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 Dr. Zenvas Büro

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Cali

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Chefarzt des Krankenhauses (Spezialist für übernatürliche Krankheiten und Unfallchirurgie)

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analytisch, recht tief, warme aber zynische Klangfarbe

Auffallende Merkmale :
strenger Blick und Haltung, fast immer im Kittel anzutreffen

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Heaven's Doctor

BeitragThema - Dr. Zenvas Büro   Do 6 Aug 2015 - 17:58
 

Klinisches Chefarztbüro Dr. Zenva

Das Telefon von Zenvas Büro ist zu Sprechzeiten stets erreichbar. Sollte er nicht rangehen oder sollte man außerhalb seiner Sprechzeiten anrufen wird man automatisch auf die Rezeptionsleitungen des Krankenhauses weitergeleitet.

Sprechzeiten:
Mo - Mi, Fr
08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr

Zu jeglichen anderen Zeiten nimmt der Chefarzt vielerlei Aufgaben auf Station wahr und ist in anderen bereichen des Krankenhauses in Notfällen antreffbar.
Dieses Büro ist nicht nur für Privatarbeiten gedacht, sondern zusätzlich auch noch ein Sprechzimmer für Patienten mit besonderen Fällen - wenn der Termin vorher abgesprochen wurde. Zu Dienstzeiten arbeitet er die Patienten in dem Hauptsprechzimmer ab.
Hier geht der Doktor seine Akten, Unterlagen für bevorstehende Operationen und seinen restlichen Papierkram durch. Hier sind auch seine Patientenakten zurückgelegt und sein Privatvorrat an seltenen Medikamenten befindet sich in den Schränken an den Wänden rund um das Büro.

Dr. Zenvas aktuelle Patientenliste

  • Touko Murasame [Herzinsuffizienz]
  • Claire Valentine [übernat. Schwangerschaft]
  • Jane Yuelá McCassy [übernat. Schwangerschaft]
  • Julande Stahljohann [Asbestose, Lunge]
  • Jonne Hietala [übernat. Krankheit, Nachsorge]

Ehemalige/Behandelte Patienten

  • Linnet Silene [Not-OP]
  • Li Bailong [Schilddrüsenüberfunktion]
  • Kirishiro [übernat. Krankheit]
  • Alicia Mary Ann Leovold [Not-OP, Nachsorge]


Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline · Rhett
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Heaven's Doctor

BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Do 6 Aug 2015 - 18:58
 


Zenva, Li & Touko
Einstiegspost | Montag, 07. April | 16:00 Uhr | Dr. Zenvas Büro

"Ich habe schon so viele Cremes ausprobiert Herr Doktor, wir haben sogar alternative Heilmethoden ausprobiert, aber es will einfach nichts wirken! Niemand weiß, was es wirklich ist. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll", erzählte ein älterer Herr mit Vollbart und schien der Verzweiflung nahe. Neben ihm saß sein 15-jähriger Sohn, dessen Gesicht mit einer Art Schuppenflechte überdeckt war. Sein Blick war trüb und hoffnungslos, seine Schultern eingesunken.
Die beiden waren ganz offensichtlich wegen Zenvas Ruf als "Wunderheiler" hier, obwohl sie nicht mehr wirklich an einen Ausweg zu glauben schienen. Allein ihre Körperhaltung erzählte den Großteil ihrer Geschichte und auch der Vater schien sehr unter der Krankheit seines Sohnes zu leiden.
"Ich sehe, was ich machen kann", erwiderte der Doktor und kam um den Tisch herum. "Setz dich bitte einmal auf die Liege", wies er den Jungen an und deutete auf die sterile, weiße Liege, die gegenüber seines Schreibtisches stand. Der Teenager leistete seiner Anweisung Folge und setzte sich Beine baumelnd darauf.
Zenva nahm das schmale Kinn des Jungen in die Hand und drehte seinen Kopf erst in die linke, dann in die rechte Richtung um sich sein Gesicht und die Schuppen von allen Seiten anzusehen. Er war sich bereits sicher, dass es sich um Trollschuppen handelte, wollte aber sichergehen und alle anderen Diagnosen ausschließen. "Einmal den Mund öffnen." Mit einem Stäbchen und einer kleinen Lampe leuchtete er den Mund des Kindes aus, es war aber zum Glück nichts auffälliges festzustellen.
Er richtete sich wieder auf und fuhr sich einmal durch das pinke Haar, dann drehte er sich mit wissendem Blick zu dem Vater des Jungen herum und vergrub die Hände in den Taschen seines Arztkittels. "Ich gehe von einem leichten Befall von Trollschuppen aus", erklärte er dann und sah dabei zu, wie der Gesichtsausdruck des bärtigen Mannes von Ungläubigkeit zu Belustigung und dann zu bitterem Ernst wanderte.
"Sie meinen das ernst, oder?"
"Sehe ich aus als ob ich Scherze mache?"
"Nein, nein natürlich nicht", beschwichtigte er den grimmigen Arzt und ging zu seinem Jungen. "U-und was kann man dagegen tun?"
Zenvas Blick wanderte von dem Herrn zu seinem Sohn. "Ich kann ihnen vorrübergehend Globoli mitgeben, die die Verbreitung der Schuppenflechte aufhalten werden, bis ich ihn zum nächsten Termin wiedersehe. Lassen sie sich vorne an der Rezeption demnächst einen Termin für eine halbstündige Behandlung geben, dann sehen wir was ich tun kann."
Die Augen des Bärtigen wurden groß und fingen an zu strahlen als er erkannte, dass es noch Hoffnung für seinen Sohn gab. "Danke, vielen Dank Herr Dr. Zenva, sie sind wahrlich ein Wunderheiler!"
"Noch habe ich ihren Sohn nicht geheilt", gab er seine typische analytische Antwort, die brutaler klang als sie gemeint war.
"Aber Sie werden es! Da bin ich sicher!"
Der Engel ging zu seinem Medikamentenschrank und holte ein kleines Fläschchen Ruxtox Hypericum heraus, das er dem Vater mit Blick auf seinen Sohn reichte. "Jeden Abend vor dem Schlafengehen einen Deckel voll einnehmen, das dürfte genügen."
Der Vater bedankte sich nochmal, dann nahm er sein Kind beim Arm und sie verließen sie optimistisch gestimmt das Büro. Zenva legte das Stäbchen sowie die Lampe wieder an ihren Platz zurück, bevor er aus der Tür sah und den nächsten Patienten aufrief.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Do 6 Aug 2015 - 20:09
 
Tag: Montag, April
Ort: Dr. Zenvas Büro
Uhrzeit: 16:15 Uhr Nachmittags

Li war empört darüber, dass ihre Managerin darauf bestand, dass sie einen Arzt aufsuchte! Sie fühlte sich doch prima. Sie konnte noch ihre üblichen Aufträge wahrnehmen und ihre Stimme war auch nicht beeinträchtigt, also was interessierte es Hanna überhaupt? Es gab keine Verluste im Gewinn. Grummelnd schlug das Model ihr Bein über das andere, während sie in ihrer Wohnung auf den Security Dienst wartete. Hanna meinte, dass es besser wäre wenn Li ein wenig unter die Leute ging und ihren Fans nah sei. Außerdem würde ihr die frische Luft bestimmt gut tun. Aber ohne ihren Bewacher ging es dann doch nicht.
Es waren wirklich keine schlimme Symptome, die die Drachin zeigte. Sie hat ein paar Schlafstörungen, einen etwas zu hohen Blutdruck und Appetitlosigkeit. Außerdem meinte Hanna noch zusätzlich, dass Li ungewohnt gereizt sei in letzter Zeit, aber das bestritt sie natürlich vehement. Schnaufen erhob sie sich von ihrer Couch und lief durch das Wohnzimmer. "Das kann doch nicht ihr ernst sein. Ich bin überhaupt nicht gereizt. Ich bin die Ruhe in Person. Wozu sollten sonst Yoga und Pilates gut sein? Ich mache das nicht aus Spaß." Es klingelte an der Tür und genervt drehte sie sich auf ihren High Heels um. "Und die Apetitlosigkeit ist auch gar nicht schlimm, so halte ich wenigstens mein Gewicht. Für die Fashion Week nächste Woche muss ich gut aussehen." Sie schnappte sich mit einer eleganten Bewegung die weiße Handtasche und schloss die Tür hinter sich. Sie sprach so gut wie nie mit ihrem Bodyguard, immerhin wurde er ja nicht fürs Rede, sondern fürs aufpassen bezahlt. Und bei Gott, sie wollte bloß nicht seine Konzentration stören. Immerhin würde das hinter her noch auf sie zurück fallen. Sie wäre diejenige in Gefahr und das ging überhaupt nicht!
Als sie aus ihrem Hotel trat, setzte sie sich lächelnd die Sonnenbrille auf und genoss den leichten Wind, der durch ihre Haare blies. Auch wenn sie es nicht zugeben wollte, fand sie es schade, dass sie keine Zeit mehr dafür fand in der Natur spazieren zu gehen. Irgendwie hatte sie das immer genutzt um den Stress der Arbeit auszugleichen. Sie trug ein weißes, einfaches Top zusammen mit einem roten Faltenrock, der ihr bis knapp zur Taille ging. Das Top steckte komplett im Rock, sodass es fast den Anschein machte, sie trüge ein Kleid. Sie genoss die Aufmerksamkeit ihrer Fans und auch wenn es nach einer Weile nervig wurde, so lächelte sie weiterhin und gab brav Autogramme. Ohne diese Leute würde sie immerhin nicht berühmt sein.
Durch die ständigen Unterbrechungen gestaltet sich der Weg von ihrem Hotel zum Krankenhaus also doch etwas länger als gedacht. Manche könnten meinen das das Laufen auf High Heels irgendwann erschöpfend sein würde, aber für Li waren sie schon fast bequemer als Turnschuhe. Auch wenn es wahrscheinlich für ihre Füße weniger gesund war, aber das war nun mal das Leben eines Models. Und dieses Leben hatte sie sich freiwillig ausgesucht.
Und auch wenn sie durchgehend lächelte und von außen überaus fröhlich schien, so brodelte sie innerlich. Wäre Hanna nicht gewesen und hätte diesen Termin gemacht, könnte ich jetzt endlich mal meine wohl verdiente Pause genießen! Aber nein! Sie meint ja, meine Gesundheit wäre wichtiger als alles anderes.. und dann macht sie mir auch noch ohne mein Wissen ein Termin.. ich bin echt gespannt was der Arzt zu sagen hat. Immerhin sage ich, dass es mir noch gut geht.
Als sie das Krankenhaus betrat, merkte sie, wie einige Blicke auf ihr lagen. Wie sollte es auch anders sein? Die kleineren Kinder, die sie so wohl noch nicht kannten, waren begeistert von ihren Hörnern und ihrem Auftreten, während die Älteren sehr wohl wussten wer sie war. Allerdings machte Tom, ihr Bodyguard, einen recht bösen Eindruck weswegen die meisten einfach still sitzen blieben. Li selber blieb in einer Ecke des Wartezimmers stehen, da ihr gesagt wurde, der Arzt wäre noch mit dem vorigen Termin beschäftigt und würde sie aufrufen. Sie war ja kein ungezogenes Mädchen, dass nicht wusste was sich gehörte.
Der Arzt, Dr. Zenva hieß er wohl, rief sie schließlich auf und lächelnd hob Li den Kopf, während sie ihrem Bodyguard klar machte, dass er hier warten sollte. Zumindest sah der Herr Doktor ziemlich gut aus, dass machte doch schon mal einiges wieder gut.
Sie machte sich auf den Weg in sein Zimmer und schenkte ihm ein freundliches, aber dennoch professionelles Lächeln, während sie ihm die Hand hinhielt. "Freut mich sie kennen zu lernen, Dr. Zenva. Meine Managerin hat diesen Termin für mich gemacht, allerdings glaube ich, dass sie wohl bei mir nicht viel zu tun haben werden." Die Sonnenbrille, die sie beim betreten des Krankenhauses abgenommen hatte, steckte nun in ihren Haaren.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Fr 7 Aug 2015 - 10:53
 


Zenva, Li & Touko
Montag, 07. April | Dr. Zenvas Büro

Der Junge machte Zenva keine ernsten Sorgen. Der Vater war verständlicherweise verzweifelt gewesen, da er vermutlich mit seinem Sohn unzählige Ärzte besucht hatte bevor er zu ihm gekommen war, ohne auch nur zu wissen was genau sein Sohn überhaupt für eine Krankheit hatte. Zenva fragte sich nur, wie genau der Junge in Berührung mit einer magischen Krankheit kommen konnte.
Dem Gesicht des Vaters hatte er entnommen, dass die beiden wohl zuvor noch nie magische Wesen gekannt haben, ansonsten wäre er nicht so überrascht über Zenvas Diagnose gewesen. Vielleicht verheimlichte das Kind seinem Elternteil gegenüber etwas. Sein Gesicht war viel undurchsichtiger gewesen.
Nachdenklich ging er zu seinem Schreibtisch und machte im Stehen einige Notizen auf der Krankenakte des Jungen, um seine Gedanken für die spätere Untersuchung festzuhalten, bevor er zur Tür ging um seinen nächsten Patienten aufzurufen.
Die Tür ging auf. "Miss Bailong bitte", teilte er dem Wartezimmer mit und sah eine sehr junge, sehr dünne Frau aufstehen neben der ein zwei Meter Schrank stand, der sehr böse dreinschaute - ein Bodyguard. Mit missbilligendem Blick auf ihn trat er zur Seite, um die neue Kundin hereinzubitten. Immerhin war ihr bewusst, dass sie diesen Koloss nicht mit ins Sprechzimmer nehmen konnte. Ganz offenbar hatte er es hier mit einer Berühmtheit zu tun. Mit einem knappen Nicken schloss er hinter ihr die Tür.
"Ganz meinerseits. Das werden wir gleich herausfinden." Zenva hatte des Öfteren mit Prominenten zu tun, auch das hatte er seinem Ruf zu verdanken. Die Promis wollten stets nur das Beste vom Besten daher hatte er die Erfahrung gemacht, dass diese Stars meist kaum Anlass für ernsthafte Arztbesuche und nur schwache Symptome aufzuweisen hatten. Mal sehen, ob das bei ihr der Fall war.
"Nun gut Miss Bailong, dann legen Sie mir bitte ihr Anliegen vor. Weshalb sind Sie hier? Oder warum glaubt ihre Managerin, Sie herschicken zu müssen?" Ganz humorlos war er dann doch nicht und auf seine Frage folgte ein Zucken der Mundwinkel, das ein Lächeln andeuten sollte.
Sie war eine blonde Schönheit, das musste er ihr lassen. Aus ärztlicher Sicht viel zu dünn und die Hackenschuhe sah er auch nur mit desinteressiertem Blick aus dem Augenwinkel an, dann setzte er sich an seinen Schreibtisch und legte die Akte des Jungen weg, um sie durch die des Mädchens zu ersetzen.
Mit schneller Handschrift schrieb er gleich oben auf die Papiere die Symptome, die ihm bereits bei dem ersten Augenkontakt aufgefallen waren: Anzeichen von Schlafstörungen durch gereizten Eindruck der Patientin, möglicherweise daraus resultierender Appetitlosigkeit in Bezug auf die Figur,  Stress. Seine Augen wanderten dabei nur kurz beiläufig auf das Papier, sodass sich Miss Bailong trotz allem sehr angesprochen fühlte. Notizen machen während Sprechstunden war nun schon so lange ein Teil seiner Arbeit, dass es ihm quasi blind von der Hand ging.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mo 17 Aug 2015 - 21:35
 
First Post

Tag: Montag, April
Ort: Dr. Zenvas Büro
Uhrzeit: 17:15 Uhr Nachmittags

Ein einfühlsames Lächeln umspielte die dünnen Lippen der Pädagogin, als sie sich zwischen die Betten der Kinder setzte. Ein junges Mädchen wurde vor einigen Tagen auf die Station gebracht. Die Diagnose: Leukämie. Touko war nun hier um dem Mädchen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, denn auch wenn viele Ärzte kein Blatt vor den Mund nahmen, vergaßen sie oftmals das man es hier nicht mit erwachsenden Menschen zu tun hatte. Diese kleinen Kinder trugen die Hoffnungen und Wünsche ihrer Eltern und wenn man ihnen, fast schon nebensächlich erklärte, dass sie sterben mussten, dann hatte das oftmals keine positiven Auswirkungen auf den Gesundheitszustand. Seufzend strich sie dem Mädchen über die Haare und als es die Augen öffnete lächelte die Pädagogin freundlich. "Guten Abend, meine Kleine. Ich bin Touko. Die anderen Kinder hier kennen mich schon. Ich komme öfters Mal her um mit euch zu singen, oder Spiele zu spielen, damit es nicht zu langweilig wird." Sie lehnte sich vor, als das Mädchen anfing entzückt zu kichern. "Und manchmal spielen wir den anderen Ärzten Streiche, aber pscht. Das bleibt unser Geheimnis, ja?" Und da war es, ein freudiges Nicken des Mädchens und bald gesellten sich auch die anderen Kinder auf ihr Bett. Nach und nach stellten sich die Kinder dem neuen Ankömmling vor und man konnte förmlich spüren wie sich die Atmosphäre auflockerte. Die Kinder fühlten sich bei der jungen Frau geborgen, denn sie hörten sich ihre Sorgen und Ängste an. Sie war es, die versuchte sie abzulenken und ihnen jeden Tag etwas Freude zu schenken. Heute hatte sie sich etwas spezielles ausgedacht und auch wenn ihre behandelnde Ärzte davon nie Wind bekommen durften, so setzte sie sich zu dem Mädchen auf das Bett und lächelte in die Runde. "Na was meint ihr, sollten wir unsere neue Freundin mit einem kleinen Lied begrüßen? Vielleicht kann sie ja dann schon beim nächsten Mal mit uns singen!" Das junge Mädchen kletterte auf Toukos Schoss und die junge Frau schloss ihre Arme um sie, ehe sie Luft holte.

"Weisst du, wie viel Sternlein stehen
An dem blauen Himmelszelt
Weisst du, wieviel Wolken gehen
Weit hin über alle Welt
Gott der Herr hat sie gezählet
Dass ihm auch nicht eines fehlet
An der ganzen großen Zahl

Weisst du wie viel Mücklein spielen
In der hellen Sonnenglut
Wieviel Fischlein auch sich kühlen
In der hellen Wasserflut
Gott der Herr rief sie mit Namen
Dass sie all ins Leben kamen
Dass sie nun so fröhlich sind

Weisst du, wie viel Kindlein frühe
Stehn aus ihrem Bettlein auf
Dass sie ohne Sorg und Mühe
Fröhlich sind im Tageslauf
Gott im Himmel hat an allen
Seine Lust sein Wohlgefallen
Kennt auch dich und hat dich lieb."


Und bei den letzten Worten stupste sie dem kleinen Mädchen auf die Nase. Die restlichen Kinder lachten und klatschten in ihre Hände, während einige das Lied noch weiter summten und sangen. Man sah ihnen an, dass sie dem negativen Einfluss des Alltags in diesem Krankenhaus zumindest für eine Weile entkommen konnten und auch wenn Touko hoffte, dass dieser Zustand noch länger anhielt, so wusste sie das die Kinder meistens schon am nächsten Tag ihr Lächeln wieder verloren hatten. "So meine Lieben, ich muss leider wieder nach Hause, aber ich komme morgen wie.." Touko konnte nicht weiter sprechen, weil sie von einem unangenehmen Husten erfasst wurde. Das Mädchen drehte sich erschrocken zu ihr um und fragte wieder und wieder ob alles okay sei, ehe sie die junge Frau an die Hand nahm. Mit leiser Stimme versuchte sie noch zu antworten, dass es bald schon wieder besser sein würde, aber das Mädchen zog sie einfach hinter sich her und Touko lies sich von ihr führen. Es ging ein Stockwerk tiefer und Touko merkte, wie ihr langsam die Luft wegblieb. Anscheinend blieb das auch nicht dem Mädchen verborgen, denn sie beschleunigte ihren Schritt ehe sie beide vor einer Tür zum halten kam und das Mädchen nervös, aber entschlossen klopfte. Die Tür öffnete sich und eine junge, schlanke und schöne Frau rauschte an den beiden vorbei. Anscheinend war sie verärgert über etwas gewesen. Touko sah wie ein hochgewachsener Mann ihr folgte, als er sie erblickte, aber sie wurde schon wieder von dem Mädchen in den Raum gezogen. Das Mädchen lies die Hand der Pädagogin los und lief zu dem Arzt, der hinter einem Schreibtisch saß. Ohne Hemmungen kletterte sie auf den Stuhl vor ihm und riss sich dabei beinah die Infussionsnadel heraus. "Bitte Hr. Arzt! Sie müssen meiner Freundin helfen! Sie hat ganz schlimmen Husten und kriegt kaum Luft! Bitte helfen sie ihr!" Das Mädchen war wirklich süß, wie sie sich Sorgen machte. Ihr selber ging es wahrscheinlich auch nicht besser und am vorigen Tag war sie sogar bewusstlos hier eingeliefert worden. Touko hustete leise, ehe sie sich erstmal richtig aufrichtete und den Arzt entschuldigend ansah. Ihre Stimme war leise, denn ihr tat der Hals von dem trockenen Husten weh. "Entschuldigen Sie die Störung, ich konnte das Mädchen nicht davon abhalten hier her zu kommen." Der Arzt, der hinter dem Schreibtisch saß sah keineswegs schlecht aus, aber er würde Touko wohl kaum helfen können. Das hatte bis jetzt niemand gekonnt und außerdem hatte sie sich an ihre Krankheit schon fast gewöhnt. Auch wenn sie selber keine richtige Ärztin war, so trug sie einen Kittel wie jeder andere hier auch und ein Namensschild. Nun gut, sie war Doktorin der Pädagogik, aber jemand heilen konnte sie nicht. Nur aufheitern.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mo 17 Aug 2015 - 21:51
 
Es war wie bei jedem anderen Arzt Besuch, denn Li vor diesem hier hatte. Der Arzt fragte nach den Symptomen die sie zeigte, aber da sie selber fand, dass es ihr gut ging, zückte sie nur ihr Handy und rief ihre Managerin an. Diese sprach etwas von Stimmungsschwankungen, Esstörungen und Unruhig sein, aber Li konnte das so nicht unterschreiben. Sie würde sich Hanna nochmal vorknöpfen, wenn sie erstmal wieder zu Hause war. Oder besser gesagt im Studio.
Während ihre Gedanken mehr oder weniger düsterer wurden, truf sie lächelnd die Symptome vor, die sich der junge Arzt auch so gleich notierte. Li war wirklich gespannt darauf seine Meinung zu hören und jenachdem was er antwortete würde sie ihn als Freund abstempeln, aber als jemand der genauso blind war wie Hanna. Und als sie seine Antwort hörte, platzt ihr doch etwas der Kragen. Sie sollte Stress auf ihrer arbeit haben?! Sie liebte ihr Arbeit!
"Nun hören sie mir mal zu: Ich liebe meinen Job! Ich habe hart gearbeitet um da zu stehen wo ich heute bin und ich lasse mir nicht von irgendeiner Managerin oder einem Arzt sagen, dass es mir nicht gut geht!" Sie erhob sich von dem Stuhl und verschrenkte ihr Arme. "Ich glaubs jawohl nicht! Ich weiß doch wohl noch am besten wie es mir geht und wie viel ich mir im Beruf zutrauen kann! Als Model muss man zwar diszipliert sein, aber da ich unter Mönchen aufgewachsen bin liegt mir das in den Genen. Und ich singe für mein Leben gern also stecken sie sich ihre Meinung sonst wohin oder besuchen sie nochmal eine Universität um etwas zu lernen!" Li greifte sich ihre Handtasche und ihre Krankenkarte von dem Schreibtisch ehe sie sich auf ihren Absätzen umdrehte. "Und noch was: Sollte meine Managerin noch einmal hinter meinem Rücken hier anrufen, ignorieren sie sie, klar?" Mit diesen Worten öffnete sie die Tür und verließ das Zimmer. Das Mädchen und die junge Frau die sie fast mit der Tür erwischt hatte, würdigte sie dabei keines Blickes.
Als ihr Bodyguard ihr wieder auf Schritt und Tritt folgte, stöhnte sie genervt auf und verließ das Krankenhaus. Heute war echt nicht ihr Tag. Und dann musste sie sich auch noch mit solchen Idioten umgeben. Das war doch wohl die Höhe! Konnte hier denn nicht einer professionell sein?! Wenigesten einer?! Außer sie, natürlich.

TBC.: ???


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mo 17 Aug 2015 - 22:44
 


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Montag, 07. April | Dr. Zenvas Büro

Schon nachdem er der Blondine die erste Frage nach Symptomen gestellt hatte war ihm klar, mit welchem Typ Patient er es hier zu tun hatte. Und das er mit seiner Vermutung einer Prominenz ohne wirklich begründeten Anlass absolut richtig gelegen hatte. Er hob die Augenbrauen als sie erst einmal telefonierte um ihre Assistentin nach ihren Symptomen zu befragen.
Als sie ihm diese schließlich nach einem entnervten Auflegen und einem melancholischen Seufzen mitteilte notierte er sich dies und überging, professionell wie er war, all ihre merkwürdigen Eigenheiten und die Tatsache, dass sie sich für so wenig Aufwand echt sehr anstellte. Nach kurzer Zeit legte er dann den Stift beiseite.
"Miss Bailong, ihren Symptomen nach zu urteilen komme ich zu dem Schluss, dass sie unter einer inkongruenten Divergierung der Schilddrüse leiden. Das ist nichts dramatisches, nur eine etwas überfunktionale Abweichung des normalen Hormonhaushalts, weshalb die Appetitlosigkeit und der Schlafmangel zustande kommen. Ich rate ihnen neben den Tabletten, die ich ihnen verschreiben werde, zu alltäglichen Mitteln wie Kräutertee oder des Öfteren ein heißes Bad." Er sah sie sich erneut an, dann fügte er hinzu: "Es ist anzunehmen, dass sie dieses Problem durch Stressvermeidung selbst lösen können." Doch ihm wurde sehr schnell klar, dass sie nicht der Typ für Stressvermeidung war. So wie sie aussah betrachtete sie ihr Leben mit Sicherheit als Fulltime-Job.
Ihre Reaktion traf ihn daher auch nicht unvorbereitet. Er wahrte sein professionelles Gesicht während sie einen kleinen Wutanfall erlitt und dann noch seinen Beruf beleidigte, bevor sie dann mit einer filmreifen Drehung aus der Tür heraus verschwand ohne ihr Rezept mitzunehmen.
"Einen schönen Tag noch, Miss Bailong", verabschiedete er die genervte Dame und fuhr sich durch die Haare. Er seufzte und stand dann auf um ihre Patientenakte wieder zurück in den Schrank zu stellen - weit nach hinten in den Schrank, denn die würde er sobald wohl nicht wiedersehen. Das ihn das bei Promis in keinster Weise aus der Fassung warf war in diesem Zusammenhang eigentlich kaum noch erwähnenswert, er war weitaus exzentrischere Patienten gewöhnt. Wenn man mit dem Übernatürlichen hantierte musste man stets auf alles gefasst sein.
Er setzte sich mit einer neuen Patientenakte wieder an den Schreibtisch um sich die Daten zu seinem nächsten Kunden durchzulesen als es mit einem Mal an seiner noch offen stehenden Tür klopfte.
Er hob überrascht den Kopf.
Es war ein kleines Mädchen, nicht älter als 9 oder 10.
Sie lief in den Raum hinein und kletterte hektisch auf den Besucherstuhl, wobei sie sich beinahe ihre Infusionsnadel herausriss, was dem Arzt einen kleinen Herzinfarkt bescherte. Wenn es eines gab was seine Nerven angriff, dann waren das Patienten in Not.
Und genau das schien der Grund zu sein, warum dieses Mädchen zu ihm gekommen war. Doch nicht für sich selbst: Sie hatte ihm Jemanden mitgebracht. Und erst als er ihre besorgte Stimme und den Hilferuf darin vernahm sah er auf und erblickte die brünette Frau, die schwer atmend in der Tür stand.
Als er ihre blasse Haut und ihren Husten vernahm verließ er in Sekundenschnelle seinen Stuhl und kam um den Tisch herum, um ihr unter den Arm zu greifen.
"Hier wird sich nicht für die Störung entschuldigt", wies er das kleine Mädchen belehrend zurecht, da es im Notfall immer richtig war sich Hilfe zu holen, und führte die Brünette dann in seinem Arm in den Raum hinein. Vor den faszinierten Blicken der anderen Leute im Warteraum schloss er dann hinter ihr die Tür und setzte sie auf den Stuhl, während das kleine Mädchen ihm besorgt dabei zusah.
Im Schnelldurchlauf ging er die Standardvoruntersuchung durch: Hand an die Stirn um zu fühlen ob sie Fieber hatte, Atmung überprüfen, Herzbereich abtasten. Und er schien all die Problemzonen zu finden. Mit deutlich sichtbar besorgtem Blick wich er dann zurück und kniete sich vor sie hin. "Was kann ich für Sie tun?"


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mo 17 Aug 2015 - 23:16
 
Es war so unbeschreiblich lieb von dem kleinen Mädchen, dass sie sich im Touko sorgte, doch die junge Frau wusste woher die Atemnot kam. Es war nicht das erste Mal dass sie keine Luft bekam und es würde wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal sein, dennoch konnte man sich an dieses Gefühl nicht gewöhnen. Auf ihrer Stirn hatte sich kalter Schweiß gebildet und durch die Unterversorgung an Sauerstoff war ihr während des Treppenabstiegs leicht schwindelig geworden, dennoch lächelte sie, damit sich das Mädchen nicht noch mehr Sorgen machte. Sie kannte inzwischen viele Symptome ihrer Krankheit und sie wusste das diese auch meistens ohne Hilfe wieder verschwanden. Heute allerdings hatte sie es ja herausgefordert. Man hatte sie davor gewarnt wieder zu singen, doch es gab für die brünette Frau nichts schöneres als das lächelnde Gesicht der Kinder zu sehen, die hier jeden Tag um ihr Leben bangen mussten.
Dankbar lächelte sie den Arzt an, der ihr helfend unter den Arm griff und sie zu einem Stuhl führte. Sie spürte den sorgenvollen Blick des Mädchens auf sich und setzte sich in dem Stuhl auf, ehe sie eine Hand nachdem Mädchen ausstreckte und ihren Kopf zart streichelte. "Geh nur wieder hoch zu den anderen und spiel etwas, ja? Ich komme später nochmal rein." Als das Mädchen etwas erwidern wollte, schüttelte Touko den Kopf. Das Wohl der Kinder stand bei ihr immer an erster Stelle und sie sollte sich nicht unnötig Sorgen um sie machen. Vor allem aber wollte Touko nicht, dass die Kleine mitbekam wie es schlimmer wurde. "Keine Sorge, ich bin in guten Händen. Danke das du mir geholfen hast, Kleines." Das Mädchen nickte lächelnd und huschte zur Tür, ehe sie sich nochmal umdrehte und zwischen dem Arzt mit der komischen Haarfarbe und ihrer neuen Freundin hin und her schaute. Man konnte ihr ansehen, dass sie sich nicht sicher war, ob es Touko wirklich gut gehen würde, aber sie vertraute ihr und verließ das Zimmer summend. Sie hatte sich tatsächlich schon die Melodie des Kinderliedes eingeprägt! Was für ein erstaunliches und aufgewecktes Mädchen!
Als sich die Tür allerdings schloss zerfiel die Maske der jungen Frau und sie legte sich eine Hand auf ihre Brust. Das atmen fiel ihr zwar nicht leicht, aber zumindest vor dem Mädchen wollte sie sich beherrschen. Sie spürte die Hand des Arztes auf ihrer Stirn, als er schaute ob sie Fieber hatte und was ihr fehlen könnte. Als er sich vor sie kniete und sie mit einem besorgtem Blick ansah, schenkte Touko ihm ein dünnes Lächeln. Er hatte den selben besorgten Blick wie das Mädchen, dass sie hergebracht hatte und würde er nicht in einem Arztkittel vor ihr sitzen, würde er wahrscheinlich sogar den Kindern auf der oberen Station Konkurrenz in Sachen Niedlichkeit machen. "Es müsste bald wieder gehen, ich brauche nur etwas Ruhe. Ich leide an einer chronischen Herzinsuffizienz und nun ja..", sie kratzte sich verlegen am Hinterkopf ehe sie ihm wieder ein sanftes Lächeln schenkte: ".. die Ärzte sagten mir schon, dass ich wegen meiner schlechten Sauerstoffversorgung nicht mehr singen dürfte, aber die Kinder freuen sich immer so wenn ich zu ihnen komme und wir zusammen singen. Meistens geht es auch gut, nur heute scheint das nicht der Fall zu sein."
Eigentlich kam es tatsächlich öfter vor, als sie sich eingestehen wollte, aber das musste der Arzt vor ihr ja nicht wissen. Die Sorge des Mädchens und nun auch seine Sorge um sie waren für sie deutlich spürbar, dabei war sie erwachsen und wusste was sie tat. So lange die Kinder glücklich waren und lächeln konnte, tat ihre Gesundheit nichts zur Sache. Sie würde bald schon wieder auf die Beine kommen. Das hier war nur ein kleiner Rückschlag. Das einzige was sie wirklich daran störte war, dass die Kinder ihren Zusammenbruch mitbekommen hatten. Sie würden sich so lange Sorgen um sie machen, bis sie wieder bei ihnen war. Und das konnte noch etwas dauern.
Sie wusste nicht wie lange diese Episode anhalten würde, doch sie hoffte inständig das es bald vorüber war. Sie lebte zwar schon seid Jahren mit ihrer Krankheit, doch an sowas gewöhnte man sich nicht. Man lernte nur es zu überstehen. Sie lehnte sich erschöpft in dem Stuhl wieder zurück und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Ob der Arzt vor ihr wohl auch so streng war und ihr sagen würde, dass sie nicht mehr singen dürfte? Sie hoffte es nicht, denn immerhin kannte sie diese Standpauke fast schon auswendig. Und er sah um einiges netter aus als ihre letzten Ärzte.
Als sie ihren Augen wieder öffnete, blickte sie den Arzt wieder an und wartete ab was er tun würde.. aber nach ihrem Stand der Dinge konnte er nicht viel tun, außer abwarten das es besser wurde. Außer er war ein Wunderheiler aber sowas gab es nur in Märchen. Oder etwas doch nicht?


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Di 18 Aug 2015 - 8:54
 


Zenva & Touko
Montag, 07. April | Dr. Zenvas Büro

Zenva konnte mit einem Blick den Grad der Erkrankung feststellen, das war eine seiner natürlichen Gaben. Der Blick mit dem er die hustende Gestalt in seiner Tür angesehen hatte war so einer gewesen. Und was er gesehen hatte ließ ihn nicht nur innerlich erschauern, es bewegte ihn auch dazu aufzuspringen und der Dame unter die Arme zu greifen, um sie schnellstmöglich zur Ruhe zu bringen.
Er kam nicht umhin fasziniert zu sein, als die Frau trotz ihrer Schmerzen die Hand ausstreckte, um dem Kind über den Kopf zu streicheln. Das kleine Mädchen lauschte ihren Worten, schien sich aber nicht sicher zu sein ob sie die beiden wirklich allein lassen konnte. Sie entschied sich dann aber dazu auf sie zu hören und verließ den Raum.
Als sie draußen war ließ die Brünette ihre Hülle fallen. Und Zen trat noch einen knienden Schritt näher an sie heran, als sie langsam in sich zusammensank. Ihre Stimme war leise und rau, doch er konnte sie verstehen.
Herzinsuffizienz. Die quarzfarbenden Augen des Engels weiteten sich als er sie erstaunt betrachtete. Mit dem Hintergrundwissen ihrer Erkrankung gestaltete es sich schwer sie nicht allzu mitfühlend anzusehen, doch als Arzt mit jahrelanger Berufserfahrung wusste er wie ungern es die Patienten hatten, mitleidig angesehen zu werden. Die meisten von ihnen hatten schon lange einen Weg gefunden irgendwie mit ihrer Krankheit umzugehen und wollten deshalb nicht mehr bemitleidet werden. Also tarnte er seine Fürsorge wie gewohnt hinter seiner professionellen Miene und machte einen langen Arm um sich sein Stethoskop vom Schreibtisch zu angeln.
Bevor sie sich weiter erklären konnte legte er ihr das kalte Metallteil auf das Schlüsselbein. "Bitte tief Einatmen." Er setzte es sich an die Ohren und lehnte sich vor, um ihren Brustkorb und damit ihre Lungen nach dem Husten abzuhören. Er ließ seine warme Hand langsam über ihren Oberkörper wandern, während er nachdenklich horchte.
Ohne sich seine Besorgnis ansehen zu lassen nahm er den Ohrbügel ab und legte das Instrument wieder beiseite, dann griff er nah dem nächstliegenden Zettel und machte sich schnelle Notizen, während er ihr weiter zuhörte.
"Singen ist nicht das Problem", brachte er schließlich seine fachärztliche Meinung zu ihrem Fall zu Wort und blinzelte nachdenklich. "Wenn Sie sowieso tagtäglich in Verdacht stehen, wieder neue sowie alte Symptome zu zeigen, macht es keinen Unterschied ob Sie singen oder nicht - auch wenn es dadurch die Wahrscheinlichkeit steigert." Er sah sie an. Er konnte sich nur denken wie es sein musste, aufgrund von einem Krankheitsfall auf so vieles verzichten zu müssen.
Seine Gedanken arbeiteten und er wog die Möglichkeiten der Heilung in diesem besonderen Fall ab. Wie hoch die Chancen standen, dass er ihr helfen konnte. Wie sehr sie selbst weiter leiden müsste wenn er es nicht konnte. Ob er dazu überhaupt in der Lage war. Krankheiten wie diese waren es, die echte Problemzonen in der Heilung für ihn darstellten. Doch wenn es einen Arzt auf der Welt gab, der es wenigstens vielleicht hinbekommen konnte - dann war es Zenva.
Er hatte bereits eine Entscheidung gefasst. Freundlich lächelnd streckte er ihr, immer noch vor ihr kniend, die Hand aus. "Dr. Elias Zenva ist mein Name", stellte er sich nachträglich vor da sich nun die Situation soweit wieder einigermaßen beruhigt hatte. "Und ich kann Ihnen für die Zukunft nichts versprechen, aber wenn Sie erlauben würde ich mir Ihren Fall gern vornehmen." Er hatte beschlossen es wenigstens zu versuchen - wenn diese Frau ihn ließ.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Di 18 Aug 2015 - 14:06
 
Mit einem erstaunten Blick beobachtete Touko den jungen Arzt dabei, wie das Mitleid, dass er für sie empfand hinter einer professionellen Maske verschwand. Viele Menschen bedauerten sie für ihr Schicksal, doch die junge Frau hatte damit leben gelernt und es als eine Art Herausforderung angenommen und auch wenn sie das Mitleid zu schätzen wusste, so wollte sie ihnen die Sorge ersparen, die darauf meistens folgte. Sie war schon fast etwas beeindruckt, wie gut er sich hinter seiner Maske machte, aber als Pädagogin erkannte sie die wahren Gefühle eines Menschen recht schnell.
Lächelnd nickte Touko und holte tief Luft, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Wieder ging ihr Atemversuch in eine trockenes und raues Husten über. Touko schloss die Augen und versuchte sich auf die Hand des jungen Mannes zu konzentrieren und holte schließlich noch einmal tief Luft, dieses Mal jedoch ohne zu Husten. Sie wusste das dies nur ein kleiner Erfolg war, aber immerhin konnte es von nun an nur noch besser werden und vielleicht konnte sie dann heute Abend schon wieder mit den Kindern spielen.
Als sie ihm von ihrer Diagnose und ihren Symptomen erzählte, schrieb der junge Arzt nachdenklich alle wichtigen Details mit und schien in Gedanken schon weiter als sie zu sein. Er wusste also mit was er es hier zu tun hatte, aber wahrscheinlich konnte er in ihrem Fall genauso wenig unternehmen wie all die anderen Ärzte.
Als er ihr jedoch zustimmte, dass Singen in ihrem Fall keinen Unterschied mehr machen würde, lächelte sie entzückt und nickte. "Sie sind der erste Arzt, der das meint. Sie können sich gar nicht vorstellen bei wie vielen Spezialisten und Ärzten ich schon in Behandlung war und jedes Mal habe ich das gleiche zu hören bekommen. Ich sollte mit meinem liebsten Hobby abschließen." Verträumt schweifte ihr Blick zu den vielen Akten, die hinter dem Schreibtisch des jungen Arztes einsortiert worden waren. Er musste gut sein. "Aber einem Menschen das zu nehmen was er liebt, macht ihn nur noch kränker, denken Sie nicht?"
Genau die gleiche Ansicht vertrat Touko auch wenn es um die kranken Kinder hier ging. Die Ärzte vergaßen oftmals, dass sie es nicht mit Spezialisten zu tun hatten, sondern mit feinfühligen Kindern, die sich jedes Wort zu Herzen nahmen. Ihnen zu sagen, dass sie bestimmte Dinge nicht mehr tun durften, war etwas grausames. Die junge Frau hatte schon so viele Kinder gesehen, die alleine an der negativen Atmosphäre eines Krankenhauses fast ums Leben gekommen wären. Man musste mit diesen jungen Menschen anders umgehen und ihnen einen festen Glauben schenken. Nur so konnten sie auch wieder vollständig genesen.
Nachdem sie die Stimme des Arztes wieder vernahm, wendete sie ihm ihre Aufmerksamkeit zu. Er streckte ihr lächelnd die Hand hin und stellte sich als Dr. Elias Zenva vor. Ein außergewöhnlicher Name für einen außergewöhnlichen Mann. Touko fand das ihm der Name wie auf den Leib geschnitten war und so ergriff sie, ebenfalls lächelnd die Hand und drückte sanft zu. "Es freut mich sehr sie kennen zu lernen, Dr. Zenva. Ich denke ich habe ihren Namen sogar schon des öfteren hier im Krankenhaus gehört." Ja, jetzt wo sie darüber nachdachte kam ihr der Name wirklich bekannt vor. Viele Ärzte auf der Kinderstation sprachen von diesem Kollegen, der selbst die verzweifelten Patienten wieder auf die Beine brachte. "Ich bin Dr. paed. Touko Murasame. Aber sie dürfen den Doktortitel gerne weglassen, immerhin bin ich ja keine Ärztin." Ein kurzes Lachen entwich den Lippen der jungen Frau, welches sich aber zugleich in ein leises Husten verwandelte. Sie lächelte entschuldigend und zuckte was unscheinbar mit den Schultern.
Sie konnte kaum fassen, was sie nächsten Worte von Dr. Zenva bedeuteten. Ein weiterer Arzt wollte sich ihren Fall ansehen, ihr Krankheit untersuchen und ihr helfen und das hieß, dass er vielleicht auch noch eine Hoffnung sah und wenn es einen Menschen gab der die Hoffnung niemals aufgegeben hatte, dann war es Touko. Ein fröhliches Lächeln zauberte sich auf ihre Lippen, als sie sich nach vorne beugte und die Hand des Arztes mit den ihren um griff. Ihre Haare fielen ihr nun vorne über die Schulter und ihre Augen schienen mit ihrem Lächeln zu strahlen. "Sehr gerne. Vielleicht können Sie mir ja helfen und wenn es nur ein kleines bisschen ist. So lange ich noch ein wenig länger mit den Kindern habe, ist es mir wert, meine Hoffnung auf sie zu legen." Sie hatte sich dazu entschlossen ihm zu vertrauen – und vielleicht würde sie dann wenigstens eine kleine Erleichterung ihrer Krankheit erfahren.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Di 18 Aug 2015 - 16:04
 


Zenva & Touko
Montag, 07. April | Dr. Zenvas Büro

Während Zenva behutsam ihren Brustkorb abhörte geriet sie erneut ins Husten, beim zweiten Mal schaffte sie es jedoch, ruhiger und gleichmäßiger zu atmen. Die Symptome schienen allgemein langsam wieder nachzulassen. Die Art wie diese über sie gekommen waren ähnelten in den Augen des Arztes einem Schub, da diese Krankheit aber nicht schubartig ausbrach rechnete er es ihrem Immunsystem hoch an, das es sie doch recht schnell wieder zur Ruhe bringen konnte.
Er legte das Stethoskop wieder weg und schrieb sich all die Eigenheiten ihres Ausbruchs auf, dann sah er wieder zu ihr auf. Und in ihrem Blick lag etwas Erstauntes, woraufhin er einen Moment inne hielt. Es war als habe sie etwas gesehen, etwas anderes als den professionellen Arzt vor sich. Einen kleinen Teil seiner so gut getarnten Persönlichkeit.
Zenva schüttelte daraufhin nur den Kopf und versuchte nicht weiter darüber nachzudenken.
Er teilte ihr mit wie er über das Singen dachte und erreichte dadurch ein breites Lächeln auf dem Gesicht der Herzkranken. "Mit dem liebsten Hobby abzuschließen wenn jeder Augenblick der letzte sein könnte halte ich für sinnlos, wenn nicht sogar für kontraproduktiv. Abgesehen davon würde es Ihnen auf jeden Fall viel Lebensfreude nehmen. Und ich bin der Ansicht, dass man in einem Fall wie Ihrem jedes bisschen Lebensfreude gut gebrauchen kann." Er scheute sich nicht seine ehrliche Meinung mitzuteilen, zudem er auch ein Arzt war der dafür respektiert wurde, egal wie sehr seine von den Meinungen anderer abwich. Dafür hatte er schon zu viele Menschenleben gerettet, als das er für eine bloße Meinungsverschiedenheit verurteilt werden würde, was ihm zu einem großen Selbstvertrauen verholfen hat. Er würde der jungen Frau auch offen sagen wenn er sich ebensolche Sorgen um ihren Gesang machen würde, immerhin hatte er die blonde Prominenz vorhin auch entspannt aus seinem Sprechzimmer verschwinden lassen weil ihr sein Umgang mit ihr scheinbar nicht gefallen hatte - über solche Kleinigkeiten war der Doktor schon lange hinweg. Doch die Art wie seine neue Patientin auf seine Aussage hin lächelte, erfüllte ihn mit unerwartetem Glück.
Nachdem Zen sich erst einmal vorgestellt hatte erschien auf dem Gesicht seiner Kundin ein wissender Ausdruck, der ihm sagte, dass sie wohl im Krankenhaus schon von ihm gehört hatte. Als sie ihm dies dann auch noch mitteilte lächelte er. "Die Freude ist ganz meinerseits."
Eine Pädagogin, dachte er gleich darauf und in seinen Augen funkelte es überrascht, dann nickte er ihr erfreut zu als sie ihm anbot den Doktortitel wegzulassen. "Dann werde ich das, vielen Dank." Ärztliche Kollegen oder Mitarbeiter des Krankenhauses genossen bei ihm einen durchaus höheren Rang als die gewöhnlichen Patienten. Diese neue Information trug nun noch zusätzlich dazu bei, dass er sich ihrem Fall widmen wollte.
Zenva würde diese Dame behandeln, daher bot er ihr gar nicht erst an ihn ohne Titel anzusprechen - immerhin war er dann ihr behandelnder Arzt, da gehörte es sich so. Doch selbst unter Arbeitskollegen verzichtete er nur äußerst selten darauf mit seinem Doktortitel angesprochen zu werden, ihm spielte da wohl einfach seine selbstverliebte Natur dazwischen. Er war stolz auf seinen Titel und seinen Ruf im Gebäude, auch wenn er diese sehr persönlichen Gedanken natürlich so gut wie nie zu Wort brachte. Schon gar nicht beruflich.
Das kurze Lachen, das sich in ein Husten verwandelte, rief den Engel dann wieder auf den Plan und ließ ihn wieder aufmerksam werden. Nachdem er nun eine Weile während ihrer Untersuchung darüber nachgedacht und abgewogen hatte, ob er ihr helfen konnte oder nicht - denn einen Fall wie sie hatte er nicht oft und er war sich nicht sicher, ob und wenn in welchem Maße er ihr würde helfen können -, unterbreitete er ihr schließlich die Bitte sie behandeln zu dürfen. Denn eine Patientin die einen Krankenhausweg wie sie durchgemacht hatte (und Zen war sich sicher, dass sie schon eine Menge Ärzte in ihrem Leben gesehen hatte) zwang man keine weitere Behandlung auf, wenn ihr Tod quasi bereits feststand. Und Zen wollte sich bei einem solch schweren Fall auch nicht aufdrängen.
Doch als sie ihm das schönste Lächeln schenkte das er bei ihr überhaupt erzielen konnte breitete sich Wärme in seinem Herzen aus. Sie umgriff seine Hand und bedankte sich, woraufhin Zenva besorgt abwinkte da er befürchtete, dass sie sich zu früh freute. So eine Unsicherheit wie er bei ihrem Fall im Einschätzen seiner eigenen Kapazitäten hatte, kam bei ihm selten vor. Dann sagte er ihr dasselbe, das er auch dem Trollschuppen-Jungen gesagt hatte. "Noch habe ich Sie nicht geheilt, Miss." Nach einem kurzen Schweigen, das er dazu nutzte sie aus seinen rosafarbenen Augen fast schon fürsorglich anzusehen, fügte er dann aber mit einem knappen Lächeln hinzu: "Aber ich werde mein bestes geben."


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Di 18 Aug 2015 - 17:53
 
Es war dieses Mitgefühl, dass Touko in ihrer Kindheit vermisst hatte. Hätte es damals nur einen Menschen gegeben, der ihr vielleicht ein wenig mehr Beachtung geschenkt hätte, dann würde ihre Krankheit heute vermutlich um ein vielfaches schwächer sein. Natürlich war es anstrengend im Heim zu arbeiten und sich dort um alle Kinder auf die gleiche Art und Weiße zu kümmern, aber wenn man für diesen Beruf nicht geboren wurde, sollte man ihn auch nicht annehmen. Sie erinnerte sich daran, dass ihre vielen Erkältungen immer wieder als eine Immunschwäche abgestempelt worden waren. Selbst der häusliche Arzt hatte damals nicht erkannt, wie schlecht es um das kleine Mädchen stand.
Doch auch wenn es die Pädagogin heute mit Wut erfüllte, wenn sie sah, wie Kinder so vernachlässigt worden, konnte sie in Bezug auf ihre eigene Kindheit keine Wut empfinden. Jeder andere hätte dies wohl getan, aber sie selber sah es als glückliche Wendung. So entdeckte sie ihre Liebe im Umgang mit Kindern und so schließlich auch ihren Traumberuf. Wer konnte das als so junger Mensch schon von sich behaupten?
Als Pädagogin besuchte sie Heime, Grundschulen, Kindergärten oder auch weiterführende Schulen. Doch am liebsten waren ihr die Arbeitszeiten im Krankenhaus, denn die Kinder hier waren speziell. Egal wie schlecht es ihnen ging, sobald Touko den Raum betrat raften sie sich auf und spielten mit ihr und den anderen Kindern. Sie zeigten wieder neuen Lebenswillen und diese Stärke zu kämpfen, lernte man erst kennen wenn man dem Tod schon fast in die Augen blickt.
Strahlend lauschte sie den Worten des Arztes und nickte zwischen durch. Er hatte recht, würde sie den Kopf hängen lassen, würde die Krankheit wahrscheinlich nur noch schlimmer werden. Immerhin wurde es schon oft bewiesen das psychische Krankheiten auch Auswirkungen auf den Körper haben konnte. Das gleiche galt für die Gedanken. Für einen guten Heilungsverlauf war es von Nöten das die Patienten eine positive Einstellung an den Tag legten und diese auch nicht verloren. Sie brauchten Hoffnung und Vertrauen in den Arzt.
"Sie haben Recht, immerhin versuche ich dies auch den Kindern zu lehren, die hier auf der Krankenstation liegen. Es gibt schließlich auch Ärzte die in diesem Bereich weniger feinfühlig sind und oft vergessen, dass diese Kinder sich jedes Wort zu Herzen nehmen."
Die junge Pädagogin biss sich nachdenklich auf die Unterlippe, denn immerhin hatte sie diesen Kindern auch eine Zeit voller Sorgen beschert. Sie würde ihnen morgen eine Kleinigkeit mitbringen als Entschuldigung. Vielleicht einen Kuchen? Oder ein paar Muffins? Auf jeden Fall sollte es etwas selbstgemachtes sein! Das hatten die Kinder verdient und so wie sie hörte, war das Essen hier im Krankenhaus eh nicht das Beste. Da würden sie sich über eine kleine Abwechslung bestimmt freuen.
Als Dr. Zenva ihr sagte, dass er sich ihrer als Patientin annehmen wollte, durchfloss sie eine angenehme Wärme. Sie verspürte Freude und Hoffnung, die Gefühle die ihr so wichtig waren. Und auch wenn seine nächsten Worte wahrscheinlich jeden anderen auf den Boden der Tatsachen zurück geholt hätten, lächelte Touko nur freudig weiter. Sie wusste das es keine Wunder gab und auch wenn er sie noch nicht geheilt hatte, wenn er fast noch nichts getan hatte, so war sie ihm gegenüber schon dankbar.
"Das mag stimmen, Dr. Zenva, jedoch geben sie mir wieder etwas Hoffnung. Sie schauen mich mit ebenso mitfühlenden Augen an, wie all die anderen, die meine Geschichte kennen und dafür bin ich ihnen schon jetzt dankbar." Sie strich sich eine Strähne ihres langen Haares hinter das Ohr und richtete ihren Blick dann wieder auf den Arzt, der vor ihr kniete und ihr anbot, seine Patientin zu werden. "Schon alleine die Entscheidung mir zu helfen, rechne ich ihnen hoch an. Sie als Arzt dürften wissen wie schwierig eine Krankheit wie meine ist und manch einer hat mich als Patientin auch einfach schon abgelehnt."
Nun gut, diese Ärzte hatte Touko auch verstehen können, dennoch tat es weh Aussagen zu hören, die für ihre Ohren gar nicht bestimmt waren. Sie wird so oder so sterben, egal ob ich ihr versuche zu helfen oder nicht. Sie wusste, dass sie jeden Moment sterben konnte, doch es zu hören machte diese Art der Realität wieder greifbarer als in anderen Momenten.
Sie hatte schon so lange überlebt, also würde sie auch in diesen Momenten nicht aufgeben. Sie war hier um den Kindern zu helfen und sie durfte nicht eher sterben, bis sie den Ärzten klar gemacht hatte, dass eine positive Atmosphäre auch zum Heilungsprozess beitragen konnte! Es durfte nicht nur ihre Aufgabe sein, sich sensibler auf die Kinder einzustellen und ihren Sorgen und Ängsten zu lauschen. Und auch die Eltern gelangten in solchen Situationen oftmals an die Grenzen ihrer Kapazitäten. Es war schon schwer genug sein eigenes, geliebtes Kind krank zu sehen, aber wenn es dann auch noch die ganzen Ängsten und Sorgen äußerte, wurde es zu einer wahren Belastungsprobe für alle Beteiligten.
"Ich weiß, dass sie ihr Bestes geben werden. Dafür sind sie unter den anderen Ärzten bekannt. Ich vertraue ihnen in dieser Hinsicht." Bei den männlichen zumindest. Die weiblichen interessierten sich meistens nur für das Aussehen des jungen Arztes.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Di 18 Aug 2015 - 21:11
 


Zenva & Touko
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Bei Touko hatte er das Gefühl, genau die richtigen Knöpfe zu betätigen. Als er mit ihr sprach nickte sie zustimmend und seine generelle Einstellung zu ihrer Krankheit und zu der Gesangsgeschichte schien sie ebenfalls zu teilen. Es schien Schicksal gewesen zu sein, dass das kleine Mädchen sie für spontane erste Hilfe zu dem pinkhaarigen Doktor gebracht hatte.
Die Krankheit als solche faszinierte Zenva auf beruflicher Ebene, wobei er auf menschliche Art natürlich besorgt um seine neu gewonnene Patientin war. Eine so stark ausgeprägte Herzinsuffizienz war äußerst selten - in erster Linie dadurch, weil viele an dieser Krankheit erkrankte Menschen es nicht lebendig in so ein schweres Stadium schafften. Die Krankheit war so lebensgefährlich, dass die meisten schon sehr früh daran starben. Touko war ein besonderer Fall, wobei sich Zenva natürlich fragte wie es dazu kommen konnte, dass die Krankheit bei ihr in so einem fortgeschrittenen Zustand war. Zwar war sie noch jung und er wusste nicht, in welchem Alter das bei ihr ärztlich erkannt wurde, aber wenn man es im frühen Stadium erkennen konnte, dann konnte man diese Krankheit mit neuesten Methoden unter normalen Umständen recht gut und mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit heilen.
Überhaupt war er sich nicht sicher ob es funktionieren würde, sie als seine Patientin zu behandeln, aber wer war er, so eine Chance unversucht zu lassen? Wenn er sie nicht heilen konnte, dann konnte es vermutlich Niemand. Und wenn er die letzte Hoffnung war dann wollte er alles in seiner Macht stehende tun, um ihr das Leben zu retten. Um weitere private Fragen zu stellen war es nun ja noch bei weitem zu früh.
Zum Thema Kinder konnte Zen nicht viel sagen, er versuchte aber trotzdem sich in das Gespräch einzubringen. "Natürlich. Gerade die jungen Patienten sind ja noch im Wachstumsalter und ihre Psyche daher sehr angreifbar." Das war das feinfühligste, was er Kindern gegenüber hervorbringen konnte - selbstverständlich auf ganz fachsprachliche Weise. Zenva eben.
Die Art wie Touko sich auf die Unterlippe biss brachte den Arzt für einen Moment aus dem Konzept, bevor er gedanklich rätselte wie genau das passieren konnte. Als er sich wieder auf seinen Notizzettel konzentrierte fand er jedoch wieder zum Hauptthema zurück und er nickte zuversichtlich.
Sie schien trotz ihrer überwiegend schlechten Erfahrungen mit Ärzten nicht grundsätzlich gegen sie zu sein, was in seinen Augen einen großen Teil ihrer Persönlichkeit zeigte. Sie war nicht nachtragend und sie beurteilte Menschen nicht im Voraus, was beides gute Eigenschaften waren.
Auf ihre zuversichtliche, kleine Rede hin runzelte er leicht die Stirn. "Manchmal habe ich das Gefühl, dass zwischen Mitgefühl und Mitleid kein ganz so klarer Unterschied ist." Er legte den Stift beiseite. "Und ich habe viele Patienten, die ihren eigenen Fall für hoffnungslos erklärt haben und es trotzdem schaffen, damit klar zu kommen. Ich kann durchaus nachvollziehen das diese es sich nicht wünschen, ständig mitleidig angesehen zu werden, wohingegen Mitgefühl bei vielen gern gesehen wird." Er sah in die grünbraunen Augen der Brünetten vor sich. "Ich hoffe, durch Mitgefühl bei Ihnen zu punkten und nicht durch Mitleid." Darauf folgte ein Lächeln. Er mochte sie tatsächlich sehr gern und je länger er sich mit ihr unterhielt desto überzeugter war er gewillt zu versuchen, sie irgendwie zu heilen, so aussichtslos es auch erscheinen mochte.
Ihre weitere Erwiderung kratzte dann aber fast schon an seiner ärztlichen Würde und sein selbstgerechter siebter Sinn stieg wieder einmal durch. "Als Arzt einen Fall nicht anzunehmen ist eine Schande und kratzt an der Berufsehre. Ich würde mir zu gern die Nummern von diesen Ärzten von Ihnen geben lassen", er schmunzelte, sah zu Boden und verlagerte das Gewicht von einem Oberschenkel auf den Anderen, "aber ich schätze das wäre dann doch zuviel des Guten."  Die wenigen humorvollen Momente die er hatte, schrieb er sich selbst stets hoch an.
Als er ihr Kompliment hörte fuhr er sich selbstgerecht durch die Haare, dann erhob er sich langsam. "Nun, ich tue mein Bestes." Das war haltlos untertrieben, er wusste selbst am besten wie bekannt er im Hospital war, aber natürlich gehörte Bescheidenheit zu den edlen Attributen, weshalb er sich gern bescheiden gab  - auch wenn er es nicht war. Aber er war schließlich ein Meister des Scheins.
Ihm fiel auf wie viel Zeit sie schon damit verbrachten, über ihre Krankheit zu sprechen. Und das ganz ohne Termin. Er fürchtete, dass er sie wohl bald wieder zurück schicken musste, obgleich er sich Sorgen machte das sie sich noch nicht ganz von ihrem Ausbruch erholt hatte. Sein Arbeitsalltag rutschte ihm zurück ins Gedächtnis und ihm schien, als wäre Touko sich dieser Tatsache auch bewusst. Immerhin saß draußen ein volles Wartezimmer und wartete darauf, mit ihm irgendwelche alltäglichen Probleme besprechen zu können.
"Meinen Sie, ich kann Sie gefahrlos wieder zurück auf ihre Station schicken, ohne das Sie mir auf dem Weg umkippen?" Er lächelte. Das war schon das zweite Mal, er hatte gerade echt einen Lauf. Oder es lag einfach an der äußerst netten Gesellschaft.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Di 18 Aug 2015 - 22:06
 
Während Dr. Zenva versuchte den Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid etwas weiter heraus zu arbeiten, lauschte Touko ihm aufmerksam. Es war fast unmöglich zu sehen, dass er sich anscheinend schon öfter über dieses Thema Gedanken gemacht hatte und seine Worte beschrieben präzise, was viele Menschen nie erkannten. Touko erinnerte sich gut daran, was sie in der Universität über Mitleid und Mitgefühl gelernt hatte.
Mitleid zieht einen Menschen herunter und kann einen unglücklich machen. Es stärkt das Ego, da du dir einredest mit demjenigen zu leiden, der wirklich leidet, auch wenn es in Wahrheit ganz anders ist. Ihre Professorin sagte immer, dass dir Mitleid ein Gefühl von Größe gab, weil es das Herz weniger berührte als den Geist. Wohin reines Mitgefühl immer von Herzen kam. Wer Mitgefühl empfand strahlte eine ganz natürliche Wärme aus. Man nahm Anteil, ohne den Menschen mit seiner Energie hinunter zu ziehen und noch trauriger zu machen. Es konnte ein wunderbares Gefühl sein, wenn man sich dem richtigen Menschen öffnete.
An der Universität hatte man der jungen Pädagogin öfters gesagt, wie viel Mitgefühl sie für die Kinder dieser Welt hatte, denn je mehr sie sah wie diese Kinder litten, desto kreativer wurde sie in ihren Möglichkeiten etwas dagegen zu unternehmen. Sie wollte das Leid dieser Kinder nicht teilen und es damit vergrößern. Sie wollte ihnen helfen ihre Sorgen und Ängste zu lindern.
Lächelnd legte sie noch einmal ihre Hand auf die des jungen Arztes, der ihr sein Mitgefühl aussprach. "Sie würden sich wundern, welch ein großer Unterschied ihnen in der Pädagogik zwischen Mitgefühl und Mitleid gelehrt wird. Aber keine Sorge, sie haben schon recht damit, dass sie bei mir mit ihrem Mitgefühl punkten können." Ihre Mundwinkel zogen sich noch ein Stückchen weiter nach oben, als sie seine Worte imitierte.
Es war schon äußerst süß, wie er Andeutung machte, diesen Ärzten eine gehörige Standpauke zu halten. Touko konnte sich vorstellen, dass es in seinem Alter schwierig sein konnte, den Respekt der älteren Kollegen zu erhalten, aber er hatte etwas einzigartiges und charmantes an sich. Wäre es kein kleiner Spaß gewesen, hätte sie ihm die Nummern sicher gegeben, nur um zu hören wie er mit den Ärzten sprach, die sie abgewiesen hatten. Der stille Raum wurde durch ihr offenes und herzliches Lachen gefüllt, ehe sie sich die Hand vor den Mund hielt und ihn munter ansah. "Vielleicht sollten sie das lieber sein lassen, Doktor. Obwohl es sicher amüsant wäre, bei diesen Gesprächen mal Mäuschen zu spielen."
Als sich Dr. Zenva durch die Haare fuhr und sich langsam wieder erhob, lächelte Touko und tat es ihm gleich. Auch sie erhob sich von dem Stuhl, auf dem sie sich bis jetzt erholt hatte. Sie war sogar ein ganzes Stückchen kleiner als der Arzt, der sich so mitfühlend um sie gekümmert hatte. Dennoch kam sie nicht umher als den Kopf etwas schief zu legen, denn in seiner Stimme schwang einer Unterton mit. Jemand der nicht gelehrt wurde, so etwas zu erkennen, würde es ignorieren. Aber auch sie sagte nichts weiter dazu, sondern lächelte. Er genoss das Ansehen der Kollegen und seinen Ruf, auch wenn er es nicht offen zugeben wollte. "Das ist sehr löblich von ihnen. Man sollte stets sein Bestes geben, in allem was man tut."
Als er sich noch ein letztes Mal nach ihrem Zustand erkundigt, ergriff sie seine Hand und drückte zärtlich zu. "Keine Sorge, der Weg ist nicht lang und es geht mir wieder besser. Und falls ich doch umkippe.. irgendjemand wird mich schon finden." Ihr kleiner Witz war zwar doch etwas düster, aber sie konnte drüber lachen. Sie drehte sich von Dr. Zenva zur Tür und ergriff die Klinge, ehe sie ihn nochmal über der Schulter hinweg ansah. "Ich werde mir dann einen Termin geben lassen, Hr. Doktor. Dann können sie sich meine Krankheitssymptome genauer ansehen. Ich wünsche noch einen schönen Abend und einen ebenso schönen Feierabend." Lächelnd öffnete sie die Tür und verließ den Raum. Sie verbrachte den Rest des Abends bei den Kindern und erzählte ihnen Geschichten, ehe auch sie nach Hause ging. Sie hatte sich von Dr. Zenva's Sekretärin einen Termin für den übernächsten Tag geben lassen, sodass der junge Arzt sie einmal untersuchen konnte. Sie war schon gespannt darauf, wie seine Prognose lauten würde.

Zwei Tage später

Touko hatte sich für den heutigen Tag keine Termine gemacht, denn sie sollte schon früh am Morgen zu Dr. Zenva kommen. Ihre morgendliche Routine verlief ohne irgendwelche Zwischenfälle, auch wenn sie etwas müde war. Sie zog sich ein schlichtes, weißes Kleid an und einen schwarzen Gürtel dazu. So konnte sie sich während einer Untersuchung recht schnell den Rücken frei machen, wenn er sie abhorchen wollte. Damit es nicht zu kalt wurde, zog sie noch eine schwarze Strickjacke über und mit einem Blick auf die Uhr fluchte sie leise. Es war schon viel zu spät geworden! Sie würde noch zu spät zum Termin kommen! Mit einem schnellen griff schnappte sie sich ihre Tasche und zog sich flache Schuhe an, ehe sie ihre Wohnung verließ. Es dauerte nur einige Minuten bis sie das Krankenhaus erreichte und noch ein Blick auf die Uhr zeigte ihr, dass sie pünktlich war. Erleichtert seufzte sie und betrat das große Gebäude. Auf direktem Weg machte sie sich auf zum Büro von Dr. Zenva. Die Sekretärin sagte ihr, dass der letzte Patient wohl nicht erschienen sei und sie deshalb klopfen dürfte, was sie brünette Frau auch tat.


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BeitragThema - Re: Dr. Zenvas Büro   Mi 19 Aug 2015 - 9:32
 


Zenva & Touko
Montag, 07. April | Dr. Zenvas Büro

Zenva kam irgendwann zu dem Punkt, an dem er seine Gedanken über die mitfühlenden beziehungsweise mitleidsvollen Blicke zur Sprache brachte und sie in einen berufsspezifischen Kontext brachte. Nichtsdestotrotz nickte er, als Touko dies ebenfalls tat und von ihrem Pädagogikstudium erzählte. Natürlich war der 'Feldversuch' Zenvas, das Verhalten direkt an seinen Patienten absehen zu können, etwas anderes als nur darüber zu hören und davon zu lernen wie Touko, doch er verstand ihren Punkt. Abgesehen davon war sie vermutlich persönlich ein Feldversuch, da sie die Erfahrung am eigenen Leib gesammelt hatte. Bei einem Fall wie ihrem war das in Zens Augen nicht unwahrscheinlich.
Die Anekdote mit dem Punkten ließ ihn wiederrum innerlich Schmunzeln, wobei er nach außen hin gänzlich seine ärztliche Miene wahrte und nicht weiter darauf einging. Wer war der denn, auf das Flirten einer Patientin einzugehen?
Sein kleiner aber feiner egozentrischer Wutausbruch, der einmal kurz seine außerberufliche Persönlichkeit widerspiegelte, brachte sie sehr zum Lachen. Wenn er mal humorvoll war, dann kam es selbstverständlich immer gut an. Er sah ihr dabei zu wie sie sich nach dem Lachen die Hand vor den Mund hielt und ihn munter ansah, woraufhin er einmal blinzelte, sich dann aber wieder seinen Papieren widmete.
Das war einfach Zenvas manchmal unerklärliche Art. Sein Lächeln hatte stets einen hohen Preis und ihn aus seiner Komfortzone herauszuholen - und somit aus dem stetigen Gebrauch der Fachsprache sowie einem stetig gleichbleibenden Gesichtsausdruck - war eine hohe Kunst. Touko hatte das bereits einmal geschafft und das zweite Lächeln sollte bei ihrem Abschied in Kürze folgen, doch das hieß noch lange nicht, dass eine Begegnung gleich einen ganzen Menschen veränderte. Der Engel war immer noch er und allem voran ein Engel, somit war es für ihn schon eine Errungenschaft, die menschlichen Emotionen an anderen so gut ablesen zu können. Er selbst war einfach zu gut darin, seine Fassade zu wahren.
Als er sich aus der Hocke erhob tat seine neugewonnene Patientin es ihm gleich und nahm ihm die Aufgabe ab, sie daran zu erinnern sich vorne an der Rezeption einen ersten Untersuchungstermin geben zu lassen. Er hatte Recht mit der Annahme gehabt, dass auch ihr aufgefallen war wie das volle Wartezimmer den Arzt unter leichten Zeitdruck gesetzt hatte. Ihr trockener Humor erreichte ihn im Gegenzug allerdings nicht. Für den Moment schien er in Gedanken zu weit weg zu sein, wo genau ließ sich an seiner Miene nicht erkennen.
Als sie sich jedoch verabschiedete kehrte die Klarheit wieder zurück in seine sonderfarbigen Augen und das zweite Lächeln des Tages legte sich auf sein Gesicht, dass ihm selbst sagte er habe einen Lauf.
"Feierabend werde ich wohl bei dem heutigen Kundenansturm so früh nicht haben, aber danke sehr. Machen Sie's gut, Miss Murasame." Dann räumte er Zettel, Papier und Stethoskop zusammen und sah der Herzkranken noch kurz hinterher, als diese lächelnd den Raum verließ.
Er stellte seinen Besucherstuhl wieder an Ort und Stelle zurück, ging um seinen Schreibtisch herum und legte die Notizen dort erst einmal ab. Dann setzte er sich in seinen Stuhl, zog eine der unteren Schreibtischschubladen heraus und griff nach einer neuen Patientenakte, die noch gänzlich weiß war. Dann machte er sich mit gut eingeübten, präzisen Handgriffen daran, eine Akte für Touko Murasame anzulegen, in die er die Notizen für's erste hineinlegte. Nach Sprechstundenschluss würde er diese in ein ordentliches Krankheitsbild umwandeln, nun warteten aber noch Kunden auf ihn.
Er erhob sich, strich seinen weißen Kittel und den Kragen zurecht und öffnete nicht zum letzten Mal an diesem geschäftigen Tag die Tür zu seinem Büro. "Der nächste, bitte."


Zwei Tage später | Zenvas Wohnung | 07:30 Uhr Morgens

Alles saß genau dort wo es sitzen sollte, er funkelte sich selbst im Spiegel regelrecht an. Er fuhr sich einmal durch die Haare und setzte einen frech-koketten Blick auf, dann nickte er sein Outfit ab und griff nach seiner Tasche, die neben seinem Bett stand.
Es wartete ein arbeitsreicher Tag auf ihn, wobei es vergleichsweise zu seinen anderen Arbeitstagen entspannter zugehen würde. Gestern war ebenso einer der gelasseneren Sorte gewesen, da hatte ein anderer Arzt zur selben Zeit im Hauptsprechzimmer Dienst gehabt und nur besonders schwere Fälle waren dem Engel zugeteilt worden. Heute würde es ähnlich verlaufen, es würden wenn alles gut lief nur Patienten mit Termin zu ihm kommen.
Er trat aus der Wohnungstür und zog sein Handy aus der Hosentasche, während er zeitgleich die Tür schloss und das Treppenhaus leichtfüßig hinunterlief. Sein Terminkalender war zwar nicht sehr leer, aber überschaubar. Die erste Patientin heute war... Touko Murasame.
Der Weg zur Praxis gestaltete sich entspannt und sobald er das Krankenhausgebäude betrat wurde er auch schon von allen Seiten freudig und respektvoll begrüßt. Überall gingen Hände hoch, Helfer und andere Ärzte klopften ihm im Vorbeigehen anerkennend auf die Schulter und die ein oder andere Krankenschwester oder Ärztin lief ganz zufällig in seinen Weg, stets mit einer passenden Ausrede noch ein kurzes Gespräch mit ihm zu Erhaschen, bevor seine Arbeit losging und der pinkhaarige Herzenmagnet wieder für so lange Zeit hinter seiner Bürotür verschwand.
Dort angekommen ließ er seine Tasche neben sich auf den Tisch sinken und machte es sich für die nächste halbe Stunde in seinem Stuhl bequem, um alles vorzubereiten, da in einer halben Stunde die ersten Behandlungen losgehen würden.
Die Zeit verflog und schon klopfte es an der Tür. Zenva klappte gerade die neu angelegte Akte für Touko auf die er inzwischen weitesgehend fertiggestellt hatte, als er dies hörte und den Kopf hob. "Herein", sagte er und blätterte in seinen Unterlagen.
Die Akte über die Herzinsuffizient-Kranke war vergleichsweise noch recht leer, wenn man aber bedachte, dass sie bis zum heutigen Tag auch noch keinen richtigen Termin bei ihm gehabt hatte war sie doch ansehnlich. Alles was ihm bereits beim ersten Eindruck aufgefallen war sowie die Eigenheiten ihres vorgestrigen Anfalls war hier notiert.


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