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 Renovierungsbedürftiges Museum

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Phantom
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Spieler : Das MA-Team

BeitragThema: Renovierungsbedürftiges Museum   Mi 23 Dez 2015 - 22:38


Das Historische Museum

Das historische Museum von Cadysa ist vorallem für die Vielfältigkeit seiner Exponate berühmt. Es gibt Ausstellungsstücke aus vielen verschiedenen Epochen der Weltgeschichte. Diese reichen von vollständigen Dinosaurier-Skeletten bis hin zu originalen Maschinen aus der Zeit der industrialisierung. Zum Teil wurden ganze Wohnräume detailgetreu ihren historischen Vorbildern nachempfunden. Das Gebäude ist riesig und es musste bereits häufig angebaut werden um Platz für neue Ausstellungen zu schaffen. Aufgrund seines rassanten Wachstums in den letzten Jahren kommen die Historiker kaum mit der Informationsbeschaffung hinterher.
Einige Besucher wundern sich darüber das manche Exponate so gut erhalten sind, speziell bei älteren Stücken. Hinter vorgehaltener Hand erzählt man von zeitreisenden Dieben die das Portal illegal nutzen um Souveniers aus der ganzen Weltgeschichte zu sammeln und dann zu horrenden Preisen an das Museum verkaufen. Die Betreiber des Museums weisen diese Anschuldigungen natürlich zurück, profitieren insgeheim aber sehr davon. Jeder der historisch Interessiert oder einfach nur schaulustig ist kommt hier auf seine Kosten, was auch die eigentlich überdurchschnittlich hohen Eintrittspreise rechtfertigt.


Zuletzt von Phantom am So 28 Mai 2017 - 23:17 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Vadim
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Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Sa 26 Dez 2015 - 16:14


Vadim & Jinx
← Seitenstraße | 3. März | Nacht

Es wird mir eine Ehre sein!“ Mit diesen Worten war Vadim zusammen mit Jinx zum Museum aufgebrochen. Für einen kurzem Augenblick hatte es so ausgesehen als würde sie mit sich hadern als sie festgestellt hatte das ihre Audition bereits morgen früh war, also in nur wenigen Stunden. Ja Vadim meinte sogar ein klein wenig Betrübnis in ihrem Blick gesehen zu haben. Es erfüllte ihn mit Stolz das sein Vorschlag es schaffte die Freude in ihr Gesicht zurück zu holen. Darum das sie morgen zu müde sein würde um die Spielleiter zu beeindrucken machte er sich nun keine Gedanken mehr. Schließlich war seine Herzensdame eine herausragende Schauspielerin und man musste schon blind und taub sein wenn man sie nicht auf der Stelle für die Hauptrolle engagieren würde. Er konnte sie also ohne Gewissensbisse erneut entführen, davon mal abgesehen das es meistens sowieso Jinx war die ihn durch die Gegend zog. Aber dieses Mal war es ihm sogar vergönnt ihre Hand zu selbstständig zu ergreifen während sie auf dem Weg in ein neues Abenteuer machten. Dieser Abend konnte nicht besser werden. Er bezweifelte zwar das sie viel Zeit tatsächlich mit Proben verbringen würden, ganz abgesehen davon das es für Vadim eigentlich ein Gräuel war nach einem vorgegebenen Script zu arbeiten weil ihm dabei die Gelegenheit genommen wurde hoffnungslos zu übertreiben, aber für Jinx würde er natürlich nichts geringeres als sein Bestes geben.
Ihr Ziel war bereits von weitem gut zu erkennen. Vadim besuchte diesen Ort von Zeit zu Zeit auf der Suche nach Inspiration, Eintritt bezahlt hatte er natürlich noch nie. Das Aussehen des einst imposanten Gebäudes spiegelte mit seinen stilmäßig eher weniger dazu passenden Anbauten perfekt die Art wie das Museum geführt wurde wieder. Die Ausstellungen an sich waren beeindruckend, das Management dagegen eher chaotisch. Genau das sollte ihnen heute zu Gute kommen.
Kurz vor dem Eingang, gerade noch außer Reichweite der Überwachungskameras, blieb Vadim stehen und blickte grüblerisch drein. „Also so wie ich das sehe haben wir nun zwei Möglichkeiten. Entweder ich besteche den Wachmann, der nebenbei gesagt noch eine Menge Spielschulden bei mir hat von denen sein Weib nichts wissen darf. Ich würde allerdings nicht so viel Wert auf sein Wort geben.“ Tatsächlich traf er den armen Tropf den man meistens für die Nachtschichten einteilte regelmäßig zum Poker spielen. Zu Vadim's Glück (der selbst bei einigen anderen zwielichtigeren Gestalten Spielschulden hatte) war er ein miserabler Spieler, weswegen der Halbdämon ihn auch immer wieder mit Freuden heraus forderte. Er war zudem auch sonst nicht der Hellste. Durch diese regelmäßigen Treffen wusste Vadim auch dass die Betreiber des Museums Schwierigkeiten hatten kompetentes Personal für die Nachtschichten zu finden. Es gab Gerüchte von bösartigen Flüchen die einigen Exponaten innewohnten und wohl schon einige Angestellte vergrauelt hatten. Vadim selbst schreckte das natürlich nicht im Geringsten. Aber er konnte auch nicht garantieren das der Wachmann nicht zu einem späteren Zeitpunkt singen würde.
Nachdenklich wanderte sein Blick zu der Überwachungskamera. „Oder wir schleichen uns unbemerkt in den Keller und schalten die Hauptstromversorgung ab. Es ist eure Entscheidung meine Schöne.“ Er zwinkerte Jinx zu. Der eine Vorschlag beherbergte ein gewisses Risiko, aber er kannte sie inzwischen lange genug um zu wissen das sie das vielleicht sogar reizte. Seine andere Idee wiederum war ein wenig unständlicher, aber dafür auch abenteuerlicher. Risiko oder Abenteuer, Vadim konnte beim besten Willen nicht sagen was seine Königin bevorzugte. Deswegen machte er es sich leicht und überließ es ihr die Wahl zu treffen. Er selbst war bereit auf beiden Wegen alles zu ihrem Amusement zu riskieren.


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Zuletzt von Vadim am Sa 2 Jan 2016 - 23:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
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Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Mo 28 Dez 2015 - 1:12

Cf: Seitenstraße
Früher Mittwoch, März | Museumsplatz | 0:50 Uhr | mit Vadim

Trotz der nächtlichen Dunkelheit war das große Gebäude gut ausgeleuchtet, was ihm einen majestätischen Anblick verlieh. Jinx war dadurch jedoch nur noch bedingt beeindruckt, mit dem viktorianischen Buckingham Palace konnten eben nur Kronjuwelen der Geschichte mithalten, wie zum Beispiel der Louvre oder das Schloss Versailles in Paris, die Sphinx in Ägypten, die Sagrada Familia in Barcelona oder vielleicht tat es auch eine geheime Piratengruft in der Karibik. Alles sehr schöne Ziele für einen weiteren Portalausflug, wie Jinx bei diesen Gedanken auffiel. Sie beschloss, sich diese Ideen für später zu merken - falls sie jemals den Dreh heraus bekam, wie man das Portal bediente.
Ein Museum mochte vielleicht von außen nicht spektakulär wirken, von innen hatte es dafür aber einiges zu bieten. Ganz besonders von einem historischen Museum erhoffte sie sich, ein paar der Ideen von denen, die ihr soeben noch durch den Kopf gewabert waren, vertiefen zu können. Als sie vor dem großen Portikus stehen blieben rief sich Jinx auf den Plan zurück, für ihr Stück zu lernen. Sie waren noch nicht einmal richtig da und schon dachte sie an alles, nur nicht daran wozu sie hergekommen waren.
Vadims Gedankengänge waren durchaus verlockend. Jinx ließ den Blick schweifen während er seine Ideen ausführte. Sie machte bereits oben in der Ecke über dem Eingang die erste Überwachungskamera aus, das waren keine guten Voraussetzungen. Es war nur logisch, dass der Rest des Gebäudes ebenfalls mit den Dingern zugezimmert sein würde. Den Wachmann zu bestechen wäre hoch gepokert, immerhin hörte sich der Blonde nicht so an als wäre sein Bekannter mit Garantie verschwiegen. Falls er zwitschert wären sie aufgeschmissen, vor allem da er Vadim kannte und sie somit nicht die Möglichkeit hätten unentdeckt zu entkommen. Abgesehen davon musste Jinx sich eingestehen, dass die Idee sie zudem auch nicht sonderlich reizte, da Wachmänner manipulieren immerhin schon beim Palace in Aktion getreten war. Ungesehen rein zu schleichen war eigentlich nicht ihre Art, in dieser Szenerie kitzelte ihr es aber schon in den Fingern die Stromleitungen lahm zu legen. Und vielleicht würde es auch nicht schaden, dem Überwachungsraum der Kameras einen Besuch abzustatten und dort den Wachmann verstummen zu lassen. Zu ihrem Glück war es nicht sehr wahrscheinlich, dass sich im Gebäude selber Wachen aufhielten, das war nur an den Eingängen üblich.
Durch all das Grübeln hatte ihre Mimik sich verselbstständigt, als sie jeden Gedankengang in ihrem Kopf immer weiter ausführte. Irgendwann sah sie so zerknautscht aus, dass sie sich einmal schütteln musste um ihre Gesichtsmuskeln wieder auseinander zu bekommen. Zu sehen war schließlich ein breites, freches Grinsen, das nie etwas Gutes oder gar Sinnvolles vermuten ließ. Wer hatte eigentlich etwas von Taktik gesagt? Jinx brauchte für gewöhnlich keinen strikten Plan und in diesem Moment war sie entschlossener denn je, auch jetzt keinen zu brauchen.
Sie stieß ihrem Helden mit dem Ellbogen in die Seite, dann rollte sie ihr Skript in den kleinen Händen zusammen, sehr dynamisch um ihre Worte zu unterstreichen. "Du denkst zu viel", sagte sie fröhlich. "Weniger reden, mehr handeln!" Und daraufhin wölbte sie die Brust, drückte das Kreuz durch und setzte den überzeugendsten Blick auf, zu dem sie fähig war. Wenn man nur wichtig genug aussah und die nötige Überzeugung von sich selbst mitbrachte, dann war es wesentlich unwahrscheinlicher, infrage gestellt zu werden. Und bevor Jinx irgendeinen Plan verfolgte würde sie es erst einmal auf dem direktesten Weg versuchen, der überhaupt möglich war: Geradewegs durch die Eingangstür stolzieren.
Sie nahm Vadims Arm, nicht ganz so ladylike wie es sich vielleicht schickte, und stolzierte durch den Portikus, um mit erhabenem Blick ihr Ziel, das Inneres des Museums, anzustreben. Die Nachtwächter von denen jeweils links und rechts einer stand warfen sich fragende Blicke zu, durch das Selbstbewusstsein der Besucher unschlüssig ob sie vielleicht eine Ansage vom Chef über späten Besuch vergessen hatten. Jinx wog sich bereits in trockenen Tüchern, als einer der Wachen misstrauisch die Augen zusammenkniff. "Hey, Miss! Mister! Habt Ihr Erlaubnis hier zu sein?"
Die Blauhaarige fror in der Bewegung ein und schaltete in wenigen Sekundenbruchteilen sauber ins Schauspielen um. Genervt stöhnend drehte sie sich zu dem Wachmann und musterte ihn mit hochgezogenen Augenbrauen. "Wurden Sie denn nicht informiert? Ach, heutzutage muss man alles selber machen." Sie drehte sich zu dem anderen Wachmann, der gerade kurz davor war Vadim wiederzuerkennen. Sie schob den Blonden einen flüchtigen Schritt vor, um ihn aus dessen Sichtfeld zu schieben und schaffte es mit ihrem pompösen Kleid den Blick auf sich zu lenken. "Wir sind von der Theatergruppe, außer euch wissen alle davon! Wir wollen unsere Requisiten schonmal abholen, damit wir morgen alles da haben. Die Theatergruppe für Mittwoch", wiederholte sie und schob dem ein Seufzen hinterher, als die Wachmänner sich noch einen unentschlossenen Blick zuwarfen. Allerdings war Jinx zu allem bereit, besonders da einer der Männer Vadim kannte. Zur Not würde sie die beiden zusammenschlagen, wenn sie jetzt nicht nachgaben, was ihrer ungeduldigen Rolle natürlich in keinster Weise anzumerken war - außer vielleicht in der Art und Weise, wie sie Vadim vielsagend als Zeichen mit dem Fuß in die Hacke stieß.



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Vadim
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Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Do 31 Dez 2015 - 18:13

Diese Aktion würde mehr Fingerspitzengefühl von ihnen abverlangen als ihr Ausflug nach London. Denn hier konnte ihr Handeln Konsequenzen haben. Um sich selbst machte Vadim sich nicht allzu viele Sorgen, er galt ohnehin in der Stadt als Vagabund der sich gerne mal um das Gesetz herum druckste. Ein schöner Ruf wie Vadim fand und an das dessen Verbreitung er garantiert auch nicht ganz unschuldig gewesen war. Schließlich war er begabt darin Gerüchte über sich selbst in die Welt zu setzen. Sollte es doch einmal zu brenzlich werden konnte er immer noch die Stadt verlassen.
Zumindest hatte er heute morgen noch so gedacht, denn inzwischen war es für ihn undenkbar geworden Cadysa den Rücken zu kehren. Es gab zu vieles was er mit Jinx noch erleben wollte. Jinx war der Hauptgrund warum er sich beim Austüfteln seines Plans so viel Mühe gab. Seine Königin hatte hier ein Leben und eine Karriere die er nicht leichtfertig gefährden wollte.
Gespannt beobachtete er wie es in ihrem Gesicht arbeitete, die von ihm erhoffte überschwängliche Freude blieb jedoch aus. Zumindest zunächst, denn ihr überwältigendes Grinsen kehrte erst zurück als sie mit nur einem Satz alle Sorgen die er sich gemacht hatte für nichtig erklärte. Jinx' brilliante Idee die ihr das Strahlen zurück gebracht hatte war offenbar überhaupt keinen Plan zu haben. Warum war ihm das eigentlich nicht gleich eingefallen? Vadim lächelte amüsiert über seinen eigenen Fehler. „Ich bitte vielmals um Verzeihung Mylady.“ Wahrscheinlich hatte sie seine scherzhafte Entschuldigung nicht einmal gehört denn sie war schon auf anmutigste Art davon stolziert. So majestätisch wie sie dabei aussah sollte es an ein Wunder grenzen wenn die Wachleute nicht sofort die Tür aufreißen würden wenn sie in Sichtweite kam damit sie auch nicht nur einen Moment ihrer wertvollen Zeit verschwendeten.
Doch leider waren die beiden Männer nicht so von Jinx' Auftreten geblendet wie Vadim und fielen wider erwarten nicht bei ihrem Anblick auf die Knie. Stattdessen traten sie ihr sogar misstrauisch gegenüber, also sowas! Empört musste Vadim mit ansehen wie seine Herzensdame sich auch noch rechtfertigen sollte. Selbst die bühnenreife Art wie sie ihnen eine Lüge auftischte schien die Bedenken der Wärter nicht zerstreuen zu können und Vadim verschränkte die Arme während sein Blick immer finsterer wurde.
„Tatsächlich hat man vergessen uns zu Informieren, ich fürchte ich sollte mit meinen Vorgesetzten telefonieren bevor ich euch rein lasse.“ Den unsicheren Blick den der eine Wachmann aufsetzte kannte Vadim nur allzu gut, denn genau so sah er auch immer aus wenn er merkte das er beim Pokern einen zu hohen Einsatz gemacht hatte. Es würde nicht einfach werden ihn zu überzeugen wenn er schon jetzt so misstrauisch war. Jinx' gab ihm ein Zeichen einzuschreiten, zumindest deutete er es so als ihren zierlichen Fuß an seiner Ferse spürte. Er wusste nur leider nicht was er tun sollte.
Mit einem freundlichen Gesichtsausdruck der das drohende Funkeln in seinen Augen nicht überdecken konnte tratt Vadim aus den schützenden Schatten in den Jinx ihn zuvor gedrängt hatte. Es war oberste Priorität ihre Identität bestmöglich zu verbergen, dicht gefolgt von der Notwenidigkeit sie zu unterhalten. Sein eigener Schutz rückte dabei völlig in den Hintergrund. „Guten Abend Bran. Du weißt doch sicherlich noch von der Theatergruppe von der ich dir erzählt habe, oder?“ Die eindringliche Mahnung war trotz der netten Worten nicht zu überhören und augenblicklich entglitten dem Wachmann die Gesichtszüge so als hätte Vadim ihm gerade ein Full House vor die Nase gelegt. Sein absurder Wunsch den Vorschriften zu folgen schien allerdings immer noch präsent zu sein denn er setzte zum Sprechen an sodass Vadim ihn unterbrechen musste. „Hast du eigentlich daran gedacht deine Frau von mir zu grüßen?“ Der Wärter erstarrte für einen Moment und Vadim wusste genau das er ihn überzeugt hatte. Er würde keine Scheidung und eine mögliche Anzeige wegen illegalen Glückspiels riskieren um ihnen den Einlass zu verwehren. „In Ordnung, ich wusste nicht das du es bist. Aber beeilt euch!“ Sein Kollege sah so aus als wollte er protestieren, er ließ sich aber schnell von einem Kopfschütteln des Dienstälteren beruhigen. Vadim bedankte sich einem froh gestimmten Nicken ehe er Jinx mit sanften Druck recht zügig durch den Eingang schob. Er ging ein paar Schritte bis die beiden Wärter außer Hörweite waren und verschwand dann in eine kleine Nische die außerhalb der Reichweite der Überwachungskameras lag. „Ich befürchte wir haben nicht viel Zeit.“ Und sie würden Zeit für ihr Vorhaben brauchen. Vadim bemühte sich wirklich um einen Vorschlag der nicht zu durchgeplant war damit er Jinx' Geschmack auch treffen würde, aber es war gar nicht so einfach sich kopflos in einen Einbruch dieser Größe zu stürzen wie er beim weiteren Nachdenken feststellen musste. „Wollen wir vielleicht zuerst in den Überwachungsraum gehen? Ich würde es nur ungerne riskieren das euer hübsches Gesicht morgen die Schlagzeilen schmückt. Es sei denn es geht um euren schauspielerischen Druchbruch versteht sich.“ Auch negative Schlagzeilen konnten eine Karriere voran treiben, das wusste Vadim natürlich. Aber im Fall eines Einbruches würde es vorallem Gefängnis für sie bedeuten und das würde sie in ihrer Karriere um eine lange Zeit zurück werfen. Er konnte unmöglich riskieren das so ein Stern wie sie es zweifelsohne war der Theaterwelt gestohlen wurde. All das hätte leicht vermieden werden können wenn Vadim etwas dabei gehabt hätte um sie für die Kameras unkenntlich zu machen. Er musste sich merken Masken die ihre Identität verbergen konnten zu seinem zweiten Date mit dieser außergewöhnlichen Lady mitzunehmen.


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Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
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Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Fr 1 Jan 2016 - 20:05

Ursprünglich war nicht geplant gewesen, dass Vadim überhaupt sein Gesicht preisgeben musste. Eigentlich war überhaupt nichts geplant gewesen, zumindest war das bei Jinx der Fall. Vadim hatte den Ernst der Situation jedoch rechtzeitig erkannt, ganz im Gegensatz zu der blauhaarigen Schauspielerin, die sich immer noch fröhlich ihrer ernsten Rolle hingab. Leider konnte man nicht jeden austricksen, auch wenn Jinx sich selbst gern in dem Glauben ließ.
Gerade als sie ihren Fuß gegen den ihres Begleiters stoßen ließ kam ihr eine neue Idee, die sie mit etwas Geschick noch umzusetzen wusste, während Vadim bereits die Initiative ergriff. Augenscheinlich aus Versehen stieß sie gegen den Mann, dessen Name offenbar Bran lautete. Als dieser den Kopf argwöhnisch zu ihr herumdrehte sah sie ihn entschuldigend an und gab ihrer Kleidung die Schuld an dem Zusammenstoß. "Das Kleid, man muss für das Theater Opfer bringen." Dann begab sie sich etwas ungeschickt außer Reichweite, um ihren Helden seine Ansprache halten zu lassen.
Als er sich vorschob um seinem alten Bekannten die Flausen auszureden, die beiden uneingeladenen Gäste zu verpfeifen, musste sie sich zusammenreißen nicht alles zu ruinieren und ihm dazwischen zu grätschen, wozu sie leider etwas zu häufig geneigt war. Doch da ihr Indiana bereits in ganz anderen Situationen bewiesen hatte, dass es ihm meist sehr gut gelang die Contenance zu bewahren, überließ sie ihm seinen Job und ließ sich hinterher, wenn auch etwas widerstrebend, ins Innere des Museums schieben. "Was war das denn?", konnte sie jedoch nicht verhindern ihm leise zuzunuscheln, während er sie außer Sichtweite der ersten Kamera zog, die Jinx noch nicht einmal erblickt hatte. Von Zeitstress hatte sie sich gedanklich schon in der Seitenstraße verabschiedet, als sie sich dazu entschlossen hatte, die Nacht durchzumachen um Schlafmangel vor ihrer morgigen Audition vorzubeugen.
"Hey- ... jetzt... warte ... doch mal-", versuchte sie zu protestieren als Vadim sich mit ihr in eine uneinsichtige Nische fernab von wachsamen Augen der Wachmänner oder der Überwachungskamera zwängte. Sie wollte gar nicht, dass er jetzt aufhörte sie so dominant herum zu schieben, sie fand das insgeheim mehr als aufregend. Jedoch ließ ihr Ego nicht zu, dass sie es ganz einfach stillschweigend mit sich machen ließ.
Als sie zu ihm aufsah und er sie darin unterwies, dass es hier sehr viel wichtiger war vorsichtig vorzugehen als noch im vergangenen London, errötete sie leicht. Sie hoffte inständig, dass es ihr in der schattigen Nische nicht anzusehen war, doch sich hier ganz heimlich mit ihrem Indiana zu verstecken schickte Schauer ihren Rücken hinunter und sie musste der Versuchung widerstehen, ihm hier im Halbschatten näher zu kommen. Es war einfach zu verlockend. Sie musste dringend etwas Abstand zwischen sich und ihren Helden bringen, damit sie einen kühlen Kopf bewahren und die Führung beibehalten konnte - falls Jinx' Kopf denn jemals klar und kühl war.
Als sie die Augen von seinem Anblick löste, der in so einem schummrigen Licht jedes Mal edel wirkte, sah sie nicht weit von ihnen den Treppenabstieg, der hinunter in den Technikbereich führte. Allerdings beobachtete die Kamera, vor denen sie sich gerade versteckten, mit Präzision eben diesen Aufgang. Sie biss sich auf die Lippe als ihr Blick zwischen diesen beiden Faktoren hin- und her wanderte und nicht zum ersten Mal bereute sie es, den Hut am Portal gelassen zu haben. Dann kam ihr aber eine Idee.
Ruckartig drehte sie sich zu Vadim herum. "Wie viel schuldet dir Bran?", fragte sie mit neuem Enthusiasmus, der es ihr erschwerte die Stimme gesenkt zu halten. Keinen Moment später zog sie aus den Tiefen ihres Kleides eine glattgraue Karte hervor. Auf ihr waren Name, Geburtsdatum und die Verifikation als Nachtwache von Bran Adams zu lesen, dicht gefolgt von einem digitalen Codefeld welches sehr wahrscheinlich dazu diente, Sicherheitstüren zu öffnen.
Doch damit war das Kameraproblem noch nicht gelöst. Während es in ihrem Kopf arbeitete streiften ihre violetten Augen Vadims Degen, den er nur allzu gern zog um zu demonstrieren, wie heldenhaft er die Schauspielerin verteidigte. Darauf folgte noch ein Blick zur Wand, die zwar massiv, zu ihrem Vorteil aber mit pflanzlichen Girlanden verziert war und eben diese hingen direkt unter dem Kamerakabel, welches wenige Meter später in einem Lüftungsschaft in der Decke verschwand. Jinx dachte nicht lange darüber nach, wie gut ihre Wurftechnik war, sondern zog Vadims Degen ohne das dieser überhaupt schnell genug reagieren konnte, trat einen halben Schritt aus der Nische heraus und ließ mit viel Schwung das Schwert in Richtung des Kabels fliegen.
Das Schicksal war ihnen heute nicht zum ersten Mal hold. Der Degen stach in die Girlande hinein, doch diese bot keinen so guten Halt wie es auf den ersten Blick vielleicht ausgesehen haben mochte. Vadims kostbare Waffe fiel, landete jedoch direkt auf dem Kabel und verursachte einen groben Schnitt hinein, bevor sie laut scheppernd zu Boden ging. Es mochte nicht gereicht haben um die Kabel zu durchtrennen, aber es war zu sehen wie sich die offene Stelle elektrisch entlud was darauf hindeutete, dass die Stromzufuhr immerhin unterbrochen worden war.
"So müsste es gehen. Komm, immer in Bewegung bleiben!" Jinx grinste, bevor sie Vadim an der Hand nahm und in Richtung des Treppenabstiegs lief. Das Geräusch des fallenden Degens hatte indes zu ihrem Nachteil die Wachen erneut auf den Plan gerufen und Bran sah nicht glücklich drein, als er sah wie das unauthorisierte Paar in Richtung des Kellers verschwand. Sie konnte nur hoffen, dass er tief bei Vadim in der Schuld stand. Sehr tief.



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Vadim
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Beruf : arbeitsloser Musiker
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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Sa 2 Jan 2016 - 23:06

Obwohl von den Wänden immer wieder die Überwachungskameras bedrohlich glänzten und Vadim alles dran setzte Jinx schnell außer Reichweite zu bringen konnte er sich eines Schmunzelns dabei nicht entwehren. Es war einfach herrlich mit was für einer Leidenschaft sie protestierte während er sie durch die Gänge schob und an dem wachsamen Blick der Kameras vorbei lotste. Er bekam fast ein schlechtes Gewissen weil er um ihre Sicherheit besorgt war, denn das war ganz offensichtlich nicht das was sie wünschte. Deswegen versuchte er den Plan auch so simpel und chaotisch wie möglich zu gestalten, auch wenn dass die ganze Sache sogar noch erschwerte. Offenbar war sein Plan der Königin immer noch nicht genehm denn Vadim konnte sehen ihrem Blick sehen wie sie mit etwas rang und das sich ihre Wangen dunkel verfärbt hatten. Zornesröte? Während Vadim Jinx' Hadern fehl interpretierte wurde sein Lächeln immer breiter. Eigentlich war es einfach sie zufrieden zu stellen, das hatte er inzwischen gelernt, es war nur immer mit einem enormen Risiko verbunden. Und genau diese Gradwanderung war die Herausforderung die diese Art des Werbens so aufregend machte. Was hätte er nicht gegeben um zu wissen was für verrückte Ideen ihr hübscher Kopf nun schon wieder ausarbeitete während ihr Blick durch den Raum huschte.
Der Blonde wurde jäh aus seinen Schwämereien gerissen als Jinx ihn fragte wie viel Bran ihm schuldete. „Eine Menge, ich bin davon überzeugt das er nur noch regelmäßig mit mir spielt weil er das Geld sowieso nicht auftreiben wird und die Hoffnung hat das er irgendwann doch gewinnt.“ Seit Monaten war Bran bei ihm in den Miesen und mit jedem Spiel verdoppelte sich der Betrag. Aber er war so naiv und ließ sich immer wieder auf eine neue Runde ein immer noch in der mit einem Schlag seine ganzen Schulden los zu werden. Genauso naiv war auch seine Art zu pokern und deswegen nahm der Barde die Herausforderung jedes Mal gerne an. Wenn Vadim ihm im Gegenzug seine Schulden erlassen würde würde er wahrscheinlich der Polizei verschweigen wer heute Nacht ins Musuem eingebrochen war, auch wenn dem Halbdämon dadurch ein kleines Vermögen abhanden kommen würde. Aber es war sowieso nur ein hypothetisches Vermögen von dem er wahrscheinlich nie einen Cent gesehen hätte. Spielschulden waren Ehrenschulden und zusammen mit dem Risiko das seine Frau von allem erfahren könnte würde Bran wohl dicht halten, zumindest war Vadim sich da ziemlich sicher.
Ob er deswegen auch über den Verlust seiner Zugangskarte hinweg sehen würde wusste er nicht, aber das war auch nicht so wichtig. Dank Jinx' listigen kleinen Diebstahls standen den beiden Abenteurern nun völlig neue Möglichkeiten offen. „Wie raffiniert!“ ,strahlte Vadim als sie die Karte hervorzog. Noch nicht einmal er hatte mitbekommen wie sie sie dem Wachmann abgenommen hatte. Wie schnell ihre Finger waren bewies sie kurz darauf erneut, denn auf einmal hatte sie seinen Degen in der Hand und hatte damit nur wenig später mit etwas das fast wie ein gezielter Wurf aussah die Stromversorgung der Kamera durchtrennt. Das war natürlich keine schlechte Idee, er bedauerte nur den Verlust seines schönen Degens der jetzt auf den gefährlich blitzenden Kabel lag. Er warf einen letzten bedauernden Blick auf die Waffe und ließ sich dann von Jinx mitziehen die schon auf dem Weg zum nächsten Ziel war. Auch die Nachtwärter waren inzwischen auf die Idee gekommen das etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Vadim kannte wahrlich niemanden der so euphorisch reagierte wenn er merkte das er entdeckt worden war wie Jinx die schon wieder strahlte als hätte sie gerade den Spaß ihres Lebens. Zum Ende der Treppe hatte er sie endlich eingeholt. Er nutzte seinen kleinen Vorsprung um für den Bruchteil einer Sekunde stehen zu bleiben und sie an den Oberarmen festzuhalten. Geschwind beugte er sich zu ihr herab um ihr einen raschen Kuss auf die Wange zu drücken. „Euer Feuer wird mich irgendwann noch Kopf und Kragen kosten!“ ,kommentierte er begeistert sein Tun und machte damit deutlich das er kein bisschen traurig deswegen war. Es war schließlich ihr Temperament das er so sehr an ihr liebte. Kaum einen Augenblick später hatte er wieder ihre Hand ergriffen und war weiter gerannt, damit ihre Verfolger erst gar nicht die Chance bekamen ihnen allzu schnell zu folgen. Ohne stehen zu bleiben und unnötig Zeit verstreichen zu lassen sah Vadim sich im Keller um. Viel zu sehen gab es sowieso nicht, nur ein paar Ausstellungsstücke die dringend renoviert werden mussten. Eine tragische Schaurigkeit ging von den beschädigten Schmuckstücken aus die durch ihre Makel fast ihre gesammte Imposanz einbüßten. Außerdem gab es noch eine einzelne, schwere Tür die mit einem Kartenschloss versehen war. Eine Tür zu der nur das Sicherheitspersonal Zutritt hatte. Vadim blieb daneben stehen und deutete eine galante Verbeugung an und wies dabei auf das Schloss. „Lady Jinx, wenn ich sie bitten düfte!“ Währenddessen waren auf der Treppe waren bereits Schritte zu hören. „Ich kümmere mich derweil um unsere Verfolger.“ ,entschuldigte er sich charmant. Dann zog er los um ein paar der Exponate umzustürzen und damit den Weg zu versperren. Mit einem lautem Krachen fiel ein alter, ehrwürdiger Steinsarkophag zu Boden. Bald gestellten sich ein ausgestopfter Tiger mit einer abgebrochenen Pfote und eine Rüstung aus der Renaissance zu dem heillosen Wirrwarr auf dem Boden. Sie würden sich nachher etwas überlegen müssen um den Weg wieder frei zu bekommen, aber erstmal reichte es um Bran und seinen jungen Kollegen davon abzuhalten ihre nicht vorhandenen Pläne weiter zu durchkreuzen.


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Jinx
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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   So 3 Jan 2016 - 18:36

Kaum hatte Jinx ihre spontane Idee umgesetzt wurde sie Zeuge von Vadims leidendem Gesichtsausdruck, als sein offenbar für ihn sehr wertvoller Degen in der Girlande seinen neuen Platz gefunden hatte. Um sich um solche unbedeutenden Kleinigkeiten zu kümmern hatten sie nun wirklich keine Zeit, zum Glück war das dem Cowboy aber bewusst und er ließ sich wieder einmal von der euphorischen Schauspielerin mitreißen, als diese ohne Pause weiter im Text ging.
Sie hörte Schritte hinter sich, als sie an den unteren Stufen der Treppe angelangte doch anders als erwartet fand sie sich gleich darauf in Vadims Griff wieder, der sich mit einem bezaubernden Lächeln zu ihr herunterbeugte um ihr einen Wangenkuss zu geben. Jinx' Grinsen verschwand bei seinen komplimentierenden Worten, um der Röte die sie vorhin schon einmal verdrängen musste neuen Platz zu schaffen und in einem Gefühl der Scham versunken senkte sie fast schon schüchtern den Blick. Natürlich nur fast, denn kaum einen Wimpernschlag später machte sie diese niedliche Regung zunichte indem sie an ihm vorbeirauschte, damit sie sich möglichst schnell außer Reichweite der Wachen bringen konnten.
Diese waren offenbar nicht nur aufmerksam, sondern auch misstrauisch geworden und Jinx konnte nur hoffen, dass sie auch hier wieder einen Weg fanden, sie abzuschütteln. Hierbei kam ihr Vadim zu Hilfe, der sich zusätzlich noch direkt neben dem Schloss verbeugte. Seine altmodische Etikette lernte sie mit jedem ihrer Abenteuer mehr zu lieben und ihr Blick folgte ihm gedankenverloren, als er sich hinter ihr ans Werk machte. Sie vergeudete keine Zeit und zog die graue Sicherheitskarte hervor, die sie Bran stibitzt hatte, während Vadim sich der kniffligen Aufgabe widmete die Nachtwächter davon abzuhalten, ihnen in den Sicherheitsbereich hinein zu folgen. Sie zog die Karte durch den dafür vorgesehenen Schlitz und erhielt grünes Licht. Hinter sich hörte sie dabei Gepolter und als sie sich mit der Schulter gegen die große Tür lehnte um sie zu öffnen, warf sie den Kopf zu ihrem Helden herum. Vadim war dabei Ausstellungsstücke zu stapeln und die Wand, die er auf diesem Wege vor der Sicherheitstür erschaffen hatte, sah nicht so aus als käme man da irgendwie durch - von keiner Seite, auch nicht von ihrer. "Ein wahres Kunstwerk", lobte sie ihn grinsend obwohl sie sich kurz fragte, wie sie später hier wieder herauskommen wollten, bevor sie das als nichtig abtat. Sie wäre schließlich nicht Jinx, wenn sie sich über so etwas den Kopf zerbrechen würde.
Die Tür war auf und der Weg jenseits der ausgestellten Museumsräume somit geebnet. Es war zu ihrem Pech nichts ausgeschildert, doch da sie erst einmal ein Stück schlichter, weißer Flur erwartete folgte sie diesem guten Gewissens, nicht ohne sich vorher vergewissert zu haben, dass Vadim ihr durch die nun wieder sicher verschlossene Tür gefolgt war. Als sie um eine Ecke bog wusste sie jedoch, warum es ihnen genützt hätte Schilder zu haben denen sie folgen konnten: Ein Flurlabyrinth starrte ihnen entgegen. Und noch schlimmer: Hier waren auch Nachtwächter unterwegs.
Bevor Vadim ihr um die Ecke folgen konnte drückte sich Jinx' zierliche, für eine Frau aber ziemlich kräftige Hand gegen seine Brust und schob ihn eilig zwei Schritte zurück, bevor sie ihm so leise wie möglich nach huschte. Der Flur geradeaus war nicht leer gewesen und sie konnte von Glück sagen, dass der Wachmann den sie dort gesehen hatte im richtigen Moment nicht in ihre Richtung geschaut hatte. Offenbar würden sie hier ihre Schleichfähigkeiten unter Beweis stellen müssen, um zu ihrem Ziel zu kommen - das Ziel, das hinter jeder Tür dort lauern konnte. Und Türen hatte sie wahrlich nicht wenige gesehen.
Als ihr blauer Haarschopf eine Minute später zur Sicherheit nochmal um die Ecke spähte atmete sie erleichtert aus, der Nachtwächter war abgebogen bevor er die beiden Einbrecher im nächsten Flur konfrontiert hätte. Sie sah Vadim mit verwegenem Blick an und trotz dieser fast aussichtslosen Situation deuteten ihre Mundwinkel ein Lächeln an. "Fast wie in einem Agentenfilm", flüsterte sie leise und spannungsgeladen und griff somit das erste Mal das Thema Film, Theater und Schauspiel auf, wofür sie ja ursprünglich überhaupt erst hergekommen waren. Dieses Mal war es ausnahmsweise nicht die beste Idee, sich durchzulügen - denn allein die Tatsache, dass dieser Bereich mit einem Sicherheitsschloss abgeriegelt war, ließ die Chance mit Lügen erfolgreich zu sein schwindend gering werden.
Ihre Hand immer noch auf Vadims Brust ruhend sah sie um die Ecke und lauschte angestrengt. Die Schritte des Wächters, der ihnen am nächsten gekommen und vorhin abgebogen war, hörten sich täuschend weit weg an. Ihre violetten Augen wanderten zu ihrem Indiana. Ein Versteckspiel in einem Labyrinth, von dem sie nicht wussten wo der technische Überwachungsraum, ihr gewünschter Ausgang, war. Und sie hatten geglaubt, Jinx würde in dieser Nacht noch zum proben kommen!



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Vadim
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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   So 3 Jan 2016 - 20:23

Innerhalb kürzester Zeit hatte Vadim es geschafft einige wertvolle Zeugen der Weltgeschichte die man mit nur wenigen Handgriffen zu neuem Glanz verholfen hätte zu einem Berg aus Schrott zu verwandeln. Wenn man aber bedachte das die meisten Stücke sowieso geklaut waren tat der Anblick gar nicht mehr so weh. Eigentlich tat es überhaupt nicht weh, schließlich hatte Vadim ein Ziel vor Augen und um dahin zu gelangen war er sogar bereit einiges mehr zu opfern als ein paar staubige, alte Artefakte. Seine Mühen wurden rasch belohnt als Jinx zumindest noch Zeit für ein paar anerkennende Worte fand. Er war sich ihres Sieges absolut sicher als er Jinx durch die Tür zum Personalbereich folgte um das letzte Hindernis, die Kameras und die Alarmanlagen, auszuschalten. Obwohl er sich nicht einmal sicher ob es in allen Bereichen überhaupt Alarmanlagen gab, schließlich war das Museum in den letzten Jahren so rasch gewachsen das die Betreiber nicht einmal mit dem Beschriften der Ausstellungsstücke hinterher gekommen waren. Es würde ihn nicht wundern wenn man die Technik ebenfalls vernachlässigt hatte. Bisher war ihnen die chaotische Art wie das Museum geführt wurde zu Gute gekommen, das änderte sich aber als sie in einen Gang gelangten der nicht einmal ausgeschildert war. In drei Teufels Namen, Vadim konnte sich nicht einmal vorstellen wofür ein Sicherheitsbereich so viele Türen brauchte! Er würde es aber wohl bald heraus finden denn er hatte wenig Hoffnung die richtige Tür beim ersten Versuch zu finden. Sie sahen schließlich alle genau gleich aus. Immer noch auf der Suche nach einer Tür die sich von den anderen abhob eilte er den Gang entlang und wäre beinahe einem Nachtwärter entgegen gelaufen wenn Jinx ihn nicht aufgehalten hätte indem sie ihn im letzten Moment zurück schob. Er war erstaunt darüber wie viel Kraft in so einer kleinen Person steckte. Zweifelsohne war Schauspielerei nicht das einzige was sie für gewöhnlich auf Trap hielt. Er lächelte sanft als sie ihren kopflosen Einbruch mit einem Agentenfilm verglich und ergriff ihre zarten Hände die auf seiner Brust ruhten. „Wohl wahr! Aber ich denke das ich Einbrüche in der Vergangenheit bevorzuge, heutzutage gibt es viel zu viel Technik die einem unnötig den Weg erschwert.“ Zu früheren Zeiten war es eben noch viel einfacher gewesen sich aus pikanten Situationen heraus zu reden. Aber wer sagte eigentlich dass das nicht immer noch ging? Man musste es eben nur geschickter anstellen, schließlich reichte nicht mehr nur einen russischen Akzent vorzutäuschen um Vorfolger einzuschüchtern. Aber abgesehen davon sollte es kein Problem sein. Die wilde Entschlossenheit war in seinen Blick zurück gekehrt als er jeweils einen Kuss auf ihre beiden Hände hauchte um zu entschuldigen das er ihr im nächsten Moment die Zugangskarte aus der Hand zog. Als er sich sicher kein konnte das die Schritte des Wärters verhallt waren eilte er zu der Tür die ihm am nächsten gelegen war und spähte durch das Schlüsselloch. In dem Raum befanden sich nur ein paar Exponate noch darauf warteten ausgestellt zu werden. Das war nicht wirklich das wonach er gesucht hatte aber er trat trotzdem ein um zwei Mäntel mit tiefen Kapuzen heraus zu holen. Den einen warf er Jinx zu während er sich den anderen selbst anlegte. Bran würde ihn wahrscheinlich nicht verraten, aber bei den anderen Wärtern war er sich nicht so sicher. Es konnte nicht schaden wenn sie hier unten darauf achteten ihre Identität zu verbergen. „Sucht nach dem jüngsten und am unsichersten aussehenden Wärter den ihr finden könnt.“ ,wisperte Vadim Jinx zu während er zum nächsten Schlüsselloch eilte. Die meisten Räume waren leer und der Barde atmete erleichtert auf als er endlich einen fand in dem zumindest Licht brannte. In dem Raum stand ein junger Mann dessen Gesicht von dem Display seines Handys erleuchtet wurde. Er war vermutlich noch Schüler und hatte die Stelle im Musuem angenommen um sein spärliches Taschengeld aufzubessern. Er war Perfekt!
Er bedeutete Jinx mit einer Handbewegung stehen zu bleiben und huschte dann in den Raum. Der Junge zuckte zusammen als er eintratt. „Alles in Ordnung“ ,beschwichtigte Vadim ihn mit ruhiger Stimme, aber nur um kurz eine leise, gespielte Panik durchblicken zu lassen. „Nun gut, nicht direkt. Bran schickt mich.“ Er zeigte dem skeptischen Jungen den Ausweiß als Beweis. „Du hast doch bestimmt von dem Irren gehört der oben randaliert hat? Bran ist leider zu verletzt um selbst zu kommen. Die Polizei ist aber schon informiert. Du musst mir nur sagen wo der Überwachungsraum ist.“ Die Rolle des Zivilisten der zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war behagte Vadim überhaupt nicht, schließlich lag nichts heroisches darin. Aber verzweifelte Zeiten verlangten nunmal nach verzweifelten Mitteln. Vermutlich hätte jeder kompetente Wärter seinen Plan durchschaut, aber zum Glück war der junge Mann das genaue Gegenteil von Kompetenz. „D-der linke Gang, siebte Tür auf der rechten Seite.“ ,stotterte er und Vadim wusste sicher das der Junge seit dem er den randalierenden Irren erwähnt hatte in Panik verfallen war. „Habt Dank! Und nicht vergessen, die Polizei ist bereits informiert.“ ,schärfte Vadim ihn noch einmal ein ehe er den Raum nach dem kurzem Gespräch wieder verließ und die Tür schloss. Grinsend wandte er sich Jinx zu. „Wir müssen dem linken Gang folgen, schnell!“ Nachdem er triumphierend in den richtigen Gang gespäht hatte stellte er jedoch fest das gerade hier ein anderer Wärter eine Pause machte und seine Haltung verriet das er wahrscheinlich das an Kompetenz ausglich was seinem jüngeren Kollegen fehlte. Vadim suchte Jinx' Blick um anhand dessen heraus zu finden ob sie warten oder handeln sollten.


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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Mo 4 Jan 2016 - 20:55

Obwohl sie sich in einer so heiklen und spannungsgeladenen Situation befanden verfehlte Vadim nie sein Ziel, in Jinx' wieder so etwas wie innere Ruhe zu pflanzen. Selbst als sie das gesamte Drama mit einem Film verglich nahm er ihre Hände und küsste diese sanft. Er war auf seine ganz eigene Art süß, aber es war nun wirklich der falsche Moment um Zärtlichkeiten auszutauschen. Wobei, wenn Jinx so darüber nachdachte, dann war das in ihrem Beisein eigentlich immer der Fall.
Deutete er mit seinen Worten etwa schon wieder an, dass sie mal wieder zurück in die Vergangenheit reisen mussten? Als er ihr auftrug Ausschau nach einem besonders jungen Wächter zu halten blieb ihr die Antwort erspart, auch wenn sie vielsagend mit den Augenbrauen wackelte als sie sich von ihm entfernte - und ihm zuliebe gänzlich ignorierte, dass er ihr die Sicherheitskarte soeben entnommen hatte.
Geduckt huschte sie um die nächste Ecke und spähte dann in den Gang dahinter. Ein verdammt großer, muskelbepackter Nachtwächter kam dort ihres Weges, den könnte sie nie im Leben davon überzeugen hierhin zu gehören. Sie war sich außerdem ziemlich sicher, dass Vadim bei dieser ganzen Sache mehr Glück haben würde, immerhin sah Jinx fast aus wie eine lebendig gewordene Ausstellung - besonders in der altertümlichen Kleidung, die zu ihren blauen Haaren einfach fehl am Platz aussah. Bei ihrem Helden passte einfach alles zusammen. Wobei sie sich mit einem Mal nicht mehr sicher war, ob das eine objektive Aussage war oder ihre persönliche Meinung. Sie lächelte, als sie in den nächsten Gang huschte. Ihre Zuneigung für ihren Indiana wuchs stetig weiter ,ohne dass sie es überhaupt mitbekam.
Kaum erblickte sie einen Gang weiter Vadim machte sie sich auch schon so leise es ging auf dem Weg zu ihm, nur um ihn dann zu erreichen und ein Zeichen zu bekommen, versteckt zu bleiben. Da man aber in dieser Lage keine unnötigen Fragen stellte blieb sie wo sie war und lauschte Vadims Worten, als dieser sich dank gutem Chi, oder was auch immer für dessen unglaubliches Glück verantwortlich war, erneut durch die Weltgeschichte log.
Dieser drehte sich kurz darauf wieder zu ihr herum und sie lächelte, als habe er sie bei etwas Verbotenem erwischt. Nicht, dass Jinx zusammen zucken würde wenn man sie erwischte, normalerweise tat sie das Gegenteil. Aber es misslang ihr eine neutrale Miene zu behalten, als sie wenigstens überzeugend spielen wollte von ihm überrascht worden zu sein - er machte sie einfach glücklich und sie konnte es sich einfach nicht untersagen, ihn das wissen zu lassen.
"Ich nehme die dann mal wieder an mich", sagte sie und das freche Funkeln kehrte in ihre Augen zurück, als sie ihm die graue Karte aus den Händen klaute und dann in genannte Richtung davon huschte. Selbst beim schnellen Schleichen musste sie den Ansatz ihres Kleides etwas hoch halten, um nicht darüber zu stolpern. Wie gern sie sich diesen Fusel vom Körper reißen würde konnte sie gar nicht in Worte fassen, dann würde sie allerdings ganz ohne Fusel dastehen und das war nicht wirklich ihre Absicht.
Während des Schleichens ließ sie Vadim vor und folgte ihm schließlich bis zu dem Flur, indem sich der gewünschte Raum befand. Zu ihrem Leidwesen war auch dort ein Wächter postiert, leider einer der sehr viel aufmerksamer aussah als soeben noch der Neuling. Jinx biss sich auf die Unterlippe als ihr Kopf auf Höchstleistung arbeitete, um für die beiden eine Lösung zu finden. Als ihr Blick dabei auf Wanderschaft ging erspähte sie aber plötzlich besagten Neuling - und er kam in ihre Richtung. "Rückzug!", zischte sie und hoppelte mit Vadim im Schlepptau ein paar Schritte zurück, sodass sie eine Ecke nach hinten rutschten.
Die Augen des jungen Wächters sahen unsicher um sich. Er konfrontierte kurz darauf den Wachposten, der wachsam aufsah. "Sir, haben sie etwas von einem Irren gehört, der oben sein Unwesen treibt?" Die Wache die soeben noch Pause gemacht hatte erhob sich nun und verschränkte die Arme. "Nein." "Bran hat einen Zivilisten geschickt." Nun wurde der Nachtwächter misstrauisch.
Die beiden Männer verließen ihren Posten, höchstwahrscheinlich um nach oben zu gehen und sich die Situation dort anzuschauen. Gott sei Dank kamen sie nicht in die Richtung, in der sich Vadim und Jinx versteckt hielten sondern schlugen den entgegengesetzten Flur ein. Jinx atmete leise auf. Die Wachen würden vor der Sicherheitstür ihr blaues Wunder erleben, doch im Moment hatten sie das erreicht, was sie erreichen wollten: Freie Bahn zum Überwachungsrum.
Auch hier benötigten sie wieder die Karte, um die Sicherung des Reglungsbordes zu lösen. Galant ließ sie die Karte hindurch gleiten und erhielt erneut grünes Licht, dann flogen ihre schnellen Finger über das Bord um durch die Kameras zu schalten.
Da Vadim ja dabei gerade nichts zu tun hatte wanderten Jinx' Augen kurz zu ihm, bevor sie sich wieder den Kameras widmete. "Ich würde nachher gern bei den alten königlichen Relikten starten", schlug sie den weiteren Plan des Abends vor. Sie war in Gedanken bereits bei ihrem gemeinsamen Sturm ins ausgestellte Innere des Museums, jetzt wo ihnen der Überwachungsraum zur Verfügung stand ging ihr kleiner Kopf schon wieder ganz neue Wege. Energisch schaltete sie die Kameras im Nordkomplex aus, wie um ihre folgenden Worte zu unterstreichen. "Ich spiele ja immerhin eine Herrscherin, da brauche ich doch die nötigen Requisiten, nicht?" Die Kameras im Südkomplex verloren nun auch den Strom. "Oder willst du mir etwa widersprechen und deine Hände verlieren?", fragte sie in einer Tonlage, die tiefer und voller war als ihre gewöhnliche und ihre violetten Augen huschten zu seinen grünen, die sich elektrisch fast zu entladen schienen. Sie betätigte den letzten Knopf und die Kameras im West- und Ostbezirk legten nun als letztes ihre Arbeit nieder. Sie fuhr ihrem Helden mit ihren nun freien Händen zaghaft über die Wangen und ihre Finger verfolgten die zarten Muskeln seines Halses bis hinunter zu seinem Schlüsselbein. "Hmmm, du willst deine Königin doch nicht unglücklich machen", flüsterte sie ihm zu und hauchte ihm dann einen luftigen Kuss auf die Lippen, wobei sich ihre Münder dabei kaum berührten.



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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Sa 9 Jan 2016 - 0:30

Obwohl Jinx' Lächeln Unheil verkündete hegte Vadim kein Misstrauen als er nach der erfolgreichen Informationsbeschaffung zu ihr zurück kehrte. Noch nicht einmal das ihre neueste Idee ihn möglicherweise in noch mehr Schwierigkeiten bringen könnte kam ihn in den Sinn. Es war bisher nichts schlimmes passiert und es würde auch weiterhin nichts passieren, von seiner zerbissenen Hand einmal abgesehen. Aber die passte doch ganz hervorragend zu seiner Schulterverletzung, kein Grund also sich wegen einer kleinen Verletzung zu grämen. Es war nur ein sehr geringer Preis den er für diese Begegnung bisher zahlen musste und das war sie absolut wert. Noch nie hatte ihn eine Frau auf so viele verschiedene Arten in Gefahr gebracht. Sogar fast narrensichere Pläne schoss sie in den Wind um einen viel unständlicheren Weg zu gehen. Es war einfach herrlich! Wovor sollte er sich auch noch fürchten? Schließlich schien die Schicksalsgöttin ihn zu lieben. Anders konnte er sie nicht erklären weshalb sie ihm diese Königin geschickt hatte. Es blieb ihm gar nichts anderes als Jinx' Lächeln zu erwidern und zwar auf eine Art wie es nur diejenigen vermochten die Herz und Verstand schon lange verloren hatten. Seine Bedenken schwanden allmählich, obwohl die Situation eigentlich immer brenzlicher wurde.
Gehormsam ließ Vadim zu das Jinx die Zugangskarte aus seiner Hand schnappte. Er hatte zwar den Schalk in ihren Augen bemerkt und geahnt was sie vorhatte, hatte aber keinen Grund gesehen um einzuschreiten. Außer der das er währenddessen in einer flüchtigen, aber sanften Bewegung über ihre Hand strich. Dann waren sie auch schon wieder auf den Weg zu dem nächsten Hindernis. Einen muskelbepackten und ziemlich grimmig drein blickenden Hindernis. Es war unmöglich zu sagen ob Vadim oder Jinx zuerst die Flucht nach hinten ergriff und den anderen mitzog. Es granzte an ein Wunder das sie sich dabei nicht gegenseitig umrannten. Aus sicherer Deckung lauschte er dem Gespräch der beiden Wärter und was er da hört gefiel ihm nicht. Entrüstet verdrehte der Halbdämon die Augen. Der schreckhafte Jüngling zweifelte doch tatsächlich seine Geschichte an! So viel Auffassungsgabe hätte ihn Vadim nie zugetraut. Na warte, er würde noch sein blaues Wunder erleben wenn er sich erstmal von seinem stärkenen Kollegen entfernt hatte. Vadim wollte seine Waffe ziehen und griff dabei ins Leere. Da erinnerte er sich jäh daran das sein Degen immer noch im Stromgewitter sein Dasein fristete. Er brauchte dringend eine neue Waffe! Obwohl er es mit diesem Hänfling auch mit bloßen Händen aufnehmen konnte dachte der drahtige Barde der in Wirklichkeit selbst kaum stärker sein konnte. Als hätte der junge Wachmann gemerkt was für Pläne Vadim gerade im streitlustigen Übermut schmiedete entfernte er sich nicht von seinem Kollegen sondern zog mit ihm zusammen nach oben um sich nach Bran zu erkundigen. Es gab genug Grund zu hoffen das dieser seine Geschichte von dem randalierenden Rüpel sogar noch unterstützen würde. Inzwischen hatte er schließlich genug Zeit gehabt darüber nachzudenken was auf dem Spiel stand wenn er sein Handeln gegen Vadim richtete.
So ließen die ahnungslosen Wächter genau diejenigen die sie suchten an dem Ort den sie schützen sollten alleine. Wie überaus praktisch! Hoffentlich fanden sie dabei auch gleich einen Weg um den versperrten Gang zu umgehen.
Geschwind folgte Vadim Jinx in das Gehirn des Museums das somit auf dem besten Wege war zum metaphorischen Komapatienten zu werden. Als er eintratt war seine Gefährtin bereits mit Feuereifer dabei dem verwinkelten Gebäude jedes bisschen Strom zu entziehen. „Vergesst die Alarmanlagen nicht!“ Nicht das Vadim daran dachte um sie vor einem plötzlichen Überfall der Polizei zu schützen, als würde er sich in so einem Augenblick mit so unwichtigen Gedanken plagen. Natürlich war das nur eine Ausrede um in Jinx' Nähe zu gelangen. Denn selbstverständlich war es kein Zufall das der vermeidlich passende Knopf direkt über Jinx' rechter Schulter lag sodass er den Arm knapp über sie ausstrecken musste um ihn zu erreichen. So stand er nur in einem verlockenend geringen Abstand hinter ihr. Wenn sie sich umdrehte würde ihr wunderschönes Gesicht nur knapp von ihm entfernt sein. Denn das war genau seine Absicht. Außerdem kam er in dieser Position in den vollen Genuss ihres grandiosen Duftes und konnte sich klammheimlich mit geschlossenen Lidern daran berauschen. Es wog dabei nicht sehr schwer das er gar nicht sicher wusste was er da für einen Knopf gedrückt hatte, es war sowieso egal. Was sollte schon in dem Überwachungsraum eines Museums in dem die Wärter auf der Suche nach einem irren Schläger waren passieren? Zum Glück war Vadim von seinen Gefühlen derart betäubt das ihm nicht einfiel dass das eine ganze Menge sein konnte. Die Sorgen die sein Gemüt vor wenigen Minuten noch getrübt hatten waren zusammen mit den Wärtern verschwunden.
Wie es euch auch immer beliebt meine Königin.“ ,raunte er zärtlich auf ihre Forderung bei den königlichen Relikten anzufangen. Es blieb nur zu hoffen dass das Museum auch etwas Angemessenes anzubieten hatte. Nachdem alle Kameras erblindet waren drehte Jinx sich endlich um und Vadim blickte in die Augen auf die er schon so sehnsüchtig gewartet hatte. Hier im Dämmerlicht beschienen die bunten Lichter der beleuchteten Knöpfe um sie herum ihre anmutigen Züge und brachten jede einzelne, wundervolle Nuance in einer anderen Farben zum strahlen. Es verlieh ihr das Aussehen einer mystischen Gottheit. Er spürte wie ihn ein wohliges Schaudern wie nach einem besonders gutem Glas Rotwein (das er wie immer nie bezahlen würde) durchfuhr ihn als er ihre feingliedrigen Finger an seinem Gesicht spürte und eine Spur die sich wie brennendes Eis anfühlte auf seiner Haut hinterließen. Obwohl ihn ihre Annahme das er es auch nur Erwägung ziehen konnte ihr einen ihrer Wünsche nicht zu erfüllen innerlich zutiefst erschütterte erwiderte er ihre Aussage indem er sanft ihre Hände die auf seiner Brust ruhten mit seiner umschloss. „Das fiele mir im Traume nicht ein! Aber wenn es doch so geschieht das meine Majestät mit meinen Diensten nicht zufrieden ist so werde ich mir die Hände unverzüglich selbst abtrennen. Doch vergesst dabei nicht das diese Hände einzig zu dem Zweck bestimmt sind euch glücklich zu machen.“ Es war wie eine Folter das sie ihn küsste ohne ihn wirklich zu küssen. Eine süße, verführerische Folter. Sie war so nah das er ihren Atem auf seinem Gesicht spüren konnte. Vadim schloss die Augen und war bereit der Versuchung nachzugeben. Nur eine kleine, flüchtige Bewegung...
und einer der Bildschirme blinkte mit einer Fehlermeldung auf und gab ein warnendes Geräusch von sich. Widerwillig löste Vadim sich von Jinx' Blick, seufzte und fuhr sich mit einer Hand über de Augen. Wo sollten sie denn noch einbrechen um endlich ungestört zu sein? Die Worte auf dem Bildschirm hätten genauso gut ägyptische Hiroglyphen sein können so wenig verstand Vadim sie und da die Technik sich so unbeugsam zeigte gab es wohl nur einen Weg das Problem zu beseitigen. Bestärkt von dem Gedanken das die Stimmung nicht ganz verfliegen würde wenn er dieses Ärgernis schnell aus dem Weg schaffte nahm Vadim einer der Hocker die vor der Konsole standen und holte auf über dieser teuflischen Gerätschaft den Garaus zu machen. Doch dann fiel ihn ein das es hier jemanden gab der bestimmt viel mehr Spaß an dieser Aufgabe hatte. In einer kavaliersmäßigen Geste reichte er Jinx den Hocker wie ein edles Geschenk. „Natürlich lasse ich euch gerne den Vortritt, meine Hoheit!


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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   So 10 Jan 2016 - 22:41

Es war ziemlich riskant, sich im Herzen des Museums auszubreiten und alles lahm zu legen während man sich darauf verließ, dass die beiden Wachposten auch wirklich eine Weile weg blieben. Immerhin war da oben nirgendwo ein Irrer in Sichtweite und Jinx stand Vadims Kumpel nicht so nahe als das sie mit Garantie sagen konnte, dass er nicht nur dicht halten sondern tatsächlich auch bei ihrem kleinen, unheilvollen Spiel mitspielen würde. Denn das würde er müssen, wenn sie die beiden Nahtwächter nicht wütend schreiend wieder genau hier zurück begrüßen wollten.
Jinx ergriff allerdings jede Gelegenheit die ihr das Schicksal zukommen ließ und es plagte sie das Gefühl, dass es ganz besonders gnädig war wenn sie mit Vadim gemeinsam Unsinn anstellte. Ihr unverschämtes Glück hatte sie beide schon aus so mancher brenzliger Situation herausgeholt und somit sah die Blauhaarige auch bei dem Einbruch in das Herzstück des Sicherheitstraktes kein Hindernis. Ihre Finger flogen über das Armaturenbrett als wäre sie lang studierter und eingearbeiteter Profi in solchen Dingen, wobei sie dieses Wissen eigentlich damals eher dürftig mit Juniper zusammengesammelt hatte. Dass es ihr in einer Situation wie dieser einmal zugutekommen konnte hatte sie damals nie für möglich gehalten, doch siehe da, es klappte alles wie am Schnürchen und in kürzester Zeit war die Stromversorgung der Kameras gekappt.
Vadims Arm fand dabei seinen Weg über ihre Schulter und sie konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen, als er ihre Haut streifte und dann einen roten Knopf betätigte. Jinx drehte sich zu schnell herum um darauf zu achten was es für einer war, es kümmerte sie in der Dynamik des Geschehens auch nicht sonderlich, denn Vadims Nähe zu spüren war viel besser als sich jetzt noch um andere nebensächliche Dinge zu kümmern. Besonders wenn sie ihn dabei noch etwas ausspielen konnte.
"Zauberhaft", erwiderte sie als sich ihr Held ihrem Vorschlag fügte, ohne auch nur ein Anzeichen davon zu zeigen, dass er ihre Idee überhaupt hinterfragt hatte. Das war eines ihrer großen Vorteile dank ihrem schauspielerischen Talent, sie wusste alle Aspekte ihres Körpers gut einzusetzen. Und sie war sich auch ihrer Wirkung bewusst, zumal noch dazu kam, dass sie immer noch die ziemlich zerrissene viktorianische Kleidung trug, die farblich nicht zu ihr passen mochte, dafür aber ziemlich gut ihren Körper betonte. Wenn sie ihn mit diesem Blick ansah, der noch viel mehr versprach als sie ohnehin schon in Begriff waren zu tun, dann wusste sie um ihre Ausstrahlung. Deshalb konnte sie aber noch lange nicht vorhersehen wie ihr Schauspielpartner auf sie regierte, so auch nicht ob Vadim auf ihre Reize ansprang, aber wie sie diese zur Wirkung brachte hatte sie perfektioniert. Und trotz der offensichtlich brenzligen Situation hatte sie ihn genau da, wo sie ihn haben wollte. Das einzige was ihr nicht ganz in die Karten spielte war ihr eigenes Herz, dass für ihren Geschmack immer noch etwas zu viel in dieses ganze Spiel hinein interpretierte und sie immer wieder dazu verleitete, den Blonden in einem anderen Licht zu sehen. Zugegeben, es war ein ziemlich verlockendes Licht.
Sein Angebot ließ ihre Magengegend kribbeln und ihre Wangen schafften es schon wieder, von einer zarten Röte überzogen zu werden, für die sie sich dieses Mal jedoch nicht schämte. Standhaft hielt sie den intensiven Blick ihres Indiana Jones stand, der sie ansah als wäre sie ein seltener Edelstein, der gerade in diesem Moment hell funkelte. Und gerade als sie dachte, dass er die Initiative ergreifen würde und ihrer Verführung nachgab, dröhnte plötzlich das Geräusch von einer alarmierenden Sirene durch den Raum.
"Nicht jetzt!", sagte sie zu niemand bestimmtem und stöhnte auf. Als sie den Kopf widerwillig herumdrehte sah sie die blinkenden Bildschirme, die wegen ihres Tuns Alarm schlugen. Vadim verlor keine Zeit. Kaum sah sich die Schauspielerin nach ihm um hatte er auch schon einen der Hocker in der Hand, die vor dem Armaturenbrett standen. Er sah wild entschlossen aus das Problem nicht länger auf die weiche, sondern auf die harte Tour zu lösen und Jinx gefiel dieser Entschluss, sehr sogar. Noch mehr gefiel es ihr, dass Vadim ihr diesen Zug überließ und freudestrahlend nahm sie das dreibeinige Mordinstrument, um sich im ersten Anlauf den Kriegsschrei zu unterdrücken - allerdings wurde ihr schnell klar, dass das Zerstören der Anlage laut genug sein würde um die Aufmerksamkeit der Wächter auf sich zu ziehen, da machte es auch nichts mehr aus. Ihr Grinsen wurde noch breiter und ein halsbrecherischer Schrei entfloh ihrer Kehle, als sie erst das Armaturenbrett und dann den Hocker zu Kleinholz verarbeitete.
Natürlich blieb das nicht lange unbemerkt. Kaum ertönten die ersten klänge des Vandalismus, hallten die ersten Warnrufe durch den Sicherheitstrakt und laute Schritte machten sich auf den Weg in ihre Richtung.
Sobald Jinx sicher sein konnte, dass das System seine Arbeit niedergelegt hatte, flogen ihre Haare auch schon auf den Ausgang zu. "Wir dürfen keine Zeit verlieren!", rief sie im Feuereifer der Flucht und rannte voraus in den nächstgelegenen Gang auf den Ausgang zu. Die Geräusche waren irgendwo hinter ihr, das war aber keine Garantie dafür, dass sie es vor ihnen schafften.
Und kaum kamen sie am Ausgang an bremste Jinx ab, denn dort wartete kein offener Fluchtweg auf sie: Dort stand der Neuling in Begleitung des Wachmanns aus dem Überwachungsraum und sie sahen nicht gerade glücklich darüber aus, den Aufgang versperrt von Bergen von Ausstellungsstücken vorgefunden zu haben. Jinx wich einen Schritt zurück, doch hinter ihr kamen nun die anderen Nachtwächter um die Ecke und versperrten ihnen den Rückweg. Das hier war tatsächlich eine verdammt verzwickte Lage, in die sie sich gebracht hatten und selbst Jinx mangelte es in anbetracht dessen ausnahmsweise mal an chaotischen Auswegmöglichkeiten.
Als sie schon drauf und dran war die Notbremse zu ziehen und sich schlichtweg tot zu stellen - etwas, was ihr durchaus zuzutrauen wäre -, polterten plötzlich einige der Ausstellungsstücke von dem Berg herunter und der Kopf von Bran tauchte auf. "Die Herren!", sagte er durch das Rumräumen etwas außer Atem. Jinx' Augen hellten sich auf und sie sah zu Vadim. Der Zeitpunkt war gekommen an dem Vadims verschuldeter Freund seine Loyalität und vor allem seine Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen musste: Denn hier standen rund sechs aufgebrachte Nachtwächter, die allesamt nach einer pausiblen Erklärung verlangten.



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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Mi 13 Jan 2016 - 22:07

Heute Nacht schien es Vadim fast so als hätte man Gesetze nur erfunden um ihn und Jinx voneinander fern zu halten. Immer wenn er gerade die Hoffnung hatte ihr in aller Ruhe nahe sein zu können machte ihnen irgendein Ordnungshüter eine Strich durch die Rechnung. In diesem Fall war es zwar nur eine Maschine gewesen, aber auch sie war gebaut worden um Gesetzesverstöße zu verhindern. Es konnte doch nicht Rechtens sein der Minne im Weg zu stehen! Aber zumindest war er mit seinem Ärger nicht alleine, denn auch Jinx die gerade eben noch mit einer geziemter Röte – obwohl das so ziemlich das einzige war was an ihr geziemt war – vor ihm gestanden hatte gab ihrem Ärger nun Laut und ein einziges Mal schien sie nicht erfreut darüber zu sein das sie sich gleich schon wieder auf eine Flucht begeben musste. Das erfreute das Herz des Barden, aber seinen Ärger über die verpasste Gelegenheit konnte es nicht gänzlich verscheuchen.
Eigentlich sollte er lieber die Tür im Blick behalten um zu gewährleisten das niemand Jinx zu nahe kam während sie die Maschine ihrem gerechten Schicksal zuführte aber er scheiterte ohne es überhaupt versucht zu haben denn er konnte die Augen einfach nicht von ihr lassen. Selbst als sie haltlos auf die Gerätschaft einprügelte konnte sein verliebter Verstand nichts als Grazie an ihr ausmachen. Es hob ihren anmutigen Körperbau auf eine unnachahmbare Art und Weise hervor während sie sich streckte um mit dem Hocher auszuholen und dabei schrie wie Andraste, die keltische Kriegsgöttin die ihre Männer in die Schlacht führte. Genau wie eben jene Recken war auch er bereit ihr überall hin zu folgen, zumindest war er in seiner Ergriffenheit vollkommen davon überzeugt. Es blieb nur zu hoffen das dieser Weg sie bald aus den Sicherheitsbereich heraus führen würde. Die Ausstellungsräume warteten oben schließlich auf sie und so wie Jinx das Kontrollzentrum gerade zurichtete mussten sie sich auch keine Sorgen machen das die Wärter die Kameras wieder einschalten konnten. Seine einzige Sorge blieb nun das er Jinx auch rechtzeitig von ihrem Zerstörungsakt abbringen konnte, sie ging so euphorisch ihrem Werk nach das er es kaum wagte sie dabei zu stören. Bis die aufgebrachten Rufe der Wächter im Gang zu hören waren. Nachdem sie die Maschine so sehr zerstört hatte das sie nie wieder einen intimen Moment durchkreuzen würde sah er Jinx als blauen Schatten aus dem Raum huschen und beeilte sich ihr zu folgen. In seinem Kopf legte er bereits eine Ausrede zusammen, aber die zerstörte Systemsteuerung bot nicht mehr viel Spielraum um sich heraus zu lügen. Noch nicht einmal für einen geübten Geschichtenerzähler wie Vadim. Er baute darauf das ihm im Ernstfall schon etwas einfallen würde, es musste. Denn was vorhin noch die Wärter aus den oberen Stockwerken fern gehalten hatte wurde ihnen nun zur eigenen Falle und von der anderen Seite näherten sich bereits ihre Verfolger. Wie viele Angestellte konnte sich dieses Museum eigentlich noch leisten? Es war schließlich mitten in der Nacht!
Während die Männer sich näherten verließ sich Vadim immer noch darauf das ihm wohl gleich die rettende Eingebung kommen würde, sie durfte nur gerne ein bisschen früher kommen. Da es unmöglich war zu fliehen und die Idee was sie nun machen sollten auf sich warten ließ fiel Vadim nichts anderes ein als die Arme um Jinx zu legen und beschützend an seine Brust zu drücken. Was jetzt auch immer kommen würde er würde sie nicht los lassen. Selbst wenn die Polizei eintreffen würde würde er sich nicht von ihr trennen lassen. Solange sie in seiner Nähe war würde schon irgendwie alles wieder ins Reine kommen, das war es bisher immer.
Und auch dieses Mal erwieß sie sich als Glücksbringer, denn Bran hatte sich den Weg durch die kaputten Ausstellungsstücke gebahnt. Vadim ergriff sofort die Initiative. „Ah Bran, wie ich sehe hast du dich bereits ein wenig erholt. Ist die Polizei immer noch nicht gekommen?“ ,fragte er in einem besorgten Tonfall der aber auch eine leichte Anschuldigung durchblicken ließ. „Soeben war ein Geräusch in einem der Räume zu vernehmen so als würde jemand dort randalieren. An eurer Stelle würde ich dort sofort nachsehen, es kann doch nicht die Möglichkeit sein das der Verrückte hier immer noch ungescholten wütet.“ Natürlich nannte er nicht den genauen Raum, den sollten sie schön selbst suchen. Zumindest wenn Bran endlich aufhören so dümmlich drein zu schauen als wüsste er gar nicht worum es ging. Das wusste er zwar nicht, aber trotzdem sah Vadim ihn drohend an und ermahnte ihn dazu mitzuspielen. „Ähm...ja...ich bin verletzt...und ich habe die Polizei gerufen.“ Am liebsten hätte Vadim die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, so ein stümperhafter Schauspieler war ihm ja noch nie unter gekommen! Da Bran aber der Dienstälteste war wurden unter seinen Kollegen zwar skeptische Blicke getauscht, aber er wurde auch nicht hinterfragt. „Du scheinst ziemlich hart auf den Kopf gefallen zu sein.“ ,stellte Vadim mit einem gespielten Stirnrunzeln fest. Wenn er den anderen Wächter glaubhaft machen konnte das Bran eine Gehirnerschütterung hatte das würde sein diletantes Schauspiel vielleicht doch nicht alles verderben. Zumindest verriet ihn nun nicht mehr die Art wie er Vadim ansah. Bran wollte zwar den Zusammenhang verstehen, das konnte man sehen, aber er scheiterte dabei kläglich. „Ja...ja genau! Wir müssen diesen Irren suchen.“ Der letzte Satz hatte schon fast wieder einen professionellen Hauch und bewies das er hier sonst eigentlich immer das Sagen hatte. Er war wirklich ein guter Anführer für den Haufen Narren die sich hier versammelt hatten, dachte Vadim und hatte dabei vorallem den jungen Burschen der vorhin an seinem Handy gespielt hatte im Blick. Seine Augen verirrten sich nämlich immer wieder zu Jinx und sahen ihren Körper in einer Art an die dem Halbdämonen überhaupt nicht gefiel. „Ausgezeichnet. Wir ziehen dann unseres Weges.“ Er wollte sich zum Gehen wenden, aber so wie der Junge den Hals reckte um einen weiteren Blick auf seine Königin zu erhaschen konnte er sich einfach nicht mehr zurück halten. Auch wenn zusätzlicher Ärger gerade das Letzte war was sie gebrauchen konnten. „Und du Bursche! Ich rate dir besser aufzupassen wo du deinen Blick hinrichtest wenn du dein Augenlicht nicht für immer verlieren willst!“ Er blickte den Jüngling noch einmal vernichtend an ehe sich wieder an die gesammten Wärter richtete und sich mit einem fröhlichen Winken verabschiedete. „Gehabt euch wohl!“ Die Männer waren bereits dabei sich für die Suche aufzuteilen und sahen dabei so organisiert aus wie ein Haufen Meerschweinchen die ein Gerichtsverfahren leiten sollten.


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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Sa 16 Jan 2016 - 11:09

Geschickt wie immer fädelte Vadim das Gespräch mit Bran so normal ein, wie es in einer derart brenzligen Situation nicht nur angebracht sondern auch gefordert war. Ihr Indiana Jones hatte wahrlich ein Talent dafür, mit spannungsgeladenen und vor allem gefährlichen Situationen umzugehen als wäre es das normalste der Welt. Und diese Eigenschaft stand ihm besonders in der aufgeweckten Begleitung von Jinx gut zu Gesicht, denn bei ihr stand ein solches Chaos an der Tagesordnung.
Sie nickte hier und da bei bestimmten Bemerkungen ihres Helden, denn inmitten von Wachmännern von denen nicht alle Augen gänzlich von ihrem Körper fern blieben schickte es sich nicht an, das Wort zu erheben. Sie wollte nicht mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als sie das ohnehin schon tat, denn das Gespräch zwischen Vadim und seinem verschuldeten Kollegen war zu wichtig und es stand zu viel auf dem Spiel, als dass jetzt noch Improvisation angebracht war. Wobei sie es sich nicht nehmen ließ Vadims Arm zu nehmen und ihre kleine Hand in dem Stoff seiner Kleidung zu vergraben. Sie wusste, dass es sein Selbstbewusstsein stärken würde und siehe da, seine Stimme wurde gleich noch viel überzeugender als er den Nachtwächtern anwies bei dem ominösen Geräusch nachzusehen, das angeblich der Irre, der hier sein Unwesen trieb, veranstaltet haben sollte.
Dank ihrer schauspielerischen Künste gelang es Jinx ein besorgtes und eisern ernstes Gesicht zu wahren und das obwohl ihr innerlich permanent zum Grinsen zumute war, denn Vadim spielte seine Rolle mal wieder ausgezeichnet. Als Schauspielpartner konnte sie sich niemand besseren vorstellen, obwohl sie noch nicht einmal dazu gekommen waren gemeinsam zu proben - bis auf ihre erste Begegnung, die Jinx nicht mitzählte, denn das hatte viel zu viel Spaß gemacht um als ernstes Lernen durchzugehen. Mit Vadim wurde selbst Proben nicht langweilig, da war sie sich sicher.
Gerade als sie sich zum gehen wenden wollte da Vadim das Wort hierfür erhoben hatte erhaschte sie einen Seitenblick auf den jungen Mann, der sie an den Wachposten vor dem Überwachungsraum verraten hatte. Sie blieb ruhig obwohl er sie unprofessionell anstarrte, doch Vadim konnte nicht die Ruhe bewahren und sie kamen nicht umhin, ein paar böse Blicke von den umstehenden Wächtern zu ernten, als Vadim den Burschen bedrohte. Jetzt konnte sich die Blauhaarige ein kleines verschmitztes Lächeln nicht länger entsagen, als Vadims grüne Augen zu ihren huschten und sie ihn anblinzelte, bevor die ganzen Wachposten sich aufmachten in den Gängen nachzusehen, wo der randalierende Unruhestifter sein Unwesen trieb.
Bran war der einzige, der noch einen Moment bei ihnen blieb als Jinx sich dem Tor widmete, dass inzwischen wieder verschlossen war. Sie zog ohne zu zögern die Bedienstetenkarte hervor und ließ sie durch das Schloss gleiten, durch das Bran eben nur gekommen war, weil die Tür ohnehin offen gestanden hatte. Sein Blick war unbezahlbar als er erkannte, wo seine Karte abgeblieben war und Jinx schenkte ihm ein herzensfrohes Lächeln, als sie die Tür aufhielt um Vadim den Weg zu bereiten. "Vielen Dank für deine Hilfe", sagte sie in gesenktem Tonfall und sobald ihr Cowboy hindurch gegangen war schloss sie die Tür wieder. "Beschäftigte deine Leute so lange es geht, dann sind wir auch bald aus eurer Reichweite verschwunden und wir gehen uns nicht länger gegenseitig auf den Keks", ordnete sie listig an, dann winkte sie niedlich. So niedlich wie man Jemandem zuwinken konnte, der mit einem Haufen verwirrter Nachtwächter im Sicherheitstrakt zurückgelassen wurde und keine rosigen Aussichten hatte seinen Job zu behalten, sobald die Verwaltung Wind davon bekam, dass die Sicherungsanlage der Kameras zu Schrott verarbeitet worden war. Naja, man musste eben Opfer bringen.
Sie hüpfte die Treppenstufen hinauf, bis sie am oberen Treppenansatz Vadims Degen erblickte, der einsam und allein auf dem Boden lag und nach seinem Herren rief. Sie flitzte auf ihn zu und sammelte ihn ein, noch bevor der Blonde ihr nach oben gefolgt war, um ihm seine kostbare Waffe ehrenvoll zu überreichen. Sie streckte beide Hände aus und hielt ihm das Schwert wie eine Krone entgegen. "Ich glaube der gehört dir", sagte sie und lächelte ihn an, wie bereits so oft an diesem Abend. "Er hat uns gute Dienste geleistet." Sie nickte königlich. "Wollen wir dann?", fragte sie und diese Frage verwandelte sich umgehend eine rhetorische, als sie ohne eine Antwort abzuwarten auf die breite Eingangstreppe des wirklichen Ausstellungsmuseums zu hüpfte. Innerhalb von Sekunden war sie durch die gläsernen Eingangstüren durchgehuscht und fand sich im geräumigen, edlen Foyer wieder in dem sie bereits ein großes Wandgemälde einer der ehemaligen Queens begrüßte.
Um diese Uhrzeit war selbstverständlich niemand an der Rezeption und um all die Kameras an der Decke brauchten sie sich auch nicht länger Sorgen zu machen. Es dauerte nicht lang bis Jinx den Museumsplan fand und ihr Finger flog grob über die Karte, bis sie auf einen der Räume im ersten Stock tippte. "Das sieht gut aus!", verkündete sie und ließ den Blick durch den Raum schweifen, bis sie die rot ausgelegten Teppiche auf den Treppenstufen zu den höheren Etagen erblickte und umgehend auf sie zusteuerte.



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Vadim
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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Sa 16 Jan 2016 - 15:47

Mit Jinx im Arm fiel es Vadim leicht ein wenig übermütig zu werden, das bekam besonders der jüngste Wärter zu spüren der daraufhin einer der ersten war der sich eilig auf die Suche nach dem vermeidlichen Irren machte. Zudem waren die Museumsangestellten einfach zu überzeugen gewesen, so einfach das Vadim fast nicht damit gerechnet hätte. Wären sie nicht so leichtgläubig gewesen wäre ihn wohl nur doch die Option geblieben sie allesamt zu einer kriminellen Karriere zu überreden. Das wäre auf alle Fälle auch interessant geworden, vielleicht blieb nachher noch Zeit dafür. Außerdem brauchte er ja nun einen neuen Pokerpartner denn wenn er sich so Bran's Blick ansah als er registrierte das Jinx ihm seine Zugangskarte abgenommen hatte war er sich sicher das er in diesem Moment jedes Spiel bereute das er jemals mit Vadim geführt hatte. Aber die Spielerehre und die Angst aufzufliegen verbot es ihm etwas zu sagen. Resignierende Angst lag ihn seinem Blick als Jinx sich so zauberhaft bei ihm bedankte, er hatte wohl realisiert das er nach dieser ganze Affäre arbeitslos werden würde. Er hatte noch nicht einmal die Muße ein paar gehormsame Worte auf ihre Anweisungen folgen zu lassen, er nickte sie einfach nur ab. Vadim war beinahe versucht ihm noch ein paar Takte er erzählen das er seiner Begleiterin die nötige Höflichkeit entgegen bringen sollte. Er fand es aber trotzdem sehr löblich das er den Verlust seines Arbeitsplatzes dem seiner Ehe vorzog. Ein Sieg der Liebe, das gefiel dem Geschichtenerzähler und stimmte ihn gnädig. „Wenn du es schaffst das niemand dahinter jemals dahinter kommt wer hier heute Nacht eingebrochen ist erlasse ich dir all deine Schulden.“ Seine Worte ließen den Blick des geknickten Bran mit einem leichten Stirnrunzeln aufsehen. „Und ich muss euch beide dann niemals wieder sehen?“ ,fragte er hoffnungsfroh. Vadim seufzte, man konnte sich aber auch anstellen. Es war doch kein Grund den Kontakt abzubrechen nur weil er ihn ein paar kleinere Unannehmlichkeiten beschert hatte. „Wenn das dein Wunsch ist dann soll es so sein.“ Das überzeugte Bran und so zogen sie beide ihrer Wege. Bran um einen wirren Lemminghaufen auf noch wirrere Wege zu locken damit sie auch bloß nicht erfolgreich bei ihrer Suche sein würden und Vadim folgte Jinx durch die Tür.
Er musste fast rennen um mit ihr Schritt zu halten während sie die Treppe hoch tollte. Aber er konnte ihre Euphorie verstehen. Nach ein paar geringfügigen Lapalien – denn dazu verblassten nun die halsbrecherischen Schwierigkeiten in denen sie gerade noch gesteckt hatten - stand ihnen nun das Museum als Selbstbedienungsparadies offen. Außerdem sah sie nur allzu lieblich dabei aus. Was jeder andere als Hyperaktivität abgetan hatte war für Vadim etwas ganz wundervolles. Wenn Jinx sich freute strahlte nicht nur ihr Gesicht, sie schien sich immer mit dem ganzen Körper zu freuen. Er wäre beinahe über seine eigenen Füße gestolpert während er ihr hinterher eilte und sie dabei verträumt ansah. Ganz zu schweigen davon das ihm niemals aufgefallen wäre was oben lag und sogleich von Jinx gefunden wurde. Den Kummer über den verlorenen Degen hatte er schon völlig vergessen, bis sein treuer Begleiter ihm von ihren zarten Händen dargeboten wurde. Die Bezeichnung treuer Begleiter war vielleicht ein bisschen weit hergeholt für einen Gegenstand den er erst vor ein paar Stunden entwendet hatte, aber er war immer treuer als sein anderer Begleiter der wahrscheinlich immer noch sein Dasein auf dem Portal fristete.Ganz wie sich gehörte kniete Vadim vor Jinx nieder und nahm ehrfürchtig den Degen in Empfang. „Auf das er für immer ein Dorn in den Augen eines jeden Feindes meiner wunderbaren Königin sein möge.“ ,verkündete er feierlich. „Und natürlich aller derer die es wagen ihr in pikanten Situationen zu nahe zu treten.“ ,ergänzte er mit einem Zwinkern. Er wagte es zu hoffen das sie nun nicht mehr von Gesetzeshütern belästigt würden, denn es wäre wohl ein Wunder wenn die Nachtwächter im Keller sich nicht gegenseitig im Weg stehen würden. Auf ihre Aufforderung zum Gehen hin sprang er auf, nicht das sie gleich wieder verschwunden war.
Im Foyer angekommen tauschte Vadim einen belustigten Blick mit dem strengen Gesicht einer alten Bekannten. Sie hatten sie vielleicht bei ihrem Abendteuer in London nicht persönlich getroffen, aber immerhin waren sie in ihr Schlafzimmer eingebrochen was Königin Victoria schon irgendwie zu einer Art Bekannten machte. Auch wenn sie nicht wusste wer die Einbrecher gewesen war gefiel Vadim die Vorstellung das der Maler diesen Blick eingefangen hatte nachdem sie heraus gefunden hatte was in jener Nacht in ihrem Palast passiert war. Währenddessen hatte Jinx den Plan des Museums studiert und Vadim musste ihr wieder raschen Schrittes folgen wenn er nicht zurück gelassen werden wollte. Während er Jinx durch das Museum folgte bekam er beinahe das Gefühl als würde er sich auf einer Zeitreise durch die Jahrhunderte befinden, immer wieder erblickte er Dinge die dazu einluden entwendet zu werden. Aber das musste warten, schließlich hatten sie eine Mission wegen der sie hier eingebrochen waren, auch wenn Vadim sich gar nicht so sicher war das Jinx überhaupt noch daran dachte. Die Ausstellungsstücke wurden dekadenter und verrieten das sie sich dem gewünschten Geschichtsabschnitt näherten. Hinter Glaswänden verschanzt lagerte der Prunk vergangener Herrscher, es war wirklich eine Schande und allerhöchste Zeit das zu ändern. „Ich schlage wir richten euch erst einmal her wie es sich für eine Königin gehört.“ Auch wenn er Jinx' Karriere nicht im Weg stehen wollte war ihm gerade nicht so nach sehr proben weswegen er überlegte erst einmal Zeit zu schinden indem er eine passende Atmosphäre schaffte. Sein Blick fiel deswegen zuerst auf die ausgestellten Schmuck- und Kleidungsstücke. Dazwischen waren auch ein paar edle Brokat-Handschuhe und Vadim überlegte tatsächlich ob er sie an sich nehmen sollte. Es wäre eine leichte Möglichkeit um verräterische Fingerabdrücke zu vermeiden, aber dann besann er sich anders. „Ich bin schon gespannt was Bran sich alles ausdenkt, wir wollen es ihm doch nicht zu einfach machen. Mal sehen zu wie viel Kreativität der alte Knabe fähig ist.“ ,sagte er amüsiert zu Jinx. Zudem war es sowieso schon zu spät, ihre Fingerabdrücke waren bereits im ganzen Keller verteilt. Ein paar mehr fielen da sicherlich nicht ins Gewicht. Außerdem gab es viel wichtigere Dinge um die er sich jetzt kümmern musste. „Wohlan, was haben wir denn da?“ Endlich hatte er in einem anderen Kasten erspäht was er suchte. Auf rotem Samt gebettet lag silberner Edelsteinschmuck, viel zu herrlich um in einem Glaskasten vor sich hin zu oxidieren. Dieser Schmuck war dazu bestimmt um eine Lady zu schmücken, alles andere wäre eine Beledigung an das edle Geschmeide. Ohne groß nachzudenken zerbrach Vadim das Glas mit einem leichten Hieb und las die Kette zwischen den Scherben auf. Auf leisen Sohlen trat er von hinten an Jinx heran, legte ihr das Schmuckstück an und küsste sie sanft auf die Schläfe. „Vielleicht ist es noch immer nicht angemessen für meine Königin, aber ich fürchte etwas das edel und anmutig genug ist wird kaum aufzutreiben sein. Nicht in den Schmieden der geschicktesten Zwerge, nicht in den Werkstätten der talentiertesten Elfen und auch nicht in den Schatzkammern der Götter selbst.“ Es war nicht mehr als ein zärtliches Flüstern – und das obwohl sie nicht einmal mehr von den Überwachungskameras beobachtet wurden – aber seine Worte waren trotzdem voller Hingabe.


——— The Dreamer ———
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Jinx
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BeitragThema: Re: Renovierungsbedürftiges Museum   Fr 22 Jan 2016 - 15:27

Was für eine Ehre es war, Vadim seinen edlen Degen wiederzugeben, hatte Jinx bereits im Frühstadium erkannt. Immerhin passte er zu dem Cowboy wie die Faust aufs Auge und sie konnte sich inzwischen kaum noch vorstellen, dass er zuvor noch ohne ihn unterwegs gewesen war. Seine Worte waren rührend und sie brauchte einen schweigsamen Moment um sich zu entscheiden, ob sie darauf niedlich oder herrisch antworten sollte - denn immerhin verkörperte sie ja irgendwo noch die stolze Dame. Allerdings verblasste das in Anbetracht des kecken Zwinkerns, dass der Blonde ihr schenkte und dann konnte sie nicht anders als liebevoll zurückzuzwinkern. Es war schlichtweg zu verlockend. Bei Momenten dieser Art verbot sie es sich zu schauspielern, sondern wollte offen und aufrichtig zeigen was in ihr vorging. "Zu gütig", antwortete sie. "Folgen Sie mir, werter Herr." Und kaum befanden sich ihre flinken Füße auch schon wieder in Bewegung klebte sich Vadim erneut an ihre Fersen, denn nichts anderes musste man tun wenn man nicht schleunigst von ihr abgehängt werden wollte.
Die Blauhaarige brauchte einen Moment als sie im Foyer angekommen war um zu erkennen, dass es nicht irgendeine Queen war, die das Portrait an der Wand zeigte: Es war eben jene Queen, deren Schlafzimmer sie noch an demselben Abend unsicher gemacht hatten, das lag inzwischen gar nicht mal so lang zurück. Immer wieder faszinierend, wie schnell die Zeit verging und doch war die Welt so klein. In Jinx' Wahrnehmung gab es keine Pausen, das Leben war eine einzige Achterbahn, die es sich lohnte in vollen Zügen zu genießen, die allerdings auch niemals anhielt. Deshalb hielt sie sich nicht lange damit auf, in Erinnerungen an den Palace zu schwelgen auch wenn es bestimmt eine fantastische Geschichte war, irgendwann von ihren kühnen Abenteuern im viktorianischen London zu berichten. Geschichten erzählen konnte man auch noch wenn man alt und grau war, aber jetzt gerade tummelten sich die Nachtwächter eine Etage unter ihnen und diese Nacht war in Jinx' Augen nicht dazu bestimmt, in Erinnerungen zu schwelgen - dafür machte sie die Nacht vor ihrer Audition sicher nicht durch. Sie machte sie durch, um Spaß zu haben und für genau den würde sie nun sorgen!
Der schon erlebte Spaß, der den Nachtwächtern ihre ruhige Nachtschicht gekostet hatte, schien zudem auch noch dafür gesorgt zu haben, dass ihnen nun durch das abgeschaltete Sicherheitssystem alle Türen offen standen. Kaum kam sie oben an zwei großen vergitterten, metallenen Türen an zu deren rechten Seite sich ein Sicherheitsschloss befand, brauchte sie sich nur zaghaft dagegen zu lehnen um festzustellen, dass die Tür weder verschlossen war noch eine Alarmanlage losging. So gefiel ihr das, alles lief nach ihrem nicht vorhandenen Plan.
Die Gänge durch die sie schließlich huschten konnten bunter und erstaunlicher nicht sein und Jinx ertappte sich bei der Frage, warum sie diesem Museum eigentlich noch nie einen Besuch abgestattet hatte. In wachem und öffentlichem Zustand, verstand sich. Fasziniert verfolgten ihre Augen kleine Miniaturlandschaften mit, an denen sie vorbeiliefen. Neben alten antiken Relikten aus ägyptischer Geschichte befanden sich auch staubige Wikingerhelme und skurrile Statuen, die in alle möglichen Materialien gemeißelt wurden - es schien sogar als ob die Strohpuppe ebenfalls als Kunst gelten sollte.
Schließlich erreichten sie die gewünschte Abteilung und seufzend verlangsamte Jinx die Schritte, um sich federnd um die eigene Achse zu drehen. "Jetzt hat all das Zeit, wir haben das Museum für uns", verkündete sie voller Stolz auf ihre gemeinsam erbrachte Leistung, das gesamte Personal inklusive  Kameras und Sicherheitsanalage für ihren Aufenthalt stumm geschaltet zu haben. In dieser Nacht waren sie die Stars. Sie lachte und richtete ihre vor Freude strahlenden Augen auf ihren Helden. "Ich glaube er weiß bereits, dass er nicht ungeschoren aus dieser ganzen Sache wieder herauskommen wird." Sie dachte an sein ergebenes Gesicht als er sich auf die Suche nach dem nicht vorhandenen Irren gemacht hatte.
Das Museum war wirklich riesig, allein der Ausstellungsraum in dem sie sich nun befanden hatte erstaunlich viel Platz vorzuweisen. Hier fühlte sie sich wohl und hier würde sie wohl auch den Rest der noch ausstehenden Nacht verbringen. Und als sie zur Decke emporschaute vielen ihr die Freskomalereien auf, die sie auch im Palace schon bewundert hatte. Dieses Abteil war wahrlich auf alt gemacht. Sie fing wieder an sich glücklich zu drehen und den Moment auszukosten.
Allerdings wurden ihre Drehungen dann aufgehalten, als sie hörte wie Glas zerbrach und sie den Kopf herumdrehte um zu sehen, wie Vadim auf sie zukam - mit diesem gewissen Etwas in den Augen, das sie dazu brachte still stehen zu bleiben und aufgeregt abzuwarten. Sie war geneigt auf seine Worte zu antworten, doch sie wollte nicht den Moment zerstören. Er umrundete sie und stellte sich schließlich hinter sie. Ihr wurde warm in der Brust.
Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht, als sich seine kühlen Hände um ihren Hals legten und etwas, was sich anfühlte wie eine Kette, in ihrem Nacken zuschloss. Und nicht nur das legte sich auf sie, auch seine Lippen fanden den Weg zu ihrer Haut und gaben ihr einen Kuss auf die Schläfe.
"Das sagst du so", flüsterte sie zurück und drehte sich sanft in seinen Armen zu ihm herum, um ihn ansehen zu können, "und doch werde ich das Gefühl nicht los, dass das nicht der einzige Schatz ist der mir geschenkt wurde." Ihre Augen verrieten dieses Mal nicht, ob es eine ehrenvolle Aussage von Herzen war oder ob sie sich nicht bereits langsam in die Rolle hineinschlich, die sie hier proben wollte, doch es spielte keine Rolle. Vadims abzuwartender Gesichtsausdruck war es allemal wert, dessen war sich Jinx sicher. Geschickt wand sie sich aus seinem Griff heraus und tänzelte von ihm weg, während sie einen arroganten Gang einschlug. Sie friemelte den Zettel auseinander, der vor Äonen mal ihr Skript gewesen war und überflog die Zeilen. "Ist es nicht amüsant, wie all diese königlichen Schätze mir zu Rang und Namen verhelfen, aber doch so unnütz sind? Wozu ist eine Krone gut, außer ein prunkvolles Antlitz zu haben und auf dem Kopf der Königin - meiner Wenigkeit, selbstredend - zu ruhen?" Sie hob die Augenbrauen und blieb stehen, bevor sie Vadim wieder ansah. Dieses Mal auf die Art und Weise, wie eine eingeschnappte Königin einen Untertanen ansah. Sie gab sich Mühe ihre Zuneigung zu ihm nun abzuschalten, auch wenn es ihr noch nicht vollends gelang und ihr Mundwinkel noch ein zärtliches Lächeln andeutete.



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