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 Dr. Zenvas Büro

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Gespielt von :
Cali

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Chefarzt des Krankenhauses (Spezialist für übernatürliche Krankheiten und Unfallchirurgie)

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Heaven's Doctor

BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mi 26 Jul 2017 - 22:54
 


Zenva & Touko
Montag, 07. Juni | Dr. Zenvas Büro

Der Engel war so in Gedanken bei der Arbeit gewesen, dass er wahrlich nicht erraten hätte, wen seine Sekretärin mit dem wartenden Patienten in seinem Büro meinte. Im Grunde war er schon nah dran, diesen Jemanden höflich wieder aus seinem Büro hinaus zu bitten, weil er weiß Gott genug zu tun hatte, doch es sollte alles ganz anders kommen. Und wenn er ehrlich war, dann konnte er sich darüber auch wirklich nicht beschweren.
Touko an diesem viel beschäftigten Tag zu sehen hellte seine Laune um ein ganzes Stück auf, selbst wenn er nun nicht mit ihr gerechnet hatte. Die Zeiten waren lange vorüber, in denen er irgendetwas über sie gestellt hatte. Als er nun zu seinem Schreibtisch ging und auf halbem Wege bei ihr stehen blieb, um sanft seine Hand an ihre Hüfte zu legen, sie zu sich zu ziehen und zu küssen, zeigte sich bei ihrer Erwiderung ein kleines Schmunzeln auf seinen Lippen. Das Quarz in seinen Augen schien bei ihrem Anblick aufgelebt zu haben und verlieh ihm eine viel wärmere Ausstrahlung, als es das ganze restliche Krankenhaus an diesem Tag bisher von ihm zu spüren bekommen hatte.
Er hatte gehört, wie ihr Herzschlag sich beschleunigt hatte und konnte der Wärme in seiner eigenen Brust nichts entgegensetzen, als ihm die Bedeutung dessen langsam gewiss wurde. Es freute sie ebenso sehr, ihn zu sehen wie es ihn selbst glücklich stimmte. Außenstehende hätten diese sanfte, jedoch liebevolle Geste zwischen ihnen womöglich als alltäglich abgestempelt, doch für die beiden und nach allem, was sie bereits zusammen durchgemacht hatten, war Alltag fast etwas Besonderes.
Als er die sanfte Hand auf seiner Brust spürte, als sie sich in seine sanfte Umarmung hinein sinken ließ, leuchtete die Wärme ihrer samtbraunen Augen direkt in sein Herz hinein. Und genau dieses setzte beinahe ganze zwei Schläge aus, als er dieses leise Wort von ihr hörte, dass bezeugte, wegen wem sie hier war. Ein Glanz trat in Zenvas Augen und er erinnerte sich an ihr intimes Wochenende, bevor seine Hand an ihrer Hüfte sie wortlos gleich noch etwas dichter zu sich heran zog.
Doch nur für einen kleinen Moment, da er danach den Aktenstapel in seiner anderen Hand erst einmal loswerden wollte und zu seinem Schreibtisch ging. Touko ging währenddessen auf seine Frage ein und allein an dem Seufzen hörte er bereits, dass etwas nicht besonders Erfreuliches geschehen sein musste. Sorge wagte sich in seinem Blick zu zeigen, während er ihr zuhörte und sein Blick kurz zu ihr zurück huschte, als die Pädagogin ihre schlanken Hände in den Taschen ihres Kittels versinken ließ.
Er sah ihr an, dass sie unter Stress stand und er war ganz Ohr, als sie seufzend zu erzählen begann. Nebenbei wanderte seine Hand hier und da zu seinem Schreibtisch, doch die meiste Zeit lag sein quarzfarbener Blick auf der Frau, die ihm sein Herz gestohlen hatte und ihm ihr eigenes nun vor sich ausschüttete. "Du klingst alles andere als begeistert", stellte er nüchtern fest als er sich aufrichtete. Und er sollte auch sofort erfahren, warum.
Sie erzählte, wie die Krankenschwestern sie durch das halbe Krankenhaus gescheucht hatten und dies bewegte den Chefarzt nun endlich dazu, die Akten außer Acht zu lassen und der Brünetten seine ganze Aufmerksamkeit, in Form von einem fragenden Gesicht, zuteilwerden zu lassen. "Was nehmen die sich heraus? Die Krankenschwestern sind sowieso ab und an wirklich..." Ihm fehlte ein passendes Wort. "Gewöhnungsbedürftig", ließ er den Satz dann schließlich stehen und nahm einen tiefen Atemzug. Er hatte es sich so zur Gewohnheit gemacht, ihre nervösen und merkwürdigen Annäherungsversuche abzublocken, dass er sie inzwischen kaum noch richtig wahrnahm, obwohl sie schon seit langer Zeit ein fester Bestandteil seines Krankenhausalltages waren. Allein die Art und Weise, wie Touko sich durch das Haar fuhr, sagte bereits eine Menge aus. Und wenn auch unbeabsichtigt, entstand erneut eine Wärme in Zenvas Brust als ihm auffiel, wie gut er sie doch inzwischen schon kannte.
Ihre Unruhe ließ ihn ganz wuschig werden. Irgendwann, auch wenn sie noch dabei war zu erzählen, trat er ihr in den Laufweg und ließ sie direkt an seine Brust laufen. Ein Schmunzeln lag auf seinen Lippen, als er sanft die Arme öffnete und ihr dann seine Hand auf den Haarschopf legte. "Hör auf so durch die Gegend zu stromern. Du machst mich noch ganz unruhig." Seine Stimme klang tief und sanft, als er ihr dies direkt über ihrem Kopf mit gesenktem Blick sagte. Kurz musste er leise lachen, als sie ihm sagte sie sei neugierig und er wurde für eine Sekunde in seine Wohnung zurück versetzt, in der Touko eines Abends betrunken und überaus neugierig aufgetaucht war. Wenn er jetzt daran zurück dachte, dann war das Ganze lange nicht mehr so wild, wie es das damals gewesen war. Heute war er klüger. Er wusste nun, was ihm zu der Zeit entgangen war.
Sanft ließ er sie los, als er ein weiteres Seufzen hörte und sein Blick wurde ernst, als er weiter zuhörte. Gerade wollte er dazu ansetzen, etwas zu erwidern, da erwähnte sie ein Foto.
Er stockte. "Was für ein Foto?", fragte er nach, klugerweise etwas vorsichtig. Er war kein großer Fan von solchen digitalen Momentaufnahmen, auch wenn er nicht so absolut unfähig mit Technik war wie sein Lehrerkollege Sanders. "Warte, warte", lachte er leise und nahm ihre Hand von seiner Wange, bevor er ihr einen tadelnden Blick schenkte. "Sie lenken vom Thema ab, Miss Murasame. Was hat es mit diesem Foto auf sich?"


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Domino ♥

BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mi 26 Jul 2017 - 23:41
 
Touko sah ein, dass es in der menschlichen Natur lag neugierig zu sein. Eine gesunde Neugierde treibt den Menschen an und ermöglicht ihm immer wieder neue Fähigkeiten und Wertigkeiten zu erlangen – doch die Neugierde von der die Krankenschwestern und Ärztinnen im Moment angetrieben wurden, war mehr als ungesund. Sie vergaßen über das Gerücht ihre eigene Arbeit und ließen damit nicht nur das Krankenhaus sondern auch ihre Patienten im Stich. Etwas, dass Touko nicht nachvollziehen konnte. Jeden Tag war sie mit Herz und Seele bei den Kindern, half ihnen die Dinge zu verstehen die mit ihren Körpern vorgingen und verbrachte Zeit mit ihnen – niemals würde sie sich durch ein Gerücht so aus der Fassung bringen lassen.
Zumindest nicht, wenn sie nicht grade Teil dieses Gerüchts wäre.
„Gewöhnungsbedürftig trifft es wirklich gut,“ erwiderte Touko kraftlos lächelnd, ehe jenes Lächeln wieder verschwand. Die Krankenschwestern waren mehr als nur ein bisschen neugierig und mehr als nur ein wenig gewöhnungsbedürftig. Wobei, wenn es nach Touko gehen würde, würde sie sich am liebsten die Bekanntschaft der Krankenschwestern nach dem heutigen Tag nicht mehr machen.
Und während Touko auf und ab lief, während sie irgendwie versuchte ihrer inneren Unruhe und dem Stress zu entkommen, merkte sie nicht wie sich Zenva ihr in den Weg stellte. Erst als sie gegen seine Brust lief, hob sie ihren Blick wieder. Nur kurz, denn schon kurz darauf entwich ihren Lippen ein Seufzen und sie ließ kraftlos die Hände sinken, während sie ihre Stirn an die Brust ihres Engels lehnte. „Tut mir Leid,“ flüsterte sie leise, ehe sie auch die Augen schloss und sich auf die warme Hand auf ihrem Haarschopf konzentrierte. Es hatte keinen Sinn sich aus der Ruhe bringen zu lassen – immerhin konnte hier, in diesem Raum, niemand an sie heran kommen. Sie war sicher. „Ich wollte dich nicht aus der Ruhe bringen, aber wenn man den ganzen Tag über durch das Krankenhaus gejagt wird, dann ist es schwer, sich selber erst mal wieder zu beruhigen.“ Wahrscheinlich hätte sie heute Morgen einfach den Kaffee weglassen sollen – dann wäre sie nun viel zu müde um sich noch darüber aufzuregen, dass die Krankenschwestern aus ihrem privat Leben ein einziges Durcheinander machen mussten. Das sie mit Zenva zusammen war ging niemanden innerhalb dieser Mauern etwas an – und doch hatte sich das Gerücht schneller verbreitet als manch andere Neuigkeit.
Andere Neuigkeit! Neben dem Chaos mit dem Foto durfte sie auf keinen Fall vergessen Zenva von dem Angebot zu erzählen, dass der Direktor des Krankenhauses ihr heute gemacht hatte. Zwar musste Touko selber noch etwas darüber nachdenken, aber generell würde es nur Vorteile mit sich bringen – und zudem würde sie viel mehr Zeit für die Kinder hier haben. Allerdings blieben ihre Gedanken nicht lange bei der Arbeitsstelle die ihr angeboten wurde, denn als Zenva sie danach fragte, von welchem Foto sie reden würde, hob sie verwirrt blinzelnd ihren Blick. „Du bist doch genauso wie ich den ganzen Vormittag schon hier, oder? Wie hast du es geschafft nichts davon mitzubekommen?“ Sie musste einfach fragen. Natürlich, sie hatte damit gerechnet dass die Krankenschwestern eher ihr hinterherlaufen würden als Zenva – aber das er gar nichts von dem ganzen Trubel mitbekommen hatte, klang etwas zuunglaubwürdig. Wobei es wahrscheinlich im Endeffekt auch besser so war, immerhin hatte er sich so auf seine Arbeit konzentrieren können.
Und wenn es nicht unbedingt sein musste, dann würde Touko das Thema auch nicht weiter vertiefen. Zumindest hatte sie das vor, bis ihre Hand mit einem sanften Lachen des Arztes vor ihr von seiner Wange genommen wurde und er sie dafür tadelte, dass sie wieder vom Thema ablenken würde.
Mit einem Seufzen entzog sie dem pinkhaarigen sanft ihre Hand. „Warte kurz,“ sagte sie, ehe sie ihren Blick senkte und mit der nun freien Hand nach ihrem Handy griff. Schon allein bei dem Anblick der unzähligen Nachrichten, schüttelte sie nur still schweigend den Kopf. Wie konnte man so viel Freizeit haben? Nun gut, einige der Nachrichten betrafen ihren Geburtstag, aber die Mehrzahl stammte eindeutig von Krankenhausmitarbeitern – und bei denen ging es im Moment nur darum, ob Touko tatsächlich etwas mit Zenva am laufen hatte. „Du erinnerst dich doch sicher daran, dass ich dich, als wir beide einkaufen waren, geküsst habe, nicht wahr?“ Sie kannte die Antwort bereits, immerhin lag jener verhängnisvoller Augenblick noch nicht all zu lange zurück. Noch immer tippte sie auf ihrem Handy herum bis sie das Foto fand. Als sie ihr Handy drehte und das leuchtende Display Zenva zeigte hob sie auch ihren Blick wieder.
„Jemand war da und hat uns fotografiert. Und dieses Foto befindet sich nun auf jedem Handy, dass im Verteiler des Krankenhaus drin ist,“ erklärte die Pädagogin sichtlich genervt. Obwohl Jayden alles dafür getan hatte, die Laune der Pädagogin bei ihrem morgendlichen Gespräch zu heben, war diese nun sichtlich entkräftet. Die Nachrichten, die Gerüchte, und die beinahe film reifen Verfolgungsjagden hatten sie einiges an Energie gekostet. Seufzend steckte sie das Handy wieder weg, als sie sich etwas an den Schreibtisch anlehnte und das Gesicht senkte. „Jeder redet darüber. Über unser Verhältnis. Wenn es doch nur das wäre. „Du müsstest die Krankenschwestern hören,“ fügte sie mit einem freudlosen Lachen hinzu. Wie können sie es wagen, sich an den Chefarzt ran zu machen? Sie sind doch gar nicht gut genug für ihn, also wirklich! Grinsend verstellte sie ihre Stimme, machte die Krankenschwestern nach und obwohl jene Aussagen wirklich nicht zum lachen waren – entwich ihr das erste Mal eines, dass weder freudlos noch kraftlos war. Es war traurig dass die Krankenschwestern meinten, Zenva besser zu kennen. Als würde er nichts zu der ganzen Sache von sich aus sagen können. Sie hob den Blick aus ihren braunen Augen und schenkte Zenva ein verspieltes Lächeln. „Sagen Sie mir, Hr. Dr., bin ich wirklich zu schlecht für Sie? Denn wenn das so ist, dann werde ich alles dafür tun, um noch besser zu werden,“ schnurrte sie grinsend, ehe aus ihrem Grinsen ein leises Lachen wurde. Oh wenn die Krankenschwestern sie doch nur hören könnten.
Obwohl. Nein besser nicht.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mi 9 Aug 2017 - 22:32
 


Zenva & Touko
Montag, 07. Juni | Dr. Zenvas Büro

Zenvas Augen lagen warm auf dem Kopf der Pädagogin, als ihre Stirn mit einem Seufzen gegen seine Brust landete und sie sich an ihn lehnte. Seine Hände legten sich daraufhin sanft an ihre Arme, um sie ein wenig zu stützen, denn was auch immer sie so herunter zog schien ihr einiges an Kraft zu rauben. Nicht nur körperlich, denn ein wenig war es ihr an ihrer ganzen Haltung anzusehen, sondern wohl auch geistig. Er konnte an ihrer ganzen Stimmlage hören, wie angestrengt sie war.
Als sie sich leise entschuldigte, nahm Zenva sie an den Schultern leicht zurück, um ihr in die Augen zu sehen und ihr zu vergewissern, dass alles in Ordnung war. "Da gibt es nichts zu entschuldigen", sagte er ihr nur leise und schloss kurz die Augen, als er seine Engelsenergie für einen Moment in ihren Körper schickte. Es würde kaum auffallen, doch es würde ihre Verspannung etwas lösen. Er wusste selbst zu gut, wie das Krankenhaus dazu verleitete sich stressen zu lassen, auch wenn der Workaholic dagegen immun war und sich einfach nicht stressen ließ - es sei denn er stresste sich selbst, oder irgendein Dilettant hatte wieder einmal seine Arbeit nicht richtig gemacht und damit alles aufgehalten. Zum Wohlergehen aller geschah das auffallend wenig, wenn der pinkhaarige Chefarzt gerade in der Nähe war.
Es war tatsächlich irgendwo fragwürdig, dass Touko durch das Krankenhaus gejagt worden war, und der Engel war auch ganz Ohr zu hören, was genau der Grund dafür war. Denn auch wenn er mit den Eigenarten der Schwestern vertraut war, so kam es in der Regel doch nur bei besonderen Anlässen vor, dass sie wirklich Jagd auf eine Person machten. Und das war bei der brünetten Pädagogin scheinbar geschehen.
Und da wurde auch schon jener Grund angesprochen, bei dem es sich nach ihren Worten wohl um ein Foto handeln sollte. Zenvas Lachen, als die Pädagogin schon direkt zum nächsten Thema springen wollte, war warm und bedacht nahm er ihre Hand von seinem Gesicht, damit sie ihn ansah - was sie auch tat, wenngleich sehr verwirrt. Ihr Blinzeln konnte sein sanftes Schmunzeln nicht von seinem Antlitz verschwinden lassen, wenngleich sie auch nachfragte, ob und wie er es geschafft hatte nichts davon mitzubekommen. Frage mischte sich in seinen quarzfarbenden Blick, als er sie weiterhin direkt ansah und ihre Worte auf sich wirken ließ. Doch noch ehe er etwas erwiderte, wies sie ihn dazu an einen Augenblick zu warten und holte ihr Handy zum Vorschein.
Das Schmunzeln vertiefte sich, als sie ihn an ihren Einkaufsausflug erinnerte und er ließ seine Hand sinken, bevor er sie mit einer fließenden Bewegung in der Tasche seines Kittels wandern ließ. "Natürlich", erwiderte er und die Erinnerung an den Kuss, von dem Touko da sprach, kam ihm wieder lebhaft in den Sinn. Vergessen war der Zusammenhang zu der ungesunden Schokolade, von deren Kauf er sie da hatte abhalten wollen; geblieben war die Wärme ihrer Lippen auf seinen und ein unvergessliches, freches Grinsen des Sieges, mit dem Touko aus dieser Konfrontation hinaus gegangen war - zu einem gewissen Preis, wie sich jetzt heraus stellen sollte.
Überraschung vermischte sich mit Unglaube, als der Chefarzt einen Blick auf das leuchtende Handydisplay warf. Touko zeigte ihm ein Bild, dass aus einem leicht umständlichen Winkel aus der Ferne geschossen wurde, dem es aber dennoch an Schärfe nicht fehlte: Es zeigte ihn und Touko, wie sie in genau dem Geschäft einen Kuss teilten, von dem sie eben noch gesprochen hatte. Das war also im Umlauf. Dieser Blick war jedoch nichts im Vergleich zu jenem, der sich auf seinem Gesicht zeigte, als über dem Bild eine Nachricht für Touko auftauchte: Alles Gute, Touko, heute ist dein großer Tag!
Der Arzt wurde kreidebleich. Touko, die inzwischen dabei war das Handy wieder wegzustecken und ihn noch darüber aufzuklären, dass ihr Verhältnis das Gespräch der ganzen Praxen und des gesamten Krankenhauses war, stand einem Engel gegenüber, der gut und gern eine Programmfehlfunktion auf der Stirn geschrieben haben könnte. Seine quarzfarbenen Augen starrten sie unverwandt an und während sie von diesem vermaledeiten Bild sprach, fand in Zenva nur genau ein einziger Gedankengang statt: Touko hat heute Geburtstag.
Erst, als sie ihn bei seinem Doktortitel nannte, kehrte die Realität zu ihm zurück und er blinzelte. Als er sie nun das nächste Mal ansah, verkniff er es sich, zu schlucken. Und der Ansatz seiner Ohren verfärbte sich ein kleines bisschen rot. Er hatte Toukos Geburtstag vergessen.
Panik. Wo er nach außen hin rein gar nichts zeigte - was für den Moment fast schon beunruhigend wäre, wenn er nicht blinzeln würde -, spielte sich in seinem Inneren tausend Dinge auf einmal ab. Er konnte ihr jetzt nicht einfach direkt gratulieren, das entsprach doch nicht der Norm. Wenn, dann tat man das wenn Jemand den Raum betrat oder man sich das erste Mal am Tag sah. Touko war allerdings viel mehr als nur eine Bekannte von ihm, viel mehr. Spätestens nach ihrem gemeinsam verbrachten Wochenende stand das fest und inzwischen - dank des Fotos - wusste es nun auch das ganze Krankenhaus, also war es doch eigentlich seine Pflicht gewesen, sie noch vor der Arbeit-
Ihm wurde mit einem Mal bewusst, dass es vielleicht gut wäre ein Lebenszeichen von sich zu geben und er hoffte inständig, dass der erwartete Schock über das Foto als Erklärung für sein aktuelles Verhalten ausreichen würde, als seine Hände fahrig seinen Kittel verließen und er sich einmal kurz durch die Haare fuhr. Ihre letzten Worte waren vollkommen an ihm vorbei gegangen, was untypisch war. Er versuchte den Faden wiederzufinden, doch sein Kopf war nicht fähig, aktuell irgendetwas anderes zu filtern als die Tatsache, was er vergessen hatte. Seine Ohren hatten auch noch nichts von ihrer leichten Farbänderung verloren. "Und das hat heute das Krankenhaus beschäftigt?", fragte er dann sichtlich abgelenkt und versuchte, irgendwie sich einen Weg zum eigentlichen Thema zu ebnen. "Das.." Er wünschte sich in diesem Moment, er hätte sich einfach als Menschentarnung einen Autisten als Vorbild genommen. Es hätte in genau diesem Moment alles einfacher gemacht. Und da er sich vor Touko noch nie hatte verstellen können, drehte er sich keinen Moment später einfach herum und sammelte eilig irgendeine belanglose Akte auf. "Ich wusste nicht, das wir fotografiert worden sind", sagte er dann geistreich, weil es der einzige annehmbare Gedanke war, der ihm gerade in seinem alarmschlagenden Kopf unterkam. Nervös wühlte er durch seine Akten, als hätte er ein lebensbedrohliches Medikament verlegt.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Fr 11 Aug 2017 - 20:10
 
Obwohl Touko in ihrer Funktion als Pädagogin nicht jeden Tag innerhalb des Krankenhauses unterwegs war, war sie mit dem allgemeinen Stress des Personals sehr wohl vertraut. Sie wusste, wie eng die Zeitpläne mancher Ärzte gestrickt waren – denn so war es auch ihr eigener. Aber an Stress wie diesen, hatte sie sich im Laufe ihres Lebens gewöhnt. Sie wusste, dass sie bestimmte Pläne einhalten musste, um auch für ihre Schützlinge das beste Ergebnis zu erzielen. Denn wenn sie das Lächeln auf den Gesichtern der Kinder sah, dann fühlte sie, wie sich jeglicher Stress einfach wieder in Luft auflöste. Doch jener Stress, dem sie den gesamten Vormittag über schon ausgesetzt war, war dazu kein Vergleich. Stundenlang hatten sie die Krankenschwester durch das Krankenhaus gejagt, hatte sie mit Fragen bombardiert und ihr an den Kopf geworfen, dass sie sich nicht weiter an den Chefarzt ran machen sollte. Wobei es auch jene gab, die sie in Schutz genommen hatten und ihr geholfen hatten – etwas, wofür sie in dieser Zeit mehr als dankbar gewesen war.
Und jetzt, wo sie in Zenva's Armen stand, fand sie auch endlich wieder etwas zu ihrer inneren Ruhe zurück. Seine Präsenz war es, die ihr half, sich wieder zu beruhigen und zu entspannen. Denn auch wenn sie wusste, dass der Stress seinen Weg wohl wieder zu ihr zurück finden würde, sobald sie das Büro ihres geliebten Engels verlassen hatte, wusste sie ebenso dass ihr hier drinnen niemand etwas anhaben konnte. Sie sollte wirklich aufhören, sich so viele Gedanken um das ganze Thema zu machen. Denn scheinbar schien ihre eigene Unruhe auf den Engel überzugehen und das war etwas, dass sie ihm keinesfalls antun wollte. Sie freute sich, dass er von alldem Tumult nichts mitbekommen hatte – und dadurch einen ruhigen Vormittag verbracht hatte.
Doch auf ihre leise Entschuldigung hin, wurde sie nur sanft den Schultern etwas zurück gedrückt, sodass sie dem pinkhaarigen Engel in die Augen sehen konnte. Und als er ihr sagte, dass es nichts gab wofür sie sich entschuldigen musste, zeichnete sich auf ihren Lippen ein zartes Lächeln ab.
Ein Lächeln, dass erst verschwand, als sie zudem Thema zurückfanden, durch das Touko überhaupt erst so gestresst gewesen war. Sie fragte ihn ob er ebenso wie sie schon den gesamten Vormittag über im Krankenhaus gewesen war und kurz darauf, ob er sich an den Kuss erinnern konnte, den sie im Supermarkt geteilt hatten. Jener Kuss, durch den dieser ganze Aufruhr erst ausgelöst worden war. Doch obwohl es eine ganze einfache Frage gewesen war, spürte die brünette Pädagogin eine altbekannte Wärme auf ihren Wangen, als sie das Schmunzeln auf den Lippen des Engels bemerkte und seine selbstsichere Erwiderung vernahm. Unmerklich schüttelte sie den Kopf, als sie selber an den Kuss zurück dachte. Zudem Zeitpunkt war es eben die beste Möglichkeit gewesen, Zenva zum schweigen zu bringen! Eine Diskussion gegen ihn hätte sie nur verloren und sie hatte diese Schokolade so sehr gewollt. Und auch wenn genau diese kleine Süßigkeit wirklich köstlich gewesen war, hätte sie wohl im Endeffekt darauf verzichtet, wenn sie nur gewusst hätte, was sie damit innerhalb der vier Wände des Krankenhauses auslösen würde.
Ein erneutes Seufzen verließ ihre Lippen als sie schließlich das Handydisplay in Richtung des Chefarztes drehte. Überraschung zeichnete sich auf seinem Gesicht ab, als er das Foto erblickte und Touko konnte sich gut vorstellen, dass sie ebenso geguckt haben musste, als sie das Foto zum ersten Mal gesehen hatte. Und auch wenn sie es definitiv niemals vor irgendjemandem zugeben würde, freute sie sich insgeheim darüber, ein Foto zusammen mit Zenva zuhaben. Es machte ihre Beziehung zueinander noch.. realer. Denn auch wenn ihnen schon einiges schlechtes zusammen widerfahren war, fühlte sich ihre Beziehung für die Pädagogin noch immer fast wie ein Traum an. Sie hatte ihr Herz und ihre Seele vollständig an den Mann verloren, dem im Augenblick jegliche Farbe aus dem Gesicht wich.
Verwirrt legte Touko den Kopf etwas zur Seite, als sie das Handy schließlich wegsteckte. Und obwohl so manche Aussagen der Krankenschwestern wirklich nicht mehr hören konnte, tat sie ihr bestes zwei dieser nachzuahmen, ehe sie sich an den Schreibtisch des Chefarztes lehnte und ihn nach seiner Meinung fragte. Eine Frage, die ihn wohl erst einmal nicht zu erreichen schien, denn Zenva stand noch immer genau so da, wie zudem Zeitpunkt, als Touko ihm ihr Handy und damit das Foto gezeigt hatte. War er wirklich so schockiert darüber? Die Pädagogin wusste nicht mal, dass es möglich war, Zenva so aus der Bahn zu werfen. Zumindest hatte sie nicht damit gerechnet. Aufmerksam beobachtete sie wie seine Hände die Taschen seines Kittels verließen und er sich durch die Haare fuhr, ehe er fast schon etwas abgelenkt danach fragte, ob nur dass das Krankenhaus den ganzen Tag beschäftigt hatte.
„Ja, dass habe ich dir grade versucht zu erklären,“ antwortete Touko, ehe sie schmunzelnd die Augenbrauen zusammen zog und die Arme verschränkte. Sie hatte gedacht, dass sie die gestresste von beiden war – aber die Tatsache dass sich Zenva von diesem Foto und dem Gerede so schockieren ließ war beinahe.. süß mit anzusehen. Doch erst als er schließlich anfing irgendeine Akte aufzunehmen und in dieser herumzublättern, wurde Touko bewusst, dass der pinkhaarige Engel nervös sein musste. Aber nur durch das Foto? Schon damals als sie am Morgen in ihrer Küche gekichert hatte, hatte er damit angefangen Sachen wegzuräumen und richtig hinzustellen – nur um sich abzulenken. Wollte er wohl möglich gar nicht weiter auf das Thema eingehen? Oder gab es noch etwas anderes, von dem sie nichts wusste?
Allerdings hatte Zenva einen Fehler gemacht, denn sobald er der Pädagogin seinen Rücken zugedreht hatte, hatte diese sich von ihrem Platz am Schreibtisch erhoben. Und beinahe leise schlich sie sich an den Engel an, ehe sie ihre Arme um seinen Körper schloss und ihren Kopf an seinen Rücken lehnte. Ein Lächeln ruhte auf ihren Lippen. „Ebenso wenig wusste ich dass wir fotografiert worden sind, andernfalls hätte ich dich sicherlich nicht so geküsst,“ antwortete sie entspannt auf die Worte des Engels. Und während sie an seinem warmen Rücken lehnte, schloss sie einen Augenblick die Augen um auf seinen Herzschlag zu lauschen.
Doch was sie hörte, ließ die Anspannung augenblicklich wieder in den Körper der Pädagogin zurückkehren. Draußen, vor dem Büro des pinkhaarigen Chefarztes, konnte sie ganz eindeutig mehrere weibliche Stimmen vernehmen. Stimmen, die darauf bestanden zu wissen, wo sich die Pädagogin aufhielt. Und das nicht grade leise. „Das kann doch nicht wirklich deren ernst sein,“ murmelte diese. Langsam aber sicher riss der Geduldsfaden der Pädagogin – etwas, dass an sich schon ein Wunder war. Sie gab den Engel aus ihrer Umarmung frei und richtete sich ihren Kittel, ehe zur Tür schritt. Nicht ohne Zenva nochmal ein Lächeln zu schenken. Eines, dass ihn wissen ließ, dass sie keinesfalls mehr in der Stimmung war, sich durch das Krankenhaus jagen zu lassen. „Entschuldige mich kurz, ich habe da wohl Besuch mitgebracht,“ summte sie, ehe sie die Tür öffnete und auf den Rücken der Sekretärin schaute.
Schon als sich die Tür geöffnet hatte, hatte sich die Sekretärin mit einem entschuldigenden Blick zu der Pädagogin herumgedreht. “Es tut mir wirklich Leid. Ich habe versucht diese Damen davon abzuhalten hier so einen Lärm zu machen, aber sie wollten einfach nicht gehen,“ erklärte die Dame seufzend, während sich die Krankenschwester  sichtlich darüber aufregten das Touko wirklich im Büro des Chefarztes war. Anstatt allerdings auf die unzähligen Aussagen einzugehen, wandte sich die brünette vorerst an die Sekretärin und schenkte ihr ein sanftes Lächeln. „Kein Problem. Ich denke es wird so oder so mal Zeit, dass dieser ganze Tumult ein Ende findet,“ fügte sie noch immer lächelnd hinzu. Doch sobald sie den Blick von der Sekretärin zu den Krankenschwestern wandern ließ, verschwand das Lächeln.
„Wie können Sie es sich wagen, grade hie---“ „Nun passen Sie mal auf,“ Touko's Stimme unterbrach das ganze Durcheinander der Krankenschwestern, sodass jetzt jeder einzelne Blick auf ihr lag. 4 Krankenschwestern hatte es tatsächlich geschafft, sie hier zu finden – und dafür würden sie jetzt ihre gerechte Belohnung bekommen. „Wenn ich mich Recht entsinne ist dies ein Krankenhaus. Anstatt meinem Privatleben nachzugehen, sollten sie lieber ihre Arbeit mache und den Patienten helfen. Wir sind hier nicht in der Grundschule und was die Beziehung angeht, über die ja das ganze Krankenhaus zu reden vermag,“ das Lächeln auf den Lippen der Pädagogin vertiefte sich etwas und ohne weiter über die Konsequenzen nachzudenken, knöpfte sie sich mit einer fließenden Bewegung den Kragen ihres Hemdes offen. Sodass zwei bestimmte Male sichtbar wurden. „kann ich Ihnen nur sagen, dass der Chefarzt jetzt leider vergeben ist. Und ich würde es sehr begrüßen, wenn sie ihre gaffenden Blicke demnächst für sich behalten könnten. Ich mag es nicht wenn mein Mann allein mit Blicken rund um die Uhr ausgezogen wird. Danke sehr.“ Das Lächeln auf den Lippen der Pädagogin blieb bestehen, als sie die Arme verschränkte und die vier Krankenschwestern mit offenem Mund vor ihr standen. Scheinbar hatte keiner der vier damit gerechnet. Wenn Touko ehrlich sein sollte hatte sie auch nicht damit gerechnet, und wahrscheinlich war diese Ansage auch nicht das Beste was sie hätte tun können, aber bei Gott, Zenva gehörte nun ihr. Und wenn ihre Beziehung nun eh schon im Umlauf war, dann würde sie es auch jedem einzelnen klar machen, dass nicht mit ihr zu spaßen war, wenn es um ihn ging.


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Wo das Foto, das von ihnen beiden im Einkaufszentrum geschossen worden war, eigentlich genug Raum in Zenvas Gedanken hätte einnehmen können, um Toukos Problematik nachzuvollziehen, war diese Information für den Engel komplett in den Hintergrund gerückt. Denn etwas anderes, sehr viel Wichtigeres hatte sich dort soeben durch diese eine, zufällige Nachricht auf Toukos Handy in den Vordergrund geschoben und alle anderen Gedanken aus Zenvas Kopf gefegt. Es war Toukos Geburtstag. Heute. Genau jetzt. Jede Sekunde, die verstrich. Und er war nervös, denn er hatte es vergessen.
Der perfektionistische Workaholic, der sich penibel an jeden Termin hielt und seine Assistenzärzte zusammenstauchte, wenn auch nur einer von ihnen einen vergessen hatte oder zu spät kam, hatte den wichtigsten Feiertag seiner Geliebten vergessen. Es dauerte eine beachtliche Zeit, bis er wieder aus seiner Kalkstarre erwachte und was ihm entgegen blickte, war ein leicht amüsiert blickendes Gesicht, das mit einem kleinen Lächeln geschmückt war. Die Pädagogin hatte die Brauen zusammen gezogen und die Arme vor der Brust verschränkt, während sie durch pure Körpersprache bereits die Frage stellte, was genau Zenva da gerade eigentlich anstellte. Zenvas quarzfarbene Augen blickten ihr mit demselben Schock entgegen, der sich bei dem Bild in seinem Gesicht gezeigt hatte, nur um einiges stärker. Und als er auf die Schnelle keine analytische Methode fand, wie er seine plötzliche Erkenntnis überspielen und zum eigentlichen Thema zurück kehren konnte, nahm er das erstbeste was ihm als Alternative in den Sinn kam - und in diesem Augenblick war es, Toukos hinterfragendem Blick zu entkommen und sich einfach umzudrehen.
Dass er ihr dadurch seinen Rücken zuwandte hatte er nicht bedacht, ihm war wichtiger gewesen, dass sie seinen Gesichtsausdruck nicht länger sah. Der sich immer noch nicht geändert hatte. Als er nervös die Akte nahm ohne einen Blick hinein zu werfen, nur um sie mit fahrigen Fingern irgendwo anders hinzulegen, fiel selbst ihm auf, dass er sich wirklich fragwürdig benahm. Aber was dagegen tun konnte er nicht, er musste dadurch irgendwie verhindern, etwas unüberlegtes zu tun was Toukos Geburtstag betraf. In seinem Kopf wanderten noch immer all die verpassten Gelegenheiten umher, zu denen er ihr hätte gratulieren können und das Warnschild, es jetzt einfach mitten im Gespräch nachzusetzen, stand allem voran ganz vorn. Er war mit solchen Problematiken nicht vertraut, er hatte bisher kaum bis gar nicht an solche Feierlichkeiten denken müssen. Jayden wusste, wie Zenva dazu stand und erwartete schon seit zwei Jahren keine Anrufe mehr von ihm, und Hayden hatte er eh noch nie beglückwünscht. Er selbst bekam ja schließlich auch keine, wobei es wohl im Sinne der Menschen irgendwo Sinn machte, es auf die eine oder andere Art als etwas Besonderes anzusehen, auf Erden geboren worden zu s-
Überrascht wurde er durch warme Arme, die sich um seine Brust schlossen, aus seinen Gedanken gerissen. Sein Herzschlag holperte mitten im Sprint, als er Toukos Kopf an seinem Rücken spürte und ein warmer Schauder lief ihm die Wirbelsäule hinunter, bis in seine Schulterblätter. Sein Blick senkte sich etwas und nur für diesen einen kleinen Moment entspannte er sich ein ganz wenig. Toukos Nähe hatte eine unbeschreibliche Wirkung auf ihn. "Ach, hättest du nicht?", fragte er neckend und ein wenig von seiner vorigen Wärme kam in seine nervöse Stimme zurück, als sich kurz der Anflug eines Schmunzelns auf seinen Lippen bilden wollte. Doch nur kurz. Denn schließlich war es Touko, die seine Gedanken gerade überhaupt so zum rasen brachte - Touko und ihr heutiger Geburtstag.
Doch bevor er noch zu irgendetwas weiterem ansetzen konnte, wurden sie beide durch laute Geräusche vor dem Büro unterbrochen. Überrascht drehte Zenva den Kopf zur Tür und ließ die unwichtige Akte in seiner Hand endlich ruhen, als er auch schon spürte wie Touko sich wieder von ihm löste. Ihr Ton ließ ihn dann jedoch aufhorchen. Man hörte ihr wirklich an, wie sehr die Schwestern sie diesen Morgen bereits beschäftigt behalten hatten. Auch der Engel hörte was die Stimmen vor seiner Bürotür erfragten und wäre er nicht eher besorgt um Touko, so wäre er wohl ähnlich erzürnt darüber, dass sie es wagten die Ruhe des Krankenhauses zu stören - und dann auch noch die Ruhe des Chefarzt-Büros. Allerdings hatten sie ihr Ziel gefunden, und dieses schenkte Zenva noch ein kurzes Lächeln, bevor sie sich zur Tür wandte, den Engel am Schreibtisch stehend zurück ließ und Zenvas Bürotür öffnete.
Der Chefarzt konnte die Momente, die er in seinem Aufenthalt als Engel auf Erden sprachlos gewesen war, an einer Hand abzählen. Doch die Worte, die Toukos sonst so sanfte Lippen verließen, ließen ihn hier und jetzt zu der Tür starren und staunen, als würde er gerade Augenzeuge des achten Weltwunders werden. Vermutlich gleichermaßen verblüfft wie die vier Krankenschwestern vor seiner Tür stand er dort und lauschte der Predigt seiner geliebten Pädagogin, wie er sie noch nie zuvor erlebt hatte. Und die Worte schienen auf direktem Wege zu seinem Herzen durchzuwandern, denn dieses schien gar nicht mehr wirklich zu wissen, wie es denn nun schlagen sollte.
Und seine Augen weiteten sich ein weiteres Mal, als er nur durch Toukos Handbewegung und die entsetzt-erstaunten Gesichter der Schwestern erahnte, was sie diesen vorzeigte.
Seine Erinnerungslücke von Toukos Geburtstag schien neben dieser Szene vollkommen zu verblassen und wenn Zenva zuvor noch gedacht hatte, dass er selten von etwas so überrascht worden war wie von dieser plötzlichen Geburtstagsnachricht, so musste er sich jetzt korrigieren. Wärme breitete sich in seinem ganzen Körper aus und seine Füße verbaten es ihm, nun noch eine Sekunde länger an Ort und Stelle stehen zu bleiben. Mit einem warmen Schmunzeln, in dem unzählige Gefühle für die brünette Frau an seiner Bürotür lagen, kam er ebenfalls an diese Tür heran getreten und blieb hinter Touko stehen, sodass er nun ebenfalls den Schwestern einen Blick über ihre Schulter hinweg schenken konnte. Seine Augen funkelten voller besitzergreifendem Verlangen für die Frau, die ihn hier gerade vor seinen Fanclub-Vorständen als ihr Eigen erklärt hatte, was er unmöglich verbergen konnte - und es auch nicht wollte. Seine Hände legte er an ihre Hüften und begleitet von einem leisen, tiefen Summen fuhr seine Nase einmal flüchtig an ihrer Wange entlang in ihr Haar hinein, bevor er kurz die Augen schloss und einatmete. Das Aufkeuchen der Schwestern war Bestätigung genug, dass sie ein verblüfft starrendes Publikum direkt vor der Nase hatten.
Mit einem funkelnden Seitenblick zu den Schwestern drehte er ihre schlanken Hüften seitlich zu sich, sodass sie sich ihm zuwenden musste. Sein Blick streifte nun kurz die beiden blauen Flecken an ihrem Hals, die sie ihm zu verdanken hatte, bevor er seine Lippen direkt auf ihre legte. Warm und weich war sein Kuss, und doch konnte die Botschaft dahinter nicht stärker sein. Das Publikum ignorierend ließ er ihn lange andauern, genoss die Wärme und das Zusammenspiel ihrer Lippen. Und sobald er sich löste, sprach er ohne den Blick von Touko abzuwenden zu ihrem unerwünschten Publikum. "Wenn Sie alle uns nun bitte entschuldigen", sagte er mit einem unmissverständlichen Raunen in der Stimme, "wir haben einem Termin nachzugehen." Und mit diesen Worten zog er Touko in seine Arme und somit in sein Büro hinein, bevor sein Schuh schließlich die Tür direkt vor den Nasen der starrenden Krankenschwestern schloss.
Sobald sie zu war konnte er seine Sekretärin sprechen hören, die die Damen förmlich, aber energisch wieder zurück auf ihre Station schickte, und nun ließ der Arzt sein breites Lächeln endlich zu. Seine Hände nahmen ihr Gesicht in seine Hände und seine Daumen strichen voller Liebe über ihre Wangen, als er sie einfach nur vollkommen fasziniert ansah. Früher hätte er vielleicht einmal gesagt, dass es die Menschen waren, die ihn immer wieder faszinierten und dies hätte er wohl mit dazu gezählt. Doch das hier war Touko. Touko ganz allein. "Gott steh mir bei. Ich liebe dich", flüsterte er und schloss die Augen, bevor er sie ein weiteres Mal küsste.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Fr 11 Aug 2017 - 23:46
 
Sanft schlossen sich die Arme der Pädagogin um den warmen Körper ihres Geliebten. Schmunzelnd legte sich ihr Kopf an seinen Rücken, während sie ihm erklärte, dass sie ihn niemals so geküsst hätte, wenn sie von dem stillen Beobachter gewusst hätte. Immerhin war aus einem einfachen Kuss, bei dem es eigentlich nur um die Tafel Schokolade gegangen war, ein einziges Chaos geworden. Denn auch wenn sie ihre Schicht am Morgen in aller Ruhe hatte beginnen können, so hatte es nicht lange gedauert, bis die ersten Krankenschwestern auf der Kinderstation aufgetaucht waren. Zumindest hatten sich die Damen in Gegenwart der Kinder etwas zusammen gerissen – etwas, dass Touko ihn in der jetzigen Situation hoch anrechnete. Immerhin schienen sie allesamt nicht wirklich viel Kontrolle über sich zu haben – zumindest nicht wenn es um den berühmten Chefarzt ging.
Natürlich konnte Touko verstehen weshalb die Krankenschwestern so verrückt nach dem pinkhaarigen Engel waren – immerhin sah er unglaublich gut aus. Doch hinter seiner Fassade, die er im Krankenhaus immer aufrecht erhielt, gab es so viel mehr. Zenva hatte ein solche gutes Herz. Nur für Touko war er in Windeseile vom Krankenhaus zu ihr gekommen, weil sie vor Angst kaum mehr ein Wort über die Lippen gebracht hatte. Er hielt sie im Arm, beruhigte sie, teilte seine Gefühle mit ihr und beantwortete ihr die Fragen, die ihr noch immer auf dem Herzen lasteten. Und sie vertraute ihm. Mit Herz und Seele.
Und als sie nun seine warme Stimme hörte, wurde auch das Schmunzeln auf ihren Lippen etwas breiter und sie schüttelte sachte den Kopf. „Zumindest nicht ganz so stürmisch,“ antwortete sie lächelnd. Ihre Stimme nur ein leises Summen, ehe sie für einen kurzen, entspannten Moment die Augen schloss. Allein Zenva's Anwesenheit reichte aus und sie vergaß den ganzen Tumult des Morgens. Sie vergaß ihren Stress und ihre Angespanntheit – allerdings nur bis sie die Stimmen vor dem Büro vernahm. Die Pädagogin rechnete es der Sekretärin hoch an, dass sie es geschafft hatte die Krankenschwestern so lange aufzuhalten und abzuwimmeln, aber leider hatte Touko schon Bekanntschaft mit der Hartnäckigkeit dieser Damen machen dürfen. Und so wusste sie, dass sie sicherlich nicht ohne weiteres einfach wieder gehen würden. Vor allem nicht wenn sie die Vermutung hatten, dass sich Touko im Büro ihres geliebten Chefarztes aufhielt.
Mit einem leisen Seufzen auf den Lippen, gab sie eben jenen aus ihrer warmen Umarmung frei, ehe sie sich den Kittel richtete und sich auf die folgende Auseinandersetzung vorbereitete. Ihr Geduldsfaden war endgültig gerissen. Diese Damen verhielten sich wie kleine Kinder, die ihr geliebtes Spielzeug an jemand anderen verloren hatten. Und als Pädagogin wusste Touko wie man mit solch einem Verhalten umzugehen hatte. Zumindest in der Theorie. In der Praxis wollte sie diesen Damen nämlich nur noch ein für allemal klar machen, wem genau sie den ganzen Vormittag mit Anschuldigungen und Fragen hinterher gejagt waren. Zwar mochte die brünette nicht danach aussehen, aber auch sie konnte durchaus autoritär und dominant auftreten.
Und genau das tat sie. Ohne auch nur den kleinsten Hauch von Zweifel in der Stimme trat sie den vier Damen entgegen und sagte ihnen ohne Umwege ihre Meinung. Sie konnte mit ansehen wie die Gesichter der Krankenschwestern immer überraschter wurden und sie einfach nur schweigend lauschten. Und die Überraschung in ihren Gesichtern wurde noch größer, als jemand ganz bestimmtes an Touko's Seite trat. Sie spürte einen warmen Schauer als Zenva's Hände sich auf ihre Hüften legten und sein Gesicht ihrem so unbeschreiblich nah kam. Sie spürte seinen warmen Atem auf ihrer Haut und auch wenn sie die Krankenschwestern vor sich noch immer anfunkelte, machte die leichte Röte auf ihren Wangen ihre Dominanz völlig zunichte.
Etwas, dass den Damen vor ihr völlig entging, denn deren Blick war nur noch auf den pinkhaarigen Chefarzt gerichtet. Ihre Augen waren vor Überraschung – und vor Schock – geweitet, denn nicht nur dass er ebenfalls grade das Gerücht bestätigte, nein, es war auch das erste Mal dass sie auf dem Gesicht des Chefarztes ein Lächeln gesehen hatten. Und während die vier Damen mit geschockten Gesichtern dastanden, zeichnete sich auf den Lippen seiner Sekretärin ein zartes Lächeln ab. Sie hatte schon vor dem Auftauchen der Krankenschwestern, an der Art wie er die überflüssigen Akten auf ihrem Tisch abgelegt hatte, erkannt dass er sich selbst wenn die Pädagogin nicht an seiner Seite war, von ihr ablenken ließ. Aber grade in diesem Moment, sah selbst sie eine völlig neue Seite an ihrem Vorgesetzten.
Touko's Blick allerdings blieb nur kurz an dem der Sekretärin hängen, denn schon kurz darauf spürte sie, wie ihr geliebter Engel sie an ihren Hüften zu sich drehte. Ihre braunen Augen sahen zu ihm auf, beobachten wie sein Blick über ihren Hals wanderte ehe er sich zu ihr hinab beugte. Und wo ihr Herz grade noch ruhig geschlagen hatte, schien es jetzt einen völlig neuen Rhythmus einzuschlagen. Ihre Augen schlossen sich, während sich ihre Hände sanft an die Brust des Engels legten und sie den Kuss ebenso sanft erwiderte. Sie konnte spüren, wie die Wärme auf ihren Wangen stärker zu werden schien und auch wenn sie das erschrockene Aufatmen der Krankenschwestern in ihrem Rücken hören konnte, reagierte sie nicht darauf. All ihre Sinne gehörten ganz allein Zenva.
Und erst als dieser den Kuss unterbrach, öffneten sich die braunen Augen der Pädagogin wieder. Wie in ihrer eigenen Welt gefangen, erwiderte sie den Blick ihres Engels lächelnd, während er seine Worte an die Krankenschwestern richtete. Sie mussten einem Termin nachgehen. Schon alleine bei seinen Worten wurde ihr Lächeln noch etwas breiter und ohne noch etwas zu sagen, ließ sie sich in seine Arme, und damit aus dem Sichtfeld der Krankenschwestern, ziehen.
Sie hörte wie die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, doch ihr Blick galt ganz alleine dem Engel vor sich. Nur noch leise drang die Stimme seiner Sekretärin an ihre Ohren. Und auch wenn Touko die leise Befürchtung hegte, dass sie mit dieser Auseinandersetzung nur noch alles schlimmer gemacht hatte, so war ihr dies im Moment egal. Sollten doch alle über ihr Verhältnis, über ihre Beziehung zu Zenva reden. Sie war glücklich. Denn sie war die einzige, der er dieses wundervolle Lächeln schenkte. Und auch auf ihren Lippen lag ein breites Lächeln, als sie zu ihrem geliebten Engel aufsah und das sanfte streichen seines Daumens an ihrer Wange genoss. Sie konnte so viele Gefühle in seinen wundervollen Augen erkennen – und all diese Gefühle galten nur ihr. Sein Herz war ihres. Und auch wenn sie diese Worte schon vorher gehörte hatte, so lief ihr ein warmer Schauer den Rücken hinab, als er ihr erneut sagte, dass er sie lieben würde. Erneut schmiegten sich die Lippen des Engels an die der Pädagogin und zärtlich erwiderte sie den Kuss. Noch immer ruhten ihre Hände an seiner Brust und sie konnte spüren wie schnell das Herz des Engels schlug. Und genauso schnell schlug auch ihres.
Erst als sie Luft brauchte, löste sie sich aus dem Kuss, und schenkte ihrem Engel ein freudiges Lächeln. „Ich liebe dich auch,“ erwiderte sie schmunzelnd, während ihre braunen Augen auf ihm ruhten. „Ich hoffe nur, dass ich damit grade nicht alles noch schlimmer gemacht habe,“ fügte sie noch immer schmunzelnd hinzu – denn selbst wenn das der Fall war, dann konnte sie im Augenblick sehr gut damit leben. Denn grade jetzt war sie so entspannt wie schon den ganzen Morgen nicht. „Wobei ich es wirklich nicht mag wie sie dich immer ansehen. Immerhin bist du mein geliebter Engel,“ gab sie murmelnd zu, ehe sich das Lächeln auf ihren Lippen in ein amüsiertes Lachen verwandelte. Sie gab es wirklich nicht gerne zu, aber Zenva schaffte es, Touko dazu zu bringen besitzergreifend zu werden.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Do 24 Aug 2017 - 18:13
 


Zenva & Touko
Montag, 07. Juni | Dr. Zenvas Büro

In dem Moment, in dem sich die Brünette dazu entschloss aus seiner Bürotür zu rauschen und die Damen vor dem Sekretariat zu konfrontieren, schien der vergessene Geburtstag in seinen Gedanken für das erste gänzlich dieser Überraschung zu weichen. Der Chefarzt, welcher für einen nicht sehr kurzen Moment in der Bewegung eingefroren gewesen war, löste sich daraus auch auffallend spät, zu erstaunt war er darüber, eine Seite an Touko zu erblicken die er noch nie zu vor an ihr zu Gesicht bekommen hatte.
Die Krankenschwestern waren mindestens so sprachlos wie er, wenn nicht noch sehr viel mehr. Und sobald der Pinkhaarige ihre Gesichter sehen konnte und hinter der Pädagogin in seiner Bürotür auftauchte, genoss er die verdutzte Aufmerksamkeit beinahe. Denn er wusste, dass sie als Paar bisher noch nicht im Krankenhaus gesichtet worden waren. Und er war nach Toukos deutlichen Worten sehr gewillt, das hier und jetzt zu ändern.
Seine warme Stimme drang zu ihnen hervor, beinahe zu freundlich dafür, dass sie vor den ganzen Krankenschwestern standen - immerhin hatten sie das Privileg nicht verdient, diesen Klang in Zenvas Stimme zu hören. Das hatte nur eine. Und zu dieser sprach er auch nun, beinahe als wären die ganzen Schwestern überhaupt nicht anwesend. Sein Blick blieb auf Touko gerichtet, selbst als er das Wort an die Schar richtete. Und Empörung, Entsetzen, Verblüffung und Erstaunen vermischten sich auf den starrenden Gesichtern vor ihnen, als der Chefarzt die Brünette in seinen Armen zu sich herum drehte - und einen Moment später küsste.
Das erschrockene Aufatmen ihres Publikums war Musik in Zenvas Ohren, als er seinen Griff um ihre Hüften verstärkte und vollkommen mit ihr in dem Kuss verschmolz. Seine Sinne erzählten ihm davon, wie Toukos Herz einen schnelleren Rhythmus ansetzte und als wären sie ganz allein hier, schmiegte sie sich in den Kuss hinein als wäre sie nur dafür geschaffen. Manchmal glaubte Zenva, genau das sei der Fall; das Touko nur für ihn auf dieser Welt war. Er wusste, dass dieser Gedanke die höchste Stufe von Egoismus war, doch er wollte sie ganz für sich allein haben.
Der Blick, den Touko ihm schenkte als sie sich wieder voneinander lösten, ließ auch Zenvas Herz schneller schlagen und voller Liebe erwiderte er diesen Blick, während sie gemeinsam die Schwestern vor ihrer Nase ignorierten - solange, bis Zenva wieder das Wort an diese richtete, erneut ohne den Blick von seiner Geliebten zu lösen. Und das entsetzte Aufkeuchen der Damen ließ ihn um deren Reaktion wissen, bevor er Touko zu sich hinein gezogen und die Tür endgültig verschlossen hatte.
Sobald die beiden Ärzte wieder unter sich waren und Zenva Touko wieder ganz für sich hatte, konnte er seinen eigenen Herzschlag erst richtig spüren und er konnte nicht anders, als ihr hier und jetzt erneut seine Liebe zu gestehen. Er war soeben Zeuge von Toukos Eifersucht geworden und nie hätte er gedacht, dass sie solche Ausmaße annehmen konnte. Sein erneuter Kuss ließ sie das wenige Augenblicke später auch wissen, als er ihr Gesicht in seine Hände nahm und sie zu sich heran zog.
Er konnte sich gut ausmalen, dass auch seine Sekretärin vor der Tür nun ihren Spaß dabei hatte, die wildgewordenen Schwestern wieder hinfort zu bitten. Doch nun, wo wieder Ruhe einkehrte, kehrten mit ihr auch die Gedanken an Toukos Geburtstag unweigerlich zu dem Chefarzt zurück. Er spürte, wie ihre Hände noch immer an seiner Brust ruhten, als sie kurz leise anmerkte, dass sie vielleicht alles schlimmer gemacht hatte. Doch Zenva schüttelte nur den Kopf. "Diese flatterhaften Damen sind es nicht wert, sich den Kopf zu zerbrechen, Touko." Dann leuchtete erneut ein angedeutetes Schmunzeln auf seinem Gesicht auf. "Wenn ich es schaffe sie zu ignorieren, dann wirst du das auch." Es war eine unausgesprochene Tatsache, dass es im Krankenhaus bekannt war, in welchen Fällen man den Chefarzt nicht ansprechen konnte. Dazu gehörten unwichtige Fälle, Kleinigkeiten, Fehler anderer, Smalltalk und Annäherungsversuche. Letzteres ignorierte er auch gern komplett durch, weshalb man das Gefühl bekommen konnte man rede mit einem Kittel anstatt mit dem Arzt selbst und lange hielten diese einseitigen Gespräche auch nicht an. Ein leises Schnauben entwich ihm jedoch, als er sich von ihr löste und langsamen Schrittes wieder an seinen Schreibtisch zurückkehrte. "Ich muss zugeben, dass man sich an mir aber auch kein Beispiel nehmen kann." Sein Kiefer spannte sich an, als er mit einer neuen Akte zu ihr aufblickte. "Immerhin war Jayden eine Nacht lang ein Feind für mich." Und da tauchte das Schmunzeln erneut auf, als er sie an seine eigene Eifersucht zurück erinnerte - die sich zwar anders gestaltet hatte, aber nicht weniger stark war, wenn nicht sogar noch stärker.
Toukos Geburtstag hörte aber nicht auf, in seinen Gedanken herum zu geistern. Und ihr einfach mitten im Geschehen zu gratulieren war sehr viel mehr als nur 'unangebracht', besonders wenn man bedachte in was für einem Verhältnis sie zueinander standen. Ein Verhältnis, nein - eine Beziehung, die nun im gesamten Krankenhaus die Runde machen würde wie ein Lauffeuer. Dieser besondere Tag für Touko ließ ihn jedoch nicht los. Vielleicht konnte man ihm ansehen wie es in ihm arbeitete, vielleicht auch nicht. Er hatte seine Miene nicht komplett unter Kontrolle und er wog ab, was genau er tun konnte. Irgendetwas musste er tun.
"Ich", lenkte er dann ein und räumte einen beachtlichen Aktenstapel von seinem Schreibtisch, "habe noch einen recht vollen Vormittag. Und ich bin sicher, auf dich wartet auch noch Arbeit", warf er ein, doch als er den Stapel losgeworden war schenkte er ihr noch einen weiteren, warmen Blick und kam nochmal auf sie zu, um sie flüchtig am Arm zu berühren. "Ich versuche es einzurichten, dass wir uns in der Mittagspause wieder sehen können." Eigentlich wollte er sie nicht gehen lassen, doch er brauchte Raum, um sich über diesen Geburtstag Gedanken zu machen. Dieser Feiertag war noch nie etwas gewesen, woran er hatte denken müssen! Und nun schien das Schicksal ihn eisern daran erinnern zu wollen, was sich mit der Liebe zu einem Menschen noch so alles veränderte. Er hörte, wie draußen ein paar laute Worte gewechselt wurden, bevor viele Schritte ertönten, die von dem Büro wegführten. Er hob die Augenbrauen, dann nickte er ihr zu. Es war fast, als wäre dies das ersehnte Stichwort. "Die Luft ist rein."



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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Do 24 Aug 2017 - 18:51
 
Ein warmes Lächeln umspielte die Lippen der Pädagogin, während der Blick aus ihren braunen Augen noch immer auf Zenva ruhte. Und auch ihre Hände ruhten noch immer auf seiner Brust, unter denen sie seinen schnellen Herzschlag spüren konnte. Trotz, dass sie Sorge darum hatte, dass die Damen nun noch aggressiver auf sie einreden würden, war sie glücklich. Es mochten Eifersucht und Egoismus gewesen sein, der in dem Augenblick als sie durch die Tür nach draußen getreten war, aus ihr gesprochen hatten – doch jedes ihrer Worte hatte sie auch genauso gemeint. Sie fand es unmöglich, dass diese Damen das Privatleben des Chefarztes – und damit auch das ihre – als weitaus wichtiger empfanden als ihre eigentlichen Aufgaben.
Jeden Tag kämpften unzählige Wesen in diesem Gebäude um ihr Leben. Krankheiten wurden diagnostiziert und in den besten Fällen geheilt. Jeder Angestellte, egal ob Krankenschwester oder Arzt, tat sein bestes daran, den Menschen hier zu helfen. Und so tat auch Touko alles was in ihrer Macht stand, um den kleineren Patienten zu helfen. Erst Zenva's Worte holten sie aus ihre Gedanken zurück und auf seinen Rat hin, entwich ihren Lippen ein leises Lachen. „Ich glaube, ich kann einfach gar nicht anders, als mir den Kopf zu zerbrechen,“ gab sie mit einem leisen Seufzen zu. Zu wertvoll war ihr diese Beziehung, waren ihr die unzähligen Leben in diesem Krankenhaus. Aber ihr Engel hatte recht: Es hatte nur wenig Sinn, sich den Kopf über diese Damen zu zerbrechen. Wenn sie ihren Aufgaben nicht nachkamen, dann würde das früher oder später Konsequenzen für sie haben. „Aber ja, ich denke, wenn ich es schaffe ihnen meine Meinung ins Gesicht zu sagen, sollte es auch möglich sein, sie zu ignorieren,“ fügte die brünette Pädagogin noch schmunzelnd hinzu. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal jemanden ignoriert hatte.
Ihr warmer Blick folgte Zenva, als er sich schließlich von ihr löste und wieder an seinen Schreibtisch zurückkehrte. Ihre Hände, die zuvor noch an seiner Brust geruht hatten, verschränkte sie nun entspannt vor ihrem Körper, während sie seinen Worten lauschte. Und kaum wurde sie an die Nacht zurückerinnert, in der Zenva's bewiesen hatte wie eifersüchtig er sein konnte, breitete sich ein warmes Gefühl in ihrem Körper aus. Und ein ebenso warmes Lachen entwich ihren Lippen. Immerhin war es nicht nur seine Schuld gewesen, dass dieser Abend so ausgegangen war – und das Jayden für eine komplette Nacht sein Feind gewesen war. „Wir sind wohl beide keine guten Beispiele, wenn es darum geht, nicht besitzergreifend zu sein,“ erwiderte sie schmunzelnd. „Zumindest haben wir gelernt, dass wir uns mehr austauschen sollten. Denn dann wäre Jayden niemals zu einem Feind geworden,“ fügte sie ihren Worten noch immer lächelnd hinzu. Hätte sie von Anfang an Zenva über das Schein-Date aufgeklärt, hätte er sich keine Gedanken darum machen müssen, ob sie vielleicht mit einem anderen Mann zusammen war. Auf der anderen Seite, hätte ihr geliebter Engel sie vielleicht an besagtem Abend auch einfach nur kurz zur Wort kommen lassen können. So hätte sie das Missverständnis dann einfach aufklären können. Wenn sie so darüber nachdachte, vielleicht sollte sie Zenva davon berichten, dass sie heute Abend ebenfalls ausgehen würde. Wobei sie diesen Abend nur mit ihrer besten Freundin in einer Bar verbringen würde. Tomomi würde Touko nicht einfach einen gemütlichen Abend zu Hause verbringen lassen, wenn man ihren Geburtstag doch auch angemessen feiern konnte. Nein, auf diese Idee würde ihre beste Freundin niemals kommen.
Erst als Zenva's Stimme wieder erklang, wurde die Pädagogin aus ihren Gedanken gerissen und widmete dem pinkhaarigen Chefarzt ihre komplette Aufmerksamkeit. Und schon allein bei der Erwähnung, dass wahrscheinlich auch auf sie noch eine Menge Arbeit warten würde, ließ die Pädagogin ihre Schultern sinken und seufzte. Oh ja. Dadurch, dass sie den ganzen Vormittag hinweg durch das Krankenhaus gejagt worden war, war sie noch zur rein gar nichts gekommen. Erst als sie eine zarte Berührung an ihrem Arm spürte, hob sie ihren Blick wieder und sah Zenva direkt in die Augen. Und auf seine Worte hin, zeichnete sich erneut ein warmes Lächeln auf ihren Lippen ab. „Das wäre schön,“ erwiderte sie lächelnd. „Wobei ich die Mittagspause wahrscheinlich ebenfalls mit meiner Arbeit verbringen werden muss. Ich möchte ungern heute länger bleiben und da die Krankenschwestern ihren Spaß daran hatten mich zu jagen, wartet tatsächlich noch eine ganze Menge Arbeit auf mich.“ Kurz fuhr sie sich mit einer Hand durch die braunen Haare, ehe sie ebenfalls auf die Geräusche vor der Tür lauschte. Und als Zenva ihr sagte, dass die Luft vor dem Büro rein war, machte sie einen Schritt. Allerdings nicht in Richtung der Tür, sondern in Richtung ihres geliebten Engels. Federleicht stellte sie sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen warmen, kurzen Kuss auf die Lippen. „Wir sehen uns,“ flüsterte sie noch, ehe sie mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen die Tür öffnete und auf ihre eigene Station zurückkehrte. Und zu ihrer eigenen Überraschung, ließen die Krankenschwestern sie tatsächlich in Ruhe arbeiten. Es schien sogar, als würden sie der Pädagogin freiwillig aus dem Weg gehen. Vielleicht hatte ihre kleine Ansage ja doch etwas gutes gehabt, denn wenn sie in diesem Tempo weiter arbeiten können würde, dann würde sie es rechtzeitig nach Hause schaffen. Um dann ihren Nachmittag, oder besser gesagt ihren Abend mit ihrer besten Freundin zu verbringen. Und auch wenn sie wusste, dass Tomomi sich keineswegs mit dem Alkohol zurück halten würde, nur weil Touko nichts trank, so freute sich die Pädagogin auf den Abend. Immerhin war es schon einige Zeit her, dass sie das letzte Mal Zeit mit ihrer besten Freundin verbracht hatte.

Tbc.: Wird nachgetragen


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Di 3 Okt 2017 - 16:16
 
Postingbeginn

12. April / früher Morgen / bewölkt, neblig
Kirishiro & Dr. Zenva


Es war noch sehr früh am Morgen, kaum ein Auto war auf der Hauptstraße unterwegs gewesen und erst recht niemand auf den Gehwegen. Zum Glück und auch wenn Shin nicht an einen Gott glaubte, betete er an diesem Morgen inbrünstig nach oben, dass ihm niemand Nüchternes begegnen würde. Er passierte eines dieser Bushäuschen aus Glas in welchem eine alte Frau saß, Mütze und Schal um und mit mehreren Plastiktüten zwischen den Füßen. Shins panisch geweitete Augen starrten aus dem Schatten der Kapuze seines langen Mantels hervor und prüften, ob die Alte ihn gesehen hatte. Seine rechte Hand glitt zu dem Revolver in seiner Manteltasche. Aber die Alte starrte über die Straße hinüber zu den Bahngleisen und merkte gar nicht, dass sich ein Monster hinter ihr vorbei schlich.
Shin gab ein vor Anstrengung ächzendes Geräusch von sich, verzog das halb herunter hängende Gesicht und stapfte weiter.
"Ich schwöre, wenn jetzt ein Bus kommt, knall ich den Fahrer und alle da drin ab.", murmelte er verärgert und hörte ein ekelhaftes Flatsch.
"Nein, wir drehen uns jetzt nicht um. Nein, wir drehen uns jetzt nicht um...", begann er wie ein Mantra leise knurrend zu beten und zwang sich dazu weiter zu gehen.

Er hatte eigentlich kein Gefühl mehr in den äußeren Lagen, doch als er das Fenster zum Abstellraum zerschlug und sich am Glas schnitt, spürte er trotzdem den Schmerz von der Hand durch den Arm in sein Gehirn schießen. Ihm war allerdings so kotzübel, dass er den Schmerz nur halb wahr nahm. Im Abstellraum angekommen fiel ihm erst auf, dass er schon wieder etwas verloren hatte. Er begann aber gleich sofort wieder zu triefen. Ekelhaft.
Die kleine Pfütze ließ er hinter sich und schlurfte zur Tür. Er öffnete sie nur einen Spalt breit, um sicher gehen zu können, dass die Luft rein war, bevor er den Raum wechselte. Es war sehr früh am Morgen und die Stationen waren deutlich geringer besetzt, als tagsüber oder abends. Ein paar Schwestern schienen sich weiter vorne zu unterhalten, ein Pfleger lief den Gang entlang, doch sonst war niemand zu sehen.
Shin schloss die Türe wieder und blickte sich um. Nach ein paar Sekunden fand er eine Rolle mit Plastiksäcken. Nichts besonderes, aber das würde genügen. Er trennte einen Beutel von der Rolle, friemelte ihn auseinander und legte ihn vor sich auf den Boden. Shin zog seine Kapuze vom Kopf, legte den triefenden Mantel ab und steckte ihn in den Sack. Tief atmete er ein und aus. Noch einmal. Dann griff er sich in den Nacken und riss sich die Überreste der Lage von Shin Akagi vom Leib.

In Pflegerkleidung und einem neuen, alten Gesicht verließ Shin mit dem Müllbeutel in der Hand den Raum. Er hielt den Beutel mit seinem wabbelnden Inhalt angeekelt von sich weg, während er die Gänge entlang lief. Für ein paar Minuten schien alles super zu laufen, er fühlte sich sogar recht angenehm in dieser... nein auch diese Lage begann sich aufzulösen und seine Kleidung langsam einzusauen. Just in diesem Augenblick musste ihm eine der Nachtschwestern begegnen, als diese aus einem der Patientenzimmer kam und starrte ihn misstrauisch an. Shin schluckte und musste sich schnell eine Ausrede überlegen.
"Jemand hat bei Zimmer 308 die Terrassentür nicht richtig zu gemacht und den Kameraden hier rein gelassen.", sprach er schnell und deutete angeekelt auf den Plastiksack, "Ich hab ihn mit dem Besen erwischt, aber ... ich bring ihn besser zum Hausmeister und frag den mal."
Die Nachtschwester schüttelte sich und deutete mit einer Handbewegung an von ihr weg zu gehen mit dem Sack. Dann verschwand sie schnellen Schrittes.
"Dämliche Tante.", brummte Shin und machte sich weiter auf den Weg.

Vor dem Sprechzimmer des Doktors blieb Shin stehen und überlegte, ob er auch das zweite Schloss knacken sollte oder doch lieber hier bleiben sollte. Dann fiel ihm ein, dass Sekretärinnen oft sogar noch vor dem Chef kamen und entschied sich dann doch bei seiner alten Strategie zu bleiben. Er sah hinter sich und gab ein unzufriedenes Zischen von sich. Man konnte auf den Fliesen bereits eine Spur sehen, die von der Bürotür bis zu ihm führte und begann sich fest zu trocknen.
"Shit.", fluchte Shin und knackte schnell das zweite Schloss.
Das Büro des so bekannten Dr. Zenva sah ganz schön aus, fand er, auch wenn er aktuell ganz andere Sorgen hatte. Shins Büro in der Gerichtsmedizin war ein Klapptisch, eine alte Einbauküche und ein muffiger Kühlschrank. Das Licht musste Shin auslassen, weshalb er sich erst einmal den Fuß und die Hüfte an der Kante des Schreibtischs anstieß, als er daran vorbei gehen wollte, um das Fenster zu öffnen. Draußen war es angenehm kalt und der Nebel war so dicht, dass man von hier aus keine 10 Meter sehen konnte. Gut für Shin.
Er beförderte den vollen Sack aus dem Fenster und holte den zweiten, leeren Sack hervor. Wie gut, dass er daran gedacht hatte. Den leeren Sack platzierte er auf den Boden und setzte sich darauf, den Oberkörper seitlich an den Schreibtisch des Doktors gelehnt. Sein Atem ging nun ein wenig ruhiger, trotzdem war ihm übel und er fühlte sich taub, während jedes bisschen Druck auf eine Stelle an seinem Körper schmerzte. Er ballte die Hände zu Fäusten und musste sich zusammen reißen vor Schmerz. Sein Blick ging zur Uhr über der Tür zum Büro, die er vergessen hatte wieder ab zu schließen.
Ach egal, er war sowieso so gut wie tot, wenn er Arzt erst um 10 oder sogar Mittag ins Büro kam. Shin schloss die Augen und begann im Kopf nachzurechnen, wie viele Stunden ihm noch bleiben würden bis dieser Verfall seinen eigenen Körper beginnen würde anzufressen. Vielleicht sechs Stunden? Weniger? Oder vielleicht konnte eine Lage Jack Skelleton das ganze vielleicht etwas dämpfen? Über diesen Gedanken versank er in einen unruhigen Schlaf, während sich die nächste Lage von ihm verabschiedete.
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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Do 5 Okt 2017 - 20:39
 



Zenva & Kirishiro
12. April | Eingangsbereich der Klinik | 06:30 Uhr morgens

"Doktor?", erklang die zarte Stimme seiner Sekretärin durch den Hörer. Der Chefarzt war exakt in dem Moment durch die Eingangstüren des Krankenhauses getreten, in dem sein Handy geklingelt hatte. Er war nicht begeistert davon, zu Beginn einer Frühschicht schon angerufen zu werden, sollte es jedoch arbeitsrelevant sein so würde er darüber hinweg sehen. "Was gibt es?", ließ seine kühle Stimme verlauten und er scheuchte mit seinem bekannt strammen Laufschritt durch die Krankenhausflure zwei Assistenzärzte beiseite, die an der Wand gestanden und sich unterhalten hatten. "Der Nachtdienst hat mich vor wenigen Minuten angerufen, kurz bevor sie in den Feierabend gegangen sind", erklärte sie, doch der Arzt schenkte ihr nur seine halbe Aufmerksamkeit, solange sie nicht auf den Punkt kam.
Er nahm das Handy kurz vom Ohr und sammelte die beiden Patientenakten ein, die der Nachtdienst der Chirurgie ihm auf den Schrank hinter dem Rezeptionstresen gelegt hatte. Dann erst hielt er das Handy wieder an sein Ohr und setzte seinen weiteren Weg durch zwei weitere Flure bis in den hinteren Teil der Klinik fort. Wie erwartet war sie immer noch dabei ihm die Lage zu schildern. ".. und dann erzählte sie etwas von einem getrockneten Sekret, möglicherweise ein Schleim. Es war kein Stationsarzt mehr da, um einen Blick drauf zu werfen, aber-"
Inzwischen hatte sich der Engel bis in das dritte Abteil der Klinik vorgearbeitet und seine Stimme war von Autorität überlagert, als er ins Telefon schnalzte: "Halten Sie mich nicht auf, es wartet ein voller Terminplan auf mich. Nennen Sie mir den Grund für Ihren frühen Anruf, oder lassen Sie mich arbeiten." Doch bevor seine Sekretärin endlich auf den Punkt bringen konnte, was sie versucht hatte ihm mitzuteilen, sah Zenva es bereits selbst.
Zwei Flure von seinem Büro entfernt erblickte er auf den weißen, sterilen Fließen des Krankenhauses eine leicht getrocknete Schleimspur. Sein geschultes Auge konnte eine Ähnlichkeit zu Schneckenschleim wie auch den flüssigen Sekreten von Hautbestandteilen feststellen, wie es manchmal bei der Häutung von Schlangenwesen zu beobachten war. Er wurde an den Fall des Tollschuppenjungen zurück erinnert, den er einst von seiner Krankheit geheilt hatte, bevor er Toukos ersten Termin nach ihrer beiden Fehltritte wahrgenommen hatte. Als er damals seine Haut bereinigte, hatte diese ein ähnliches Substrat verlassen.
Zenvas quarzfarbene Augen sahen mit einer zynischen Erkenntnis auf und verfolgten die Kurve mit, die sowohl der Flur als auch die Spur machten. Er legte das Handy wieder an sein Ohr und seine Sekretärin hatte es in der Zwischenzeit endlich geschafft sich zu überwinden ihm mitzuteilen, wodurch es so wichtig gewesen war ihn darüber vorzeitig in Kenntnis zu setzen. "...nd der Nachtdienst hat berichtet, dass die Spur bis in Ihr Büro führt, Doktor." Zenvas Kiefer spannte sich an. Er richtete sich auf und straffte die Schultern, wodurch er seine gewohnt kalte und berechnende Ausstrahlung vollkommen einnahm, bevor er die Akten einmal richtete und sein Schreiten durch den Flur fortfuhr, blind und ohne Mühe die Spur zu seinen Füßen umgehend. "Geben Sie die Informationen über die Substraktspuren dem Reinigungspersonal weiter. Ich will, dass das bis zum Start meiner Sprechstunde alles wieder glänzt." Der Ton in seiner Stimme duldete keinen Widerspruch. Und die Stimme aus dem anderen Ende des Sprechers war dünn, als sie leise erwiderte: "Ja, Doktor." Er wartete nicht mehr ab, ob sie noch mehr sagte, sondern beendete den Anruf und ließ das Handy in seine Brusttasche gleiten.
Momente später bog er in das Wartezimmer vor dem Vorzimmer seines Büros ein und konnte sich mit eigenen Augen von dem Kunststück überzeugen, dass unter seiner für gewöhnlich verschlossenen Bürotür eine deutlich verdickte Schleimspur hindurch zog. Mit wenigen Schritten hatte er die Distanz hinter sich gebracht, schloss auf und sein Knie landete gegen der Tür bevor er es verhindern konnte, als er sie mit nicht besonders gut getarnter Missgunst aufstieß.
Seine Augen waren zu schmalen Schlitzen geformt, als er eintrat und die Tür für den Augenblick hinter sich schloss. "Was haben wir denn hier?", erfragte seine Stimme, während er den fleischfarbenen Haufen in der Mitte seines Büros in Augenschein nahm. Als er an dem Haufen Haut und Kleidung, welcher den Raum dominierte, erst einmal vorbei ging, könnte man fast meinen er wäre überhaupt nicht dort. Der Engel nahm sich die Zeit, in Ruhe seine Akten auf seinem Schreibtisch abzulegen, bevor er sich herum drehte und erneut jenes Etwas inspizierte, das dem Krankenhaus an diesem Morgen einen solchen Wirbel einverleibte. Um es genauer in Betracht zu nehmen, wanderte seine Hand zu dem Lichtschalter, ohne das er sich von der Stelle rührte. Und schließlich erleuchtete das klinische, weiße Licht den Raum und gab den Blick frei auf etwas, was Zenva als einen Haufen von unterschiedlichen Häuten identifizierte. Wenn ihn nicht alles täuschte, so befand sich die wage erkennbare Form eines Menschen darunter. "Möchten Sie mir verraten wie es kommt, dass ich hier einen Patienten ohne terminierte Sprechstunde so früh am Morgen willkommen heißen darf?" Seine Stimme wäre mit ihrem aktuellen Klang möglicherweise dazu in der Lage, die nächste Eiszeit einzuläuten. Sie wurde noch eine Spur schärfer. "Oder soll ich lieber warten, bis sich der Reinigungsdienst Ihrer annimmt?"


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Do 5 Okt 2017 - 22:01
 
Dass die Tür geöffnet wurde und jemand eintrat, bekam Shin nur sehr sehr weit entfernt mit. Er wachte auf, doch es war dunkel, als er die Augen öffnete. Erst nach und nach nahm er die Umgebung und den Berg aus Lagen um sich herum wahr. Es war überhaupt nicht dunkel, ihm war nur einfach die Haut irgendeiner äußeren Lage vom Kopf gerutscht. Im allgemeinen waren ihm so einige Lagen davon gerutscht, sodass er sich kaum bewegen konnte.
Dann ertönte eine männliche Stimme, die Shin nur gedämpft wahrnahm. Shin gab ein gut hörbares, genervtes Murren von sich, während er in dem Berg seine Arme nach innen zog und die Ellenbogen nach außen fuhr, sodass die Verbindung am Rücken sich von seiner Narbe löste und einen Weg frei machte. Es sah aus, als würde sich eine Kirsche aus einem mehrschichtigen Kuchen befreien.
Shin zog sich aus dem Lagenberg und schaute mit wild entschlossenen Augen zu Dr. Zenva auf.
"Hallo Doktor.", begrüßte Shin ihn und musste sich dann erst einmal räuspern, während er sich auf seinen Hintern fallen ließ. Bis auf eine schwarze Unterhose trug er nichts.
Er war erschöpft, aber litt immer noch an Schmerzen und einem ziemlich starken Gefühl von Ekel, dass ihm schlecht wurde. Shin musterte seine Handinnenflächen und dann seine Arme und den Oberkörper. Wie er sich gedacht hatte. Dieser alte Hund Skelleton würde ihm nochmal das Leben retten. Ein etwas erleichtertes Grinsen zeichnete sich auf Shins Lippen ab.
"Ich ähm... ich weiß nicht, was passiert ist.", begann Shin zu erklären und begutachtete die gut rund vier Lagen, die wie ineinander gesteckte Halloween-Gummimasken auf der natürlich viel zu kleinen, schwarzen Mülltüte flackten und sich schon teilweise begonnen hatten zu zersetzen, "Plötzlich hat sich angefangen das Gewebe aufzulösen. Mal ganz abgesehen davon, dass mir hundsmiserabel schwindelig und übel ist."
Shin stupste die oberste der Lagen an. Sie wabbelte wie Götterspeise, als er sie mit dem ausgestreckten Zeigefinger berührte.
"Ich bin eigentlich selbst Arzt, aber ich bin kein Spezialist, wie Sie.", begann Shin wieder und wagte es dann die gummiartigen Lagen zusammen zu ziehen, damit sie vielleicht doch noch in den Müllsack passten, immerhin waren es nur Lagen und keine ganzen Körper, "Das muss irgendein Virus sein, der das Gewebe zerfrisst und der nicht bei einer Lage Halt macht."
Shin grummelte vor sich hin, während er die Lagen begann zu versuchen zusammen zu rollen. In dem Moment riss allerdings an seinem Schulterblatt die Lage auf und eine Linie mit dickflüssigem Saft begann an seinem Rücken nach unten zu fließen.
Angewidert von diesem Gefühl hielt Shin schlagartig inne und versuchte die Stelle zu begutachten, was allerdings nicht möglich war.
"SCHEISSE!", wetterte Shin und berührte mit der rechten Hand die große, dicke Narbe über seiner Wirbelsäule, um zu prüfen, ob da wenigstens noch alles einigermaßen okay war.
Dann huschte sein Blick zu Dr. Zenva und der Ärger und die Wut wichen einem Ausdruck purer Angst.
"Helfen Sie mir, verdammte Scheiße, ich löse mich hier auf und wenn das so weiter geht habe ich keine fünf Lagen mehr, bevor der Mist sich durch mein Fleisch bis auf meine Knochen frisst!", bettelte Shin regelrecht.
Ihm Stand die Todesangst ins Gesicht geschrieben.
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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mo 9 Okt 2017 - 17:57
 


Zenva & Kirishiro
12. April | Dr. Zenvas Büro

Er wollte erst gar nicht damit anfangen Theorien darüber aufzustellen, was für eine Art 'Patient' sich hier unautorisiert in sein Büro gestohlen hatte. Dass es ihn rein gar nicht amüsierte wäre dem Arzt auch anzusehen gewesen, wenn sein Gesprächspartner nicht im Augenblick noch von Hautladen bedeckt wäre und ihn daher nicht ansehen konnte. Hautlagen, die sich der pinkhaarige Chefarzt nicht einmal die Mühe machte, von dem unangemeldeten Besucher herunter zu nehmen, als er an ihm vorüber ging und ihn einen Moment lang durchignorierte. Der werte Herr konnte sich gleich wieder nach Hause bequemen, wenn es sich um keinen absoluten Notfall handelte, so viel stand fest. Das Krankenhaus und die Notfallaufnahme mochten rund um die Uhr geöffnet haben, aber der Chefarzt war nur zu bestimmten Zeiten anwesend und im Normalfall auch nur über einen Termin zugänglich. Schließlich gab es genug Stations- und Assistenzärzte zur alternativen Zweitwahl, die Zenvas Meinung nach ihrem Job ohnehin viel zu lausig nachgingen.
Er warf dem Mann einen abschätzenden Blick zu, der, noch dabei sich zu orientieren, den Pinkhaarigen grüßte. "Guten Morgen", erwiderte er zynisch auf die monotone Begrüßung seines Gegenübers, als dieser sich unter den Hautfetzen blicken ließ. Und der Engel konnte es sich nicht verkneifen, die Augen zu verengen als er nun einfach direkt angesprochen wurde, als wäre dieser Termin vereinbart und völlig geplant gewesen. Ob er das für den Schwarzhaarigen nicht vielleicht sogar war stand in den Sternen, doch im Falle dessen würde der Engel mal ein ernstes Wort mit dem Sicherheitspersonal wechseln und sich das Gesicht dieses Mannes definitiv merken. Das würde dem Unbekannten möglicherweise sowohl Ärger mit der Polizei als auch mit seiner Krankenkasse einhandeln.
Doch der Engel war nicht blind gegenüber den deutlichen Symptomen, die diesen Mann vor ihm plagten und die bereits dafür gesorgt hatten, dass sich mehrere Hautschichten von seinem Leib geschält hatten. Zenvas geübter Blick hatte keinerlei Schwierigkeiten, das Ausmaß der Erkrankung zu erkennen, sowie sein Gegenüber als Gestaltenwandler zu identifizieren. Es war schwer zu übersehen war bei all den Lagen, die er am Körper getragen haben musste und die bereits an die Verbreitung des schichtübergreifenden Gifts verloren gegangen waren. Der Spezialist hatte jedoch keinerlei Ambitionen, den Fleischhaufen zu behandeln bevor er sich nicht erklärt hatte. Er war eine einzige Handbewegung davon entfernt, seine Sekretärin einzuschalten oder nochmal den Putzdienst zu bemühen, sich etwas zu beeilen.
Seine Ignoranz traf jedoch auf Widerstand, als der Schwarzhaarige auswich und berichtete, dass er nicht wüsste was passiert sei. Eine von Zenvas Augenbrauen wanderte nach oben. Das war nicht die erwünschte Antwort darauf, wie er es überhaupt bis in das Sprechstundenbüro des Chefarztes geschafft hatte, und wenn doch dann hätte Zenva erst Recht keinen Grund mehr, damit zu warten Konsequenzen für das unangemeldete Einbrechen zu ziehen. Doch an dem Engel war der Notfallstand der Situation nicht entgangen, was ihn dazu brachte zuzuhören.
Zenva verzog die Nase, als die angesetzten Erklärungen ausschweiften und in Verzweiflung umschwenkten. So konnte er nicht arbeiten. Mit einer abwinkenden Handbewegung bedeutete er ihm, sich zu erheben. "Als Arzt sehen Sie es als notwendig an, sich nachts in mein Büro zu schleichen? Ich bitte Sie." Doch für den Moment musste er außer Acht lassen, wie suspekt ihm die Lage war und das er ein ungutes Gefühl hatte, dass dieser spontane Patient vielleicht keine sehr weiße Weste trug und daher den offiziellen Weg hatte umgehen müssen, sich als Notfall an das ganze Krankenhaus zu wenden. Er schien einen Eintrag in die Kartei vermeiden zu wollen. "Das ist kein einfacher Virus, das ist eine nichtmenschliche Infektion. Die natürliche Schutzschicht der Haut kann von diesen Bakterien auch in ihrer Normalform befallen werden, doch wie Ihnen sicher nicht entgangen ist", er hob einen der an ihm herunter hängenden Hautlappen an nachdem er nun endlich an ihn heran getreten war, "ist dies keine Normalform. Fleischfressende Aonasbakterien, Candomblus", sprach er mehr zu sich selbst, als er nun direkt vor ihm stand und ohne abzuwarten oder nachzufragen das Kinn des Mannes nahm, um sein Gesicht zu drehen. Sein Blick glitt von seinem Hals bis zu der Schulter, aus der eine säureartige Flüssigkeit in Form eines Sekrets lief, welches die Spur auf den Fliesen erklärte, die sich bis in sein Büro gezogen hatte.
Keine Zweifel. Seine Augen verengten sich. Der umgehende Besuch bei einem Arzt war definitiv die richtige Entscheidung des Schwarzhaarigen gewesen, da diese übernatürliche Krankheit bei anderen Anderswesen im Ernstfall sehr schnell sehr tödlich enden konnte. Er hatte Glück, dass er so viele Häute hatte, durch die sich die Krankheit hindurch fressen konnte, ansonsten wäre sein Leben womöglich schon längst verwirkt gewesen. Es warf nur noch mehr Fragen auf, warum er sich ohne sich an das Personal zu wenden einfach herein gestohlen hatte. Die Zeit, in der der Chefarzt nicht auf Station gewesen war und die er gebraucht hatte, um seine Morgenschicht nun zu beginnen, hätte seinem Gegenüber schon längst seinen Tod kosten können.
Die Hand, die noch immer sein Gesicht hielt, drehte dieses nun zu sich herum, sodass er ihn mit schmalen Augen mustern konnte. Die Todesangst in den Augen seines unerwünschten Patienten ignorierend fixierte er ihn, kettete ihn an seinen Blick. Und zeitgleich rollte eine Welle der Energie durch ihn hindurch, hinein in seine Hand, von der sie sich in dem gesamten Körper seines unangemeldeten Patienten verteilte.
Die aufgerissene Haut auf dem Rücken setzte sich wieder zusammen und wuchs nach, die hinab hängenden Hautlappen hoben sich und schmiegten sich in gesunder Farbe wieder zurück an seine Gliedmaßen. Nur die Narbe an seinem Rücken verheilte noch nicht von den Strapazen der abgerissenen Häute - und das nicht ohne Grund. Zenvas Augen verengten sich erneut, als er auf Abstand ging, seine heilende Hand jedoch in Verbindung mit der strapazierten, nun nicht länger entstellten Haut blieb und seine heilende Energie noch weiter in ihm pulsierte, um den Schaden zu beheben. "Und jetzt nennen Sie mir einen guten Grund, warum ich über Ihre 'Spontanität' hinweg sehen sollte."


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   So 22 Okt 2017 - 15:01
 
Diese sogenannte Koryphäe an Arzt schien sich überhaupt nicht darum zu kümmern, dass Shin hier kurz davor war ab zu kratzen. Ihn schien nur sein blödes Protokoll zu interessieren. So auf die Art: Wenn Sie keinen Termin bei mir haben, behandle ich Sie nicht, auch wenn Sie auf meinem Teppich zerfließen. In Shin stieg langsam die Wut auf. Selbst als der so bekannte Arzt anfing seine Erkrankung näher zu betrachten, stieg seine Abscheu gegenüber diesem Teufel in Weiß immer weiter an.
Wortlos hob der Doktor schließlich seine Hand und drehte Shins Gesicht hin und her. Er wollte schon fast die Hand wegschlagen, da Shin es als äußerst unangenehm empfand angefasst zu werden, besonders wenn er dabei war sich zu häuten, aber die Angst um sein Leben war dann doch größer. Der Blick dieses Kerls war eiskalt und berechnend und Shin fragte sich, ob er manchmal so auf andere wirkte. Manchmal öfter träfe es wohl eher. Shin hatte sehr wenig für andere Wesen übrig, solange es sich nicht um welche mit Nutzen für sich handelte. Die Angst aus seinen Augen wurde ersetzt durch Entschlossenheit und er starrte mit ernstem Blick zurück in die Augen des Arztes. Namen waren nicht Shins Spezialität, doch er würde diese Augen und dieses Gesicht nach dieser Nacht unter Millionen anderen wieder erkennen. Vielleicht würde er sich sogar überlegen eine Art "Dankeschön"-Geschenk für den Doktor zu besorgen.
"Arschloch.", säuselten seine Gedanken, als er den Blick des rosahaarigen Arztes erwiderte.
Erst dachte Shin es wäre seine eigene Wut, die plötzlich seine Körpertemperatur nach oben fahren ließ, doch mit jeder Sekunde wurde das warme Gefühl in seinem Körper stärker und schließlich wurde ihm klar, dass es nicht seine eigene Energie war, die da durch seinen Körper schoss, sondern die seines Gegenübers. Die aufgerissenen Stellen schienen zu verheilen und der Schmerz verschwand, ebenso wie die Übelkeit. Einzig und allein sein Narbe pulsierte immer noch gefährlich.
Der Dok machte einen Schritt zurück, jedoch ohne die Hand von Shin zu nehmen, welche wohl die Brücke zwischen ihnen beiden darzustellen schien. Shin fühlte sich trotz seiner noch vor Schmerz pochenden Narbe so erleichtert, dass er leicht den Kopf sinken ließ und etwas die Augen schloss. Sein gesamtes Gesicht begann sich zu entspannen und er wirkte wie jemand, der kurz davor war einzuschlafen. Das änderte sich allerdings abrupt und sein ernster Blick hob sich wieder, als der Doktor schon wieder mit seinem Vorwürfen um die Ecke kam.
Shins Augen verengten sich.
"Spontanität? Glauben Sie etwa mich hätte einfach die Lust gepackt in Ihr Büro einzubrechen, so wie wenn fette Weiber Lust auf Sahnetorte bekommen?", antwortete Shin in empörtem Ton.
Seine Heilungskräfte in allen Ehren, aber so ein Verhalten kotzte Shin unglaublich an. Zumindest was ihn selbst betraf verlangte er von seinem Gegenüber stets ihm entgegen zu kommen bzw. wenigstens dann, wenn er um Hilfe bat. Denn was für einen Grund sollten die denn schon haben ihm nicht helfen zu wollen? Sie waren es immerhin die sich vor ihrem Gott oder ihrem eigenen Gewissen später verantworten mussten. Etwas, das Shin überhaupt nicht betraf und ihm deshalb erlaubte auch mal jemanden abkratzen zu lassen oder eine Kugel in den Schädel zu jagen und danach immer noch ruhig schlafen zu können. Nein, er konnte ja sogar den eben Verstorbenen noch seiner wertvollen Inhalte berauben, um damit Geld zu machen.
"Wenn es um den Dreck geht, den ich hier hinterlassen habe, ich habe kein Problem damit die Reinigungskosten zu übernehmen. Wenn es aber nur um Ihren blöden Terminkalender geht, dann sage ich nur, Sie haben den falschen Job. Gehen Sie doch in die Pharmaindustrie, da haben Sie allen Luxus und müssen sich nicht um Spezialitäten wie mich kümmern, die in Ihr Büro einbrechen müssen, um einen kurzfristigen Notfalltermin zu erhalten. Oder glauben Sie ernsthaft einer ihrer Stümper da draußen hätte mich innerhalb kürzester Zeit untersuchen und erfolgreich behandeln können? Da wäre ich im Wartezimmer krepiert bevor ich überhaupt dran komme oder wäre vielleicht sogar sofort wieder raus geworfen worden, weil ich keine Personalien dabei habe und auch nicht mehr so aussehe wie ich selbst. So denkt ihr doch hier, nicht wahr? Gestaltwandler sind gefährlich, Vorsicht kommen Sie dem nicht zu nahe, der ist ein Gestaltwandler, die sind doch alle kriminell... das trifft es doch in etwa oder nicht?", antwortete Shin abschätzig und leicht erzürnt.
Es war doch aber auch wahr. Als ob es so einfach wäre als Gestaltwandler einen Termin im Krankenhaus zu bekommen und das auch noch beim obersten Spezialisten, wenn man aussah wie mit Säure überschüttet und dann auch noch schnell schnell. Und er würde diesen blöden Tanten sicher nicht seinen Namen geben, das würde einen unglaublichen Stress danach geben, wenn sie ihn hätten überhaupt rechtzeitig retten können. Ihm fiel ein, dass sie ihn wahrscheinlich erst eingetragen hätten, wenn er auch die letzte Lage abgelegt hätte und seinen wahren Namen preis gegeben hätte und dann wahrscheinlich noch erklärt hätte wie es sein konnte, dass er seit seinem Verschwinden vor so vielen Jahren nun plötzlich doch lebend vor ihnen stand. Und selbst dann hätten sie wahrscheinlich noch gerätselt ob der Junge auf dem Vermisstenplakat wirklich zu diesem Mann herangewachsen war.
Nein, man konnte sich auf niemanden verlassen, man musste alles selbst in die Hand nehmen.
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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mo 6 Nov 2017 - 21:41
 


Zenva & Kirishiro
12. April | Dr. Zenvas Büro

Zenva konnte an jedem einzelnen Gesichtszug ablesen, wie sehr sein unerwünschter Patient seinen Mangel an Begeisterung erwiderte. Er schien allem Anschein nach auch nicht freiwillig hier zu sein und Zenva musste eines dem jungen Mann lassen, denn Geschmack hatte er: Er war nicht zu irgendeinem beliebigen Arzt gegangen, sondern hatte gleich den Weg zum Spezialisten gefunden. Dass es das Ego des Pinkhaarigen streichelte änderte aber noch lange nichts daran, dass der Schwarzhaarige keinen Termin vereinbart hatte. Und während er auskostete, die Krankheit seines Patienten in diesem Augenblick voll und ganz in der Hand zu haben, ließ er es sich nicht nehmen ein paar Fragen zu stellen.
Dass sein Gegenüber kooperieren würde, hatte der Chefarzt prinzipiell auch kaum erwartet. So überraschte es ihn nicht, einen Blick aus zornesgeweiteten Augen zugeworfen zu bekommen. Faszinierend, wie der Wunsch zu leben in ihm mit seiner Wut im Wettstreit standen, sodass der Einbrecher nicht ein einziges Mal vor Zenvas Berührung davon zuckte, während dieser seine heilende Energie durch den totkranken Körper des anderen strömen ließ. Antworten bekam er zwar keine, dafür aber eine ausgereifte kleine Rede darüber, wie sich der Schwarzhaarige für sein Verhalten rechtfertigte.  
"Die Reinigungskosten wären ein Anfang", erwiderte der Engel, während er das Kinn des Wandlers auf einem einzelnen Finger balancierte und hinter sich griff, um sich sein Stethoskop zu angeln, welches er sich kurzerhand um die Schultern legte. Unter den noch verbliebenen Hautlagen war es nicht das einfachste, seinen Herzschlag ausfindig zu machen, weshalb er sich nun seiner ärztlichen Hilfsmittel bediente. Entwaffnend ruhig legte er sich das Stethoskop an und nahm das kalte Metallende auf, um es dem noch immer wütend vor sich hin predigenden Gestaltwandler ohne Vorwarnung auf die Brust zu legen. In seiner Situation würde er wohl kaum die nötige Geduld aufbringen zu warten, bis Zenva erst etwas Gel verteilt hatte, weshalb er sich nun mit der etwas sporadischeren Behandlung begnügen musste.
Während er also seine Brust abtastete, stimmte er gedanklich vielen Punkten der Rede zu, insbesondere den Punkten die er anbrachte, bezüglich eines schnellen Todes bei anderen, unqualifizierten Ärzten. Das er mit seiner Wutpredigt Zenvas eigentliche Frage umgangen hatte, ließ der Arzt ausnahmsweise so stehen, da er nicht davon ausging noch eine ehrliche Antwort darauf zu erhalten. Auch wenn es ihn nicht begeisterte, einen gesetzeswidrigen Patienten tatsächlich aktengetreu und medizinisch einwandfrei zu behandeln ohne dass er in der Kartei verwiesen war, würde er nicht tatenlos dabei zusehen, wie das Leben dieses Mannes aufgrund dessen dahinsiechen würde. Wenige Stunden später und dieser Fall wäre auch eingetroffen. "Sie können von Glück sagen, dass ich zu mehreren Schichten im Krankenhaus anwesend bin, sonst hätte auch ich Ihnen nicht mehr helfen können", kommentierte er den verwundeten Zustand des Mannes, ohne auf die vorher herausgeplatzte Rede einzugehen. "Atmen Sie tief ein." Nicht nur, dass er es nach seiner Ansprache sicher nötig hatte, nein, Zenva wollte auch überprüfen ob seine Heilung wirklich bis in seine unterste Schicht vorgedrungen war. Und als er mehrere rassel- und schleimfreie Atemzüge von seinem Patienten zu Hören bekam, konnte er sich dessen gewiss sein.
So ließ er das Metall von seiner Haut gleiten und legte im Austausch noch einmal seine Hand an, um auch den letzten Schub seiner Energie in ihn fahren zu lassen. Er spürte, wie die letzten aufgerissenen Hautfäden seines Rückens sich zusammenfügten und die Wurzel allen Übels sich vollends schloss, bis nichts mehr darauf hinwies, dass diese gefährlichen Bakterien den Wandler je befallen hatten.  
Das Quarz in seinen Augen verhärtete sich, als sich der Chefarzt nun wieder erhob und seinen Musterpatienten in Augenschein nahm. "Wenn Sie nicht wollen, dass mich wiederhole und ihrer illegalen Anwesenheit noch näher auf den Grund gehe, dann verlassen Sie nun mein Büro." Er war überzeugt davon, in dem Wandler keinen Freund mehr zu finden. Nicht, dass er dieses Ziel überhaupt je anstrebt hatte, seine Begrüßung hatte dies bereits sehr stark widerlegt. "Sie sind von jeglichen Spuren der Aonasbakterien befreit und nun immun, noch einmal werden sie Sie nicht befallen. Bleiben Sie mir gesund", setzte er nach. Und diese Worte, die so freundlich klingen könnten, klangen mit Blick auf den kriminellen nun fast wie eine kleine Drohung. "Noch einmal möchte ich nicht von ihrem Gesicht in meinem Büro überrascht werden."
Doch im nächsten Wimpernschlag blitzte in den Augen des Engels der Funken Toleranz auf, der es ihm erlaubte, den Wandler nun ohne Konsequenzen ziehen zu lassen. Er mochte sein Haupt manches Mal noch so hoch tragen, doch seine Wurzeln gingen tief und seine Ehre als Engel stand über allem. So verließ ihn noch ein einziges, knappes Nicken, bevor er den Wandler aus der Tür verschwinden sah, hoffentlich um ihn nie wieder zu sehen.



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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Sa 17 Feb 2018 - 16:14
 

- Cf: Immobilienfirma 'Lokal Estate' -


Zenva & Máirín
Donnerstag, 14. Juli | Dr. Zenvas Büro | 17 Uhr abends

Nachdenklich grübelte der Chefarzt über mehreren Dokumenten auf seinem Schreibtisch. Er saß mit dem Kinn in eine seiner Hände gestützt in dem Sessel hinter seinem Schreibtisch, der randvoll in Akten, Rezepten und Papieren eingedeckt war und über den ein Außenstehender womöglich niemals einen Überblick behalten könnte. Ganz oben lagen mehrere aneinandergereihte kleine Papierstapel, die alle mit dem Zuständigkeitsbereich der Intensivstation ausgezeichnet waren.
Es handelte sich um mehrere Dokumente über Alicia Mary Ann Leovold und ihren Krankheits- & Behandlungsverlauf, die nun schon geraume Zeit auf der Intensivstation verbrachte. Zenva war inzwischen recht froh über die jüngsten gesundheitlichen Entwicklungen, da das Mädchen bereits in Begleitung das Bett verlassen konnte und auch ihre Wunden mit der Zeit mehr und mehr vernarbten. Der Zutritt zu ihrem Zimmer war jedoch aufgrund ihrer irregulären und unregelmäßigen Panikattacken noch immer ausschließlich dem Spezialpersonal und den zuständigen Ärzten vorbehalten.
Vor kurzer Zeit hatte seine Sekretärin ihn über das Telefon darüber informiert, dass im Krankenhaus ein weiteres Mal das innerklinische Notfallteam einberufen werden musste, doch im Allgemeinen war das in einem Akutkrankenhaus nichts Unübliches und Zenva hatte dank der vielen Behandlungstermine für Alicias Wunden viel Arbeit der vergangenen Wochen nachzuholen. Er erinnerte sich, wie die Sekretärin ihm erzählt hatte, dass aufgescheuchtes Personal an ihr vorbeigelaufen wäre, in Richtung des Treppenaufstiegs und der Fahrstühle. Eine Schwester war bei ihr gewesen und hatte versucht zu erklären, was genau geschehen war, doch sie hatte sich nicht mehr an ihre Worte erinnern können, als sie dem Engel darüber Bericht erstattet hatte.
So war Zenva nicht gerufen worden, um das Team zu unterstützen und gab sich nun Mühe, Entscheidungen über die verschiedenen weiteren Behandlungsmaßnahmen für Miss Leovolds Fall zu treffen. Im Vorflur von Zenvas Büro, nicht weit von dem Wartezimmer entfernt, konnte man durch das Fenster bereits sehen, wie die Sonne den Horizont küsste und in einem intensiven Orange über die Stadt erstrahlte, wodurch sich die Abenddämmerung ankündigte. Der Chefarzt hatte aktuell die Tür zu seinem Büro offen gelassen, da er keine Sprechzeiten mehr hatte und für den Ruhepegel im Ausgleich dazu die Tür zum Wartezimmer geschlossen war, die sich weiter vorne befand.
Es half nicht, dass seine Gedanken zwischenzeitlich zu Sofiel abdrifteten. Es beschäftigte ihn selbst nach mehreren Tagen noch, dass sie ihm so vehement das Versprechen abgenommen hatte, nicht weiter in Alicias - und auch nicht in Linnets - Fall nachzuforschen. Die Operation der jungen Elfe und ihr konkreter Fall war der Seraphim zwar nicht bekannt, doch die Blonde hatte den Wunsch geäußert, dass sich der Chefarzt von jeglichen mysteriösen Fällen die illegale Aktivitäten Cadysas und insbesondere das Waldgebiet betrafen distanzierte. Da der Pinkhaarige im Grunde auch nicht vorgehabt hatte, in irgendwelchen gesetzeswidrigen Aktivitäten Nachforschungen zu betreiben, hatte er nach kurzem Zögern zugesagt. Doch das war gewesen, bevor er erlebt hatte, in welchem geistigen Zustand sich Alicia nach ihrem ersten Erwachen befunden hatte. Nun stellten sich ihm Fragen, denen er dank seines Versprechens nicht nachgehen konnte. Er bemühte sich darum, es zu vergessen und sich abzulenken.
Er hatte außerdem noch einige Telefonate mit Mr. Leovold hinter sich, Alicias Bruder. Der Mann war hartnäckig wenn es darum ging, seine kleine Schwester zu besuchen und er hakte stets noch mindestens fünf Mal nach, wenn Zenva ihm zu versichern versuchte, dass es in den ersten Wochen nach ihrem Erwachen aus dem künstlichen Koma noch nicht die beste Idee war, solange sie nicht direkt persönlich um Besuch bat. Was auch immer in dem Kopf des blonden Mädchens los war, sie hatte nicht darum gebeten. Vielleicht war ihr trotz dem die Ärzte es ihr mitgeteilt hatten nicht wirklich bewusst, dass es da Familie gab, die sie unbedingt sehen wollte. Die Wunden zu verarzten hatte allerdings Priorität, so schade es auch für Mr. Leovold war - wenngleich Zenva zugeben musste, dass sich sein persönliches Mitleid für den Mann doch sehr in Grenzen hielt. Und auch wenn es Theodore schwer fiel, früher oder später sah er es bei jedem neuen Anruf wieder ein.
Der Engel atmete langsam aus und blätterte das nächste Dokument durch, worin auch schon ein erster Befund darüber zu lesen war, was der Neurologe des Krankenhauses über Alicias instabilen Geisteszustand zu sagen hatte. Zenva stützte seinen Kopf auf dem Stift ab, mit dem er einen oder mehrere dieser Behandlungswege später unterschreiben müssen würde und rollte ihn konzentriert zwischen den langen Fingern.


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