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 Abgeschiedener Feldweg

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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Fr 26 Feb 2016 - 23:06
 


Asher & Zephyr
Dienstag, 26. April | Feldweg im Industriegebiet

Asher war alles andere als beeindruckt, als die blauen Haare der nicht mehr sehr magischen Hexe herum flogen und sie ihn mit ihren eisblauen Augen fixierte, deren Pupillen sich zu denen eines Reptils zusammen gezogen hatten. So gefährlich sie für manch einen auch aussehen mochte, einen König der Hölle warf man damit nicht einfach so aus der Bahn. Sie schien es wirklich darauf anzulegen ihn anzugiften und Asher war für den Moment noch damit beschäftigt ihre Aktionen und ihre Haltung zu hinterfragen, denn das war sicherlich nicht Zephyr mit dem er es zu tun hatte, oder zumindest nicht die, die er kennen gelernt und gegen die er bereits einmal gekämpft hatte.
Inzwischen stellte er infrage, ob sie ihn überhaupt erkannte. Ihr Blick war intensiv und sie starrte ihm unentwegt in die gelben Augen, während Asher noch abwartete und sie ab und an herausfordernd anblinzelte. Ihr prüfender, wenn auch aggressiver und fordernder Gesichtsausdruck erzählte dem Rotschopf mehr als Worte es getan hätten, denn sie versuchte ebenfalls ihn zu analysieren, was ihr sichtlich misslang. Und eben dies bräuchte die wahre Zephyr nicht mehr zu tun, denn sie kannte ihn inzwischen so gut wie auch andersherum.
Diese dämonische Seite allerdings war ihm bis dato unbekannt gewesen und es war ihm auch deutlich anzusehen, dass er keine Luftsprünge darüber machen würde sie nun gerade kennen zu lernen. Der bestialische Gestank nach ihrer widerlichen Aura verpestete die Luft und er bleckte angewidert die Zähne, als sie ihm die Wiederholung ihres von ihm gegebenen Titels entgegen warf. Nein, sie hatte keinen blassen Schimmer wer er war und was er hier wollte. Und das ließ sie nur noch mickriger aussehen. "Du hast richtig gehört", erwiderte er nur obwohl er sogar für einen Moment mit sich gehadert hatte, da dieses niedere Wesen es eigentlich nicht einmal wert war von ihm angesprochen zu werden. Dämonen wie sie es war legte er hobbymäßig und regelmäßig an Wochenenden um, manchmal auch unter der Woche. So wie heute, wenn sie nicht bald aufhörte ihn zum Narren zu halten. Denn nichts anderes tat sie in seinen Augen, sie war unwissend, unerfahren und basierte nur auf ihren Trieben. Das Raubtier in ihr war ihr an der Körperhaltung anzusehen und selbst ihre Enttäuschung darüber, keine Erinnerungen an den Rotschopf zu haben, war ihr aus dem Gesicht abzulesen. Sie war ein offenes, ziemlich demoliertes Buch, aus dem eine erhebliche Menge an wichtigen Seiten herausgerissen worden war - besonders die fehlten, welche die Funktionen von Verstand und Taktik beinhalteten.
Asher kannte diese Sorte Dämon, er kannte sie in- und auswendig. Doch es wäre zu langweilig sie einfach auszuschalten, zumal irgendwo da drinnen noch die Verbündete war, mit der Asher einen Pakt geschlossen hatte. Sie war zwar unter dem Dämonenmief schwer auszumachen, aber sie war da irgendwo.
Ihm entwich ein bemitleidendes Lachen, als sie auf seine Frage antwortete, die er im Grunde an die Hexe gestellt hatte und nicht an das niedere Volk, das sie im Augenblick verkörperte. "Von dir wollte ich nicht eingeweiht werden", sagte er gelangweilt und wandte den Blick kurz ab. Er spürte ihre Augen auf sich und konnte sie innerlich nur für ihre mordlustige Naivität auslachen. Sie hatte ja keine Ahnung. "Ich habe eher mit der Hexe gesprochen." Als er sie wieder ansah war sein Blick zum fürchten: Herablassend, giftig und zerstörerisch. In ihm war der Hass auf die niedere Dämonenrasse konzentriert und galt nun allein ihr. "Du bist meiner Worte nicht würdig."
Die Möglichkeit mit ihr eine Runde zu quatschen hatte er damit aus dem Fenster gekickt. Da er wusste, dass dies die Option war die ihr primitiver Verstand ihr als einzigen Ausweg gegeben hatte, breitete sich nun ein zerstörerisches Lächeln auf seinen Lippen aus, das seine Reißzähne zum Vorschein brachte. Ashers Antwort auf seine Frage, ob sie sich an ihn erinnerte, war ihm von ihr auf dem Silbertablett serviert worden und im Bruchteil einer Sekunde blinzelte er erneut, nur dieses Mal fuhr ein weiß leuchtender Blitz durch seine Augen, der die niedere Dämonin seiner Macht unterstellte.
Asher wies die kleine Dämonin alles andere als liebevoll in sein Schattenkabinett der Albträume ein. Es erschien keine demonstrative Halluzination der Gefahr, die der Rotschopf darstellte; auch kein Kampfszenario in dem sie malträtiert wurde, nicht einmal direkte Schmerzen erreichten sie. Das hätte sicherlich Spaß gemacht, doch Asher kannte Dämonen ihrer Art einfach zu gut. Und so flammte ihr mit einer Wucht, die sie beinahe von den Füßen fegte, ohne Vorwarnung das Fegefeuer der Hölle entgegen als hätte man sie in einen brennend heißen Ofen geschmissen und in wenigen Sekunden gar gekocht.
Dämonen wie sie es waren schmorten darin Jahrhunderte lang, schrien, bettelten, wurden zu jämmerlichen, flehenden Jammerlappen die alles tun würden, um der ewigen Qual zu entkommen. Und sie füllten diesen Ort zu gutem Recht mit der großen Mehrheit ihrer Rasse, denn sie bekleideten den niedersten, heuchlerischsten Rang aller Dämonen.
Während sie ihrem persönlichen Todesritual gegenüber stand, sehr wahrscheinlich in dem Glauben gerade aus Zephyrs Körper gekickt und in die Hölle zurückgeschickt worden zu sein, konnte Asher die Finger nicht davon lassen dieser kleinen Heuchlerin einen schönen Dämpfer zu verpassen. Das diese in Zephyrs Körper hauste störte ihn dabei nicht weiter, solche Kleinigkeiten waren bei dieserart Angelegenheiten nebensächlich. Er konnte diese abartige Überheblichkeit der Dämonin weder ausstehen noch länger mit ansehen, denn eben das war der Grund, warum er es sich nie entgehen ließ einen Artgenossen in eben jenes Fegefeuer zu kicken. Nur Zephyr war der Grund, warum er es der Dämonin nur vorgaukelte anstatt sie tatsächlich in zwei Hälften zu schneiden und ja, es juckte ihm in den Fingern das zu tun.
Stattdessen trat er neben sie, seelenruhig, da sie sich ohnehin nicht rühren konnte, und nahm ihren Arm in seine blutverschmierte Hand. Nachdem er einmal mit seinem Daumen in dem Stoff der Uniform gekreist hatte atmete er tief ein. Und dann flog Zephyr einmal durch die Luft, um mit einem lauten Aufprall und gefolgt von einem ungesunden Knacken Rücklinks auf dem Erdboden hinter Asher aufzuprallen. Ihr Arm ruhte allerdings immer noch in Ashers Hand, durch den Wurf nur leider unschön verdreht. Der Teufel kreiste mit den Schultern, denn mit solchen Dämonen umzugehen war für ihn kein Sport, mehr eine nette Nebenbeschäftigung. "Hm", dachte er laut nach und schon flog die Dämonin erneut durch die Luft, nur um dieses Mal gegen einen ihrer Eisdolche gepfeffert zu werden und daran fast schon elegant herunter zu gleiten. Ihr eigenes Blut mischte sich unter das, welches ihre Uniform rot gefärbt hatte und zauberte daraus ein hübsches, rotes Muster. "Vielleicht hättest du mich doch in deine Maskerade einweihen sollen", sagte er und tätschelte den nun übertrieben verdrehten Arm. Dann schüttelte er jedoch schmunzelnd den Kopf. "Nein, das hättest du nicht tun können. Du hast ja keine." Seine Stimme hallte in ihrem Kopf wider und in ihrer Sicht der Welt war Asher der Höllenteufel höchstpersönlich, der aus den Tiefen des Höllenzentrums zu ihr sprach und ihre Sünden verlas.



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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Sa 27 Feb 2016 - 0:01
 
Im ersten Moment, als der Dämon ihr antwortete, zog die blauhaarige verwirrt ihre Augenbrauen nach unten. Was meinte er damit, dass er nicht von ihr- Augenblicklich bemerkte sie was er meinte, als er es ihr mitten ins Gesicht sagte. Er wusste das sie nicht die war, für die sie sich ausgab. Er wusste das die Hexe irgendwo tief in ihr schlummerte. Und sein Blick ließ sie einen Schritt zurückweichen: In ihm sah sie etwas, vor dem sie sich fürchtete. Doch zumindest eins wusste sie, sie würde diesem Mann nicht entkommen können. Und als er seine nächsten Worte hörte, schluckte sie deutlich sichtbar. Mit wem hatte sich die Hexe da bloß eingelassen?
Ein weiterer Schritt zurück wurde gesetzt, als sie das grausame Lächeln auf den Lippen des Dämons sah. Doch schon kurz danach war es etwas ganz anderes das ihr furchtbare Angst machte, und das sie innerhalb von wenigen Sekunden aufschrien ließ.
Höllenfeuer. Sie war im Höllenfeuer gefangen! Die unerträgliche Hitze und die Schmerzen versenkten ihren Körper, verbrannten ihren Verstand. Die Namenlose war sich mehr als sicher, dass sie hier niemals wieder lebend raus kommen würde und sie fragte sich, welche Fähigkeit der Dämon gehabt hatte um sie hierher zu bringen. Doch sie konnte sich nicht darauf konzentrieren. Die unerträglichen Schmerzen vernebelten ihr den Verstand und aus irgendeinem Grund fühlte sie sich wie gelähmt. Konnte es sein.. das dieser Körper sich vor Feuer fürchtete? Hatte die Hexe etwa eine Abneigung gegen Feuer? Wenn ja, dann wurde es für die Namenlose nur noch unverständlicher warum sie mit diesem Mann eine Verbindung hatte.
Pure Angst durchströmte den Geist der Dämonin. Der Schrecken war ihr deutlich anzusehen. Ihre Augen, die vor einigen Augenblicken noch so selbstsicher gewirkt hatten, waren in Angesicht dieser Situation geweitet. Dinge, die Zephyr so niemals gezeigt hätte. Im Gegenteil zu der namenlosen Dämonin wusste die Hexe, dass man einem Feind niemals die eigene Furcht zeigen durfte. Denn sobald man dies tat war der Kampf, egal ob er nun schon begonnen hatte oder nicht, verloren. Die Dämonin vermochte zwar die Eiskräfte der Hexe zu kontrollieren, aber ihr fehlten grundlegende Dinge: Der Verstand, die Erinnerungen und das taktische Verständnis der Hexe. Sie hatte keine Chance gegen Asher und würde sich in diesem Zustand niemals aus seiner Illusion befreien können. Sie würde nicht mal verstehen, dass es nur eine Illusion war. Denn Asher war ein Meister darin mit den Ängsten eines Wesens zu spielen und er alleine vermochte die Dämonin von ihren Qualen zu befreien. Doch die Befreiung würde hier nur dem Tod gleich kommen.
Zephyr kannte Asher's größte Schwäche und er kannte ihre. Doch dieses Wissen fehlte der Namenlosen. Und durch dieses Unwissen war sie nun dem Hass und der Macht des rothaarigen Dämons vollkommen ausgeliefert. Durch das ewige Fegefeuer hindurch spürte sie eine Berührung an ihrem Arm. Eine kurze Berührung. Und dann spürte sie den starken Aufprall auf den Boden, der ihren Körper erbeben ließ. Ihre Lippen öffneten sich als sie vor Schmerzen aufschrie. Die Verletzung an ihrem Arm machte diesen nun völlig unbrauchbar und die Schmerzen setzen ihrem Verstand noch zusätzlich zu. Warum zum Teufel tat dieser Dämon das alles?! Hatte er nicht gemeint das er die Hexe kennt?! Dann wusste er doch, dass dies hier ihr Körper war! Dann wusste er auch, dass er sie damit verletzen und am Ende umbringen könnte! Also warum tat er ihr das alles an?! Die Dämonin verstand es einfach nicht!
Sie hörte den dunklen Klang der Stimme des Dämons, ehe sie erneut von Schmerzen durchzuckt wurde. Dieses Mal spürte sie die eisige Kälte ihres eigenen Dolches im Rücken, gegen den Mann sie geschleudert hatte. Sie spürte wie ihr das heiße Blut am Körper hinab lief und es sich mit dem Blut ihrer Opfer mischte. Selbst wenn sie gewollt hätte (und ja sie wollte) würde sie in diesem Zustand nicht mehr vor dem Dämon fliehen können. Er hatte sie innerhalb weniger Augenblick ausgeschaltet. Die Halluzination setzte ihr mehr und mehr zu und sie versucht krampfhaft die Augen zu schließen, nur um diese Hölle nicht sehen zu müssen. Sie wollte sich die Ohren zu halten, doch mit nur einem Arm ging das nicht. Ihre Sünden.. Nein! Sie hatte nichts falsches getan! Es war alles diese Hexe gewesen! Sie hatte sie gebannt und sich ihrer Kräfte bemächtigt! Sie hatte nicht.. getan..
Sie hielt den Kopf gesenkt und schüttelte immer wieder den Kopf, nur um die schreckliche Stimme in ihrem Kopf los zu werden. Doch sie verschwand nicht. Sie wollte einfach nicht verschwinden! „Nein..Nein..Nein..“. Immer wieder wiederholte sie dieses Wort. Wie ein Mantra. Sie fürchtete sich. Sie wollte das alles nicht. Sie hatte Angst.
Und sie hoffte so sehr, nur in diesem einem Augenblick, dass Zephyr's Bewusstsein wieder erwachen würde. Sie wüsste was zu tun war, da war sich die namenlose Dämonin sicher. Zephyr würde diesen Kerl in die Schranken weißen können, selbst mit einem unbrauchbaren Arm. Bitte.. Bitte komme zurück! Ich will diesen Körper nicht mehr.. Doch in ihrer Gedanken blieb es still. Keine Reaktion der Hexe war zu spüren. Ihre Kräfte, ihre Erinnerungen und ihre Empfindungen waren hinter festen Türen verschlossen. So leicht würde sie aus diesem Schlaf nicht erwachen und das hieß..
Die Namenlose musste es mit diesem Typen irgendwie aufnehmen. Keuchend versuchte sie irgendwie wieder auf die Beine zu kommen, während ihr Körper vor Schmerzen schon zitterte. Der Angstschweiß der sich auf ihrer Stirn gebildet hatte war ein überdeutliches Zeichen dafür, dass sie eigentlich nur weg von hier wollte. Und mit einem mal kühlte die gesamte Umgebungstemperatur hinunter. Eiszapfen sprossen in einer unnatürlichen Geschwindigkeit aus dem Boden, in der Hoffnung das der Dämon von ihnen aufgespießt werden würde. Das war ihre einzige Chance.


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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Sa 27 Feb 2016 - 0:50
 


Asher & Zephyr
Dienstag, 26. April | Feldweg im Industriegebiet

Abscheulich. Das war der einzige Gedanke, den Asher für die widerliche Kreatur in seiner Gewalt übrig hatte und in seinen Augen gab es nicht genug Qualen, die sie durchmachen könnte, um zu verdeutlichen wie sehr er diese Wesen hasste. Natürlich hätte er auch nichts gegen einen schnellen Mord, dann müsste er nicht mehr ihr Gejammer ertragen.
Ihre Schmerzensschreie, so naiv und kläglich wie sie auch waren, hörten sich wohltuend in seinen Ohren an als sie zum erneuten Male von ihm an ihrem bereits gebrochenen Arm herum gerissen und gegen den Eiszapfen geschleudert wurde, an dem sie schreiend hinab rutschte. Und die Angst vor dem Fegefeuer stand ihr ins Gesicht geschrieben. Ja, sie war ein offenes Buch, für jeden einsehbar der auch nur einen Funken genug Verstand hatte um sie als das primitive Wesen zu erachten, das sie war. Selbst als ihr das Blut den Körper hinab rann standen ihre Augen sperrangelweit offen und starrten verloren und verschreckt ins Nichts, wo in ihren Augen die Flammen um sie herum empor züngelten. Ashers Grinsen verfeinerte sich, als er langsam seinen Spaß daran fand sie zu malträtieren. Und er hatte gewiss nicht vor, sie aus dieser zauberhaften Illusion ihres persönlichen Albtraums herauszuholen. Denn das Fegefeuer war nicht nur ein Albtraum, es war die Bestätigung des ultimativen Versagens als Mensch, ja selbst als Dämon. Die Strafe der Strafen. Und Asher wusste wovon er sprach, denn er selbst hatte das Fegefeuer einige Male besucht.
Er sorgte persönlich dafür, dass der Dämonin kaum genügend Gehirnzellen zur Verfügung standen um die Geschehnisse richtig zu verarbeiten, bevor bereits die nächsten in Aktion traten. Nicht, dass sie ohnehin schon Schwierigkeiten hatte ihm zu folgen, vor allem da sie sich an schlichtweg nichts zu erinnern schien, was die Hexe erlebt hatte. Inzwischen war Asher an einem Punkt angelangt, wo ihm das egal war. Dieses widerliche Biest hatte es gewagt - ja, was hatte sie eigentlich gewagt? Im Grunde hatte sie nur ein bisschen gemordet. Ihr Fehler war es gewesen, von dem Teufel gesehen worden zu sein. Ein Fehler den jeder niedere Dämon lieber meiden sollte, falls sie nicht als Grillhähnchen auf einem Spieß im Höllenfeuer landen wollten. Und Asher war ein großer Fan von Dämonen-Barbecue.
Als ihr ständiges, monotones Mantra ihm auf den Geist ging verbog er ihr Handgelenk einmal komplett herum, während sein Gesicht eine grimmige Grimasse schmückte. "Halt die Klappe", keifte er sie an, selbstverständlich ohne wirksamen Erfolg, da die Schmerzen und die Angst für sie zu groß waren um einfach zu stoppen, selbst in Anwesenheit des Teufels. Dieser kannte allerdings noch ganz andere Methoden um Jemanden verstummen zu lassen.
Sein Hass nahm für einen Moment die Überhand, als Zephyr versuchte sich aufzurichten und die Temperatur um ihn herum auf einmal abkühlte. Es schien fast, als könne die Dämonin auf die Eisfähigkeiten der Hexe zugreifen und obwohl Asher wahrlich weniger als nichts für sie übrig hatte sah er sich das Spektakel doch für einen Moment interessiert an. Jedoch nicht für lang, denn es stellte sich schnell heraus, dass die Dämonin zwar die Kräfte Zephyrs besaß, doch keinerlei von ihrem Geschick oder ihrem taktischen Vermögen. Denn auch wenn sie es geschafft hatte Eiszapfen aus dem Boden hervorschießen zu lassen, so verfehlten diese den Teufel doch um Längen, sodass dieser sich nicht von der Stelle zu rühren brauchte um ihnen auszuweichen. Er lachte kehlig. "Süß", knurrte er und richtete diese Worte mit einer Prise Humor an die Blauhaarige. Denn Zephyr hätte allein für dieses Adjektiv einen freudestrahlenden Kampf mit ihm angefangen. Das armselige Wesen, auf das er nun seinen Stiefel stellte und es darunter zappeln ließ, hatte jedoch dank dem folgenden Keuchen nicht einmal die Möglichkeit etwas darauf zu erwidern.
Nachdem sie von dem Rothaarigen eingehend und finster gemustert worden war, während sie vor sich hin röchelte, hob dieser seinen Fuß von ihr herunter und packte ihren Kragen, um sie zu sich zu ziehen. Er hob sie nicht ganz vom Boden hoch, nur so weit, dass er ihr lächelnd in die dämonischen Augen sehen konnte. "Was war das gerade? Habe ich da etwa Widerspruch gehört?", kam er noch einmal auf ihr Mantra zurück und bleckte die spitzen Reißzähne direkt vor ihrem Gesicht. In ihrer Version der Realität tauchte Ashers Gesicht inmitten des gefährlichen Flammenmeers auf, mit dem sie durchgehend konfrontiert wurde. Er konnte ihr Gejammer nicht mehr hören und doch wollte sie einfach nicht aufhören. Das war typisch für Dämonen ihres Kalibers - nämlich die ohne Kaliber. "Wir wollen doch nicht aufmüpfig werden", zischte er dann brutal liebevoll und sein Finger fuhr die Linie ihres zitternden Kinns nach, bevor sein Blick sich verdunkelte und er sie kalt betrachtete. "Ich bringe dich dahin zurück, wo du hingehörst", knurrte er dann und seine tiefe Stimme hallte zermürbend über das Feld, als er seinen Dolch aus seinem Stiefel zog und drauf und dran war, ihr den Mund aufzuschlitzen damit sie nicht mehr sprechen konnte.
Seine Hand flog bereits auf ihr Gesicht zu, als er sich in letzter Sekunde besann und sein Hass sich verflüchtigte, um der Erinnerung daran Platz zu machen, dass er hier irgendwie ja doch Zephyr vor sich hatte. Auch wenn er sie gerade auf den Tod nicht leiden konnte, er konnte sie nicht einfach verstümmeln.
"Ach verdammt", beschwerte er sich enttäuscht und rammte das Messer stattdessen tief in ihre Schulter zwischen den Hals und das Schlüsselbein, wo ihm eine kleine Blutfontäne entgegen spritzte und sein Gesicht blutrot färbte. Seine Miene war grimmig, während er den Blutfluss fließen ließ und sich dem Blutregen ergab, wobei er sich gedanklich selbst Beileid dafür aussprach, sie leider nicht verstümmeln zu dürfen. Währenddessen erklang der Schrei der Blauhaarigen an sein Ohr, was dann eine kleine Wiedergutmachung war. Leider nur eine schwache, denn die alternativen Aussichten, die sein Hass gegen Dämonen ihm empfohlen hatte, waren wesentlich vielversprechender gewesen. Er erhob sich von der blutenden Dämonin und wischte sich etwas Blut von den Augen, um sie verächtlich anzublinzeln. Dann schnipste er und jagte ihr die Halluzination auf den Hals, in dem Flammenmeer zu ertrinken und von dem Feuer verschluckt zu werden.



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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Sa 27 Feb 2016 - 1:28
 
Ihr kleiner Gegenangriff hatte leider keinerlei Wirkung erzielt. Eher noch hatte es ihren Gegner nur amüsiert, dass die Dämonin zwar auf die Kräfte der Hexe zugreifen konnte, sie allerdings nicht geschickt verwendete. Und schon kurz danach spürte sie, wie sie von dem rothaarigen am Kragen gepackt wurde. Krampfhaft versuchte sie die Bilder in ihrem Kopf zu ignorieren. Sie hatte so fürchterliche Angst, dass sie sich am liebsten selber die Augen ausstechen würde. Sie würde alles tun, wenn nur diese Bilder verschwinden würden. Dieser Bilder und diese Stimme.
Als sie den stechenden Schmerz in ihrer Schulter spürte, verließ das letzte Mal ein stummer Schrei die Lippen der Dämonin. Sie spürte, wie das Blut ihren Körper verließ und wie mit ihm jegliche Hoffnung verschwand, dass sie hier lebend herauskommen würde. Sie hatte jegliche Hoffnung verloren.
Und damit ergab sich die Dämonin dem Flammenmeer. Die Schmerzen raubten ihr den Verstand. Doch genau das war es, was Zephyr aus ihrem Schlaf erwachen ließ. Mit einem letztem, schwachen Versuch sich gegen die Flammen des Fegefeuers zu wehren, sackte die Dämonin nach hinten und ergab sich ihrem Schicksal. Im gleichen Augenblick, in dem sich ihre Augen schlossen, zogen sich die Male auf ihrem Körper zurück bis nur noch das Zeichen der Hexe auf ihrer Brust zu sehen war. Selbst die dämonischen Züge verschwanden. Die Hörner lösten sich auf. Krallen und Reißzähne wurden für die Hexe unbrauchbar. Doch genau die war es, die nun wieder die Führung ihres Körpers übernahm. Und schon wenige Augenblicke später, breitete sich eine unverkennbare finstere, kalte Aura aus. Nach und nach übernahm Zephyr's Verstand wieder die Kontrolle über ihren Körper, während das dämonische immer weiter verschwand. Jedoch nicht, ohne das die Hexe die Erinnerung ihrer anderen Seite sehen durfte. Und was sie sah, gefiel ihr wenig bis gar nicht.
Und auch wenn Zephyr Schmerzen gewohnt war, konnte sie ein Keuchen nicht unterdrücken als sie die Schmerzenswelle erfasste. Asher hatte ganze Arbeit dabei geleistet ihren Arm unbrauchbar zu machen. Selbst die Heilung würde ihr Schmerzen bereiten, so verdreht waren die Sehnen und so gebrochen die Knochen. Doch die Schmerzen waren nicht das einzige, was sie genervt auf keuchen ließ. Vor ihrem Auge sah sie nicht, wie erwartet, den einfachen dunklen Himmel, sondern ein alles vernichtendes Feuer. Ein Feuer, welches ihren Körper zu verbrennen drohte. Und ihren Verstand gleich dazu. Mit ihrem gesunden Arm stützte sich die Hexe auf, während sie das Eis in ihrem Rücken dazu nutzte um auf die Beine zu kommen. Das Zittern hatte mit der Übernahme ihres Verstandes aufgehört und auch die Angst war wie verschwunden. Nun, zumindest zeigte Zephyr sie nicht mehr so offensichtlich wie es die Namenlose getan hatte. Denn immerhin fürchtete sie das Feuer mehr als alles andere. „Da hast du ja ganze Arbeit geleistet, mein Lieber“, knurrte sie leise, während das Feuer endlich verlöschte und sie ihre Umwelt sehen konnte.
Doch auch dieses Bild gefiel ihr nicht wirklich. Der Grund, weshalb Zephyr ihrer dämonischen Seite erlegen war.. Sie hatte genug Zeit gehabt um ihn herauszufinden. Als Hexe hatte sie etwas menschliches an sich, doch nachdem sie ihn getötet hatte, wollte sie jegliche Menschlichkeit von sich weißen. Das Problem hierbei war nur, dass dies ihre Kräfte als Hexe scheinbar extrem geschwächt hatten und deshalb der Dämon in ihr die Überhand gewonnen hatte. Seufzend wanderte ihr Blick auf ihren Arm und dessen unnatürliche Stellung. Als erstes würde sie diese Drehung da wieder raus bekommen müssen. Was zum Teufel hatte Asher bitte mit ihrem Körper angestellt?! Die Dämonin war zwar wahrlich keine von der schlauen Sorte, aber das hieß nicht das er so mit ihrem Körper umspringen konnte. Mit ihrer gesunden Hand umfasste die blauhaarige Hexe ihr Handgelenk und drehte dieses mit einem gekonnten Griff wieder in eine etwas natürlichere Stellung. Auch wenn die Schmerzen immens waren, konnte sie diese aushalten. Allerdings hatte sie dabei nicht bedacht, dass ihr Körper schon einiges mehr mit gemacht hatte, weshalb sie fast augenblicklich zurück auf den Boden sank. Mit einem sarkastischen Lächeln auf den Lippen hob sie ihren Blick und sah Asher an. „Wie hast du es bitte geschafft meinen Arm so unnatürlich zu verdrehen?“ Nun hatte sie ihre Handgelenk schon einmal wieder herumgedreht und es war augenscheinlich immer noch nicht an der richtigen Stelle. Mal abgesehen davon, dass sie hierbei ihre volle Konzentration brauchen würde. Das zu heilen würde nicht einfach werden. Aber nichts war unmöglich. Außerdem war die Frage mehr als überflüssig. Zephyr wusste wie stark Asher war und wusste ebenfalls wie schwach die Dämonin in ihr war.
Als sie ihren Blick zur Seite drehte musste sie allerdings fast schon etwas amüsiert lachen. Nein, der Arm hatte nicht gereicht. Man musste ihr auch noch einen Dolch in den Körper rammen. Das hatte ja schon fast was von einem Deja-Vu. Sobald sie sich den Dolch aus dem Körper gezogen hatte, über zog die Wunde eine Eisschicht, damit die Hexe nicht noch mehr Blut verlieren würde. Warte.
Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie tatsächlich einige mehrere Verletzungen hatte, aus denen sie Blut verlor. So hatte das ganze echt keinen Sinn. Genervt lehnte sich die Hexe zurück gegen den Einflog, gegen den die Dämonin mit ihrem Körper geprallt war. „Lass mich ins Blaue raten, du kommst mit der Namenlosen nicht zurecht?“ Zephyr hob die Augenbrauen an und hielt Asher seinen Dolch entgegen. Mal abgesehen davon, dass sie ihm diesen am liebsten sonst wohin stechen würde, hielt sich ihre Laune wirklich in Grenzen. Das schlimmste war einfach noch, dass sie keine Kraft hatte Asher auch nur ansatzweise heimzuzahlen was er ihrem Körper angetan hatte.
Und noch schlimmer als das war, dass er sie nun das zweite Mal gerettet hatte. Als ihr das bewusst wurde, seufzte die Hexe kurz. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Sie hatte selbst ihre erste Schuld noch nicht beglichen und jetzt sollte sie ihm noch etwas schuldig sein? Das Karma meinte es eindeutig nicht gut mit ihr.


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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Sa 27 Feb 2016 - 11:53
 


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Wie gern er die Dämonin in kleine Stücke zerhackt hätte konnte und brauchte er gar nicht in Worte zu fassen, denn seine normale Routine mit Wesen ihrer Art hatte für kurze Zeit die Oberhand ergriffen und sich durchgesetzt. Und auch wenn er sie nicht aufschlitzen konnte hatte es doch seinen ganz eigenen Reiz, das Messer stattdessen hinter ihrem Schlüsselbein in ihrem dämonenverseuchten Körper zu vergraben.
"Na, fühlt sich das gut an?", fragte er sie rhetorisch während er dabei zusah, wie die letzten schmerzerfüllten Gesichtszüge ihr endgültig entglitten und dem Ergeben Platz machten, als sie sich von den Flammen der Hölle verschlingen ließ. Es war wunderschön ihr dabei zuzusehen, wie ihre letzte Kraft aus ihren Zügen entglitt.
Er ließ ihren Kragen los und erhob sich, während der letzte Funken der Dämonin in der Blauhaarigen zusammen sackte und schließlich verschwand. Als wäre endlich die Müllabfuhr dagewesen, nahm Asher einen tiefen Atemzug von der nicht länger verpesteten Luft der Dämonenaura und genoss das Fernbleiben seines Ekelgefühls. Als er schließlich wieder zu der Hexe sah verfolgte er ausdruckslos mit, wie sich die schwarzen Hörner an ihrem Kopf auflösten und sich die dunklen Adern auf ihrer Haut bis zu dem Dämonensiegel auf ihrer Brust zurückzogen. Asher befand sich noch zu sehr im Nachrausch des Ekels als das er schon auf sie hätte eingehen können, weshalb er schweigend eine seiner roten Strähnen von seinem Gesicht strich, welche nun mit Blut beschmiert war.
Da war sie wieder, die wohltuende, frostige Atmosphäre der Hexe, welche er bereits erwartet hatte. Sie hatte sich für seinen Geschmack wirklich verblüffend viel Zeit gelassen, immerhin kannte Asher Niemanden der seinen Köper gern malträtieren ließ ohne etwas dagegen zu unternehmen. Er war sich aber sicher, dass die Blauhaarige ihn noch über den Umstand dieses Treffens aufklären würde und hetzte sich somit nicht, sie darauf anzusprechen.
So war er nicht der erste der das Wort erhob und mit einem missbilligendem Seitenblick sah er sie an, während er sich den Dreck von den Ärmeln klopfte. Er ließ in Anbetracht der Rückkehr seiner Verbündeten die Flammen vor ihren Augen versiegen und löste ihren Verstand aus seiner Vergiftung, wodurch sich der inzwischen dunkle Nachthimmel vor ihren Augen eröffnete. "Und du erst", antwortete er patzig und noch immer eingeschnappt darüber, sie nicht zerlegt haben zu dürfen. "Was kriecht hier auch plötzlich einfach ein niederer Dämon herum", spuckte er aus und warf den Kopf nach hinten, damit seine rote Mähne ihm die Sicht freigab.
Zephyr hatte unterdessen Schwierigkeiten sich wieder auf die Beine zu päppeln, denn sie hatte nicht wenig Blut verloren und der Dolch ragte ihr auch noch immer aus der Brust. Sie war zudem etwas blass im Gesicht, was aber dank der wiedergekehrten frostigen Atmosphäre nicht weiter störte. Sie verdrehte ihren Arm in die entgegengesetzte Richtung, wodurch ein fleischiges Geräusch in Folge von einem Knacken ertönte, das dem Dämonen ein sarkastisches Lächeln auf die Lippen trieb. "Ist mir so rausgerutscht", erklärte er leise und meinte damit den Arm, der aus Zephyrs Schulterverankerung gerutscht war. Inzwischen ließ seine Abscheu endlich nach und machte einem stumpfen Gefühl von flachem Humor Platz, denn die Ironie, dass sich Zephyr nun mit den Folgen einer Auseinandersetzung herumschlagen musste, durch die Asher sie inzwischen zum zweiten Mal gerettet hatte, war zu köstlich als das er das schweigend hinnehmen konnte. Er stemmte spielerisch eine blutige Hand in die Hüfte und sah sie verschmitzt an. "Was soll ich sagen, ich bin einfach dein Schutzengel", kommentierte er wohl in dem Wissen, dass es das letzte war, was der Dämon verkörperte. Er konnte sich ein raues, kehliges Lachen nicht verkneifen während sie es schließlich schaffte sich auf die Beine zu hieven und seinen Blick zu erwidern.
Zephyr zog unterdessen den Dolch aus ihrem Körper und kaum einen Moment später überzog eine Eisschicht die aufgeschnittene Stelle, wobei Asher sich tatsächlich eingestehen musste, dass er sie vielleicht etwas stärker zugerichtet hatte als nötig gewesen war. Rein theoretisch hätte er auch ganz die Finger von ihr lassen und sie rein mit Halluzinationen vertreiben können, aber wenn er sich dem Problem schon annahm dann nur nach seinen eigenen Methoden. Und diese konnte Zephyr selbstverständlich nicht unkommentiert lassen, wo wären sie denn da auch. Immerhin war nun endlich die kalte Taktikerin zurück, die er ihr gerade zurück in ihren Körper hatte prügeln müssen.
Er sog verächtlich die Luft ein. "Fang bloß gar nicht erst an", erwiderte er zynisch und nahm den blutverschmierten Dolch entgegen, welchen der eine Weile abschätzend betrachtete, bevor er wieder zu der Hexe sah. Sein Dämonenproblem war offensichtlich genug gewesen als das er sich noch erklären müsste. "Ich bin nicht derjenige, der sich auf unerklärliche Weise plötzlich in den sicheren Tod stürzen wollte." Er pustete sich eine hartnäckige strähne aus dem Gesicht. "Die Kleine hatte ja nichtmal den Anflug einer Ahnung, wer ich überhaupt bin. Irgendeine Erklärung parat oder verschweigen wir das Ganze bis du mich nochmal zu deinem sicheren Tod herausforderst?"
Mit einem theatralischen Seufzen ließ er seine Zunge einmal über die Klinge seines Dolches fahren und ließ sich den Geschmack von Zephyrs Blut nicht zergehen, bevor er seufzend ausatmete und ihn in seinen Stiefel zurück wandern ließ. Natürlich konnte Asher die Neckereien nicht sein lassen, es gehörte einfach zu ihm noch ein bisschen darauf herumzuhacken. Immerhin war ihm bewusst, dass es nicht Zephyr gewesen war, auch wenn er diese wagemutige Leistung gerade ihr in die Schuhe schob. Ebenso war ihm aber auch bewusst, dass sie jetzt gut eine Zigarette vertragen konnte. Er klopfte ihr herzhaft auf die Schuler um ihr zu zeigen, dass er es gerade für seine Verhältnisse sehr liebevoll meinte, obwohl er wusste das unter der beklopften Haut gerade die Schnittwunde verheilte. "Ich geb dir eine aus, ist jetzt sicher nicht verkehrt." Er holte eine Schachtel aus seiner Jackentasche und warf sein Feuerzeug einmal in die Luft, bevor er zwei Zigaretten anzündete und ihr die eine reichte, während er die andere zwischen seine Lippen schob und mit entspanntem Blick daran zog.



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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   So 28 Feb 2016 - 19:43
 
Zephyr hatte sich beim besten Willen nicht ausgesucht, dass die Namenlose ihren Körper übernahm. Hätte sie es verhindern können, so wäre es auch ganz sicher nie zu dem Treffen zwischen ihr und dem rothaarigen Dämon gekommen. Die blauhaarige wusste um die Schwächen der Dämonin in ihr. Als sie sie damals in sich eingesperrt hatte, war sie jung und unerfahren gewesen. Sie hatte keine Chance gegen einen Gegner wie Asher. Selbst Zephyr würde gegen ihn verlieren, wenn sie nicht in Topform war. Mit nur einem Arm gegen einen so mächtigen Gegner zu kämpfen würde schwierig werden. „Wäre es nach mir gegangen, wäre dieser niedere Dämon hier niemals rum gekrochen. Glaub mir.“
Leider konnte die blauhaarige Hexe das Geschehene nicht mehr rückgängig machen, also musste sie sich nun mit den Konsequenzen abfinden. Und das waren ein mehr als gebrochener Arm, eine tiefe Stichwunde an ihrer Brust und einem Blutverlust, der ihr fast das Bewusstsein raubte. Außerdem hatte sie sicherlich noch einige gebrochene Rippen und unter ihrer Uniform Verletzungen von denen sie bis jetzt noch nichts wusste, aber damit würde sie sich später abfinden müssen. Als sie allerdings die Erklärung darauf hörte, wie Asher es geschafft hatte ihren Arm so zu verdrehen, konnte sie nicht recht glauben was sie da hörte. Sein Lächeln und diese Aussage ließ die Hexe einfach mal so stehen. Es war ihm so raus gerutscht.. das nächste Mal würde er derjenige sein, der mit so etwas zu rechnen hatte.
Schutzengel? Hatte sich Asher da grade wirklich als ihren Schutzengel bezeichnet? Jetzt konnte sich die Hexe tatsächlich das Lachen nicht mehr verkneifen. Asher war das komplette Gegenteil eines Engels und auch wenn er ihr nun schon zwei Mal den Arsch gerettet hatte, so würde sie ihn niemals als ihren Schutzengel betiteln. Alleine die Vorstellung wie der rothaarige Teufel mit flauschigen, weißen Flügeln durch die gegen stolzierte war einfach zu amüsant. „Die Bezeichnung merke ich mir, wenn ich dir dein Arbeitszeugnis ausstelle: Schutzengel Asher, stets zu Diensten. Tötet sie erst fast und stellt es dann als Heldentat hin.“ Die beiden waren wirklich ein seltsames Duo, aber eins musste man ihnen lassen. Auch sie hatten mal etwas zu lachen. Und im Moment war das die Vorstellung des Teufels mit weißen Flügel und einem Heiligenschein.
In den sicheren Tod hatte sich Zephyr auch nicht stützen wollen. Indem sie ihre Menschlichkeit und damit ihre Kräfte als Hexe in sich verschlossen hatte, hatte die Namenlose die Macht bekommen, die sie brauchte um den Körper der blauhaarigen übernehmen zu können. Leider hatte diese dann das Pech gehabt auf Asher zu treffen. Nachdenklich betrachtete die Hexe ihren unnatürlich verdrehten Arm. Es war klar, dass sie die Heilung so nicht anfangen konnte. Der Knochen würde falsch zusammen wachsen und den Arm nochmal zu brechen, würde ihr nur noch weiter zusetzen. Obwohl sie sich sicher war, dass Asher ihr dabei gerne behilflich sein wollen würde.
Wahrscheinlich würde sie den Arm noch zwei Mal drehen und dann einrenken müssen. Allerdings bestand dann die Gefahr, dass sie nicht mehr die Kraft dazu hatte, sich auf den Beinen zu halten. Und alleine bei der Vorstellung musste die blauhaarige genervt Seufzen. Warum hatte die Namenlose auch unbedingt mit Asher Bekanntschaft machen müssen?
„Als ich gemerkt habe wie die Namenlose damit begonnen hatte meinen Körper zu übernehmen,“ fing die blauhaarige an zu erklären, während sie sich eine blutverschmierte Strähne aus dem Gesicht strich, „habe ich meine Macht und meine Erinnerungen mit mir zusammen weggeschlossen. Sie konnte also nicht wissen wer du bist, weil ihr beide euch noch niemals begegnet seid.“ Ein bitteres Lachen verließ die Lippen der Hexe, ehe sie ihren Arm packte und ihn das zweite Mal herum drehte. Keuchend ließ sie sich gegen das Eis fallen, um wenigstens noch auf den Beinen bleiben zu können. „Mal abgesehen davon das ich verhindern werde, dass ihr beide euch nochmal trefft.“
Trotz der Schmerzen breitete sich auf den Lippen der Hexe ein amüsiertes Lächeln aus. Glaubte Asher wirklich, dass Zephyr es zu lassen würde, dass er sie noch einmal so schwer verletzte? „Keine Sorge, wenn wir beide das nächste Mal kämpfen, wirst du allerhöchstens die Sache mit dem Arm zurückbekommen. Von uns beiden stirbt niemand so schnell. Das wäre zu langweilig.“ Es müsste schon ein Wunder geschehen ehe einer der beiden starb. Asher konnte jederzeit in die Hölle zurückkehren und Zephyr selber konnte einfach in ihre Welt zurückkehren. Eine Heilung nahm zwar etwas Zeit in Anspruch, aber davon hatten beide mehr als genug. Und wenn es darum ging ihren Spaß zu haben, wussten die beiden Verbündeten genau was zu tun war. Selbst der Kampf im Wald, der das umliegende Gelände verbrannt hatte, war für die beiden ein einziger großer Spaß gewesen.
Als sie Asher erneut ansah, bekam sie grade noch mit wie er das Blut von der Klinge seines Dolches leckte. So wie er zuvor sie geneckt hatte, konnte sie sich das gleiche nun auch nicht verkneifen. Grinsend zog sie die Augenbrauen hoch und schüttelte den Kopf. „Kann da jemand einfach nicht der Versuchung widerstehen?,“ sprach sie scherzhaft, während sie damit anfing die Wunde an ihrem Schlüsselbein zu heilen. Doch noch bevor sie dazu überhaupt kommen konnte, klopfte ihr der rothaarige Dämon auf die Schulter. Zephyr wusste das er es tatsächlich nicht böse meinte, aber die Schmerzen die sie daraufhin durchzuckten waren wirklich nicht das angenehmste, weswegen sie ihm einfach einen vielsagenden Blick schenkte. Sollte er sich doch mal die Schulter durchbohren lassen. Sie würde ihm mit Freunde ein bisschen darauf klopfen. Und auch wenn die Hexe eigentlich niemals eine Zigarette rauchte, so befand sie es jetzt als etwas, dass ihr gut bekommen würde. „Damit könntest du wohl recht haben.“ Nachdem Asher also beide Zigaretten angezündet und ihr eine von ihnen gereicht hatte, zog die Hexe genüsslich an ihrer. Im Augenblick hatte das rauchen tatsächlich etwas beruhigendes und es lenkte sie, fürs erste, von den Schmerzen ab die von ihrem Arm ausgingen.


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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Fr 4 März 2016 - 23:11
 


Asher & Zephyr
Dienstag, 26. April | Feldweg im Industriegebiet

Verrückt. Selbst - oder gerade - in Momenten wie diesen wurde Asher nie Müde noch einen Spruch vom Zaun zu reißen. In dem Wissen, dass er da bei Zephyr an der richtigen Adresse war, grinste er nur gehässig als er ihren abfälligen Kommentar vernahm. Er zuckte schließlich schlichtweg mit den Schultern, immerhin konnte sie das ja momentan nicht tun, da konnte man ja mal großzügig sein und den Job für sie übernehmen. "Hmmm, ich fürchte du hast recht", antwortete er und ein genießerisches Knurren stieg seine Kehle empor, während er Zephyr dabei zusah, wie sie begann ihren verkorksten Arm näher zu inspizieren. Er lachte leise, bevor er ein paar Schritte um sie herum trat und dann die Augen hinter seinem roten Haarschopf verschwinden ließ. "Siehst du den Heiligenschein?", fragte er rhetorisch und sein Grinsen wurde eine Spur breiter, sodass seine Reißzähne hervor blitzten. Sein soeben gepriesenes Engelsbild wurde somit zu Staub zermalmt, noch bevor es Jemals die Chance hatte entstehen zu können. Es war ein Wunder, dass Asher überhaupt in der Laune dazu war, über diese widerlichen Gotteskreaturen Witze zu reißen, wo er sie doch sonst nur blutend mit zerrupften Federn und aufgespießt als Mahlzeit vor Augen hatte. Es hatte sich halt so ergeben. Ebenso wie sich Zephyrs dämonische Seite einfach so ergeben hatte.
Es war ersichtlich, dass beiden Monstern bewusst war wie ihr Bündnisvertrag funktionierte und sie sich einander verpflichtet hatten, egal wie blutig es wurde. Auch wenn Asher bezweifelte, dass die taktische Zephyr - wie sie nun wieder vor ihm stand - den Rotschopf in die Gründe einweihen würde, die sie dazu veranlasst hatten zu einem niederen Wesen zu mutieren, hatte sie immer noch den Mumm und den Humor sich nun hier mit Asher die angebotene Zigarette zu gönnen. Eben die Hexe war wieder vollständig zurück, mit der er den vielversprechenden Bund eingegangen war und seine teuflische Laune kehrte zurück, die ihn umgehend wieder dazu veranlasste den Kopf zu heben und diabolisch zu grinsen, als er sie wieder ansah. Seine Zigarette wanderte währenddessen zurück in seinen Mund als Zephyr ihm kund tat, dass sie die Namenlose nicht noch einmal auf ihn treffen lassen würde.
Ashers goldene Augen funkelten kurz schwach auf als er diese Worte hörte, dann schnaubte er nur kaum hörbar. "Das will ich hoffen", brummte er mit dem letzten Nachgeschmack seines Hasses, den er soeben an Zephyrs geschundenen Körper ausgelassen hatte, "in ihrem eigenen Interesse." Zu gern malte er sich in Gedanken erneut aus was die verseuchte Dämonin erwarten würde, sollte sie ihm noch einmal unter die Augen treten. Das Höllenfeuer hatte eine ganz besondere Wirkung auf Ihresgleichen, derer er nie müde wurde zu beobachten und herauf zu beschwören. Er schätzte Zephyr jedoch allemal stark genug ein um in der Lage zu sein, sie auf immer und ewig wegzusperren, sollte die Hexe dieses Bedürfnis hegen. Und auch wenn sie ihn nicht einweihte - was ihn ausnahmsweise nicht störte - konnte er an ihrer Haltung und Stimme sehen, dass ihre innere Dämonin ohne ihr Zutun freigelassen worden war. Zephyr selbst war viel zu strategisch als das sie einen erheblichen, allgemeinen Nachteil ohne Weiteres zulassen würde.
Nachdem er seinen Dolch in seinen Stiefel zurück gesteckt hatte ließ es Zephyr sich nicht nehmen, einen abfälligen Kommentar darüber fallen zu lassen, dass er sich soeben noch eine Kostprobe von ihrem Blut genehmigt hatte. Als Antwort darauf zog er sarkastisch seine Oberlippe etwas hoch, sodass er ihr den Anblick einer seiner Reißzähne zuteilwerden ließ, bevor er einen langen Zug seiner Zigarette nahm. "Ich hätte nicht von dir gedacht, dass du dich noch einmal an meine Kostprobe bei dem Waldbrand zurück erinnern wollen würdest", schmunzelte er dann während jedes seiner Worte eine neu geformte Rauchwolke vor seinen Lippen formte, "denn wie sich bereits gezeigt hat schmeckst du wirklich ganz vorzüglich." Es war kaum auszumachen, doch in seinen schwach glimmenden gelben Augen funkelte es kurz auf, als er ihr einen Blick zuwarf, der mehr sagte als tausend Worte.
Es war diese Einigung, dieses beidseitige Verständnis der Monster, mit denen jeder von ihnen einen Vertrag eingegangen war. Kein anderes Lebewesen war in der Lage dies zu verstehen, so wie Asher und Zephyr sich gegenseitig verstanden. Bei ihnen brauchte es schlichtweg nicht vieler Worte um sich auszudrücken.
Und mit eben diesem letzten Gedanken, zog er ein letztes Mal an dem verbliebenen Stummel seiner Zigarette, ließ sie auf den Boden fallen und trat sie im Weggehen aus. Zum Abschied hob er kurz die Hand, ohne sich zu der Hexe umzudrehen. "Bis zum nächsten Mal, Zephyr."
Und kurz bevor die Schatten ihn wie so oft verschluckten hielt er noch einmal an, um einen Blick über die Schulter zurück zu werfen. "Ich freue mich darauf." Seine gelben Augen leuchteten ein letztes Mal auf, bevor er in der Dunkelheit verschwand.




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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Sa 12 März 2016 - 11:00
 
Auf den Lippen der Hexe bildete sich ein Lächeln. Die meisten würden sich wahrscheinlich wirklich nicht zurückerinnern wollen, wenn jemand anderes von ihrem Blut getrunken hatte, aber Zephyr nahm es einfach als das hin was es war: Ein Ereignis in der Vergangenheit, ausgelöst durch Fehler die sie gemacht hatte. Außerdem würde sie es ganz sicher nicht nochmal so weit kommen lassen, weswegen sie diese kleine Stichelei auch gut und gerne hinnehmen konnte. „Es war das erste und einzige Mal, dass ich dich in einem Kampf so nah an mich heran lasse, also warum sollte ich nicht auch etwas damit sticheln,“ sagte sie schmunzelnd, während die Zigarette zwischen die Finger nahm und den Rauch in die kühler werdende Nachtluft pustete. Was für ein seltsames Kompliment. Immerhin hörte man nicht jeden Tag, dass man wirklich ganz vorzüglich schmecken würde.
Asher verschwand im Schatten der anbrechenden Nacht und damit konnte Zephyr endlich etwas Schwäche zeigen. Der Blutverlust, die Schmerzen des vollkommen verdrehten Armes und die Wunde an ihrem Schlüsselbein machten ihr mehr zu schaffen, als sie es anfangs gezeigt hatte. Sie zog ein letztes Mal an der Zigarette, ehe sie diese auf den Boden warf und drauf trat. Es war wahrscheinlich nicht das schlauste, so wie sie aussah zum Krankenhaus zu gehen, doch wenn sie diese Wunden nicht behandeln ließ, dann würde sie wohl bald daran vergehen.
Und nur der Teufel wusste, dass Zephyr noch lange nicht vor hatte diese Welt zu verlassen Dafür hatte sie hier viel zu sehr Spaß. Mit zusammengebissenen Zähnen betrachtete sie ihren Arm und überlegte ob es klug wäre ihn für den Weg bis zum Krankenhaus ruhig zu stellen. Wahrscheinlich. Doch in ihrer jetzigen Verfassung würde ihre Eismagie ihr wahrscheinlich mehr schaden, als helfen. So ein verdammter Mist.. und das alles nur weil ich mich nicht im Griff hatte, dachte sich die blauhaarige genervt. Hätte sie Sharif niemals kennen gelernt, hätte sich sich niemals in ihn verliebt, dann wäre das alles nie passiert. Dann wäre Zephyr niemals so schwach geworden, dass sogar die Namenlose ihren Körper übernehmen konnte.  
Knurrend beschloss die Hexe ihren Arm zu lassen wie er war und machte sich auf den Weg in die Richtung der Stadt um dann das Krankenhaus zu suchen. Sie hörte wie immer wieder einzelne Tropfen ihres Blutes auf dem Boden landeten. Jeder andere hätte sich beeilt, aber die Hexe wusste das dies kein kluger Schachzug war. Wenn sie sich jetzt beeilte würde ihr Herz schneller anfangen zu schlagen, ihr Blut würde mit einer höheren Geschwindigkeit und damit mit viel höherem Druck durch ihren Körper gepumpt werden. Und das wieder rum würde nur bedeuten das sie noch viel mehr Blut verlieren würde als sie es jetzt tat.  
Sie atmete einen Augenblick tief ein, ehe sie ebenfalls im Schatten der Nacht verschwand. Das einzige was daraufhin deutete das sie hier gewesen war, war das Blut, dass auf dem Boden zu entdecken war. Denn noch bevor sie das Gelände vollständig verlassen hatte, hatte sie die Leichen in Eis eingehüllt und sie zersplittern lassen. Niemand würde diese Familie je wieder sehen. Niemand.

Tbc.: Krankenhaus


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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Mo 3 Jul 2017 - 16:52
 


Sharif & Máirín
Einstiegspost | ? | Feldweg | ? | ?


"Lass mich dich auch verstehen, Zephyr, Monster!"
„Meine Gefühle waren niemals etwas, dass ich gespielt habe.“
"Ich habe dich geliebt."


"Du hattest recht. Es gibt sie. Monster."

___

Sharif... Etwas in seinem Inneren schien an diesem Wort festzuhalten, an diesem Namen. Als würde eine Stimme zu ihm sprechen, die nicht ihm gehörte. Die Niemandem gehörte, den er kannte. Doch er kannte Niemanden. Er versuchte die Stimme zuzuordnen, doch er sah keine Gesichter vor sich, als er sich zu erinnern versuchte. Er konnte sich nicht erinnern. Da waren keine Erinnerungen, an die er sich hätte erinnern können.
Eine grenzenlose Leere erfüllte ihn und alles um ihn herum - das war das letzte Gefühl, welches er zu beschreiben vermochte, bevor ihn mit einem Mal ein Licht blendete. Ob es tatsächlich eine Leere gewesen war vermochte er nicht zu sagen, nur ein dumpfes Gefühl war alles, was übrig geblieben war. Das Licht nahm seine Sinne ein, Sinne die sich auf die Lichtquelle nicht einzustellen vermochten. Und sobald er aufblicken und sehen wollte, wo es herkam, wurde er geblendet und hob die Hand, um sich gegen das Licht abzuschirmen.
Er schnaubte leise, als sich endlich Gefühl in seinem verspannten Körper ausbreitete. Es fühlte sich an, als habe er seine Muskeln seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt - das Gefühl war fast damit gleichzusetzen, als habe er sie noch nie benutzt. Er saß, eine Hand stützte sich am Boden ab, während eines seiner langen Beine aufgestellt war und das andere angewinkelt an seinem Körper lag. Um eines seiner Beine war ein weißer Schweif gelegt, in welchem er nach einem kurzen Moment Gefühl verspürte und ihn anhob, um ihn einmal sanft gegen den Boden schlagen zu lassen. Und nun, nach diesem kurzen Augenblick, begannen seine Augen sich endlich an das Licht zu gewöhnen.
Tageslicht war es, das ihn geblendet hatte. Die Sonne stand hoch am Himmel und strahlte auf ihn herab, sodass kein Zweifel bestand, dass es Sommer sein musste. Wo war er hier? Ein weiteres, füchsischeres Schnauben verließ ihn, als er flink auf die Füße sprang und dort in der Hocke ausharrte, um sich mit diesem befremdlichen Gefühl vertraut zu machen. Er hatte eine gute Balance für ein Körpergefühl, das nicht von dieser Welt zu kommen schien. Er sah an sich herunter. Zwei weiße Handschuhe bedeckten seine Hände, die er vor sich hielt als müsse er sich erst an den Anblick gewöhnen. Warum kam ihm das alles nicht bekannt vor? Er trug einen blauvioletten Mantel, der ein kleines bisschen staubig war. Und dann erblickte er vor sich auf dem Moden eine weiße Maske, die ein Tier darzustellen schien - er vermochte nicht zu sagen, ob es ein Fuchs oder ein Schakal war. Wer ließ mitten im nirgendwo eine Maske liegen?
Verwirrt nahm er sie in die behandschuhte Hand und stand nun endlich vollends auf. Die Landschaft war weit und breit ausgemerzt, entweder die Sonne schien hier besonders brutal, oder er befand sich irgendwo außerhalb in der Nähe von Maschinen oder Industrie, für die diese Felder plattgewalzt wurden. Er fühlte sich bei diesen Gedanken verloren. Er konnte es nicht wirklich Erinnerungen nennen, die dafür verantwortlich waren, dass er abschätzen konnte wo er war, was geschah und was all dies um ihn herum zu bedeuten hatte. Vielmehr war abgesehen von seinen Aufnahmefähigkeiten und seinem Interpretationsvermögen von alles Neuem, mit dem er in den letzten, wenigen Minuten konfrontiert worden war, nichts weiteres mehr. Nichts. Da war rein gar nichts. Ein kalter Schauer lief ihm den Rücken hinab.
Da glaubte er, hinter sich einen Luftzug zu hören und eines seiner weißen Schakalsohren bewegte sich in die Richtung, bevor er sich herum drehte - und erstarrte. Die Maske noch immer in den Händen, starrten seine grüngelben Augen die gräuliche, schwebende Gestalt an, die sich nicht weit von ihm weg befand. Tücher bedeckten ihren Mund und langes, schwebendes, schwarzes Haar umgab ihren Kopf, doch der Rest ihres Körpers war schwer für ihn auszumachen.
Ein Kloß schien sich in seinem Hals zu bilden und auch wenn er nun, wo er stand, realisierte, dass er eine recht angenehme Körpergröße vorzuweisen hatte, fühlte er sich beinahe wie ein kleiner Junge - nur für diesen Moment. Er war reizüberflutet und er hatte keine Ahnung wo er war. Und das schlimmste war: Er wusste nicht, was er hier tat und vor allem nicht, wie er hier hergekommen war. "Entschuldige", sagte er und hielt danach kurz inne. Warum überraschte es ihn, wie seine Stimme klang? Wie alt schätzte er sich? Mitte 20? Müsste er damit nicht aufgewachsen sein? "Kannst du mir sagen, wo wir hier sind? Ich kann mich aus irgendeinem Grund nicht erinnern..." Ich kann mich an gar nichts erinnern, fügte er in Gedanken hinzu.
Und dann zuckte ein Kopfschmerz durch ihn hindurch, den er nicht hatte kommen sehen. All dies war so neu für ihn, zu neu, fremd und merkwürdig und beängstigend und vollkommen skurril. "Träume ich?", fragte er hilflos zwischen seinen Händen hervor, mit denen er sich die Augen zuhielt um dem Kopfschmerz entgegen zu wirken und plötzlich gaben auch seine Beine nach. Was auch immer diesem Körper widerfahren war, er schien einige Energie aufgebraucht zu haben. Energie, die Sharif nicht selbst genutzt hatte. Er landete im Sand des Weges auf den Knien und blieb dort, während seine Ohren begannen hin und her zu zucken und all die Geräusche um ihn herum wahrzunehmen, die ihn bis jetzt noch gar nicht erreicht hatten.
Und dann spürte er sie, eine Kraft, eine Macht. Irgendetwas Treibendes in ihm, etwas, was ihm half sich zu orientieren. Er wusste immer noch nicht wo er war, doch es schien als würde diese Kraft ihn wissen lassen wollen, dass er etwas zu tun hatte. Der Kopfschmerz verschwand. Sharif ließ die Hände sinken. Seine Augen suchten für einen Moment, bevor sie das graue Wesen, die Frau, wiederfanden. Was um alles in der Welt ging hier vor?



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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Mo 3 Jul 2017 - 19:58
 
Silber-blaue Augen trafen auf grüngelbe, als sich der weißhaarige Mann zu ihr herum drehte und sie ansah. Dafür, dass er grade erst erweckt worden war, schlug er sich besser, als dass es die Banshee geglaubt hätte. Sie wusste, dass sich der Mann nicht an sie erinnern konnte. Im Grunde genommen, konnte er sich an nichts erinnern, außer seinem Namen. Doch seine Erinnerungen waren nicht verloren – im Gegenteil. Sie ruhten tief in den weiten von Máirín's Verstand. Sie wusste was den Schakal in seinem vorigen Leben ausgemacht hatte – und ein Funken dessen glaubte sie auch in den grüngelben Augen des Mannes zu sehen, der nun vor ihr stand.
Dennoch war es seltsam. Diese ganze Situation. Eine beinahe ungewöhnliche Ruhe floss durch den Körper der schwarzhaarigen, als ihr Blick auf den seinen traf. Keinen Moment wich sie diesen grüngelben Augen aus, die so leer erschienen. Eine Leere, die darum bat ausgefüllt zu werden. Mit einer Aufgabe? Erinnerungen? Einer Bestimmungen? So gerne wie Máirín ihm helfen wollte, so sehr wusste sie, dass sie das nicht konnte. Zumindest nicht, wenn es um den Grund seiner erneuten Existenz ging. Andernfalls hatte sie sich nämlich dazu entschlossen, ihm mit jeder möglichen Tat zur Seite zu stehen. „Wir befinden uns außerhalb der Stadt, auf einem abgeschiedenen Feldweg,“ antwortete die schwarzhaarigen, während ihr Blick erneut über die Landschaft glitt. Darauf, dass Sharif ihr sagte, dass er sich an nichts erinnern konnte, erwiderte sie nichts. Schließlich war dies etwas, dass sie bereits wusste.
Wie gerne hätte sie ihm gesagt, dass all dies nur ein Traum war. Es war ihr Wunsch, seiner Seele ebenfalls den Frieden zu schenken, den sie auch all den anderen Seelen überbrachte – aber das konnte sie nicht. Nicht, bis er selber bereit dafür war. „Nein, ich fürchte dies hier ist kein Traum,“ antwortete sie leise. Ihre Augen glitten über die Landschaft, die sie beide umgab. Einen Ort, der ihr keinesfalls fremd war. Ein Ort, den sie selbst niemals betreten hatte. Sie hatte ihn schon einmal gesehen – in der Erinnerung des Mannes, der vor ihr im trockenen Sand des Weges kniete. An diesem Ort hatte er die Person kennen gelernt, die ihm sein Ende gebracht hatte. Dieser Ort war es, an dem alles ein weiteres Mal beginnen würde – doch welches Ende die Geschichte dieses Mal nehmen würde, war noch ungewiss. Selbst die Banshee, die der starken Seele eine zweite Chance gewährt hatte, wusste nicht was seine Aufgabe war, um den ewigen Frieden zu finden.
Besorgt lag ihr Blick der Banshee auf dem Mann vor sich, als seine Beine nachgaben und er in den staubigen Sand fiel, der dieses Gebiet bedeckte. Während all der Zeit, in der sie als Seelenfresserin – als Richterin existierte war es nur selten zu einem Fall wie dem seinen gekommen. Seelen, die nachdem Tod eine zweite Chance bekamen. Erneut trafen sein Blick auf ihren – doch dieses Mal war es ihm gestattet ihre vollständige Gestalt zu sehen. Ihre Füßen kamen dem Boden näher. Ihre Umrisse füllten sich, als ihr Körper menschlich wurde.
„Mein Name ist Máirín. Ich bin diejenige, die dich hergebracht hat,“ erklärte sie. Ruhig erklang ihre Stimme in seinen Gedanken, während ihre silber-blauen Augen die seinen betrachten. In ihrer menschlichen Gestalt verlor sie die Fähigkeit zu sprechen – doch in dieser Gestalt, würde es dem Mann einfacherer fallen sie anzusehen. „Ich bin diejenige, die über die Seelen richtet, die auf dieser Welt ihr Ende gefunden haben.“ Sie streckte ihr Hand aus, strich dem Mann vor sich eine der weißen Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Auch du hattest dein Ende bereits getroffen, doch deine Seele,“ ihre Lippen entwich ein leises Seufzen, als sie sich selber durch die schwarzen Haare fuhr. „Sie ist stark. Sie leuchtete so hell, dass es mir unmöglich war, dir den ewigen Frieden zu schenken. Du hast in dieser Welt noch etwas zu erfüllen. Etwas, dass hier existiert, hat deine Seele an sich gebunden.“ Manchmal war es ein Ort, manchmal war es eine Person. Es konnte ein Gegenstand sein. Worte, die man sich niemals getraut hatte auszusprechen. Das kam immer auf die Seele selber an. Máirín hätte Vermutungen anstellen können, was Sharif auf der Erde hielt, doch ihm im Augenblick die Dinge zu erklären schien für sich wichtiger zu sein.
Sie hielt ihm ihre Hand hin, damit er wieder aus dem Sand aufstehen konnte, ehe sich ihr Blick in Richtung der Stadt wendete. „Es mag mir verboten sein, dir zu helfen, dieses Etwas zu finden, aber ich werde dich anders unterstützen,“ erklärte sie, während sie ihre Augen wieder zu dem weißhaarigen zurück fanden. Der Sharif ohne Erinnerungen hatte in dieser Welt keinen Platz an dem er bleiben konnte. Zusätzlich musste er vorerst ein Gefühl dafür entwickeln was er war, was er tun konnte – und was er tun wollte. Ein sanftes Lächeln zierte die Lippen der schwarzhaarigen. „Wenn du es mir gestattest, werde ich dich zu einer Freundin bringen. Sie ist die Priesterin dieser Stadt,“ ein Nicken in Richtung des Horizonts, an dem man Cadysa selber vermuten konnte, „und wird dir einen sicheren Ort zum bleiben anbieten können. Zusätzlich dazu ist sie ein Engel höchsten Ranges. Sie wird dir auch einige deiner Fragen beantworten können.“ Das hoffte Máirín zumindest. Denn wann immer eine starke Seele wie die von Sharif eine zweite Chance bekam, spürte sie eine andere starke Präsenz neben ihrer eigenen. Sie hatte das Gefühl, sich niemals alleine dafür zu entscheiden, diese Seelen erneut auf die Erde zu schicken.


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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   Do 6 Jul 2017 - 22:32
 


Sharif & Máirín
? | Feldweg | ?

Der weißhaarige Schakal tat sich schwer, das Gefühl in seinen Beinen zurück zu gewinnen, als er sich aus dem Sand erhob und sich umschaute. Das Tageslicht schien immer noch viel zu hell zu sein, als wäre ein greller Lichtpegel allein auf ihn gerichtet und diente nur dazu, seine Orientierung durcheinander zu bringen. Es dauerte, doch ganz langsam schien er sich in seinem Körper und Umfeld zurecht zu finden. Und als er die in grau gekleidete, schwebende Frau vor sich erkannte, stellte er auch nicht infrage warum sie schwebte. Für ihn war es hier, jetzt, in diesem Moment nicht unnormal. Denn in einer Situation, wo sich alles unnormal anfühlte, da waren die unnormalen Dinge ganz gewöhnlich.
Sie sagte, dass er sich außerhalb der Stadt befand, auf einem Feldweg der abseits der bewohnten Gebiete war. Vielleicht war es besser so, vielleicht war es gut, dass er sich nicht inmitten von Menschen befand. Doch vielleicht hätte ihm das erklärt, wo er hergekommen war und was genau er dort gemacht hatte, oder? Seine Erinnerungen waren vollkommen leer, er schien alles Wissen verloren zu haben, falls er denn je welches besessen hatte. Es wurde zu viel für den Weißhaarigen und als seine noch neuen, unsteten Beine nachgaben, nahm der Sand seine Knie Willkommen an und seine Hände begruben sein Gesicht, welches mit all den Reizen um ihn herum nicht wirklich umzugehen vermochte. Seine Augen suchten haltlos nach etwas, was ihm all die Fragen beantworten konnte, die sich begannen in seinem Kopf zu sammeln, bis sie schließlich fragend, beinahe hilfesuchend an der Geistfrau hängen blieben.
Sie fürchtete, dass dies kein Traum war. Sharifs Ohren spitzten sich bei diesen Worten, der Klang ihrer Stimme war nicht sonderlich positiv. Erst, als sie sich direkt vor seinen überraschten Augen materialisierte und zu ihm in den Sand stieg, um vor ihm in einem Körper zum Stehen zu kommen, erkannte er, was an der vorigen Situation merkwürdig gewesen sein musste. Sie war ein Geist. Während es vielleicht angebracht gewesen wäre sich zu erschrecken, löste ihre Anwesenheit auf eine befremdende Weise eine Ruhe bei ihm aus. Er fühlte sich nur halb so verloren, solange die schimmernden Augen der geisterhaften, schwarzhaarigen Frau auf ihm lagen. In seinem jetzigen Zustand wünschte er sich, sie würde diesen besänftigenden Blick nie mehr von ihm abwenden. Irgendetwas schien ihn mit ihr zu verbinden und diese innere Kraft, die in ihm hauste, schien dies zu wissen.
Ihr Blick aus blau-silbernen Augen war so gewapnet, da ihm ein Wissen inne liegen musste, welches Sharifs fehlende Erinnerungen nur zu gern erfahren würden. Sie schien viel mehr zu wissen als er. Sie sah ihn an, als kannte sie ihn. Als wüsste sie, warum er hier war. Konnte sie es ihm sagen? War sie vielleicht die Antwort darauf, warum er sich so leer fühlte, als wäre er nicht mehr als eine Hülle?
Sie sagte ihm, ihr Name sie Máirín und das sie der Grund war, warum er hier war. "Du.. hast mich hergebracht?", fragte er, gleichermaßen fassungslos wie verwirrt. Nur knapp gelang es ihm die Frage zu unterdrücken, wo sie ihn denn abgeholt hatte, weil er sich wirklich nicht mehr erinnern konnte. Dem Schakal war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgefallen, dass sie nicht länger direkt mit ihm sprach, vielmehr hörte er ihre Stimme nun in seinem Kopf. Er stellte jedoch keine Fragen dazu. Er hatte gerade wichtigere Fragen, die nach Antworten verlangten.
Sein Blick ließ den ihren nicht los. Ihre Augen waren so neutral und doch.. schien dahinter etwas zu sein, etwas was Sharif fehlte. Ihre Hand berührte sein Gesicht und sie strich ihm eine Strähne aus dem verlorenen Gesicht, bevor sie wieder zu Sprechen begann.
Die Leere in Sharifs Augen schien für einen Moment noch viel tiefer zu werden. Er... war gestorben? Er war tot? Schock fuhr ihm in die Knochen und es kostete ihn volle Konzentration, nicht zu Zittern anzufangen. Ihre Stimme hallte durch seinen Kopf als wäre sie das Einzige, was darin überhaupt existierte, sie schien von allen Seiten widerzuhallen. Er griff sich an beide Oberarme und sank etwas in sich zusammen, während Mairin fortfuhr. Sie erzählte ihm, wie seine Seele eine war, die zu stark geleuchtet hatte. Er wusste nicht, ob ihn das beruhigen sollte. Sie nannte ihn stark. Doch er fühlte sich, als würde er jeden Moment das Bewusstsein verlieren. Der einzige Grund warum er es nicht tat war, dass er gerade erfuhr, dass er es wohl gerade erst wiedererlangt hatte. So schnell würde er es also nicht noch einmal hergeben!
Mit großen Augen hob er dann wieder den Blick und starrte dem zum Mensch gewordenen Geist entgegen. "Etwas, dass hier existiert, hat meine Seele gebunden?" Er hatte seine Stimme wieder gefunden. "Was? Was ist es? Warum fühle ich mich, als gäbe es für mich keinen Grund, keinen Sinn? Ich fühle mich leer..." Er merkte, wie seine Hände sich nicht länger an seinen Armen festhalten konnten und er ließ sie herab sacken, wo er sie auf seinen knienden Oberschenkeln liegen ließ und in den Sand vor sich starrte. Da war immer noch dieses dumpfe Ziehen in ihm, ein beinahe warmes, wenn auch leicht schmerzhaftes Gefühl, etwas zu tun. Es war noch zu schwach als das er ausmachen konnte, wozu es gut war, doch es war da.
Er sah, dass Mairin ihm die Hand ausstreckte und nach einem scheiternden Versuch, selbst aufzustehen, nahm er sie an. "Máirín..", wiederholte er ihren Namen. Er war etwas, woran er sich erinnern würde. Eine erste Erinnerung. Sowie die Informationen, die sie ihm soeben gegeben hatte. "Ich hoffe, sie wird mir antworten können, denn ich bin nicht in der Lage die Fragen zu zählen, die ich habe." Der allererste Anflug von etwas wie einem Lächeln legte sich auf seine Lippen und auch wenn er erschöpft aussah, legte sich etwas Erleichterung auf ihn und löste die Spannung, die zuvor in seinen Schultern geruht hatte. "Vielen Dank, Máirín." Seine Stimme klang schwach, doch ihr wohnte eine noch unbekannte Stärke inne. Eine, die ein Versprechen darauf war, dass er eine Aufgabe zu erfüllen hatte, der es an Größe nicht mangeln würde.




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BeitragThema - Re: Abgeschiedener Feldweg   So 9 Jul 2017 - 18:11
 
Noch immer mischten sich Trauer und Sorge im Blick der schwarzhaarigen Frau. Sie wusste, wie sich die endlose Leere anfühlte, die nun auch den weißhaarigen Mann heimsuchte. Schließlich war auch sie eines Tages in dieser Welt erwacht. Ohne Erinnerungen, nur mit der Bestimmung auf ewig die Seelen der Verstorbenen zu richten.
Hatte auch Sie ein Leben vor dieser Existenz gehabt? War sie verstorben, so wie die Seelen, über die sie nun richtete? Doch wenn das wahr war, warum erinnerte sie sich dann nicht? Was war geschehen, dass sie selbst die Gefühle der Menschen nicht mehr verstehen konnte. Niemand hatte ihr die Antworten auf diese Fragen geben können und nach der Zeit, die sie nun schon als Banshee existierte, hatte sie aufgehört Antworten zu suchen. Sie war, wer sie war. Doch der Mann vor ihr, er hatte die Chance die ihr gefehlt hatte. Ihm wurde die Möglichkeit geschenkt, seinen ewigen Frieden zu erreichen. Alles was er dafür tun musste war, dass zu finden, was seine Seele unwiderruflich an sich gebunden hatte – und los zu lassen.
Schweigsam schüttelte sie den Kopf, als der zum Mensch gewordene Geist ihr die Frage stellte, auf die er seine eigene Antwort finden musste. „Ich weiß, dass es schwer ist mir Glaube zu schenken,“ ruhig erklang ihre Stimme, die von einer Sicherheit gefühlt war, die dem Mann vor ihr noch fehlte. „Du wirst finden, was immer dich hier hält. Auch wenn du nicht weißt wer du warst oder was geschehen ist, in dir,“ sie streckte ihre Hand aus und zeigte auf die Stelle seiner Brust, unter der unaufhörlich sein Herz schlug. Sanft lächelnd hob sie ihren Blick und sah in die verlorenen gelbgrünen Augen vor sich. „Ist eine Kraft die dich führen wird. Und auch wenn du dich im Augenblick leer fühlst, sei dir sicher, dass du auf deiner Reise niemals alleine sein wirst. Ich werde über dich wach. Versprochen.“ Es war das bindende Versprechen eines Geistes gegenüber eines anderen. Seine Antwort war etwas, dass er selber finden musste – doch während er nach ihr suchte, würde Máirín immer eine Auge auf ihn haben. Als sie ihm die Möglichkeit geschenkt hatte, diese Erde noch ein weiteres Mal zu betreten, hatte sie sein Schicksal mit dem ihren verflochten. Wo auch immer seine Geschichte enden würde, die schwarzhaarige würde an diesem Punkt auf ihn warten – und ihm den ewigen Frieden schenken, denn er nun suchen musste.
Als er ihre Hand ergriff und mit ihrer Hilfe aufstand, hörte sie wie ihr Name über seine Lippen kam. Ihre silberblauen Augen legten sich kurz auf ihn, ehe sie seine Hand los. Ihr Blick wanderte in die Richtung der Stadt – oder besser gesagt, in die Richtung der Kirche – wo Sofiel schon auf sie warten würde. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen bis sich Máirín hätte entscheiden müssen, was mit der Seele Sharif's geschehen sollte. Entweder sie hätte seine Existenz ausgelöscht, damit die anderen Seelen in Frieden ihren Weg zur ewigen Ruhe antreten konnten – oder aber sie schenkte ihm eine zweite Chance. Und schlussendlich hatte sie sich für letzteres entschieden. „Sie ist sehr geduldig und wird die die Frage beantworten, auf die sie selber eine Antwort hat,“ antwortete die schwarzhaarige lächelnd ehe sie einige Schritte in die Richtung des Weges machen, in die die beiden gehen mussten. „Aber auch sie darf dir einige Fragen nicht beantworten. Es gibt Dinge, die du selber herausfinden musst. Dennoch werden wir beide immer für dich da sein,“ versprach sie dem weißhaarigen lächelnd. Und als sie ihn erneut ansah, als er sich bei ihr bedankte lag das erste Mal ein Lächeln auf seinen Lippen. Sie konnte verstehen dass er erschöpft war, dass er sich noch immer verloren fühlte – doch so gesehen existierte er erst seit einigen Momenten. Es war verständlich dass die Eindrücke ihn eine Menge Energie kosten würden. „Gerne,“ antwortete sie noch, ehe sie sich mit ihm zusammen auf den Weg in Richtung der Kirche machte. Sofiel würde ihm seine restlichen Fragen beantworten können und falls es dann noch Unstimmigkeiten geben sollte, dann würde auch Máirín nochmal wiederkommen.
Durch ihre Aufgabe als Banshee war sie oft beschäftigt, andernfalls hätte sie sich wahrscheinlich auch selber um Sharif gekümmert. Doch sie konnte die Seelen der Verstorbenen nicht zu lange warten lassen – je mehr Seelen sich im Zwischenreich ansammelten, desto heller wurde das Leuchten jener Seelen. Und das letzte was sie im Moment brauchte war, eine zweite Seelen die so ein starkes Leuchten besaß wie Sharif seine. Denn auch sie kostete es eine Menge Kraft, eine Seele erneut zurück auf die Erde zu schicken. Kraft, die sie so eigentlich nicht besaß. Für einen Moment richtete sich ihr Blick gen Himmel. In solchen Momenten, wenn sie eine Seele erneut belebte, hatte sie das Gefühl mit etwas verbunden zu sein. Etwas... das sie nicht benennen konnte.

Tbc.: Die Kirche – Umliegender Garten


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