Willkommen Gast
 
StartseiteMitgliederSuchenAnmeldenLogin

Teilen | 
 

 Renovierungsbedürftiges Museum

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3  Weiter
AutorNachricht
Vadim
Never trust the Storyteller
avatar

Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Di 2 Feb 2016 - 19:40

Die Gewissheit das Bran alles tun würde um ihre Taten zu vertuschen ließ Vadim nachlässig werden und darüber vergass er auch bereitwillig wie schlecht es um die Kreativität des Museumswächters bestellt war. Wahrscheinlich hatte Jinx Recht und er wusste bereits was ihn diese nächtliche Aktion kosten würde. Ein schlechtes Gewissen bereitete Vadim dieser Gedanke nicht, wahrscheinlich würde Bran einfach die Gegend verlassen und woanders einen Schuldenberg beim Pokern anhäufen. Zumindest hätte Vadim es an seiner Stelle so gemacht.
Es war dennoch ein verdammt gutes Gefühl zu wissen das Bran alles schon irgendwie richten würde, selbst wenn es naiv war. Denn so konnte der Blondschopf sich ganz darauf konzentrieren seine Königin glücklich zu machen und musste keinen Gedanken daran verschwenden was für Schwierigkeiten möglicherweise auf sie zukamen. Das reichte Vadim auch vollkommen als Ausrede um sich völlig leichtfertig zu verhalten. Sinn und Verstand standen einer Mine doch ohnehin nur im Weg. Denn nun rief nicht nur das Museum danach als große Bühne für ihr geimsames Spiel zu dienen – wie Jinx schon richtig bemerkt hatte – Nein, er hatte nun auch endlich seine Angebete für sich alleine und Vadim wäre nicht mehr er selbst wenn er das nicht auskosten würde. Während er sie so ansah wie sie sich in verspielter Eleganz im Kreis drehte dachte er daran wie leicht es doch war sie zu begehren und wie schwer sie dabei zu bekommen war. Sicherlich hatte sie schon eine Menge Verehrer zum Verzweifeln gebracht. Aber nur er hatte die Ehre dieses Abenteuer mit ihr zu teilen. Obwohl Vadim's Ego ohnehin schon eine ungesunde Größe hatte fühlte er sich dadurch zusätzlich bestärkt das dieses zauberhafte Wesen seine kostbare Zeit mit ihm verbrachte. „Bran sollte sich glücklich schätzen das er durch seine Mithilfe Erwähnung in den Geschichten über unsere Heldentaten finden wird.“ ,stellte Vadim schmunzelnd klar. Es war zwar fraglich was daran heldenhaft war nur zum Spaß in ein Museum einzubrechen und für ein heilloses Chaos zu sorgen, aber es war doch alles nur eine Frage der Perspektive. Später würde ihn schon etwas einfallen das ihren Verwüstungstripp edelmütig wirken lassen würde. Ein Schlag gegen die Oberschicht (in diesem Fall verkörpert von dem reichen Museumsbesitzer) das gefiel dem gemeinen Volk immer. Perfektioniert von einer Liebesgeschichte die seinesgleichen erst einmal suchen sollte. Zumindest war es das was Vadim fühlte als Jinx sich ihm zuwandte und ihn mit diesen betörenden, rätselhaften Blick ansah. Dazu diese wundervollen Worte die in seinen Ohren frohlockend widerklangen und den seligen Ausdruck auf sein Gesicht brachten den man sonst nur bei Leuten vorfand denen man gerade einen Bolzen durch den richtigen Teil des Gehirns geschossen hatte. „Es wird in jedem Fall nicht der letzte Schatz sein, das verspreche ich.“ ,säuselte er versunken im Glück. Es grenzte fast an Grausamkeit das sie sich in diesem vollendeten Augenblick von ihm entfernte, gleichzeitig schraubte es sein Interesse erneut in Höhen die noch nie ein Barde zuvor gesehen hatte.
Während seine Königin sich um ihr maltretiertes Script kümmerte sorgte Vadim weiter dafür das Ambiente herzurichten. Bevor er den Mantel aus dem Keller abstreifte – denn jegliche Maskerade war inziwschen überflüssig geworden – zog einen Brief Steichhölzer aus der Tasche. Das war der Vorteil von geklauter Kleidung; man fand immer irgendwelche Schätze in den Taschen. Die Zündhölzer nutzte er um die Öllampen die in den Ecken des Ausstellungsraumes angebracht waren anzufeuern und bald war die Halle in sanften Flammenschein ausgeleuchtet.
Mit einem Lächeln das ebenso warm war wie das Licht des Feuers kehrte er zu Jinx zurück. Vadim bezweifelte das sie ernsthaft vor hatte zu proben. Wo lag denn der Reiz dabei einen Zettel mit Text hin und her zu reichen? Stattdessen sah er sich erneut in seinem Improvisationstalent herausgefordert. Schnell huschte sein Blick über die Exponate; er brauchte eine Krone. Nur kurze Zeit und ein paar Glasscherben später hatte er eine gefunden. „Zweifelsohne dient die Krone nur dazu dass das Volk genau weiß wem es sein Herz verpflichten muss. Obwohl das Volk freilich blind sein muss um diese strahlenste aller Königinnen nicht auf den ersten Blick zu erkennen.“ Würdevoll schritt er auf sie zu um demütigen Anlitzes das Schmuckstück auf ihrem Haupt zu platzieren. Wie zu erwarten konnte der Prunk ihre Schönheit nicht übertrumpfen, trotzdem war es ein wundervoller Anblick. „Es bedarf keines Geschmeide aus Gold um eine rechte Herrscherin zu sein. Sie braucht nur der Ehrfrucht ihres Gefolges. Eine Königin die so viel Autorität besitzt das selbst ein Vagabund wie ich nichts als den Wunsch verspürt ihr zu dienen wird wahrlich ihrem Platz gerecht.“ Erfürchtig mimte Vadim den Blick eines Straßenhelden der seiner Herrscherin vollkommen verfallen war. Doch dann wandte er schmerzerfüllt und voller Pein die Augen von ihr an. „Doch was wird meine Majestät sagen wenn ich ihr berichte das es im Volke Aufständige gibt die meine Königin stürzen wollen. Ja was wird sie gar tun wenn ich ihr beichte das niemand anderes als meiner Selbst es war den diese blinden Narren schickten?“ Jedes Spiel brauchte Dramatik und natürlich konnte auch Vadim nicht genug davon bekommen. Er hob den Blick wieder um seine Majestät erhobenen Hauptes anzusehen, bereit um für seine Vergehen zu büßen und doch mit dem tiefen Bedauern in seinen Augen das seine Seele peinigte. „Doch nun wo ich vor euch stehe... merke ich das es mir nicht möglich ist euch nicht zu verehren.


——— The Dreamer ———
SteckbriefPlotBeziehungenKontaktTheme
Liliecilor • Lady Cryptcrawler • Arsenia • Dr Hayden • Toki • Rhiannon • Rune • Jaik • Pavel
——–— Vadim D. Mortis ——–—

Nach oben Nach unten
Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
avatar

Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   So 7 Feb 2016 - 9:55

Auch wenn sie zur Theaterprobe hier erschienen waren so war inzwischen beiden mehr als offensichtlich anzusehen, dass sie noch einige Dinge im Petto hatten, die nichts mit der Probe zu tun hatten. Jinx war sich der Tatsache bewusst, dass sie nur noch wenige Stunden von ihrer Audition trennten und wäre sie nicht so selbstbewusst dann hätte sie sich wohlmöglich Sorgen darüber gemacht, ob es so klug war es bei so wenig Training zu belassen. Doch sie verließ sich auf ihr schauspielerisches Talent und auch auf ihre Improvisationskünste, um morgen alle Zuschauer der Audition von ihren Hockern zu fegen. Denn so sehr sie auch das Gefühl plagen mochte, dass es sicherlich nicht verkehrt war einen weiteren Blick auf ihr Skript zu werfen, so verboten gut fühlte sich das Verstoßen dagegen mit Vadim an.
Ihr Indiana Jones hatte sich inzwischen seines Mantels entledigt und ging nun im Saal herum, um den Öllampen rund herum Licht zu spenden. Jinx musste ihm lassen, dass er einen guten Sinn für den richtigen Stil hatte, besonders in all den geschichtlich geprägten Orten die sie nun schon zusammen besucht hatten. Sie glaubte fast, sie könne sich Vadim niemals mehr richtig als normalmenschliche Alltagsperson des modernen Lebens vorstellen, denn in ihren Augen war sein ganzes Wesen wie aus einer anderen Zeit, ein ganz eigenes, unbezahlbares antikes Relikt. Dass sie von solchen Gedanken geplagt wurde schrieb sie wie bereits zum wiederholten Male in dieser Nacht allem nur nicht möglichen aufkommenden Gefühlen zu und sie trug sich gedanklich auf dafür zu sorgen, dass Vadim diese Denkweise nicht zu hören bekommen würde. Er würde noch falsche Vorstellungen bekommen und das wollte sie nicht.
Um nicht weiter darauf herum zu denken widmete sie sich wieder ihrem Skript, ohne es wirklich zu lesen. Kaum sah sie wieder auf begegnete ihr der Anblick einer prunkvollen Krone, der sie dann doch etwas überraschte. Vadim ließ wirklich rein gar keine Möglichkeit aus ihren Wünschen zu entsprechen, es war zu gleichermaßen faszinierend wie verblüffend. "Ein nutzloses Relikt... oder nicht?", fragte sie anregend und legte sich einen Finger an die Unterlippe, als Vadim zu erläutern begann. Er war wirklich gut, sie hatte nichts an seinem Spiel auszusetzen und es trieb ihr auch wieder ein Lächeln auf die Lippen, von dem sie wusste, dass das in ihrer Rolle eigentlich nicht dazu gehörte. Was soll's, sie waren hier schließlich unter sich und es machte zu viel Spaß als das sie dabei ernst bleiben wollte.
"Ein gutes, unterwürfiges Volk sollte ihre Königin auch ohne diese nutzlose, teure Krone erkennen können", warf sie ihm schnippisch an den Kopf und verschränkte die Arme, als sie empört zur Wand sah. Bevor sie allerdings etwas weiteres dagegen sagen konnte, war ihr Vadim mit einem Mal wieder ganz nah und sie spürte die Wärme seiner Hände an ihrer Schläfe, als er das Schmuckstück auf ihren Haaren platzierte. Durch ihre violetten Augen huschte der Anflug eines fragenden Blickes, den sie sich aufgrund ihres königlichen Ranges aber recht schnell wieder aus dem Gesicht wischte. Sie drehte sich zu ihm herum. "Deine Worte füllen mich mit Genugtuung, Vagabund", ließ sie ihn wissen und besah sich ihre Fingernägel, "und dennoch ist deine Meinung so viel Wert wie die des Hofnarrs." Sie musste zugeben, das Gewicht der Krone auf ihrem Kopf gefiel ihr mit der Zeit immer besser. Sie öffnete die Augen einen Spalt breit und musterte Vadim von Kopf bis Fuß, obwohl sie seinen Anblick nun schon gewohnt war - die Königin war es nicht. Und als er ansprach, dass wohlmöglich er es gewesen sein mochte der die Aufständigen anführen könnte, kniff sie die Augen prüfend zusammen. "Ich verlasse mich auf meine Menschenkenntnis", sagte sie ehrfurchtgebietend und machte zwei langsame Schritte zur Seite, während sie sich diesen Gedanken auf der Zunge zergehen ließ. "Doch so schätze ich euch nicht ein." Als Vadim sie wieder ansah und ihr gestand, wie sehr er sie verehrte, nickte sie wissend. Doch dann begann ihre Spontanität aus ihr zu sprechen und ließ sie auffliegen.
"Es liegt viel Wertschätzung in euren Worten, so wie es sich gehört wenn man zu der Herrscherin spricht", begann sie eine Art kurze und prägnante Rede, bei der sie sich nach vorn drehte und majestätisch die Hände hinter dem Rücken verschränkte, "doch ich höre mehr heraus. Sagt, ist eure Meinung rein objektiv oder hegt ihr noch weitere Gefühle? Sprecht ehrlich und aufrichtig vor mir, Vagabund." Erst als sie die Worte bereits ausgesprochen hatte wurde ihr klar, nach was sie ihn gerade indirekt gefragt hatte. Im Grunde - um vier Ecken, aber es blieb dasselbe - hatte sie ihn gebeten, ihr seine Gefühle für sie zu gestehen.
Jinx empfand nur wahrlich selten das Gefühl im Erdboden versinken zu wollen, doch gerade jetzt war so ein Moment. Röte überzog innerhalb eines Wimpernschlags ihre Wangen und sie musste sich zwingen nicht das Fenster, die Statur links von ihr oder die zerbrochene Scheibe dort hinten anzustarren - alles nur nicht Vadim. Ihr Herz begann schneller zu schlagen und sie kämpfte mit all ihrer Macht darum, auszusehen als wäre alles geplant gewesen und als würde es zu ihrer Rolle gehören, was ihr zunehmend misslang. Nicht nur, weil Jinx die Planlosigkeit in Person war, sondern auch, weil sie Vadims stechendem Blick auf so kurze Distanz ausgeliefert war.



Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline
Nach oben Nach unten
Vadim
Never trust the Storyteller
avatar

Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Mi 10 Feb 2016 - 19:49

Es bestand kein Zweifel daran das dieses funkelnde, strahlende Juwel das hier vor ihm stand keine zusätzliche Zierde brauchte um in einem Haufen Drachendung erkannt zu werden. Deswegen nickte Vadim ergeben als Jinx kund tat das eine Königin auch ohne Krone erkannt werden sollte. Es war zumindest in den Geschichten immer so. In der Wirklichkeit sah es meistens anders aus, denn es gab genug Beispiele die bewiesen das nicht jede Herrscherin ein Abbild der Schönheit und Würde sein musste. Aber was er und Jinx hier lebten war nicht die Relalität. Es war viel mehr ein Märchen und wie es sich für Märchen nun einmal schickte ließ Vadim es sich wieder einmal nicht nehmen hoffnungslos zu übertreiben. Auch wenn dabei zumindest jedes Wort das über Jinx' Anmut fiel die Wahrheit aus den Tiefen seines verlorenen, gefühlstrunkenen Herzens war. „Aber meine verehrte Majestät, wie soll das Volk euch denn sonst von einer Göttin unterscheiden?“ ,stellte er in dem schmeichelnden Tonfalls eines völlig verzauberten Narren fest...oder von einem der darum fürchtete seine Hände zu verlieren. Es war für ihn auch dringend notwendig sich jetzt mit der Königin gut zu stellen wenn er an die Schwere des Verbrechens dachte das seine Rolle im Begriff war zu gestehen. Doch dem blasierten Blick nach zu urteilen den Jinx so herrlich spielte (er hoffte doch sehr das sie ihn nur spielte) während sie ihre Fingernägel inspektierte stand es sowieso nicht gut um den armen Gesetzlosen. Das Spiel versprach spannend zu werden und Vadim musste sich ein Lächeln der Begeisterung verkneifen. „Viel mehr als den Rang eines Hofnarren würde ich mir natürlich auch nie anmaßen. Auch wenn ich auf den Straßen als Held gefeiert werde, so bin ich doch ein Nichts in der Anwesenheit der eindrucksvollsten aller Herrscherinnen.
Dann kehrte die Trauer in seine Züge zurück als die Königin ihm beteuerte das sie nicht glaubte das er ein Verräter sein könnte. Er seufzte theatralisch und ließ den Blick erneut von ihr ab, als wäre er nicht würdig genug um sich noch länger an ihren herrlichen Anblick zu ergötzen. „Und dennoch ist es so. Ach was würde ich nicht dafür geben um euch nicht enttäuschen zu müssen. Meinen Degen gäbe ich her um mich rein zu waschen von den Fehlern die ich in der Vergangenheit beging.
Doch dann fielen die Worte bei denen Vadim sich ernsthaft Mühe geben musste um weiterhin ergeben die Augen gesenkt zu lassen. Was verlangte sie da von ihm? Hatte sie sich plötzlich entschlossen ihrem Spiel ein wenig mehr Romantik hinzuzufügen? Mit dieser Wendung hatte er so schnell noch nicht gerechnet, aber es klang sehr interessant und war natürlich genau das auf das er insgeheim abgezielt hatte. Als er sie schließlich doch aus den Augenwinkeln ansah ließ ihn etwas in ihren Ausdruck daran zweifeln das ihre Worte noch vollkommen zu ihrem improvisierten Stück gehörten. Die Röte auf ihren Wangen tat es vermutlich nicht und auch nicht die unstete Art in der sie ihn ansah. Hatte die Monarchin gerade bermerkt das sie dabei war einem Tunichtgut zu verfallen? Wenn dem so war musste er zugeben das er tatsächlich noch nie eine so gute Schauspielerin wie sie getroffen hatte. Noch nie hatte er gesehen das jemand diesen Blick in einer derartigen Perfektion spielte. Es bewog ihn dazu seine demütige Haltung zu verlassen und sie mit einem sanften Lächeln zu betrachten das wahrscheinlich Eisberge zum Schmelzen bringen könnte (und damit metaphorisch ganz wunderbar zu der Pfütze passte die einmal sein Gehirn gewesen war.)  Sie selbst hatte ganz offensichtlich Schwierigkeiten damit ihn anzusehen. Er blendete den Gedanken aus das es ihr unangenehm sein könnte und sah es viel lieber als Einladung ihr dabei behilflich zu sein. Behutsam legte er die Hände seitlich an ihren schlanken Hals und nutzte die Daumen um ihr Kinn anzuheben. „Meine Gefühle für euch sind so objektiv wie ein Wolf auf der Jagd der nicht mehr zwischen Reh und Mensch unterscheidet. Ich wünschte es wäre nicht so. Ich wünschte es würde mir etwas ausmachen das ich denjenigen die mich verehren in den Rücken falle. Aber sie kümmern mich nicht. Alles was jetzt noch Sinn macht ist derjenigen zugetan zu sein die ich eigentlich stürzen sollte. Es wäre Wahnsinn sich dem entziehen zu wollen." Er beugte sich langsam zu ihr herrunter bis ihre Gesichter sich beinahe berührten. In dieser prickelnden Distanz in der er ihren Atem spüren konnte, aber trotzdem noch in den vollen Genuss kam ihr Gesicht zu betrachten. Jene wunderschöne Züge an denen er sich einfach nicht satt sehen konnte und aus denen auch jetzt noch die pure Lebensfreude sprach. Es schien sie zu begleiten, egal was sie auch tat. „Und ich bin nicht so ein Narr das ich überhaupt versuchen würde mich aus eurem Bann zu befreien.“ Immer mehr vermischte sich der Text des ausgedachten Stückes mit seinen wahren Gefühlen bis es unmöglich war sie von einander zu unterscheiden. Jinx brauchte ihn mit ihrem ganzen Auftreten schier um den Verstand und das in einem sehr positiven Sinne.


——— The Dreamer ———
SteckbriefPlotBeziehungenKontaktTheme
Liliecilor • Lady Cryptcrawler • Arsenia • Dr Hayden • Toki • Rhiannon • Rune • Jaik • Pavel
——–— Vadim D. Mortis ——–—

Nach oben Nach unten
Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
avatar

Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Fr 12 Feb 2016 - 22:42

Er hatte ein Argument. Dafür waren königliche Bedienstete wie er aber natürlich da, also machte Jinx keine große Szene daraus und nickte nur erhaben. "Nun, wo Ihr recht habt habt Ihr recht", sprach sie so ehrenvoll wie das bei dieser Formulierung möglich war und hob die Nase gleich noch einen Tick höher in die Luft, denn das Gefühl der Krone verlieh ihr wirklich das Gefühl von Würde. Faszinierend, was ein bisschen Gewicht auf dem Haar ausrichten konnte. Sie fühlte sich, als verstünde sie die damaligen Könige und Königinnen nun ein Stück besser. Im Nachhinein fragte sie sich, was passiert wäre wenn sie die Queen getroffen und sie gefragt hätte, wie sich die Krone auf ihrem Kopf anfühlte.
Man mochte sagen ein Abend und eine Nacht wären zu kurz, um jemanden eingehend kennen zu lernen und sich ein Bild von ihnen machen zu können. Wer auch immer für diese Redewendung verantwortlich war, Jinx war gewillt sofort loszuziehen und diesem gewissen Jemand eine zu verpassen. Denn das was sie mit Vadim erlebte fiel ihr schwer auch nur annähernd als einen einzigen Abend zu betrachten. Es war so viel mehr als das und mochte sie auch sonst immer auf der Überholspur leben, so war diese magische Reise mit Vadim durch Raum und Zeit doch etwas, was ihr so noch nie widerfahren war.
Das hatte sie Vadim zu verdanken und das wusste sie auch, obwohl es ihr über die gemeinsame Zeit zunehmend Spaß gemacht hatte ihn zu triezen und zappeln zu lassen. Immerhin hatte sie früh bemerkt, dass sie den Kopf ihres Cowboys ganz schön verdreht hatte. Sie hatte ihren Vorteil daraus gezogen, doch dabei waren ihr immer wieder ihre eigenen Gefühle in den Weg gekommen.
So wie jetzt. Bereits als die Frage nach der entscheidenden Antwort ihre Lippen verlassen hatte musste sie sich selbst ins Gericht nehmen und hinterfragen, ob sie nun diejenige war, der es an Objektivität mangelte. Dass ihre Hypothese schon so schnell bestätigt werden würde hätte sie weder erwarten noch voraussehen können und obwohl es sich anfühlte, als würde die Zeit nun schleichend langsam vergehen, geschah doch alles so schnell.
Vadim, der immer noch dicht vor ihr stand und ohne es zu wissen für ein Gefühl der Enge in ihrer Brust verantwortlich war, schien fast schon beabsichtigt eine Pause zu machen und ihr nicht direkt eine Antwort zu geben. Sie hätte ihm dafür am liebsten wieder eine Ohrfeige gegeben, denn ihrer Ansicht nach hatte er davon wirklich ab und zu ein paar nötig, doch der Moment und die Ungewissheit ihrer eigenen Frage hinderte sie daran. Denn immerhin war sie es, die sich unglücklich formuliert hatte. Oder hatte sie das? Wollte sie nicht vielmehr wirklich wissen, was seine Antwort sein würde?
Kaum hatte die Röte ihr Gesicht erreicht musste sie sich wie bereits schon öfters in dieser Nacht zusammen reißen dafür zu sorgen, dass ihre eigenen Empfindungen nicht die Oberhand in ihrem kleinen Spiel ergriffen. Denn so gern sie Vadim auch mochte - ihr Herz sagte ihr, dass sie das viel mehr tat als ihr überhaupt bewusst war - war sie nicht gewillt, die Führung einfach abzugeben. Immerhin war sie es, die die Karten in der Hand hielt. Oder?
Ihr starrender Blick zur Seite nahm ein bittersüßes Ende, als sie die Hand ihres Helden an ihrem Hals spürte und gezwungen wurde, in seine charmanten grünen Augen zu blicken. Er sah sie an als wäre sie das schönste Juwel auf Erden und ihre Schauspielerfahrung sowie ihr pochendes Herz sagten ihr, dass das was sie sah Vadims wahre, unverfälschten Gefühle waren. Irgendwo in ihrem Hinterkopf schrie die Theaterspielerin in ihr danach, das Ganze noch auf der Ebene der Probe zu behalten, auch wenn dies zunehmend schwand. "Und doch seid ihr ein Verräter, ein Vagabund der sich gegen seine... Königin auflehnt..." Ihre Lippen verließ leises, angespanntes Atmen, das den wahren Stand der Dinge verriet und ihre Vorsätze hinterging. Zum ersten Mal seit sie ihn kannte befand sie sich wirklich in Gefahr, sich in diesen Augen zu verlieren und den süßen Worten des Blonden zu verfallen.
Normalerweise war dies nun der Zeitpunkt, indem sie sich irgendwie herauswand, etwas anstellte oder die beiden von irgendwem unterbrochen wurden. Jinx ertappte sich dabei fast schon verzweifelt darauf zu warten, dass eben dieser Fall eintrat, während ihr Herzschlag durch ihren Körper jagte als wäre er auf der Flucht. Doch sie hatten vorgesorgt. Es würde Niemand kommen. Es gab nichts was sie aus dieser Situation retten würde. Und als sich ihre violetten Augen, gefüllt mit Ungewissheit und einem lange zurückgehaltenen, zart erblühendem Verlangen, in denen ihres Indiana Jones verloren, da wusste sie, dass sie nur von einem gerettet werden wollte.
"Es ist falsch, nicht?", hauchte ihre Stimme ihm nun entgegen und jedes weitere Wort verwandelte sich in ein leiseres Flüstern. "Dies ist der Verstoß gegen ein Universum an Gesetzen", raunte sie und hielt somit das letzte bisschen Theaterfaden aufrecht, der die beiden in der Rolle hielt. "Jeder falsche Blick ist untersagt", während sie diese Worte sprach zeigten ihre vor Erregung dunklen Augen die Begierde nach ihm, "und jede Berührung strengstens verboten." Ihre kleine Hand ertastete den Stoff von Vadims Weste ohne das sie den intensiven Blickkontakt abbrach, "und jeder Kuss..." Sie kam nicht mehr dazu ihre Ausführung zu vollenden. Das Violett in ihren Augen schien aufzuleuchten, als sie das Kinn, welches noch immer in Vadims Hand ruhte, anhob und die kaum noch vorhandene Distanz zwischen ihren Lippen überwand. Ein leises Stöhnen mischte sich in die Wärme ihres Mundes, als sie nun auch die andere Hand auf Vadims Brust legte und das letzte bisschen Abstand zwischen ihren Körpern vernichtete.



Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline
Nach oben Nach unten
Vadim
Never trust the Storyteller
avatar

Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Mo 22 Feb 2016 - 9:52

Die Stimmung in dem von flackernden Flammen beleuchteten Ausstellungsraum schien auf einmal so gespannt das selbst Vadim es kaum wagte zu sprechen und das obwohl er sonst eigentlich ein Mann der großen Worte war. Alles in dem Raum von den Öllampen bis hin zu den antiken Möbeln und den blinden Kameras schien den Atem anzuhalten, oder lag es vermutlich nur daran das er selbst den Atem anhielt? Möglich, aber wen interessierte das schon? Er war mit seinen ganzen Sinnen darauf konzentriert sich Jinx' Züge genau einzuprägen. Diesen Moment, diesen Ausdruck auf ihrem Gesicht wollte er nie wieder vergessen und sich bis in die Ewigkeit bewahren wie einen kostbaren Schatz. Es sollte das werden an das er jedes Mal denken würde wenn er ein Lied auf einer Laute spielte oder wenn ihm die Inspiration fehlte. Und da er ihr Gesicht bereits so eingehend studiert hatte fiel ihm auch auf das sich etwas in ihrem Blick verändert hatte. Er würde bestimmt noch viele Nächte damit verbringen zu definieren was es genau war was ihn da aus diesen makellosen Amethysten entgegen blickte (und er würde seinen leidgeprüften Freunden mit Sicherheit den letzten Nerv mit den Ausführungen darüber rauben...) Ihre Worte sprachen zwar dafür das sie sich noch immer in einer Inszenierung befanden, aber ihre Augen verrieten etwas anderes. Inzwischen war er sich sicher das sie diesen Blick nicht mehr spielte, denn das konnte niemand.
Er wollte ihren Worten widersprechen. Er wollte ihr sagen dass das einzige was falsch sein könnte die Dinge waren die ihre Vereinigung auseinander hielten. Er wollte ihr sagen das der einzige Verstoß an den Gesetzen des Universums war das sie sich immer noch nicht küssten und damit auseinander hielten was zusammen gehörte. Aber dazu kam er nicht denn auch wenn er die ganze Zeit darauf gewartet hatte, so verschlug es ihm doch den Atem als sie ihn zu sich zog und ihn innig küsste. Dieses widersprüchliche Verhalten von etwas überrascht zu sein auf das er gewartet hatte war ein gutes Beispiel dafür wie irrational und verdreht verliebte Menschen dachten. Jede Faser seines Herzens feierte ausgelassen den Sieg über die letzten Gehirnzellen die im Todesröcheln zu Boden gingen. Es war von Anfang ein aussichtsloser Kampf gewesen, auch wenn einige der Opfer es bis zu letzt nicht wahr haben wollten das sie am besten schon aufgegeben hätten als Vadim die Seitenstraße betreten hatte. Während seine Lippen feurig auf die Liebkosungen von ihren antworteten löste er vorsichtig die Hände von ihren Wangen um ihren Körper zu umfangen. Nichts sollte diesen zauberhaften Moment zerstören können, selbst wenn das Schicksal heute schon mehrfach gezeigt hatte das es dabei ziemlich kreativ sein konnte. Es hatte ihnen zwar einiges an Arbeit gemacht hierhin zu kommen (und an die ganzen Menschen die dabei ihren Job verloren hatten dachte Vadim schon lange nicht mehr.) Aber nun hatte er Jinx endlich für sich ganz alleine. In der heutigen Nacht lag ein Zauber in der Luft den Vadim nicht greifen konnte und das wollte er auch gar nicht. Er hoffte das er für immer anhalten würde und er so nie Zeit haben würde darüber nachzudenken. Hin und hergerissen zwischen dem Wunsch sie bis in alle Ewigkeit weiter so eng umschlungen zu küssen und der Besessenheit davon diese Nacht mit möglichst vielen unvergesslichen Erinnerungen zu füllen löste Vadim schließlich die Verbindung. Aber nur um sie ein paar Sekunden später erneut auflodern zu lassen und sich begierig erneut mit ihren Lippen zu vereinigen. Nach diesem zweiten Kuss hielt er sich allerdings vorerst zurück, auch wenn er sich dabei leicht auf die Unterlippe beißen musste um der Versuchung widerstehen zu können. Zart lehnte er mit seiner Stirn an ihre damit er nichts anderes als ihre wunderschönen Augen sehen konnte. Die Theaterprobe war schon lange vergessen. „Ich muss gestehen das ich noch nie so eine Magie wie heute Nacht gespürt habe.“ ,säuselte er. Sanft nahm er ihre Hand und verschränkte seine Finger mit ihren. Doch der ruhige Frieden wehrte nicht lange denn als er sich aufrichtete blitzte in seinen Augen schon wieder der Wahnsinn. „Komm, wir rufen es vom Dach aus der ganzen Stadt zu!“ Ein letzter Rest seines Verstandes wollte im Todeskampf Widerspruch einlegen und auf das unzureichend gesicherte Dach hinweisen aber er wurde kaltblütig von seinem verträumt grinsenden Herzen ermordet. Den entsetzten Schrei bevor die arme, kleine Gehirnzelle ihrem Schöpfer gegenüber tratt konnte Vadim natürlich nicht hören. Wild entschlossen zog er mit sanfter Bestimmtheit an Jinx' Hand um sich auf den Weg zu machen. Er wusste zwar nicht genau wie er gehen musste, aber im Prinzip war das nicht schwer. Sie mussten einfach nur immer die Treppe hinauf, dann würden sie logischerweiser irgendwann auf dem Dach an kommen. Einfach immer höher und höher so wie sein Herz das nun endlich befreit von Sinn und Verstand davon flog.


——— The Dreamer ———
SteckbriefPlotBeziehungenKontaktTheme
Liliecilor • Lady Cryptcrawler • Arsenia • Dr Hayden • Toki • Rhiannon • Rune • Jaik • Pavel
——–— Vadim D. Mortis ——–—

Nach oben Nach unten
Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
avatar

Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Mo 22 Feb 2016 - 19:30

Auch wenn Jinx irgendwo in ihrem Unterbewusstsein noch versucht hatte, das bisschen roten Theaterfaden aufrecht zu erhalten das dieses Spiel zwischen ihnen überhaupt erst ermöglicht hatte, so stellte sich doch erschreckend schnell heraus wie wenig Macht dies noch über sie hatte. Und je mehr sie sich in dem Anblick ihres Indiana und ihren eigenen Worten verlor, desto weniger störte es sie, dass sie sich von dem Theatergrundsatz entfernte. Denn die ach so verlockende Seite Vadims war so viel schöner als das Proben, als der auswendig gelernte Text, als dieses Museum und als all die Floskeln und Vorurteile, die Paare daran hinderten bei dem ersten Date schon den nächsten Schritt zu tun.
Dieser Schritt war im Moment das einzig existente in Jinx' Gedanken. Das Grün von Vadims Augen schien in dem dämmrigen Licht des Ausstellungssaals zu leuchten und seine Lippen waren viel zu verlockend, als das sie noch länger auf sich selbst hören konnte. All ihre Vorsätze über Bord werfend küsste sie ihn, heiß und hingebungsvoll. Und las sich Vadims Hände um ihren zarten Körper schmiegten und sie ebenso furios zurückgeküsst wurde fühlte sie, wie ihr Herz innerlich vor Glück versprang. Verrückt, wie die Zeit für Verliebte anders verging als für alle anderen. Die Blauhaarige hätte beim besten Willen nicht sagen können, wie viel Zeit vergangen war seitdem sie die letzte Distanz überwunden und sich in Vadims Arme geschmiegt hatte. Das Gefühl seines warmen Körpers an ihrem, seiner Hände an ihren Hüften und seiner Lippen auf ihren war berauschend, wie eine Droge von der sie sich nie wieder lösen konnte, weil es ihren sicheren Tod bedeuten würde. Na gut, einen wahrscheinlichen Tod. Naja, vielleicht eine Grippe.
Nach einer Zeitspanne, die sich wie eine zweifache Unendlichkeit anfühlte, löste sich Vadim von ihr und eine ungeahnte Röte überzog Jinx' Wangen, da ihr von dem intensiven Kuss der Kopf glühte. Doch das Strahlen ihrer Augen war unbeschreiblich stark und als sie die Begierde in Vadims grünen Augen sah entwich ihr ein ergebenes Seufzen, als er sie erneut küsste und das ebenso intensiv wie zuvor. Schließlich ging auch dieser Kuss zu Ende und nach Luft schnappend befreite sich Jinx von der Hitze ihrer Kontraktion. Dieses Mal senkte sie kurz den Blick, sich der Tatsache bewusst, dass sie wohlmöglich erneut auf die Idee kommen würde sich ihren Cowboy zu angeln wenn sie ihm wieder in die Augen sah. Auf der Suche nach einer Alternative die sie ansehen konnte, damit ihre Wangen zu glühen aufhörten, fanden sich seine Lippen. Keine gute Idee. Kaum entwich ihm ein Atemzug als er sich auf die Unterlippe biss, schossen die sehnsüchtigsten Gefühle in Jinx' Magen und Vadim erschien ihr mit einem Mal so verflucht heiß, dass sie den Casanova am liebsten am Kragen gepackt und in die nächste Nische mitgezogen hätte, um dort ordinäre Dinge mit ihm zu tun.
Ein Glück, dass er dem ganzen Gefühlstrubel gleich darauf eine Möglichkeit bot sich zu entladen, denn seine Idee bis zum Dach hinaufzugehen klang in Jinx' Ohren wie die Idee des Jahrhunderts. "Wir lassen es die ganze Welt wissen", flüsterte sie verträumt. Ob es ihr übermütiges Herz war, das im Liebesrausch nun nur noch alles als wunderbar betrachtete, oder ob es ihr Übermut war der wahrlich an der Idee begeistert war, konnte sie nicht länger sagen geschweige denn auseinander halten. Viel zu verliebt war sie in die Möglichkeit, diese beiden Empfindungen zu vermischen und sich in dieser Nacht einfach dorthin lenken zu lassen, wohin das Schicksal und diese aufregende, aufgeflammte Liebe sie hin wehen würden.
Dieses Mal war es Vadim, der Jinx an der Hand nahm und ihrem Herz Flügel verlieh, als er sich gemeinsam mit ihr dazu auf machte, wieder ein neues Abenteuer zu erleben. Das Abenteuer, das sie nun gemeinsam ansteuerten, war nicht das Dach von dem aus sie die ganze Nachbarschaft von ihrem Glück verkünden wollten: Es war die aufblühende Blume der Liebe, die sie sich gegenseitig offenbart haben und mit der sie sich nun in unbekannte Gefilde aufmachten, die sie gemeinsam erobern wollten. So kitschig diese Gedanken auch sein mochten, Jinx konnte sich für diese Nacht nichts schöneres vorstellen als in derart Gefühlen zu schwimmen.
Als sie die Treppe erreichten hielt Jinx ihr angehaltenes Kichern nicht länger zurück, das sie vor lauter Glück einfach herauslassen musste aus Angst, sie würde sonst platzen. Am Treppenansatz ließ sie Vadims Hand los und hüpfte die Treppenstufen hinauf, sodass sie ihm einige voraus war. Sie wusste nur zu gut, was für eine Aussicht man von Vadims Perspektive aus nun auf ihr zerrissenes Kleid und die schlanke Figur der Blauhaarigen darunter haben musste. Und sie ließ es sich auch nicht nehmen, bei jeder neuen Stufe neckend mit den Hüften zu schwanken, während ihr glockenhelles Lachen das Museum erfüllte. Sie konnte sich den Spaß einfach nicht nehmen lassen, Vadim ein bisschen an der Nase herum zu führen, schon gar nicht wenn er sie mit diesem Blick ansah.
Oben angekommen - verblüffenderweise war der Weg zum Dach wirklich sehr linear gehalten und nicht wie erwartet nur durch ein Labyrinth an unbekannten Türen oder wirren Treppen zu erreichen gewesen - begrüßte sie eine Tür, die mit "Nur für Personal" beschriftet war. Sie stemmte eine Hand in die Hüfte und verdrehte verspielt die Augen. Und als sie sich zu Vadim herumdrehte zückte sie mit einem frechen Grinsen Brans Karte aus ihrem Mieder hervor, welche ihnen bereits gute Dienste geleistet hatte und nun wieder leisten würde. ""Möchtest du dir die Ehre geben, Indiana Jones?", fragte sie und hielt ihm die Karte zwischen ihren Fingern entgegen, sodass er sie ihr entziehen musste wenn er sie haben wollte, während Jinx die Karte vor ihm wegzog. Sie lachte. ""Was, ich hab nicht gesagt, dass es einfach wird!"



Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline
Nach oben Nach unten
Vadim
Never trust the Storyteller
avatar

Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Fr 26 Feb 2016 - 22:57

Obwohl Vadim bisher ein abwechslungsreiches Leben gehabt hatte nun erschien ihn nun jeder Tag den er vor dieser Nacht hinter sich gebracht hatte trist und leer. Er hatte nicht gewusst das ihm bisher etwas gefehlt hatte und darauf das es Spannung war hätte er sogar als Letztes getippt. Aber nun hatte ihn Jinx eines Besseren belehrt. Er wollte zukünftig jeden Tag mit ihr verbringen und wenn das hieß das er sich ständig aufs Neue in waghalsige Aktionen stürzen musste so sollte es von nun an sein Leben sein. Dieses Abenteuer durfte einfach nicht enden. Um sich über den Rest Gedanken zu machen war Vadim's Verstand im Moment viel zu vernebelt. So vernünftige Eingebungen wie die das er eine gute Kranken- und Rechtschutzversicherung brauchen würde um diese Pläne in die Tat umzusetzen hatten im Moment keinen Platz in seinem Denken. (Und wie es sich für einen heimatlosen Barden gehörte war Vadim selbstverständlich sowieso nicht versichert.)
Wie sollte er auch an etwas anderes denken können als Jinx seinem Vorschlag auf das Dach zu klettern und die ganze Stadt von ihrem Glück wissen zu lassen zustimmte. Dabei sah ihr verträumter Blick auch noch so verführerisch aus das Vadim sie am liebsten gepackt hätte um jede Nuance ihres herrlichen Gesichts zu küssen. Er musste einfach jeden wissen lassen das nur er diese Nacht mit diesem blauhaarigen Wunder verbringen durfte. „Damit sie alle vor Neid erblassen!“ ,fügte er ihrem Satz mit einem heiteren Grinsen hinzu. Wieso hatte er nur nie gewusst was ihm all die Jahre entgangen war? In diesen Jahren mit einigen kurzweiligen Romanzen hatte er nie eine Frau getroffen die ihn derart auf die Probe gestellt hatte und genau das war es auch was ihn davon überzeugt sein ließ das er sie nie wieder gehen lassen durfte. Bei dem eiligen Weg zu dem Dächern der Stadt warf er immer wieder einen Blick zurück auf Jinx um sich zu versichern das er sie sich nicht nur eingebildet hatte. Denn so etwas sollte durchaus vorkommen und jedes Mal wenn er sich überzeugte hatte spürte er erneut das Glück in sich überschäumen.
Natürlich behielt er nicht lange die Führung. Was er auch tat Jinx war ihm immer einen Schritt voraus, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Platz in der hinteren Reihe stellte sich allerdings als auch nicht schlecht heraus. Etwas in den Bewegungen mit denen sie ihre wundervollen Kurven betohnte sagte ihm das sie mit Absicht seine Zurückhaltung als Gentleman herrausforderte. Diese kleine, hinterlistige, zauberhafte, fantastische Hexe. Dieser Anblick machte es ihm wirklich schwer der Kavalier zu bleiben der er eigentlich war. Diese Probe seiner Diskretion nahm zum Glück (obwohl Vadim geteilter Meinung war ob hier wirklich von Glück die Rede sein konnte) ein Ende als sie das Ende der Treppe erreichten. Das Schild an der Tür wagte einen verzweifelten Versuch darauf hinzuweisen das von diesem Punkt an nur noch Personal zugelassen war, aber es hätte dort genauso gut „Herzlich Willkommen“ stehen können. Derartige Schranken waren schon lange kein Hindernis mehr. Denn dank ihrer... nennen wir es wohlwollend Vorbereitungen war dies nichts als ein Hinweis daarauf das sie hier ungehindert weiter gehen konnten. Zumindest wäre es das wenn sich eine gewisse Elfe nicht dagegen stellen würde. „Wie überaus großzügig“ ,lobte er ihr Angebot ihm das Öffnen der Tür zu überlassen und er wollte die Zugangskarte nehmen die sie ihm darbot, doch er griff ins Leere. Ein entzücktes Lächeln umspielte seine Lippe als er merkte das Jinx ihn necken wollte. Auf dieses Spiel ließ er sich gerne ein. Rasch nahm er ihre Schultern und drehte sie in einer schnellen Bewegung in seine Arme sodass ihren zarten Rücken an seiner Brust spürte und er die Arme vor ihrer Brust kreuzen konnte. So hielt er sie zumindest für einen Moment in seiner zuckersüßen Gewalt. Wenn er die Karte erhaschen wollte bevor Jinx sich berfreite musste er nun schnell sein, aber dann lud diese intensive Nähe mit einem Mal zum Verweilen ein. Die Verlockung sich in diesem Meer aus Blau das sich vor ihm auftat zu vergraben war groß. Doch heute Nacht gab es noch eine Bestimmung die sich erfüllen musste. Es gab einfach keine Zeit für eine Pause am Treppenende wenn man noch Großes vollbringen musste. Selbst wenn er sich dafür von diesem zierlichen Körper lösen musste. In einer Bewegung die so unschuldig wie ein sanftes Streicheln war zog er die Karte aus ihrer Hand. Ganz so einfach ließ er seine Beute jedoch nicht gehen. Er ließ sie nicht ziehen ohne sie vorher noch eilig auf die Wange geküsst zu haben. Sie hatte so eine imense Anziehungskraft auf ihn dass er einfach keine Gelegenheit dazu verstreichen lassen konnte.
Vadim war wirklich ein Meister darin Türen formvollendet zu öffnen und wurde nicht müde es zu tun, doch dieses Mal schlug ihn dabei der Regen hart ins Gesicht. „Mylady, die Bühne gehört euch!“ ,verkündete er strahlend und strich sich die nassen Locken aus der Stirn. Natürlich tat er auch das stilecht, als hätte er es geprobt.
Das herabfallende Gefälle des Daches wurde nur durch etwas gesichert was den Namen Brüstung kaum verdiente, zudem waren die Ziegel spiegelglatt von der Nässe des Regens und funkelten im Mondlicht. Aber dafür war die Beleuchtung derart spärlich das sie eine wunderbare Sicht auf die Sterne frei gab. Nachdem Vadim einen prüfenden Blick nach draußen geworfen hatte befand er das die Gegebenheiten kaum perfekter sein könnten.


——— The Dreamer ———
SteckbriefPlotBeziehungenKontaktTheme
Liliecilor • Lady Cryptcrawler • Arsenia • Dr Hayden • Toki • Rhiannon • Rune • Jaik • Pavel
——–— Vadim D. Mortis ——–—

Nach oben Nach unten
Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
avatar

Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Sa 27 Feb 2016 - 11:52

Selbstverständlich konnte es Jinx sich nicht nehmen lassen, vor Vadim die Treppe hinauf zu tanzen. Ihre Spiellaune war dafür einfach zu stark und auch wenn sie sich ab und an eingestehen musste, von ihrem Cowboy verzaubert zu werden, so war da immer noch die unermüdliche Abenteurerin in ihr, die nie still sitzen konnte und ständig etwas neues erleben wollte.
Aus demselben Grund konnte sie dem Blonden doch auch nicht einfach die Karte überlassen, das wäre viel zu simpel. Sie war nicht der Typ dafür alles kompliziert zu machen, vielmehr war sie es, die alles spannender machte. Manchmal, so wie bei der Stromversorgungsaffäre, gingen diese beiden Aspekte aber auch fließend ineinander über. Doch dank der heiteren Stimmung und dem Gefühl auf Wolken zu schweben, verloren sich sowohl Vadim noch Jinx vor der Personaltür in dem Moment und als Vadim ihre freundliche, zuvorkommende Geste lobte grinste sie ihn frech über das ganze Gesicht an. Es war reine Genugtuung mitzuverfolgen, wie seine Hand naiv ins Leere griff, wo eben noch die Karte auf ihn gewartet hatte.
Allerdings konnte Jinx die Genugtuung nicht besonders lange auskosten, denn schon im nächsten Moment wurde sie an den Schultern genommen und drehte eine Pirouette, die einen wackeligen Schlenker machte als sie mittendrin anfangen musste zu kichern. Sie schwieg allerdings wieder als er die Arme vor ihrem Torso kreuzte und sie seine Wärme in ihrem Rücken spüren konnte. Was stellte ihr Herz bloß mit ihr an? Für gewöhnlich konnte sie solche Dinge objektiver betrachten oder sich zumindest nicht so in ihnen verlieren, doch Vadim stellte die Dinge vollkommen auf den Kopf. Sie ertappte sich dabei, wie sie mit ihrem Daumen über die Haut auf seiner Hand strich, während sie für die kurze Zeit die Augen schloss und die Nähe zu ihm einfach genoss. Dass sie dabei das Spiel vergaß, welches sie angefangen hatte, entging ihr vollkommen, weshalb es sie sehr überraschte plötzlich die Karte aus ihrem Griff zu verlieren. Erst als ihre Hand wieder frei war öffnete sie empört die Augen und boxte Vadim spielerisch mit dem Ellbogen in die Seite. "Das ist Schummeln!", klagte sie ihn an, doch grinste dabei so breit, dass es nicht wirklich als Vorwurf durchging. Sie schüttelte lachend den Kopf. "Immer diese Vagabunden, die sich einfach nehmen was sie wollen..." Und damit hatte sie nicht nur die Karte gemeint.
Ihr wurde noch ein sanfter Wangenkuss geschenkt, bevor sich Vadim aus der Umarmung löste. Dann drehte sie sich zu ihm herum und sah ihn für einen Augenblick einfach nur von der Seite an. In Momenten wie diesen war sie sich nicht sicher, was die Zukunft bringen würde. Und auch wenn sie auf der Überholspur lebte, so war da doch irgendwo noch ihr Herz, das versuchte sie ein kleines bisschen davor zu bewahren, etwas anzustellen was sie später bereuen würde. Anfangs hatte sie gedacht, sie würde mit dem Blonden nur spielen. Er war ihr von Anbeginn verfallen gewesen. Doch sie spielte nun nicht länger und um ihr Herz stand es ernst. War es das richtige? Ihre Gefühle sagten ihr ja und auch wenn es gegen den sonstigen Unfug sprach, den sie so gern anstellte, nahm sie nun schweigend seine freie Hand in ihre. Sie ließ es unkommentiert und sah ihn einfach nur an, ausnahmsweise einmal nicht überdreht, sondern einfach nur warm.
Mit der anderen öffnete Vadim nun die Tür, die sie mit dem Schild daran zu hindern versuchte hatte, sie zu durchschreiten. Und kaum flog sie auf stürmten ihnen dicke Regentropfen entgegen, wodurch sich Jinx reflexartig die Hand vor die Augen hielt. Als die Überraschung nachließ sah sie schmunzelnd durch zwei ihrer Finger hindurch und hüpfte dann an Vadim vorbei. "Nein, sie gehört uns!", sagte sie und nahm ihn bei der Hand, um mit ihm hinaus in den nächtlichen Regen zu gehen.
Das Dach sah nicht sonderlich sicher aus, doch derart Gefahren hatten Jinx noch nie gestört. Was wesentlich beeindruckender war, war die Aussicht auf die abgedunkelte Stadt, die in dem wenigen Mondlicht so schön schummrig wirkte. Der Großteil der Stadt schief um diese späte Zeit und nur vereinzelt waren hier und da Lichter in den Fenstern an. Der Regen, der auf sie niederprasselte, steuerte noch zusätzlich zu dem gebannten Nachtgefühl bei. Und Jinx tänzelte zielstrebig den äußeren Rand an, der nur spärlich von einem Geländer gesichert wurde an dem sie sich nun wagemutig anlehnte, selbstverständlich ohne große Hintergedanken. Das ihre Kleider nun zum zweiten Male von Regen durchtränkt wurden störte sie nicht weiter, zumal sie ohnehin noch nicht wirklich getrocknet waren. Es ließ sie aber das Gefühl nicht los, dass der Regen sich hier anders anfühlte als im viktorianischen London. Es konnte aber genauso gut Einbildung sein.
Als sie den Blick hinunter warf sah sie unten den Eingang des Museums und die großen Säulen, die ihn säumten. Zu ihrer Überraschung stand er aber nicht leer, denn Bran befand sich dort unten und sprach sehr verdächtig mit einem seiner Kollegen. Es sah ganz danach aus, als haben sie die kunstvolle Barriere inzwischen durchbrochen, die Vadim und Jinx im Keller aufgebaut hatten. Sie machte ihn darauf aufmerksam. "Das sieht mir verdächtig nach Hochverrat von deinem Pokerkumpel aus", riet sie geradewegs ins Blaue und beobachtete die ominösen Nachtwächter eine Zeit lang. Es waren nur die beiden zu sehen, wo der Rest der Museumskavallerie abgeblieben war schien ein Rätsel.



Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline
Nach oben Nach unten
Vadim
Never trust the Storyteller
avatar

Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Do 3 März 2016 - 20:06

Das Jinx ihm vorwarf zu schummeln war schon irgendwie ironisch, schließlich war sie es die schon den ganze Nacht Vadim's Gefühle verrückt spielen ließ und daran auch noch eine Heidenfreude zu haben schien. Aber es war nicht ironisch weil ein hinterlistiger Bertug ihr eher zuzutrauen gewesen wäre. Nein, es war ironisch weil Vadim überhaupt nicht die Notwendigkeit sah sich durch Betrug einen Vorteil zu schaffen. Obwohl er im Grunde genommen gerade genau das getan hatte, aber doch nur weil er dieses erquickliche Spiel aufrecht erhalten wollte. Außerdem war ihm sowieso jede Ausrede Recht um Jinx anfassen und küssenzu können. Er grinste nachdem sie ihn in die Seite geboxt hatte, schnappte ihre Hand und versuchte einen unschuldigen Blick zu mimen, der aber in ein schelmisches Lächeln ausuferte. „Dann verzeiht diesem miesen Schuft das er die Finger nicht still halten kann wenn die einzige Sache die er begehrt direkt vor ihm steht.“ Er hob die Karte - die er inzwischen fast vergessen hätte – hoch und wedelte damit vor ihrer Nase herum. „Und dabei noch eine winzige Dreingabe mitnimmt.
Im Prinzip wusste Vadim kaum etwas über Jinx. Er wusste gerade mal wie ihr Name lautete und das sie eine Schauspielerin mit italienischen Wurzeln war. Um mehr heraus zu finden hatte die Zeit zum Reden nicht gereicht. (und inzwischen sah Vadim sich an dem Punkt an dem es für Smalltalk schon lange zu spät war.) Aber trotzdem war er bereit für sie alles aufs Spiel zu setzen. Was er auch tat wenn man bedachte wie viele Strafdelikte er heute leichtfertig begangen hatte. (Der Fairness halber sollte hier erwähnt das Vadim auch nicht viel hatte das er verlieren konnte.) Doch was gab es schon Wichtigeres über die Lady zu wissen als das sie sein Herz beflügelte während sie an ihm vorbei hoppelte und ihn einlud die metaphorische Bühne mit ihm zu teilen? Was für eine Ehre für einen kleinen Barden wie ihn! (Das er sich sonst verbissen weigerte irgendwo die zweite Geige zu spielen ignorieren wir an dieser Stelle einmal um unseren kleinen Barden ganz in dem bescheidenen Licht glänzen zu lassen in dem er sich gerade wägte.)
Als er kaum ein paar Schritte auf dem Dach getan hatte blieb er schon wieder stehen um die Aussicht zu bewundern. Nein, damit war nicht die atemberaubene Sicht auf die schlafende Stadt gemeint. Es war allein seine Königin die seine Aufmerksamkeit beanspruchte wie sie in diesen schwindelerregenden Höhen umher tänzelte als würde sie schweben. Er hatte für kurze Zeit das Bedürfnis sie festzuhalten damit sie nicht davon flog – denn so waghalsig wie sie sich über das Gelände lehnte konnte man das durchaus in Erwägung ziehen – und somit einen Weg beschritt auf dem er ihr nicht mehr folgen konnte. Dabei wollte er ihr doch überall hin folgen, aber er musste sich eingestehen das es jenseits des Geländers wohl schwierig werden würde. Er würde seine Beziehungen spielen lassen müssen und einen Deal mit einem Teufel eingehen damit er mit seiner Liebsten über den Wolken sein Glück fortsetzen konnte. Das war das Schöne daran das sein Verstand zerstückelt und in einem Siegesfeuer verbrannt sein Ende gefunden hatte, es gab nichts mehr was Vadim zu diesem Zeitpunkt unmöglich schien. Diese Euphorie würde er auch weiterhin brauchen denn Jinx hatte schlechte Nachrichten zu verkünden die ihn gewaltsam aus seinem verträumten Dämmerzustand heraus rissen. „Sapperlot!“ ,stieß er aus und marschierte schnurstracks zum Geländer. Das durfte doch nicht wahr sein!
Es waren nur die Spielerehre und die Liebe zu seiner Frau die Bran dazu zwangen ihre Abmachung einzuhalten. Dinge die für Vadim unheimlich wichtig waren (zumindest gab er ersteres gerne vor) und von denen er angenommen hatte das sie genug waren um Bran zu seinem ergebenen Diener zu machen. Aber dem war er sich nun nicht mehr so sicher. Vadim lehnte sich so weit über das Geländer wie es ihm möglich war ohne herunter zu fallen. Die verstohlenen Blicke die Bran seinem Kollegen zuwarf gefielen ihm überhaupt nicht. Es bestand zwar immer noch die Möglichkeit das es nur ein vorgespieltes Gespräch war um die Geschichte mit dem verrückten Schläger aufrecht zu erhalten. Doch Vadim war nicht so ein Narr das er.....Gut, er war eigentlich schon ein Narr in rekordverdächtig vielen Dingen, aber er besaß genug Erfahrung in der darstellenden Kunst um sich sicher zu sein das Bran zu so einer schauspielerischen Leistung nie fähig wäre. So einfach würde sich Vadim sein Märchen nicht kaputt lassen machen! „Er kam froh sein wenn wir es nicht so aussehen lassen als wäre er für den Einbruch verantwortlich!“ Es war keine so schlechte Idee und mit Sicherheit um einiges besser als die Zweite die ihn in den Sinn kam. Aber es würde eine Menge Zeit in Anspruch nehmen um sie in die Tat umzusetzen. Zeit die Vadim eigentlich nicht aufwenden wollte weil er sie viel lieber mit Jinx verbringen würde. Nachdenklich legte legte er die Hand an sein Kinn und grübelte über eine schnellere Lösung. „Aber vorher werde ich ihn daran erinnern was für ihn auf dem Spiel steht!“ Er zwinkerte der Blauhaarigen zu. Das sein Plan ziemlich viele Sicherheitslücken hatte fiel ihm erst auf als er auf das Geländer gesprungen war und auf der spärlichen Sicherung balanchierte. Er schluckte einen kurzen Anflug von Panik herunter als er realisierte in welcher Höhe sie sich befanden, aber dann wandte er sich mit einem selbstsicheren Lächeln an Jinx. „Ich bin gleich wieder da.“ ,verkündete er fröhlich als Bran's Kollege verschwunden war und er nach einer Stelle suchte an der er sich herunter hangeln konnte.


——— The Dreamer ———
SteckbriefPlotBeziehungenKontaktTheme
Liliecilor • Lady Cryptcrawler • Arsenia • Dr Hayden • Toki • Rhiannon • Rune • Jaik • Pavel
——–— Vadim D. Mortis ——–—

Nach oben Nach unten
Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
avatar

Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Sa 12 März 2016 - 9:34

Jinx hatte keine Zeit verschwendet darüber nachzudenken, was Bran wohl für Konsequenzen aus dieser ganzen Angelegenheit ziehen musste. Immerhin war es ja nicht ihr Problem und nach Vadim zu urteilen nicht einmal seins, denn obwohl es ein alter Bekannter von dem Blonden war, schien die hohe Verschuldung bei Vadim aus dem ganzen Plan nun eine einzige Freakshow für den Nachtwächter zu machen. Hätte er gewusst, worauf es in dieser Nacht alles hinauslaufen würde, hätte er mit Sicherheit die Schicht getauscht oder wäre als krank gemeldet zuhause geblieben. Und vermutlich hätte er außerdem möglichst für immer ein Wiedersehen mit Vadim vermieden.
Dieser kam mit seriöser Miene (so seriös wie das bei Vadim möglich war) an das Geländer gestapft und warf einen mehr als kritischen Blick zum Ort des Geschehens hinab, wo Bran, inzwischen stark gestikulierend, immer noch in das Gespräch mit einem weiteren Nachtwächter vertieft war. Jinx, die inzwischen aufgehört hatte sich zu fragen was genau wohl das Gesprächsthema da unten sein mochte, drehte sich wieder vom Geländer weg und wrang zum erneuten Male das kalte Regenwasser aus ihren blauen Haaren. Die Frage danach, ob sie wohl zu irgendeinem späteren Zeitpunkt wieder kämmbar sein würden, hatte sich mit diesen andauernden Wetterumschwüngen erledigt. "Sag das mal dem Wetter", ergänzte die Schauspielerin und verdrehte lächelnd die Augen, als ein Blitz über den dunklen Nachthimmel zuckte und das Dach kurz beleuchtete, wodurch nur schummrig die Grenzen des Geländers erkennbar wurden. Es war definitiv nicht ungefährlich für die beiden Chaoten hier oben herum zu turnen, doch genau das war ja schließlich der Grund warum sie sich überhaupt hier befanden - das und der atemberaubende Ausblick auf die Stadt bei Nacht. Plus unfreiwillig bei Regen.
Als Vadim das nächste Mal das Wort ergriff hielt Jinx stutzig mit dem Auswringen ihres Zopfes inne und blickte einen Moment irritiert in seine Richtung. "Haben wir das nicht schon?", fragte sie dann und dachte an die Barrikade an Ausstellungsstücken zurück, die es allem Anschein nach leider nicht geschafft hatte die Crew an Nachtwächtern daran zu hindern, aus ihrem Überwachungsgefängnis auszubrechen. "Immerhin haben wir genug auf seine Kosten angestellt", dachte sie laut nach und das Grinsen war ihr dabei wie so oft aus der Stimme herauszuhören. Schadenfreude mischte sich in ihre gute Laune, die sie nicht vermeiden konnte, auch wenn sie nachvollziehen konnte wie die ganze Geschichte für Bran wohl aussehen mochte. Bran war es schließlich gewesen, der seine Kollegen hatte anlügen müssen, um die wahren Einbrecher noch irgendwie zu vertuschen. Sie gab ein kleinlautes Kichern von sich als sie wieder an Vadims Seite trat und ebenfalls zu dem verzweifelten Spielkumpanen ihres Cowboys sah, der zwar wahrlich irgendetwas auszuhecken schien, dabei aber so ermüdet aussah, dass er ihr beinahe leid tat.
Allerdings auch nur beinahe und auch nur, weil er diese Nacht schon einiges mitmachen musste. Nicht, dass Jinx der ganzen Aktion müde wurde, im Gegenteil. Es gab nur manchmal kleine Augenblicke an denen ihr die Waghalsigkeit ihres Tagesablaufs bewusst wurde, kleine Aha-Momente, in denen sie die außenstehenden und unweigerlich Beteiligten bemitleidete. Es kostete einiges an Nerven um die Blauhaarige um sich herum auszuhalten und all ihre verrückten Ideen mitzumachen. Und da gerade Vadim es war der sie darin noch bestärkte, hatte sie ihn zu all diesen Abenteuern überhaupt erst mitgeschleift und nun tatsächlich ihr Herz an diesen Trottel verloren. Und sie bereute keine Sekunde davon.
Zumindest keine vergangene Sekunde, denn die folgenden versprachen dann doch etwas brenzlig zu werden. Vadim, ganz in seinem Übermut gefesselt, hatte das Geländer kurzerhand überwunden und fand sich keinen Augenblick später auf der Sicherung wieder, die nicht danach aussah als würde sie ihn sehr lange halten können. In einem Moment der Verrücktheit packte Jinx seinen Kragen und spürte zeitgleich, wie sein Körper unter ihrem plötzlichen Griff das Gleichgewicht verlor, als sie das bisschen Weste das sie zu greifen bekommen hatte von sich weg stieß und ihren Indiana in Richtung des obersten Fenstersimses schubste, den er zwar anvisiert, sich aber nicht überwunden hatte diesen auch zu erklimmen. Jinx, die in ihren Augen nur großzügig nachgeholfen hatte ihn dazu zu bringen diese Idee auch umzusetzen, fühlte sich wie eine Heldin als sie zu ihm hinab grinste. Wenn sie vorher noch nicht verrückt erschienen war, so tat sie dies nun mit aller Überzeugung. Vadims Leben stand auf dem Spiel, doch hatte es das in dieser Nacht nicht schon viele Male, ebenso wie ihres?
"Ein Vagabund mag sich für seine Königin in vieles unbedacht hinein stürzen", hielt sie ihm dann eine strenge Predigt, während sie ihre kleinen Hände in die spärlich bekleidete Hüfte stemmte und ihre erhabene Position ausnutzte, "doch sollte er das niemals ohne die königliche Erlaubnis tun." Sie warf sich schließlich ohne zu zögern ebenfalls über das Geländer und bremste ihren Fall nur durch pures Glück dadurch aus, dass sie den Fenstersims eine Etage unter Vadim zu packen bekam. Lachend baumelte sie daran und sah dann zu ihm auf, während der Regen stärker wurde und auf ihr Gesicht nieder prasselte. Als sie in die schwindelerregende Tiefe unter sich sah erkannte sie, dass Bran dort unten nun allein stand und sein Gesprächspartner inzwischen von dannen gezogen war. "Was habt Ihr zu eurer Verteidigung zu sagen?", fragte sie Vadim dann fröhlich lachend während sie sich mit nur einer Hand an dem wackeligen Fenstersims festhielt und zu ihm hoch sah, als wäre es die schönste Aussicht die man haben konnte.



Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline
Nach oben Nach unten
Vadim
Never trust the Storyteller
avatar

Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Di 15 März 2016 - 11:35

Vadim musste schmunzeln als er Jinx Frage hörte. Natürlich stimmte es das es schon jetzt sehr schlecht für seinen Pokerkumpanen aussah. Wenn er alles gut machte und jegliche Beweise von dem Verbrecherpaar ablenkte wäre zweifelsohne er der Hauptverdächtige. Natürlich nur solange er dicht hielt. „Ich rede hier nicht von einem leisen Verdacht gegen ihn Liebste. Ich rede von handfesten Beweisen die ihn eindeutig als Täter identifizieren. Von verstreuten Besitztümern und falschen Fingerabdrücken.“ Es war vielleicht ein ziemlicher hoher Preis den Bran am Ende zahlen müsste, aber ihn Anbetracht der Schwere seines Vergehens schien Vadim das nur als angemessen. Seine mangelnde Kooperation würde der Liebe im Weg stehen! Ein ungeheuerliches Verbrechen. Abgesehen davon das Vadim sich bestimmt nicht darum riss als Verbrecher in der Stadt gesucht zu werden. „Aber mir widerstebt es so viel Zeit dafür aufzuwenden, Zeit die wir bestimmt besser nutzen können.“ Er unterstreichte das dies eine pikante Andeutung war in dem er spitzbübisch lächelte während er schon auf der Absperrung balanchierte.
Wenn es noch einen kleinen Anteil an gesunden Überlebensinstinkt der sich noch nicht in rosaroten Nebel verwandelt hatte in Vadim gab dann hoffte dieser Teil nun insgeheim immer noch darauf das Jinx ihn irgendwie davon abhalten würde die Museumsfassade herunter zu klettern. Zum Glück existierte dieser Teil nicht, denn ansonsten wäre er jetzt ziemlich enttäuscht gewesen das seine Angebete ihn nicht nur gewähren ließ. Nein, sie versetzte ihn auch noch den entscheidenen Stoß. Was für eine Frau! Sie musste wirklich viel Vertrauen in sein Geschick setzen! Dabei hatte es zuerst wirklich so ausgesehen als würde sie ihn festhalten wollen. Sie hatte ja so ein herausragendes Talent dafür ihre Mitmenschen zu trügen. Das waren die einzigen Gedanken die ihn in dieser Situation in den Sinn kamen. Die meisten hätten wohl Panik bekommen und hätten sich darauf vorbereitet gleich vom Schnitter ihre Sünden vorgerechnet zu bekommen. Aber nicht Vadim! Das war es wahrscheinlich auch was ihn letztendlich den Hals rettete. Und eventuell auch der Umstand das der Abstand zwischen Dach und Fenstersims nicht allzu groß war, trotzdem war die schwindelerregende Höhe in der sie sich befanden eigentlich ein guter Grund zur Panik. Die einzige Sorge die Vadim jedoch plagte war wie er möglichst elegant landen konnte. Und es gelang ihm indem er den Fensterrahmen rechtzeitig zu packen bekam, mit den Füßen auf dem Sims ankam und sich triumphierend die blonden Locken aus dem Gesicht strich.
Viel Zeit um sich auf seinem Erfolg auszuruhen und angemessen auf Jinx' Worte einzugehen hatte er jedoch nicht. Denn kaum hatte sie zu Ende gesprochen folgte sie ihm. Aber nicht auf die Art auf die er es getan hatte, sie stürzte sich unter Vadim's entsetzen Augen in die Tiefe. Es war so schnell passiert das es zu spät gewesen war um seinen rettenden Arm zu ihr auszustrecken. Innerlich sah er bereits ihre Knochen am Boden zusammen mit seinem Herzen zerbrechen. Sollte ihre gemeinsame Romanze etwa in einer Tragödie enden? Er wusste nicht ob er voller Trauer die Augen von diesem Drama abwenden sollte oder entsetzt die letzten Atemzüge dieses Geschenkes das ihm nur eine Nacht lang vergönnt sein sollte mitanzusehen. Er entschied sich diesen schrecklichen Moment nicht zu sehen, ansonsten würde er ihn auf ewig verfolgen. Doch dann hörte er plötzlich ihre Stimme die von ihm Rechenschaft verlangte. War es das ferne Wispern eines Geistes? Eines letztes Wiederhallen des Lebens das vor wenigen Minuten noch in ihr geherrscht hatte? Sie hörte sich eigentlich ziemlich lebendig an.
Das einzige von den Schmerz den Vadim gerade innerlich durchlitten hatte was nach außen sichtbar wurde war ein erleichtertes Aufatmen als er feststellte das Jinx es geschafft hatte sich bei dem Sturz nicht das Genick zu brechen. Auch wenn es sehr verdächtig nach einer Rettung in letzter Minute aussah. Aber ihr Gesicht zierte wie immer ihr unwerfendes Lächeln und verriet ihn das alles in bester Ordnung war. Welch glückliche Fügung!
Ich kann doch nicht die wertvolle Zeit meiner Königin auch nur einen Moment in Anspruch wo es für mich doch stehts nur eine Option gibt. Wenn es etwas gibt was meiner Herrscherin nützt riskiere ich ohne zu zögern mein Leben.“ Die innere Aufgewühltheit brauchte noch ein wenig Zeit um vollendens zu verschwinden, trotzdem gab sich Vadim wie immer alle Mühe dem Spiel gerecht zu werden. Flink hangelte er sich an den Fenster und an der Wand herunter bis er auf dem Sims stand an dem Jinx baumelte. (Es sollte niemanden überraschen das Vadim des öfteren in Situationen kam in denen er sich schnell aus einem Fenster retten musste, doch natürlich noch nie in so einer Höhe.) Er beugte sich zu ihr herunter und griff nach ihrem Arm um sie nach oben zu ziehen, der einzige Halt den er dabei hatte war eine Hand mit der sich am Fensterrahmen festhielt. „Aber verratet mir doch viel lieber: Wie kommt es das die Königin dem Vagabunden todesmutig hinterher stürzt?“ ,verlangte er neugierig zu wissen und schlang den Arm um ihre Hüfte nachdem er sie auf seine Höhe gezogen hatte. Sie sollte schließlich nicht gleich wieder springen sondern ihn zuerst eine Antwort liefern.


——— The Dreamer ———
SteckbriefPlotBeziehungenKontaktTheme
Liliecilor • Lady Cryptcrawler • Arsenia • Dr Hayden • Toki • Rhiannon • Rune • Jaik • Pavel
——–— Vadim D. Mortis ——–—

Nach oben Nach unten
Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
avatar

Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Mi 23 März 2016 - 9:38

In Rekordzeit hatte Jinx es geschafft sich dem Blonden in die Gefahr nach zu stürzen, wodurch sie keine Zeit mit hinunterklettern vergeudete sondern sich einfach nach unten fallen ließ. Sie vertraute nicht nur ihrem drahtigen Körper, sondern inzwischen auch dem unsagbaren Glück, das Vadim und sie durch die Bank weg zu verfolgen schien. Und es kam wie prophezeit, ihre Hand erwischte einen der unteren Simse und mit einem breiten Lächeln baumelte sie daran.
Als sie wieder hinauf sah konnte sie eine bunte Mischung aus Emotionen über Vadims Gesicht huschen sehen und musste laut lachen, als er durchatmete. Er war ja doch aus der Fassung zu bringen! Da es ihr momentan viel zu gut ging um sich auch nur um einen von ihnen Sorgen zu machen, winkte sie mit ihrer frei hängenden Hand einfach ab, als er auf ihre Frage antwortete die Rechenschaft von ihm abverlangte. "Nun gut, ich denke von einem Indiana Jones habe ich nichts anderes zu erwarten", erwiderte sie dann schmunzelnd und warf den Kopf zurück, wobei ihr blauer Zopf sich um ihren baumelnden Körper schmiegte wie eine Schlange.
Ihr Argument wurde noch durch Vadims Aktionen unterstützt, der nun keinerlei Mühen scheute Jinx' Sims zu erreichen. Seine Kletterkünste waren sehr geschickt, auch wenn Jinx sich nur kurz gewährte diese zu bewundern. Denn das was gerade unter ihr passierte war sehr viel interessanter, wo doch Bran inzwischen alleine vor dem Eingang des Museums stand und ziemlich schuldbewusst in die Gegend starrte. Noch während sie versuchte seine Minik und seine Beweggründe zu hinterfragen wurde ihr Arm gepackt und nach oben gezogen.
Ihr Held hatte seine Nerven wieder zusammen gesammelt und sah sie nun so ungesund selbstbewusst wie eh und je an. Ihre kleinen Füße fanden Halt auf dem schmalen Sims, der in Vadims Gegenwart für sie viel an Charme gewann. Diese Aussicht war wahrlich nicht schlecht. Und damit meinte sie nicht den Blick nach unten.
Sie war schon drauf und dran sich erneut in die Tiefe zu stürzen um dem intimen Moment zu entkommen, in dem sich ihr Herz bereits wieder zu verlieren drohte, als sie seinen warmen Arm um ihre Hüfte spürte und dazu gezwungen wurde ihn erneut zu konfrontieren. Überrascht sah sie ihn an. Der Blick aus seinen grünen Augen machte es ihr schwer auf seine Frage zu antworten und um ihr Stocken zu überspielen nahm sie ihren Zopf über ihre Schulter nach vorn und hantierte eine Weile an ihren nassen Locken herum in dem Versuch, das angenehme Gefühl seines Arms um ihr Becken zu ignorieren. Da ihr Kleid nur noch aus großen Fetzen bestand spürte er seine Haut auf ihrer und es mangelte ihr an der nötigen Konzentration, jetzt sachlich zu bleiben.
Sie brauchte also eine schauspielerische Rettung ihres Talents aus dieser verzwickten Lage. Immer noch nicht vollends bereit, sich ihren hilflosen Fall in die Liebe zu ihm gänzlich einzugestehen, sah sie ihn also einfach gebieterisch an und das allseits freche Grinsen kehrte auf ihre Lippen zurück. "Irgendwer muss doch auf dich aufpassen", sagte sie keck und funkelte ihn zwar nur kurz aber intensiv aus ihren violetten Augen an, die in diesem grauen Regenwetter noch intensiver zu leuchten schienen. "Immerhin hast du gute und tüchtige Hände und die kann ich in meinem Regiment gut gebrauchen."
Und es funktionierte: Noch bevor sie den Vagabund zu Ende zur Schnecke gemacht hatte kam ihr die zündende nächste Idee und ihr Blick glitt von seinem hübschen Gesicht zu seiner Hüfte, an der der leicht demolierte Degen hing. Ihre Hände wanderten zu seinem Torso und fuhren einmal über seine vom Regen feuchte Weste, nur um dann einen Umweg zu seiner Hüfte zu machen und den Degen von seinem Besitzer zu trennen. "Ich leih mir den kurz", sagte sie obwohl es nun schon das zweite Mal war, dass sie Vadim sein Schwert entwendete. Dann peilte sie grob die Mauer unter sich an und jagte den Degen dann zwischen die Backsteine in die Wand, wo er wippend stecken blieb.
Es sah alles andere als stabil aus doch auf diesem Wege hatte sie ihnen den Weg nach unten geebnet, denn dort wo nun Vadims Schatz steckte war kein Fenster, an dem sie sich hinab hangeln konnten. Die Blauhaarige verschwendete nun keine Zeit mehr und ließ sich zum nächsten Fenster fallen, um von da aus mit dem Fuß Vadims Degen zu erwischen und sich darauf abzustützen. Ein Glück, dass er stumpf war, so konnten ihre Hände die Klinge umfassen und sie sich an ihn hängen, um sich von dort aus fallen zu lassen. Und auch wenn es vielleicht nicht geschadet hätte erst einmal versteckt zu bleiben hielt sie sich nicht zurück, einen leisen Siegesschrei verlauten zu lassen, als ihre Füße den Erdboden erreichten.
Sie sah lachend nach oben zu Vadim und winkte ihm zu, was so viel heißen sollte wie 'Kommst du endlich?' Ihre wahren Worte waren aber schließlich "Rapunzel, lass dein Haar herunter!", was sie nicht schaffte im zuzurufen ohne dabei breit grinsen zu müssen.
Dann sah sie sich um und erblickte Bran, der verdächtig nervös und unruhig durch die Gegend starrte. Und als sie noch ein Stück weiter den Blick schweifen ließ sah sie weit hinten am Horizont, wie der Himmel sich langsam von dem tiefen Nachtblau in ein dunkles Rot verwandelte. Auch der Regen nieselte inzwischen nur noch in kleinen Tropfen herab und wurde immer weniger. Der Morgen brach bald an und es sah ganz danach aus, dass es ein atemberaubender Sonnenaufgang werden würde. Doch egal wie schön das anzusehen wäre, sie hatten hier noch ein paar Spuren zu verwischen und einen gewissen Spielkumpel zur Rede zur stellen!



Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline
Nach oben Nach unten
Vadim
Never trust the Storyteller
avatar

Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   So 3 Apr 2016 - 16:09

Eigentlich hatte Vadim im Moment genug Dinge um die er sich Gedanken machen konnte, oder besser gesagt sollte. Da war nicht nur der Umstand das sich die Liste mit den Delikten des abenteuerlustigen Pärchens stehtig füllte. Nein zudem war er gerade dabei mit einer verletzten Schulter eine Gebäudefassade herunter zu klettern. Trotzdem war das einzige an das er denken musste das entzückende Mädchen das sich jetzt auch noch in Lebensgefahr begab. Nun war er sogar schon kurz davor gewesen sie zu betrauern und spürte eine unglaubliche Erleichterung das sie doch noch an seiner Seite bleiben durfte. Dieses ständige auf und ab der Gefühle, dieses Emotionschaos...es machte Vadim wahnsinnig. Wahnsinnig vor Freude darüber weiter machen zu können und so wurde dieser fürchterliche Schreck nur zu einer weiteren Anekdote aus ihrer gemeinsamen Geschichte. Vermutlich war es das Adrenalin das durch seine Adern schoss das ihn jeglichen Schmerz vergessen ließ, aber das wollte er sich nicht eingestehen. Es klang doch sehr viel weniger romantisch als der Gedanke das es sein entflammtes Herz war das seine Sinne benebelte.
Wenn es seiner Angebetete so viel Freude bereitete auf des Todes Schneide zu balachieren konnte er ihr das doch nicht verwehren und offenbar war das auch genau das was sie von ihm erwartete. „Dann freut es mich diese Erwartungen gerecht geworden zu sein.“ ,erwiderte er selbstsicher und befand das Jinx auch während sie an einem Abgrund baumelte noch ganz bezaubernd aussah. Das reizende Lächeln einer verwegenen Freiheitskämpferin kombiniert mit der Schönheit einer Herrscherin während ihr blaues Haar im roten Licht der aufgehenden Sonne schimmerte. Es sah spielend leicht aus wie ihr schlanker Körper vollsten Einsatz zeigte um dem Tod zu trotzen. Doch noch viel lieber als an einem Fenstersims hängend wollte Vadim sie im Arm halten. Außerdem interessierte ihn sehr was sie auf seine Frage zu erwidern hatte. Er hatte ihr bereits in vielen Worten seine Gefühle offen gelegt (ohne dabei jemals wirklich auf den Punkt zu kommen.) Nun war sie an der Reihe, vorher wollte er sie nicht gehen lassen. Nicht ohne ein paar liebliche Worte ihren Lippen entlockt zu haben. Dann würde er vielleicht sogar darüber hinweg sehen das er gerne noch länger die Wärme ihres Körpers gespürt hätte.
Natürlich befriedigte Vadim ihre Antwort schlussendlich nicht. Für einen kurzen Moment sah es so aus als würden ihre zarten Finger das wieder gutmachen wollen. Das ließ den Barden jedoch für einen Moment verdutzt dreinblicken. Auch wenn er sich dieser Sache ziemlich sicher war so weit hatte er sich noch nicht gewägt. Erst recht nicht hier, in schwindelerregender Höhe und mit nichts als einem schmalen Gemäuer unter den Füßen. Aber wenn es das war was sie begehrte...Doch wider seiner Wartungen war es sein Degen den sie tatsächlich begehrte. Als wenn das noch nicht schlimm genug wäre hatte sie sich kurz darauf auf noch seinem Griff entwunden (die Schuld dafür gab er seiner verletzten Schulter) und setzte ihre waghalsige Kletterpartie fort. Anstatt bekümmert zu sein sah Vadim sich viel mehr herausgefordert. Er wollte nicht ruhen bis er eine zufrieden stellende Antwort erhalten hatte. Doch er musste sich beeilen, denn seine Liebste war ziemlich flink und schleuderte ihn auch noch eine Bemerkung entgegen die wohl ziemlich spöttisch gemeint war denn sie betitelte ihn als Rapunzel. Dieses Märchen kannte Vadim und deutete es als eine Anspielung auf seine langen, blonden Haare. Allerdings sah sie dabei so erquickend frech aus das er nicht anders konnte als zu lächeln und sich ausnahmsweise auf eine Rolle einließ die ihm eigentlich überhaupt behagte, auch wenn es nur sarkastisch gemeint und für einen kurzen Moment war. „Viel lieber komme ich zu euch mein Prinz!“ ,verkündete im vollklingenden Tenor und kletterte ihr geschwind hinterher. Natürlich sammelte er auf dem Weg seinen Degen ein, den würde er gleich noch brauchen.
Als er wieder den festen Boden unter den Füßen hatte tat er ohne zu zögern einen raschen Schritt auf Jinx zu und wollte sie zu sich heran ziehen. Dann würde er tief in die Augen blicken bis er das hörte was er so gerne hören wollte. Doch leider wurde sein Plan von dem erschreckten Aufschrei Brans durchkreuzt. „Einen Moment Bran, wir kümmern uns gleich um dich. Aber zuerst schuldet mir die Lady hier noch eine Erklärung.“ ,beschwichtigte Vadim dem verschreckten Museumswärter. Dieser wollte sich jedoch überhaupt nicht beschwichtigen lassen und sah viel mehr panisch aus. „In..in Ordnung, i-ich warte dann drin...“ Doch bevor er sich zum Gehen wenden konnte hatte er auf einmal Vadim's Degen unter der Nase, so dicht das er nicht einmal sehen konnte wie abgenutzt die Klinge inzwischen war. Während er mit seinem ausgestreckten Arm den japsenden Bran in Schacht hielt zog Vadim mit dem anderen Jinx zu sich heran. Mit einem charmanten Lächeln vergruben sich seine Finger in den löchrigen Stoff der nur noch spärlich ihre Taille bedeckte. Er konnte ihre weiche Haut spüren, aber seine Augen galten nur ihren während er sie voller Zuneigung anblickte. Zeitgleich forderte er auch seine heißersehnte Antwort ein. „Meine verehrteste Königin, so sehr es mir auch schmeicheld das ihr meine Dienste derart schätzt das ihr ohne zu zögern dem Schnitter Tod ins Gesicht lacht. Doch ist es nicht ein unangemessen hoher Preis euer kostbares Leben für einen Clochard zu riskieren? Ich frage mich ob da vielleicht noch etwas anderes ist was euch bewegt... Herrgott Bran! Würdet ihr wohl die Freundlichkeit besitzen und mit dem Gewinsel aufhören?“ Vadim warf einen kurzen, strengen Blick zu dem Wärter der mit seinem leisen Gejammer die ganze Stimmung ruinierte, aber sofort verstummte als er die harschen Worte hörte. „Habt Dank!“ ,erwiderte der Halbdämon höflich und wandte sich wieder Jinx zu. Augenblicklich kehrte der Ausdruck tiefster Verehrung zurück. „Ich mag mich irren, aber gilt euer Interesse womöglich nicht nur meinen treuen Diensten?


——— The Dreamer ———
SteckbriefPlotBeziehungenKontaktTheme
Liliecilor • Lady Cryptcrawler • Arsenia • Dr Hayden • Toki • Rhiannon • Rune • Jaik • Pavel
——–— Vadim D. Mortis ——–—

Nach oben Nach unten
Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
avatar

Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   So 3 Apr 2016 - 20:29

Hätte Jinx gewusst wie nützlich so ein abgenutzter Degen sein konnte, dann hätte sie nicht gezögert sich auch einen mitgehen zu lassen. Die Möglichkeit hatte sie schließlich im viktorianischen London gehabt, als sie dem Kleidungsgeschäft einen Besuch abgestattet hatten - Wandschmuck, der als Waffe dienen konnte, war dort zur Genüge vorhanden gewesen. Das sie zu dem Zeitpunkt damit beschäftigt gewesen war ein passendes Kleidungsstück zu finden, ließ sie bei diesen Überlegungen einfach außen vor, denn sie wäre nicht Jinx wenn Multitasking nicht eine ihrer großen Stärken wäre.
Vadims Degen war aber praktischerweise immer in greifbarer Nähe und so zögerte die Schauspielerin nicht lange, sobald sie ihn in die Finger bekommen hatte auch ihren Nutzen aus ihm zu ziehen. Ihr Grinsen, dass Vadim ablenken sollte, leistete einen sauberen Job und während ihr Indiana sie ansah wechselte sein Schwert den Besitzer. Sie schaffte es sogar, den Blonden mit einem kleinen Vorsprung hinter sich zurückzulassen, bis sie eine saubere Landung am Boden hinlegte und von dort zu ihm aufsah.
Sie musste den Spruch einfach bringen, die Szene hatte einfach zu viel Ähnlichkeit mit dem Märchen und als Jinx ihm die entscheidenden Worte zurief erstrahlte auf ihrem Gesicht ein belustigtes Lächeln, als er sogar mitspielte und sie seinen Prinzen nannte. Sie brüstete sich mit einer möglichst ritterlichen Geste und schlug sich die Hand vor die Brust, als Jinx' lang ersehnte Rapunzel neben ihr zu Boden ging, inklusive des Degens den er unterwegs wieder an sich genommen hatte. Vadim trat jedoch nur zwei Schritte an sie heran und wurde dann von einem Aufschrei unterbrochen, der den Jinx-Prinzen dazu veranlasste den Kopf zu dem plötzlichen Geräusch herumzudrehen. Es war Bran, der sie jetzt erst bemerkt hatte. Der Typ hatte die Sinne eines Meerschweinchens, anders konnte sich die Blauhaarige nicht erklären wie er es erst so spät merken konnte, dass die beiden Museumschaoten kaum zwei Meter von ihm entfernt standen.
Vadims gebieterische Ansprache ließ eine dünne Gänsehaut über Jinx' Arme wandern, die sie durch ihre eigene dominante Haltung überspielte. Es gefiel ihr, wie Vadim ganz deutlich klarstellte, wer von den beiden Männern die Zügel in der Hand hatte und das er dabei so gut aussah machte es nicht besser. Seine Worte waren jedoch an Jinx gerichtet und sie warf ihren Zopf über ihre Schulter, um seine Worte zu unterstützen. Das er eine Erklärung von ihr forderte erreichte sie aber erst nach ihrem fabulösen Haarwurf und ihre Hand fror überrascht in der Luft ein.
Bran wollte schnellstmöglich gehen doch er bekam nicht die Chance sich aus dem Staub zu machen, denn er wurde von dem stumpfen Degen daran gehindert. Obwohl Jinx darüber gern gelacht hätte bewahrte sie für den dramatischen Effekt ihre seriöse Miene bei und nickte tadelnd in Brans Richtung, bevor sie von ihrem Standort weggezogen wurde und sich plötzlich an Vadims Seite wiederfand.
Na toll, es wäre ihr gelegen gekommen wenn sie für die Antwort wenigstens einen klaren Kopf behalten könnte. Diese Hoffnung hatte sich mit der Berührung von Vadims Hand an ihrer Hüfte soeben verflüchtigt. Es ärgerte sie, dass er einen so großen Einfluss auf sie hatte. Sie übte sich gern darin, die Herrin des Geschehens zu sein, doch so wie es aussah sonnte sich Vadim gerade darin, diesen Job ganz für sich zu haben. Sie zwickte ihm mit ihrer freien Hand hinter seinem Rücken leicht in die Seite.
Als sie seine Worte hörte flog ihr Blick zu Bran, der leise winselnd über der Degenspitze schwitzen musste und ihren Indiana dazu brachte, sich unterbrechen zu müssen. Sie konnte und wollte dazu gar nichts sagen, die Gänsehaut die seine dominante Ausdrucksweise bei ihr auslöste fühlte sich dafür viel zu gut an, obwohl sie ihm auf diesem Weg ausnahmsweise ganz freie Hand über das Geschehen ließ. Erst als er seine Frage formuliert hatte und sie keine andere Wahl mehr besaß, als ihm darauf zu antworten, erhob sie mit einem skeptischen Seitenblick auf Bran das Wort.
"Ein solches Unterfangen ist doch noch lange kein Todesurteil für eine Herrscherin wie mich, mein lieber", erwiderte sie verschmitzt und dehnte ihren Nacken, wobei sie ihren Kopf von einer Schulter zur anderen rollen ließ. "Ich verlasse mich einfach nicht gern auf meine Untertanen und erledige meine Geschäfte lieber persönlich. Aber um Eure Frage zu beantworten", schnurrte sie dann und ihre freie Hand legte sich erneut an den Platz auf Vadims Brust, auf der sie bereits oft in dieser Nacht gelegen hatte, "wäre es nicht viel zu riskant Euch das zu sagen? Sollte ich nicht besser meine Zunge hüten, um ein Skandal in meinem Regiment zu verhindern? Denn trotz Euren kühnen Diensten", fuhr sie fort und drehte sich dann von ihm weg, wodurch sie die Umarmung unterbrach in die Vadim sie gezogen hatte, "seid Ihr nichts weiter", säuselte sie und ging dabei hinter Bran, "als ein räudiger Vagabund." Und als sie diese Worte sprach fuhr ihr Zeigefinger Brans Hals entlang, der über der Schwertschneide schwebte und bei ihrer Berührung heftig schluckte.
Obwohl ihr Körper sich nun eindeutig mit Vadims Pokerkumpanen beschäftigte lagen ihre violetten Augen noch immer stechend auf dem Blonden und ihre Worte richteten sich immer noch an ihn. "Ihr solltet nicht versuchen, mich auf eine gefährliche Romanze mit Euch einzulassen, wenn Ihr doch nur hier seid um in meinem Namen Euren königlichen Dienst zu verrichten", sagte sie dann und ihr Tonfall klang gebieterisch, als sie ihrem Cowboy mit einem sachten Kopfnicken in Brans Richtung deutlich machte, dass das sein Stichwort gewesen war.



Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline
Nach oben Nach unten
Vadim
Never trust the Storyteller
avatar

Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   So 22 Mai 2016 - 18:08

Vadim spielte unglaublich gerne den Helden und er war der Meinung das er die Gelegenheiten dazu heute Nacht ganz vortrefflich genutzt hatte. Das was er sich normalerweise nur in seinen Geschichten zusammen dichtete war heute Nacht Wirklichkeit geworden und mit Jinx an seiner Seite war es ihm auch noch spielend leicht vorgekommen. Dabei war ihm bisher noch überhaupt nicht aufgefallen das nichts von dem was er getan hatte sehr heldenhaft gewesen war. Aber in seinem Übermut kam ihn sogar der Umstand das er seinen besten Freund ohne zu zögern hundert Jahren der Einsamkeit übergeben hatte heroisch vor. Nun ließ er seinen alten Spielkumpanen leise um sein Leben winseln und das nur um seine Liebste zu unterhalten die er erst seit ein paar Stunden kannte. Das größte Vergehen dabei war jedoch das alles woran er in diesen Moment dachte das er verdammt eindrucksvoll aussehen musste wie er lässig den Feind in Schacht hielt während er eine holde Maid im Arm hielt. Ach, wäre jene blauhaarige Maid nur nicht so störrisch dabei sich im Arm halten zu lassen. Zumindest für einen kurzen Moment war es ihm vergönnt ihren zarten Körper zu spüren. Auch wenn sie mit ihrer Aussage im Prinzip nichts anderes feststellte als das er nur ein weiterer Untertan war dem sie nicht zutraute seine Pflicht ordentlich zu tun konnte Vadim nicht anders als amüsiert die Stirn zu runzeln. Offenbar hatte seine Königin eine Art Gottkomplex entwickelt und es stand für sie absolut außer Frage das sie unsterblich war. Ihr untergebener Diener glaubte ihr das natürlich ohne Zögern und nickte ergeben, sein Akteur dagegen wollte sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden geben. Ihr Ausweichen spornte ihn nur noch mehr an nicht locker zu lassen. Sie hatte ohne Zweifel ein Talent dafür Spannung aufzubauen und immer genau dann zu verschwinden wenn Vadim's Herz vor Sehnsucht zu rasen begann. Doch kaum wollte er dieser Sehnsucht nachgeben war sie ihm schon wieder entglitten und schaffte es ihn auf eine derartig liebreizende Art Beleidigungen an den Kopf zu schleudern das er beinahe eifersüchtig wurde auf den zitternden Bran während sie ihm so gebieterisch mit dem Finger über den Hals fuhr. Vielleicht war genau das der Grund weshalb Vadim die Degenspitze noch dichter an ihn heran rücken ließ sodass die stumpfe Klinge in seine Kehle drückte und es dem Wächter schwer machte ehrfürchtig zu schlucken. Gehetzt huschten seine Augen zwischen seinen Peinigern hin und her. Mehr Aufmerksamkeit hatte der Inhaber der abgenutzten Waffe aber nicht für ihn übrig, denn für Vadim war Bran in diesem Moment nebensächlich. Von ihn ging schließlich keine Gefahr aus war er doch viel zu sehr damit beschäftigt nicht in seine Hose aus Versehen zu befeuchten. Vadim konzentrierte sich lieber auf die Zurückweisung seiner Königin. Doch diese Schmähung kränkte ihn nicht. Nein, ganz im Gegenteil. Sie ließ viel mehr sein dünkelhaften Gesichtsausdruck noch entzückter werden. „Dem habe ich wohl nichts entgegen zu setzen...“ In formvollendeter Eleganz tat er einen Schritt auf Jinx zu. Dabei entließ er Bran nicht aus seiner Falle, er drehte lediglich den Degen ein wenig sodass nun nicht nur die Spitze an seiner Kehle lag sondern die gefährliche Längsseite, die in der Zeit in der Klinge noch jung gewesen war tödlich gewesen wäre. Silbern glänzte der Stahl im Licht der aufgehenden Sonne an den Stellen die noch nicht hoffnungslos zerkratzt waren. Das Ende der Nacht war nah und Vadim war bereit für das große Finale. Den perfekten Abschluss dieses Abenteuers. Sanft strich er eine entwischte Haarsträhne hinter das Ohr seiner Herzensdame und trat damit in einen Bereich vor der ihm als Clochard eigentlich nicht gestattet war. „Aber ist es nicht gerade das was euch anzieht? Das ich ein räudiger Vagabund bin? Ihr müsst doch bereits gemerkt haben das keiner von diesen verweichlichten Adeligen euch auch nur annähernd das Wasser reichen kann.“ Bedächtig ließ der Barde sich alle Zeit der Welt um seine selbstsicheren Worte klingen zu lassen. Zeit die sie eigentlich nicht hatten, schließlich brachte das Licht auch die wachsende Gefahr mit sich erwischt zu werden. Doch anstatt sich eine Erklärung für das verwüstete Museum und den Umstand das er den Wärter mit einer Fechtwaffe bedrohte einfallen zu lassen widmete sich Vadim lieber weiter dem Spiel. Das Risiko machte die Situation sogar noch viel pikanter und reizvoller. „Bei mir dagegen findet ihr die Aufregung die euch das spießige Königshaus niemals bieten kann.“ Langsam schritt er auf sie zu. Er hatte ihr Zeichen sehr wohl bemerkt, beschloss aber die Ausführung des Befehls noch ein wenig heraus zu zögern. Ein gequältes Fiepsen war zu hören als sich der Druck auf Bran's Kehle verstärkte. Vadim ärgerte sich dabei erneut über diese Taktlosigkeit. Konnte er denn nicht sehen das er gerade unwichtig war? Ungehalten rollte der Halbdämon die Augen. „Nun verliert doch nicht die Kontenance Bran! Ihr sollt nur beiseite gehen.“ Gehorsam nickte der arme Mann der sich seine Nacht bestimmt nicht so vorgestellt hatte und wich langsam zurück sodass das der Blonde wieder alleine vor Jinx stand. Natürlich achtete er darauf das der Degen nicht einen Moment seine Haut verließ. Vadim's Mine wurde nun viel freundlicher, selbst als er sich noch einmal an Bran wandte. „Wundervoll! Und nun denkt ihr am besten gar nicht erst daran die Flucht zu ergreifen.“ ,wies er ihn mit aalglatter Ritterlichkeit an als wäre es nicht mehr als ein gut gemeinter Rat und das war es auch. Vadim wollte nämlich nicht handgreiflich werden müssen. Er hatte Besseres zu tun. Schließlich musste er immer noch eine Königin davon überzeugen das eine Romanze mit ihm absolut lohnenswert war. Gelassen beugte er sich zu diesem Juwel von einer Frau herunter bis sein selbstsicheres Lächeln knapp über ihren Ohr schwebte. „Habt ihr euch noch nie danach gesehnt selbst zu einer Aussätzigen werden?“ Seine Worte waren leise, kaum hörbar. Aber dennoch gefasst. Er war so darauf konzentriert dieses Abenteuer zu einem perfekten Ende zu führen das er noch nicht einmal bemerkte wie Bran versuchte schrittweise zurück zu weichen, unschlüssig ob er einfach weg laufen oder nach Hilfe rufen sollte.


——— The Dreamer ———
SteckbriefPlotBeziehungenKontaktTheme
Liliecilor • Lady Cryptcrawler • Arsenia • Dr Hayden • Toki • Rhiannon • Rune • Jaik • Pavel
——–— Vadim D. Mortis ——–—

Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   

Nach oben Nach unten
 
Renovierungsbedürftiges Museum
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 3Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Moon Acadeny :: Cadysa :: Die Innenstadt-
Gehe zu: