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 Dr. Zenvas Büro

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Dr. Zenva
Heaven's Doctor
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Beruf : Chefarzt des Cadysa Krankenhauses (Spezialist für übernatürliche Krankheiten und Unfallchirurgie)
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Sa 2 Jan 2016 - 20:23

Touko dort auf der Behandlungsliege zu sehen, nur in ihrer Unterwäsche bekleidet, schickte Erinnerungen an die vergangene Nacht durch den Kopf des Engels. Erinnerungen, die er nach bestem Wissen wegzuschieben versuchte, doch sein Kopf war da anderer Meinung. Um es also zu vermeiden in der halbnackten Touko mehr zu sehen als nur eine Patientin, viel mehr dank letzter Nacht, wandte er sich schlichtweg von ihr ab und sah sie nicht mehr an.
Als er hörte wie sie langsam von ihrer Bewusstlosigkeit erwachte sog er erbittert Luft durch die Nase ein. So viel Verantwortungslosigkeit und dann auch noch von Touko, die von allen selbst am besten wusste, wie todkrank sie war und was das für Auswirkungen hatte - er war mehr als nur enttäuscht. Doch viel stärker als die Enttäuschung war die Sorge, die in diesem Moment jedoch harsch anstatt zaghaft über seine Lippen kam. Als er ihre entschuldigenden Widerworte hörte warf er furios den Kopf herum.
"Du weißt überhaupt nichts, Touko!", widerlegte er mit nun deutlich erhobener Stimme ihre Worte und trat einen aggressiven Schritt auf sie zu. Wenn er wüsste wie recht er damit hatte, bezogen auf die gesamte letzte vergangene Nacht, dann hätte er seine Worte wohlmöglich noch einmal überdacht. Doch im Moment gab es nichts woran er weniger Gedanken verschwendete als seine erbitterte Tonlage. "Du allein trägst die Verantwortung für deine Krankheit, ist dir das denn völlig egal?!" Seine Stimme war inzwischen nicht nur laut sondern auch beißend geworden, während aus seinen quarzfarbenen Augen in seiner Wut alle Wärme verschwand.
Es stimmte, ihre Krankheit hatte bei dem Engel oberste Priorität und es gab kaum etwas, was ihm so viel bedeutete, wie diese unheilbare Krankheit irgendwie zu heilen. Jedoch war Zenva innerhalb der letzten zwei bis drei Wochen so oft emotional verwirrt, unsicher und überrumpelt worden, dass sich sein eingefleischter Schutzmechanismus nun überdeutlich hervorschob. Er wollte das alles nicht, es ging ihm viel zu weit. Seit er Touko kannte hatte er nichts als Probleme mit ihr und die Tatsache, dass er ein Engel und sie ein Mensch war machte die ganze Angelegenheit nicht besser. Alles was er wollte war zurück in seine Komfortzone zu flüchten, weg von diesen Emotionen, weg von dem Unbekannten.
Weg von Touko.
Seine Augen sprachen Bedrohung aus und seine Haltung straffte sich merklich. "Du denkst vielleicht es sei alles egal, du stirbst ohnehin irgendwann und du kannst dennoch nicht kontrollieren, wann dieser Zeitpunkt eintreten wird, aber das heißt noch lange nicht, dass du dein Leben deshalb einfach hinschmeißen kannst." Er klang inzwischen wie ein aufgebrachter Vater, der seiner Tochter eine Lektion erteilen musste, was der Situation nicht gerade half sich zu beruhigen. Seine dominante Art ließ seine Augenbraue zucken, als er so zornig zu Touko herabsah, wie er es bei ihr noch nie zuvor getan hatte. "Wenn du dich nicht um dich selbst kümmerst werde ich es auch nicht tun. Du bist ein hoffnungsloser Fall, Touko Murasame", sagte er und seine Worte waren scharf wie tausend Dornen, "und du bist von nun an nicht länger in meiner Behandlung. Ich habe besseres zu tun als mich um eine lebende Tote zu kümmern, die meine ganze Arbeit und meine Forschung zunichte macht indem sie ihr Leben wegwirft."
Seine Stimme war kalt wie Eis, nichts war mehr hindurch zu hören. Keine Emotion, kein Gefühl, nur Kälte und Abweisung. Er war nicht wie sonst analytisch, er war nicht einmal berechnend. Er war einfach nur mitleidlos. Rücksichtslos.
Er wollte, dass sie ihn hasste. Er wusste, dass er ihr nicht auf ewig standhalten konnte. Dafür empfand er viel zu viel für sie. Und wenn er seine wertvollen und empfindsamen Gefühle die er so wenig verstand schützen wollte musste er erreichen, dass Touko sich von ihm fernhielt. Gänzlich. Er schluckte, als ihm bewusst wurde, dass eine Abweisung als Arzt dafür nicht ausreichte. Er musste persönlich werden.
Sein Herz schlug ihm bis zum Hals als er damit kämpfte, seine aggressive Miene aufrecht zu erhalten und ihr nicht zu zeigen, wie sehr es ihn selbst schmerzte zu sagen, wozu er nun in Begriff war.
Er formte seine Hände zu Fäusten und schloss die Augen, seine Augenbrauen waren ein einziges Tal der Finsternis. "Ich habe keine Verwendung mehr für dich."
Er sagte diese Worte, als wäre Touko nur eines von seinen wissenschaftlichen Experimenten. Nichts weiter. Ein unbedeutender Gegenstand, mit welchem er eine Weile Feldforschung betrieben hatte und der nun langweilig und uninteressant geworden war. Innerlich fühlte er, wie ihn all die Gefühle die er so sehr ignorieren und wegsperren wollte überrollten und er behielt die Augen geschlossen, um diese nicht zuzulassen, nicht zu zeigen. Rein gar nichts zu zeigen. Touko musste denken, dass sie es nicht wert war. Er konnte der Brünetten nicht mehr in die Augen sehen und ohne das es ihm bewusst war, war das eine fast ebenso starke Abweisung wie seine Worte.
Krampfhaft schweigend wandte er sich von ihr ab. Als finale Geste nahm er die Türklinke in die Hand und öffnete die Tür, um der Herzkranken den Weg aus seiner Praxis zu bereiten. Diese verletzende Geste war das i-Tüpfelchen auf dem Chaos, das der Arzt soeben angerichtet hatte und es kostete ihn alle Überwindung die er hatte, um sie durchzuführen. Und als der Sturm in seinem Herzen erbarmungslose Ausmaße annahm wusste er, dass er etwas Furchtbares getan hatte.

Tbc: Zenvas Wohnung
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Touko Murasame

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Beruf : Doktor im Bereich der Pädagogik
Spieler : Niko

BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Sa 2 Jan 2016 - 21:16

Als Zenva seine Stimme erhob, blickte Touko ihn verwirrt an. Hatte sie etwas falsches gesagt? Sie wusste, dass letzte Nacht verantwortungslos von ihr gewesen war und das sie besser auf sich und ihren Körper zu achten hatte, aber sie konnte es nicht mehr rückgängig machen. Sie würde, wenn sie könnte.
Die Stimme, die nun aber deutlich den Raum erfüllte, veranlasste Touko dazu sich ihr Oberteil wieder überzustreifen. Warum war Zenva nun so aufgebracht? Sie verstand die Welt nicht mehr. Für sie war seine Reaktion etwas, dass sie nicht einordnen konnte. Hatte sie ihn durch ihr rücksichtsloses Verhalten verletzt? Hatte sie am vorigen Abend etwas gesagt, dass der Auslöser sein könnte? In ihrem Kopf wirbelten tausend Fragen und Vermutung umher und doch fand sie einfach keine Antwort.
Wenn er sie geschlagen hätte, hätte es nicht mehr wehtun können. Sie war entsetzt über seine Worte und dem Ausdruck auf seinem Gesicht. Und auch wenn sie ihm seine Wut zugestand, so trafen sie seine harten Worte wie Schläge und verletzen sie tief. Es war ihr nicht egal wann sie starb. Insgeheim fürchtete sie sich vor dem Tod, denn wenn andere Menschen wussten, dass sie noch viele Jahre hatten, so wusste Touko nur, dass ihr der nächste Augenblick blieb. Und dieser Augenblick füllte sich grade mit Schmerz. Sie hob ihren Blick und sah Zenva direkt an. So viele Emotionen zeichneten sich in ihren Augen ab.
Sie wollte grade etwas erwidern, als Zenva seine Rede weiterführte.. und sie sowohl als Patientin, als auch als Mensch abwies. Etwas, mit dem sie selbst in dieser Situation nicht gerechnet hätte. Das Schlagen ihres Herzens wurde ihr schmerzhaft bewusst, als in ihren Kopf vordrang, was das hieß. Jedes weitere Schlagen schmerzte sie nur noch mehr. Ein hoffnungsloser...Fall? Sie konnte nicht verstehen, warum Zenva so etwas zu ihr sagte. Wollte nicht hören, was er ihr damit zu verstehen geben wollte.
Während Zenva einen Schritt in ihre Richtung getan hatte, tat sie nun einen Schritt zurück. Fassungslosigkeit lag in ihrem Gesicht, während sie ihn ansah. Lebende Tote, wiederholte sie seine Bezeichnung in ihre Gedanken. War sie das für ihn? War es ihre Krankheit die sie zu etwas anderem gemacht hatte? Weil seine Fähigkeiten sie nicht heilen konnten? Eigentlich hatte die junge Frau gedacht, dass ihre Menschenkenntnisse gut waren, doch in diesem Augenblick bezweifelt sie alles was sie von Zenva wusste. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie es hier nicht mit einem Menschen zu tun hatte. Um Touko herum brach eine Welt zusammen. Eine Welt, in die sie sich grade eingelebt hatte und der sie sich wohl gefühlt hatte.
„Eine lebende Tote, also? Ich war die ganze Zeit nichts anderes als ein interessantes Versuchsobjekt, weil deine Kräfte keinen Einfluss auf mich haben, nicht wahr? Ich hätte dir einiges zugetraut.. aber nicht das. Nicht das du so ausfallend wirst. Scheinbar habe ich dich anders kennen gelernt, als du wirklich bist,“ sprach sie mit zitternder Stimme, während ihr die Tränen über die Wangen liefen. Ihre Gedanken überschlugen sich und während sie vorher noch dankbar dafür gewesen war, nicht mehr bewusstlos zu sein, wünschte sie sich jetzt, dass sie einfach nichts mehr mitbekommen sollte. Sie wünschte sich, dass all dies nur ein böser Alptraum war, doch sie wusste das das nicht sein konnte. Sie sah es in Zenvas Gesicht. Das hier war kein Alptraum. Es war die harte Realität.
All die Emotionen, die sie für Zenva entwickelt hatte, überrumpelten sie nun und zerrissen sie innerlich. Sie wollte stark sein, doch sie konnte nicht. Sie wollte mutig sein, doch sie versagte. Sie wollte nicht weinen, doch sie wurde einfach mitgerissen. Die Worte, die an ihr Ohr drangen, waren einfach zu viel für sie. Er hatte also keine Verwendung mehr für sie? War das alles von Anfang an nur ein Spiel für ihn gewesen? Sie konnte sich auf seine Worte keinen Reim machen, doch sie spürte, dass diese Liebe keine Zukunft hatte.
Und wenn sie sich vorher noch gewünscht hatte, ihre Erinnerungen zurückzuerlangen, dann war dieser Wunsch nun vergangen. Sie wollte einfach alles vergessen. Alles Leid, jegliche Freude und Liebe, die sie durch Zenva erfahren hatte. Zahlreiche Tränen folgten dem Weg der vergangenen. Ihre braunen Augen, die sonst mit so viel Freude und Wärme in die Welt hinausblickten, verfolgten nun tief verletzt der letzten Bewegung des Arztes, denn sie liebte. Als er ihr die Tür aufhielt, wusste sie, dass dies der Abschied war. Aber, vielleicht war es auch besser so, wenn Zenva niemals etwas in ihr gesehen hatte. Niemals etwas für sie empfunden hatte.
Sie straffte ihre Haltung und griff sich mit ihrer zitternder Hand unter den Pullover, ehe das klirrende Geräusch einer zerspringenden Kette erklang. Sie hatte keine Verwendung mehr für diese Erinnerung. Es würde sie nur weiter verletzten. Es würde sie nur immer weiter an diese unerwiderte Liebe erinnern. „Leben Sie wohl, Doktor,“ flüsterte sie weinend, während sie an ihm vorbei ging und die Kette fallen ließ. Sie brauchte diesen Schmerz nicht. Sie brauchte ihn nicht. Noch bevor sie das Krankenhaus verließ, reichte sie einen Urlaubsantrag ein. Nur damit sie ihm nicht mehr über den Weg laufen musste. Das würde sie nicht ertragen. Sie würde vielleicht etwas in den Heimen arbeiten oder in den Schulen? So könnte sie sich bestimmt ablenken. Nun, zumindest hoffte sie das, denn der Schmerz, der sich von ihrem Herz ausbreitet, stimmte sie nicht wirklich optimistisch.


Tbc: ???


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Jane Yuelá

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Beruf : Schüler
Spieler : Lin

BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Do 3 März 2016 - 10:03

cf: Jaydens Apartment

Tag: Freitag der 20. April
Uhrzeit: 14:00 Uhr

Als Jane am Freitag aufwachte, war Jayden, wie eigentlich immer bereits verschwunden. Sie war dies gewohnt, immerhin hatte er auch Vormittags Unterricht, nicht nur Nachts, wie sie. Daher würde er von ihrem Termin auch nichts erfahren und das kam ihr sehr gelegen.
Gegen halb zwei Uhr am Mittag verließ sie also unbemerkt das Apartment. Dunkelbraune Locken kringelten sich um ihr Gesicht und eine große Sonnenbrille saß auf ihrer Nase. Siel ließ den Wohnungsschlüssel in ihre lederne Handtasche fallen und begab sich zur nächsten Bushaltestelle, um in Richtung Stadtmitte und in Richtung Krankenhaus.
Dort angekommen betrat sie das große Gebäude. Sie merkte, dass ihr ein wenig flau in der Magengegend war. Was wenn... Nein! Sie hatte nichts zu befürchten! Dieser verdammte test war einfach nur kaputt! Immerhin nahm sie zuverlässig die Pille! Also konnte es nicht sein!
Die sterile Luft schlug ihr entgegen und verdeutlichte ihr nur erneut, warum sie Krankenhäuser hasste. Aber sie musste da nun durch!
Sie lehnte sich über den Thresen am Eingangsbereich und räusperte sich, um die Aufmerksamkeit der Dame dahinter zu erlangen. "Entschuldigen sie, wo finde ich das Büro von Dr. Zenva?", fragte sie.
"Gleich hier vorn den Gang rein und dann links!", bekam sie sogleich die Auskunft. "Setzen sie sich bitte in den Wartebereich, der Doktor wird sie dann Empfangen!"
Die Dämonentochter nickte und wandte sich in die angewiesene Richtung. Dort entdeckte sie auch sogleich den Wartebereich und ließ sich auf einem der Stühle nieder. Hoffentlich kam der Doktor bald....


Jane Yuelá McCassy


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Dr. Zenva
Heaven's Doctor
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Beruf : Chefarzt des Cadysa Krankenhauses (Spezialist für übernatürliche Krankheiten und Unfallchirurgie)
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Sa 12 März 2016 - 10:47

Cf: Station (Die Patientenzimmer)
Dienstag, 22. April | Wartezimmer | 14:10 Uhr | mit Jane Yuelá McCassy

Geschäftig überschlug Zenva die Blätter der Akte, aus der er momentan Linnet herausstrich. Er hatte soeben ihre Visite hinter sich gebracht und wohlwollend festgestellt, dass sie über sehr gute Heilfähigkeiten verfügte die es ihr erlaubt hatten, sich um einiges schneller zu regenerieren als es nach einer Verwundung wie der ihrer eigentlich üblich war. In Gedanken schweifte er zu der knappen Erzählung zurück, die er über den furchtbaren Vorfall von ihr zu hören bekommen hatte und stellte fest, dass sie wahrlich nicht viele Informationen über den Täter preisgegeben hatte. Entweder sie hatte ihn nicht gut zu Gesicht bekommen, was der Engel bei dem Grad ihrer Ausblutung bezweifelte - Jemandem so viel Blut zu stehlen dauerte seine Zeit -, oder aber die seelischen Wunden saßen zu tief als das sie in der Lage war darüber zu sprechen. Er tippte auf Letzteres, auch wenn irgendwo in seinem Hinterkopf eine leise Stimme klagte, dass sie es den Ärzten möglicherweise auch vorenthalten hatte aus Angst, wegen Polizeifahndung von dem Täter erneut aufgesucht und bestraft zu werden. Jedoch schätzte Zenva die Elfe eigentlich als selbstbewusste Frau ein, die sich so schnell nicht sagen ließ was sie zu tun und zu lassen hatte. Auch wenn sie zugegebenermaßen ziemlich traumatisiert ausgesehen hatte.
Zenvas Detektivüberlegungen wurden unterbrochen, als er mitsamt der Akte im Arm den Vorraum seines Büros betrat und dort eine junge, braunhaarige Frau erblickte, die mit überschlagenen Beinen und schnippischem Blick im Wartezimmer Platz genommen hatte. Sie war seine erste Sprechstundenpatientin heute, denn zuvor war der Engel in erster Linie bei der Visite auf der Station tätig gewesen. Seine Sekretärin hatte ihn nicht angepiept, dass hier Jemand auf seine Sprechstunde wartete und er fragte sich schlagartig warum.
"Guten Tag, Miss...?", fragte er und erst nachdem er ihr die Hand zur Begrüßung ausgestreckt hatte sah er mit analytischem Blick von seiner Akte auf, um sie genauer zu mustern. Ziemlich ungewöhnliche Augen, in denen er bereits auf den ersten Blick Fasern erkannte, die einem Formwandler ähnelten. Auch in ihren Haaren befanden sich diese Fasern, weshalb er schnell den Schluss zog, dass sie wohl in der Lage war ihr Aussehen genmanipulierend zu verändern. Eine Fähigkeit, die Gestaltenwandlern und Mischwesen vorbehalten war und Gestaltenwandler erkannte er für gewöhnlich eindeutig an der Aura. "Halbdämonin", kommentierte er dann als er ihre Attribute schließlich eingeordnet hatte und hob leicht die Augenbrauen an, ohne das ersichtlich erschien warum.
"Mein Name ist Doktor Zenva und ich bin Ihr behandelnder Arzt. Folgen Sie mir bitte", komplimentierte er sie dann in sein Büro, wobei für eine freundliche Formulierung sowohl der Ausdruck als auch der Enthusiasmus in seiner Stimme fehlte. Was manchmal als schlechte Laune interpretiert werden konnte war schlichtweg Zenvas allumfassende Analytik, die ihn stets begleitete.
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Jane Yuelá

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Beruf : Schüler
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BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   So 13 März 2016 - 20:31

Sie verbrachte eine Weile auf ihrem Stuhl und wartete. Anfangs tippte sie noch nervös mit dem Fuß auf den Boden, bevor sie schließlich ihr Handy aus der modischen Handtasche in Lederoptik holte. Zwar würde sie es niemals zugeben aber sie war doch nervös. Was wenn sich ihre Befürchtungen doch bewahrheiten würden? Was, wenn sie wirklich schwanger war? Bisher hatte sie sich nicht allzu große Gedanken darüber gemacht, was sie in diesem Fall tun würde. Die Situation war schließlich eine ganz andere als damals. Es war irgendeine Partybekanntschaft gewesen. Niemand, mit dem sie wirklich etwas zu tun gehabt hätte. Niemand, der einen Anspruch auf das Kind erhoben hätte.
Aber es war nun einmal keine Partybekanntschaft, sondern Jayden! Ihr fester Freund! Mit dem sie seit zwei!! ZWEI! Jahren zusammen war!
Aber er wusste ja nichts davon. Und würde nie etwas davon erfahren. Immerhin wäre es viel zu Gefährlich. Sie war schließlich seine Schülerin! Wenn das raus kam würde er ins Gefängnis kommen und sie keinen Abschluss machen können. Wenn sie jedoch mit einer Kugel durch die Schule lief, wie sollten sie es weiter verstecken?
Nein! Es war unmöglich.
Aber es war ja nichts.
Nur ein Fehler.
Gedankenverloren drehte sie ihr Handy in der Hand, als ein Mann um die Ecke bog. Aufmerksam beobachtete sie, wie er näher trat. Sein Haar hatte eine interessante Farbe... könnte sich gut als Strähnchen zu ihren sonst pinken Haaren machen...
"Jane McCassy", erklärte sie auf seine Frage hin. "Wir hatten einen Termin vereinbart"
Er starrte sie einen Moment an. Normalerweise gefiel es ihr, wenn man sie anstarrte, vor allem, wenn es sich bei den Starrenden um Männer handelte, aber dieser Blick war nicht voller Bewunderung, wie sie es gewohnt war, sondern analytisch, bohrend. Das gefiel ihr weniger, doch sie ignorierte diese Tatsache einfach. Stattdessen nahm sie sich heraus ihn ebenfalls zu mustern. Er war definitiv nicht von schlechten Eltern, stellte sie fest. Auch wenn sie seine Haarfarbe für einen Mann schon recht gewagt befand (ein helles rosa), stand ihm dies auf eine sonderbare Art und Weise gut zu Gesicht. Allerdings hielt sie ihn allein durch ihr bereits geführtes Telefonart für einen eingebildeten Idioten, weshalb sie die Tatsache, dass er nicht sonderlich schlecht aussah kalt ließ.
Trotzdem trug sie ein höfliches und scheinbar offenes Lächeln zur schau. Man musste es sich ja nicht unbedingt mit seinem Arzt verscherzen. Dieses wurde jedoch schlagartig verschlossener, auch wenn es keineswegs verschwand, als er sie als Halbdämonin einstufte. Man konnte seine Vermutungen schließlich auch einfach für sich behalten! Wäre sie ein Dämon hätte sie ihn jetzt vermutlich dem Erdboden gleich gemacht. Dummerweise hatte sie dazu nicht die Mittel, weshalb sie weiter lächelte und es vorzog ihn in Gedanken zu malträtieren. 'Du kannst nicht jeden töten!', sagte sie sich.
Von Sekunde zu Sekunde wurde er ihr unsympathischer. Warum nochmal hatte sie ihn ausgewählt? Achja, weil sie in Panik war und sie seine Nummer in Jaydens Handy gefunden hatte! Und weil er vermutlich der einzige Arzt weit und breit war, der sich einem übernatürlichen Fall, wie dem ihren annehmen würde! Grrr...
Sie nickte also artig und folgte ihm wie geheißen in sein Büro.


Jane Yuelá McCassy


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Dr. Zenva
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Beruf : Chefarzt des Cadysa Krankenhauses (Spezialist für übernatürliche Krankheiten und Unfallchirurgie)
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Di 22 März 2016 - 19:42

Die Brünette kam dem Engel nicht ansatzweise bekannt vor, weshalb er nicht ergründen konnte, was seine Sekretärin dazu bewegt haben mochte ihn nicht über den wartenden Besuch zu informieren. Er musste wohl oder übel davon ausgehen, dass sie ihre Gründe dafür gehabt hatte, denn sie war wie er ein Arbeitstier und nahm ihren Job sehr ernst. Das musste sie auch, denn Zenva als brillanter Arzt hatte selbstverständlich stets viel zu tun und ebenso sah auch der Papierkram aus, der mit seinen vielen Patienten und seinem gefragten Ruf einherging.
Es wurde ihm jedoch alles klar, als ihm die unangekündigte Besucherin ihren Namen nannte. "Ich erinnere mich", kommentierte er kalt. Er zeigte keine Gesichtsregung, generell tat er das Patienten gegenüber herzlich selten, aber der Name kam ihm zudem unangenehm bekannt vor. Und als er sich umdrehte und sie bat, ihm in sein Büro zu folgen, wusste er warum seine Sekretärin ihm nichts gesagt hatte.
Das Telefonat mit dieser penetranten jungen Dame hatte er definitiv nicht vergessen aber er war professionell genug, dieses Thema vorerst zurückzustellen. Immerhin hatte sie ihn über sehr ernste Sorgen informiert, als sie sich einen Termin bei ihm geholt hatte. Als er sich zu seinem Schreibtisch begab und Linnets Akte auf dem Weg dahin zurück in den Schrank schob stellte sich ihm wieder die Frage, woher diese Lady seine private Telefonnummer gehabt hatte. Sie hatte ihm bei dem Anruf keine Antwort darauf gegeben. So wie sie sich benommen hatte bezweifelte der Arzt aber, dass sie dies nun täte, wenn er sie erneut danach fragen würde. "Setzen Sie sich", kam er ihr dann auf beruflicher Ebene entgegen und beschloss, sich diesem Fall so unvoreingenommen wie es ihm möglich war zu widmen und vorerst die Fakten klar zu kriegen, bevor er vorschnell urteilte. Möglicherweise steckte sie ja wirklich in großen Schwierigkeiten.
Der Engel nahm auf seinem Stuhl Platz, überschlug mit angespannten Gesichtszügen die langen Beine und nahm sich ein Klemmbrett mit neuen weißen Zetteln vom Tisch, um sich die Eckdaten zu notieren. "Miss McCassy, wie Sie wissen unterstehe ich der Schweigepflicht. Ich erinnere Sie hiermit daran, da ich von ihnen einige sehr private Informationen entgegennehmen muss, um mich korrekt mit Ihrem Fall auseinander zu setzen. Ich hoffe es mach Ihnen keine Umstände." Er erachtete es als selbstverständlich, dass seine letzte Aussage rhetorischer Natur war. Seine Stimme klang klar und ernst und sein zynischer Blick half seiner neuen Patientin nicht, sich in dem kalten Krankenhausambiente wohler zu fühlen, doch so nachhaltig wie sie sich um einen Termin bemüht hatte ging er davon aus, dass sie diesen so schnell nicht in den Wind schießen wollen und sich deshalb benehmen würde.
Zenva war es gewohnt, dass seine Patienten mit begründetem Verdacht auf ernstzunehmende Krankheiten bei ihm erschienen und aufgrund seines Rufs sowie seiner Kompetenzen seine bittere Ausdrucksweise in Kauf nahmen. Diese Lady sah allerdings aus, als würde sie aus der Laune heraus ein ganzes Regime stürzen wenn ihr gerade danach war. Er hob die Augenbrauen als er sich daran erinnerte, dass sie ja vermutlich schwanger war und dieses Verhalten auf mögliche Schwangerschaftserscheinungen zurückzuführen sein konnte. Die Tatsache, dass er kein Gynäkologe war, spielte hierbei keine Rolle, denn als allwissender Arzt Gottes wusste er selbstverständlich damit umzugehen. "Miss McCassy, beantworten Sie diese Fragen ehrlich und so gut Sie können", wies er sie dann an, bevor er mit dem Stift über seinen Zettel flog und begann, sie nach den Grunddaten zu befragen. "Wir fangen mit den äußeren Umständen an. Gehen sie noch zur Schule? Nehmen Sie regelmäßig die Pille?" Eine ärztliche Vorüberprüfung wie sie im Buche stand, zumal ihm vieles von ihrem Hintergrund natürlich schon über die Krankenkasse in Form von Informationen geschickt worden war.
Seine Fragen näherten sich irgendwann den wirklich wichtigen Inhalten. Auch wenn der Arzt beim Schreiben nicht aufsah war die Notwendigkeit dieser Informationen offensichtlich. "Wann war ihre letzte Regelblutung?", fragte er und als er sich weitere Notizen gemacht hatte blätterte er einmal um. "Wer kommt als möglicher Vater infrage?"
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Jane Yuelá

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BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Di 22 März 2016 - 20:39

Er schien sie nicht zu erkennen, auch wenn die beiden sich durchaus schon begegnet waren. Dies war allerdings bereits mehrere Jahre her, damals hatte sie noch in Phoenix gelebt, bei ihrem Vater. Es waren wohl ihre schlimmsten Jahre gewesen. Die, die sie größtenteils betrunken und high verbracht hatte. Daher war es für sie kaum verwunderlich, dass er ihr im ersten Moment ebenfalls gänzlich unbekannt vorkam. Erst nach und nach schoben sich einige Bilderfetzen wieder in ihr Bewusstsein. Firmenfeiern, zu denen er eingeladen gewesen war, ein Geschäftlicher Besuch bei ihrem Vater, wo sie hinein geplatzt war, um nach etwas mehr Geld zu fragen...
Ihr waren die pinken Haare schon damals aufgefallen, erinnerte sie sich. Jedoch nicht genug, um längerfristig in ihrem Gedächtnis zu verweilen. Dies könnte natürlich auch daran liegen, dass sie auf den Firmenfeiern grundsätzlich einen gewissen Alkoholpegel gehabt hatte und auch damals, als sie ihn und ihren Vater gestört hatte auf dem weg zu einer Party gewesen war... also auch nicht nüchtern.
So gesehen handelte es sich heute um eine Premiere.
Dass er seine Miene noch weiter verschloss, als ohnehin schon, als er ihren Namen erfuhr, verwunderte sie wirklich nicht weiter. Sie selbst war wirklich nicht ganz stolz auf das Telefonat, dass sie vor wenigen Tagen geführt hatten. Aber was sollte sie ändern? Es war nun einmal passiert. Außerdem hätte er ja nicht gleich so eskalieren müssen.
Kommentarlos folgte sie ihm in sein steril wirkendes Büro und setzte sich ohne mit der Wimper zu zucken auf den angebotenen Stuhl. Als er seinen Monolog herunterratterte, den er vermutlich auswendig gelernt hatte, hätte sie am liebsten die Augen verdreht. Natürlich wusste sie, dass er der Ärztlichen Schweigepflicht unterstand, sonst hätte sie sich schließlich niemals hier her begeben. Schließlich ließ sie sich zu einem stummen Kopfnicken mit einem höflichen, schmalen Lächeln auf den Lippen herab, um ihm zu zeigen, dass sie verstanden hatte.
Dann legte er los mit seinen Fragen, sie lehnte sich täuschend entspannt zurück, obwohl ihre innere Anspannung ihr diese lässige Pose erschwerte.
"Ja, ich gehe noch zur Schule, mache aber in drei Monaten meinen Abschluss", beantwortete sie die erste Frage. Auch auf die zweite war sie vorbereitet, schließlich kannte sie das schon und führte ein solches Gespräch nicht zum ersten mal. "Ja, tue ich", bejate sie also auch die Frage nach der Pille und kramte zwei schmale Packungen aus ihrer Handtasche hervor, die sie dem Arzt hinlegte. Sie deutete auf die erste. "Die habe ich bis vor zwei Monaten genommen. Mein Arzt ist umgezogen, weshalb ich wechseln musste. Der neue hat mir die hier (sie deutete auf die zweite, angebrochene Packung) verschrieben."
Auch die nächsten Fragen beantwortete die Dämonentochter höflich und wahrheitsgetreu. "Vor ca. anderthalb Monaten", wurde auch diese Frage beantwortet. Und dann kam die Frage, die Jane nicht wirklich beantworten wollte. Sie konnte ihm unmöglich sagen, wer der Vater war, immerhin kannten die beiden sich. Einen Moment wägte sie ab. Er stand unter der Ärztlichen Schweigepflicht, aber was machte sie sicher, dass er sich auch daran hielt? Er wirkte zwar, wie ein sehr gewissenhafter Mann, aber wusste sie ja selbst nur zu gut, dass ein Mensch alles sein konnte, wenn er nur wollte...
"Ein Bekannter, der besser nichts hiervon erfahren sollte. Ihnen sollte also die Information genügen, dass es sich bei ihm um einen Drachen handelt", erwiderte sie nach einer Millisekunde des Zögerns. Ihre Stimme hatte einen kalten Unterton angenommen, der den Arzt warnte an dieser Stelle weiter zu haken.


Jane Yuelá McCassy


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Beruf : Chefarzt des Cadysa Krankenhauses (Spezialist für übernatürliche Krankheiten und Unfallchirurgie)
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Mi 23 März 2016 - 20:29

Zenva wurde nicht enttäuscht, als er seiner neuen Patientin einen Platz anbot und seine frisch angelegte Akte mit ihr durchging. Ihre Haltung war professionell, ihr Blick neutral und anders als bei ihrem Telefonat wählte sie ihre Worte mit Bedacht. Was ihre Gründe dafür waren, ob dies ihre natürliche Persönlichkeit war oder ob sie am Telefon nur einen Panikausbruch durchlitten hatte konnte Zenva allerdings nicht sagen, denn seine Studien über menschliche Empfindungen und Emotionen waren noch lange nicht abgeschlossen, sie hatte im Grunde gerade erst begonnen. Wäre Hayden hier, dann würde dieser darüber definitiv mehr sagen können, schließlich war dies sein Fachgebiet und nicht Zenvas. Auch wenn der Engel sich noch so viel Mühe gab: Da er selbst nicht dazu in der Lage war durch den Tag Weg eine große Bandbreite an Emotionen zu empfinden wie Menschen es taten, würde das für ihn vielleicht für immer ein Rätsel bleiben. Doch etwas in seinen Erinnerungen zwickte, als er diesem Gedanken nachging und das Bild von Touko tauchte für einen Moment vor ihm auf.
Als Jane begann pflichtbewusst die Fragen des Arztes zu beantworten kehrte dieser wieder mit seiner Aufmerksamkeit zurück und seiner Miene war keine Veränderung anzumerken, obwohl er sich geistig zur Vernunft rufen musste. Nach der kleinen gedanklichen Abwesenheit war jedoch wieder alles reguliert und mit fachärztlichem Nicken bestätigte er die niedergeschriebenen Fakten, die die Halbdämonin ihn spezifisch über sich und ihren Fall wissen ließ. Er sah kurz auf, als sie ihren Abschluss erwähnte und blinzelte sie nachdenklich aus seinen quarzfarbenen Augen an. "Da es sich um eine übernatürliche Schwangerschaft handelt kann es möglicherweise zu terminalen Problemen führen", klärte er sie dann über seine auftauchenden Sorgen ihren Abschluss betreffend auf, während er nachdenklich die Seite überschlug um sich die Daten zu notieren. "Möglicherweise wird die Schwangerschaft - sollte eine vorliegen, was wir gleich überprüfen werden - einen anderen Zeitzyklus durchmachen als eine menschliche, das bedeutet Ihr Kind wird möglicherweise sehr viel früher das Licht der Welt erblicken." Dann blätterte er wieder zurück. Besonders die Informationen über die Pille waren von großer Wichtigkeit, da er gründlich überprüfen musste, ob und wann diese ohne Wirkung verblieben war und die mögliche Schwangerschaft zugelassen hatte. "Hm, möglicherweise haben Sie die Umstellung auf die neue nicht vertragen", dachte er laut nach und schrieb sich einen kurzen Text hinter die Daten.
Es war jedenfalls nachvollziehbar, warum sie sich Sorgen machte. Zenva blieb zwar bei seiner Meinung, dass er gerade seine Zeit verschwendete und sie sich weniger egoistisch an einen Frauenarzt hätte wenden sollen, doch da ihr Vater ein Arbeitskollege war beschwerte er sich nicht. Nun, zumindest nicht so exzessiv wie er es normalerweise getan hätte, denn unter normalen Umständen hätte er ihr nicht einmal einen Termin gegeben. "Und Sie sagten, sie würden Übelkeit am Morgen verspüren? Seit wann ist das so und ist dies noch der Fall?", kam er auf das Gespräch am Telefon zurück, während sein Stift über das Papier huschte.
Allerdings hob er zynisch den Kopf, als sie sich um die Antwort herumdrückte, die im Grunde für seine Akte die Wichtigste war. Zenvas Mangel an Emotionsverständnis ließ ihn die unterschwellige Drohung auch gänzlich ignorieren, was seine unbeeindruckte Miene noch zusätzlich unterstrich. "Miss, wenn Sie sich so formulieren dann wissen Sie wer der Vater ist, wollen es aber aus mir unbekannten Gründen vor einem Arzt mit Schweigegelübde verheimlichen." Er wartete einen Moment, bis er vermutete, dass er auf diese Weise bei ihr wohlmöglich nicht weit kommen würdde. Also würde er es nun anders versuchen.
"Wissen Sie", sagte er und legte seine Akte beiseite, um den Eindruck eines persönlichen Gesprächs zu vermitteln, "ich nehme an da sie eine Halbdämonin sind ist Ihnen bewusst, dass ich ebenfalls kein Mensch bin. Das fachärztliche Schweigegelübde ist zwar schön und gut, aber es ist eine Sünde zu lügen und ich bin ein Engel. Sie können mir also vertrauen wenn ich Ihnen sage, dass ihre Informationen nicht nach außen gelangen werden, wenn sie sie mir anvertrauen." Er machte eine kurze Pause, die seinen Worten Wirkung verleihen sollte, bevor er die Akte wieder zu sich heran zog und auf das Blatt sah. "Ich nehme an Sie sind hier, um zu überprüfen ob in ihrem Bauch neues Leben heranwächst. Seien sie erwachsen und übernehmen sie die Verantwortung, Miss McCassy." Irgendwo in den Weiten seines Hinterkopfes wusste er, dass er gerade kalt und herzlos klang, doch wenn diese Frau sich so sehr bemühte ausgerechnet bei ihm einen Termin zu bekommen, um dann vor ihm zu sitzen und ihm wichtige Informationen vorzuenthalten, dann verstand er beim besten Willen nicht, was sie dazu bewegte und warum er dann schonend mit ihr umgehen sollte. Er konnte sich gedanklich wieder einmal nur wiederholen als er zum erneuten Male feststellte, dass Emotionen und Gefühle die merkwürdigsten Dinge waren und er ging schwer davon aus, dass diese der Grund der Brünetten waren, nicht mit der Sprache heraus rücken zu wollen.
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Jane Yuelá

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Beruf : Schüler
Spieler : Lin

BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Mi 23 März 2016 - 21:36

Jane sehnte eigentlich bereits das Ende dieses Termins herbei. Sie konnte den Arzt einfach nicht leiden. Er war eindeutig eingebildet, hielt sich für etwas Besseres und wollte sie das wohl auch spüren lassen, so wie er sich mühe gab bei ihr in Ungnade zu fallen.
Trotzdem blieb sie höflich, so gut sie konnte. Dummerweise war er nämlich der einzige, den sie kannte, der ihr wirklich würde helfen können. Daher würde sie wohl unter übel damit leben müssen.
Was er jedoch gleich zu ihrer ersten Antwort sagte ließ ein ungutes Gefühl in ihr aufsteigen.  Er ging geradezu bereits davon aus, dass eine Schwangerschaft vorlag!
Natürlich würde sie mit einer Kugel durch die Schule rennen müssen, das war ihr von Anfang an klar gewesen. Aber es würde natürlich kein Problem sein, da sie das Kind, das in ihren Augen nicht einmal existierte, auf keinen Fall behalten würde. Es wäre definitiv zu Auffällig! Am Ende würden Jayden und sie getrennt werden, denn eine Schwangerschaft ließe sich auf keinen Fall verstecken! Nein es würde keine Überschneidungen mit ihrem Abschluss geben! Das würde sie verhindern! Ebenso, dass Jayden jemals etwas davon erfuhr, jedoch schwieg sie hierzu erst einmal. Man musste den Teufel ja nicht an die Wand malen (auch wenn sie dieses Bild grade wirklich gern an die weiße Wand des Büros gesprayt hätte, einfach um den Arzt zu ärgern.)
Auch den Verdacht mit der Pille hatte sie bereits gehabt. Ein ähnlicher Grund war es beim letzten Mal nämlich auch gewesen. Sie hatte eine neue Pille verschrieben bekommen, da ihre eigentliche aus dem Sortiment genommen worden war. Dann hatte sie allerdings zu schnell nach dem Wechsel wieder angefangen, weshalb sie die Wirkung wohl nicht entfalten hatte können.
Daher hatte sie dieses Mal extra ihren Arzt gefragt und der hatte gemeint, dass es egal wäre also hatte sie keinerlei Bedenken gehabt. Aber vermutlich war ja ohnehin nichts. Sie hatte sich irgendetwas eingefangen und das war’s.
„Ich schätze seit ungefähr einer Woche… und auch heute Morgen wieder“, erwiderte sie auf seine nächste Frage. „Der erste Vorfall war allerdings nicht morgens, sondern abends beim Essen. Ich hatte es zunächst auf schlechte Lebensmittel geschoben. Nach ein paar Tagen wurde ich stutzig und da ist mir dann aufgefallen, dass ich bereits mehrere Tage drüber war und habe sie direkt angerufen“, erklärte sie ihren Fall und wartete dann seine nächste Frage ab.
Auf seine darauf folgende kurze Rede schwieg sie und sah ihn bohrend und starr an. Kein Wort würde ihr über Jayden über die Lippen kommen! Da legte er sich definitiv mit der falschen an! Sie hatte nicht zwei Jahre lang ihre Beziehung verheimlicht, um sie jetzt, so kurz vor ihrem Abschluss preis zu geben!
Missbilligend hob sich eine ihrer Augenbrauen, als er immer noch nicht Ruhe gab. Versuchte er es jetzt auf dieser väterlichen Schiene? Ernsthaft?! Nicht nur, dass er dies sehr schlecht machte, bei ihr erreichte man damit nur das Gegenteil, von dem, was man sich erhoffte. Sie hatte nie eine besonders gute Beziehung zu ihrem Vater gehabt, weshalb sie sofort abblockte. Ihr Gesichtsausdruck verschloss sich immer weiter, je mehr Worte der Arzt von sich gab. Und dann…
Ein Engel!
Natürlich. Warum hatte sie das nicht gleich gemerkt?! Vielleicht, weil er seine Flügel versteckt hielt… aber es war nicht weiter verwunderlich für sie. Irgendwie hatte ein Teil von ihr bereits mit so etwas gerechnet. Ein goldiger, ach so allmächtiger Engel. Wie sie diese Wesen hasste. Sie fühlten sich als etwas Besseres, bildeten sic etwas darauf ein von Gott persönlich gesandt zu sein. Dieser so allmächtige Gott, von dem sie selbst in ihrem ganzen Leben noch nie etwas gesehen oder gehört hatte. Sie hatte jedoch den Teufel persönlich kennen gelernt, war durch die Hölle gegangen. Sie hatte Dinge gesehen, die sich kein Engel auch nur ausmalen würde können!
Und nun bildete sich dieser kleine Schmarotzer ein ihr gut zu reden zu müssen?! Das konnte er ja mal sowas von vergessen!
„Ich bin nicht hier um gesagt zu bekommen, dass ich Verantwortung übernehmen soll, und auch nicht weil mich interessieren könnte, was es ist! Ich will nur wissen OB da was ist!“ , damit ich es loswerden kann, bevor es mein Leben zerstört! Sie musste sich arg zusammenreißen, um ihm diesen letzten Satz nicht auch noch an den Kopf zu knallen, denn nun, da sie wusste, was er war, war ihr klar, dass er es niemals herausholen würde.  Es wäre Sünde, genau wie eine Lüge, wie er sich so schön ausgedrückt hatte.
„Und um mir sagen zu können ob ich nun verdammt nochmal schwanger bin oder nicht werden sie wohl kaum den Namen des Vaters brauchen, nicht wahr?“, fügte sie noch hinzu.


Jane Yuelá McCassy


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Dr. Zenva
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BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   So 27 März 2016 - 23:50

Sie gab ihre Antworten präzise und so genau wie möglich an den Arzt weiter. Zenva wusste seit ihrem aggressiven Anruf und ihren Kampf um einen Termin bei ihm, wie wichtig ihr diese Untersuchung war, doch ihre sehr genauen Angaben ließen ihn zudem auch wissen, dass sie berechtigen Grund zur Sorge hatte. Ob sie das selber wusste oder nicht, konnte Zenva nicht sagen, dafür müsste er sich Hayden heranziehen, doch die Informationen die sie ihm mitteilten waren Grund genug um eine ärztliche Überprüfung zu Rate zu ziehen.
Zenva widerstand dem Drang, durch die Nase zu schrauben. Warum konnte das kein gewöhnlicher Frauenarzt für sie übernehmen? Übernatürlicher Fall hin und her, er hatte größere Probleme als eine launische Teenagerin kurz vor ihrem Abschluss, die töricht genug war sich befruchten zu lassen, zumal Zen ohnehin nicht die Beweggründe dafür verstand. Er rief sich jedoch zur Vernunft denn er spürte, dass seine persönliche Meinung über sie seine Professionalität beeinflusste und wenn er eines nicht haben konnte, dann das er seinen Job nicht anständig machte. So ungezogen sie sich also auch benahm, Zenvas Miene blieb starr und kompetent, während er die Daten niederschrieb zu denen er sie ausfragte.
Der Knackpunkt kam schließlich erst später. Die Brünette hatte sich die meiste Zeit über zusammengerissen, doch je weiter Zenva nachhakte desto angespannter wurde sie. Der Engel ließ sich nicht ein einziges Mal aus der Ruhe bringen, obwohl er innerlich abwog, wie wichtig ihm eine gute Beziehung zu McCassys Vater war, und ob sie es wert war dessen verwöhnte Tochter tatsächlich zu untersuchen. Er war allerdings nicht kleinkariert und dies war schließlich auch der ausschlaggebende Grund dafür, dass er sich auf sie einließ. Immerhin hatte er sie nun in seinem Behandlungszimmer sitzen und es entsprach nicht seinem Ruf und Namen, sie nun nach nicht abgeschlossener Untersuchung wieder nach Hause zu schicken.
Allerdings schaffte sie es, ihn zu reizen. Sein emotionsloser Blick wanderte zu ihrem, während er die Akte weglegte und sie über den Fakt aufklärte, dass die Information über den Vater nicht sonderlich unwichtig war, wenn sie ein gesundes Kind - oder auch keines - wollte. Es konnte zu fatalen Schäden kommen wenn es fremder übernatürlicher Herkunft war und bei der Geburt oder auch dem Abtreiben etwas Wichtiges nicht beachtet wurde, für das die Art des Kindes eine Rolle spielte. Aber mit wem sprach er hier, er was es schließlich nicht der ein ungewolltes Kind bekam. Sollte sie selbst zusehen wie sie das regeln wollte, in seine Behandlung würde sie damit jedenfalls nicht aufgenommen werden.
"Miss, es geht um Ihre Gesundheit", sagte er und seine Stimme war frostig, womit er ihren lauten und unhöflichen Ton kritisierte. "Wenn Ihnen nichts an Ihrem Wohl liegt wird auch Ihr behandelnder Arzt nichts dagegen unternehmen können. Es ist schließlich ihr Kind." Anscheinend hatte sie wirklich wenig Erziehung genossen, aber da sie Halbdämonin war befand sich Zenvas Erwartungswert auch nicht sonderlich hoch. "Sie sollten ihre Tonwahl überdenken", konnte er es sich dann nicht verkneifen noch leicht arrogant hinterher zu schieben. Er war es unter anderem gewohnt, Patienten unter Anwendung von Gewalt zu ihrem Wohl zu zwingen wenn es sich um etwas Lebensbedrohliches handelte, da konnte ihre schroffe Art bei ihm nicht viel bewirken außer Missbilligung. Bei Fällen, die biologisch wertvoll und bedrohlich waren, lohnte sich der Aufwand, bei ihr war das jedoch vergebene Liebesmüh. Immerhin war sie bloß für eine Vorsorgeuntersuchung hier und machte trotzdem eine solche Szene. Das zeugte von ziemlich dünnen Nerven, das konnte Zenva sogar ohne sein Wissen über Emotionen problemlos bei ihr diagnostizieren.
"Nun, da wir hier scheinbar in einer Sackgasse gelandet sind", sagte er ohne sich Mühe zu geben seine Missbilligung zu überspielen, "sind wir soweit durch mit den Vorbereitungen. Ich würde Sie dann bitten auf der Liege Platz zu nehmen." Er erhob sich und legte die Akte offen auf seinen Schreibtisch, um während der Behandlung Einträge machen zu können. "Bitte einmal oben herum frei machen. Ihren BH können sie anbehalten", wies er sie an und sortierte ein paar herum fliegende Zettel, während er darauf wartete, das Jane Platz nahm. Ihre gereizte Ansprache hatte nicht den Effekt gehabt den sie möglicherweise von ihm erwartet hatte, den der Engel meisterte seine Ruhe wahrhaft formvollendet, obwohl er sie in Gedanken über alle Berge schickte. Einzig und allein ihr Anruf auf seiner Privatnummer hatte ihr diesen Termin beschert und Zenvas Augenbraue gab ein Zucken von sich als er sich hinter die Ohren schrieb, in Zukunft alle unwillkommenen Stimmen an seiner Privatnummer sofort abzuwimmeln.
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BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Mo 28 März 2016 - 20:31

Sie war wütend. Unglaublich wütend. Und genervt und… ach sie hasste ihr gegenüber! Vom ersten Moment an hasste sie diesen Arzt Abgrundtief. Und die Tiefe des Abgrunds des Hasses war bei einem dämonischen Wesen tiefer als bei den meisten anderen. Irgendwohin musste sich das Ausmaß an möglichen Gefühlen ja verschieben und da Dämonen nun einmal normalerweise keine Himmelhohe Liebe empfinden konnten, hassten sie umso mehr. Tja, und zumindest zum Teil hatte ihre Mutter diese Hassgrenze an Jane vererbt. Es fiel ihr schon immer leichter zu hassen, als zu lieben. Hass kannte sie in allen nur erdenklichen Abstufungen. Vom Gelegenheits-genervt-Hass zu nunja… Zenva.
Liebe hingegen… Nunja… wenn sie jemanden liebte, dann liebte sie ihn. Dies kam jedoch äußerst selten vor. Um genau zu sein nur einmal in ihrem bisherigen Leben. Auch ihre Beziehung zu ihrem Vater würde sie niemals mit dem Begriff Liebe bezeichnen. Eher mit gleichgültigem, angenehmem Nutzen, wenn man so will. Zumindest im Moment. Bevor er sie weg geschickt hatte war da durchaus noch irgendein positiver Begriff dabei gewesen, aber als Liebe hätte sie es niemals bezeichnet.
Diesem Mann vor ihr gehörte momentan die beinahe gesamte Breitseite ihrer negativen Empfindungen. Was vielleicht herausfiel war ekel, da er durchaus gepflegt und gut aussah. Aber das waren auch so ziemlich die einzigen Zugeständnisse, die sie seiner Person machen konnte.  Und vielleicht noch dass er kompetent war und dummerweise somit auch der einzige Arzt, an den sie sich wenden konnte. Aber dafür hasste sie ihn auch schon wieder.
Da war schon wieder einer dieser ach so schlauen Sprüche seinerseits. Um ihre Gesundheit. Aha. Warum sonst war sie wohl hier, wenn es nicht um ihre Gesundheit ginge?! Ja verdammt es ging ihr scheiße, das wusste sie ja selber! Er sollte ihr bloß sagen, ob ihre Befürchtungen der Wahrheit entsprachen und ihr dann gegebenenfalls helfen diese Sache los zu werden. Oder ihr, was ihr wesentlich besser gefallen würde, jemanden empfehlen, der das konnte.
„Nun, das ist ja nun die Frage, die mich hergebracht hat ob es nun mein Kind oder meine Krankheit ist…“, murmelte sie spitz in ihren nicht vorhanden Bart.  ‚Und das sagen sie, oder was?‘, dachte sie gleich darauf, als er sie zur Ordnung rief, verkniff sich jedoch jeden weiteren Kommentar.  Ihr war klar, dass ihm das so herausgerutscht war und es machte es für sie nur weiter deutlich, dass er scheinbar nicht ganz so Gefühlskalt und Roboterhaft war, wie er sich gab. Aber es interessierte sie nicht wirklich ob er jetzt ein Roboter aus dem Himmel war oder ein Roboter mit Gefühlen aus dem Himmel.  
Ohne ein weiteres Wort befolgte sie seine recht frostigen Anweisungen, was ihr durchaus schwer fiel, da sie ihm am liebsten eine spitze Bemerkung nach der anderen an den Kopf gepfeffert hätte.
Jedoch versteckte sie diese Empfindungen hinter einer gefährlich ruhigen Fassade. Sie war wie ein Vulkan, dem nur noch ein wenig Kraft fehlte, um auszubrechen… ein Tröpfchen im Fass und sie würde ausbrechen…
Mit einem leisen Plumpsen landete ihr grünes Top auf dem Boden und legte den Blick auf ihren schwarzen spitzen BH frei, bevor sie sich auf die Liege legte und auf die weitere Behandlung wartete.


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BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Di 29 März 2016 - 16:32

Der Arzt hatte sich inzwischen damit abgefunden, ein gefühlsduseliges Weibstück mit null Feingefühl oder gar Respekt vor sich sitzen zu haben. Er hatte genug Erfahrungen mit undankbaren Patienten, doch leider Gottes war es sein Job, sich auch um solche wie sie zu kümmern, also hatte er keine Wahl. Sein Blick lag bewegungslos auf der Brünetten, die noch etwas nach Zenvas kleinem Monolog hinterher murmelte, was er bewusst und geschickt überhörte.
Dann erhob er sich und bedeutete ihr, sich hinzulegen. Je schneller er ihr die Ergebnisse der Untersuchung gab, desto eher würde sie wieder aus seiner Praxis verschwinden und ihn, seine weiteren Patienten und vor allem seine Nerven in Ruhe lassen. Und er musste sich nicht mehr mit übertrieben förmlicher Belanglosigkeit herumschlagen, sondern konnte ihr nach Lust und Laune alle weiteren Termine wegen Respektlosigkeit in die Wüste schicken, obwohl er zu seinem Glück bezweifelte, dass sie noch weiterhin bei ihm in Behandlung bleiben würde sobald sie die Informationen hatte die sie wollte. Immerhin wusste sie nun, dass er ein Engel war und ihr Kind dementsprechend nicht abtreiben würde und sie sah ihm definitiv nicht nach einem Fall aus, der freiwillig eine Jugendschwangerschaft in Kauf nahm. Immerhin hatte sie deutlich genug gemacht, dass sie der Ansicht war, dass mit diesem Kind ihr Lebensglück auf dem Spiel stand.
Wortlos befolgte sie seine Anweisungen, zog sich das Oberteil aus und nahm auf der Behandlungsliege Platz. Augenscheinlich war nichts zu sehen, sie besaß einen gesund gebauten Körper und ihr Bauch war flach. Keine Überraschung also, da sie schließlich erst kürzlich den Schwangerschaftstest hatte machen lassen und ihre Blutung auch erst einmal weggefallen war. Allerdings konnte man bei manchen, besonderen Schwangerschaften übernatürlicher Wesen auch jetzt schon etwas sehen und so konnte der Engel bereits ein paar Randwesen ausschließen, die als der mögliche Vater in Betracht kamen.
Er legte sich sein Stetoskop um den Nacken und stellte sich neben sie, den Blick auf ihren Bauch gerichtet. Immerhin hatte er wirklich nicht die Absicht, sich mit diesem gefühlsduseligem Kind einen Blickkampf zu liefern. Er mochte ihr zwar den Termin gegeben haben, doch so tief würde sein Niveau nicht sinken. Was auch immer also gerade in ihrem Kopf vorgehen mochte, Zenva schenkte dem keine Beachtung, tat seinen Job und ließ das kalte Metall des Stetoskopes über ihren Bauch wandern, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Und er war überzeugt davon, dass sie ihm auch so schnell nicht von der Liege springen würde, denn immerhin wollte sie die Informationen und die konnte ihrer Meinung nach schließlich nur er ihr geben. Genugtuung glitzerte für eine Sekunde in seinen Augen, als er diesen immensen Vorteil realisierte, und legte schließlich das Stetoskop wieder beiseite, um nun mit seiner Hand zu agieren.
Er schloss die Augen und seine Handfläche begann sanft zu leuchten, sobald sie in Kontakt mit der Halbdämonin kam. Beinahe hätte er es vergessen - er öffnete noch einmal ein Auge und sah sie an. "Das könnte etwas wehtun", warnte er sie, "bleiben Sie ruhig und entspannt liegen", bevor er sich schließlich konzentriert ans Werk machte.
Es war wahrhaft selten, dass er Halbdämonen oder Dämonen bei sich auf der Station in Behandlung hatte und wenn, dann waren es auch nur die allerschlimmsten Ernstfälle. Kein Dämon und auch kein Halbblut ließ sich in der Regel freiwillig von dem Licht Gottes heilen, denn es setzte ihrer Unreinheit Schaden zu. Zenva, der herzlich wenig vorhatte sanft mit ihr umzugehen nach dem, was sie sich bei ihm geleistet hatte, fuhr nun mit der Hand einmal ihre Seiten und ihren Beckenknochen entlang, während sein Licht stetig auf sie einstrahlte, zwar nur schwach, aber spürbar.
Es dauerte nicht lang, da zog er mit noch immer geschlossenen Augen die Augenbrauen zusammen. Seine Hand hielt inne und blieb direkt über ihrem Bauchnabel schweben. Dann öffnete er den Mund und ließ ein überraschtes Aufatmen verlauten.
Es waren zwei. Er konnte sie fühlen, zwei winzig kleine Körper, die über die Nabelschnur miteinander verbunden waren und in der Wärme ihre Mutterleibes langsam, aber stetig heran wuchsen. Als Engel konnte er sich immer wieder für neu entstehendes Leben faszinieren. Mit wohlwollendem Blick - der eigentlich nicht ihr gelten sollte, es nun aber tat - öffnete er die Augen und sah sie an. "Es sind zwei", sagte er fasziniert und auch wenn das für sie vermutlich das genaue Gegenteil war, so war es für Zenva eine frohlockende Neuigkeit. "Ja, Sie sind schwanger, Miss, eindeutig. Keine Zweifel. Und Sie sind schwanger mit Zwillingen. Eineiige, wenn ich mich nicht irre." Er widmete ihr einen langen Blick, bevor er noch einmal ins Schweigen fiel und auf seine Sinne lauschte. Er konnte den Anflug von dämonischer Aura spüren, der das innere ihres Bauches ausfüllte, doch da war noch etwas. Das der Vater Drache war wusste der Arzt, doch nicht was für einer. Er spürte etwas animalisches und feuriges, doch er konnte nicht genau benennen was. Es waren jedenfalls keine reinrassigen Kinder, weder der Dämon ihrerseits noch der Drache der anderen Seite waren reinrassig. Da sie nun aber vermutlich erstmal die wichtigste Antwort hatte, die sie haben wollte, zog er seine Hand erst einmal zurück und holte sich seine Akte, um sich die Neuigkeiten zu notieren.
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BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Di 29 März 2016 - 20:31

Mit einem starren, kalten Gesichtsausdruck ließ sich die Dämonentochter auf der kalten Arztliege nieder. Sie hasste Arztliegen. Sie waren immer kalt und hart, voll von diesem immer zerreißenden und verrutschenden Papier, welches das darunter liegende Leder vor Keimen schützen sollte, dies jedoch so gut wie nie tat. Das Gefühl auf dieser Liege zu liegen rief ihr den ekelhaft sterilen Geruch wieder in die Nase und ließ die Wände weißer als weiß erscheinen. Sie fühlte sich ein wenig wie auf dem Präsentierteller, was ihr normalerweise ja gefiel, aber diese Art war dann doch unangenehm. Jeder Arzt, bei dem sie bisher gewesen war hatte ihr hierauf immer das Gefühl gegeben ein Stück Fleisch zu sein, das es zu untersuchen galt und kein Mensch. Sie fühlte sich dann irgendwie ein wenig  als wäre sie bereits auf dem OP-Tisch – ohne Narkose versteht sich!
Auch hier war es nicht anders. Das Papier unter ihr raschelte, als sie sich der Länge nach ausstreckte und sie spürte bereits, wie es durch ihre Bewegung riss. Dass sich dann auch noch der verhasste Arzt über sie beugte und sie mit dem verhassten Blick musterte, machte es nicht gerade angenehmer für die zeitweilige Brünette. Aber sie musste da nun durch, wenn sie das Ergebnis haben wollte. Handelte sich ja nun hoffentlich nur noch um weniger als eine halbe Stunde, dann war das ganze gegessen und sie musste ihn nie wieder sehen.  Also atmete sie einmal unauffällig tief durch, schloss die Augen und stellte sich vor an einem anderen Ort zu sein. Einem weniger sterilen… mit weniger nervigen Engeln, sondern gutaussehenden Drachen.
Sie zuckte ein wenig zusammen, als sich unerwartet das kalte Metall auf die warme Haut ihres Bauches legte. Doch dann blieb sie still liegen und ignorierte geflissentlich das Geschehen um sie herum, um sich selbst davon abzuhalten einfach den Raum zu verlassen und die Sache zu vergessen.
Erst die emotionslose Stimme von Dr. Zenva holte sie wieder aus ihren Gedanken. Sie lugte aus halb geschlossenen Liedern zu ihm hinüber und registrierte, das helle Licht, das eindeutig aus seinen Händen strahlte. Es brannte in ihren Augen, als sie versuchte es näher zu betrachten. Trotzdem hinderte es sie nicht daran skeptisch eine Augenbraue hoch zu ziehen, als er sie warnte. Seit wann tat Licht denn bitte weh? Trotzdem machte sie sich bereit den Schmerz zu ertragen, von dem sie keinesfalls glaubte, dass er kommen würde.
Bis er seine Hände auf ihren Bauch legte.
Schlagartig krampften sich ihre Muskeln zusammen, sie ballte ihre Hände zu Fäusten und kniff die Lippen zusammen, als sie das Licht berührte. Es brannte sich schmerzhaft heiß durch ihre Haut, durch ihr Fleisch und ihre Gedärme. Überall wo er sie berührte spürte sie die Hitze durch ihren Körper jagen, wie eine Feuerkugel. Es war schmerzhaft. Nicht so sehr, dass sie es nicht ausgehalten hätte, immerhin war sie bereits durch die Hölle gegangen, doch war es wesentlich schmerzhafter als erwartet.
Verdammter Engel, fluchte sie stumm, während sie langsam versuchte sich zu entspannen.  Sie war so konzentriert nicht in eine wüste Fluchtirade auszubrechen, dass sie seine Reaktion zunächst gar nicht wahrnahm.
Bis er sie direkt ansah, das erste Mal nicht mit Verachtung, sondern  mit Wohlwollen im Blick. Diesen Blick konnte er sich sonst wo…
Was?
Ihr entglitten sämtliche Gesichtszüge. Vergessen waren der Hass und der Schmerz, der sich noch immer durch ihre Eingeweide fraß. Sie starrte ihn fassungslos aus vor Schreck geweiteten Augen an.
„Wa.. was? Das kann nicht sein… das … das darf nicht wahr sein…ich…“, stammelte sie zusammenhanglos vor sich hin, wobei sie starr vor sich stierte.
Doch… Zwillinge. Eineiige. Eineiige Zwillinge.
Das konnte doch nicht wahr sein… das ging nicht! Wahr einfach nicht möglich!!
Warum hatte sich mal wieder alles gegen sie verschworen?! Verdammt sie konnte das jetzt echt nicht brauchen!  Sie hatte wesentlich wichtigeres zu tun als sich um sowas zu kümmern! Sie musste es so schnell wie möglich loswerden…
Aber es war ja nicht nur eins… sondern gleich zwei! Zwei etwasse in ihrem Bauch!
„Verdammt.“, entfuhr ihr ein resignierter Fluch und sie hockte sich an den Rand der Liege, vergrub das Gesicht ihn ihren Händen. Sie musste ihre Fassung zurück erlangen! Und zwar schnell!
„Sie können mir nicht zufällig jemanden empfehlen, an den ich mich damit wenden kann? Ich denke nicht, dass sie das übernehmen wollen.“, sie klang nur noch resigniert. Kaum noch etwas war von der Hitzköpfigkeit, die sie zuvor an den Tag gelegt hatte, geblieben. Es stand für sie bereits Fest. Sie konnte die beiden nicht behalten. Es wäre zu riskant. Für Jayden und sie, sie war direkt vor den Abschlussprüfungen… es ging nicht.
Sie nahm zudem an, dass der Arzt verstanden hatte, was genau sie von ihm wollte. Sie, wie sie im Moment aussah und es um ihr momentanes Leben stand, war dies ziemlich offensichtlich.
Nur langsam gelang es ihr ihre Fassung zurück zu erlangen.


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BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Mi 30 März 2016 - 12:29

Er hatte gewusst, dass sie eine Miene ziehen würde. Sie alle taten es und der Engel hatte den Blick in ihrem Gesicht gesehen, als er sie vor dem Schmerz gewarnt hatte.
Seine Hand wanderte nun entspannt über ihren Bauch, der sich unter der Berührung des Lichts anspannte und ihm die Arbeit erschwerte, doch das war er von Dämonen gewohnt und zudem konnte sie es ohnehin nicht ändern. Doch was er dann fand ließ ihn staunen.
Allerdings nur ihn, denn seine Klientin war sehr offensichtlich anderer Meinung. Es befanden sich winzig kleine, eineiige Zwillinge in ihrem Unterleib und dabei war sie mit der Hoffnung zu ihm gekommen, das möglicherweise überhaupt nichts los war und der Schwangerschaftstest nur falschen Alarm gegeben hatte. Auch wenn Zenva immer noch der Ansicht war, das diese Überprüfung so gut wie jeder ander Arzt in dieser Stadt genauso gut hätte vollrichten können. Zenvas wohlwollender Blick lag noch einen Moment auf ihr, ehe sie überhaupt realisierte was er da gesagt hatte und ihr alles aus dem Gesicht viel. Er hatte recht behalten, für sie waren es ganz und gar keine guten Neuigkeiten. Sobald er hörte wie sie verständnislos und in Verweigerung vor der Realität vor sich hin stammelte, verhandelten in ihm seine Verachtung ihr gegenüber und seine berufliche Faszination für die beiden kleinen neuen Leben in ihrem Unterleib, wobei er sich dafür entschied, zwischen diesen beiden Empfindungen neutral zu bleiben.
Sein Stift flog über das Blatt Papier während Jane sich noch neu sortieren musste und als Arzt wusste er, das die Nachricht einer positiven Schwangerschaft für jeden anders war und jeder anders darauf reagierte, sie aber alle Zeit brauchten um es zu verarbeiten. "Nun Miss, die Ergebnisse sind eindeutig", sagte er nur um ihr die Sicherheit der Gewissheit zu geben die sie brauchte, da sie verständlicherweise neben sich stand. In Zenvas Kopf notierte er sich bereits, ihren Vater darüber nicht zu informieren obwohl er es dem Abstand halber eigentlich getan hätte. Er hatte Jane immerhin gleich zu Anfang versichert, wie wertvoll für sie die Schweigepflicht des Arztes war, besonders in einem Fall wie ihrem da sie schließlich noch zur Schule ging.
Sie fluchte und als der Engel das hörte legte er wortlos ihre Akte weg. "Ich weiß, in Ihrem Fall kommt das mit Sicherheit mehr als ungelegen, zumal Ihre Abschlussprüfungen direkt bevor stehen, Miss McCassy", sagte er ihr und obwohl sein Blick wieder neutral und analytisch war, war aus seiner Stimme so etwas wie guter Wille heraus zu hören. Er mochte zwar ein immenses Ego haben, doch er war daneben immer noch Engel und ihm lag viel an dem Wohl seiner Patienten. Selbst wenn sie so unverantwortungsvoll waren wie Jane. "Sie sollten sich dennoch gut überlegen, ob und wie Sie mit ihrer Schwangerschaft umgehen. Es sind zwei Lebewesen in Ihrem Bauch, die heranwachsen und auch eine Abtreibung will gründlich überdacht sein."
Egal wie sie sich entscheiden würde, der weitere Verlauf dieser Schwangerschaft würde nicht mehr sein Fall sein. Und als sie ihn fragte an wen sie sich wenden konnte fand ihre Akte wieder in seine Hände, zusammen mit dem Top, das er ihr reichte damit sie es sich wieder überziehen konnte. "Ich schreibe Ihnen zwei Fachärzte in der näheren Umgebung auf, einen Gynäkologen und einen zur medizinischen Betreuung im Falle, dass sie sich entscheiden die Kinder zu behalten." Er sah keinen Grund ein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn ihr Wille sie loszuwerden so offensichtlich war, konnte jedoch eine Spur Bedauern nicht in seiner Stimme verbergen. Es war allerdings bei weitem nicht seine Entscheidung und er würde sich auch nicht anmaßen, ihr seine Meinung aufzuzwingen.
Sobald er ihr die nötigen Informationen notiert und auf einem Blatt Papier überreicht hatte, erhob er sich schließlich und begleitete sie noch zur Tür. "Das war es dann, Miss McCassy. Bei Fragen betreffend der Behandlung können Sie bei Bedarf auf mich zurück kommen. Abgesehen davon sind Sie bei mir nun entlassen. Bitte holen Sie sich bei meiner Sekretärin ihr Rezept für die Weiterleitung zu dem ortsansässigen Gynäkologen ab." Er sah sie schweigend an als er darauf wartete, dass sie ein Büro verließ, dann sah er ihr noch nachdenklich hinterher. "Machen Sie's gut", fügte er dann noch hinzu während sie fortging, auch wenn es eher halbherzig klang. Aber eine so junge Frau mit einer ungewollten Schwangerschaft ohne einen guten Willen nach Hause zu schicken brachte er dann doch nicht über sich, zumal in ihrem Leben dadurch alles zusammen zu brechen schien.

Tbc: Dr. Zenvas Wohnung
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Zuletzt von Dr. Zenva am Do 31 März 2016 - 20:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Dr. Zenvas Büro   Mi 30 März 2016 - 18:47

Das konnte nicht sein... das war einfach nicht möglich! Sie durfte einfach nicht Schwanger sein! Vor allem nicht mit Zwillingen! Das waren zwei kinder auf einmal, die sie würde abtreiben müssen! Damit wäre sie bereits bei drei! Eriner Zahl, die sie niemals hatte erreichen wollen... vor allem jetzt noch nicht. Sie war grad erst zwanzig geworden und wäre nun schon dreifache Mutter! Nein.... sie hatte sich niemals auch nur Gedanken über dieses Thema machen wollen und nun musste sie es bereits zum zweiten Mal. Wunderbar!
Immerhin wusste sie diesmal, wer der Vater war... was es ihr auch nicht unbedingt leichter machte. Die Dämonentochter hatte nie auch nur im entferntesten mit Jayden darüber gesprochen. Wieso auch? Sie hatte nie Kinder gewollt und würde es wohl auch nie wollen. Und der Drache hatte das Thema ebenfalls nie angesprochen. Immerhin war sie seine Schülerin, da machte man sich keine Gedanken über Hochzeiten oder Kinder oder solchen Kram. Da machte man sich Gedanken, wie man die Beziehung und jegliche Hinweise darauf am besten vertuschen konnte und über kaum etwas anderes. Gut, sie würde bald ihren Abschluss machen, dann würde man langsam einen Weg suchen können es öffentlich zu machen, aber darüber hatten sie auch noch nicht wirklich nachgedacht.
Und jetzt war sie schwanger.
Von ihrem Lehrer. Wie sollte sich so etwas bitte vertuschen lassen?! Gut, sie war an der ganzen Schule dafür bekannt auf jeder Party zu erscheinen und knutschte dort nicht selten auch mit einigen Typen rum (komischerweise hatte sie dabei einen ziemlichen Hang zu Drachen, Typen mit schwarzem oder weißem Haar oder grünen Augen....). Allerdings tat sie das um die Fassade aufrecht zu erhalten und vor allem, um zu verhindern, dass irgendjemand an eine Beziehung zwischen ihr und Jayden glaubte.
Aber sie war nie (außer am Beginn ihrer Beziehung) mit irgendwem im Bett gewesen. Sie hatte es immer mal wieder so aussehen lassen, hatte dann jedoch abgeblockt und war verschwunden.
Wie also sollte sie verhindern, dass irgendjemand von Jayden und ihr erfuhr, wenn sie mit einer Kugel durch die Schule lief, verdammt! Nein es war definitiv nicht möglich, sie würde die beiden so schnell wie möglich abtreiben! Es gab keinen anderen Weg!
Sie war viel zu sehr damit beschäftigt sich mit den Tatsachen abzufinden, um sauer auf Dr. Zenva zu sein, als dieser sie extra noch einmal darauf hinweisen musste, dass sie bald ihre Abschlussprüfungen schreiben würde. Das wusste sie schließlich selber gut genug!
"Ich kann die beiden nicht behalten Dr. Zenva! Es wäre wohl verantwortungsloser sie zu behalten!", antwortete sie inzwischen ein wenig gefasster auf seine Mahnung es sich gut zu überlegen. Sie hatte sich bereits entschieden und dabei würde sie bleiben.
Sie war dankbar, dass er ihr auch sogleich zwei Ärzte empfahl, damit sie es so schnell es ging hinter sich hatte. Ein wenig abwesend zog sie sich ihr Top wieder über und nickte bestätigend, um ihm zu zeigen, dass sie verstanden hatte, bevor sie sich aufrichtete, die Schultern straffte, tief durchatmete und mit einem "Vielen Dank Dr. Zenva!" sein Büro verließ. Sein 'Machen Sie's gut!' hörte sie schon gar nicht mehr, als sie sich an den Tresen der Empfangsdame lehnte, um das Rezept abzuholen, bevor sie das Krankenhaus verließ...

TBC: Jaydens Apartment


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