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 Seitenstraße

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Micha

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BeitragThema - Re: Seitenstraße   So 26 Nov 2017 - 19:22
 
Der Kerl war eine der wenigen freundlichen Seelen, die Viral bisher begegnet waren. Die meisten erschraken sich vor ihm oder mieden ihn ob seiner zerlumpten Erscheinung gänzlich. Der hier war anders, der lud ihm zu einem... Bier ein. Es schmeckte schon seltsam, aber der Mann trank es ja selbst und suchte dabei Gesellschaft. Es schien also etwas besonderes zu sein und das auszuschlagen wäre nun wirklich unhöflich gewesen. Zumal Gesellschaft dem Kater gut tun würden. Er zuckte also mit den Schultern ob der Erkenntnis, dass es nur halb so schlimm war, und nahm noch einen Schluck. "Wer ist schon gern allein" Irgendwie machte das Getränk den Kopf leicht und sorgte für angenehm gute Laune. Der zweite Schluck war schon weit weniger Bitter, er schmeckte dann auch die Hefe, die der Kerl ihm gegenüber erwähnte. "Du könntest sowas selbst machen? Nicht übel. Hefe ist schwierig zu handhaben, wird so schnell schlecht... Kannte einen, der vertrug Hefe gar nicht, hat den Raum immer verpestet, wenn er welche gegessen hatte" Viral grinste zuerst und lachte dann, irgendwie wurde er lustig gerade, während er den dritten Schluck nahm. Das Zeug war wirklich ein Zaubertrank, der seine grummelnde Art vertrieb.
"Wer, ich?", fragte er allerdings einen Moment verwirrt, bevor ihm klar wurde, dass der Kerl ja nur ihn meinen konnte. Klar, war ja keiner hier. "Ich bin Viral und wo ich herkomme... wenn ich das mal wüsste" Er kratzte sich am Hinterkopf. "Ich bin durch's Portal hier rein ge....stolpert. Meine Welt ist ganz woanders, wie hatten keinen richtigen Namen dafür. Wir nannten es meistens Dhar oder Terra, ein paar der Alten haben es Spiralwelt genannt. Ein paar Dinge sind der Welt hier ähnlich... aber im großen und ganzen ist es ganz anders. Und du, Schwarzhaar? Wo kommst du her? Und woher hast du das hier?" Er hielt die Bierflasche kurz hoch, bevor er den nächsten großen Schluck nahm.


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BeitragThema - Re: Seitenstraße   Fr 19 Jan 2018 - 0:11
 
Erinnerungen flossen durch ihre Gedanken, nahmen sie ein und versetzten sie zurück in einen ihr unbekannten Zustand. Ein Zustand, der ihr Herz dazu veranlasste schneller zu schlagen. Doch nur sie war es, die sich daran erinnern konnte, wie sich seine Lippen auf den ihren angefühlt hatten. Wie es sich angefühlt hatte, als sein warmes Blut über den Dolch hinab über ihre Finger geflossen war. Wie er seinen letzten Atemzug für sie gegeben hatte. Die blauen Augen der Eishexe schlossen sich für einen Moment, als sie ihre Finger hinter ihrem Rücken verschränkte. Normalerweise wäre sie vorsichtiger – würde sich niemals in eine Haltung begeben, in der sie einen Angriff nicht sofort abwehren können würde. Doch gegenüber Sharif ließ sie diesen Schutz einfach fallen. Noch wusste sie nicht warum er wieder da war. Wie er es geschafft hatte dem Tod zu entkommen und ob er sich tatsächlich an nichts erinnern konnte. Doch Zephyr wusste dass sie es früher oder später alles erfahren würde. Und auf diesen Moment würde sie warten – oder etwas Abhilfe schaffen, sodass er schneller eintrat.
Als sie ihre Augen das nächste Mal öffnete begegnete sie einem beinahe überraschten Blick aus geweiteten, goldgrünen Augen. Erneut schien ihr Herz für einen Augenblick auszusetzen als sie darüber nachdachte weshalb er sie nun so verblüfft ansah. Hatte sie etwas falsches gesagt? Etwas, womit er vielleicht nicht gerechnet hatte? Das sie über vieles geredet hatten konnte es nicht sein, also lag es vielleicht an dem erwähnten Kuss? Hätte sie ihn vielleicht lieber in den Schatten ihrer Erinnerungen ruhen lassen sollen?
Aufmerksam beobachtete sie wie seine weißen Schakalsohren schwach in der Kälte des Windes zuckten, als er erneut nachdem erwähnten Kuss fragte. Nun war es an der blauhaarigen Hexe verwirrt die Augenbrauen zusammen zu ziehen und den Kopf etwas zur Seite zu neigen. Hatte er ihr nicht zugehört? Sie hatte doch grade von besagtem Kuss gesprochen, warum fragte er also erneut nach ihm? Emotionen und Gefühle für diese waren neu für die Hexe und das sie sich das ansehen ließ war ihr in diesem Augenblick wahrscheinlich nicht einmal bewusst. Dass es sie störte, war jedoch ebenso offensichtlich. Allerdings kam Zephyr nicht dazu etwas zu erwidern, denn noch bevor sie ihre Lippen zu einer Antwort hatte öffnen können, trat ihr geisterhafter Besucher einen Schritt näher an sie heran. Inzwischen waren es nur noch wenige Atemzüge sie ihre Körper voneinander trennten. Eine Tatsache, die die Hexe dazu zwang, zu dem Schakal aufzusehen. Normalerweise würde das einem Menschen wahrscheinlich die dominante Ausstrahlung nehmen, doch noch immer brodelte eine mächtige Kraft in der Hexe. Die sie selbst in diesem Moment nicht einfach zur Seite schieben konnte – und wollte. Sharif hatte schon einmal seine Abneigung gegenüber Monstern ausgedrückt. Hatte sie – zu recht – als eines betitelt. Doch warum schmerzte es, wenn sie darüber nachdachte? Es war die Wahrheit. Sie war ein Monster.
Nur noch nebensächlich schienen die Worte des weißhaarigen Mannes ihre Gedanken zu erreichen. Denn erst als sie seine Hand an ihren Haaren – so nah an ihrem Gesicht spürte, erwachte sie aus ihren Gedanken wieder und sah zu ihm hinauf. „Was geschehen ist, lässt sich nicht ändern,“ antwortete sie, wobei ihre Stimme an Kraft verloren hatte und nur noch durch den Wind hinfort getragen wurde. „Das wir uns nicht besser kennen lernen konnten, lag wohl auch teilweise an mir. Obwohl wir einen Kuss geteilt haben.. schienst du mir nicht grade zugeneigt zu sein.“ Erneut ein Stich. Ihre Finger lösten sich aus ihrer Verschränkung, während sie ihren Kopf und ihren Blick senkte und ihre Hand über ihre Brust legte. Woher kam dieser plötzliche Schmerz? Warum mussten Gefühle und Emotionen so verwirrend sein? Warum konnten sie nicht so klar wie die Kriegsführung in ihrem Land sein? Dann könnte Zephyr verstehen und handeln so wie sie es von sich gewohnt war.
Erneut schüttelte die blauhaarige Eishexe ihren Kopf, dieses Mal um all diese verwirrenden Dinge aus ihrem Kopf zu verbannen. „Vielleicht wäre es besser, wenn wir uns heute Nacht nicht begegnet wären,“ murmelte sie, während sie ihren Blick für ein letztes Mal hob. Verständnislosigkeit lag in ihren blauen Augen. „Deine Nähe tut Dinge mit meinen Gedanken die ich nicht verstehe. Die ich nicht nachvollziehen kann. Ich weiß nicht...“ Sie ließ den Satz unvollständig stehen. Sie wusste einfach nicht. Und ebenso wenig merkte sie, wie viel sie grade preisgegeben hatte. „Ich sollte gehen.“ Das sollte sie wirklich, doch gefangen zwischen dem weißhaarigen Mann vor sich und der kalten Wand in ihrem Rücken, schienen ihre Beine ihr den Dienst zu versagen. Ihr Verstand schrie sie an, dass es das Beste wäre erst einmal etwas Abstand zu Sharif zu gewinnen. Damit sie wieder zu klaren Gedanken zurück finden konnte, damit sie darüber nachdenken könnte was es nun zu tun gab. Doch ihr Herz wollte bei ihm bleiben. Immerhin war sie jede Nacht seit seinem Tod in diese Gasse gekommen, weil sie sich schuldig gefühlt hatte. Sie hatte bereut was sie getan hatte und sie hatte den Schakal, denn sie erst seit so wenigen Stunden gekannt hatte... vermisst.
Obwohl sie das Monster gewesen war, dass ihm erst sein Leben geraubt hatte.


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Spirit of Vengeance

BeitragThema - Re: Seitenstraße   Fr 19 Jan 2018 - 20:34
 


Sharif & Zephyr
Samstag, 05. Mai | Innenstadt

Sharif wusste nicht, ob es Beklommenheit war was er fühlte. Vielleicht wäre es angebracht gewesen, unter diesen rätselhaften Umständen in dieser dunklen Gasse mit Jemandem, der vorgab ihn gut zu kennen, doch er fühlte sich nicht beklommen. Ihm war nicht einmal wirklich kalt… oder war das Einbildung? Er war sich nicht sicher. Noch nie zuvor, seit er ein Gefühl für diesen Körper erhalten hatte, war er sich dessen was er fühlte so unsicher gewesen.
Und damit schien er nicht der Einzige zu sein, was nicht nur ihn, sondern auch sein Gegenüber verwirrte. Zephyrs blauen Augen sah er die Unsicherheit an... Augen, die ihn anblickten, als wäre seine bloße Existenz ein Rätsel das sie nicht lösen konnte. Zu gern würde er ihr bei dem Lösen helfen - ob es dieses namenlose Wärmegefühl in ihm war, das da aus ihm sprach wusste er nicht -, doch er konnte es nicht. Und mehr als die kaum zu spürende Geste an ihrem Haar wagte er auch nicht zu vollführen, wo doch die warnenden Worte Mairins und Sofiels noch so frisch in seinen Ohren nachklangen.
Wortlos verfolgte er die Blickrichtung der Blauhaarigen mit, darauf bemüht nicht zu versuchen aus ihren Gesten zu schlussfolgern. Seitdem er sich auf die Suche begeben hatte, ging er an nichts unvoreingenommen heran. Und auch wenn etwas in ihm danach rief, gerade bei dieser Frau keine Ausnahme zu machen, wollte er es um ihrer Worte Willen versuchen.
Sharif sollte sich noch lange nach diesem Abend die Frage stellen, warum er dieser Schönheit einst nicht sehr zugeneigt gewesen war. Ein weiteres der vielen Rätsel, die sein früheres Leben umkreisten, vielleicht dazu verdammt niemals gelüftet zu werden. Doch in diesem Augenblick konnte er sich wahrlich nicht vorstellen, was ihn an ihr abgeschreckt haben konnte. War er vielleicht schüchtern gewesen? Aus irgendeinem Grund konnte er sich das nicht vorstellen.
Doch ihre nachfolgenden Worte sollten den kleinen Augenblick, in dem es ihm scheinbar fast gelungen war die Blauhaarige aus ihrer eisigen Reserve zu locken, schnell wieder revidieren. Ihre Worte ließen ihn seine Hand zurücknehmen, als er begriff was sie damit sagen wollte. Doch nur für kurz: Denn bevor sie sich von ihm abwenden konnte, nahm er sie noch einmal am Arm. "Zephyr-"
Eiseskälte fuhr ihm bei der Berührung durch den ganzen Körper. Auch seine Hand schien plötzlich heruntergekühlt zu sein und gab diese Kälte blitzartig an Zephyr weiter, an genau der Stelle an ihrem Arm an der er sie festgehalten hatte. Als würde ihn eine innere Kraftwelle erfassen, glitt eine frostige Gänsehaut über seine Hände und schließlich bis über seinen ganzen Körper. Alarmiert starrte er die Blauhaarige an, die sich nicht von der Stelle gerührt hatte und ihm noch immer nah war - auch wenn er schon lange losgelassen hatte… und auch wenn sie gesagt hatte, dass sie gehen sollte.
Aber er trug doch Handschuhe... Zephyrs Arm war von einem Ärmel ihres weißen Mantels sowie ihren eigenen, schwarzen Handschuhen bedeckt. Die unerwartete Kälte hatte ihn noch immer im Griff. Und da war es wieder; leise in der Ferne, als wäre es endlos weit entfernt, hörte er den rachsüchtigen Ruf, der in seiner Seele ein Echo auslöste. Und kaum hatte er einen Blick in jene Ferne geworfen, sah er zurück zu Zephyr, mit Augen die leer waren. Augen, in denen sich nur Zephyrs Spiegelbild zeigte, umgeben von Leere.
Nur solange, bis der nächste Wimpernschlag sowohl die Kälte als auch die Leere in Sharifs Augen davon wehte, um lediglich einen dumpfen Hall in seiner Brust zurück zu lassen. Auch wenn er schon lange losgelassen hatte, hielt er noch immer seine eigene Hand vor sich als gehöre sie nicht zu ihm.
Erst viel später nahm er sie endlich herunter. Er sah Zephyr daraufhin einen langen Moment nicht in die Augen.
Er konnte sich die Fragen hier nicht stellen, die ihn plagten. Nicht, während er so unsicher war, wie er diese Frau einsortieren, überhaupt mit ihr umgehen sollte... und nicht, während er in so großem Konflikt mit seinem Herzen stand, das scheinbar seine Entscheidung schon lange gefällt hatte. Er sagte auch zu Zephyr nichts, ließ die Kälte, die sie beide gerade gefangen genommen hatte, unausgesprochen. Sein Angebot von vorher stand noch, dass er sich selbst mit ihrer Hilfe finden wollte… doch die Zeichen waren eindeutig. Und er wollte noch nicht darüber nachdenken, was all das zu bedeuten hatte. Bisher hatte er sich noch nie so stark gewünscht sein früheres Ich besser zu kennen, als in diesem Augenblick.
"Ich hoffe wir sehen uns wieder." Er hatte nicht verhindern können, dass diese Worte seinen Mund verließen und er bereute sie in der Sekunde, in der er sie aussprach. Nein! Er hatte das ausführlich mit Sofiel besprechen wollen, ja sogar Máirín zu Rate ziehen wollen - und nun tat er doch noch Unüberlegtes vorweg. Er sah auf und als er sie ansah, war von der Reue die er verspürte nichts in ihm zu erkennen. Er wollte sie wiedersehen. Er kannte sie nicht, wusste nicht ob sie glaubwürdig war, wusste rein gar nichts über sie. Aber konnten Herzen lügen?
Dann zuckten seine Ohren ein letztes Mal. Er senkte den Blick und trat den Schritt zurück, den er zuvor nach vorn getreten war. Somit stellte er den Abstand wieder her, doch nicht die Distanz. War da je Distanz zwischen ihnen gewesen? Er fühlte sich, als hätten sie ein ganzes Leben miteinander geteilt, so sehr reagierte er auf die Anwesenheit dieser Frau. Doch auch er sollte besser gehen.... bevor er Fehler beging, die er nicht mehr rückgängig machen konnte - und seine einzige Chance vertan hätte, noch bevor er in diesem Leben überhaupt erst richtig angekommen war. "Gib Acht, Zephyr…", waren seine letzten leisen Worte, bevor er sich endlich herumdrehte. Er ließ seine noch immer kalte Hand in seine Manteltasche gleiten und machte sich auf, die Seitenstraße zu verlassen und zur Kirche zurück zu gehen... doch nicht, ohne sich am Ende der Straße noch einmal nach ihr umzudrehen.


- Tbc: Wird nachgetragen -



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BeitragThema - Re: Seitenstraße   Mi 31 Jan 2018 - 13:35
 
Tief in ihrem Inneren wusste Zephyr, was sie zu tun hatte. Was das Beste wäre – für sie und für Sharif. Dass er sich nicht daran erinnern konnte, was geschehen war, sollte ein Vorteil für die blauhaarige Eishexe sein – sie könnte es ausnutzen. Doch wann immer sie sich in seiner Nähe befand, schienen ihre Gedanken in einem undurchsichtigen Strudel unterzugehen. Dann übernahm ihr Herz die Führung – und da lag das Problem. Zephyr war ein Monster. Sie hatte getötet, empfand Spaß daran anderen Leuten Schmerzen zuzufügen und zu kämpfen. Sie hatte niemals auf das gehört, was ihr Herz ihr gesagt hatte, doch mit Sharif schien es anders zu sein. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb sie in seiner Nähe ständig die Kontrolle über ihre Kräfte verlor. Etwas, dass auch geschah, als er seine Hand nach ihr ausstreckte und sie am Arm packte.
Sie spürte, wie sie die Kontrolle über die Kälte in sich verlor. Wie ihre Kraft, die stets ihren eigenen Körper umgab au den Körper des weißhaarigen Mannes überging. Schon bevor sie Sharif das Leben geraubt hatte, hatte seine Nähe zu der Hexe stets zur Folge gehabt, dass sie die Kontrolle über die Kräfte in ihr verlor. Etwas, dass noch nie passiert war, denn immerhin hatte sie ihre Fähigkeiten über die Jahrzehnte und Jahrhunderte ihres Lebens perfektioniert. Nur Sharif hatte es innerhalb dieser Zeit geschafft solch eine Wirkung auf sie auszuwirken – etwas, dass ihm in diesem Moment zum Nachteil wurde.
Beinahe so etwas wie Verzweiflung stieg in ihr auf, als sie energisch einige Schritte zurück machte und ihrem Arm dem Griff Sharif's entwandte. „Es tut mir Leid... Ich habe die Kontrolle über meine Kräfte verloren...“ Ihre Stimme war nur noch leise, als sie ihren Blick zum Boden senkte und für einen Moment die Augen schloss. Sie musste all ihre Konzentration aufbringen um ihr Herz und ihre Kraft zu beruhigen. Es dauerte einen Moment, doch die Kälte, die sich um die Eishexe gebildet hatte, verging wieder und als sie das nächste Mal ihre Augen öffnete, verbarg sich Trauer und Schmerz hinter dem Blau, dass sonst nur kalte Unberechenbarkeit.
Und obwohl sie gesagt hatte, dass es besser wäre, wenn sie nun gehen würde – wenn sie gesagt hatte, dass es besser wäre, wenn die beiden sich niemals wieder getroffen hätte, rührte sich die Hexe nicht weiter von der Stelle. Dabei wusste sie doch, dass all dies kein gutes Ende nehmen konnte. Weder wusste sie warum Sharif nun wieder lebendig – aber ohne Erinnerungen – vor ihr stand, noch wusste sie so etwas überhaupt möglich war. Sie war sich zu 100 % sicher, dass sie ihm den Dolch durch sein eigenes Herz gestoßen hatte. Seine Überlebenschance war gleich Null, also warum stand er nun wieder vor ihr? Und warum schien es so.. als würde sich die blauhaarige Eishexe darüber freuen? Warum musste es so etwas wie Gefühle bloß geben? Sie waren nur eine Last, verwirrten den klaren Verstand und hielten die Hexe davon ab so zu handeln wie sie es eigentlich tun würde.
Ich hoffe wir sehen uns wieder. Worte, die nie jemals jemand zu Zephyr sagen sollte. Schon gar nicht jemand, der schon einmal von ihr getötet worden war. Also.. warum freute sie sich, dass er diese Worte nun an sie richtete? Für einen Augenblick schien unendliche Stille zwischen den beiden zu herrschen, ehe sich die Hexe von dem weißhaarigen Mann wegdrehte und die Hand hob. Sie konnte spüren wie stark ihr Herz innerhalb ihrer Brust schlug und ohne es wirklich verhindern zu können, zeichnete sich auf ihren Lippen ein schwaches Lächeln ab. „Das hoffe ich auch. Vielleicht unter besseren Umständen...,“ murmelte sie leise, ehe sie sich endgültig darauf machte die Gasse zu verlassen. Die letzten Worte des weißhaarigen sollte sie nicht mehr hören, zu ohrenbetäubend war das Klopfen ihres eigenen Herzens und die Wärme, die scheinbar durch jede Faser ihres Körpers zu fließen schien. Für diesen einen Moment wollte sie nicht daran denken was alles passieren konnte – was alles passieren würde, wenn sie sich erneut auf dieses Spiel einlassen würde. Und sie wollte nicht darüber nachdenken, wie es möglich war, dass Sharif nun wieder vor ihr stand. Das einzige was sie wusste war, dass sie glücklich darüber war ihm ein weiteres Mal in die Augen geblickt zu haben. Selbst die Reue und die Schuldgefühle verstummten für einen kurzen, leisen Moment. Nur das Geräusch ihrer Absätze hallte noch durch die Gasse, ehe auch die blauhaarige Hexe verschwand.

Tbc.: [Wird nachgetragen]


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