkühlung. Und auch die Soldaten hatten ihm keinen Schaden zu fügen können. Entspannt lief der dunkelhaarige Mann vor ihr in der Zelle auf und ab. Wenn die Hexe mit ihrer Vermutung richtig lag und sie hier Asher vor sich hatte, würde das seine Haltung ihr gegenüber erklären. Doch vor allem würde es erklären, warum er es schaffte in dieser Situation noch zu lächeln. Die Menschen auf Vertrilia kannten die Art Zephyr's und wussten, dass man in ihrer Anwesenheit nichts mehr zu lachen hatten. In ihrer Anwesenheit fürchtete man sich. Doch dieser Mann zeigte keine Anzeichen von Angst.
Im Gegenteil. Er blieb nur einige Zentimeter vor der Hexe stehen, sodass diese ihn und seinen Körper in Augenschein nehmen konnte. Seine Muskeln waren trainiert, dass konnte auch ein Laie bemerken, allerdings hatte Zephyr diese Kraft bereits gespürt, als sie seinen Angriff pariert hatte. Seine rechte Schulter war mit rosaroten Blüten verziert, während die andere von markanten, schwarzen Zeichen überdeckt war. Der Kontrast zwischen diesen beiden Verzierungen war so stark, dass es in den Augen der Hexe schon wieder harmonisch wirkte. Sein Kimono hing ihm nur noch locker auf den Armen, sodass sie die Bandagen um seine Hüften entdecken konnte. Diese waren allerdings durchtränkt von Blut. Zephyr jedoch war sich sicher, dass dieses Blut nicht von ihm stammte sondern von ihren Männern, die der Mann der Reihe nach getötet hatte. Bis auf eine Narbe, die sich über seine Nase zog, konnte sie keine weiteren Anzeichen vergangener Verletzungen erkennen. Zu ihrem Missfallen war er um einiges größer als sie, sodass sie zu ihm aufsehen musste, während seine roten Augen die ihren fixierten.
Und während sie sich auf jegliches Szenario vorbereitet hatte, egal ob es ein Angriff gewesen wäre oder eine verbale Auseinandersetzung, brachte sein Verhalten ihre gesamten Gedanken durcheinander. Zwischen den beiden Kontrahenten herrschte so wenig Distanz, dass Zephyr sich darauf besinnen musste, herrisch zu bleiben. Sie wollte Antworten und die würde sie nur bekommen, wenn sie den Willen dieses Mannes brechen konnte. Doch was erhoffte er sich daraus, ihr so nah zu sein, dass sie ihm mit Leichtigkeit das Leben nehmen konnte?
Die Kälte, die vom Stahl der Gitter ausging, die die Zelle von den anderen abschirmte, half der Hexe dabei ihre Gedanken zu beruhigen. Es war immer die Kälte, die ihr Kraft gab. Dieser Mann, der hier eindeutig ein Spiel mit ihr spielte, war weder gewöhnlich, noch ein Mensch. Zumindest in diesen Dingen war sie sich sicher. Genervt von dieser Situation schnalzte sie mit ihrer Zunge, ehe sie ihn misstrauisch ansah. Wie sollte sie auf diese Weiße herausfinden, ob sie es tatsächlich mit Asher zu tun hatte? Im Augenblick konnte sie nur abwarten.
Die dämonische Aura, die vorhin von ihm ausgegangen war, schien verschwunden zu sein. Hatte sie sich vielleicht geirrt? War dieser Mann vielleicht doch nur ein gewöhnlicher Mensch, der es durch Glück oder Zufall geschafft hatte, ihre Kräfte zu umgehen? Warum hatte er dann jedoch diese seltsame Wirkung auf sie? Mit jedem weiteren Augenblick der verging, wuchsen die Fragezeichen über ihrem Kopf und die Wirkung seiner Worte und Taten drang weiter in ihren Verstand ein. Sie wusste, dass sie sich nicht weiter auf seine Spielchen einlassen durfte, doch im Augenblick war sie über sein Vorgehen zu verwirrt, als das sie etwas unternehmen könnte. „Ich bin dir nun schon genug entgegen gekommen, Fremder,“ zischte sie leise, während sie ihn mit ihren eisblauen Augen fixierte. Im Normalfall hätte sie ihn schon lange enthauptet, aber irgendwas stimmte an dieser ganzen Situation nicht. Sie wollte Antworten.
Als seine Hand sich an ihre Hüfte legte und diese gegen seine zog, setze ihr sonst so klarer Verstand für einen Augenblick aus. Ihr wurde klar, was der Mann mit seinen Taten erreichen wollte und zu ihrem Missfallen schaffte er es auch. Ihr Verstand arbeitete nun gegen sie, sodass sie nicht mal merkte, wie er ihr die Messer abnahm, die sie vorsorglich unter ihrer Uniform versteckt hatte. Reflexartig senkte sie ihren Blick um irgendwie wieder zur Besinnung zu kommen. Seine Worte klangen wie flüssiger Honig, besinnlich und verführerisch, doch die Hexe würde sich nicht so schnell auf ihn einlassen.
Zephyr's Haltung straffte sich, in ihrer Miene stand nichts als Entschlossenheit. Das Lächeln, dass vorher noch amüsiert gewirkt hatte, wurde nun eisig, während sie sich aus dem Griff des Mannes fand und die Hand weg schlug, die ihre Haare festhielten. Sie brauchte Abstand zu diesem Mann um klar denken zu können, sodass nun sie es war, die innerhalb der Zelle stand, während er noch an den Gittern verweilte.
Wie zum Schutz verschränkte sie ihre Arme, während sie über einen Weg nachdachte, diese Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Sie könnte Gewalt anwenden, doch das würde ihr nicht das gewünschte Ergebnis bringen. Und wenn dieser Mann ihr wieder so nah kam, würde ihr Verstand nicht mehr so klar arbeiten können, wie er es im Augenblick noch tat. Warum hatte sie diese Zellen nochmal so klein gemacht? „Ablenkung scheinst du mir tatsächlich zu bringen, allerdings bin ich nicht gewillt mich auf diese einzulassen,“ knurrte sie abweisend.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Fr 1 Jan 2016 - 21:05
 
Sein Plan ging glatt auf. Asher war Niemand, der sich planlos in eine Angelegenheit warf, doch Zephyrs Welt war wahrlich eine Überraschung gewesen. Das änderte nichts daran, dass er ungeheuren Spaß daran hatte hier zu sein. Allein die Festung war nicht von schlechten Eltern und Zephyrs Armee ebenfalls nicht, auch wenn sie keinen großen Widerstand hatte leisten können - Zephyr hatte schließlich eine gut begründete Reise in eine andere Welt unternommen, um dem Alltag hier zu entkommen.
Diesem zum Dank gelang es dem Dämon, sie aus der Fassung zu bringen. Sein neues Ich war überraschenderweise sehr viel offener als vorangegangene Persönlichkeiten die er bekleidet hatte - insbesondere bei Frauen, das hätte er unmöglich ignorieren können. Anders als es jedoch hätte kommen können setzte Asher dieses Attribut zu einer ganz gegensätzlichen Vorgehensweise ein. Er war zu geübt im Umgang mit neuen Attributen, als das ihn diese aus der Bahn werfen konnten. Ohne länger auf seine eigenen Gefühle einzugehen nutzte er seinen Charme, um Zephyr bloßzustellen. Und das es effektiv war stand außer Frage.
"So eine große Festung", sagte er leise als seine Hand ihre Hüfte einnahm und unbemerkt die kleinen versteckten Gegenstände in ihrer Uniform einsammelte, "aber ich bin nicht durch das Tor hinein gelangt." Der Ausdruck seiner Augen war kühl und voller Geheimnisse, während sein Lächeln im Kontrast dazu offen und zuvorkommend war. Als er die Hand sanft zurückzog und die metallenen Gegenstände in der Tasche seines Kimonos verschwinden ließ fühlte er zwischen seinen bandagierten Fingern einen zusätzlichen Gegenstand in anderer Form, scharfkantig, jedoch rau und rund. Sein schalkhaftes Grinsen vertiefte sich, als er es als einen Schlüssel ertastete. Er nahm einen tiefen, sichtlich entspannten Atemzug um Zeit zu schinden, als er wider erwarten grob von der Hexe weggestoßen wurde.
Die eben noch eingeatmete Luft entwich ihm unvorbereitet, als seine Augen sich weiteten und er sich gezwungen sah einen groben Schritt zurück zu treten. Die Bandagen um seinen Bauch zitterten, als er leise begann zu lachen. Es war aber mehr ein amüsiertes, schmunzelndes Lachen als das es bedrohlich wirkte. Und genau das war auch seine Absicht. Der Teufel war der Künstler der Täuschung und Verführung, wenn es eines gab was er ausgezeichnet beherrschte, dann so unschuldig zu wirken wie ein kleines Lamm - mit der Vorliebe, die Meinung seines Gegenübers, meistens sein Opfer, im richtigen Moment eines Besseren zu belehren. Bei der Hexe konnte er seinen Status des Unbekannten in vollen Zügen auskosten und sah förmlich in ihren Augen, wie es in ihrem Kopf arbeitete. Auch wenn er ihr zutraute, dass sie vermutlich bereits eine Ahnung hatte mit wem sie es zu tun haben könnte. Noch hatte sie aber nichts handfestes vorzuweisen.
"Hast du das nicht schon?", erwiderte er auf ihre abweisenden Worte und seine Stimme nahm wieder die Klangfarbe von flüssigem Honig an, während er erneut wie ein Raubtier in der Zelle umher wanderte. Er hatte sie genau da wo er sie haben wollte. "Aber du sollst für dein Entgegenkommen entlohnt werden", schnurrte er und wagte sich erneut an sie heran, dieses Mal ließ er dabei sogar eine sanfte Note seines dämonischen Dufts um ihn schweben. Sich dem zu entziehen war beinahe unmöglich, er waberte herum und schickte der Eishexe die unanständigsten Gedanken in den Kopf. Mit dieser Basis fiel es dem Teufel nicht schwer, den Blick wieder auf Zephyr zu richten und nachdem er für einen kurzen Augenblick die Augen geschlossen hatte, glühten sie bei dem nächsten Öffnen in einem unnatürlichen Licht auf. Er hatte sie.
Zephyr, kroch seine markante Stimme in ihren verwirrten Kopf während seine Gedankenvergiftung ihren gesamten Körper bewegungsunfähig machte. Wie gelähmt lehnte sie dort am Gitter, die Augen brannten sich in den Dämonen, während dieser wieder etwas Abstand zwischen sich und seine alte Freundin brachte. "Es ist lange her, nicht?" Seine Stimme, seine Haltung, alles hatte sich verändert. Der eben noch so friedvolle, belustigte Genosse trug inzwischen den Blick eines Geisteskranken, seine roten Augen leuchteten in der Dunkelheit und seine dämonische Aura erschlug den gesamten Keller. Es war schwer sich jetzt noch vorzustellen, dass sie eben noch so gut wie nicht existent gewesen war. Er holte den Schlüssel heraus, betrachtete ihn nachdenklich und drehte ihn zwischen seinen langen Fingern. Als sich bei seinen nächsten Worten seine Lippen öffneten, wurden zum ersten Mal die Reißzähne sichtbar, die er zuvor noch geschickt außer Sichtweite behalten hatte. "Es ist schön zurück zu sein. Ich bin sicher du hast mich vermisst."
Er sah sie nicht an als er mit ihr sprach, während er nun direkt neben ihr die Zellentür öffnete. "Nimm es mir nicht übel", entschuldigte er sich als die Gitter in seinen Händen knarrten. Die Entschuldigung war ihm nicht eine Sekunde abzukaufen. "Aber als Tourist habe ich doch etwas höhere Ansprüche an meinen Aufenthalt in deiner Welt, als nur deine Folterkammern zu besichtigen." Er verschloss die Tür wieder hinter sich und schlagartig startete das Wimmern der anderen Gefangenen von neuem. Er lehnte sich noch einmal hinter Zephyr von außen an die Gefängniszelle und streckte die Hand durch das Gitter, um eines ihrer kleinen Messer vor ihr in die Luft zu werfen. "Ich glaube das sind deine." Mit viel Feingefühl wanderten seine großen, warmen Hände in ihre Uniformtaschen, um dort ihre Messer zurückzulegen - nicht ohne dabei ihren Oberschenkel zu streifen. "Wir sehen uns dann später."
Den Blauhaarigen verfolgten die panischen Blicke der anderen Geknechteten, als dieser die Treppe nach draußen emporstieg. Er schätzte seine alte Bekannte zu sehr, um sie da unten versauern zu lassen, weshalb er sobald er im Innenhof angelangt war ihre Lähmung löste und ihren Geist freigab. Immerhin wollte er sie doch später noch hier oben begrüßen dürfen, damit sie sich nach all der Zeit anständig Hallo sagen konnten.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   So 3 Jan 2016 - 14:30
 
Als sie sich endlich wieder bewegen konnte, senkte Zephyr den Kopf und ließ sich die langen, blauen Haare auf ihre Schulter fließen. Was dachte sich Asher dabei einfach in ihre Welt einzudringen und solch ein Spiel mit ihr zu spielen? Die Hexe war sauer – mehr als alles andere. Ihr Schrei hallte durch den Gang bis nach draußen, wo er durch die windstille, klare Nacht getragen wurde. Und mit ihrem Schrei entfesselte sie ihre gesamte magische Kraft. Ohne jegliche Kontrolle über diese zu haben, verwandelten sich die Katakomben in eine Eishalle mit Statuen, die vorher mal lebende Kreaturen gewesen waren. Nur sei selber stand inmitten dieses unbarmherzigen Element, verschont von seinen eisigen Klauen.
Mit einem Ruck hob sie ihren Kopf und sollten ihre eisblauen Augen jemals bedrohlich gewirkt haben, dann gab es keinen Vergleich zu dem Ausdruck der nun in ihnen lag. Kühle Luft fächelt ihr Gesicht. Sie atmete tief ein und ging einen Schritt vor, ehe sie die Gittertür mit einem kräftigen Tritt aus der Verankerung schleuderte. Erst jetzt fiel der Hexe auf, dass sie in ihrer Wut nicht nur die gesamten Katakomben und die Kreaturen eingefroren hatte, sondern auch einige ihrer Soldaten. Asher würde für das bezahlen was er hier angerichtet hatte, so viel stand fest.
Knurrend trat sie den Weg nach oben an, während sie sich ihr Schwert wieder an die Hüfte band und hoffte das der Dämon noch nicht weg war. Allerdings sollte sie enttäuscht werden. Der Dreckskerl hatte sich tatsächlich schon aus dem Staub gemacht. Was zum Teufel wollte er in ihrer Welt?!
Zephyr war keine gnädige Herrscherin, aber sie schützte die Personen die ihr folgten und ihr untergeben waren. Und so wie sie Asher kannte, würde er seinen Spaß daran haben, diese Welt in Aufruhr zu versetzen. Sauer wie sie war, gab sie den restlichen Soldaten einige Befehle, ehe sie in ihrem Raum verschwand. „Zwei Mal werde ich auf diesen verdammten Trick nicht reinfallen,“ knurrte sie sauer, ehe sie mit ihrer Hand gegen die Mauer schlug. Sie musste sich beruhigen, damit sie sich einen Plan einfallen lassen konnte.
Und siehe da, sobald die Ruhe in ihren Verstand zurückgekehrt war, bildete sich ein eisiges Lächeln auf den Lippen der Hexe. Innerhalb der Woche, die verging, traf sie alle Vorbereitungen die nötig waren um ihr kleines Spiel weiter zu spielen. Sie verschickte Einladungen an die mächtigsten Personen unter ihr, damit diese in ihre Festung kamen. Während diese Einladungen gewöhnlich waren, machte sie sich selber auf um Asher's Einladung vorzubereiten.
Den Verräter, den sie unter ihren Soldaten entdeckt hatte, zog sie nun aus den Katakomben. Sein Körper war geschunden und mit ihrem Brandmal verziert, während sie ihn mit sich nahm. Erst in einem Dorf, dass schon fast wie ausgestorben war, machte die blauhaarige Halt. Asher würde hier vorbeikommen, da war sie sich sicher. Zumindest ließ seine Route darauf schließen.
Sie packte den Soldaten am Hals und fror ihn innerhalb einiger Sekunden durch, sodass er nun eine hübsche, kleine Eisskulptur abgab. Schmunzelnd drückte sie der Eisskulptur einen Brief in die Hand, besser gesagt eine Einladung. Nur hatte der Soldat, der nun diese in der Hand hielt, sie mit seinem eigenen Blut schreiben müssen. Die Hexe wollte immerhin nur das Beste für ihren alten Freund. Sie selber kehrte zu ihrer Festung zurück um dort bei den Vorbereitungen zu helfen.
Am Tag der Feier, verbrachte Zephyr die meiste Zeit damit sich von ihren Bediensteten fertig machen zu lassen. Es hatte schon seine angenehmen Seiten, wenn man so zurecht gemacht wurde. Ihre glatten, blauen Haare fielen ihr wie üblich offen über den Rücken, wobei sie heute Abend nicht ihre Uniform trug, sondern ein schlichtes dunkelblaues Kleid, mit etwas schwarzem Fell geschmückt. Ihr selber gefiel das Kleid, auch wenn es nicht sonderlich gut zum kämpfen war. Zumindest konnte sie sich in ihm frei bewegen und Messer hatte sie an ihrem Oberschenkel auch versteckt.
Wie üblich trug sie hochhackige Schuhe, welche verstärkte Absätze hatte. Sie wusste das diese Dinger nicht nur hübsch aussehen, sondern auch weh tun konnten. Wahrscheinlich war es das, was die meisten auch von ihr dachten. Sie trat hinaus in den großen Festsaal und begrüßte ihre Gäste, während sie sich nach einem Gesicht umschaute. Unauffällig. Denn hier wusste niemand, wenn sie noch eingeladen hatte. Und natürlich war sie gespannt darauf, ob dieser jemand ihrer Einladung folgen würde.
Einige der Adligen tanzten, andere saßen an den Tischen und aßen, während wieder andere draußen auf dem Balkon standen. Zephyr selber jedoch saß auf ihrem Thron und überblickte die Menschen, während sie ihren Kopf mit einer Hand abstützte. Seufzend überschlug sie die Beine und schaute aus dem großen Fenster. Sie hasste solche Veranstaltungen, aber zwischenzeitlich musste sie diese einfach abhalten. Und eigentlich hoffte sie darauf, dass diese nicht wie jede andere werden würde.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Mo 4 Jan 2016 - 20:14
 
Feuer. Eine Stadt nach der anderen musste daran glauben. Asher hatte keine Zeit verschwendet nachdem er Zephyrs Festung verlassen hatte. Zephyrs Welt eignete sich einfach verflucht gut um überall Angst und Schrecken zu verbreiten und der Dämon konnte es nur sehr selten sein lassen, ein Dorf nieder zu brennen nachdem er ihren Bewohnern blutig das Leben geraubt hatte. Dieses Mal kannte ihn Niemand, er war ein gänzlich Fremder in einer Welt, die in seinen Ohren nur so danach schrie malträtiert zu werden. Und dank seiner blutigen Taten dauerte es nicht lange, bis er sich überall einen Namen gemacht hatte. Sobald er in ein neues Dorf kam fürchtete man sich vor seinem Namen, vor seinem Erscheinungsbild. Er genoss diesen gefürchteten Status, während er in Gedanken immer mal wieder daran dachte, was Zephyr in der Zwischenzeit wohl trieb. Mit Garantie hörte sie von ihren Soldaten die Schauergeschichten, wie die Städte und Dörfer eines nach dem anderen in Flammen aufgingen. Doch es dauerte zwei volle Wochen, bis er eine Reaktion von ihr erhielt.
Mit langsamen, gemächlichen Schritten trat der Dämon näher an das scheußliche Schaubild heran. Der Gutshof vor dem er stand war komplett eingefroren, Eiszapfen hingen von den Dächern und die Pflanzenwelt um den Ort herum sah aus, als wären es meisterlich gefertigte Eisskulpturen. Ebenso tat es ein Mann, unschwer als Leiche zu erkennen.
Er schnalzte abfällig mit der Zunge und wollte gerade über ihn hinweg schreiten, da erkannte er, dass in seiner eingefrorenen Hand ein Zettel lag. Da das Eis unwiderlegbar auf Zephyr zurückzuführen war zögerte der Dämon nicht, dem Toten das zerknitterte Papier abzunehmen. Und als er es aufrollte und ihm der Geruch von Blut entgegen stieß lächelte er. Eine ganz persönliche Einladung, nur für ihn. "Wenn du mich so freundlich fragst", knurrte er belustigt und rollte das Pergament wieder sauber zusammen, um Augenblicke später das Papier in Flammen aufgehen zu lassen. Der Rauch zog gen Himmel und verdunkelte dort die Atemluft, wie zum Symbol von Ashers Einwilligung.

Am Tag des Maskenballs | Zephyrs Festung | Später Abend

Der Tag der Feier kam und der Himmel war an dem Abend so zugezogen als ahnte er, was auf ihn zukommen würde. Die ausgelassenen Gäste lachten, scherzten und aßen, während sie sich gegenseitig begeistert Lob für ihre extravaganten Masken aussprachen. Ein Maskenball. Asher betrachtete das Gebäude aus dem Schatten heraus, seine roten Augen scannten die Umgebung ab und überflogen die Anzahl der Menschen. Die Eishexe hatte es bei dieser Feier wahrlich an nichts mangeln lassen. Als er Schritte hörte zog er sich in die Dunkelheit des kleinen Abstellhauses zurück, in dessen Schatten er sich verbarg. Ein Offizier und ein hochgewachsener, edel bekleideter Mann machten sich auf den Weg in seine Richtung.
"Und dann habe ich gesagt: Du spinnst doch, es gibt keinen feuerspeienden Dämon der dich nachts auffrisst sobald du das Haus verlässt", sagte der eine und untermalte seine Geschichte mit großräumigen Handbewegungen, während der andere leise lachte und abwinkte. "Klar, das hab ich natürlich auch versucht ihr zu erklären", beschwichtigte er und Asher konnte sich bei so einem Gesprächsthema ein Grinsen nicht verkneifen. Es sah ganz danach aus als ob beide Männer Offiziere waren: An dem Anzug des Größeren befanden sich Sterne und eine vielsagende Brosche, die deutlich machten was für einen hohen Rang er bekleidete. Offenbar hatte er sich extra für so einen wichtigen Abend herausgeputzt. Im Grunde interessierte Asher Kleidung generell herzlich wenig, allerdings merkte er wie sein Blick an dem edlen Kleidungsstück hängen blieb. Es konnte ja nicht schaden... Umbringen würde er ihn ja ohnehin.
Der Luftschnitt, mit dem Asher sein Katana schwang, geschah in einem so kleinen Sekundenbruchteil, dass der Mann neben dem hochrangigen Offizier es nicht einmal sofort merkte, als sein Kollege ächzend zu Boden ging - kopflos. Erst als das Blut aus seiner Halsarterie schoss und die Uniform des zweiten Mannes befleckte sah man den Schock in dessen Gesicht. Er bekam leider keine Zeit mehr seine Waffe zu ziehen, denn kurz darauf flog aus sein Kopf auf den kalten Steinboden der Gasse. Er rollte blutbefleckt über die Steine, bis er neben dem ersten Schädel liegen blieb.
In den Augen des Dämons funkelte es, als er sich an den Leichen zu schaffen machte. Sehr darauf bedacht, dass kein Blut den legeren Anzug erreichte, entnahm er dem Offizier sein edles Jackett. Es waren sogar weiße Handschuhe dabei, die er verschmitzt lächelnd an sich nahm. Zuletzt nahm er die Maske an sich, die in schwarz und rot gehalten war und nicht nur den Großteil seines Gesichts verdeckte, sondern auch seine tiefroten Augen in einen mysteriösen Schatten hüllte.
Der Abend begann. Die Gäste waren ausgelassen und obwohl die Nachrichten von zerstörten Dörfern umgingen versuchten alle, diesen Abend nach bestem Wissen so viel wie möglich zu genießen. Es war den Soldaten und Offizieren anzusehen, dass sie sich unwohl fühlten. Es gab nichts, was sie tun konnten und das wussten sie. Auf den Lippen des maskierten Mannes, der in dieser Sekunde den Saal betrat, breitete sich ein Lächeln aus.
Er machte sich anders als bei ihrer ersten Begegnung nun keine Mühe mehr, seine dämonische Aura zu verbergen. Männer die es spürten wichen unweigerlich zurück, Frauen starrten ihn ängstlich an, wobei einige darunter waren die das Böse offenbar anziehend fanden und ihm anzügliche Blicke zuwarfen. Der blauhaarige, mysteriöse Gast wusste bei alldem aber nur zu gut, dass Zephyr ihn dieses Mal erwartete. Und kaum erblickte er sie auf ihrem Thron, begann das Ballorchester elegante Musik zu spielen.
"Wollen wir?", bot sich der Dämon einer der etwas mutigeren Frauen an und diese nahm errötend seine weiß behandschuhte Hand. Asher selbst konnte nicht tanzen, doch sein neuer Körper konnte, und wie. Mit Schwung zog er die Dame an seine Brust und lächelte finster auf sie herab, was sie nun wirklich verschreckte. Er wusste, dass dies ein Tanz war bei dem regelmäßig der Tanzpartner gewechselt wurde und seine roten Augen blickten zu Zephyr auf, die inzwischen nicht mehr auf ihrem Thron saß. In dem Moment wusste er, dass es ein interessanter Abend werden dürfte.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Mo 4 Jan 2016 - 20:52
 
Sichtlich gelangweilt beobachtete die blauhaarige Hexe das rege Treiben in der Festhalle. Offiziere von verschiedenen Rängen, Adlige oder Personen mit viel Macht unterhielten sich und versuchten den Abend zu genießen. Sie alle wussten, dass es in Vertrillia eine neue Macht gab, die drohte die Welt ins Chaos zu stürzen. Doch keiner von ihnen ahnte auch nur, dass Zephyr diese Macht zu sich eingeladen hatte. Im Grunde genommen interessierte es Zephyr nämlich nicht, was auf diesem Ball geschah. Es gehörte nun einmal zum Protokoll sich ab und an den Menschen zu zeigen, auch wenn das der Hexe unbegreiflich war.
Sie stützte ihren Kopf auf ihrer Hand ab, während sie aus einem der großen, geschmückten Fenster schaute. Die Halle füllte sich mit Präsenzen, doch noch immer war die eine dabei, auf die sie wartete. Also schweiften ihre Gedanken ab, zurück in die Vergangenheit. Es kam nicht oft vor, dass die Hexe in Erinnerungen schwelgte, aber grade eben war es das einzige, was sie noch bei Laune hielt. Zu gerne erinnerte sie sich an die Auseinandersetzungen mit dem Dämon, denn er war der einzige, der es mit ihr aufnehmen konnte. Oder besser: Der einzige, der sich traute, sie herauszufordern. Und andersrum war es genauso. Niemand würde Asher ein weiteres Mal in die Augen blicken, wenn sie schon Bekanntschaft mit seiner Fähigkeit gemacht hatten. Nun, Zephyr tat es trotzdem.
Ein leises Knurren entwich der Hexe. Dieses Mal war sie auf seinen kleinen Trick hereingefallen, doch so leicht würde er sie nicht nochmal dazu bekommen in seine Augen zu sehen. Dieses Mal war sie auf ihren Gast vorbereitet. Vor allem auch weil sie die recht spezielle Einladung verschickt hatte. Die Zeit verging quälend langsam, während sie auf ihren Gast wartete.
Und plötzlich öffneten sich die Augen der Hexe, während sich auf ihren Lippen ein amüsiertes Lächeln ausbreitete. Während zwei der ihr bekannten Präsenzen verschwunden waren, sie nahm an das der Dämon sie umgebracht hatte, tauchte seine Präsenz überdeutlich in ihren Sinnen auf. Und als sie ihn sah, wusste sie auch, warum er die beiden Männer getötet hatte.
Anstelle der Kleidung, die er noch vor zwei Wochen getragen hatte, trug er nun einen Anzug. Er hatte sich ja richtig schick gemacht für ihre kleine Einladung, dass war ja fast schon süß. Sein Gesicht und vor allem seine Augen wurden von einer rot-schwarzen Maske versteckt und während andere Menschen ihn wahrscheinlich nun tatsächlich nicht erkennen würden, wusste Zephyr genau wer sich da Zutritt zu ihrem Fest verschafft hatte. Asher. Die Anwesenden Männer und Frauen machte dem Unbekannten fast automatisch Platz, denn seine Aura erfüllte nun den Saal. Und seine Aura war wirklich nicht angenehm. Interessiert verfolgte sie jeden seiner Schritte und nachdem die Musik eingesetzt hatte, fragte er eine der geladenen Damen tatsächlich ob sie tanzen wollte. Hatte sich Zephyr am Anfang des Abends noch gelangweilt, so amüsierte sie nun schon alleine die Anwesenheit des Dämons. Denn was die beiden taten, war ein Spiel miteinander spielen. Und wer der Sieger war, dass stand noch in den Sternen.
Einer der höheren Offiziere wurde Mut zu gesprochen von seinen Freunden, da er scheinbar vor hatte Zephyr zum Tanz aufzufordern. Normalerweise hätte sie ihn direkt abgewiesen, doch nun war sie es, die sich von ihrem Platz erhob und zu ihm hinunterstieg. Lächelnd blickte sie ihn an, während sie ihm die Hand hin hielt. „Wollen wir tanzen,“ fragte sie, fast schon einen Ticken zu freundlich. Ihr einziges Ziel war es hierbei näher an den Dämon heranzukommen. Immerhin wollte sie ihren neuen Gast begrüßen.
Der Offizier nahm errötet die Hand der Hexe und führte sie auf die Tanzfläche. Und man siehe da, es dauerte gar nicht lange bis das erste Mal die Tanzpartner gewechselt wurden. Nun tanzte sie zwar wieder mit einem ihr unbekannten Mann, doch sie spürte die Aura des Dämons nah hinter sich und wie es nicht anders kommen konnte, so war sie plötzlich seine Tanzpartnerin. Auf ihren Lippen breitet sich ein amüsiertes Lächeln aus, während sich ihre Augen unter der Silber-Blauen Maske versteckt hielten. „Willkommen in meiner Festung, mein Lieber,“ säuselte sie leise, während sie ihre Hand in die seine legte, „Obwohl du sie ja schon kennst, nicht wahr?“ Und mit einem Mal herrschte in dem großen Saal nicht nur die Aura des Dämons, sondern auch ihre eigene. So als wollte sie ihn aus ihrem Territorium vertreiben.


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BeitragThema - Re: A stone's throw away   Mo 4 Jan 2016 - 23:15
 
Die geladene, unruhige Atmosphäre der Gäste war kein Vergleich zu der dämonischen Aura, die nun den gesamten Tanzbereich einnahm. Die Dame in Ashers Armen, zuvor noch so selbstbewusst und verspielt, zitterte inzwischen in seiner überwältigenden Gegenwart. Die rot glimmenden Augen des Teufels sperrten sie ein, nahmen sie gefangen und schnürten ihr die Luft ab. Sie machte den Mund auf um etwas zu sagen, doch es kam nichts heraus.
"Na na, meine Schöne", tadelte der Blauhaarige und sein Griff um ihre Hand wurde stärker, "wir wollen doch nicht unhöflich werden und den Tanz frühzeitig verlassen, nicht wahr?" Seine Stimme, betörend und geschmeidig wie flüssiger Honig, war so dominant, dass die Dame unwillkürlich schluckte und sich Schweißperlen auf ihrer Stirn bildeten.
Es kam der Zeitpunkt an dem der Partner gewechselt wurde und Asher löste endlich den Griff von ihrer Hand. Und auch wenn sie sich mit panischem Blick in die Arme eines anderen rettete, so spürte er beim weiteren Tanzen doch immer wieder ihren Blick auf seinen Schultern. Er lächelte seine neue Partnerin an, die nicht so selbstbewusst war wie seine vorige und durch seine Ausstrahlung und sein Aussehen zutiefst eingeschüchtert war. Sie war ein Mauerblümchen und nicht sehr attraktiv und das wusste sie scheinbar auch, denn die Kleine traute sich nicht einmal, dem schönen unbekannten Mann in die Augen zu sehen. Dabei waren diese zusammen mit seinen lächelnden Lippen das einzige, was seine Maske preisgab.
Die Kleine hielt kaum mit ihm mit. Seine federnden, leichten Schritte mit denen er über die Tanzfläche schwebte ließen ihre Füße stümperhaft und unbeholfen wirken, während sie versuchte mit seiner Eleganz mitzuhalten. Sein dämonischer, bittersüßer Duft lullte sie ein und mit benebeltem Blick sah sie schließlich zu ihm auf, nur um zusammen zu schrecken. Die roten Augen die sie anstarrten waren um so vieles bedrohlicher als der Rest an ihm, dass sie sofort wegsah. Asher schmunzelte leise und das brummende Lachen jagte seiner Begleitung Schauer über den Rücken.
Ihre zitternden Hände gab er bei dem nächsten Lied schließlich an einen nachfolgenden Partner ab. In seine eigene Hand legte sich hingegen ein starker Kontrast zu seinen vorigen Tanzpartnerinnen. Und ohne hinzusehen erkannte er allein an dem Griff ihrer Hand, mit wem er nun das Vergnügen hatte den nächsten Tanz zu tanzen.
"Es ist schön hier zu sein", knurrte er liebevoll als Antwort auf Zephyrs Begrüßung und seine Stimme bewies wieder einmal, wie verführerisch diese klingen konnte als er mit seiner behandschuhten Hand ihre langen Finger umschloss und die andere zu ihrer Hüfte wandern ließ, wie es sich für diesen Tanz gehörte. Seine roten Augen blitzten unter der Maske hervor und auch wenn sein Gesicht sie neutral ansah erreichte das Lächeln seine Augen. "Ja, das Vergnügen hatte ich bereits", beantwortete er amüsiert ihre Frage und führte sie so sicher wie keiner der anderen tanzenden Männer über die Tanzfläche. Seine Schritte waren so elegant und sanft, dennoch schien man sie nicht zu hören so leichtfüßig schwebte er mit der Eishexe über das Parkett. "Haben wir uns inzwischen von der Überraschung erholt, Besuch aus einer anderen Welt zu haben?", fragte er provokant und hob die Hand mit der er sie führte, um sie eine Pirouette drehen zu lassen. Als er ihre Hexenaura um sich herum pulsieren spürte antwortete er ihr unmerklich, indem er seine noch drückender und finsterer werden ließ. Die Stimmung schlug um und auch die anderen Tanzenden spürten die Bedrohung, die von dem tanzenden Paar in ihrer Mitte ausging. Keiner wagte etwas zu sagen oder die Stimme zu erheben und obwohl die Gefahr nur allzu präsent war traute sich Niemand, die Tanzfläche mitten im Lied zu verlassen - es wäre zu auffällig und die beiden Monster würden sofort auf sie aufmerksam werden. Eine brenzlige Situation, in der sich nun dank der Mischung der beiden Auren jeder fühlte als müsse er um sein Leben tanzen.
Ashers Miene blieb glatt und entspannt und seine Augen nahmen in Betracht, was sich ihm für ein Anblick bot. Zephyr in einem eleganten Kleid, das sah man nicht alle Tage. "Du hast dich ja richtig herausgeputzt für mich, meine Schöne", flachste er mit ihr und schmunzelte verschmitzt, als sie aus ihrer Drehung zurück in seine Arme kehrte. "Das Kleid steht dir ausgezeichnet." Der Blick seiner Augen sagte hierbei viel mehr aus, als sie das für gewöhnlich taten. Das war seinem neuen Körper zu verdanken, auch wenn er im Grunde wirklich nur beabsichtigte mit ihr zu Plaudern - seine Augen erzählten dabei aber etwas ganz anderes.
Er wusste, dass sie nur belanglosen Smalltalk hielten, doch gerade in so gefährlichen Situationen wie dieser wurden es die beiden nie leid, sich auszutesten. Den Gegner zu prüfen, abzutasten wie weit man gehen konnte. Ein Spiel: Für die eine mit dem Feuer und für den anderen mit dem Eis. Und er genoss es, wieder mit Zephyr zu spielen.


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