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 Die Hauptstraße

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Kuraiko Momono

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Beruf : Mädchen für Alles

BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Sa 16 Jan 2016 - 15:56

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Das er sie tatsächlich als Dämonin betitelte war sehr ammüsant. Sie kicherte. Nicht einmal ansatzweise konnte sie diesen Wesen das Wasser reichen, sie konnte sich nur einige Zeit ein Bruchteil ihrer Kräfte rauben, da ihre Famlie eine langen Ahnenreihe an Demonenwächtern aufweist und sich das dämonische Blut mit den Jahrzehnten untergemischt hatte, selten gab es jemanden wie sie, nur alle 100 Jahre war ein Kind der Momono in der Lage einen Pakt zuschließen und bekamm im Gegenzug für Lebensenergie die Kräfte des Demons mit dem man sozusagen einen Vertrag schloss. Ab diesem Zeitpunkt vermischte sich das Blut und wirklich menschlich war sie auch nicht mehr. Den Demon, mit dem sie diesen Vertrag abschloss ist dem Mädchen bis jetzt unbekannt, jedoch ist sie auf der Suche. Zurück zu dem nun flügellosen Engel vor ihr. Lelouch Nakamura also, ein schön klingender Name. Kuraiko erinnerte sich wage daran das er eine Frage gestellt hatte zu dem von ihr gewählten Ort. Vielleicht sollte sie darauf antworten, auf diese und die anderen Fragen, jedoch könnte sie auch einfach verschwinden oder ihn umbringen, es würde bestimmt ein sehr interessanter Kampf sein. Sofort bei dem Gedanken an Tod, Gewalt, begann ihr Blut in den Adern zu pochen, es reizte die Schwarzhaarige wirklich sehr. Nein, es war nicht der richtige Zeitpunkt um in einer neuen Stadt fußzufassen. ,,Zu deiner ersten Frage. Ich habe dich nur mitgeschliffen damit du nicht noch mehr Schaden anrichtest, Engelchen.", zischte sie abwertend. Seine Einstellung schlecht verbergend stand ein fast schon frecher Junge vor ihr. Hach, was würde sie darum geben ihn einbisschen leiden zusehen. Die böse Seite in ihr begann allmälich überhand zunehmen. Die Gedanken aus den Kopf schüttelnd hob die Gestaltwandlerin ihre Schwertlanze gen Himmel, ein Wirbel aus Wind formte sich um ihr, verbarg ihr Antlitz und brachte die menschliche Kuraiko zum vorschein. In ihrer Schuluniform angelehnter Kleidung. ,,Ich bin-", mehr brachte sie nicht heraus, ihr blieb die Luft weg. Mist, es hatte viel zuviel Energie gekostet dieser schwachsinnige Zischenfall. Das Mädchen krallte in die Rüschen vor ihrer Brust und ging etwas in die Knie. Furchtbar, sie machte sich damit völlig lächerlich vor einem total selbstverliebten Typen und noch schlimmer, sie gab ihm damit auch noch recht das sie Hilfe brauchte. Selbst nach Luft ringend fixierten die violetten Augen Lelouch weiterhin misstrauisch und kühl. 
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Lelouch Nakamura

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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Sa 16 Jan 2016 - 23:16

Der schwarzhaarige, hochgewachsene Engel schaute auf das Mädchen herab als es begann sich in einem prachtvollem, vom Winde umringenden, Moment zu verwandeln. Es wirkte schon traumhaft, das war sicher, denn dieses gesamte drum herum machte es deutlich, dass diese Welt nicht mehr die war, in welche er einst hinein geboren war. Und das vorallem nicht nur er oder seine Eltern, irgendwelche abnormalen Kreaturen waren. Es gab auch andere. Dabei entsinnte er sich an die Dame Linnet und den Chefarzt des Krankenhauses Zenva. An Linnet denkend, legte er seinen Blick leicht schräg, hinunterschauend auf die Straße. Aberviele Menschen waren zu sehen, darunter bestimmt auch der ein oder andere Paranormale. Er sollte wohl demnächst mal nach ihr schauen und sich erkundigen wie es ihr wohl geht. Schließlich sind schon einige Tage seit dem Vorfall vergangen und irgendwie, so sagte ihm der Funke seiner Menschlichkeit, gehörte es sich nach jemanden zu sehen, den man gerettet hat. Oder zumindestens wird das in Filmen und Serien immer wieder angesprochen. Allerdings, so war es auch typisch für diese Situationen so, dass wenn jene besagte Person dort ankommt und sich erkundigen will, meist noch ein Mitbringsel hat - in vielen solcher Fälle einen Blumenstrauß, war die Person schon nicht mehr im Krankenhaus. Er zuckte abwertend mit den Schultern. Wenn er sie noch einmal treffen sollte, so würde sich bestimmt eine Möglichkeit ergeben etwas mehr über den Unfall heraus zu finden. Schließlich tappte auch Lelouch noch im Dunkeln ohne jegliche Anhaltspunkte. Vielleicht, sollte man den Ort des Verbrechens noch einmal besuchen. Doch bezweifelt Lelouch, dass der Besitzer irgendwelche Spuren hinterlassen hat die auf einen Konflikt deuten. Aber vielleicht auch nicht.
Zurück im Geschehen schaute er wieder zu dem Mädchen. Keine Ahnung was sie sich dabei dachte ihn Engelchen zu nennen, aber es kümmerte ihn auch nicht besonders. So zuckte er nur mit den Schultern und sah plötzlich nur noch ein kleines zierliches Mädchen vor seinen Augen. Erstaunlich, sie kann beliebig ihre Form wechseln. Aber soweit er wusste, wie Dämonen sich verhalten, stehen sie einem Engel gegenüber, würde bereits dieser Gedankengang nicht mehr möglich sein. Schließlich waren Dämonen doch nichts weiteres als unzivilisierte Kreaturen der Hölle. Mist, er nannte Vater, ein dummes Tier. Wenn er das nur hören würde, das Gespräch als auch der Tag würden nicht besonders gut enden. Aber bekanntlich gab es ja immer wieder Ausnahmen die diese bestätigten. Ein leichtes Seufzen entlungerte sich und bereitwillig sich schon umzudrehen, das Mädchen um sich selbst kümmernd auf dem Dach lassend, fiel diese leicht in die Knie. Er schloss kurz die Augen. Nicht fassend, dass er es gleich wieder tun würde ärgerte er sich darüber, dass seine Mutter eine solche heilige war. Ach, Mutter. Musstest du mir unbedingt zum Ausgleich, Vaters Kräfte, auch deine geben. Sie waren mehr als praktisch und schenkten ihm auch weitaus viele Möglichkeiten, aber dieser Drang stets sich für andere einzusetzen wieder sprach gänzlich seinem Charakter. Zu mindestens in vielen Dingen. Sofort machte er einen Satz nach vorne, lies seine linke Hand aus dem Hoodie fahren und fing das Mädchen auf, noch bevor sie unmächtig werden konnte. Es schien also, dass sie kein reiner Dämon zu sein scheint. Schließlich würde dieser nicht nach einer einzelnen Metamorphose sofort seine Kraft verlieren, zumindestens den Grundbehalt des Körpers. Sie schien in seinen Arm gefallen zu sein. Auch er ging mit seinem linken Knie auf den Boden, das andere ließ er gewinkelt als Stütze nach vorn. Sein Kopf etwas höher als der des Mädchens nach vorne gerichtet, beobachtete wie die Sonne allmählich ihren Gang hinter den Horizont antrat. Wunderschön, dachte er sich und senkte seinen Kopf etwas. "Spar dir deine Kraft.", sprach er beherzt, beinahe schon sorgend. Und so sehr es schon ehrlich meinte, so größer könnte er sich nun übergeben. Es war schon eine gewaltige Last, zur Hälfte noch eine gute Seite in sich zu tragen. Vielleicht ändert sich seine Ansichtsweise in einer Art, allerdings ließ er nicht viel darauf hoffen.
Er hielt das Mädchen leicht an der Seite. Sie fühlte sich wirklich sehr zart an, weich und so warm. Ganz im Gegensatz zu Lelouch, denn in diesem Punkt war er sich sicher, dass er eine ziemlich kalte Aura verbreitete. Doch dies war nur eine Plage. Ungewollt richtete sich sein Finger etwas nach oben, dabei schien er irgendetwas berührt zu haben. Es fühlte sich an wie ein elastisches Band, aber irgendwie stärker. Hm, was es nur sein könnte, fragte er sich und ließ dann doch ab. "Wer auch immer du bist, spar dir das bis ich dich auf den Boden gebracht habe.", sagte er und griff unter ihre Knie, den Rücken am anderen Arm stützend. Sie schien nicht besonders schwer gewesen zu sein, aber komfort war anders. Er ging mit ihr auf den Rand des Daches zu, von der Straße abgewandt. Langsam materialisierten sich seine Flügel wie auch ein kleiner Teil seiner Rüstung. An seinem Gesicht entfernte sich etwas von seiner Haut und man sah nur eine kleine schwarz schimmernde Flamme, welche sofort wieder von einer, sich neu materialisierenden Haut, überdenkt wurde. Die Flügel waren bereits und Lelouch stieß sich, im Arm die Frau haltend, vom Dach ab und flog etwas die Straße hinunter.
An einer etwas ruhigeren Stelle, landete er und legte sie auf eine nahe Bank ab wo sich gleich daneben ein Getränkeautomat befand. Lelouch welcher hinüber ging, lies die Flügel sich auflösen. Dieses Mal allerdings tropfte etwas Blut hinunter, jedoch bemerkte er es nicht. Aus seiner Tasche kramte er einige Cent und kam nach kurzer Zeit mit zwei Getränken wieder. Eines davon reichte er ihr. "Hier, trink etwas.", sagte er mit einer diesesmal für ihn typischere Stimme.



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Kuraiko Momono

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Beruf : Mädchen für Alles

BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   So 17 Jan 2016 - 21:35

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Furchtbar, einfach nur furchtbar die Scharm das er ihr nun wirklich half. Sie bekam langsam wieder besser Luft, doch selbst in diesem anfälligen Zustand ließ sie den Engel nicht aus den Augen. Er war seltsam, als würde er zwei Gesichter haben. Trotzalledem fühlte sich das Mädchen fast schon sicher in seinen Armen, sie wusste er würde es nicht ausnutzen. In der Luft genoss sie das Gefühl kurz zu schweben, ganz ohne selbst Kraft dafür zu verbrauchen. Die Zeite schreitete unaufhörlich voran, die Sonne sank Stück für Stück immer tiefer und färbte sich immer orangener. Lelouch brachte sie an einen etwas ruhigeren Ort und setzte sie auf eine Bank ab. Zwar noch etwas schwankend richtete sich die Schwarzhaarige auf, die Hände auf den eng aneinander gedrückten Knien zusammen gefalten starrte sie auf den Boden. Das Gesicht verborgen unter dem seidigen Haar ihres Ponys. Am liebsten würde sie einfach verschwinden, doch würde sie niemals lang genug stehen, geschweige denn laufen können. Alles zitterte. Soviel Energie hatte sie lange nicht mehr verbraucht. Bis jetzt konnten die meisten Aufträge so erledigt werden. Auch in der menschlichen Gestalt war sie leiser, flinker und sehr präzise im Angriff, jedoch blieb nur ein Versuch als Mensch, was als Demon meist sowieso reichte. Was solle sie jetzt tun? Sie wusste noch nicht einmal wohin mit sich und befand sich auch noch in einem jämmerlichen Zustand. Ihr Ruf war runiniert bevor er wirklich in dieser Stadt entstand. Kuraiko seuftzte leicht, da erklang erneut seine Stimme. Diesmal bestimmender und kühler als zuvor. Sie sah zu ihm hoch, musterte kurz die Flasche in seiner Hand, die er ihr reichte und schaute zurück in sein Gesicht. Da entdeckte sie einen kleinen Blutfleck an dem grauen Stoff, über der Schulter. Ohne es wirklich zu merken erhob sie sich, flink und nicht mehr wankend. Sie stand dicht vor ihm, die Hand mit dem Wasser für sie berührte ihre Hüfte, als sie sich auf die Zehenspitzen stellte und über seine Schulter strich. ,,Du bist verletzt?!", hauchte sie, ungewöhnlich sanft. Blitzschnell zuckte die Gestaltwandlerin zurück, ging auf Abstand, schnappte sich bei der Drehung durch der sie ihm den Rücken zuwand die Flasche und trank einen Schluck. Warum war sie eigentlich besorgt? Es konnte ihr doch egal sein. Sie war ihm schließlich doch nichts schuldig, oder? Zaghaft blinzelte sie hinter sich zu ihm. Dieser Tag konnte eigentlich nur noch schlimmer werden. Er wirkte nicht mitgenommen, vielleicht war er ja an einem Ast hängen geblieben oder einem Nagel. Auch wenn auf dem Weg bis hierher keiner zusehen war. ,,Glaub jetzt bloß nicht das ich dir was schuldig bin!", zischte sie wieder sehr abwertend, dabei wollte sie das eigentlich nicht sagen. Ihr lag eher die Frage auf der Zunge wieso er blutete. Vielleicht musste er auch einen Tribut zahlen für seine Kraft. Möglich, aber wohl eher großer Zufall wenn das zu treffen würde. Das Mädchen senkte nachdenklich den Blick, dabei das Wasser in den Händen fixierend. ,,Mein Name ist übrigens Kuraiko Momono.", sprach sie grade so hörbar. Nun wand sie sich ihm doch wieder zu, sah in seine kühlen Augen und wirkte fast etwas besorgt. 
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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   So 17 Jan 2016 - 23:18

Der schwarzhaarige Engel war im Grunde schon zufrieden mit sich gewesen. Denn der Blick seiner Mutter oder gar der Blick des Herrn war nicht weit. Daran müsse er immer denken, wenn er beschließt etwas aus dem eigenen Antrieb heraus zu machen. Und schon hier, an dieser kleinen unbedeutenden Bank mit dem Mädchen, welches wohl auch ohne seine Hilfe, dieses kleine Missgeschick gemeistert hätte, fragte er sich, wieso? War es seine Absicht oder drängte ihn das Blut seiner Mutter und das seines Vaters ihn dazu. Allerdings musste er diesen Fall aus einem anderen Licht betrachten und so ging er kurz in sich.
Zur einen Hand hielt er die Liebe und die darin verborgende Kraft seiner Mutter in der Hand. Auf der anderen jedoch den Kampfesmut und Selbstsicherheit seines Vaters. Beide waren von Grund auf her als Feinde geschmiedet worden, doch wieso schafften sie es diesen Bann, diesen ewigen Kreislauf der Vernichtung zu beenden und sich ihre Gefühle zu zeigen. Ein Dämon und eine Engel. Was wenn dies alles nicht vorherbestimmt ist, sondern in der Natur des jeweils anderen liegt, die andere Partie zu ersuchen um somit etwas neues zu schaffen. Eine dritte Rasse neben den Engel und den Dämonen. Doch gab es schon die Menschen als dritte Herrenrasse. Und was war nun Lelouch? Er schaute stur auf die Bank auf, welcher das Mädchen saß und merkte doch nicht als diese sich erhob und ganz nahe dem hochgewachsenen Mann stand. Unbewusst berührte seine Hand die Hüfte des Mädchens und es strömte über ihn hinein. Diese verborgene doch so unbedeutende Kraft welche seine Mutter besaß war im Grunde keine. Es war mehr die Erkenntnis, dass Gefühle etwas komplett normales sind und sie in jedem Wesen dieser Welt existieren. So mit auch in ihm. Also, gab es einen Grund wieso er lebte. Wieso und weshalb er fühlte und so handelte, es alles hatte einen Grund der im Nichts verloren ging. Es gab keine Spur, keine Schlussfolgerung die er nun ziehen konnte. Schach Matt, vom Leben.
"Ich..", murmelte er als das Mädchen sich wieder entfernt hatte. In Erinnerung hallte nur die Frage, ob er verletzt sei. Immer wieder, diese Bersorgnis. Sie machte ihn auf eine Art fertig und zur anderen erwärmte ihn diese. Doch die grobe Art wie sie wieder mit ihm sprach belustigte ihn. Er fasste sich und setzte sich folgend auf die Bank. Einen langen Zug seines Atems stieß er suefzend hinaus und deutete mit seiner linken Hand, in seiner rechten hielt er das Wasser, auf die Bank. "Bitte setz dich, du musst erschöpft sein.", meinte er und behielt einen klaren, doch innerlich leeren Blick welcher auf den Boden traf. Der Blutfleck auf seiner Schulter, nun, er könnte nur von einem erdenklichen Grund stammen und diesen wusste er nur zu gut. Denn würde er eine Uhr bei sich tragen, welche die restliche Lebensdauer zeigen würde, so würde ihm die Hälfte bleiben. "Es freut mich dich kennenzulernen.", sprach er in einem sanften, jedoch kühlen Ton. Kuraiko, ein wirklich schöner Name. Selten. Dennoch hatte es einen wunderbaren Klang wenn man ihn aussprach. "Wenn du es wissen möchtest, und davon gehe ich aus, dann erzähle ich es dir.", sagte er und hob seinen Blick. Den Kopf drehte er zur Sonne beobachtend wie sie langsam immer dunkler wurde und hinter den, bereits durch den Schatten, schwarzgetränken Häusern verschwand.



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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Mo 18 Jan 2016 - 22:07

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Sie musterte den leer vor sich hinstarrenden Jungen. Mit seiner schlanken Gestalt, den dunklen ins Gesicht hängenen Strähnen und dem kühlen Ausdruck. Er wirkte einsam, als könne er das selbe fühle wie sie es tat. Kuraiko strich sich mit der linken Hand die Haare hinters Ohr und setzte sich wie verlangt neben ihn, dabei hielt sie verlegen die Wasserflasche in den verschränkten Armen. Ja sie war erschöpft, der ganze Tag war erschöpfend. Die Ankunft am Bahnhof, das Gewicht ihrer Tasche mit dem gesamten Hab und Gut, der lange Weg zum misslungenen Treffen, der unnötige Kraftaufwand, er. Die Schwarzhaarige blinzelte zu ihm hinüber als seine Stimme erneut erklang. Ganz genau, er war an alle dem schuld. Seine gute Seite, die die ihn dazu brachte einem Mädchen das anscheinend in Not war zu helfen. Und nun saß sie hier, neben ihm auf einer Bank die Sonne langsam verschwindend, immer noch nicht wissend was morgen sein wird. Lelouch sprach weder abwertend noch mit einem sanften Gefühl, sein Tonfall war genauso nichts sagend wie sein Blick. Sie wollte es wissen, ja irgendwie war sie seltsamerweise neugierig auf seine Geschichte. ,,Ja, ich möchte es wissen." ,antwortete die Gestaltwandlerin fast im Klang ihre Neugier verratend. Es passierte selten das sie sich für andere interessierte, aber schuld daran war die gewohnte Einsamkeit, die in der Vergangenheit ein stetiger Begleiter war. Es gab nur eine Bezugsperson, diejenige die ihr so wohl das Kämpfen als auch das Kochen beibrachte. Sie hatte keinen Namen, denn Kuraiko sprach als Kind nicht. Erst sehr spät begann sie Wörter zu benutzen, meist waren es Namen von Pflanzen, Kanji oder Waffen. Die Schrift stellte kein Problem dar. An die vergangenen Zeiten denkend kam sie wieder auf ihn, denn vielleicht hatte er ja auch einen Pakt mit einem Dämon. In all der Zeit traf das Mädchen nie auf einen gleichgesinnten, also wäre es ein gewaltiger Zufall. Unmöglich, dachte sie sich. Trotzdem musste seine Geschichte spannend sein, er wirkte als leben zwei Persönlichkeiten in ihm.


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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Mo 18 Jan 2016 - 23:27

Eine unabschätzbare Zeit schienen beide Leben nun auf dieser, so einsamen und doch erfühlten, Bank zu sitzen und sich im Inneren knapp um einige Punkte zu gleichen. Es lag eine gewisse Stille in der Stadt, beruhigend würde man sagen können. Jedoch beruhte sich der junge Engel nicht auf dieser Stille und hob seinen Blick. Langsam erfüllten die Lichter die Straßen in ein sanftes gelb, orangenes Licht und die Temperatur senkte sich. So früh gingen die Lampen doch noch nie an, dachte er sich. Schließlich war es erst gegen 17.30 Uhr, muss wohl eine Notbeleuchtung sein oder so ähnlich. Die noch so zuvor kalt wirkenden Lippen, sie spitzen sich an der rechten Seite des Mundes, an den Mundwinkeln, und drückten ein erfreutes und beruhigendes Lächeln aus. Die Sorge der Menschen sie war herrlich mit anzusehen. Zum einen aus der Lage eines Dämons heraus und aus der anderen der eines Engels. Man müsse sich doch vorstellen können, wie leicht Menschen dazu geschaffen sind sich maniupluieren zu lassen ohne auch nur einen kleinen erdenklichen Grund. Doch, im Gegensatz zu den Engel und den Dämonen der zwei anderen Welten, so waren diese weit aus eigenständiger als die Engel, mit welchen er Bekannschfat gemacht hatte. Diese Monotonen waren einfach nur ein Verlust der Persönlichkeit. Und selbst wenn Engel nur astralische Wesen sind, so verfügt ein jeder von ihnen die Fähigkeit eine Hülle anzunehmen und sie mit einer Art zu füllen. Selbst wenn man es nur leugnet. So sind dies doch die Eigenschaften die einen jeden so individuell machen, oder nicht? Also, wozu wurde ich erschaffen, Gott? Diese Frage verfolgte den jungen Mischling bereits seit dem Tag an welchem seine Eltern es beschlossen hatten, ihm, ihrem Sohn zu sagen, dass er weder ein Mensch, ein Engel noch ein Dämon ist. Also, was ist nun Lelouch, nein Vymurael das Wesen aus zwei Welten eigentlich?
Entrissen aus seinen Gedanken als Kuraiko sich gewilligt fühlte mehr über ihn in Erfahrung zu bringen, so erstaunte es ihn doch nur ein wenig. Es schlussfolgerte sich schnell, vorallem nach dem sie den Blutfleck bemerkt hatte, welcher weder bei dem Zwischenfall noch im Flug vorhanden war. Grundlegend, würde auch jemand wie Lelouch dieses Interesse zeigen wollen. Er drehte den Deckel der Wasserflasche auf und nahm diesen in die linke Hand. Das kühle Wasser ist eine herbe erleichterung in diesen doch erstaunlich trockenen Tagen. Und bei diesem Bluttribut doch noch eine weit bessere Heilungsmöglichkeit als irgendwelche Pillen, welche er zuhause im Schrank zu liegen hat. Dabei fiel dem schwarzhaarigen ein, er müsse noch im Krankenhaus vorbeischauen, eventuell einen Termin machen, um einigen Symptomen zu entkommen. Oder einfach auch nur abzulenken um wie ein normaler Junge zu leben. Das Wasser entzog sich seinem Mund und fand einen Platz auf der Bank. Zugedreht legte er diese hin, zwsichen zwei Balken. "Verstehe.", begann er mit einer ernst gemeinten und kühlen Stimme. "Wie du richtig erkannt hast, so bin ich ein Engel. Selbst wenn mir deine Definition davon nicht besonders gefiel, diese Verniedlichung. Jedoch kann ich darüber hinweg sehen, denn auch wenn es mir nicht gefällt, so lässt es sich nicht vermeiden.", sprach er, während sich zum Ende hin unter seinen hervorfallenden Haaren ein konstantes Lächeln ausbreitete. "Wie dem auch sei, bin ich kein im Licht geschmiedeter Engel, der nach Gott seiner Pfeife läuft, wie diese anderen.", seine Stimme fiel rapide auf eine abwertende, schon beinahe hasserfüllt. Kurz fuhr er mit seiner Hand durch die Haare und richtete sie kurz, so dass sie nicht direkt vor seinem Augen waren. "Ich bin das Ergebnis eines verzweifelten Rituales. Einer Transmutation, wenn du es so nennen möchtest.", gestikulierend schwang er seine rechte Hand in der Luft herum. "Lass es mich dir erklären." In seiner Hand fing an sich ein Schwert zu materialisieren. Dabei konnte man beobachten wie die Haut seiner linken Hand auflöste, so dass nur eine schwarz schillernde Astralhand überblieb. Diese war jedoch nicht förmlich und perfekt wie es die der anderen Engel waren, nein. Diese flakterte Wild auf und schlug teilweise solange sie nicht verdeckt war schwarze Funken und kleinere schwarze Flammen. Dabei tropfte einges Blut herunter, doch empfand Lelouch keinen Schmerz dabei. Sobald sich das Schwert materialisiert hat, so fuhr er fort in dem er in den Boden einen Kreis mit diversen Symbolen, Zeichen und Linien darin malte. "Dies, was du hier auf dem Boden siehst, ist ein sogenannter Transmutationskreis, welchen meine Eltern nutzten um mich zu erschaffen. Jedoch kann man nichts aus dem Nichts heraus erschaffen, man muss immer etwas als Wegzoll nutzen. Um ihren Traum, ein eigenes Kind zu bekommen - obwohl sie es nie hätten können, gaben meine Eltern ihre übermenschliche Gestalt samt ihren Kräften auf und ließen mich dadurch zur Welt kommen.", berichete er. "Meine Mutter war eine hohe Priesterin der Engel. Mein Vater hingegen ein General der Hölle des zweiten Ringes, ein Dämon.", fügte er noch hinzu. "Ich bin also im Endeffekt, wie würden es die Menschen nennen, ein Homunculus. Ein künstlicher Mensch. Jedoch entsandten mich meine Eltern zurück in den Himmel um dort einen Namen zubekommen. Mein richtiger Name ist Vymurael, das Wesen aus zwei Welten.", erklärte er mit einer sanften und beruhigenden Stimme. Das Schwert löste sich wieder auf und hinterlies einige Blutsspuren. "Jedoch merkte ich schnell, dass es in mir mehr gab als nur mich. Und so entstanden diese rechtschaffende Seite als auch jene die das Leben verabscheut und vielem dem Ende nachtrachtet. Diese sind durch das vermischte Blut entstanden, verstehst du. Ich bin im Grunde ein halber Engel als auch ein halber Dämon.", srpach er bedrückt. Es machte ihm schon zu schaffen, dass er sich nirgends integrieren kann ohne immer ausgehen zu müssen, das er weder das noch das andere sein kann. "Irgendwann brachte man mich zurück zur Welt der sterblichen in einem menschlichen Körper. Doch entfaltete ich besondere Kräfte. Zu einem die meiner Mutter. Ich zahle einen Tribut um meine Rüstung, Flügel als auch Waffen zu materialisieren, zu einem die meines Vaters, welche du bereits bemerkt hast. Doch ist nichts in dieser Welt zu schaffen ohne etwas dafür zu geben. Alles ist ein equivallenter Tausch, Kuraiko.", sagte er und faltete die Hände ineinander vor sich und stützte die Ellenbogen auf seinen Oberschenkeln. "Doch, was bist du, wenn kein Dämon?", wandte er eine Frage im Gegenzug für seine Geschichte an Kuraiko. "Doch, wenn du nicht kannst, so zwinge ich dir nichts auf.", versicherte ihr der junge Engel noch hinterher.



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Kuraiko Momono

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Beruf : Mädchen für Alles

BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Sa 23 Jan 2016 - 15:14

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Aufmerksam lauschte sie seinen Worten, hörte seiner Stimme in schwankenden Klang der Emotionen zu. Er schien auch eine schwere 'Kindheit', wenn man es so nennen konnte, hinter sich zu haben. Genauso wie sie wirkte er einsam. Kurz musste das Mädchen Luft holen als sich seine Hand in eine Art flammendes Schwert verformte. Es sah so schmerzvoll aus, das Kuraiko diesen spüren konnte. Die zurück bleibenden Blutstropfen im Staub anstarrend trank sie einen großen Schluck Wasser und stellte sie fast leere Flasche neben sich. Kein Engel, kein Demön, ein Wesen dazwischen. Man könnte auch sie so beschreiben, jedoch kam himmlisches Blut bei ihr nicht einmal im Ansatz vor. Er war alser eher ein Teil der 'guten' Seite. Das schwarze Haar sacht über die Schultern streichend, zwirbelte sie eine Strähne immer wieder um den Zeigefinger, als er nun die Gegenfrage stellte was sie sei. Sacht seuftzend sah sie in den immer dunkler werdenden Himmel, an dem einzelne flauschige Wolken entlang zogen. ,,Ich bin als normaler Mensch geboren, in eine Familie hinein, die seit Generationen Wächter von Tempeln vieler Demonen sind.", sprach sie mit schwerer Stimme. ,,Manchmal, alle 100 Jahre, wird ein Kind geboren das zu mehr im stande ist. Es ist auserwählt von der Hölle und schließt bei seiner Geburt einen Pakt mit seinem Demon, der der es erwählt hat ein Teil seiner Selbst zu werden und einige Kräfte weitergibt. Man hat keine Wahl, dass Blut vermischt sich. Man bleibt Mensch, ist nur in der Lage die Form eines Halbdemons anzunehmen, seine Kräfte zu benutzen und dafür ist man in der demonischen Form schmerzfrei, kraftvoll, aber es verlangt dem menschlichen Ich all seine Stärke ab." ,erzählte sie ruhig, mit Nachdenklichkeit im Blick. Ein sachte kühler Wind, der den Abend mit sich trug, schmiegte sich um die Zwei. Kuraiko überkam eine leichte Gänsehaut und sie zitterte. Die Arme fröstelnd zusammen gezogen sagte sie zart lächelnd: ,,All die Stärke die ich besitze in meiner Demonenform, verwandelt sich als Mensch in Schwäche und Schmerz. Ich könnte ewig leben, wenn ich den Qualen standhalte oder mich nie mehr verwandeln würde."  Auf die Ewigkeit konnte sie aber gut verzichten. Was war die Ewigkeit schon, wenn man in der Einsamkeit dahin schwamm? Sie war grausam und eiskalt. Niemanden bringt ein ewiges Leben in Einsamkeit etwas, man kann es nicht einmal wirklich als Leben bezeichnen. Niemals würde sie so ein Leben ewig ertragen können. Oft kam der Gedanke an Selbstmord, jedoch hinderte sie jedes Mal der Demon des Paktes daran. Er scheint über ihr zu schweben wie eine finstere Regenwolke, ständig darüber wachend das seine Kräfte ja nicht für etwas was ihm misfiehl benutzt wurden. Aus diesem Grund wurde Kuraiko Teil der Untergrundwelt, der illegalen Machenschaften. Alles in ihr war von Grund auf gut, auch in ihr kämpften also zwei Seiten gegeneinander.


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Linnet

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Spieler : Lin

BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   So 24 Jan 2016 - 21:26

cf: Krankenhaus - die Patientenzimmer

Tag: Freitag der 19. April
Uhrzeit: ca. 15 Uhr
Wetter: Bedeckt, es sieht nach Regen aus
Ort: Ramschladen an der Hauptstraße

Ich verließ das Krankenhaus ungefähr eine Woche nachdem ich dort angekommen war. Ich glaube nicht, dass ich jemals so lange in einem Bett gelegen habe.
Fest umklammern meine Hände das Kruzifix in meiner Hosentasche, als ich die Hauptstraße in Richtung Moon Academy hinunterlief. Es war der Gegenstand, der mich schützte. Der, dem ich mein Leben verdankte! Der Grund weshalb ich mich überhaupt auf die Straße traute. Denn wie ich wusste, würden Asher auch keine Menschenmassen davon abhalten mich anzugreifen. Er würde sie einfach ebenfalls alle der Reihe nach abschlachten. Also wäre dies auch keine Option für mich. Eher würde ich allein irgendwo herum laufen, damit eben nicht noch jemand zu seinem Opfer wurde.
Meine Füße trugen mich immer weiter in Richtung Schule. Da fielen mir meine Einkäufe von jenem Tag ein. Ich hatte sie in dem Ramschladen fallen gelassen. Sie lagen nach dem Kampf immer noch hinter der Theke!
Ob die Verkäuferin den Laden seither wieder betreten hatte? Wenn ja könnte es ja sein, dass sie sie irgendwo verstaut hatte und darauf wartete, dass ich sie abholte! Oder sie lagen immer noch hinter der Theke... Im schlimmsten Fall hatte die alte Dame sie weg geworfen, dann würde ich wohl erneut einkaufen gehen müssen... Aber ich konnte ja mal nachschauen!
Als sich das Schaufenster in mein Blickfeld schob erkannte ich ziemlich schnell, dass sie den Betrieb wohl wieder aufgenommen haben musste. Licht beleuchtete die weiter hinten gelegenen Regale und das Schild an der Tür zeigte 'OPEN' an. Je näher ich jedoch dem Eingang kam, desto schwerer wurden meine Schritte. Meine Atmung kam ins stocken, als ich die Klinke in die Hand nahm. Einen kurzen Moment zögerte ich. Sollte ich wirklich? Wäre es nicht besser einfach weiter zu gehen und die Sachen zu vergessen?
Nein! Es war einfacher, jedoch keinesfalls besser! Ich musste mich dem stellen, ich durfte mich keinesfalls einschließen und mein Leben von Angst bestimmen lassen! Außerdem war Asher doch nicht mehr da! Ich scannte extra noch einmal meine Umgebung, bemerkte nur noch den Schalen Geruch unseres Kampfes... Kein Asher... kein Dämon. Nichts. Nur die alte Dame an der Theke und ein Mensch, der durch die Reihen der Regale ging und sich die Gegenstände darin ansah.
Ich atmete tief durch und trat ein. Auf meinem Weg zur Theke vermied ich es in die Gänge zu sehen, verdrängte die Hochkommenden Erinnerungen in die hintersten Winkel meines Gehirns.
"Guten Tag!", begrüßte ich die Dame freundlich. Sie sah mich einen moment reglos an, bevor ihre Augen immer größer und größer wurden. "Mein Kind! Ich dachte... du bist nicht... er hat nicht...?" Die Verwirrung war groß.
"Nein, hat er nicht", erwiderte ich vielleicht ein kleines Bisschen zu energisch. Ich wollte nicht, dass sie mich erinnerte. Hätte ich meine Kräfte in der Gewalt hätte ich es sie vermutlich vergessen lassen... sie sollte so etwas nicht sehen.... aber vermutlich würde ich sie nur Umbringen bei dem Versuch die Erinnerung zu löschen.
"Aber da war Blut...", versuchte sie immer noch es zu erklären.
"Nun, ich lebe noch!", ich konnte nicht verhindern, dass ich ein kleines bisschen gereizt klang. Die aufkommenden Bilder zu unterdrücken verlangte mir einiges von meiner ohnehin schon geringen Kraft ab. Immerhin schien sie so langsam zu verstehen, dass ich nicht darüber reden wollte und dafür war ich ihr sehr Dankbar. "Nun was kann ich für dich tun liebes?", fragte sie.
"Ich habe meine Einkäufe an dem Tag hier stehen gelassen, sie haben sie nicht zufällig noch?"
"Oh! Das waren deine! Ja, die habe ich nach hinten geräumt. Ein paar Tage wollte ich sie noch aufheben, habe mich schon gefragt wann der Besitzer kommt!" Mit diesen Worten verschwand sie in den hinteren Teil des Ladens, nur um kurz darauf vollgepackt mit meinen Einkäufen wieder aufzutauchen. "Vielen Dank!!", bedankte ich mich und kramte aus meinem Geldbeutel, den ich in einer der Tüten fand, einige Münzen heraus. "Das ist noch für die zerbrochene Schneekugel"
"Aber Kind, das wäre doch nicht nötig..."
"Doch! Das ist das mindeste, das ich tun kann.", entgegnete ich mit einem schiefen Lächeln, bevor ich meine Tüten vom Tresen nahm.


Linnet Silene

Linnet  ~  Jane  ~  Sirja  //  Beziehungen  ~  Geschichte

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Lelouch Nakamura

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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Mi 27 Jan 2016 - 17:45

Sein Blick hob sich und betrachtete die gegenüberliegende Straßenseite. Was es da zu sehen gab? Nun, ein ganzer Häuserblock zog sich dort entlang. Kleine Geschäfte, Cafés und diverse andere. Darüber schienen, wie so typisch für eine Innenstadt, Wohnungen zu sein. Dabei dachte er an seine eigene kleine Wohnung im Wohnviertel Cadysas. Sie war auch wie wohl die meisten klein Wohnungen, die sich ein durchschnittlicher Schüler leisten konnte. Aber das beste daraus zu machen stand für Lelouch an forderster Stelle. Soweit er sich noch erinnern konnte, so war diese Wohnung damals recht heruntergekommen und so musste er beschließen selbst Hand anzulegen. An diese Erinnerungen denkend entbreitete sich ein zages Lächeln auf dem Mund des Engels. Auch drehte er seinen Kopf zu Kuraiko, sie schien bedrückt. Sein Haupt senkte sich etwas, die Augen langsam schließend und ein amüsiertes Schnauben entsprang auch aus dem Halse des Jungen.
Er wusste ganz genau, dass dieses Mädchen bereits einen gewissen Einfluss auf ihn haben würde. Schlussfolgernd daraus, dass er sich normalerweise nicht besonders auffällig verhalten hätte würde es zu einem Streit kommen. Denn würde Lelouch damals als normaler Junge, ohne besondere Fähigkeiten agieren, hätte man ihn wohl krankenhausreif geschlagen. Nicht, dass er Sehnsucht nach diesem hatte, jedoch gab es dort noch etwas zu tun. Schließlich müsste er sich mal darum scheren, dass es der Dame Linnet wieder einigermaßen gut geht. Doch wieso er dort geholfen hat, wusste er nun auch nicht. Wieso auch immer, es spielten zwei Seiten in ihm Schach und die eine gewann mehr an Boden als die andere. Das ist sicherlich ein gutes Ohmen, doch wofür es steht, wer weiß.
Lelouch stand auf als er begriff was nun getan werden muss. Er zog sich seinen Hoodie aus und legte diesen behutsam um Kuraikos Schultern. "Das ist zwar nicht die beste Art sich zu wärmen. Allerdings sollte es wärmer sein.", meinte er mit einem freundlichen unterton in der Stimme. Sein Hemd welches er trug knöpfte er komplett zu und auch die Ärmel zog er runter. Anschließend schaute er die Straße hinunter. Die Sonne war beinahe hinter den Gebäuden der Stadt verschwunden und die ertsen Sterne waren zu sehen. Leicht schimmerten sie hervor und Lelouch lächelte. Zufrieden. Er hatte stets gedacht, dass er das einzige Wesen auf dieser Erde ist, die nicht weiß wohin sie hingehört. Doch dieses Mädchen, Kuraiko, sie war im Grunde das eine Gegenstück. Ein Mensch, dem seine Menschlichkeit genommen wurde. Wie schade. "Ich verstehe.", antwortete er noch auf die Erklärung Kuraikos und bot ihr die Hand. "Komm, ich bringe dich nach Hause.", sagte er mit einem freundlichen Lächeln.



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Kuraiko Momono

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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Do 28 Jan 2016 - 22:31

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Verwundert sah sie ihm nach, als er sich erhob, sich seine große Jacke auzog und diese sacht auf ihren Schultern zum liegen kam. Er hatte es bemerkt. Leicht verschwämt gen Boden blickend fingen ihre Wangen an zu glühen, sie wurde rot, dabei zog das Mädchen den Hoddie enger um sich. Wie peinlich das war. Schwäche zu zeigen gehörte sich nicht, Schwäche zuzulassen zeugte von Unprofessionalität. Furchtbar, denn all das machte es noch schlimmer. Da erklang seine Stimme, freundlich, fast warm und machte sie unglücklicherweise noch verlegener. ,,Danke.", hauchte Kuraiko vorsichtig. Eigentlich waren sie sich sehr ähnlich. Beide trugen den Kampf von Gut und Böse in sich, die Zwietracht zweier Mächte, eine Schlacht bei der nie einen langanhaltenden Sieg geben wird. Grausam, es war etwas grausames das ihnen angetan wurde. Ein Hauch der Einsamkeit die sie seit Geburt an umgab begann sich aufzulösen. 
Erneut lächelte Lelouch sie an, er wolle sie nach Hause bringen. Sehr nett, sehr höflich, gehört sich eben so, aber wo solle das sein? In dieser Stadt gab es keinen Ort den sie ihren nennen konnte. Nichts, absolut nichts. Es sollte ein kompletter Neubeginn werden, von Anfang an alles anders als zuvor, daher keine Wohnung, nur einen Namen, eine Stadt und der Auftrag. Leichtsinnig, sehr naiv zu glauben das es ganz ohne Vorbereitung ginge. Sie war jedoch einfach genau so. Ein Blatt das sich vom Wind tragen ließ, keine Pläne machte und einsam dahin schwebte. Was solle sie ihm sagen? Am liebsten würde sie grade die Hand von ihr schlagen, mit einem schnippichen ''Als ob'' ihm die Jacke über den Kopf werfend verschwinden. Sie konnte es nicht. Sie konnte es einfach nicht tun. Etwas hielt sie davon ab. Nachdenklich fuhr sich die Gestaltwandlerin durch das lange schwarze Haar. Den Kopf leicht schief legend blinzelte sie ihn an; ,,Ich habe keinen Ort an den ich gehen kann. Es ist der erste Tag in dieser Stadt."., sie sprach mit kühler, jedoch sanfter Stimme.


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Lelouch Nakamura

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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Do 28 Jan 2016 - 23:31

In dem einen Momnet als Kuraiko verlegen und zu gleich beschämt auf den Boden schaute realisierte Lelouch, in wie weit dies an die Grenzen ihres Egos zehrt. Noch hielt er stets die Hand hin als sie sich bedankte, in der Hoffnung sie würde ihre sture Seite von sich legen und einfach die Holfe annehmen. Nun auch fiel der Blick des jungen Engels auf seine eigene Hand. Sie war nicht sonderlich interessant und dennoch fragte er sich, was für eine Bedeutung diese Geste hat und in welchem Ausmaß sie schadet. Im Grunde gab es tausend verschiedene Theorien darüber, wie und warum man die helfende Hand bot, doch Lelouch, er sah es selbstverständlich an. Eine Geste die symbolisieren sollte, dass nicht nur das Blut aus zwei verschiedenen Existenzen ihm inne wohnt, sondern, dass sich daraus eine eigene Existenz gebildet hat, welche zu eigenem Denken fähig ist. Und dann fuhr es ihm durch den Kopf, wie ein Blitzschlag welcher in seinem ganzen Körper, ein schallendes Echo hinterlies.
Er befand sich urplötzlich in einem dunklen Raum. Verwirrt sah er sich um, niemand zu sehen als dann erst langsam, nähernde Schritte ertönten die von weiteren verfolgt wurden. Doch in dieser kontinuierlichen Dunkelheit erkannte Lelouch nichts. Und als dann seine Orientierung drohte sich nun auf ein gutes zu verabschieden, samt seinem Bewusstsein, so erstrahlte ein leichtes Licht. Ein recht großgewachsenes Wesen ohne Gesicht oder Bekleidung, es schimmerte einfach in einem grellen Licht. Doch wo war dieses andere Leben. Der Verfolger dieses einen Wesens? Lelouch drehte sich um erschreckte sich etwas. Hinter ihm war alles weiß gewesen und dort stand ein Wesen welches komplett schwarz war. Ähnlich, wie es Lelouch in seiner Astralgestalt ist. Zur Sicherheit, dass er doch in einem hellen Raum war drehte er sich zurück und doch war dort alles bis auf das Wesen schwarz. Was hatte dies zu bedeuten, wieso in diesem Moment. Denn bis jetzt, so hatte Lelouch nicht solche gedanklichen Aussetzer wie in diesem, vorallem nicht in einem solch verwirrenden Ausmaß. Allerdings begann jemand nach ihm zu rufen. Eine zarte, weibliche Stimme, sie rief ihn. Langsam und dann immer schneller. Es schien dringend und er befand sich wieder auf der Hauptstraße Cadysa's.
Lelouchs Blick wirkte sehr verängstigt und doch so kühl, unberechenbar wie er ihn schauspielerisch beherrscht. Sein Blick schien noch auf die Hand zu fallen und auf den Gefallen sie nach Hause zu geleiten schien sie bereits geantwortet zu haben. Er hatte es demnach also versäumt ihr zu zuhören. Wie unprofessionell. Leicht schüttelte er den Kopf, sich versuchend daran zu erinnern, was sie gesagt hatte. War sie eventuell die Stimme, welche er gehört hatte? Alles schien so wirr und zugleich doch so klar auf der Hand zu liegen. Was sagte sie nur? Zwar war Lelouch geistig abwesend, jedoch so war immer jemand in ihm der sich auf das Geschehen in der Welt konzentrierte. Leich grübelnd, fiel es ihm dann doch wieder ein. "Nein, so geht das nicht.", sagte er und ergriff ihre Hand. Sie fühlte sich unheimlich vertraut an, so warm und zärtlich, dass er schon beinahe die Furch bekam, sie zu zerdrücken. Er zog sie an sich heran und es fühlte sich unglaublich verunsichernd an. Wieso er so weit ging und sich so um eine andere Person zu kümmern schien, verstand er nicht. Wie er schon bemerkt hatte, so fing alles an der Stelle an, als er bemerkte, dass sie in Not war. Dieser Gerechtigkeitssinn, wiederlich in vielen Hinsichten. Auch wenn er nicht ohne weiteres sterben konnte, so heißt es ja nicht, dass man sich dadurch wie ein kompletter Idiot in eine rasende Meute werfen muss. Allerdings, verlangt das Blut seiner Mutter dies. Ach, Mutter, dachte er sich und nahm dann einen Schritt abstand. Ihre Hand ließ er los, auch wenn ungern. Denn so warm und fürsorglich wie sie zu sein scheint, ist das schon schade. Seine rechte Hand wanderte an seinen Kragen, diesen richtete er ein wenigen und zog sich das Hemd zurecht.
Allmählich wurde es dunkel und die ersten Lichter der Straße begannen aufzuleuchten. Lelouch drehte sich leicht von ihr weg, fuhr mit einer Hand sacht durch das schwarze Haar und legte diese in seine Hosentasche. An seinem linken Handgelenk befand sich eine Uhr. Er hob den Arm, drehte sich zu sich und schaute auf die Zeit. Doch so spät, sagte er in Gedanken und richtete seinen Blick, die Straße hinunter. "Kuraiko, ich habe dies noch nie jemanden angeboten, aber ich würde dich in meine Wohnung einladen, zumindenstens für diese Nacht. So müsstest du nicht auf der Straße schlafen.", sagte er kühl. Man könnte einen hinter gedanken verfolgen, auch wenn Lelouch ihn nicht ablehnen würde, jedoch sie kannten sich nur einige Stunden. Es klang alles sehr suspekt, aber zu wissen wie es ist, keine Heimat zu haben, trifft viele schwer wie auch ihn. "Meine Wohnung bietet kein Gästezimmer, dennoch,", pausierte er kurz um nun ein paar passende Worte zu finden ohne nicht selbst in Verlegenheit zu geraten. Und dies passierte ihm so gut wie es nur ging selten. Wenn gar nie. Er schaute zu ihr, lächelte ein wenig und seine Wangen färbten sich ein wenig rötlicher. "Dennoch so kannst du in meinem Bett schlafen, während ich es mir auf der Couch bequem mache.", gerade noch so mit dem weiteren Satz gerettet. Auch wenn nicht sonderlich professionell, lächelte er und hielt sich den Arm mit der Uhr, hinter dem Kopf, so tun als würde er sich kratzen. "Natürlich steht es dir frei selbst zu entscheiden!", versicherte er ihr ein weiteres mal und ging etwas voran. Beide liefen etwas die Straße hinunter, der Wind schlug desöfteren um sich und Lelouchs Haare waren wild zerzaust worden.
"Eine Schwäche zu zeigen, dass ist faszinierend", sprach er kühl und bedacht. "Ich beneide dich darum, Kuraiko. Sehr sogar.", sagte er während ihm eine Träne unbemerkt die Wange hinunterlief.



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Kuraiko Momono

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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Fr 29 Jan 2016 - 21:52

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Er hatte abwesend gewirkt, als hätte ihn eine unbekannte Macht umhüllt und seinen Geist kurzzeitig mit sich genommen. Es schien als habe er sie nicht gehört, ein Moment des Schweigens trat ein, ihr Blick ruhte weiterhin ruhig auf ihm. Obwohl das Mädchen kein weiteren Ton sagte hatte sie ihn unbewusst gerufen, innerlich bermerkte sie das seine Abwesenheit etwas verängstigendes mit sich trug, wie eine Vision. Er sah immer wieder zu der Hand, welche er ihr entgegen streckte, einladend, nett, viel zu nett. Nun fixierte auch sie diese, zögerlich zuckte ihre eigne Hand, sie würde ihn einfach davon stoßen, ablehnen, die Eisamkeit wählend. Sie kannte es doch nicht anders, sie wusste nicht wie man in so einer Situation reagieren sollte. Plötzlich erklang seine bestimmende Stimme, er ergriff sie, zog das kleine, zierliche Wesen an sich und als wäre es eine Laune gewesen die ihn ungewollt überkommen hatte, ging er wieder auf Abstand. Verwundert vor ihm stehend, mit einer Hand den Pullover festhaltend, musterte Kuraiko ihn immer noch schweigend. Ihr kam nicht einmal in den Sinn das er lügen könne, das er eine Gefahr wäre oder ausnützend sei. Er war so vertraut und fremd zu gleich. Die Kälte des abendlichen Windes ließ sie erschaudern, als er begann zu sprechen. Jede noch so kleine Bewegung verfolgten ihre lilanen Augen. Wie er den Arm hob, hinter den Kopf legte, dabei sich zum gehen wendend, begann er einen Schritt vor den anderen zu setzen. Sie lief mit, ohne zu zögern, ohne darüber nach zu denken bewegten sich ihre Füße, doch zuvor überkam sie ein kaltes Grisen. ,,Ich komme mit dir, aber bilde dir bloß nichts darauf ein!", fauchte sie schnippisch, nachdem er meinte es sei ja ihre Entscheidung. Was solle sie auch sonst tun? Eigentlich blieb ihr gar nichts anderes über als mit ihm zu gehen, mit diesem schwarzen Engel und das störte sie auch nicht, entsetzlicherweise nichtmal ein bisschen.
Sie waren nebeneinander her ein Stück die Straße entlang gelaufen. Die Lichter der Laternen begann immer heller zu glühen, die Gespräche der Gassen wurden leiser, das Gewusel in den Geschäften weniger, die Dunkelheit legte sich allmählich über die Stadt. Ein Windhauch wirbelte immer wieder durch die enegen Verzweigungen der Wege, er fuhr in das dunkle Haar des jungen Mannes und zerzauste es. In dem Moment als die Schwarzhaarige ihres davon abhielt ihr die Sicht zunehmen, begann er unwiderruflich Spuren zu hinterlassen. ''Ich beneide dich darum'', ''sehr sogar'' waren seine Worte. Sie beneiden? Wie konnte man so ein seltsames Geschöpf jemals beneiden? Lüge alles Lüge, sie war nicht beneidenswert, niemals. Abbrupt blieb sie stehen, sich in den Stoff des warmen Hoodies um sie krallent schrie sie: ,,Was redest du denn da?! Es ist keineswegs beneidenswert! Es ist nicht beneidenswert es nicht zu schaffen selb-...", ihr Atem stockte, ein stechender Schmerz durchfuhr ihren Körper, ließ das Mädchen zu Boden sinken. Was sagte er dann da bloß? Er hatte doch keine Ahnung, wie schwer es war ständig zu wissen wie schwach man ist und es nicht verbergen zukönnen. Aber vielleicht war genau er es der es eben ganz genau wusste, zumindest verstand er was Einsamkeit hieß. Genau, sie tat ihm Unrecht. Ihm ergang es nicht besser als ihr. Mit leicht Schmerz verzerrtem Ausdruck erhob Kuraiko sich schwankend und brachte stockend ein ,,Verzeih mir'', hervor. Was sie auch tat, ein Teil ihrer selbst würde immer menschlich bleiben und dieser war es der stets Leid ertrug. All die Kraft des Demons in ihr nahm sich seinen Anteil und erzeugte Qual. Er ergötzte sich daran. Sie leiden zu sehen war seine Freude, so lief das Geschäft. Ein Pakt, indem Macht für Leid verkauft wird.


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Jayden Sanders
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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Sa 30 Jan 2016 - 20:18

Tbc: Jaydens Apartment
19. April | Ramschladen | 15:20 Uhr nachmittags | mit Jane Yuelá McCassy

Was waren das nur für verwirrende und merkwürdige Zeiten, Zeiten in denen selbst ein Drache nicht genau sagen konnte wo ihm der Kopf stand. Jayden spürte wie sein Herz schneller schlug, als er in Gedanken bei dem wundervollen gestrigen Morgen und vor allem der nervenaufreibenden, aber nicht weniger wundervollen Nacht davor schwelgte, die er mit seiner Freundin verbracht hatte. Jane benahm sich sehr extrovertiert in letzter Zeit, für gewöhnlich handelte sie etwas bedachter - wenn auch nur etwas, sie hatte schon immer gern gewagt und viel aufs Spiel gesetzt. Er wurde dennoch das Gefühl nicht los, dass all die Stimmungsschwankungen in letzter Zeit irgendeine Bedeutung hatten, etwas, was er noch nicht durchblickt hatte. Und das zerrte an ihm.
Seine Arbeit war wieder einmal gewissenhaft getan und er hatte sich heute Morgen im Unterricht damit beruhigen können, dass er Janes Klasse erst wieder am Abend unterrichten würde und die Rückgabe der Tests somit noch ein bisschen auf sich warten lassen konnte. Immerhin standen bei seinem routinierten Tagesplan immer erst die Stunden der Tagesklassen an, erst abends wurde es ernst - wobei er und Jane stolz auf sich sein konnten, es inzwischen gemeistert zu haben perfekt zu schauspielern und sich nichts anmerken zu lassen, in keinster Weise. In dem Beziehungszeitraum von zwei Jahren war das auch mehr als notwendig gewesen.
Er ging die Straße hinunter und richtete seine Krawatte, als er den kleinen Laden am Rande sah den er aufsuchen wollte. Hier gab es eine exquisite Auswahl an aromatischen Teesorten, wie er sich von einem Kollegen hatte empfehlen lassen und die wollte er sich nicht entgehen lassen. Er erreichte den Ramschladen strammen Schrittes und zog den Kopf ein als er durch die Tür ging, da er nicht aufrecht durch den Türrahmen passte, schon gar nicht mitsamt der Höhe seiner Hörner. Das war er gewohnt, aber es zauberte ein Lächeln auf seine Lippen, einen so niedlichen und gemütlichen kleinen Laden zu betreten.
Innen drin war die Decke höher, sodass er sich wieder zu seiner vollen Größe aufstellen konnte. Neugierig inspizierend ließ er den Blick schweifen und erblickte dann zwei Damen an der Theke ins Gespräch vertieft, eine etwas älter und die andere...
"Miss Silene?", fragte er und sprach seine Gedanken laut aus, da er hinter den hübschen, rotbraunen Haaren die Elfe vermutete, die in seinen Geschichts- und Kampfkunstunterricht ging. "Was für eine nette Überraschung Sie hier anzutreffen." Er trat einen Schritt heran und sah dann auch die alte Thekendame an, die ihn scheu musterte und ihn nicht einzusortieren wusste. Als er dies bemerkte breitete sich ein sehr edles und freundliches Lächeln aus, wie man es von dem gesitteten Drachen gewohnt war, was die grauhaarige Lady sofort beruhigte und sie ebenfalls lächeln ließ. Sie erkannte aber, dass er wohl erst mit Linnet sprechen wollte bevor er ihr sagte was er kaufen wollte und schwieg.



Excalibur · Jayden · Asher · Jinx · Dr. Zenva · Sharif · Gwendoline
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Lelouch Nakamura

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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Di 2 Feb 2016 - 1:53

Lelouch hielt an, sein Blick stur gerade nach vorn gerichtet. Der Wind legte sich, es herrschte eine düstere Atmosphäre und die Stille des Abends brach hinein. Die Sonne, bereits hinter den Gebäuden kaum noch zu erkennen, war verschwunden und der Mond, im Rücken des Jungen begann zu erstrahlen. Das kalte, abstoßende Licht des Mondes, war für Lelouch immer ein klares Zeichen gewesen, dass er nicht hierher gehört. Und jedes Mal, erstrahlt der Mond bei klarem Himmel über dieser Welt, so spreizt sein Schatten jene Flügel, welche er nie verstand, verliehen zu haben. Lelouch, war sich bewusst, bewusst gewesen zu sein, jenen Engel in den hohen Himmel die Stirn zu bieten, auf die Forderungen der hohen Engel ´nicht einzuegehen und einen himmlichen Delikt zu gewähren. Verbannung, Aberkennung und Verachtung, breitete sich aus und der Engel, Vymurael, existierte nicht in jenen himmlischen Register - verstoßen, verleugnet und seiner Existenz beraubt. Nur in einer Hülle, einer menschlichen, wurde er zurück auf das Spielfeld der Götter entsendet um dort eins dieser doch so beschämenden Leben zu führen. Doch, so weit waren die Götter nie gewesen, diese Welt von all ihren Unreinheiten zu befreien - wie den paranormalen Wesen. Sie alle waren durch Wesen entstanden die nicht menschlich waren, jedoch sich dem vorherrschenden Gattungen angepasst haben. Doch wollte sich Lelouch bis dahin immer gegen diese Assimilation aussprechen. Augenscheinlich schien auch dies alles passiert zu sein, doch verspürte er in seinem tiefsten Innern immer eine enorme Leere. Eine Leere die niemand bis dahin füllen konnte. Nicht seine Eltern, seine Schöpfer, nicht das Wissen um so viele Dinge und auch nicht die Genugtuung, sich gegen all das Leben dieser Erde zu wiedersprechen. Nein, Lelouchs Inneres schrie nach etwas. Nach einem Sinn, nach einem Drang etwas zu bedeuten. Und wäre dieses Gefühl noch bis heute unterdrückt worden, so würde er sich nicht heute hier befinden. Was, was in allen guten Dingen dieser Welt, passierte. Eine Hülle wie er, ein künstliches Wesen, hatte keine wahren Gefühle, alles war nur vorgetäuscht oder nein, gar nur kopiert. Kopiert aus den Hälften, aus welchen er entstanden ist. Ihre Gefühle leiteten den jungen, doch etwas sträubte sich dagegen. Hatte es etwas mit diesen zwei Erscheinungen zu tun, welche er eben gerade noch vor sich sah? Waren es diese zwei, welche diese Leere auffüllen konnten um somit diesen Leiden ein Ende bereiten konnten, Lelouch war ratlos.
Doch soweit er auch zu denken vermochte, nichts wollte im geringsten auch einen Sinn ergeben. Plötzlich, hinter seinem Rücken - ja, Kuraiko war es, schrie ihre Stimme auf. Verärgert, verängstigt und mit einem unbewussten Gefühl drückte sie die Missgunst seines Neids aus. Lelouch drehte sich langsam um, den Wind in seiner Begleitung, welcher das Hemd im Wind sich bewegen lies, ging auf das Mädchen einen Schritt zu. Sie war zu Boden gefallen, doch ein zartes Lächeln auf seinen Lippen entbreitete sich als sie sich wacker auf die Beine erhob. Was auch immer sie mit ihm veranstaltete, es funktionierte. Ob sie etwas plante, all diese Sachen in Voraus zu bestimmen, wusste er nicht. Doch ihr Ausdruck, ihre Gefühle, sie waren echt. Nicht gespielt wie es viele Menschen tun um ihre Aufmerksam zu erlangen. Nein, diese war mehr als ein Mensch. Sie stand über ihnen, sowohl körperlich als auch geistig. Das sie sich, wohl nun als zu schwach einschätzt, würde sich der Engel denken können, jedoch fixierte er seinen Blick auf die Augen des Mädchens. Lila, eine schöne Farbe und sie ähnelte den seiner eigenen. Ein leichtes, zierliches Lächeln zeigte sich und verschwand jedoch auch so schnell es auch erschienen ist. Sein Kopf senkte sich etwas während er zu ihr schaute. Die Träne, welche er noch nicht bemerkte hatte, war mit Blut erfüllt und strömte aus dem Auge welches Lelouch nutzte um Dinge gefrieren zu lassen. Der kleine blutige Streifen zog sich über sein Kinn, den Hals hinunter und landete auf dem weißen Kragen des Hemdes. Er zog ein Lächeln und seine Wangen waren etwas in die Breite gegangen, so dass der Strom des Blutes sich kurz änderte als sein Lächeln wieder verschwand. Seine Arme nach vorne richtend, begann er Kuraiko leicht an den Armen zu halten. Er wollte sie beruhigen, von ihrem Level hinunter fahren und ihr die Angst nehmen schwach zu sein. "Ich beineide dich, weil..", seine Stimme erklang und der Wind zerzauste seine Haare ein wenig, während die violetten Augen des Engels die des Mädchens fixierten. ".., weil ich nie diese Gefühle in mir tragen kann. Nie kann ich Schmerz erleiden, nie habe ich gefühlt was es bedeutet verstoßen zu sein, nie habe ich die Freude haben können, jemals auch nur einen Freund zu haben. Nie...", er stoppte und wurde sich bewusst, dass er ihr Unrecht tat. Er beschuldigte sie schon für ihre Aussage, doch sie hatte ihm nichts getan, im böswilliger Absicht. Seine rechte Hand, welche sich nun vollständig regeneriert hatte, begann sich ihrem Gesicht zu nähern. Zögerlich, vage, unsicher, zitterte sie kurz bevor er diese an ihre Wange legte. In Filmen und Serien, zumindestens sollte es eine Art von Vertrauen und Selbstsicherheit seinem Gegenüber schenken. Doch soweit war er bis lang noch nicht gekommen. Er schaute ihr tief in die Augen, ein leichtes Flimmern in ihren Augen veriet so viel und doch wenig. "Wofür?", fragte er mit einer sanften Stimme, "Wofür willst du dich entschuldigen, es ist nichts geschehen.", sagte er gekonnt, dabei ihren lauten Moment schon vergessend, jedoch im Hinterkopf speichernd. Seine Hand nahm er von ihr, als auch die die sich an ihrem Arm befand. "Ich bin künstlich. Deshalb beneide ich dich, Kuraiko. Für mich gab es nie soetwas wie ein Gefühl zu anderen, nie etwas woran ich festhalten konnte und doch sehnt sich etwas in mir, nach solchen Dingen. Doch verstehen kann ich sie nicht.", berichtete er davon was er zuvor dachte.
Sein Blick wendete sich kurzzeit von ihr und Lelouch schaute in Richtung der hohen Gebäude auf welche sie bereits zu gingen. Anschließend wieder zu Kuraiko, sie schien etwas gekränkt und Lelouch wollte ihr es nicht zumuten weiter zu laufen. "Ich trage dich.", sagte er kühl als ihm eine weitere Idee einfiel. "Es wäre noch etwas weit, doch ich könnte uns auch fliegen", scherzte er, in einer ernsten Stimme und sah wieder zu Kuraiko. Sie kurz musternd, war sie eine wunderschöne Person. Seine Wangen röteten sich ein wenig als er sich dabei erwischte wie er zu schwärmen begann. War es deshalb so, war dies das Gefühl. Doch so jemand wie er kannte diese nicht. Wieso.



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BeitragThema: Re: Die Hauptstraße   Di 2 Feb 2016 - 20:56

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Der Kleine Runde rote Tropfen gleitet auf seiner hellen Haut hinab und hinterließ eine Spur des Leids. Sie folgten ihm, bis er vom weißen Kragen gestoppt wurde. Blut, es war eine blutende Träne, ein Ausdruck des stilen Leids, welches er nicht kennen wollte. Kuraiko hörte seinen Worten aufmerksam zu, dabei konzentrierte sie sich so sehr das sie selbst jeden einzelen Atemzug, sowohl den seinen als auch den ihren, warnahm. Sie wurden in ein kaltes, weißes Licht getaucht, der Mond schob sich gen Himmel empor und eroberte die Nacht. Mit ihm verband das Mädchen stets die Einsamkeit der vielen Momente ihres Lebens, den Tod und das Leid der jeniger die sie bereits ausgelöscht hatte. Grausam, er erinnerte sie an ihrere eigene Grausamkeit. Die Berührung Lelouch ließ sie wieder zu sich kommen, den Blick auf ihn gerichtet, fixierten sie sich gegenseitig. Seine Stimme war sanft, nachdenklich angehaucht und zog die klate Leere mit sich die sie ebenfalls so gut kannte. Eigentlich konnte er sie nicht beneiden, denn sie waren gleich, auch wenn er keinen körperlichen Schmerz spürte, so spürte er doch den seelischen. Selbst die Schwarzhaarige konnte ihn spüren, sie sah ihn förmlich über seine Wange laufen. Der junge Mann ließ von ihr ab, er hinterließ in ihr eine ungewöhnliche Hitze, die Stellen der Berührung brannten auf der Haut. Die Kälte des Abends umklammerte sie, der Wind wirbelte um die Beiden, zerzauste ihre Haare und ließ die Demonin erzittern. Künstlich? Er konnte nicht künstlich sein, denn schließlich hatte auch er eigene Gefühle, er musste nur aufhören sich selbst in Gut und Böse zu teilen, genauso wie sie. Natürlich bemerkte er es und bot an sie zu tragen, er bemerkte das sie schwächelte, denn das Zittern kam nicht von der Kühle der nahenden Nacht. Sein musternder Blick traf den ihren und Kuraiko ging auf ihn zu, ganz nah trat sie vor ihn. Sich auf die Zehenspitzen stellend streckte sie sich zu seiner Wange, wischte zärtlich die Spur des Blutes ab, dabei zierte ihr Gesicht kein Lächeln, aber ein sanfter Ausdruck, ihre Augen schimmerten unglaublich farbenfroh im Mondlicht. ,,Du solltest dir selbst besser zuhören, denn du vergisst das es nicht nur die zwei Seiten gibt aus denen du entstanden bist. Es gibt auch dich.", erklang ihre Stimme. Sie stand nun dicht vor ihm, den Blick weiterhin auf ihn ruhend, die Hände in den Pullover, der über ihre Schulter hing, gekrallt. Er musste lernen sich zu akseptieren, so schwer es auch war. Ungewöhnlich war es, das sie sich so sehr für ein anderes Wesen interessierte und das ganz uneigennützig. Selbst wenn er sie nicht aufnehmen würde, es wäre nicht das erste Mal das sie unter freiem Himmel schlafen würde, sie ging nicht mit ihm weil sie es musste. Das komische war, sie wollte es sogar. Das erinnerte sie sich daran das er bluetete, als seine Flügel verschwanden. Bestimmt würde es ihm Schaden zufügen würde er fliegen. ,,Ich kann laufen.", entgegnete Kuraiko nun doch lächelnd.


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