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 Im Herzen des Waldes

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Micha

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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 14:16
 
Genüsslich nahm der katzenartige Beastman das Wildschwein auseinander, verschlang zuerst Herz und Leber und rupfte sich dann die Lunge in mundgerechte Häppchen, wobei ihm das Blut in Sturzbächen über die Hände und Arme rann. Sein Gesicht und der Oberkörper waren mit Blut verschmiert und er griff schon wieder in den Kadaver rein, um sich das nächste Stück Fleisch zu nehmen. Während er also an seiner Beute fraß und sich über den fetten Fang freute, bemerkte er die Frau nicht so recht, die sich nur wenige Meter neben ihm aus dem Unterholz geschlagen hatte. Viral hatte sich zwar vorgenommen, die Umgebung im Auge zu behalten, war dann aber zu sehr im Genuss des Fleisches versunken. Erst, als er sich satt gefressen hatte, sah er sich, die Lippen leckend, wieder um - und fuhr einen gewaltigen Satz zurück, als er die Frau bemerkte. Fauchend fletschte er die Zähne und hob abwehrbereit die Pranken mit den langen Krallen. Er hatte nicht vor, den Rest seines Wildschweins zu teilen, das wollte er in seine Unterkunft schleppen, zerlegen und dann räuchern oder einen Teil vergraben, damit es Haltbar blieb. Allerdings war da sein Instinkt wieder schneller gewesen als sein Verstand, denn die Frau, wenn er sie sich so ansah, würde ihm kaum gefährlich werden können, sie war zu... edel. Er dagegen wirkte wie die Personifikation eines Barbaren, hatte außer der Hose nichts am Leibe, starrte vor Schlamm und Blut und seine Haare hatte er sich zwar mit einem Stofffetzen als Stirnband bändigen können, aber sie waren dennoch eine ziemlich wilde Mähne... Er nahm die Krallen wieder runter und entspannte sich ein wenig. Auch wenn er skeptisch blieb. "Was macht eine schöne Frau in einem Wald wie diesem, so ohne Begleitung?" Das klang sicher gruseliger als es sein sollte - Viral hatte viel Ehre im Leib und hätte die Dame eher aus dem Wald heraus gebracht, damit sie sicher blieb. Er legte den Kopf schief. "Oder sind Sie eine Kräuterheilerin?" Das könnte natürlich sein, diese schönen Frauen in edlen Gewändern waren ja oft Heilerinnen und Ärzte.


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Yuna

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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 14:54
 
Die kleine wusste echt gerade nicht, wie sie hier her gekommen war nur, wieso sie so weit gelaufen war und zwar um in Ruhe mal lernen zu können, den ihre medizinische Ausbildung war ihr immerhin wichtig und wollte sie unter keinen Umständen verhauen nein lieber wurde sie in anderen Dingen schlechter, was ihr eh nicht so sonderlich gut lag. Aber das meiste, was sie nun lernte war ja ihr Traumberuf und diesen wollte sie nicht aufgeben, weswegen sie sich heute etwas Ruhe erhoffte. Als sie los gegangen war hatte man sie schon wieder gebeten gehabt doch zu bleiben um etwas Sinnlosen zu unternehmen, was sie eh nicht so sehr mochte oder besser gesagt sie wusste nicht mal ob sie, das jemals mögen würde zu irgendwelchen Shoppingtouren zu gehen und hinterher abends auf eine Party! Dabei fiel ihr ein, was war das überhaupt? Vielleicht hätte sie doch mitgehen sollen, aber das wäre sicherlich nicht gut gewesen, den man sagte dort würde man sicherlich keine Ruhe haben oder finden sondern nur laute Musik irgendwelche Jungs, welche laut einigen mega süß sein sollten? Oh man sie verstand dies nicht wirklich … nun noch nicht zumindest auch, wenn sie schon Volljährig war. Den Mann hatte sie zwar gesehen, aber er hatte beschäftigt ausgesehen und nun, wo er sie anschaute konnte sie Blut, wie Dreck erkennen, ob er sich verletzt hatte? Die Haltung war ja sie erschreckte sie, wo sie versucht war irgendwohin zu rennen … nur ja wohin? Sie kannte sich hier nicht aus und noch mehr Verlaufen wollte sie sich gewiss nicht. Also konnte sie genauso gut stehen bleiben und beten, das er seine Hand runter nehmen würde, was er auch machte. Dies ließ sie erleichtert aus Atmen und sie hörte seine Fragen an „ Nun um ehrlich zu sein habe ich mich wohl verlaufen und eine Begleitung hatte ich noch nie, da ich bis jetzt keine gebraucht habe“ sollte er angreifen konnte sie zum einem Rennen und ihm gleichzeitig ins Schlafland mit ihrer Stimme befördern, weswegen sie bis heute nie eine Begleitung je mitgenommen hatte! Allerdings wünschte sie sich dies gerade, den würde sich hier jemand auskennen wäre sie besser dran, wie gerade eben. Die nächste Frage von ihm und dieser Blick von ihm dazu ließen sie kurz lächeln, den so konnte man es auch sehen, da sie sich wirklich mit Kräutern etwas auskannte und deren Wirkung wusste, wenn auch noch nicht von allen … immer noch mit einem Lächeln meinte sie wobei sie ihren Kopf mit schüttelte „ ich kenne mich zwar etwas mit Kräuter aus und studiere Medizin ja … aber deswegen bin ich nicht hier … eher nun ich wollte mir einen ruhigen Ort suchen um zu lernen, den ich weiß auch noch nicht alles leider“ bei ihren letzten Worten wurde sie etwas rot und schaute nun genauer hin, der Mann vor ihr musste ziemlichen Hunger gehabt haben, wenn er schon ein Wildschwein erledigte und sie? Nun sie würde sich so was nicht trauen wobei, wenn sie wirklich Hunger hätte vielleicht, aber noch war es erträglich … zum anderen, was er vielleicht nicht sah stand er gerade an einer Stelle wo essbare Kräuter standen … Beeren würde sie auch bestimmt finden, wie Pilze, wenn sie wirklich mehr Hunger bekommen sollte. Yuna stand da und schaute ihn immer noch an auch, wenn er Blutverschmiert war, wo sie überlegte, ob sie irgendwas hatte, das er sich dies irgendwann wieder Abwaschen konnte. * Mhm mal überlegen … * wieder schaute sie sich um, den ihre Bücher hatte sie mit ja … nur nichts weiter außer vielleicht noch Taschentücher, welche allerdings nicht reichen würden für ihn, den er war groß … eindeutig. „Und was machen sie hier?“ sie konnte es sehen, aber nun sie wollte nur freundlich bleiben selbst, wenn er sie für dumm oder blind halten sollte, was ihr gerade teilweise egal wurde.


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Micha

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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 16:19
 
Während sie sich erklärte, hatte Viral angefangen, sich das Blut von den Klauen zu lecken und sich zu putzen. Er hatte keine so raue Zunge wie eine echte Katze, aber die Macke bekam man nicht aus ihm raus und besser als hier blutüberströmt da zu stehen, war es allemal. Außerdem hatte es immer noch diesen schönen köstlichen Waldgeschmack... "Eine starke und schöne Frau also gleichzeitig", meinte er zu ihrer Aussage, dass sie keine Begleitung bräuchte. Sie erinnerte ihn an Arianna, eine der Generäle unter dem Spiralkönig und vielleicht die Gefährlichste. Sie war wunderschön, hatte einen vollen, weiblichen Körper und viele Männer unter sich, die sich prügelten, um ihr die Füße küssen zu dürfen. Viral war ihr auch schon oft verfallen, aber mit der Skorpiondame sollte man es sich auch nicht verscherzen... Sie war so grausam wie schön. Und sie war stark, wusste was sie wollte. Niemand, der enge Bande schmieden könnte. Die Frau hier war anders und er ließ sie nicht aus den gelben Katzenaugen, während er sich den Arm ableckte. "Stark, schön und klug zugleich. Nur der Narr würde denken, er habe schon alles gelernt. Ruhig ist es hier wahrlich, wenn man nicht gerade einem Jäger über den Weg läuft" Seine Pupillen verengten sich einen Moment zu schmalen Strichen, nur um sich eine Sekunde danach wieder zu weiten. Sie war keine Gefahr und wohl nur eine Schülerin. Er machte sich keine Sorgen, dass sie ihn angreifen könnte.
Auf die Frage musste er dann aber doch stocken und sah sie etwas unverständlich an, während er mitten in der Bewegung anhielt und mit der Zunge am Unterarm verharrte. Was er hier machte? Da lag ein angefressenes Wildschwein, er säuberte sich gerade und... Also die Frage war etwas dämlich. "Wonach sieht's denn aus, schöne Frau?", knurrte er etwas unwirsch. "Gejagt hab ich, gefressen hab ich, das Blut wasch ich mir ab. Danach lager ich den Rest für den Winter... wenn es hier einen Winter gibt" Über diese Frage hatte er noch nie nachgedacht. Gab es hier die Jahreszeiten wie in seiner Welt? Klar, richtige Schneewinter hatte es in seiner Region nicht gegeben, aber Dürreperioden, in denen die Tiere in fruchtbare Gefilde gezogen waren und die Pflanzen sich versteckt hatten. Er hatte schon ein paar Winter miterlebt, als er Menschen gejagt hatte und dafür oft Monate oder Jahre von der Oase des Spiralkönigs weg gewesen war. Sein erster Winter hatte ihn noch überrascht und er hatte es erfahrenen Beastmen zu verdanken, dass er nicht erfroren und verhungert war. "Jedenfalls stelle ich es mir logisch vor, dass es hier einen Winter gibt. Hier gibt es Tiere, die sammeln und sich Bauten graben. Die Kaninchen hier haben breite Pfoten und kurze Ohren, das deutet auf Kälteperioden hin. Eure wilden Borstenschweine haben Lederhaut und..." Viral beugte sich zu dem Schädel runter und zog ihn mit dem Rest des Kadavers nach oben, um der Dame die Zähne zu zeigen. Während er also mit der einen Hand dem toten Vieh zwischen die Ohren packte, ihm die nicht verzehrten Innereien auf die Füße klatschten und Blut zu Boden tropfte, sperrte er mit der anderen Hand dem Schwein das Maul auf und zeigte neben den kleinen Hauern die dunklen Backenzähne und die gelben Frontzähne. "Das sind Zähne für Samen, Nüsse, Gräser, Rinde, Obst, alles mögliche. In Notsituationen sicher auch Fleisch, Knochen... Das sind Zähne von Tieren, die einige Zeit von wenigen, kargen Nahrungsquellen leben müssen" Es zeigte sich deutlich, dass Viral nicht dumm oder ungebildet war. Er hatte ein großes Wissen davon, wie man überlebte, wie man jagte und seine Umgebung einschätzte. Er konnte sogar Lesen, schreiben und etwas rechnen. Dumm war er nicht, auch wenn man das denken konnte, so wie er aussah und wie er sich abmühte, die Welt zu verstehen.


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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 17:05
 
Er fand sie schön? Also dies hörte sie bis jetzt von niemanden außer ihm oder wollte er einfach auch nur versuchen ihr gegenüber freundlich zu sein? Den auch, wenn er auch etwas verwahrlost aussah! Dumm schien er weniger zu sein, wenn er sich immerhin zu helfen wusste und auch wusste, wie man Jagte um zu überleben. Das er sich Putzte wie eine Katze fand sie irgendwie ja seltsamerweise sogar niedlich und auch seine Augen, welche sie auch an eine Katze erinnerten. Damals bei sich zu Hause hatte sie auch immer Streunern etwas zu fressen gegeben, wenn sie einfach zu dünn waren oder sie gerade Junge bekommen hatten. „Einer meiner Dozenten meinte eins mal, wo ich ihn zustimme, das egal, wie alt man sein mag man immer noch andere Dinge lernen kann! Auch das man eh egal, wie Alt man ist nicht einmal ausgelernt hat und wie alle von einander lernen können, die jüngeren von, den Erfahrungen, der alten und die alten von den Ideen der jüngeren“ sie lächelte wieder und dann kam genau dies, was sie angenommen hatte. Er erklärte es ihr und sie nickte selbst, wenn sie so was noch nicht gesehen hatte nicht bei Tieren zumindest und ein echter Kadaver, war etwas anderes, wie diese woran man lernte, wie man jemanden Verarztete oder dessen Leben rettete. An diesen Anblick sollte und musste sie sich gewöhnen auch an, das Blut welchen immer noch floss. „ Bei mir wo ich her komme gab es immer einen Winter, wenn auch leider selten mit Schnee und, wenn doch war dies immer zu freunden, der kleineren“ alles außer ihr, da sie meist ausgeschlossen worden war und sie kaum Freunde besaß und dies weswegen? Damals wollte sie einfach nur lernen, was anderes gab es selten, wo sie sich mit irgendwem vergnügt hatte. „Ihr müsst schon oft gejagt haben um so ein Wissen zu haben und sehr Intelligent, den ohne jegliches Wissen oder einen Verstand um nach zudenken, wie man ab besten etwas zerlegt sollte man ich glaube nicht jagen, wo ihr mich gerne Korrigieren könnt sollte ich mich irren? “ sie lächelte etwas und seufzte, den nur mit der Zunge sich zu säubern … „ich glaube ein Bad wäre besser um, das Blut ab zubekommen oder, was meint ihr?“ ob er genauso, wie eine Katze auch aus einem Fluss springen würde nur um nicht all zu Nass zu werden? Katzen konnten zwar schwimmen, aber taten dies sehr ungern und er war wohl auch so, wenn er sich schon, wie eine verhielt. Also schüttelte sie wieder ihren Kopf, wobei sie seufzte „ Leider ist ich kein Fluss in, der nähe zumindest höre ich keinen, was euer Glück ist ...“ ihn zwingen? Nein das war nicht ihre Art sie wollte nur sehen, wie er reagierte um ihn besser einschätzen zu können … den war sie zu freundlich und er doch Gefährlich würde dies nicht gut enden, aber war er nicht Gefährlich würde sie vielleicht noch etwas Locker werden, wo sie allerdings nicht wusste, wie dies aussehen mochte. Aber gut sie schaute sich etwas um, den hier war es Moderig … an einigen Bäumen und Felsen wuchs Moos und die Erde war ziemlich dunkel außer, wo das Schwein lag oder die Reste davon … dort war es eher Rot. Was sie suchte? Nun eine Beere, welche fast wie Seife war … sie schäumte etwas sobald man sie in, der flachen Hand zerrieb und man konnte sich damit auch ohne Wasser damit gut sauber bekommen. Das Problem lag nur darin, diese zu entdecken, da sie sich gerne unter Blättern versteckte um nicht eindeckt zu werden außer im spät Sommer. Aber dennoch suchte sie danach und schob dabei einige Blätter bei Seite, welche kleine Nadeln hatten „Autsch mist“ nun sei es drum … sie suchte weiter und fand schließlich, was sie gesucht hatte „hier damit werdet ihr auch Sauber und ihr müsst kein Wasser verwenden nur vielleicht etwas Spucke … mehr nicht“ sie schaute in seine Richtung und hielt ihre Hand hin, die Beeren waren nicht Giftig man könnte sie sogar Essen, wenn man dies wollte allerdings waren sie als Medizin oder Seife durch aus besser geeignet, da sie auch einen eher Angenehmeren Geruch, wie Blut hatte … und nein sie Ekelte sich nicht … sie wollte ihn nur ohne das Blut sehen … wo sein Gesicht schon reichen würde, den Rest? Kurz schaute sie hin und nein den lieber nicht … sie wurde natürlich wieder leicht rot wobei sie verlegen ihre Kopf wegdrehte, aber immer noch wartete ob er es annahm oder nicht war seine freie Entscheidung. Was sie danach machen würde? Nun versuchen wieder raus zu finden oder einen Platz wo sie etwas bleiben konnte in Sicherheit auch, wenn sie sich etwas verteidigen konnte ihre Schwäche waren immer noch Nahkämpfe, wo sie eben nur vom weiten her reagieren könnte.


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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 18:13
 
Dass Schnee Spaß machen konnte fiel Viral schwer zu glauben. Schnee hatte für sie immer Schwierigkeiten bedeutet, denn mit dem Schnee kam lähmende Kälte, wurde es schwerer, Witterungen aufzunehmen und vor allem die Schneeblindheit hatte viele seiner Kollegen ereilt. Auch ihn hatte es in jungen Jahren erwischt, wenn auch nur temporär... "Dein Volk hat Spaß im Schnee? Schnee ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte und Winter können grausam sein, wenn sie einen unvorbereitet treffen..." Er hatte wohl noch viel über diese Welt zu lernen... auch wenn er schon in der Stadt gemerkt hatte, dass man sich hier weniger Sorgen um die Nahrungsaufnahme machte... er hätte heute auch sicher wieder im Abfall wühlen können und sicher dort was essbares gefunden. Die Menschen hier warfen eine Menge weg, was noch genießbar war... Aber zum einen hatte er nicht auffallen wollen und zum Zweiten hatte der Wald ihn genug gerufen. Er hatte den Nervenkitzel der Jagd und den Geschmack frischen Blutes zu sehr vermisst.
Viral warf sich ein bisschen in die Brust, auf der zwei breite Narben prangten, die sich überkreuzten. Die Bewunderung der Worte, die die junge Dame sprach, tat ihm sichtlich gut und er grinste etwas, während er die Muskeln nicht ganz ohne Protz anspannte und damit deutlich unter der Haut abzeichnete. "Ich bin ein verdammt guter Jäger, Lady, das ist wahr! Ich habe im Wald, in der Wüste, der Steppe und im Gebirge gejagt und bin oft siegreich heimgekommen. Ich kann überall überleben. Natürlich braucht es Verstand und Erfahrung, um so gut zu werden, nur Kraft und Geschwindigkeit allein reichen nicht. Man muss lernen, sowohl durch eigene Fehler als auch durch die Erfahrungen der Alten. Man muss sich merken, wie bestimmte Spuren aussehen, man muss seine Umgebung kennen, die Beute wie andere Jäger, es gibt viele Faktoren die über Erfolg oder Niederlage entscheiden. Wilde Borstenschweine sind nicht einfach zu erlegen, die haben einen sensiblen Geruchssinn und kennen den Boden besser als man selbst. Man muss vorsichtig sein, wenn man sie alleine jagt, sie sind kräftige Gesellen und können einem einsamen Jäger gefährlich werden, egal wie stark er ist" Er deutete auf die beiden breiten Narben auf seiner Brust und sein sichtbarer Stolz brach dabei nicht ab. "Die hier hab ich mir geholt, als ich wilde Büffel gejagt habe, um meine verletzten Kameraden zu versorgen! Der Leitbüffel ist auf mich los, als ich ein Kalb erlegen wollte und es nicht weit genug abgeschnitten hatte. Ich habe an diesem Tag eine wichtige Lektion gelernt und seitdem würde ich nie wieder alleine einen Büffel jagen. Die erlegt man nur im Rudel am besten" Ja... im Rudel. Das Rudel, dass er jetzt nicht mehr hatte. Seine Gefährten fehlten ihm, aber er war Vogelfrei... selbst wenn er nach Hause zurückkehren könnte, man würde ihn gnadenlos hetzen, niemand würde ihm helfen, er hätte also ohnehin kein Rudel mehr...
Aus seinen trüben Gedanken wurde er von der schönen Frau, deren Namen er nicht kannte, wieder heraus gerissen und sofort sträubten sich im die Haare im Nacken, als sie von einem Bad redete. Zwar wusch er sich auch schon mit Wasser, aber nie mehr als nötig. Und baden kam ihm gar nicht in die Tüte! Nicht freiwillig! "Ich bade nicht" erwiderte er nur knapp und mit einem knurrenden Ton, bevor er damit fort fuhr, sich mit der Zunge zu putzen. Die Frau dagegen schien etwas zu suchen, vielleicht doch ein paar Kräuter? Als sie dann aber plötzlich aufschrie, machte Viral automatisch einen Schritt nach vorn, um ihr zu helfen. Er hatte einen Sinn für das Gemeinsame... aber sie ließ sich nicht beirren und richtete sich im nächsten Moment auf, um ihm die Hand mit einigen Beeren zu reichen. Misstrauisch kam er die fehlenden Schritte näher und sah sich die kleinen Früchte erstmal an... Beeren, die einen säuberten? Das hatte er ja auch noch nicht gesehen. Vorsichtig nahm er eins der kleinen Dinger aus ihrer Hand auf, erstaunlich präzise für die krallenbewehrten riesigen Hände. Aber er kratzte sie nicht mal. Dann roch er an dem kleinen runden Ding und zerdrückte es zwischen den Fingern, wobei der Saft austrat und tatsächlich eine seltsame Konsistenz hatte. Als er sich damit die Hände abrieb, verschwanden einige Blutflecken tatsächlich leichter und auf seinem Gesicht machtes sich Überraschung breit, während er die restlichen Beeren nahm und sich damit säuberte, wobei er an einigen Stellen die Zunge zu Hilfe nahm. Die Beeren schmeckten nicht unbedingt, aber sie machten sauber und so hatte er das gröbste Blut bald runter. "Wie findet man die? Scheinen nützlich zu sein... Die unbekannte Lady ist klug und kennt sich aus mit den Pflanzen dieser Welt" Er deutete damit indirekt an, dass er ihren Namen nicht kannte, sie aber durchaus respektierte. "Mein Name ist übrigens Viral" Er konnte sich ja zumindest mal vorstellen.


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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 18:53
 
So wie es klang hatte er keine guten Erfahrungen machen können mit, dem Schnee oder Winter im allgemeinen. Das der Winter grausam sein konnte wusste sie und doch hatte er auch schöne Seiten an sich, wenn man nur genauer hinschaute. Die vielen verschiedenen Flocken, wo nicht eine, der ersten glich oder die vielen Eisblumen, welche sich an, den Fensterscheiben absetzten bis sie am frühen Morgen leider begannen zu tauen. Oft glitzerten sie, als würden sie auch Tauschenden von kleinen Diamanten bestehen, welche um, die Wette versuchten sich gegenseitig zu übertreffen. Dies konnte man leider nur Abends oder an ganz kalten Wintertagen sehen, was allerdings immer wieder schön war. Das gefährliche war, dass man dieses Wetter oft unterschätzte und von Abgestorbenen Gliedmaßen hatte sie schon gehört, welche man einfach nicht mehr retten konnte und man sie einem Entfernte. „Einige mögen, den Winter ja … ich weiß es nicht, da ich lieber drinnen geblieben bin und nur Raus um zur Schule zukommen, da nun ja draußen war es für eine Außenseiterin, wie mir nicht sehr angenehmem“ sie dachte immer, das ihr dies nichts ausmachte und doch irgendwo wünschte sich doch jeder jemanden zu reden oder nicht? Sie hatte sonst nur ihre Bücher … ihren Gesang und, wenn sie Lust dazu hatte ihre Malerei. „Ihr habt schon viel Erlebt … ich war noch nie so weit … in seiner Steppe oder Wüste … auf einer Seite tut ihr mir Leid, aber auf einer anderen Seite beneide ich euch etwas, das ihr dadurch soviel an Erfahrungen sammeln konntet“ das er sich nicht Baden wollte lies sie leise lachen … wieso? Er war wirklich, wie eine Katze in diesem Sinne oder einfach jemand Wasserscheues, weswegen sie ja diese Beeren gesammelt hatte und er nun sich säuberte damit. Die frage wo man diese fand konnte sie ihn beantworten „Das ist einfach … hier ist es weder wirklich Warm noch kalt … der Boden ist schön dunkel und den Steinen, wie Bäumen Wächst Moos … dies ist ein guter Raum für diese Pflanze hier mit, den Stacheln die ganz schön schmerzen … doch dies war es mir Wert ... vor Aufregung war ihr, der Name dieser Pflanze Entfallen, was sie wusste sie würde auch bald Früchte tragen und dies auch Essbare „unter ihr findet man diese Pflanze, dann meist sofern man lange sucht … allerdings muss man Aufpassen eine andere, die auch unter so einer Pflanze wächst und dieser hier Ähnlich sieht verursacht eher Juckreiz also man muss sie schon unterscheiden können die einige hat einen Grünen Strunk, wie diese und die andere einen roten daran kann man sie erkennen ansonsten weniger wieder lächelte sie wobei sie ihn nicht anschaute … langsam wurde es doch zu viel, den nun ja sie hatte ja noch niemanden behandelt! Zumindest nicht so, das er ständig obenrum nichts anhatte und dies solange. Er sagte ihr seinen Namen, was sie ihn nun doch anschauen ließ „Freut mich … ich heiße Yuna“ wieder lächelte sie und irgendwie gewann sie mehr bei ihm vertrauen … er war nicht schlecht und auch nicht böse einfach vielleicht etwas knurrig aber dennoch lieb, was sie zumindest von ihm annahm. „nun seit ihr immerhin wieder Sauber ...“ wie sie schon gesagt hatte ältere konnten auch von jüngeren lernen, wobei wie alt war er überhaupt? Nun dies würde sie gewiss nicht fragen, das wäre wirklich unhöflich.


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Micha

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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 19:23
 
Die Frau gefiel ihm, sie bewunderte ihn ein wenig und genug, dass er sich geschmeichelt fühlte aber nicht genug, dass es für ihn unglaubwürdig wurde. Viral war eben ein Mann und ließ sich gerne ein wenig beschmeicheln. Vor allem von den Damen - wobei er mit Ehre im Leib ausgestattet war und sich zwar von den Fräuleins gerne bewundern lies, aber keine zu etwas anstiftete, dass sie nicht wollte, mochte sie noch so schön sein. Arianna war da anders, sie spielte offensiv mit ihren Reizen und forderte fast aggressiv zu gewissen Spielchen auf. Die Frau hier war da ganz anders, viel zarter, sanfter, Frieden suchend. Es war angenehm, ihre Stimme zu hören, sie war nicht zu quietschig oder zu tief, mit einer schönen Sprachmelodie. "Warum tu ich dir Leid? Ich habe so gelernt, mich überall zurecht zu finden und überall zu überleben, ganz gleich in welcher Umgebung. Am liebsten ist mir allerdings der Wald, dort ist die Überlebenschance am höchsten, wenn man wild sein muss. Auch wenn die Stadt ihre Vorteile hat. Gerade Außenseiter sind da aber nicht gern gesehen.. wie in allen Gruppierungen. Wer anders ist, hat dort selten wirkliche Chancen. Das ist nur natürlich. Ein auffälliges gefärbtes Tier bringt die ganze Herde in Gefahr, weil es leicht von Räubern erspäht werden kann. Oder von der Beute, wenn es ein Raubtier ist. Es ist also reiner Überlebensinstinkt - leider zum Leidwesen derer, die ausgeschlossen werden. Obwohl es in einer solchen Zivilisation gar nicht mehr nötig sein müsste..." Er fühlte sich hier selbst als Außenseiter, aber der Frau machte es wohl mehr aus als ihm. Er kam alleine schon zurecht, aber ihr schlug es aufs Gemüt.
Sie war aber immerhin so freundlich, Viral über die Pflanze aufzuklären. Er nickte, während er sich den Fundort einprägte. Zur Not konnte er sie hier dann eigentlich immer finden und sich somit vielleicht den einen oder anderen unliebsamen Geruch vom Hals schaffen. Ein bisschen zivilisiert war er ja schon... "Danke, es wird sicher nützlich sein, Lady Yuna" Auf ihre Vorstellung legte er sich die Linke Hand ans Herz, stellte den rechten Fuß vor, legte die rechte Hand auf den Rücken und verneigte sich, wie er es damals gelernt hatte. Es waren mehr alte Gewohnheiten, aber sie war wohl verglichen mit ihm sehr edel. "Ja, sauber zu sein hat etwas für sich, nicht wahr" Er grinste etwas und offenbarte die spitzen Zähne dabei. Hässlich hatte er sich nie gefunden, auch wenn es ihm darauf nie angekommen war. Seine Muskeln waren das Ergebnis langer harter und entbehrungsreicher Jahre und er hatte eben das Aussehen eines Kriegers - vor allem aber dessen Herz. "Du scheinst die Pflanzen hier sehr gut zu kennen. Würdest du mir noch mehr zeigen? Beutetiere von Jägern zu unterscheiden ist leicht, aber Pflanzen, ob nun essbare oder heilende, sind da schwieriger... wo ich herkomme, gibt es nicht viel Pflanzenwelt, ich könnte die Sorten, die ich kenne, an zwei Händen abzählen"


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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 20:56
 
Warum er ihr leid tat? Diese Frage war einfach zu beantworten, wenn man sie zum einen sah und zum anderen etwas kannte. Die Dämonin gehörte nun mehr zu, den friedlicheren arten und nicht zu diesen anderen, welche nur Unsinn im Kopf haben oder eben Kriege, wo sie sich immer Streit suchten, wenn sie eben nichts anderes finden konnten. „Nun ich könnte es mir nicht Vorstellen alleine durch eine Wüste zu laufen oder durch eine Steppe … ich meine ich bin zwar gerne draußen, aber ohne sonst jemanden? Irgendwann würde ich mich doch noch Einsamer fühlen als, wie ich es eh schon tue zum anderen habe ich weder Erfahrungen im Jagen noch Töten … immerhin möchte ich Leben retten und sie nicht beenden irgendwann auch, wenn ich weiß, das der Tod zum Leben gehört … die einen müssen sterben, damit andere Leben können dies ist, der gesamte Kreislauf“ leise seufzte sie und fügte hinzu „ Aber davon abgesehen ihr habt, wie es sich anhört diese Erfahrung und deswegen beneide ich euch, da ihr eben überall überleben könnt ohne weitere Probleme“ stimmte er hatte diese Erfahrung, welche sie nicht besaß und ob sie diese je haben wollte? Nun auf einer Seite konnte man so ein Wissen gut gebrauchten und auf, der anderen? Sie wusste es nicht genau, aber sie war davon überzeugt, das man als Sicherheit immer so etwas wissen sollte egal ob man es jemals brauchte oder nicht. Sie wusste nur, wie man Feuer machte … und einige Pflanzen unterschied, aber Jagen? Nein dies konnte sie nicht und hatte sie nie gelernt, wo sie nicht mal wusste, ob sie es jemals konnte ein Tier zu töten, da sie diese Tierchen auch irgendwo gern hatte. Er nannte sie Lady Yuna auch etwas, was sie nicht kannte und auch nicht diese Verbeugung … aber sie hatte davon mal gehört, das es mal Männer gab mit Ehre und das Herz am rechten Fleck hatten. Diese taten sich so meist vor jemanden verbeugen meist vor Frauen oder Männern, welche sie Respektierten. „Ihr seit nicht zufällig ein Ritter? Oder welcher noch nach deren Kodex handelt?“ einen wahren Ritter wollte sie schon als kleines Mädchen mal kennen lernen, was weit vor ihrem Interesse mit, der Medizin lag. Sie hatte damals immer, die Bücher mit diesen Geschichten verschlungen und später noch dazu gelernt, wenn sie sich ablenken musste. „Ja sauber sein hat was für sich … vor allen sieht man, dann nicht mehr all zu bedrohlich aus … und man sieht, wenn man genauer hinsieht bei einigen ihren Wahren Charakter … wie ich finde und ihr müsst viel Erlebt haben schon allein wegen, den Narben“ das er seine Zähne zeigte faszinierte sie und ja sie musste etwas ihre Neugier herunterschrauben, den sie wollte wissen, ob diese so spitz waren, wie sie aussahen? Ob er damit genauso behutsam, wie mit seinen Krallen sein konnte? * natürlich ist er dies * innerlich seufzte sie und dann hörte sie ihm zu „die welche ich kenne kann ich euch gerne Schritt für Schritt beibringen, aber die ich nicht kenne muss ich selbst nach lesen … dazu habe ich ja meine Bücher immer bei mir oder meist“ leicht lächelte sie wieder, was nun ja bei ihm ging es irgendwie und er brachte sie auch dazu irgendwie. „irgendwie ist es angenehm mit euch zu reden … Viral, dies hatte ich auch bis jetzt nie außer paar Worte habe ich bis eben nicht mit jemanden gesprochen, wo es mit euch anderes ist … ziemlich anderes“ ob sie es ihm hatte so sagen sollen? Nun wieso nicht, den es war einfach, die reine Wahrheit.


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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 21:30
 
Wieder legte Viral den Kopf schief, was sogar seine bedrohliche Form ruhig, zahm und fast knuffig aussehen lassen konnte. Yuna sah auch nicht aus wie jemand, der mit dem Leben, dass er gelebt hatte, klar kommen würde. Die Welt der Spiralen und Anti-Spiralen war rau und nur, wer hart wurde, überlebte dort. So ehrvolle Krieger wie ihn gab es nicht sehr viele, man lebte dort häufig nach der Ellenbogenmentalität. Beastmen waren sowieso Kreaturen, denen die Emotion völlig abging - nun, wie auch in der Ehre war Viral da die große Ausnahme. Sehnte er sich doch so sehr nach dem Gefühl der Liebe und der Geborgenheit... Nach einer Familie, die er beschützen und für die er sorgen konnte. Yuna war nun nicht gerade ein Püppchen, man sah es an ihren Bewegungen, flüssig aber zielgerichtet. Keine Kämpferin mit den Fäusten, dazu war die Haut zu zart, aber durchaus jemand, mit dem man sich nicht leichtfertig anlegen sollte. Und trotz ihrer Erfahrungen als Außenseiter immer noch mit dem Wunsch nach Gesellschaft. Sie war ein gutes Kind...
Als sie ihn dann als Ritter bezeichnete, schnappte er aus seinen Gedanken auf und wurde gleich darauf leicht rot. Kratzte sich am Hinterkopf, sah zur Seite und lächelte etwas verlegen. Ja, auch er kannte die Geschichten über Ritter, auch unter den Beastmen gab es Geschichten und es war ihm erlaubt gewesen, Bücher zu lesen. "Wenn du mich so nennen willst?", meinte er nach einem Moment und sah mit einer Mischung aus Unsicherheit und vorsichtiger Freude wieder zu ihr. "Den Kodex, dem ich folge, hab ich selbst geschrieben. Wenn wir die Ehre verlieren..." Er dachte einen Moment lang nach. Ja, er hatte auch den König danach gefragt... warum er moralisch war, die anderen aber nicht? Warum ihm eine Kapitulation etwas bedeutete, warum ihm die Gefangenen und Sklaven so zuwider waren... "... Menschlich bin ich nicht, nicht mehr. Aber wenn ich die Ehre verliere, dann bin ich völlig ein Tier. Ich lebe schon nach einer Art Kodex. Und wenn du in mir einen Ritter sehen willst.... wer bin ich schon, zu widersprechen, Lady Yuna?" Es schmeichelte ihm wirklich, er fand es richtig schön, dass hier sowas wie Moral noch hoch geschätzt wurde. Gerechtigkeit und Ehre bedeuteten hier mehr als ihr Wortlaut auf dem Papier. Und sie freute sich so, einen 'Ritter' gefunden zu haben, das gefiel ihm irgendwie.
"Sah ich vorher so grauenerregend aus?", scherzte er glucksend, als sie meinte, dass er jetzt weniger bedrohlich aussah. Bei der Bemerkung zu seinen Narben warf er sich noch mal in die Brust und posierte fast ein bisschen. Nur ein wenig, straffte den Rücken und präsentierte seine Narben stolz. "Ja, ich habe schon einiges hinter mir, auch wenn man es nicht glauben will. Ich sehe jünger aus, als ich bin, aber Narben erzählen manchmal mehr Geschichten als ganze Bücher" Er zeigte auf eine Narbe an der Schulter, die ziemlich tief ging. "Da hat mich mal ein Timberwolf gebissen. Das Rudel und ich hatten dieselbe Ziege im Blick, also gingen die Viecher auf mich los. Das haben sie aber bereut, die ersten drei hab ich in der Luft zerrissen! Einer hat mich dennoch erwischt, aber geflohen sind sie schlussendlich doch alle. Die Ziege ist zwar auch entwischt, aber die Wölfe waren nahrhaft genug. Die Felle konnten wir gerben und für den Schlafplatz verwenden. Es hatte alles sein Gutes" Viral war stark und konnte bei Bedarf brutal werden. Aber genauso hatte er eine sanfte Seite, kümmerte sich um verletzte und kranke Gefährten, beschützte Schwache und Kinder mit der Leidenschaft eines Löwen und wie man vorhin gesehen hatte, konnte er mit seinen Klauen auch sehr behutsam sein, wenn es sein musste. Tja, auch ein Puma war eine Katze und so hatte auch Viral viel felines.
Gerade wollte er sich auch bedanken, als sie meinte, sie würde ihm gern die lokale Flora näher bringen, als sie meinte, man könne sich mit ihm gut unterhalten. Er wurde wieder leicht verlegen und grinste, während er kurz den Blick abwendete. "Vielleicht liegt es daran, dass wir beide Außenseiter sind, das schweißt zusammen. Du hast eine angenehme Stimme, ich höre dir gerne zu. Bisher bin ich hier auch noch recht alleine, du bist eine der wenigen, die sich mal ein paar Minuten länger mit mir unterhalten können... Dabei ist deine Sprache der meinen so ähnlich" Abgesehen von einigen Akzenten, wie das tief gegrollte R oder die langezogenen Zischlaute, könnte man meinen, dass Viral aus dieser Welt kam. Was technisch betrachtet nicht falsch war...


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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   Sa 25 Nov 2017 - 22:01
 
Für sie gehörte er dazu, da er so handelte und sie langsam auch, das Gefühl bekam diese Rolle stand ihm recht gut. Sie würde ihn definitiv zu einem Ritter ernennen, wenn sie die Macht dazu hätte und keine gewöhnliche Dämonin wäre. Diese hatte sie nicht, aber sie konnte ihm im Gedanken und Privat so nennen und auch so sehen, wenn sie es wollte. Es gab immerhin nicht viele wie ihn, welche ihr Herz dort hatten, wo es hingehörte und sie glaubte ihn durch auch mehr trauen zu können. Das jemand so schnell schritt für schritt ihr Vertrauen gewinnen konnte? Wenn ihr dies jemand heute Früh oder vor einer Woche gesagt hätte? Nein sie hätte bestimmt niemanden dies geglaubt und zum anderen, wer war sie schon so was zu erhoffen? Sie hatte so weit hier nur sich selbst und vielleicht einige, welche sie nur Bloß stellen wollten, da sie vieles nicht kann oder nicht mochte. Die Einladung zu, der Party war bestimmt auch nur eine Falle gewesen, wenn sie zu gesagt hätte und so war sie froh eher hier bei ihm zu sein. Den sie traute es ihm nicht zu, das er sie Bloßstellen wollte oder der gleichen. Wer wusste schon vielleicht würde er eher für sie einstehen, wenn er davon wusste oder dies je mitbekommen würde. „Ehre hat nicht jeder von daher sehe ich euch als Ritter ...“ damit war es klar, den es stimmte ja irgendwo. Das er etwas verlegen wurde fand sie niedlich, weswegen sie leise lachte … aber so, das sie ihn nicht beleidigte sondern ja vielleicht konnte er es sich denken wieso. Sie begann ihn langsam zu mögen, das war auch etwas neues für sie. „Timberwolf?“ von so einen hatte sie noch nicht gehört oder gar gelesen, aber dies konnte man nach holen irgendwann. „Ja alles hat sein gutes irgendwo, wenn man es so sieht … ich glaube ja daran, das alles seinen Sinn hat man muss ihn nur erkennen“ so sah sie es eben andere wieder nicht und lachten sie daher eher aus. Das sie beide Außenseiter waren, dies konnte durch aus sein, das dies sie beide zusammen schweißte. Sie hatten irgendwo, das selbe Schicksal sie waren beide irgendwie anderes, wie andere sie wegen ihrer Sanftmut und ihren verschiedenen Augen und er? Nun wieso? Leicht verzog sie ihre Augenbraue fragend, aber traute sich nicht … vielleicht wollte er ja darüber noch nicht reden und zum anderen hatte sie gerade einen Tropfen abbekommen, wo sie langsam nach oben schaute. Die Wolken hatten sich zugezogen und es begann zu regnen „Ich hätte doch einen Regenschirm mitnehmen sollen“ und schon schüttete es wie aus Kannen auf beide nieder, wenn er seine Beute lagern wollte, dann schnell und ja, wie er es gelernt hatte. Dies konnte sie nicht wissen und genau dieses Wissen fehlte ihr, wo er nun wohl besser wissen würde, was zu tun wäre um nun wieder trocken zu werden und etwas zu finden, wo es trocken blieb.


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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   So 26 Nov 2017 - 0:10
 
Es hatte schon was, von einem Vogelfreien zum Ritter erklärt zu werden. Nun ja, gut, nicht offiziell, aber immerhin gab es eine schöne, kleine Lady, für die er ein Ritter war. Ohne Rüstung, barbarisch, aber immerhin doch mit Ehre im Leib. Und genau die wusste Lady Yuna zu schätzen und es ließ ihn schon einen guten Zentimeter wachsen. Er war hier vielleicht nicht so falsch wie er gedacht hatte... Es wurde jedenfalls gerade sehr viel besser als noch gestern.
Dass so eine zarte Dame nichts von einem Timberwolf gehört hatte, wunderte ihn nicht weiter, auch wenn sie offensichtlich sehr belesen war. "Gibt es die hier nicht?", erkundigte er sich dennoch. Es war ihm aufgefallen, dass die Tiere hier etwas anders aussahen, vermutlich einfach durch das Klima. Und da er ihr ohnehin gerne etwas erklärte, setzte er das gleich fort. "Wölfe gibt es hier, die habe ich schon gesehen. Sie sind aber viel kürzer, kleiner, gedrungener als unsere Timberwölfe. Ein Timberwolf ist etwa so hoch" Er hielt die flache Hand etwa auf Hüfthöhe. "Ist meistens hellbraun oder sandgelb oder was dazwischen. In der Steppe und den Sahelzonen hab ich auch ein paar mal gestreifte Rudel gesehen. Sie haben sehr lange Beine, große Ohren und lange Schnauzen, schmale Augen. Drei Zehen, zwei vorn, eine an der Ferse. Der Schwanz ist nicht so buschig wie bei euren Wölfen, das Fell ist da eher dünn. Sie haben eine kurze Mähne am Hals, dichtes Fell zum Schutz vor Bissattacken. Sehr flink, sehr ausdauernd, sehr ausdauernd. Sehr intelligent, sehr gefährlich. Nicht viele überleben einen Timberwolf-Angriff, ich bin einer der wenigen" Man hörte ihm seinen Stolz schon an, er gab vielleicht auch ein klein Wenig an. Es gab einige Beastmen, die die Begegnung mit Timberwölfen überstanden, allein schon wegen der Tiere, die bei ihnen eingekreuzt worden waren. Aber ein bisschen Prahlerei tat ihm grad einfach gut.
Doch noch bevor er sich so richtig reinsteigern konnte und vom Vogel Rock und den Arachnaia erzählen konnte, begann es plötzlich zu schütten und er fauchte ungehalten. Er hasste Regen, besonders wenn der noch in ein Gewitter ausartete... er musste schleunigst in die kleine alte Hütte, die er im Wald gefunden hatte. Er nahm also die Reste seiner Beute und warf sie sich über die Schulter. Dass er sich damit wieder dreckig machte, störte ihn nicht, in der Hütte hatte er genug, um sich zu säubern. "Komm mit, ich habe meine Unterkunft nicht weit von hier. Da kannst du den Regen aussitzen. Schnell, bevor es noch schlimmer wird!" Viral schüttelte sich wie ein nasser Hund und lief dann voraus, um den Weg für Yuna etwas einfach zu machen.

tbc: Virals Hütte


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BeitragThema - Re: Im Herzen des Waldes   So 26 Nov 2017 - 0:37
 
Von so einen Wolf hatte sie wirklich weder etwas gehört noch gesehen, wo sie einfach ihren Kopf schüttelte auf seine Frage hin. Das er es gleich erklärte war gut, den so konnte sie nur lernen und sie mochte es etwas zu lernen solange es sie auch wirklich Interessierte und dieses Interessierte sie auch, was nicht alles war. Bei ihm könnte sie so, wie er es ihr erklärte auch, wenn er vielleicht etwas dick auftrug stundenlang zuhören. Sie hing ihm förmlich an seinen Lippen, wenn auch eher im Übertragenden sinne … seinen Worten lauschte sie weiterhin bis nun es begann zu regen und sie würden irgendwo Schutz suchen müssen. Viral hievte seine Beute über seine Schultern und meinte, das er irgendwo eine Hütte habe und sie dort, den Regen aussitzen konnte. Dies nahm sie gerne an und Folgte ihm, da nur er ihr, den Weg dorthin zeigen konnte. Sie lief ihm nach und Achtete darauf nicht über Wurzeln oder auf, den schon etwas nassen Boden auszurutschen. Den er konnte seine Beute tragen, aber sie dazu gewiss nicht und es wäre ich auch eher Peinlich von jemanden getragen zu werden auch, wenn er in ihren Augen mehr Ritterlichkeit, wie sonst jeder andere hatte, den sie kannte oder kennen gelernt hatte unglücklicherweise. „Ich hoffe es macht dir wirklich nichts aus, wenn ich solange es regnet bei dir bleibe?“ ja er hatte es zwar gesagt, das sie ihm folgen solle und doch irgendwie? Auf einer Seite wollte sie es um ihn weiterhin zu zuhören, aber zum anderen? Was war, wenn der Regen erst vor Morgen enden würde? Sie hatte nichts weiter bei und nun ja sie war nur eine junge Frau oder, wie viele noch sagten ein kleines Mädchen. Sie versuchte gerade aus zu schauen damit sie ihn nicht jedes mal Musterte, wo sie nicht mal wusste weswegen sie dies machte nein … vielleicht tat er sie einfach zu sehr Faszinieren seine Geschichten … seine Erklärungen … seine Erfahrungen all dies Interessierte sie … und sie vertraute ihn, was sie dadurch zeigte, das sie ja mit ihm mitgehen war. Den welches Mädchen würde mit einen Mann mitgehen, den sie gerade kennen gelernt hatte außer sie hatte etwas bestimmtes vor? Nun was dies genau sein sollte hatte sie nie bei den Mädchen oder Frauen gefragt, die so selbstverständlich darüber sprachen. Aber gut sie konnte leider ihren Blick nicht immer von ihm abwenden, was sie bei sich selbst entschuldigte, da sie ihn wirklich bewunderte … als sie ankamen wartete sie um rein zu gehen es war immerhin sein zu Hause nicht ihres.

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