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 Dunkle Schenke "Clypher"

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BeitragThema - Dunkle Schenke "Clypher"   Di 24 Nov 2015 - 15:10
 

Dunkle Schenke "Clypher"

Der Vorort Cadysas ist ein schönes Örtchen. Jedoch gibt es auch hier dunkle Seitenstraßen und in einer dieser befindet sich dieser Schuppen.
Da diese Bar eher unoffiziell vertrieben wird hat es sich zu einem Treffpunkt für zwielichte Geschäfte und Schmuggler entwickelt, in dem niederträchtige Machenschaften in Gange sind. Außerdem ist hier immer viel Alkohol im Spiel, weshalb die Besucher dieser Schenke häufig nicht mehr zuverlässig oder zurechnungsfähig sind.
Und wenn der Alkoholpegel hoch genug ist fangen die Leute an zu reden...


Angestellte
Spencer Loreign - Barkeeperin
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Sharif Cassir
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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Di 24 Nov 2015 - 16:35
 
Cf: Abgeschiedener Feldweg
Samstag, 19. April | Seitenstraße des Vororts | 21:15 Uhr Uhr

Sharif traute seinen Ohren kaum, als Zephyr auf seine Mehrsprachigkeit anspielte und mit einem Mal in einer Sprache zu ihm sprach, die er noch nie zu Hören bekommen hatte. Da er ja aber von ihr bereits erfahren hatte, dass sie aus einer anderen Welt kam, war er nicht ganz so überrumpelt. "لا أقول." (= was du nicht sagst) Er grinste sie an, sie war echt ein absoluter Prämiumfang. Er war froh, ihr über den Weg gelaufen zu sein.
Die Spelunke auf die Sharif nun zuhielt war dafür bekannt, Besuch von allerlei zwielichten Gestalten zu bekommen. Das machte dem Schabrackenschakal aber herzlich wenig aus, denn seine Laune würde heute Abend alles Negative in etwas positives verwandeln, da war er sich sicher. Selbst einen so düsteren Ort wie diesen - der ihm bekannter war als es ihm momentan lieb war. Er hoffte nur, dass diejenigen die ihn kannten nüchtern genug waren, um keine falschen Namen durch die Spelunke zu brüllen, sodass er seiner Lady seine ganze Aufmerksamkeit schenken konnte - und keine unnötige Fragen beantworten musste. "Auf einen wundervollen Abend", sagte er leise über ihrer Schulter und öffnete ihr dann die Tür. Dann betrat er mitsamt Zephyr im Arm die Bar.
Eine Gruppe aus fünf Männern, allesamt in dunkle Kleidung gehüllt, saß in einer Ecke zusammen. Auf dem Tisch hatte sich bereits zahlreicher Alkohol angesammelt. Wie es an einem Wochenende üblich war waren sie nicht die einzigen, die sich volllaufen ließen - auch die anderen Gäste des Wirtshauses waren angeheitert. Und Sharif wusste zu genüge aus Erfahrung: Sobald Alkohol im Spiel war wurde das Mundwerk lose und die Leute begannen, ihre Geschichten auszupacken - auch solche, über die sie nicht sprechen sollten.
Ein grob gebauter, muskelbepackter Mann beugte sich über den Tisch und machte eine raumgreifende Handbewegung. "Und wenn ich es euch doch sage, ich lüge nicht!", dröhnte seine tiefe Stimme über den Tisch, während zwei der Männer lächelnd abwinkten. Einer von den schweigsamen sah die Lachenden böse an. "Seid still, ich will es hören." Daraufhin verstummten die anderen Männer.
Der Muskelprotz zog eine finstere Miene, als er erzählte. "Er geht vorwiegend nachts um. Dort wo er gesehen wurde, verschließen die Leute Türen und Fenster. Es geht das Gerücht um, dass er nie Zeugen zurücklässt die zu viel Wissen, deshalb weiß ich auch nur die Geschichten die an meine Ohren dringen konnten." Er machte eine Pause um die Dramatik zu untermauern und nahm einen kräftigen Schluck, um sich den Mut anzutrinken weiter zu erzählen. Inzwischen waren sogar die Komiker verstummt.
Sharif, der unterdessen seiner Herzensdame einen Stuhl an einem Tisch am Fenster zuwies und ihr gegenüber Platz nahm, spitzte die Ohren unmerklich. Er wollte eigentlich nur überprüfen, ob hier Gerüchte umgingen die ihn betrafen, doch das war an diesem Abend wohl nicht der Fall. Die Geschichte die er da aber am Nachbartisch aufschnappte faszinierte ihn und als Schmuggler musste man immer gut informiert sein, weshalb er nebenbei eine Bestellung an den Wirt aufgab und weiter zuhörte. "Ich nehme ein Karak Chai", orderte er. Ein arabischer Tee von dem er wusste, dass die Bar ihn ausschenkte, da er schon oft genug hier zu Gast gewesen war. Er sah in die blauen Augen seines Gegenübers. "Und was möchtest du trinken?" Er lächelte sein unwiderstehliches Lächeln.
Der Bullige einen Tisch weiter hatte bereits rote Wangen, andernfalls würde er sich vermutlich nicht trauen das auszusprechen, was er gehört hatte - aus Angst vor den Mythen über den darauf folgenden Tod. Seine Stimme trug eine Ernsthaftigkeit, die von Furcht und Respekt zollte, als er fortfuhr. "Er wird der Rote Teufel genannt. Von dem was man hört kennt er keine Gnade, er wählt seine Opfer aus einer Laune heraus und besitzt übermenschliche Kräfte, ein Dämon." Er senkte die Stimme und ließ den Blick nachwirkend durch die Runde gleiten. "Die Polizei sucht nicht nach ihm, weil jene die bisher losgeschickt wurden nie mehr zurück gekehrt sind." Einer der Zuhörer verschluckte sich und sah erschrocken auf. Da setzte der Stämmige noch einen drauf: "Ich hörte sogar, er ernährt sich von Blut!"
Als in der Ferne Jemand begann Musik zu spielen, wurde das Gespräch wieder etwas heiterer und die Männer winkten ab. "Das sind doch alles nur Gruselgeschichten. Die von der Sorte, die Mütter ihren Kindern erzählen damit sie nachts nicht mehr in den Wald gehen", sagte einer von denen die zuvor noch gelacht hatten. Allerdings trank dieser nach seinen Worten besonders große Schlucke die verrieten, dass ihn die Erzählung nicht kalt gelassen hatte.
Sharif wurde unterdessen von der Schönheit vor sich abgelenkt, sodass er der vermutlich ausgedachten Erzählung der Tischnachbarn keine Beachtung mehr schenkte. "Gefällt es dir hier in Cadysa?", fragte er um die Stimmung etwas zu lockern.


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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Di 24 Nov 2015 - 17:35
 
Cf.: Abgeschiedener Feldweg

Das Ziel ihrer Reise war eine Bar, oder besser gesagte ein dunkles Fleckchen am Rande der Vorstadt. Und auch wenn es so schien, als würde Zephyr hier nicht her passen, mit ihrer relativ eleganten Kleidung und ihrem Aussehen, so fühlte sie sich hier mehr zuhause als sie es sonst wo tat. Diese dunkle Atmosphäre, die ihre eigenen Geschichten zu erzählen schien, versetzte die Hexe in Ekstase.
Ein wundervoller Abend würde dies auf alle Fälle werden, dass hatte Zephyr im Gefühl, doch für diesen Augenblick vergaß sie, dass sie einen Begleiter hatte. Die Strategin in ihr kam zum Vorscheinen und ihre Ohren waren überall: Und das was sie hörte gefiel ihr. Sie wusste von wem da die Rede war und es machte ihr nur wieder eines klar: Diese Allianz, zwischen ihr und dem Dämon, würde die ganze Stadt ins Verderben stürzten.
Aufmerksam lauschte sie den Gesprächen der vermummten Männer, bis sie Khan's Stimme wieder hörte und ihre Augen seine fanden. Sie blinzelte einige Male, einfach weil sie etwas verwirrt darüber war, was er gefragt oder gesagt hatte. Viel zu sehr hatten sie die Geschichten eingenommen, die sich die Männer dort erzählten. Als sie allerdings sah, dass er sich etwas zu trinken bestellt hatte, schenkte sie ihm ein entschuldigendes Lächeln und bestellte sich ebenfalls etwas. „Ein Azzurro bitte für mich.“ Oh. Hatte sie grade bitte gesagt? Anscheinend gingen mir ihr heute tatsächlich alle Geister durch.
Als vor ihr der eisblaue Cocktail abgestellt wurde, erhob sich eine etwas zierlichere Gestalt, die in der Nähe des Tisches der fünf Männer gesessen hatte. Ihr ganzer Körper war vermummt und ihr Gesicht verschwand unter einer Kapuze. Sie ging hinüber zu dem jungen Mann, der angefangen hatte Musik zu spielen und zerschnitt mit einer galanten Bewegung die Saiten seines Instrumentes, ehe sie sich kurz danach die Kapuze nach hinten zog. Ihr ganzes Gesicht war verbrannt und von Narben überseht. Und das obwohl sie so gut mit einem Messer umgehen konnte, es musste also andere Gründe haben, warum sie so zugerichtet war. „Ich glaubt also tatsächlich, dass diese Geschichten nur dazu da sind um den Kindern Angst einzujagen? Wenn ihr euch dabei mal nicht täuscht. Ich sage euch, den roten Teufel gibt es tatsächlich, denn ich habe ihn mit meinen eigenen Augen gesehen!“ Die junge Frau, sprach mit so viel Zuversicht in der Stimme, dass die Hexe keine Zweifel hatte: Sie war bei dem Kampf der beiden dabei gewesen und hatte es tatsächlich geschafft zu überleben. Daher auch die Verbrennungen, jetzt machte das ganze Szenario im Kopf der Hexe Sinn.
Die Männer wiederum lachten nur kurz und winkten ab, man sollte doch so einer verrückten keinen Glauben schenkten, doch die Frau schmiss dem größten der Männer das Messer in die Schulter und senkte ihr Stimme. „Du glaubst mir nicht? Dann glaub meinen Narben! Schaut euch den verbrannten Wald außerhalb der Stadt an! Wer könnte wohl dazu in der Lage sein?“ Es herrschte eisige Stille in der Taverne und ein weiteres Mal war sie es, die die Frage beantwortete. „Richtig, der rote Teufel. Doch er war nicht alleine. Er kämpfte gegen eine Frau, genauso stark wie er es war. Der Wald brannte alles Lebende nieder und ich kann froh sein entkommen zu sein. Ansonsten hätten mich diese beiden Monster wohl umgebracht.“ Ein unruhiges Gemurmel brach aus und Zephyrs Lächeln wurde finsterer. Diese Frau würde sie sich merken, denn das nächste Mal, wenn sie sich begegnen würden, dann würde sie ihren letzten Atemzug tun. Es war niemals gut wenn es Zeugen gab und diese Frau hatte schon jetzt viel zu viel erzählt. Schon jetzt freute sich die Hexe darauf, dieser Frau zu zeigen, zu was ein Monster fähig war.
Ihr Blick glitt wieder hinüber zu ihrem dunkelhaarigen Begleiter und augenblicklich tauchte da wieder dieser zarte, unschuldige Blick auf und eine helle Röte legte sich auf ihre Wangen. Es war, als wäre sie wieder wie ausgewechselt. „Nun ja, ich habe noch nicht sehr viel von Cadysa gesehen, aber...“ sie nickte mit ihrem Kopf in Richtung der Frau und lehnte sich mit ihrem Rücken an die Bar, „was hältst du von diesen Geschichten? Glaubst du an diese 'Monster'?“ Es interessierte Zephyr wie Khan diese ganzen Geschichten aufnahm, immerhin war sie Teil dieser Geschichte. Auch wenn es hier niemand wusste und auch wenn es hier wahrscheinlich nie jemanden geben würde, der es erfahren würde. Ein Monster, so hatte sie schon lange niemand mehr betitelt, aber es gefiel ihr. Immerhin sah sie sich nicht anders.


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Sharif Cassir
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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Mi 25 Nov 2015 - 14:48
 
Der Araber sah überrascht auf, als sich Zephyr einen alkoholischen Cocktail bestellte. Er warf einen Blick auf seinen schmackhaften Tee, allerdings hatte der Abend mit Sicherheit noch einiges in der Rückhand. Und er hatte nicht vor hier in den nächsten zehn Minuten wieder heraus zu rennen, also entschied er sich ganz entspannt dazu, sich später noch etwas Alkoholisches nachzubestellen.
Während seine Ohren auf Habachtstellung leicht zuckten und in unterschiedliche Richtungen ausgestellt waren, blieben seine warmen Augen ganz auf die Dame gerichtet, die er hierhin ausgeführt hatte. Sein Interesse an ihr war unübersehbar und er gab sich auch keine Mühe das zu verstecken, immerhin hatte sie es verdient zu wissen, wie atemberaubend sie aussah und was für Gedanken sie in dem Wildhund weckten.
Die Stimmung der Kneipe war allerdings nicht so sonnig wie die des Ägypters, da nach der Erzählung der Männer am Nachbartisch ein schlitzendes Geräusch das Gerede unterbrach und die Saiten der Gitarre des Musikers entzweischnitt. Da sah auch Sharif auf und das Geplauder schwächte sich zu einem Gemurmel ab, als die Leute beiseite gingen um die vermummte Gestalt hindurch zu lassen. Sharif kam sie bekannt vor. Und als sie ihre Kapuze ablegte erkannte er auch, warum: Es war eine aus seinem bekannten Schmugglerkreis - in mehreren Nebenjobs tätig, doch sie war eine talentierte und zuverlässige Spürnase für seltene Waren. Er hatte nicht damit gerechnet sie hier anzutreffen, abgesehen davon war ihre Stimme eisig als sie das Gespräch der Männer unterbrach. Und das war bei dem Anblick ihres verbrannten, vernarbten Gesicht auch nicht verwunderlich. Der Araber zuckte unruhig mit den Ohren und sah sie besorgt an, das sah verdammt übel aus. So etwas wünschte er Niemandem.
Als sie sagte sie hätte den Dämon gesehen um den es in dem Mythos ging, rissen einige ungläubige Männer auf der Südseite der Schenke die Augen auf. Einer aus der letzten Reihe hob niederträchtig den Arm. "Die erzählt Lügen, glaubt ihr nicht!" Vielleicht war er auch so überzeugt davon, weil er gesehen hatte, wie gut sie mit dem Messer umgehen konnte. Und er bekam es auch gleich zu spüren, als besagtes Messer blitzschnell in seiner Schulter verschwand. Zischend krümmte er den Rücken durch und Tränen rannen ihm über die Wangen, als der Schmerz seinen Körper durchzog. Sofort begann er zu bluten und der Wirt eilte durch die inzwischen immer leiser werdenden Besucher, um ihn not zu verarzten.
Unterdessen fuhr die Bewaffnete ihre Erzählung fort, mit finsterer Miene und einer Stimme, der man Glauben schenken musste. Sie triefte vor Bitterkeit und tödlichem Ernst. Auch Sharif drehte nun endgültig den Kopf um sie anzusehen und ihren Worten zu lauschen. Und als sie die Frage stellte die seit der Enthüllung ihres Gesichts im Raum stand, erdrückte die plötzliche Stille den gesamten Raum. Die Frau hatte es geschafft die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sodass sich keiner mehr zu sprechen traute. Dann sprach sie es aus, das was alle gedacht hatten aber was sich Niemand getraut hatte auszusprechen. Zusätzlich ergänzte sie sogar noch eine zweite Person, ein zweites "Monster" und das Raunen ging wieder durch die Spelunke, als an den Einzeltischen über die Wahrheit dieser Geschichte gerätselt wurde.
"So eine Panik wegen eines Feuers im Wald", war Sharifs erste Bemerkung dazu und er nahm einen wohligen Schluck seines heißen Getränks zu sich, bevor er von Zephyr angesprochen wurde und noch während des Trinkens zu ihr aufsah. Er trank noch zu Ende, was ihm die Möglichkeit gab kurz über seine Worte nachzudenken, dann stellte er die Tasse ab. "Ich weiß nicht. Hier in der Stadt gibt es viele Geschichten, zumal Cadysa viele übernatürliche Wesen beherbergt. Da kann man nie genau sagen, wann eine Geschichte wahr ist und wann nur ein Gerücht." Er wusste, dass er etwas um den heißen Brei herumredete - auch, dass das Feuer im Wald wohl nicht so klein war wie er es gerade darstellte, aber wegen der Dame vor sich wollte er kein großes Thema daraus machen - und das war eigentlich nicht sein Stil, also zuckte er kurzerhand mit den Schultern. Über so ein Thema offen mit der Blauhaarigen zu sprechen würde schon nicht schaden. "Insbesondere Geschichten über den roten Teufel habe ich nie für bare Münze genommen. Zu brutal, ich meine Niemand ist so kalt und herzlos. Dies ist ja nicht die einzige, vor rund einem Jahrhundert wurde ein Massenmord auf ihn bezogen - zumindest glaubt man das, denn man hat sein Äußeres anders beschrieben. Ein Massenmord, eine Person allein? Also meine Fantasie ist zwar blühend aber das geht nicht in meinen Kopf." Er nahm lächelnd einen Schluck Tee, dann ließ er den Blick noch einmal durch den aufgewühlten, wild spekulierenden Pub gleiten. "Was meinst du?", fragte er Zephyr interessiert. Die Frau die erzählt hatte fand derweil einen Platz ganz hinten an einem kleinen Tisch, hatte sich die Kapuze wieder über den Kopf gezogen und sich von den anderen abgewandt.


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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Mi 25 Nov 2015 - 17:58
 
Auch wenn Zephyr in den Augen der Menschen nichts weiter als ein kaltes, gefühlloses Monster war, konnte sie die Angst vor dem Waldbrand nur zu gut verstehen, denn immerhin war dies ihre größte Schwäche. Diese Panik, die in ihr aufstieg, wenn sie sich Feuer gegenübersah. Nachdem sie ihre Kräfte als Hexe und als Dämonin erhalten hatte, war diese Angst nur noch größer geworden doch es gab einen anderen Grund warum sie dieses Element mied.
Als junges Mädchen war sie oft mehrere Tage auf der Jagd gewesen, um ihr Dorf zu ernähren und ihren Vater stolz zu machen, doch als sie eins Tages wiedergekommen war, stand das ganze Dorf in Flammen. Man hatte sie in ihrer Abwesenheit angegriffen. Ihre Familie, all die Bewohner ihres Dorfes lagen tot da und ihre Leiber verbrannten in der knisternden Hölle. Doch anstatt dem Dorf den Rücken zu kehren, begann die junge Hexe nach Überlebenden zu suchen. Immer näher ging sie an die lebendige Hölle, die sich mit jedem Augenblick weiter ausbreitete. Jede Zelle ihres Körpers schrie vor Protest auf, ihr Atem kam in erstickten Stößen, aber sie ging immer weiter, so als hätte sie keine andere Wahl.
Der beißende Rauch stach in Zephyr's eisblauen Augen, brachte sie zum tränen, und sie konnte spüren, dass die Temperatur um ihr immer weiter anstieg. Doch noch immer hatte sie niemanden gefunden, der es geschafft hatte, dieser grausigen Attacke zu entkommen. Sie würde so, wie alle anderen, in diesem Feuer sterben, da war sie sich sicher. Sie konnte den eisigen Atem des Todes spüren, der genau auf der anderen Seite der Flammen auf sie wartete. Flammen, die sie nicht mehr sehen, aber spüren konnte, als wären sie eine mächtige Kraft, die an ihr zog. Wie als würde man sie aus ihren Gedanken reißen wollen, spürte sie wie jemand ihren Knöchel umfasste. Ihr Vater. Er war übel zugerichtet und er würde sterben, so viel war sicher, doch seine letzten Worten waren es, die sie dazu brachten so zu werden wie sie heute war.
Und mit ihrer neuen Kraft, dass Eis zu beherrschen, wurde die Angst vor dem Feuer größer, denn es war das einzige, dass ihre Kräfte einfach verbrennen konnte. Deshalb hatte sie immer so große Angst vor dem Feuer: Sie spürte auf irgendeine Art, dass es ihr Schicksal war zu verbrennen. Das sie irgendwann fort sein würde, ihre Lebenskraft versengt und erstickt...
„Ich kann diese Panik gut verstehen. Dieses Feuer war erbarmungslos und hat alles um sich mit in den Tod gerissen,“ murmelte Zephyr während sie mit ihren schlanken Fingern das blaue Getränke umfasste. Der Kampf mit Asher hatte ihr Spaß gemacht, doch nur ungern erinnerte sie sich an das Schauspiel, dass sie am See umgeben hatte. Sie hätte dieser Hölle nie entkommen können und nun wusste dieser Dämon, der so skrupellos war wie sie, von ihrer größten Schwäche.
Schweigend, und dennoch interessiert, lauschte sie den Worten Khans, als sich auf ihren Lippen ein entzücktes Lächeln bildete. Der dunkelhaarige Mann hatte mit einer Sache Recht: Durch die Ansammlung an übernatürlichen Wesen, konnte man nie genau sagen, wann eine Geschichte wahr war, oder wann sie nur erfunden war, doch Zephyr wusste es besser. Die Geschichte der jungen Frau war nicht erfunden, sie war tatsächlich so geschehen. „Nun, an jedem Gerücht ist manchmal auch ein kleiner Funken Wahrheit, oder etwa nicht? Das hat mir zumindest mein Vater immer gesagt. Er lehrte mich, immer aufmerksam zu sein, denn immerhin lernt man so seine Umwelt um einiges schneller kennen,“ meinte sie lächelnd, während sie das Getränk zu ihren Lippen hob und die kühle Flüssigkeit n sich aufnahm. Es war angenehm etwas so erfrischendes zu trinken, wenn man es vorher noch mit den Gedanken an ein riesiges Feuer zu tun hatte. Die Hexe war ein Wesen der Kälte, des Eises. Für sie gab es nicht schöneres. Nun ja, zumindest bis auf das Foltern von Menschen. Das war ebenfalls nicht ganz uninteressant.
Der rote Teufel, also? Asher hatte sich hier anscheinend schon einen großen Namen gemacht und so wie sie ihn bis jetzt kennen gelernt hatte, schien all diese Geschichten auch keine Gerüchte zu sein. Selbst den Massenmord traute sie ihm zu, vor allem wenn er im Blutrausch war. Wahrscheinlich war er das damals auch gewesen, aber darüber konnte die Hexe nur Vermutungen anstellen. Auf die Sache mit dem veränderten Erscheinungsbild würde sie ihn aber bei Gelegenheit ansprechen, immerhin wusste sie nichts von dieser Fähigkeit. Oder vielleicht hatte er den Zeugen auch einfach nur eine andere Realität gezeigt? Die Geschichte aus seiner Perspektive zu hören würde sicherlich nochmals interessanter sein.
Als Khan meinte, dass er diesen Geschichten aber nicht glaubte, erklang das helle, amüsierte Lachen der Hexe. Einige Köpfe drehten sich in ihre Richtung, was sie allerdings nicht weiter störte. Ein Massenmord von einer Person war für ihn schon die pure Fantasie? Dann sollte er niemals von ihrer Vergangenheit erfahren. Niemals.
Grinsend stelle sie das Getränk hinter sich ab und drehte sich in die Richtung ihres Begleiters. Fast schon hypnotisch streckte sie ihre Hand aus streckte einen Finger in die Luft. „Nun, dann würde ich sagen, dass meine Fantasie noch viel wilder ist, als die deine. Ein Massenmord durchgeführt von einem einzigen Mann ist nichts ungewöhnliches, wenn man sich vorstellt wo wir uns befinden. Immerhin, haben wir es hier niemals mit normalen Menschen zu tun. Meinst du nicht, dass diese Geschichte dann nicht tatsächlich so geschehen sein könnte?“ Ein amüsiertes Lächeln breitete sich auf den Lippen der blau haarigen Frau aus, als sie sich nach vorne lehnte, so dass ihr Gesicht nur noch Zentimeter von dem des dunkelhaarigen Mannes entfernt war. Flüsternd, in einem fast schon feurigen Tonfall, sprach sie erneut: „Es gibt Geschichten über so viel schlimmere Dinge, von denen wir wissen das sie war sind. Warum also diese nicht, Khan? Wäre es nicht interessant zu wissen, was in einem solchen Monster vor sich geht?“


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Sharif Cassir
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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Do 26 Nov 2015 - 17:44
 
Sharif hatte für den Abend noch gar nicht richtig vorgeplant und normalerweise war er der Planer vor dem Herrn, immerhin musste guter und gelungener, getarnter Schmuggel gut durchdacht und umgesetzt werden ohne das Augen und Ohren davon mitbekamen, die nichts davon mitbekommen sollten. Bei Frauen war das jedoch anders. Der Araber war vieles aber vor allem anderen war er ein Schürzenjäger. Frauen zu verführen betrachtete er als eine Kunst und die eiskalte, blaue Blüte, die vor seinen Augen ihre Blütenblätter zur Schau stellte, würde er mit Freunden verführen. Und er war auf dem besten Wege, dies auch zu erreichen.
Als die Sprache jedoch auf das Feuer viel entging ihm nicht, wie sich Zephyrs Blick änderte. Er bereute es sie betrübt zu haben, auch wenn er nicht wusste auf welche Weise er dies erreicht hatte. Fragend legte er seine Hand flüchtig auf ihre um sie kurz zu tätscheln, dann nahm er einen erneuten Schluck und lauschte ihren Worten. Was er hörte überraschte ihn. Entweder sie wählte ihre Worte unbedacht oder sie sagte damit tatsächlich indirekt, dass sie da gewesen war. Bei dem Feuer, sie hatte es gesehen, andernfalls könnte sie eine solche Aussage nicht treffen. Aufmerksam zuckten Sharifs Ohren als er die Tasse absetzte und sie motivierend anlächelte, um noch mehr aus ihr heraus zu bekommen. "Sag mir nicht, du bist da gewesen", fragte er und brachte neben seiner Verwunderung auch Faszination in seine Stimme ein, damit sie es ihm erzählte. Er tarnte wirklich meisterlich, wie misstrauisch er für den Moment geworden war. In Zephyr verbarg sich noch viel mehr Unbekanntes, das war ihm nun bewusst.
Auf ihre nächsten Worte - und vor allem ihr entzückendes Lächeln - reagierte er fast gar nicht. Er hörte aus ihrer Stimme etwas heraus, was ihr Wissen über diese Dinge begründete. Und die Weisheit ihres Vaters war ebenfalls nicht zu verachten. Der Araber tat es aber als nebensächlich ab, er hatte an diesem Abend keine Lust sich um weltbewegende Dinge Sorgen zu machen. Er war hier, um sich zu vergnügen. Außerdem: Vielleicht wusste Zephyr diese Dinge von ihrem Vater, weil dieser ein ehrenvoller Adelsmann war! Ma konnte nie wissen, vielleicht saß Sharif hier mit einer versteckt gehaltenen Prinzessin zusammen. Er blinzelte sie verträumt an, diese Variante gefiel ihm viel besser. Eine unschuldige, versteckte Zephyr die bei ihm Schutz suchen musste...
Er zwang sich aus seinem Tagtraum aufzuwachen, als er von Zephyr gefragt wurde, ob er den Geschichten Glauben schenkte. Und seine ehrliche, aufrichtige Antwort wurde mit einem fast schon schaurigen Lachen beantwortet. Der Wildhund stemmte belustigt die Hände in die Seiten um sie aufmüpfig anzusehen. "So etwas geziemt sich aber nicht für eine Lady", schimpfte er verspielt. Allerdings wurde seine Spiellaune gleich darauf eingefroren. Zephyr war nach dem hellen Lachen mit einem Mal so ernst, dass er ihr jedes Wort glaubte. Die Luft um ihn herum schien abzukühlen, als die Blauhaarige ihm ihre eigene Meinung aufband.
Als sie eine Pause einlegte fand Sharif nicht die Zeit zu reagieren, stattdessen starrten seine großen, karamellfarbenen Augen in die ihren ohne ein Wort heraus zu bringen. Damit hatte sie ihn wirklich überrumpelt. Nicht nur damit, dass sie die Geschichten glaubte, sondern auch ihr Unverständnis ihm gegenüber, dass er eben diese Geschichten nicht glaubte. Es war nichts ungewöhnliches dem Tratsch keine Bedeutung beizumessen, doch etwas an ihrer Art sagte ihm, dass sie einen ganz anderen Bezug zu dieser Sache hatte als er. Und es behagte ihm nicht. Unweigerlich legte sich eine Gänsehaut auf seine Arme und er schluckte, als sie seinen falschen Namen betonte. Hatte sie ihn enttarnt?
Nein, hatte sie nicht. Das wurde ihm klar, als sie erneut auf die Monster zu sprechen kam. Trotzdem fühlte sich Sharif wie vereist als er Zephyrs kaltem Blick so ausgesetzt war. Als sie pausierte um ihm Zeit zum Antworten zu geben brauchte er einen Augenblick, um sich wieder zu sortieren. Er fand erstaunlich schnell in seine sonnige Natur zurück, auch wenn er sich innerlich immer noch beruhigen musste. Er hob abschwächend die Hand. "Ich hab früh gelernt, dass man nicht allem und jedem auf der Welt trauen sollte. Man muss für sich selbst die richtigen Moralvorstellungen finden und ansonsten setzt man sich mit dem auseinander, was einem zustößt." Er nahm einen Schluck von seinem Tee, der ihn von innen heraus wieder aufwärmte, dann zuckte er gelassen mit den Schultern. "Süße, was nützt es uns, über solche Dinge zu spekulieren? Lass uns lieber im Hier und Jetzt leben." Und die letzten Worte sagte er so verrucht, dass sie eindeutig zweideutig klangen. Im Pub herrschte inzwischen wieder angeheiterte Stimmung, da die Zeit der dunklen Geschichten um war und die angetrunkenen Besucher sich wieder amüsieren wollten. Das kam dem Araber gelegen, immerhin wollte er sich mit Zephyr einen angenehmen Abend machen.


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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Sa 28 Nov 2015 - 15:13
 
Aufmerksam lauschte sie seinen Worten, ahnte, dass er auf dem richtigen Weg war, herauszufinden wer sie war und weswegen sie ebenfalls im Wald gewesen war. Doch anstatt sich darum Sorgen zu machen, bildete sich auf ihren Lippen ein diabolisches Lächeln. Ja, sie war da gewesen. Wobei, wenn sie ihm nur sagte, dass sie da gewesen war, spielte sie ihre eigentliche Rolle in diesem kleinen Spiel ja schon fast herunter und was in dieser Nacht im Wald geschehen war, machte sie fast schon stolz. Ohne ihr zu tun würde dieser Wald wahrscheinlich auch heute Nacht noch in Voller Blüte stehen. Hätte sie ihre Angst über das Feuer unter Kontrolle, dann hätte Asher diesen Wald niemals in Brand gesteckt. So jedoch, befand sich an dem einst so lebendigen Ort nur noch Asche.
Sie schenkte ihm ihr schönstes, teuflisches Lächeln, während sie sich ihm beinahe zärtlich näherte und die letzte Distanz durchbrach, sie sie zwischen sich hatten. Ihr Gesicht war nur noch einige Zentimeter von seinem entfernt und bevor die nächsten Worte ihre Lippen überwunden, legte sie ihm ihre schlanken Fingern an die Wange. Ihre Stimme glich einem eiskalten Schauer, flüsternd leise und bedrohlich nah. „Ich war da, doch das Feuer, dass den Wald zu Asche verwandelt hat, ist nicht meinem Verdienst zu verdanken,“ hauchte sie ihm leise entgegen, sodass nur er diese Wort vernehmen konnte. Mit einem eisigen Lachen lehnte sie sich zurück und überschlug ihre Beine, ehe sie ihre Aufmerksamkeit wieder über die dunklen Gestalten in der Gaststätte fließen ließ. Jede einzelne Person in diesem zwielichtigen Schuppen hatte ganz offensichtlich etwas zu verbergen doch hier, untereinander, sprachen sie nur von einem: Dem roten Teufel. Die Angst schien fast schon greifbar in der Luft zu hängen und das gefiel der Hexe, die es sich an der Bar gegenüber der Tür gemütlich gemacht hatte. Allerdings hatte sie beschlossen, die Frau, die den Kampf zwischen ihr und dem Teufel mitbekommen hatte, heute Nacht noch zu töten. Oder vielleicht würde sie auch als eine neue Eisfigur in ihrer Sammlung hinhalten? Ebenfalls ein sehr amüsanter Gedanke.
Als ihr Begleiter sie fast schon trotzig von der Seite aus anschaute, schnalzte die Hexe amüsiert mit der Zunge. Hatte sie etwa jemals von sich behauptet eine Lady zu sein? Vielleicht mochte sie auf eine gewisse Entfernung wie eine Aussehen, doch kannte man ihr inneres, würde man sich freiwillig von ihr fernhalten. Damals, als sie noch in ihrer Welt gelebt hatte, hatte sie es genossen ihre Gefangenen zu opfern, sie zu foltern und sie darum betteln zu lassen, dass Zephyr sie doch umbringen sollte. Aber niemals hatte sie es getan. Viel zu groß war der Spaß, diese schwachen Wesen vor Angst winseln zu sehen. Und diese Einstellung der Hexe würde sich niemals ändern. „Nun, habe ich den je von mir behauptet eine Lady zu sein?“
Als sie seine nächsten Worte hörte, schenkte sie ihm einen herzlosen Blick von der Seite. Er hatte also schon früh gelernt, dass man nicht allem und jedem auf der Welt vertrauen konnte? Nun, dann war er wahrscheinlich kein Glückspilz, wenn es darum ging zwischen den Menschen zu unterscheiden die ihm gut tun würden und die er lieber meiden sollte. Zephyr zählte sich selber zu der letzteren Sorte, immerhin war sie ein solches Monster, wie sie es angesprochen hatte. Und eine Moralvorstellung, so etwas hatte sie nicht. Natürlich hatte auch sie ihre Vorsätze, allerdings zählten diese wohl zu den wenigen, die sie hatte. Und im Angesicht dieses, fast unschuldig verspielten Mannes, würde sie wohl die böse Hexe in dieser Geschichte spielen. „Wahrscheinlich hast du ziemlich oft Probleme, zwischen dem richtigen für dich, und dem falschen zu unterscheiden, oder? Immerhin würden wir sonst nicht hier sitzen,“ sprach sie, ungerührt von seinen Worten. Und sie war sich ziemlich sicher, dass dieser Mann hier am liebsten nun verschwinden würde. Seine Reaktionen auf sie sprachen Bände davon.
Während er noch einen weiteren Schluck seines Tees trank, leerte die Hexe mit den blauen Haaren ihre Getränk und leckte sich einen letzten Tropfen der blauen Flüssigkeit von ihrer Lippe. Mit einem geschickten Griff lockerte sie sich ihre Krawatte und knöpfte sich das Hemd auf, soweit, dass der Verband sichtbar wurde, denn sie trug, damit ihre Wunden weiter verheilen konnten. Langsam ließ sie ihren Kopf auf ihren Schultern kreisen, um die Verspannungen zu lösen, ehe sie aus dem Fenster sah. „Ich spekuliere nicht. Ich weiß, was im Kopf eines Monsters vor sich geht, immerhin zähle ich mich selber dazu,“ erwähnte sie fast schon beiläufig. Sie war es gewohnt von den Menschen als Monster angesehen zu werden. Es brachte einem eine Menge Respekt ein. „Und wenn ich nicht im Hier und Jetzt lebe, dann würden wir beide uns hier nicht unterhalten, Süßer,“ und während sie das letzte Wort eher als Spaß von sich gab, klang der restliche Teil erbarmungslos. Auch Khan würde sie nach diesem Abend als Monster sehen, da war sie sich mehr als sicher.


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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Sa 28 Nov 2015 - 17:27
 
Sharif hatte das Ansprechen des Waldbrandes eigentlich mehr als Scherz gemeint, doch ihm wurde schnell klar, dass Zephyr es entweder zu ernst nahm oder definitiv nicht witzig fand. Obwohl sie lächelte war die Aura um den Tisch seines Glaubens nach auf die Eiszeit abgekühlt - aber vielleicht übertrieben seine Sinne auch, er war nun einmal warmes Wetter gewöhnt. Er konnte jedenfalls nicht verhindern instinktiv zu schlucken, als sie auf seine Frage provokativ antwortete.
Sie war da gewesen? Das ist doch nicht ihr Ernst... Am liebsten hätte er sie angelacht und damit aufgezogen, das sie ihn beinahe dran gekriegt hätte - allerdings hatte sie das. Er konnte momentan nicht einfach lügen so wie er es für gewöhnlich gern tat, die Gänsehaut auf seinen Armen lenkte ihn davon ab überhaupt auf ihre Aussage zu antworten. Dann kannte sie den roten Teufel möglicherweise? Und dann saß sie hier so ruhig, während die Leute über ihn spekulierten? Oh, das bedeutete nichts gutes... Er hatte offenbar nicht falsch gelegen als ihm der Gedanke gekommen war, dass sich hinter dieser Dame mehr verbarg als es den Anschein machte.
Erst als sie auch auf seine zweite Bemerkung einging löste er sich aus seiner Starre und versuchte es mit einem zögerlichen Lächeln dem ein Schulterzucken folgte, das seine Haltung etwas entspannen sollte. "Nein, natürlich nicht, verzeih meine Schöne", sagte er mit sanftem Ton der vertuschen sollte, dass sie ihm gerade nicht geheuer war. So nervös war er schon lange nicht mehr gewesen. Er war ein Spieler, da kam es auch mal vor, dass er zu hoch pokerte und verlor. Und offenbar hatte er wirklich ein Händchen dafür Frauen aufzugabeln, denen er nicht gewachsen war oder die nicht mehr alle Tassen im Schrank hatten. Diese war sowohl ersteres als auch zweiteres, also der Jackpot wenn's darum ging, die falsche zu wählen. Geblendet von ihrer Schönheit dachte Sharif aber gar nicht daran, jetzt überstürzt die Schenke zu verlassen.
Kaum hatte er die nächsten Worte gesagt die eigentlich dafür sorgen sollten, dass die Stimmung weniger frostig war, erreichte er damit das Gegenteil. Als er seine Tasse absetzte und aufsah begegnete ihm ein herzloser Blick von seiner Angebeteten, woraufhin er verwirrt die Augenbrauen hob. Hatte er etwas falsch gemacht? Aber offenbar war sein Versuch die Stimmung aufzuhellen der Grund dafür, warum sie so böse drein schaute. Er legte es erst als eine Laune der Frauen ab, dann jedoch trafen ihn die Worte der Blauhaarigen bis ins Mark. Erschüttert starrte er sie an. Er hatte sie definitiv falsch eingeschätzt.
Gedanklich wog er all die Optionen ab, die dieser Abend im Verlauf noch mit sich bringen konnte und kam schnell zu dem Schluss, dass ihm diese Frau nicht geheuer war. Seinen Stolz ließ er sich deshalb aber dennoch nicht von ihr nehmen, weshalb er die Schultern straffte als er ihr antwortete: "Nein, ich habe nur ein Faible für temperamentvolle Frauen." Er war stolz auf sich, aus seiner Stimme keinen Funken Angst sondern noch immer Verführung klingen zu lassen, obwohl er das Ziel sie zu erobern bereits aufgegeben hatte. Er trank noch seinen Tee aus, bevor sich die Blauhaarige noch einmal zu Wort meldete. Und dieses Mal ließ er vor Schreck ganz langsam wie in Zeitlupe seine Tasse sinken, im Unglauben darüber was sie da sagte.
Ja, diese Frau war nicht menschlich, das hatten seine tierischen Sinne ihm gleich bei der ersten Begegnung sagen können. Außerdem hatte es der Nebel bewiesen, der sich bei dem Treffen um ihre Beine gelegt hatte, sie war etwas magisches. Aber ein Monster wie eines aus diesen angsteinflößenden Geschichten? Damit hatte er nicht gerechnet. Und er war sich auch nicht ganz sicher ob er es glauben wollte, zu viele Lügengeschichten waren ihm in seinem Leben bereits aufgetischt worden. Er hatte aber nicht vor es darauf ankommen zu lassen abzuwarten, bis sie diese Aussage unter Beweis stellte.
Also stand er auf und verbeugte sich galant vor ihr. "Zephyr, so gern ich weiter mit dir plaudern würde - ich fürchte du musst mich entschuldigen, ich habe eine wichtige Angelegenheit, die heute noch erledigt werden muss." Er lächelte sie dennoch an, denn er glaubte für die Zukunft noch nicht alles bei ihr verloren zu haben. Wer wusste das schon, bei ihrem nächsten Treffen standen seine Karten vielleicht wieder besser. "Auf ein baldiges Wiedersehen, meine Schöne!" Er war ein Spieler und er spielte mit hohen Einsätzen. Und dieses Spiel war noch nicht vorbei.
Trotzdem plagte ihn ein mulmiges Gefühl, als er sich einen Weg durch die leise plaudernden Besucher der Schenke bahnte. Vor der Tür blieb er noch einmal stehen um sich zu ihr umzudrehen, da fiel ihm auf, dass er nicht einmal die Geduld besessen hatte ihr den Drink zu bezahlen - er hatte einfach schnell von hier weggewollt.

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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Sa 28 Nov 2015 - 18:20
 



Asher & Zephyr
Samstag, 19. April | Feldweg des Vororts | 23:00 Uhr

"Hmmm. Was hast du gerade gesagt?"
Der grobgebaute Mann, der vor der schattenhaften Gestalt mit rotem Haar im Dreck kniete, trug einen verzerrten Gesichtsausdruck voll blinder Panik. Er warf den Kopf herum in dem Versuch, sich aus dem übermenschlichen Griff des Dämons zu befreien. "Ich hab's nicht so gemeint!", krächzte er. Es passte nicht zu einem muskelgepackten Kerl wie ihm, so zu winseln. Doch er konnte sich nicht helfen. Der Rotschopf grinste dämonisch und sah gefühlskalt auf den Mann herab. "Na na, das klang vorhin aber noch anders."
"Im Ernst mann, lass mich einfach gehen", bat er und hielt sich inzwischen an Ashers Arm fest, der die Jacke des Mannes festhielt. Einer von Ashers Schuhen stand auf einem Bein des Mannes, das ungesund und in einem krummen Winkel von dessen Körper ab stand. Asher zog gelangweilt die Luft ein und fuhr mit der Zunge über seine Fangzähne, dann schnalzte er. "Do warst auf Streit aus, hm? Ich fürchte mit mir kannst du dich nicht messen, Streit kann ich dir wohl nicht geben", sagte er traurig, dann lachte er finster. "Aber das hier." Er pfefferte sein Knie gegen das Kinn des Mannes, sodass es widerlich knackte und ihm Blut aus der Nase schoss. Sein Schrei ging unter, als der Schmerz seines Kiefers ihn packte und er den Mund nicht mehr auf bekam. Nun tropfte auch Blut von seiner Unterlippe und sein Blick war schmerzvoll, doch viel größer war die Angst. Und Asher hatte sich nicht einmal dazu herab gelassen diesen Bastard zu hypnotisieren.
Asher blieb gelassen. Der Typ wand sich jetzt schon wie ein Wurm, er war es nicht Wert Ashers Zeit für eine schöne Folter zu vergeuden - immerhin hatte der Dämon den Willen dieses Hurensohns schon von Anbeginn gebrochen, als er ihn durch einen Tritt in die Kniekehlen zu Boden gehen ließ. Sein Winseln klang kläglich - nicht einmal für ein schönes Wimmern war der Typ zu gebrauchen. Was für eine Verschwendung. Asher verlor das Interesse und seufzte enttäuscht. "Einen Versuch war es wert."
Der Mann unter ihm verstand nicht, seine kaum noch zu erkennende Visage sah ängstlich zu Asher auf. Und bevor er realisieren konnte was geschah durchschnitt ein widerliches Geräusch von zerreißendem Fleisch die Stille und Ashers Dolch ragte aus einer der Augenhöhlen empor, durch die der Bastard ihn eben noch schockiert angestarrt hatte. Der Rotschopf ließ ihn nun los, immerhin war er ohnehin bewegungsunfähig. Dann lächelte er hämisch, zündete sich in aller Ruhe und begleitet von dem gurgelnden Geräusch des Todes eine Zigarette an und zog erst einmal gemütlich an ihr. Er sah sich das Kunstwerk an, dass er mitten auf den Feldweg gesetzt hatte - dieses Mal ohne sich darum zu scheren, ob ihn Jemand so finden würde. Dann ließ er seine Zigarette zwischen seinen Lippen ruhen, knackte die Finger durch als müsste er sich noch kurz dehnen und nahm dann den Griff seines Dolches. Anstatt ihn aber einfach wieder an sich zu nehmen zog er die Klinge einmal schön durch den gelähmten Körper seines Opfers, bis er seine Rippen knacken hörte. Erst dann zog er das blutige Messer heraus.
Er beugte sich mit angewidertem Blick vor und riss etwas von dem Stoff des Hemdes ab, dass der Mann trug, um seine Klinge zu säubern. Das Blut hatte keinen Effekt auf ihn, Säuferblut stank einfach bestialisch.
Wie genau er in dieses kleine, erbärmliche Vorörtchen gelangt war wusste der Dämon auch nicht mehr so genau, es interessierte ihn auch nicht mehr. Aber alles was sich hier noch um diese Uhrzeit auf die Straße traute waren entweder Betrunkene aus den Kneipen oder kleffende Köter, die in Panik vor der dunklen Aura des Rotschopfs die Häuser ihrer Besitzer beschützen wollten. Und das in so einem kleinen Kaff, es war schon echt niedlich. Die Nacht hatte noch nicht einmal richtig begonnen und hier waren bereits alle Lichter in den Häusern verdunkelt.
Geräusche aus einem Pub in der Nähe zogen seine Aufmerksamkeit auf sich, als er den kapuzenbedeckten Kopf hob um sich umzusehen. Er steckte seinen Dolch zurück ins Futteral und beschloss dann, einen Abstecher zu dem Krach zu machen und einfach abzuwarten was passierte. Heute Abend gab er einen Scheißdreck darauf, wie sich alles entwickeln würde.
Die dunkle Silhouette des Teufels zeichnete sich vor dem Eingang der Schenke ab, als direkt vor ihm die Tür geöffnet wurde. Er neigte den Kopf etwas herunter um seine auffallend rote Haarfarbe nicht direkt ins Auge fallen zu lassen, er hatte gerade keine Lust darauf, die ganze Schenke dem Erdboden gleichmachen zu müssen. Was ihm aber entgegen blickte war nur ein verschrecktes Reh. Offenbar Ausländer.
Asher schnalzte mit der Zunge als der Dunkelhäutige sich in unangenehmes Schweigen gehüllt an dem Dämon vorbeischob, dann nahm der Unbekannte schnellen Schrittes Reißaus. Er hatte es offenbar eilig. Heute Nacht waren echt nur Waschlappen unterwegs.
In der Spelunke herrschte reges Treiben, zu dieser Uhrzeit waren die meisten auch schon gut mit Alkohol abgefüllt. Der Rotschopf strahlte allerdings genug erdrückende Finsternis aus, um von allen durchgelassen zu werden die ihm im Weg standen. Sein Gesicht war verhüllt durch seine Kapuze, doch seine Schultern sprachen ihre eigene Sprache wenn Jemand herüber sah, der durch das Alkohol im Blut streitlustig aufgelegt war. Keiner traute sich an den fremden Gast heran.
Der fremde Gast selbst entdeckte jedoch in der Zwischenzeit Jemanden, mit dem er nicht gerechnet hatte: Eine ihm allzu bekannte Eishexe saß an einem Tisch am Fenster, vor sich einen eisblauen Cocktail stehend. Ein Lächeln schmückte das vermummte Gesicht des Teufels als er schweigend den Platz ihr Gegenüber einnahm und sich gehässig gegen den Sitz lehnte. Das versprach doch noch eine interessante Nacht zu werden. "Hallo Zephyr."



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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Sa 28 Nov 2015 - 20:13
 
Im Angesicht der erdrückenden, eisigen Aura, die Zephyr inzwischen umgab, fühlte sich ihr Begleiter sichtlich unwohl und rang mühsam nach passenden Worten. Wahrscheinlich hatte der dunkelhaarige Mann sie hier her ausgeführt, um einen schönen Abend mit der Hexe zu verbringen. Leider hatte er dabei nicht bedacht, dass er sich unter all den hübschen Frau, die einzige herausgesucht hatte, die einem Monster glich. Einem Monster, vor denen man die Kinder warnte, damit sie nicht so lange draußen blieben und vor Anbruch der Dunkelheit wieder hineinkamen. Dennoch, sie rechnete es Khan hoch an, dass er sich noch immer entspannt gab und ihr weiterhin Komplimente machte. Selbst seine Stimme verkörperte noch immer die des sanften, zärtlichen Verführers, für den er sich selber hielt. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis Khan das Spielfeld verlassen würde, zumindest fürs erste. Denn die Hexe hatte Gefallen an ihm gefunden. Die Vorstellung, wie er in Ketten aussah, zauberte der blau haarigen ein teuflisches Lächeln auf die Lippen. Wie seine dunkle Haut von ihren Eiskristallen durchbohrt werden würde. Wie er sich unter den Schmerzen in den Ketten winden würde und wie ihm das heiße Blut die Haut hinab tropfen würde. Unbewusst fuhr sich die Hexe, die diesen Gedanken nur schwer wieder los werden konnte, mit ihrer Zunge über die Lippen. Sie würde ihm nur zu gerne das Blut von seiner dunklen Haut lecken und kosten, wie intensiv sein Geschmack war.
„Kein Grund sich zu entschuldigen, immerhin wissen wir es nun beide besser, mh?“ Sie schmunzelte, und dennoch hatte man das Gefühl, dass man dieser Frau lieber aus dem Weg gehen sollte. Keinen einzigen Moment wich die Kälte, die sich um die Hexe ausbreitete. Ihre Augen funkelten in einem fast unnatürlichen Blau, als sich ihre dämonische Seite meldete. Niemals hätte sie gedacht, dass allein der Gedanke an Blut so intensiv sein konnte um ihre andere Seite zu wecken, doch es gefiel ihr. Dieser Mann würde sie heute nicht das letzte Mal sehen. Sie verschränkte ihre Finger ineinander und lehnte sich nach vorne auf den Tisch.
Und wenn er tatsächlich so sehr auf temperamentvolle Frauen stand, war er bei Zephyr doch gar nicht so falsch, immerhin wusste die Sadistin in ihr mit ihren Instrumenten umzugehen und was sprach mehr für Temperament, als eine gute Folter? Vor allem, wenn beide Seiten ihre Vorteile daraus ziehen konnten?
Es amüsierte Zephyr zu sehen, in welchen Schockzustand sie den Mann vor sich allein mit ihren Worten versetzen konnte. Sie war sich sicher, dass er die Gefahr spürte, die von der blau haarigen ausging. Und das unnatürliche Leuchten ihrer Augen sprach Bände darüber, was in Zephyr los war. Würde Khan nicht bald von der Spielfläche verschwinden, würde er es heute Abend nicht mehr nach Hause schaffen. Da war sich das Monster in Zephyr sicher. Und wie auf Knopfdruck stand der charmante Mann auf, verabschiedete sich und verließ die Szene.
„Vertrau mir, wenn ich sage, dass dies hier nicht unser letztes Treffen war, mein Hübscher,“ säuselte sie in einem eiskalten Tonfall, den selbst Khan wahrscheinlich nicht mehr hören konnte. So schnell, wie er das Spielfeld verließ, wusste er inzwischen was Zephyr war. Mit ihren Fingern fuhr sie sich über ihre Lippen, hinunter über den Hals bis an die Wunde, die sie immer noch von ihrem Kampf mit Asher trug. Es ärgerte sie, dass sie keinerlei Heilungsfähigkeiten hatte, allerdings hatte sie auch schon schlimmeres erlebt. Und wie schön wäre es, wenn Khan eine Wunde von ihr davon tragen würde. Narben, die nur durch sie entstehen würden.
Als der Dunkelhaarige die Tür öffnete, um hinaus in die Dunkelheit zu verschwinden, tat sich eine vermummte Gestalt vor ihm auf. Schweigend und eingeschüchtert wie ihr neues Spielzeug war, schlich er sich nur an dem Neuankömmling vorbei, ehe dieser das Lokal betrat.
Irgendwas an dieser Gestalt kam der Hexe äußert bekannt vor und da sie in dieser Stadt noch nicht viele Menschen kennen gelernt hatte, wusste sie sofort mit wem sie es hier zu tun hatte. Lächelnd nahm sie ihre Hand von der Wunde an ihrem Hals, ehe sie diese auf den Tisch ablegte und sich auf sie stützt. Scheinbar lag sie mit ihrer Vermutung ganz richtig, dass sie es ihr mit einem gewissen Dämon zu tun hatte, denn die vermummte Gestalt setzte sich gegenüber von ihr an ihren Tisch. Als die ihr nur zu vertraute Stimme an ihre Ohren drang, breitete sich auf den Lippen der Hexe ein diabolisches Lächeln auf. Das Glimmen ihrer Augen wurde schwächer, als sie ihre dämonischen Kräfte endlich wieder unter Kontrolle bringen konnte. „Sieh mal einer an. Wenn man vom Teufel spricht,“ spottet sie, während sie einen Schluck ihres Cocktails nahm. Es war wirklich amüsant, wie sehr das Timing des Dämons stimmte. Grade erst war Khan verschwunden und schon tauchte der rote Teufel, über den die Tische wieder angefangen hatten zu reden, auf. Und auch die Frau, die ihren Kampf mitbekommen hatte, fixierte die beiden Gestalten in der Ecke mit ihren dunklen Augen. Zephyr war sich sicher, dass sie spürte, wer sich hier in der Kneipe nun aufhielt. Und es würde sicherlich noch lustiger werden, wenn Asher herausfand, dass es eine Überlebende gab, die ihren Kampf verfolgt hatte.


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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Mo 30 Nov 2015 - 19:15
 


Asher & Zephyr
Samstag, 19. April | Schenke

Der Dämon wurde wie immer von dem Gefühl umgeben, als würde um ihn herum alles absterben. Das hatten die anderen Gäste der Schenke auch sehr schnell gemerkt, wodurch sich ihm ein Weg durch die Trunkenbolde wie ein roter Teppich aufgetan hatte, den er kommentarlos beschritt. Er spürte neugierige und mulmige Blicke auf sich, doch nicht einer sprach ihn an. Seine Körperhaltung war eindeutig genug.
Obwohl er ohne Ansprüche den Laden betreten hatte wurde er doch angenehm überrascht, als er die Hexe erblickte. Ungesehen nahm er ihr Gegenüber Platz. Die Zigarette zwischen seinen Lippen rotierte zart, als sein Mund sich zu einem Lächeln verzog und er die Blauhaarige mit seiner allzu bekannten, schleifend tiefen Stimme begrüßte. Zephyrs Augen kamen gerade erst wieder von einem Trip herunter, es war offensichtlich, dass soeben noch etwas Dämonisches in ihnen geglitzert hatte. Der Teufel hob die Augenbrauen, auch wenn man das durch sein verborgenes Gesicht nicht sehen konnte. "Na, wen haben wir uns denn blutleer vorgestellt?", fragte er das Offensichtliche, da er diesen Blick kannte.
Er wartete bis die Aufmerksamkeit allmählich von ihm abfiel, dann beugte er sich vor und ließ somit die Kapuze soweit zurückrutschen, dass sein Gesicht mitsamt einzelnen roten Strähnen sichtbar wurde. Ganz absetzen würde er sie nicht, er hatte keine Lust den Laden zertrümmern zu müssen weil zu viele ihn erkennen würden. Gerade in Spelunken wie dieser gingen Geschichten herum und er wollte gar nicht wissen, welcher Art sie waren. Es interessierte ihn auch nicht, er machte sich nichts aus Geschichten. Er hatte auch keinen Grund dazu es zu tun.
Zephyrs Bemerkung war ein Schmunzeln wert, auf das Asher einen Zug an seiner Zigarette folgen ließ. Die Hexe hatte zu Beginn einen Blick unter den Schatten seiner Kapuze geworfen, doch auch jetzt wo er sie im schummrigen Licht des Pubs begutachtete, sah sie ihm unverfroren in die Augen. Die Frau hatte echt Nerven, nach allem was sie schon durch diese todbringenden Augen erfahren hatte noch so gewissenlos hinein zu sehen. Das gefiel ihm so an Zephyr. Er wackelte andeutungsweise mit den Augenbrauen um seine Gedanken zum Ausdruck zu bringen, dann lachte er aber nur leise und ließ es kommentarlos stehen.
Sie war eine ebenbürtige Gegnerin und viel zu wertvoll als Koalition, um sich bei jedem ihrer Treffen einen Kampf auf Leben und Tod zu liefern. Abgesehen davon, dass der letzte eigentlich ungeplant gewesen war und Asher sich einfach nicht im Zaum halten konnte - Blut war Blut und da Zephyr inzwischen auch über diese besonders... monströse Seite an Asher Bescheid wusste hatte es auch keinen Sinn mehr, darüber zu reden. Nicht, dass Asher etwas anderes besaß als monströse Seiten - aber es war alles gesagt, der Kampf hatte für sich gesprochen und er war befreiend gewesen, in vielerlei Hinsicht. Zumal der Dämon inzwischen wieder einigermaßen klarkam, solange ihm der Blutgeruch nicht direkt in die Nase schoss.
Während er nun den Laden nach bekannten Gesichtern abklapperte lehnte er sich mit gelangweiltem Blick wieder zurück. Es war wirklich unspektakulär hier drinnen, seine und Zephyrs Ausstrahlung reichten aus um das Aggressionspotenzial in diesem Schuppen unter dem Limit zu halten, weshalb sich hier Niemand traute irgendwie das Wort zu erheben. Es war allerdings keine ruhige Atmosphäre und Asher musste zugeben, dass dieses mulmige Gefühl ihn neugierig machte, das die meisten Gäste hier zu haben schienen. Offenbar hatten am heutigen Tag Geschichten der etwas anderen Sorte die Runde gemacht.
Er nahm die Zigarette aus dem Mund und schnappte sich Zephyrs Cocktailglas, nachdem sie es abgesetzt hatte. "Betrinken wir uns an einem Samstagabend?", fragte er mit einem angenehmen Brummen in der Stimme, weil ihm die Idee gefiel, bevor er einen großen Schluck nahm. Die Frau hatte Geschmack, das musste er ihr lassen. Es war ohnehin nicht mehr viel drinnen, also leerte er den Rest mit einem Schluck und stellte dann das Glas geräuschvoll ab, um als finale Geste seine Zigarette darin zu versenken.
Dann jedoch nahm seine passive Neugier die Oberhand und er fuhr mit der Zunge über seinen Lippenpiercing, bevor er den Blick wieder auf Zephyr richtete. "Was genau hat diese Bar, das hier alle auf den Mund gefallen sind?", stellte er die offensichtliche Frage. Er ließ die Muskeln unter dem dunklen Stoff seines Hoodies spielen - er war unausgelastet. Den ganzen Laden in die Luft gehen zu lassen schien ihm in Anbetracht dessen gar nicht mal mehr so eine schlechte Idee zu sein. Im Moment sah Zephyr aber so aus als wüsste sie mehr als er, also wartete er ab. Für's erste.



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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Mo 30 Nov 2015 - 20:07
 
Kaum hatte Khan die Schenke verlassen, bildete sich auf den Lippen der Hexe ein unmenschliches Lächeln. Dieser Mann, der so mutig gewesen war sie anzusprechen und der nun, da er ihre wahre Natur kannte, einen so schnellen Rückzieher machte, würde sie heute Abend nicht zum letzten Mal gesehen haben. Dafür hatte er zur hoch gespielt und nun musste er seinen Einsatz machen. Zephyrs Jagdinstinkte waren geweckt und sie würde nicht ruhen, ehe sie bekam was sie wollte: Sein kostbares, heißes Blut.
Eigentlich hatte die Hexe diese Seite an sich schon lange vergessen, doch diese Welt stellte ihr gesamten Vorlieben auf den Kopf. Ihre dämonische Seite gewann mehr und mehr Macht über sie. Erst der Kampf gegen Vincent, bei dem sie das erste Mal seid vielen Jahren ihr eigenes Blut geschmeckt hatte und dann der Kampf gegen Asher. Ihr Blutdurst war geweckt. Erst als die Stimme des Teufels erklang, der sich gegenüber von ihr niedergelassen hatte, kehrte sie langsam wieder in das Hier zurück.
Es war faszinierend wie Asher genau wusste, was im Kopf der Hexe vor sich ging, nur in dem er sie ansah. Ihr grade noch so dunkles Lächeln veränderte sich und sie blickte amüsiert in den Schatten, der durch die Kapuze auf das Gesicht des Dämons geworfen wurde. Doch statt direkt zu antworten, lehnte sie sich zurück und warf einen Blick auf die geschlossenen Tür. „Scharfsinnig wie eh und je,“ erklang ihre kühle Stimme in der düsteren Atmosphäre der Schenke. „Der Mann, der dir grade entgegengekommen ist. Leider hat er zu hoch gepokert,“ das Lächeln auf den Lippen der Hexe vertiefte sich und ein dämonisches Funkeln kehrte in ihre Augen zurück, während sie sich mit der Zunge über die Lippe fuhr „,und nun muss er der Preis dafür zahlen.“ Und in ihrem Fall war dieser Preis, zu seinem Leid, nicht gewöhnliches. Sie wollte sein Blut. Und damit wurde er in diesem Augenblick zu einem Gejagten.
Doch da Khan nun fürs erste von der Bildfläche verschwunden war, musste sie sich eine Strategie überlegen ihn wieder aufzuspüren. Das einzige was sie von ihm kannte war sein Vorname, wobei sie inzwischen bezweifelte dass es sein richtiger war. Immerhin hätte jeder andere Mensch, der keinen zwielichtigen Hintergrund besitzt, sie nicht an einen Ort wie diesen ausgeführt. Oder vielleicht hatte er auch einfach vorneherein gemerkt, dass Zephyr niemand gewöhnliches war? So oder so, blieb in diesem Fall nur noch sein Aussehen. Und ihn alleine mit dieser Information zu suchen, dürfte schwierig werden. Und genau das machte diese Jagd noch viel amüsanter. Sie musste ihr kleines Lämmchen erst finden, bevor sie es verspeisen konnte.
Sie schenkte dem Dämon vor sich wieder ihre Aufmerksamkeit und obwohl jeder andere ihm nicht mehr in die Augen geschaut hätte, so tat sie es. Seine Fähigkeiten waren beeindruckend und sie wusste inzwischen was er mit seinen Gegnern und Opfern anstellen konnte. Doch egal wie stark seine Fähigkeit war, inzwischen bekam die Hexe langsam ein Gefühl dafür, wie man sich aus seinen düsteren Wahnvorstellungen befreien konnte. Trotzdem musste man ihm eines lassen, er hatte ein Gespür dafür, wie man seinen Feinden Angst einjagt, denn das hatte er selbst bei der sonst so starken Hexe geschafft. Sie hatte im Angesichts des Feuers, ob es nun das in der Wahnvorstellung oder das echt war, Angst verspürt. Starke, lähmende Angst.
Scheinbar hatte aber auch der rothaarige Teufel ihren unverfrorenen Blick bemerkt und auf seine kleine Andeutung konnte die Hexe nur in das Lachen einstimmen. Die beiden waren schon ein sehr seltsames Duo, doch nichtsdestotrotz unschlagbar.
Immer wieder huschten Blicke zu den beiden Gestalten, die sich in der Ecke der Schenke aufhielten und um die eine so düstere, eisige Atmosphäre herrschte, dass man meinen könnte, es würde sich bei ihnen nicht mal um etwas menschliches handeln. Und genau deswegen trauten sich die meisten auch nicht die Blicke lange auf diese beiden Gestalten zu legen. Nur ein Augenpaar schaute unverfroren zu dem Tisch hinüber, nämlich das des Mädchens, welches vorher ihre Geschichte erzählt hatte. Die kleine war mutig, so viel musste man ihr lassen.
Sie setzte das Cocktail Glas wieder vor sich ab, wo es allerdings nicht mehr lange stehen blieb. Asher schnappte es sich und leerte es großzügigerweise für sie. Leise lachend betrachtete sie das nun leere Glas, in dem sich nur noch die Zigarette des Dämons befand. „Was gibt es sonst besseres zu tun an einem Samstagabend?,“ wisperte sie leise, bevor ihr Augenpaar kurz an dem Dämon vorbei zu der jungen Frau huschte. Oh, sie hatte eine grandiose Idee, was es noch besseres zu tun gab. An diesem Samstagabend.
Auf die nächste Frage zog die Hexe fast schon belustigt die Augenbrauen hoch. Es war offensichtlich warum es sich hier niemand traute, lauter zu reden oder die Musik wieder erklingen zu lassen. Es lag an der Aura, die von dem rothaarigen Teufel und der blauhaarigen Hexe ausging. Und wahrscheinlich an den Geschichten, die sie sich vorher erzählt hatten. „Sie alle fürchten sich. Vor dem roten Teufel. Das Mädchen, welches uns schon die ganze Zeit über beobachtet hat von einem bestimmten Waldbrand erzählt, an den du dich sicher erinnerst.“ Lachend lehnte sie sich nach vorne und stütze sich auf ihrer Hand ab. „Sie war dabei. Sie hat uns gesehen und überlebt. Und nun zittern hier drinnen alle vor Angst.“ Und die sollten sie auch haben. Mit den beiden zwielichtigen Gestalten war immerhin nicht zu spaßen.


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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Mo 30 Nov 2015 - 21:59
 


Asher & Zephyr
Samstag, 19. April | Schenke

Offenbar war Asher Zephyrs Fressen schon gleich bei seinem Eintritt in die Schenke entgegen getreten. Das war also der Grund für dessen schreckhaftes Gesicht und seine eilige Flucht aus der Bar. Um Ashers Mundwinkel bildete sich ein Lächeln als er sich das Gesicht des Dunkelhäutigen ausmalte, wenn ihm das Blut die Schläfe hinunter ran. Er machte sich bestimmt hübsch als Blutgefäß - aber von Männern zu trinken war nicht Ashers Stil. Offenbar war es aber der Zephyrs und er konnte es ihr nicht verübeln - augenscheinlich war der Ausländer ein Tierwesen, die Ohren verrieten ihn. Und wenn es um Tierwesen ging war der Dämon ein Feinschmecker, er konnte es der Hexe nicht verdenken ihn sich auf die Liste zu schreiben. "Nett, wieso nicht", sagte er dann und brummte nachdenklich in der Kehle, bevor er sie wieder anvisierte und die Bewegung ihrer Zunge verfolgte. "Man braucht schließlich Beschäftigung." In Gedanken schweifte er zu der Meerjungfrau ab, die er am See zurück gelassen und seitdem nicht mehr gesehen hatte. Bisher hatte er darauf verzichtet ihr nachzujagen, vielmehr hatte er sich um seine ausgeartete Blutsucht kümmern müssen, die er nun wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte. Was nicht hieß, dass es ihm leicht fiel sich zu zügeln, aber jahrelanges Training hinterließ Spuren. Die Kleine würde er sich bei Gelegenheit schon noch schnappen - spätestens dann, wenn es bereits zu spät war und er dem Blutrausch erneut verfiel.
Als der Rotschopf Zephyrs Cocktailglas leerte und schließlich seine Zigarette darin versenkte spürte er Blicke auf sich. Der Teufel war dieses widerliche Gefühl von Augen auf seinen Schultern viel zu gewohnt, immerhin war seine Aura meist Grund genug für seine Umgebung, anstatt ihn anzusprechen ihn lieber aus sicherer Entfernung zu beobachten. In demselben Moment huschten Zephyrs Augen zu einem Punkt hinter Asher, wodurch er die Augenbrauen zusammenzog und einen tiefen, launischen Atemzug nahm.
"Der rote Teufel, ja?" Er zischte leise, dann ließ er missbilligend den Blick schweifen, während er der Hexe den Stand der Dinge mitteilte. "Offenbar habe ich schon wieder zu viel Aufmerksamkeit erregt." Normalerweise war dies der Punkt an dem er sich verabschiedete und in die Hölle verschwand. Allerdings war es dieses Mal anders. In seinem Blick lag etwas Entschlossenes, als er das Cocktailglas anstarrte und mit gesenkter Stimme sprach. "Ich habe es nicht mehr nötig", stellte er fast schon überrascht fest, als er seine letzten Morde durchging. Der Dämon sprach wie zu sich selbst und wirkte dabei fast etwas abwesend, als er in Gedanken die Optionen durchkaute die er hatte. Es gab Niemandem, der ihm das Wasser reichen konnte, wenn er wollte konnte er so viel Horror anstiften, dass ihm die gesamte Polizei der Welt an den Fersen klebte - es würde nichts ändern. Gewohnheiten wie die, dass er der Hölle in einem Fall wie diesem einen Besucch abstattete, konnte man ändern.
Seine gelben Augen, die seit einer ganzen weile die Spiegelung des Glases anstarrten, fingen mit einem Mal an zu flackern. Das Höllenfeuer. Asher sah die Flammen vor seinem inneren Auge empor züngeln, spürte die Hitze auf der Haut, in seinen Adern, fühlte wie es ihm durch die Venen schoss. Er war gedanklich so gefangen von der Euphorie der Hölle, das ihm einen Bruchteil zu spät auffiel, dass er in Anwesenheit der Hexe war. Kaum blinzelte er und hob den Blick, verschwand das Knistern aus seinen Augen und seine Aura, die soeben um gefühlte 30 Grad angestiegen war, kühlte wieder auf Normaltemperatur ab. Er tarnte seine mentale Abwesenheit mit einem Lächeln und einem Schulterzucken. "Ich mag die roten Haare", beendete er seinen Gedankengang, dann tippte er gegen das Glas. "Und ich hab nichts gegen eine zweite Runde", bemerkte er und zog einen Mundwinkel hoch, was ihm ein schiefes Lächeln gab - und einen seiner Reißzähne zum Vorschein brachte.
Sein Gesichtsausdruck blieb entspannt, als Zephyrs nächste Worte erklangen. Normalerweise machte er sich nichts aus den Geschichten, allerdings ließen ihn die Worte gesehen und überlebt aufmerksam werden. Er schnalzte verächtlich mit der Zunge als er den Blick der Blauhaarigen nachverfolgte, der etwas hinter seinem Rücken in der Ecke fixierte. Er beschloss kurzerhand, in die Offensive zu gehen - aber nicht so offensichtlich, wie man es vielleicht von dem Teufel erwartet hätte.
"Hm. Ich weiß ich sehe unwiderstehlich aus", hallte seine bissige Stimme durch den Raum und es war eine Kunst, wie man aus ihr nicht nur die Ironie heraushörte als gehöre sie selbstverständlich dazu, sondern wie sie gänzlich allein die Ohren der zusammengekauerten Gestalt erreichte, die angesprochen war. "Das ist aber noch kein Grund, Jemanden einfach stundenlang anzustarren. Nicht wahr?" Seine letzten Worte waren so tief und bedrohlich, dass sie das dünne Glas des Cocktails zum vibrieren brachten. Er sah die Angesprochene nicht an, sein Blick lag auf der Eishexe vor sich und allein sein verschmitztes Lächeln ließ sie wissen, was für ein Spiel er da gerade mit der Zeugin spielte. Es wirkte schon fast unnatürlich, wie der Rest der Schenke einfach weiter den eigenen Angelegenheiten nachging, während die Frau in der dunklen Ecke zu Stein erstarrte. Asher konnte fast schon hören, wie ihr ein Schauer den Rücken hinab rieselte.
Er lehnte sich zurück und verschränkte die Arme hinter dem kapuzenbedeckten Kopf, als wäre es der entspannteste Abend den man haben konnte. "Möchtest du oder soll ich?", kündigte er sein Vorhaben an und malte sich die kleine Gestalt blutüberströmt unter seinem Fuß oder aufgespießt auf Zephyrs Eis aus. Beides war nett anzusehen, aber er wollte der Hexe die Entscheidung überlassen. Immerhin hatte sie ihm schon unfreiwillig den halben Drink spendiert. Er grinste dämonisch.



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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Mo 30 Nov 2015 - 22:43
 
Aufmerksam betrachtete sie den roten Teufel, mit dem sie eine Koalition eingegangen war und mit dem sie wahrscheinlich das schlimmst mögliche Duo auf dieser Welt bildete. Oder besser gesagt, auf jeder ihr bekannten Welt. Sie lauschte seinen Worten und zog sich daraus ihre eigenen Schlüsse, immerhin hatte sie heute schon einmal davon gehört, dass Asher scheinbar die Fähigkeit dazu hatte, seine Gestalt zu verändern.
Und plötzlich veränderte sich die Atmosphäre in der Schenke. Und wenn Zephyr in dem einen Moment noch entspannt gewesen war, spannte sich nun jeder Muskel in ihrem Körper an. Sie sah etwas in den Augen des Dämons vor sich, dass sie dort niemals erwartet hatte. Feuer. Es war, als würden seine Augen das Feuer selbst sein. Kein Licht spiegelte sich mehr in ihnen und da Zephyr wusste, wie tödlich ein Blick in diese Augen sein konnte, biss sie sich einen Augenblick angespannt auf die Lippe. Dieser Dämon zeigte immer wieder neue Seiten an sich. Und mit dieser Erkenntnis breitete sich auf den Lippen der Hexe ein dämonisches mörderisches Lächeln aus. Auch wenn sie sich vor dem Feuer fürchtete, mit diesem Feuer spielte sie nur zu gerne.
Erst als der Teufel augenscheinlich wieder zu sich kam, kühlte die Temperatur wieder ab und Zephyr entspannte sich. Die angenehme Kühle, die wieder um sie herrschte, gefiel ihr deutlich besser, als diese Hitze die vor einigen Sekunden noch von dem Dämon ausging.
„Es ist immer wieder interessant zu sehen, wozu du fähig bist, Asher,“ grinste die Hexe und hob die Hand flüchtig um den Barkeeper zu signalisieren, dass sie noch eine Runde wollte. Sie wusste, dass der pummelige, kleine Kerl hinter der Theke sie gesehen hatte und ihre Getränke bald schon kommen würden. Immerhin hatte auch er die erdrückende Aura der beiden gespürt. Welch ein Kontrast. Dort saß die blauhaarige Hexe, deren Aura kälter war, als alles ihr bekannte und dann der rothaarige der Dämon, in dem das Feuer der Hölle zu brennen schien. Beide zusammen ergaben sie ein Gespann, dem man besser niemals begegnen wollte. „Und gegen eine zweite Runde habe ich auch nichts.“
Nicht lange und schon kam der kleine Mann hastig zu dem Tisch gelaufen, mit gesenktem Blick und bloß keinen der beiden Gäste ansehen zu müssen. Seine Angst schwappte auf die Hexe über und brachte sie zum grinsen. Immerhin wusste dieser Mann wo er stand. Und er würde es nicht wagen auch nur ein Wort gegen die beiden Gestalten zu erheben, egal was sie taten. Mit zitternden Händen stellte er die beiden Getränke auf die Mitte des Tisches und verschwand dann wieder hinter seiner Bar. Da fühlte er sich scheinbar sicherer, als hier zwischen den ganzen zwielichtigen Gestalten.
Das Gesprächsthema fiel auf die fast schon ungewöhnlich ruhige Atmosphäre in der Schenke. Eine Atmosphäre, die es so niemals geben würde, wenn Asher und Zephyr sich nicht hier befinden würden. Und als die Hexe die Überlebende erwähnte, schnalzte der Dämon verächtlich mit der Zunge. Er hatte also die gleiche Einstellung ihr Gegenüber wie Zephyr auch schon. Das passte doch perfekt.
Ein amüsiertes Lachen musste sich die Hexe dann aber doch verkneifen, denn auf die Worte des Dämon, versteifte sich das junge Ding in der gegenüberliegenden Ecke. Sie hatte klar und deutlich gehört, was der Teufel ihr zugeflüstert hatte. Es war fast schon verstörend das es niemand anderes gehört hat. Sie erwiderte den Blick des rothaarigen vor sich entschlossen, als sie verstand welches Spiel er spielte. Ein Spiel, in das Zephyr nur zu gut passte. Doch war sie, zum Leidwesen der jungen Frau, nicht auf ihrer Seite.
Und mit der Frage, die dem Teufel über die Lippen kam, stand fest wie der heutige Abend verlaufen würde. Die junge Frau, die sich selber zum Jagdobjekt der beiden mörderischen Gestalten gemacht hatte, würde den nächsten Morgen nicht mehr erleben. Doch anstatt direkt zu antworten, schob die Hexe Asher sein Glas rüber, ehe sie sich entspannt ihr eigenes nahm. „Warum nicht gemeinsam?,“ sprach sie, während fast gleichzeitig ein ersticktes auf keuchen zu hören war. Die Hexe hatte ihr kleines Spiel schon begonnen, denn in dem Hals der jungen Frau bildeten sich Eiskristalle, die sie langsam von innen heraus aufspießten. Eine unangenehme Sache, langsam und qualvoll. Jedoch hatte die blauhaarige nicht damit gerechnet, was als nächstes passieren würde.
Die Frau, mit dem verbrannten Gesicht, erhob sich schwer keuchend von ihrem Platz, an dem sie vorher noch so ruhig gesessen hatte. Ein Hand lag an ihrem Hals, mit der sie wahrscheinlich den Grund ertasten wollte, weswegen sie so schwer Luft bekam. Selbst auf diese Entfernung konnte Zephyr den Angst in ihren Augen sehen und ihr Blick wurde von einer wütenden, hilflosen Frau erwidert. Doch, was sie dann tat, war einfach nur dumm. Sie hatte den Blick der blauhaarigen auf sich gespürt und während keiner der anderen in der Schenke etwas mitbekam, ging sie entschlossenen Schrittes auf die Hexe und den Dämon zu. Zephyr schnalzte kurz mit der Zunge, ehe sie auch schon von der jungen Frau am Kragen gepackt und zu sich gezogen wurde, wobei ihr Hut auf den Boden fiel. Ihre kratzige, raue Stimme erklang grade mal so laut, dass Zephyr und Asher sie verstehen konnten. Sie war sichtlich aufgebracht und das würde ihr sicherer Tod sein. „Was hast du mit mir gemacht?!“ Ein düsteres Lächeln breite sich auf den Lippen der Hexe aus, während sie den eiskalten Blick auf die Frau vor sich richtete. Mit einem Mal ließ die Frau von der Hexe ab und packte sich an den Hals, während sich die ersten Eiskristalle durch die Haut bohrten. Das dämonische Lachen der Hexe erklang während sie sich entspannt zurück lehnte. „Oh, du solltest dich lieber fragen was noch auf dich zu kommt, Kleines.“ Ein dunkles Versprechen klang in der Stimme Zephyrs mit, während sie den Blick nicht von der Frau ließ.


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BeitragThema - Re: Dunkle Schenke "Clypher"   Do 10 Dez 2015 - 21:14
 


Asher & Zephyr
Samstag, 19. April | Schenke

Besuche in der Hölle war der Dämon inzwischen leid. Es gab nicht länger einen Grund für ihn sich aus der Öffentlichkeit zu ziehen und nach einer seiner Mordreihen unterzutauchen, um die Polizei oder misstrauische Spione von sich abzulenken. Über die Jahre hatte er ausgiebig die Erfahrung machen können, dass es so gut wie Niemand mit ihm aufnehmen konnte. Und das war das gefährliche: Bisher hatte es immer eine gewisse Grenze für den Rotschopf gegeben, bis zu der er aktiv handelte und dann seine Aktionen einstellte. Er gab der Welt Zeit sich von seinen Eskapaden zu erholen. Doch nun überquerte er die Schwelle die ihn aufgehalten hatte, seine eigenen Richtlinien. Er erklärte damit seine ganz persönliche Apokalypse als eröffnet. Vor seinem inneren Auge sah er die Welt bereits in Flammen aufgehen. Ein diabolisches Lächeln schmückte sein Gesicht, als das Feuer der Hölle aus seinen funkelnden Augen verschwand und er zu Zephyr aufsah. "Ich bin gern bereit mit dir herauszufinden, wozu ich wirklich fähig bin", zischte er nur für sie hörbar und ließ diese viel interpretierbare Aussage im Raum stehen. Oh, er hatte Spaß.
Der Barmann brachte zitternd die Getränke, augenscheinlich in dem Bestreben möglichst zügig wieder von dem Teufelstisch mit den zwei dämonischen Gestalten zu verschwinden. Asher würdigte ihn keines Blickes, viel interessanter empfand er die Informationen, die Zephyr ihm gerade über eine gewisse Zeugin zukommen ließ. Seine Spiellaune erwachte und er sah es nur zu gern, wie der zitternde Barmann schnell wieder verschwand und für ihn und seine eisige Begleitung die Bühne frei machte.
Als er seine Stimme so unterschwellig und doch so bedrohlich durch den Raum schickte wurde die Kampfeslust wieder in ihm wach, die dort bereits seit einer Weile geschlummert hatte. Der Kampf am See mit der Hexe war eine Weile her und um seine Blutgier in den Griff zu bekommen hatte sich der Dämon für eine Weile aus dem Verkehr gezogen, doch so ein nettes Spielchen ließ sich der Rotschopf mit Sicherheit nicht entgehen. Schon gar nicht, wenn die auserkorene Beute so greifbar direkt vor seiner Nase war.
Als er sich wohltätig zurücklehnte und Zephyr die Qual der Wahl überließ - ihm war beides recht, er war an diesem Abend besonders spendabel ausgelegt - hätte er nicht damit gerechnet, in ihren Augen exakt denselben Gedanken aufblitzen zu sehen: Was hinderte die beiden daran, sich gemeinsam an der Kleinen zu vergehen? Ihrer Aussage folgte das Geräusch eines Keuchens und Ashers Augenbrauen hoben sich anerkennend, während die Bekannte aus dem Waldkampf begann sich unter ernsthaften Schmerzen zu krümmen.
Inzwischen war es unmöglich sie nicht wahrzunehmen. Ihr Angstgeruch erfüllte nach Ashers liebreizenden Absprache die gesamte Bar und wäre sie nicht von Anfang an eingesunken und zusammengekauert gewesen, würde sie nun vermutlich unter dem Tisch sitzen. Die für gewöhnlich so ruhige, angenehme Atmosphäre der Schenke war gänzlich verflogen und sie war nicht die einzige, der das auffiel. Auch bei den anderen Gästen machte sich inzwischen ein Unwohlsein bemerkbar, doch dank dem Alkoholpegel und der unterdrückten Anspannung, die sie alle im Zaum hielt, wagte keiner etwas zu sagen. Zu präsent waren die beiden finsteren Mienen, die nicht einmal zuließen zu lange angesehen zu werden. Überall war die Angst, kroch in jede Rille, unter jeden Holzbalken, verursachte bei allen eine Gänsehaut. Und mit einem Mal war es, als wären alle auf Kommando verstummt.
Als die Frau, begleitet von unsagbar schmerzvollem Stöhnen, zu dem Tisch der Finsternis hinüberkam drehten sich die Besucher des Pubs zu ihr herum, sich endlich der Tatsache bewusst, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte. Als die ersten die spitzen Eiszapfen erblickten, die der jungen Frau aus dem Hals sprießten, hörte man die ersten erschrockenen Aufschreie. Die Schenke verstummte wieder gänzlich, als die Frau Zephyr am Kragen packte und zu sich heranzog. Alle Augen waren auf die beiden gerichtet - bis auf die des Dämons, der daneben saß und dessen Gesicht noch immer von seiner Kapuze umhüllt wurde. Auf seinem Gesicht hatte sich ein Lächeln unvergleichlicher Boshaftigkeit gebildet. "Das hätte ich lieber gelassen", schmunzelte er. Die Kleine würde schon sehen was geschah, wenn man sich mit der Eishexe anlegte.
Sie fasste sich gleich darauf panisch an den Hals, aus dem die Zapfen nun in gefährlicher Schärfe herausragten. Zephyr lachte, woraufhin Asher den Kopf hob und seine goldenen Augen die der schmerzerfüllten Frau fanden. Er ließ die Schultern kreisen, bevor er einen Blick mit Zephyr tauschte und sich schließlich erhob. Er beschloss, noch etwas freundliche Miene zum bösen Spiel zu machen - einfach, weil es ihm so viel Spaß brachte. Sie einfach zu töten wäre ja langweilig.
Kaum war er aufgestanden weiteten sich die Augen der Frau, als sie erkannte wessen roter Haarschopf dort unter der Kapuze verborgen gewesen war. Sie hatte es geahnt, doch ihm direkt in die Augen zu sehen war etwas ganz anderes. Sie keuchte und wich einen zitternden Schritt zurück, nur um dadurch zu bewirken, dass Asher bedrohlich langsam auf sie zukam. Der Dämon schob sich nun mit einer galanten Handbewegung die Kapuze vom Kopf, was von einem erschrockenen Raunen des Publikums begleitet wurde - Asher hob daraufhin angepisst eine Augenbraue. Offenbar war sein Fanclub heute Abend da, Zephyr hatte ihm ja bereits erzählt, was für Geschichten hier im Umlauf waren.
"Hmm, heute Abend gibt es hier im Pub eine ganz besondere Vorstellung. Wir dachten, wir laden dich ein, Kleines", sagte er mit einladend warmherziger Stimme, die durchaus nett hätte klingen können, hätte sie nicht nur so vor Ironie getrieft. Und kaum einen Augenblick später stach das Leuchten seiner Augen in den Geist der Frau, die sich unter dem Schmerz augenblicklich krümmte.



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