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 Bistro "Delicious Monster"

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Yukiko Usui

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Beruf : Stundentin

BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   So 21 Jun 2015 - 0:51

Natürlich wusste Yukiko, dass nicht jeder böse Mensch Böse geboren wurde, natürlich spielt die Erziehung und das Umfeld eine Rolle, genauso wie die Ereignisse, die man im Laufe seines Lebens erlebt. Aber dennoch glaubte sie, dass manche Menschen einfach von Natur aus böse waren. Sie musste es glauben denn alles andere würde diesen schrecklichen Magiern eine gewisse Menschlichkeit verleihen und sie war nicht in der Lage, sie als einigermaßen menschlich anzusehen. Dafür war es wohl noch zu früh. Sie war durchaus gewillt zu glauben, dass Gerald mal ein ganz netter Kerl war, bevor ihre Mutter gestorben war aber mehr auch nicht. “Ich weiß, dass die meisten nicht böse geboren werden, natürlich spielen die Erziehung, das Umfeld und die Erlebnisse eine große Rolle, sie beeinflussen uns und formen unseren Charakter aber ich denke dennoch, dass es wenige Ausnahmen gibt, die schon von Anfang an böse sind. Sie haben einfach eine andere Wahrnehmung von dem was Richtig und was Falsch ist und auch wenn sie gut erzogen wurden sind sie dennoch böse“, sagte sie. Wer hatte denn schließlich nicht von dem netten Jungen aus der Vorstadt gehört, der plötzlich zum Serienkiller wurde? Sie wollte nicht von ihrer Meinung abkommen, das konnte sie einfach nicht, auch wenn Dev's Standpunkt vollkommen logisch war. Sie erschien dadurch wahrscheinlich naiv oder unfähig die Wahrheit zu akzeptieren aber all diese Experimente hatten sie geprägt, das ließ sich nicht vermeiden, und diese Magier sind ihr bis heute als böse Monster in Erinnerung geblieben. Sie als solche zu verurteilen war einfacher für sie als sich einzugestehen, dass sie vielleicht doch eine menschliche Seite hatten. Sie schloss die Augen, nur ganz kurz und atmete tief ein und aus. Sie hätte nicht erwartet, dass es ihr noch so viel ausmachte aber sie war dennoch froh darüber, nun ein einigermaßen normales Leben führen zu können. Sie erinnerte sich an Sam, der arme Junge der damals ebenfalls ein Gefangener war, er hatte es nicht so gut verkraftet und ist schließlich an den Erinnerungen zerbrochen. Jemand, der anderen Menschen so etwas antat musste einfach von Grund auf Böse sein.
Dev gehörte nicht zu dieser Sorte, da war sie sich sicher, selbst wenn er sich mal seiner Natur hingegeben hatte. Das Umfeld hatte ihn so geformt, er habe sich einfach den Erwartungen entsprechend verhalten. “Ja ich verstehe was du meinst. Die Zeit kann man nicht zurück drehen aber man kann es besser machen.“ Yukiko grinste, dieser Spruch hätte genau so in einem schlechten Ratgeberbuch stehen können.
“Doch ich finde schon, dass du das kannst denn wie du bereits erwähnt hast, hast du nur so gehandelt, weil es von dir erwartet wurde. Dein Umfeld und ihre Erwartungen haben dich geformt. Klar du hast angefangen eigenständig zu denken aber du hast auch beschlossen, nicht mehr ihren Erwartungen zu entsprechen wobei das viel schwieriger ist“, sagte sie.
Sie erinnerte sich an ihren Großvater und an all die Erwartungen, die er an sie gestellt hatte aber sie wollte nicht daran zurückdenken also konzentrierte sie sich wieder auf das Gespräch.
Als Dev seine und Ang's Krankheit schilderte, konnte sie es nicht vermeiden auf ihre Hand zu schauen, mit dem sie vorhin den Eiskristall erschaffen hatte. Klar wusste sie, dass man mit Magie jemand anderen verletzen konnte aber ihr war nicht bewusst, dass die Magie auch einen selbst so sehr verletzen konnte. Sein Beispiel verdeutlichte es ihr nur zu gut. "Verstehe, das ist in der Tat gefährlich und es freut mich, dass es euch wieder besser geht", sagte Yukiko und musste zugeben, dass es noch immer etwas gab, was sie nicht verstand. “Aber ihr beide teilt euch doch noch immer den gleichen Körper, auch wenn eure Persönlichkeiten nun vollkommen voneinander gespalten sind und ihr beherrscht noch immer Magien, zweier gegenläufiger Typen, schwarze und lichte Magie. Wieso hat es jetzt keine physischen Auswirkungen mehr auf euch?“, fragte sie. Sie war gewiss nicht dumm aber dennoch hatte sie manchmal Probleme, einfache Zusammenhänge zu erkennen. In dem Punkt war sie schon etwas langsam und wäre das ein Zeichentrick, hätte man bestimmt ihren Kopf rauchen sehen.
Auch Dev leerte seine Suppe und sie mussten gar nicht lange warten, da kam auch schon wieder die Bedienung und brachte ihnen den Hauptgang. Auch dieses Mal bedankte sich die Magierin höflich und schaute auf ihr Essen. Es sah schon mal lecker aus und es war noch ziemlich heiß also wartete sie einen kleinen Moment, bis sie sich die Gabel nahm und anfing zu essen. Es schmeckte auch ziemlich gut, es war zwar nicht so stark gewürzt wie sie es gewohnt war und es hätte auch ruhig etwas schärfer sein können aber alles in allem war es ziemlich lecker und auch ihr Magen freute sich über das Essen.


Zuletzt von Yukiko Usui am Do 23 Jul 2015 - 22:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Iezariel
Cursed Mirror
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Beruf : Harfenspieler
Spieler : Dami

BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Mo 22 Jun 2015 - 13:54

Nun, in einem gewissen Maße hatte Yukiko schon recht. Wobei man bei Psychopathen, die keine Reue kannten und Gefühle eher mimten, als sie tatsächlich zu verspüren, nicht von einer angeborenen Bosheit sprechen konnte. Sie waren gestört, das war eine psychische Krankheit, keine Wahl. Und ohne die Möglichkeit einer Wahl war von Bosheit nicht zu sprechen. Damit war Dev wohl böser als jeder Psychopath, der Menschen tötete, weil er den Drang dazu verspürte. Der Halbdämon hatte gewählt, jedes Mal aufs Neue, er hatte die Schmerzen seiner Opfer nachempfinden und verstehen können. Ein Psychopath hingegen wusste zwar, was er tat, und kannte auch die rechtlichen Folgen davon, aber er konnte den Schmerz seines Opfers, die Angst und das Leiden nicht wirklich verstehen. Diese Leute hatten kein Mitgefühl, das war es, was sie zu solchen Taten trieb, und Mitgefühl konnte man nicht erlernen wie eine fremde Sprache oder einen Text, den man vortragen musste. „Die Leute, von denen du sprichst, sind Psychopathen. Und du hast recht, sie haben eine andere Wahrnehmung, aber nicht nur von richtig und falsch. Die können kein Mitgefühl empfinden. Die kennen die Gesetzeslage, aber wenn sie Angst, Trauer oder Zorn sehen, können sie das zwar einordnen, aber nicht nachempfinden. Und es ist schwer, n Gewissen auszubilden, wenn man nicht weiß, was die anderen durchmachen. Es gibt Sachen, die kann man nicht lernen. Das macht die Taten, die diese Leute begehen, nicht richtiger oder verständlicher, aber man kann nicht davon ausgehen, dass sie nachvollziehen können, wie viel Schmerz derjenige, dem sie das antun, empfindet.“ Vielleicht wäre es für Dev einfacher gewesen, seinem Vater zu verzeihen, wenn der ein Psychopath gewesen wäre. Ein Wesen, das eben nicht in der Lage war, zu verarbeiten, was andere durch ihn erlitten hatten. Aber er hatte eigentlich gesehen, dass die Trauer, die der alte Mann bei der Beerdigung seiner Mutter gezeigt hatte, echt gewesen war. Er hatte gewusst, was er der Mutter seines einzigen Sohnes angetan hatte, und auch, wenn er das zu bereuen schien, so hatte er sie trotzdem im vollen Bewusstsein, was sie durchmachte, zerstört. Und so etwas konnte Dev nicht verzeihen. Gut, er hatte anderen auch weh getan. Aber er würde nie jemanden so sehr foltern, dass der lieber starb, als weiter zu gehen, und er hätte nie ein Mädchen gegen ihren Willen an intimen Stellen berührt. Da hatte er seine Grenzen gezogen, aus eigener Initiative heraus. Wenn er das nicht getan hätte, hätte Ang ihn wahrscheinlich auch nicht letztlich doch akzeptieren können.
Und damit hatte er sich eventuell auch schon irgendwo der Erwartung der Gesellschaft widersetzt. Erwartet hatte man von ihm gewissenlose Bosheit, und die war nie vorhanden gewesen. Er hatte Hemmungen gehabt, er hatte immer entschieden, was er tat und was er sich leisten konnte. Und er hatte sich nicht die ausgesucht, die sowieso schon ein grausames Leben hatten. In seiner alten Schule war ein Junge gewesen, auf dem alle herumgehackt hatten, und als jemand, der selbst ausgestoßen war, wollte er diesen Jungen nicht noch weiter an den Rand stoßen. Denn irgendwann hätte dieser Schmerz seinen Tribut gefordert, und an einem Selbstmord wollte Dev nicht die Verantwortung mit tragen. „Ganz hab ich das vielleicht auch nie. Ich hab anderen weh getan, und das mehr als nur n bisschen. Ich hab mal nem Basketballspieler aus dem Schulteam die Kniescheibe zertrümmert, aber ich hab aufgehört, wenn ich Leben hätte zerstören können. Das Leben meiner Mum wurde durch meine Geburt zerstört, und ich denke, das reicht. Ich hab nie jemanden zum Krüppel geschlagen und ich hätte niemals ein Mädchen vergewaltigt oder jemanden terrorisiert, bis er nur noch den Tod als Ausweg gesehen hätte. Das hätte ich mir auch nicht verzeihen können. Und dass ich nie wirklich foltern wollte, hat mir noch nen Bonus eingebracht. Als ich nämlich meinen Partner kennen gelernt hab, war ich noch außer Kontrolle und er wurde mir recht hilflos präsentiert, ich hab meine Instinkte aber unter Kontrolle gehalten, soweit das ging. Und dann hatten wir n Date.“ Dev grinste. Ohne Schrödinger wäre er jetzt vermutlich nicht da, wo er war, und das, was die beiden verband, war ehrliche Liebe. Er wusste um die Arbeit seines Geliebten, und wenn er mal gebraucht wurde, half er auch mit größtem Vergnügen, aber er trennte das von der Beziehung. Er wusste, dass Schrödinger Entscheidungen traf, die ihm auch mal zuwider waren, aber das ging ihn eben nichts an. Und er wollte auch nicht an der Stelle des Katzenjungen stehen, wenn es um solche Entscheidungen ging.
Er hatte lange genug eigene Probleme – eben vor allem das Siegel – gehabt, und hatte sich nicht noch die von anderen oder seinem Partner aufgebürdet. Jetzt war das zwar vorbei, und er und Ang sorgten auch sehr erfolgreich dafür, dass das so blieb, aber wenn er sich in Sachen einmischte, die ihn nichts anging, würde das nur wieder für neue Probleme sorgen. Yukikos Frage war hier allerdings verständlich, immerhin verstanden so gravierende Probleme nicht einfach von heute auf morgen. Aber die Erklärung war so simpel wie effektiv. „Gute Frage. Aber auch einfach. In der Zeit, in der das Siegel manchmal noch schwach wurde, waren unsere Kräfte noch nicht wirklich unter Kontrolle, das hat bewirkt, dass sie aneinander geraten konnten. Jetzt hat Ang seine Kraft ziemlich gut unter Kontrolle und ich meine eben genauso. Dadurch bleiben die Magien voneinander getrennt und wir gesund. Wenn wir uns sehr verausgaben, sieht man das ziemlich gut. Wir werden zwar nicht mehr zu einer Person, aber wir bilden in dieser Zeit Flügel aus, von denen einer weiß, und der andere schwarz ist. Früher wären die wahrscheinlich grau gewesen, aber jetzt sind schwarz und weiß sichtbar getrennt.“ Dev strich sich eine Strähne seines braunen Haares aus dem Gesicht und rieb sich kurz das rechte Auge, weil das juckte. Für ihn war das alles selbstverständlich, aber er konnte es trotzdem erklären, weil er das schon oft genug gefragt worden war. Damit musste er eben leben, als Hybrid aus so polaren Kräften, das war kein Problem.
Kaum hatte er seine Suppe geleert, kamen auch schon sein Burger und Yukikos Essen. Grinsend bedankte er sich bei der Bedienung, leerte noch schnell sein Getränk und bestellte sich dann noch eine Limo, bevor er sich seinen Burger ansah. Das Ding hatte ne ganz schöne Größe, mit Ketchup und Senf auf dem Boden, dann einer dicken Burger-Frikadelle, nochmal Ketchup, einer Scheibe gutem Käse, einigen frischen Tomatenscheiben, einer großen Schicht Salat und einigen Scheiben Saurer Gurke. Und wie der duftete! Der Halbdämon leckte sich über die Lippen. „Wow sieht der gut aus!“ „Und am Ende bin ich bestimmt so voll, dass grad noch so der Nachtisch rein passt.“ Letzteren Gedanken behielt er lieber mal für sich, aber die Vorspeise hätte bei so einem Hauptgang nun wirklich nicht sein müssen. Vielleicht ließ er sich auch einen Teil des Burgers einpacken und aß ihn nach der Probe zuhause auf, immerhin würde die ein paar Stunden dauern und danach hatten er oder Ang sicher wieder Hunger.


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Yukiko Usui

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Beruf : Stundentin

BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Di 7 Jul 2015 - 12:39

Meinte sie wirklich Psychopathen ? In gewisser Hinsicht schon, in ihrem Leben hatte Yukiko solchen Menschen schon viele Namen gegeben, Psychopathen, Sadisten etc. Psychopathen an sich  entsprachen größtenteils Dev's Beschreibung jedoch gab es auch welche, die viel schlimmer waren. Die verstanden was in den anderen vorging, sie konnten Schmerz, Zorn und Trauer nachempfinden und empfanden sogar Freude daran, diese Emotionen bei anderen auszulösen. Sie quälen ihre Opfer und haben Spaß dabei, da sie genau wissen wie hilflos sie sich fühlen. Diese Sorte ist am schlimmsten und dies wusste die Magierin aus eigener Erfahrung. Zu behaupten, dass Psychopathen nicht nachvollziehen konnten, wie viel Schmerzen ihre Opfer empfanden, war nicht falsch, es betraf nur nicht alle. Jedenfalls nicht die Sorte von Psychopathen, die sie kennengelernt hat. Wenn man sie überhaupt noch zu Psychopathen zählen konnte, sie hatte nämlich keine andere Bezeichnung für solche Menschen außer abgrundtief böse. “Natürlich hast du Recht was das betrifft, nur meine ich nicht diese Sorte von Psychopathen. Um richtig böse zu sein kennt man Emotionen wie Schmerz, Angst, Trauer und Zorn aber im Gegensatz zu den Psychopathen, die du gerade beschrieben hast, können die anderen diese Emotionen nachempfinden und finden es befriedigend, diese Emotionen bei anderen auszulösen. Da sie Freude daran empfinden, erscheint es ihnen richtig, obwohl es gar nicht so ist“, erwiderte sie und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht.
Die braunhaarige erschauderte, obwohl die Sonne im Moment von keiner Wolke verdeckt wurde und durch das Fenster schien. Es lag auch gar nicht an der Temperatur sondern am Gesprächsthema, denn sie redeten schon viel zu lange über bösartige Wesen, die sie selbst nur zu gut kannte und dies behagte ihr nicht. Sie war normalerweise nicht so empfindlich aber das war wirklich etwas anderes und sie hoffte, dass das Thema bald beendet sein würde. Das sie darauf nochmal geantwortet hatte trug wahrscheinlich nicht zum Themawechsel bei aber es wäre wohl unhöflich gewesen nicht zu antworten.
Seine Verhalten in der Vergangenheit lenkte sie doch etwas ab, denn nun dachte sie sich, dass der alte Dev, der sich von seinen Instinkten leiten ließ und somit die Erwartungen an ihn erfüllte, kein  allzu netter Zeitgenosse zu sein schien. Das gute war, dass er seine Grenzen kannte aber dennoch hörte sich das alles nicht nach Friede Freude Eierkuchen an. Die junge Magierin fand es erstaunlich, wie das Verhalten der Umwelt das eigene so stark beeinflussen konnte und wie ein einziger Mensch dieses Verhalten wieder ändern kann.
Deshalb musste sie schmunzeln, als er anfing von seinem Partner zu erzählen. “Wenn du versucht hast deine Instinkte unter Kontrolle zu halten, dann musst du ihn anscheinend von Anfang an schon sehr gemocht haben“, sagte sie grinsend und leerte mit einem letzten Schluck Wasser ihr Glas. Ihr fiel das Lächeln ihres Gegenübers auf und sie war sich sicher, dass er in Gedanken bei seinem Partner war. Sie selbst fand es unglaublich, wie wichtig eine Person einer anderen werden konnte. Die einzige wichtige Person in ihrem Leben war ihr Bruder aber sie waren bis jetzt ja auch immer zusammen und konnten sich auf einander verlassen. Sie hatte noch nie so etwas wie Liebe gespürt, klar mochte sie hin und wieder mal jemanden ganz gerne und hatte auch Dates aber es war nie etwas ernstes gewesen. Sie war sich fast schon sicher, dass ihre Gefühlswelt einfach viel zu  verkorkst war, um so starke Gefühle für eine andere Person zu empfinden. Das war nicht schlimm, sie war glücklich und ihr fehlte auch überhaupt nichts aber sie bewunderte es, wenn andere dazu in der Lage waren, eine richtige Beziehung zu führen, sich für den anderen zu ändern, ihm bedingungslos zu vertrauen und immer mit einem Lächeln an ihn zu denken. Es schien ihr so, als ob es für viele schon zur Selbstverständlichkeit geworden war aber als solche sah sie das nicht an.
Sie wurde von der Bedienung aus ihren Gedanken gerissen, die fragte ob alles in Ordnung sei. Yukiko bestelle sich lächelnd noch ein Ginger Ale und bedankte sich daraufhin. Der Service war echt super.
Als sie wieder ging fing Dev an zu erklären, wieso es sie jetzt nicht krank machte und  so langsam verstand Yukiko immer mehr die Zusammenhänge und wie sich das alles in den zwei Jahren verändert hatte. Seine Erklärung war zum Glück leicht verständlich und ziemlich simpel, sie konnten jetzt ihre Magien kontrollieren. “Unglaublich was unkontrollierte Magien auslösen können“, murmelte sie und dachte an ihre Kindheit zurück. Takumi hatte stets darauf bestanden, dass sie beide lernen mussten, mit ihren Kräften umzugehen. Natürlich war ihre Kraft nicht so polarisierend wie die von Ang und Dev aber dennoch musste sie lernen, Kontrolle darüber zu haben um weder sich noch andere zu verletzen. Nur hatte sie damals nie verstanden wieso.
Aber diese Informationen würde sie sich wohl merken, sie erschienen ihr wichtig vor allem wegen ihres Studiums.
“Das mit den Flügeln ist interessant, ich hätte nicht gedacht, dass man eure getrennten Persönlichkeit auch an den Flügeln erkennt, aber es ist dennoch nicht schwer zu verstehen, wieso sie nicht mehr grau sind sondern sich klar voneinander unterscheiden", sagte sie und kurz darauf kam schon die Bedienung mit dem Essen der beiden und ihrem Getränk. Ihr Essen sah fantastisch aus und auch Dev's Burger war riesig. Trotz der Suppe hatte sie noch einen Bärenhunger und überlegte daher nicht einmal, ob sie das alles überhaupt aufessen konnte. Dieser Gedanke würde ihr wohl erst kommen, nachdem sie die Hälfte des Gerichtes gegessen hatte.
“Beides sieht echt gut aus“, stimmte sie ihrem Gesprächspartner zu und spießte ein Stück Hühnchen mit der Gabel auf und schob es sich in den Mund. Es war schön zart und auch nicht so trocken.
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Iezariel
Cursed Mirror
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Beruf : Harfenspieler
Spieler : Dami

BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Sa 11 Jul 2015 - 9:12

So, wie Yukiko davon sprach, wusste sie wohl, wovon sie redete. Niemand beschrieb so etwas auf die Art und Weise, der es nicht schon gesehen hatte. Aber nachfragen würde Dev bestimmt nicht. Das ging ihn nichts an. Was auch immer sie gesehen hatte oder ihr angetan wurde, wenn sie nicht freiwillig darüber redete, würde er sie nicht drängen. Sie wusste jetzt schon viel über ihn, das war wohl so, und wenn er wirklich neugierig gewesen wäre, hätte er auch nochmal nachgehakt. Aber es war eine Sache gewesen, über etwas zu sprechen, das man so weit verarbeitet hatte, und das einen nur noch heimsuchte, wenn man schwach, angreifbar und instabil war, und etwas anderes, etwas von sich preiszugeben, das einem vielleicht immer noch Alpträume bereitete. Also auch, wenn er ihr erzählt hatte, was sein Vater seiner Mutter angetan hatte, wenn er ihr gesagt hatte, was für eine Person er früher gewesen war… dann war das immer noch etwas anderes, denn er konnte damit leben. Aber so, wie die Magierin über diese ganz bestimmte Art von Psychopathen sprach, wies darauf hin, dass sie das eben noch nicht auf die Art verarbeitet hatte. Und jetzt bei ihr Wunden aufzureißen, die noch nicht im Ansatz verheilt schienen… wäre das Gegenteil von dem, was er sich geschworen hatte, denn so was konnte jemanden dauerhaft geistig beschädigen. Was ein Grund mehr war, dieses Thema jetzt zu lassen und nicht mehr darauf zurückzukommen. Über Psychoanalysen konnte er mit Schrödinger sprechen, denn der fand selbst Spaß und Interesse an so etwas. Und Yukiko würde davon dann nichts mitkriegen und sich nicht erinnern müssen.
Immerhin hatte er sich, nachdem seine Mutter gestorben war, auch nicht an ihren Tod oder an seinen Erzeuger, der einfach so bei der Beerdigung aufgetaucht war, erinnern wollen. Deswegen nickte er langsam, sagte aber nichts mehr dazu. Egal, was er jetzt sagte, die Magierin konnte es so auffassen, dass er vielleicht weiter darüber reden wollte, und das wollte er jetzt wirklich nicht. Sein Blick schweifte kurz aus dem Fenster… Was für ein Tag. Und dabei hatte heute nichts auf diese Art von Begegnung hingewiesen. Dev hatte mit einem ganz normalen Tag gerechnet. Aufstehen, vielleicht ein bisschen üben, durch die Stadt schlendern, abends zur Probe und hoffen, dass sein Kätzchen nicht schon schlief, wenn er wieder zurück kam. Und was für Schatten Yukiko auch immer mit sich herum trug: Sie waren tiefschwarz. Und so egoistisch es klang, konnten die Brüder solche Schatten nun wirklich nicht gebrauchen und der jungen Frau damit dementsprechend auch nicht helfen. Ang war sensibel, und er hätte sicher gern geholfen, aber dann wäre er wahrscheinlich noch für Wochen damit beschäftigt gewesen. Und so wollte Dev seinen Bruder nicht sehen, das machte ihm Angst und verunsicherte ihn. Und wenn er unsicher oder angespannt war, halfen die Hormonspritzen oft nicht mehr oder nur noch halb so gut und er wurde wieder zu einer Gefahr für sich und Schrödinger. Und das wollte er nicht riskieren.
Nein, er liebte den Catboy, hatte das schon seit der ersten Begegnung. Wer sagte, dass es Liebe auf den Ersten Blick nicht gab, kannte die beiden ganz eindeutig nicht. Gut, gewissermaßen hatte sich der Halbdämon zuerst in eine Vorstellung von Schrödinger verliebt, bevor er ihn kennen gelernt hatte, aber diese Vorstellung hatte sich als nicht so falsch herausgestellt. Er nickte lächelnd. „Ja, es war schon irgendwie was besonderes. Und am Anfang wussten wir ja noch nicht, ob das was Dauerhaftes wird. Aber für ihn beherrsch ich mich, und das würd ich auch immer tun. Er hat… nen guten Freund, der wohl nur zu gerne meinen Platz einnehmen würde und mich nicht leiden kann. Wenn Schrödinger ihn nicht als Freund zu schätzen wüsste… ich glaub, ich hätt dem Kerl schon n paar Mal die Nase gebrochen oder in die Weichteile getreten.“ Er sprach von Leon, aber dass der Schrödis Leibwächter war, könnte man so ja kaum sagen. Und zu erwähnen, dass er Schrödis Nanny gewesen war, hätte diese ganze Erklärung ein ganzes Stückchen seltsamer gemacht. Leon hasste ihn, da war sich Dev sicher, und er machte auch nicht unbedingt einen Hehl draus, dass er den großen Amerikaner nicht mochte und das Gefühl hatte, dass der hinter seinem Rücken versuchte, den Catboy gegen ihn aufzuhetzen. Aber er würde den großen Soldaten niemals ernsthaft verletzen, obwohl er das mit Hilfe von Magie sicher gekonnt hätte. Kleinere Raufereien, das war was anderes, aber die verlor er sogar öfter, als er sie gewann, immerhin hatte er nie eine Ausbildung genossen, Leon schon.
Er schüttelte kurz den Kopf, um von diesen Gedanken loszukommen. Das war jetzt uninteressant, und er hatte schon so oft darüber nachgedacht und das jetzt wieder zu tun, würde ihn nur wie einen Arsch erscheinen lassen, weil er bei der Unterhaltung abwesend aussehen würde. Und das Thema Magie war ja interessant, wahrscheinlich gerade für Yukiko, da sie selbst welche nutzen konnte. Vielleicht hatte sie nie solche Probleme wie Ang und Dev gehabt, immerhin ging ihre Kraft nur in eine Richtung. Aber auch dann konnte Magie für ihren Benutzer gefährlich werden, wenn der seine Fähigkeiten nicht zu hundert Prozent unter Kontrolle hatte. Wenn auch auf eine andere Art und Weise. „Na ja, das ist nur eine Möglichkeit, wie unkontrollierte Magie zur Gefahr wird. Da gibt’s noch die Möglichkeit, dass man seine Kräfte überschätzt und zu viel Energie aufwendet, so was kann – soweit ich weiß – tödlich enden. Oder man benutzt seine Kräfte instinktiv in einem Moment, wo es nicht sein müsste und verletzt jemanden, der das eigentlich nicht verdient hätte.“ Dev sah die Magierin ernst an. Er wusste nicht, in wie weit sie ihre Kräfte unter Kontrolle hatte, aber das war in jedem Fall ein ernstes Thema. Er selbst hatte nur selten Probleme, wenn dann bezogen sie sich darauf, dass er nicht kontrollieren konnte, wie viel Kraft er abgab. Aber daran konnte man arbeiten, so nach und nach.
Und was die Flügel anging, die den Brüdern wuchsen, wenn sie sehr erschöpft waren, war das eigentlich einfach erklärbar. Diese Flügel waren zwar greifbar, aber sie waren im Prinzip eine manifestierte Energie, und die lag in zwei Grundformen vor. Vermischt ergaben weiß und schwarz grau, getrennt eben ein strahlendes Weiß und ein tiefes Schwarz. „Hm. Ich weiß nicht genau, wie es funktioniert, aber es sieht ziemlich cool aus.“ Der Halbdämon grinste und strich sich einige Haarsträhnen aus dem Gesicht. Er musste mal wieder zum Friseur, ganz eindeutig. Aber jetzt galt es erst mal, diese Monstrosität von Burger zu vernichten, die da vor ihm stand. Eine angemessene Mahlzeit, aber vielleicht nicht unbedingt das gesündeste. Egal. „Klar, lass es dir schmecken. Ich sag doch, die sind hier super.“ Dev grinste, nahm seinen Burger, der mit einem Zahnstocher war, damit beim Reinbeißen nicht alles hinten raus quoll, drehte ihn auf dem Kopf, weil man so leichter rein beißen konnte und nahm einen ersten Bissen. Er musste zugeben, das Aussehen hielt, was es versprach. Die Frikadelle war gut gewürzt und gerade lange genug gebraten, der Salat und die Tomaten waren ganz frisch und Senf und Ketchup rundeten das ganze zusammen mit dem warmen Käse, der Fäden zog, ziemlich gut ab.


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Yukiko Usui

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Beruf : Stundentin

BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Do 16 Jul 2015 - 1:22

Die junge Magierin war wirklich froh darüber, dass das Gespräch über Psychopathen nicht mehr weiter geführt wurde, auch wenn sie es in gewisser weiße angefangen hatte. Ihr Gespräch hatte einfach eine Wendung genommen, die sie nicht erwartet hatte. Langsam bekam sie ein schlechtes Gewissen, da sie dem Halbdämon die ganze Zeit fragen stelle – zum Teil auch sehr private für eine Person, die ihn vielleicht eine Stunde kannte -  und er über sie so gut wie nichts wusste. Er kannte nur ihren Namen und wusste, dass sie Medizinstudentin war und einen Bruder hatte. Ziemlich wenig im Gegensatz zu dem, was sie nun alles erfahren hatte. Aber was sollte sie ihm auch erzählen? Ein Teil ihrer Vergangenheit war geheim und sollte es auch bleiben – zumindest wenn es nach ihrem Großvater ging, für sie selbst war es nicht schlimm – und zu dem anderem konnte sie nichts sagen. Sie war nicht in der Lage dazu, sie hatte es einfach noch nicht verarbeitet.  Und das würde sie in nächster Zeit wohl auch nicht da verdrängen ihr einfacher erschien. Sie schaffte es es gerade so mit Takumi darüber zu reden und er hatte alles miterlebt. Aber auch die beiden Geschwister mieden das Thema anstatt offen darüber zu reden also wie sollte sie Dev davon erzählen können? Aus dieser Situation lernte sie, sich mit ihren Fragen zurück zu halten auch wenn es so schien, als ob Dev das alles schon verarbeitet hatte und keine Probleme damit hatte, offen darüber zu reden. Nur das mit seiner Mutter schien ihn noch zu belasten aber bei dem Thema hatte sie zuvor zum Glück nicht weiter nach gehackt. Sie wollte nicht, dass er sich bei ihren Fragen auch nur annähernd so fühlte wie sie zu dem Zeitpunkt. Er hatte sie zwar nicht mit Fragen gelöchert aber die Erinnerung allein war schon schlimm genug und darüber zu reden hätte es wohl nur noch schlimmer gemacht.
Aber da dem nicht so war, konnte sie sich auf andere Dinge konzentrieren und konnte sich von ihren Erinnerungen für den Moment abwenden. Dev's ehrliche Meinung über den guten Freund seines Lebenspartners brachte sie zum grinsen, es war nämlich offensichtlich, dass er eifersüchtig war. Es schien ein gesundes Maß an Eifersucht zu sein, dass wohl in den meisten Beziehungen zu finden war und keine krankhafte Eifersucht. „Na dann solltest du dich gut um deinen Lebenspartner kümmern und ihn nicht wieder gehen lassen“, sagte Yukiko noch immer grinsend. Die Beziehung von den beiden schien was besonderes zu sein und so als ob der unbekannte Freund Ang und Dev sehr viel bedeutet, dass freute sie. Jeder verdient eine Person, bei der man sich wohl fühlt und die einen glücklich macht und wenn man so eine Person gefunden hat, dann sollte man sie auch so schnell wieder gehen lassen. Jedenfalls so lange man noch glücklich damit ist.
Yukiko nahm einen Schluck von ihrem Ginger Ale und setzte das Glas dann wieder auf den Untersetzer ab. Als sie die Hand wieder zurück zog konnte sie es nicht vermeiden inne zu halten und ihre Hand anzustarren. Schließlich war es die Hand, mit der sie vorhin den Eiskristall erschaffen hatte. Ihr grinsen war bereits verschwunden und sie dachte über ihre Fähigkeiten nach. Sie wusste nicht, inwiefern sie sie kontrollieren konnte. Die Fähigkeit Eis zu erschaffen konnte sie wohl ganz gut kontrollieren, solange es um kleine Dinge ging. Sie war auch in der Lage Barrieren aus Eis zu erschaffen, wobei diese sie mehr Kraft kosteten. Je dichter die Barriere, desto höher ihr Kraftaufwand und desto höher der Kraftaufwand, desto kürzer die Zeit, in der sie die Barriere aufrecht erhalten kann. Aber das Eis war nur ein Teil ihrer Kraft. Die junge Magierin, die noch immer abwesend auf ihre rechte Hand schaute, lies einen kleinen Kreis aus Wasser über ihrer Hand entstehen. Das Wasser drehte sich, es erinnerte an das Zeichen, welches bei sozialen Netzwerken erschien wenn die Seite aktualisiert wurde. Sie zog eine Augenbraue hoch denn nach wenigen Sekunden hatte sich das Wasser wieder in Eis verwandelt. Sie seufzte bevor sie das Eis verschwinden ließ und ihre nasse Hand mit der Serviette auf ihrem Tisch trocknete. „Das klingt plausibel, man muss seine Kräfte kontrollieren können um keine Gefahr darzustellen … Weder für sich noch für andere. Egal wie schwach die Magie im Gegensatz zu anderen Magien zu sein scheint“, stellte sie fest. Wassermagie war ein teil ihrer Kräfte jedoch konnte sie es noch nie richtig kontrollieren. Es erschien ihr nie sonderlich wichtig, da sie bereits die Eismagie beherrschte und diese sowohl zur Offensive als auch zur Defensive benutzen konnte. Ihre Wassermagie erschien ihr recht schwach aber dennoch sollte sie sich noch einmal ernsthaft überlegen, ob sie sich nicht doch etwas mit ihrer Wassermagie beschäftigen sollte. Sicher ist schließlich sicher. Sie hatte nämlich schon mal jemanden mit ihrer Magie und auch wenn es Gerald war und er es verdient hatte, wollte sie es niemals wieder soweit kommen lassen.
Das seine Magie hingegen sich im manifestierten Zustand die zwei Arten wiederspiegelte, war wirklich ziemlich cool, weshalb sie anfing zu lachen und dann “Das glaube ich dir sofort“ antwortete. Sie dachte sich, dass es interessant wäre, es in echt zu sehen aber sie überlegte es sich sofort anders als ihr einfiel, dass die beiden ziemlich geschwächt sein müssten um in diesen Zustand zu gelangen. Also lieber doch nicht, dachte sie sich und schaufelte sich etwas Reis mit Curry auf die Gabel und schob es sich in den Mund. Sie kaute zu ende und schluckte runter, bevor sie ihm wieder antwortete denn mit vollem Mund sprach man ja schließlich nicht. Bei diesem Gedanken hatte sie sofort wieder die Stimme ihres alten Lehrers aus England im Kopf. Dieser bestand sehr auf gute Manieren, schlechte Manieren seien nämlich gleichzusetzen mit schlechten Noten und deshalb musste sie immer sie immer an ihn denken, wenn sie sich nicht der Etikette entsprechend verhielt.
Auch wenn sie in schon lange nicht mehr gesehen hatte. “Danke, du dir auch“, sagte sie dann lächelnd als sie das Essen runter geschluckt hatte und beobachtete, wie Dev seinen Burger auf den Kopf drehte. “Also ich esse auch gerne Burger aber so habe ich noch nie einen gegessen“, sagte sie und grinste.


Zuletzt von Yukiko Usui am Do 23 Jul 2015 - 22:51 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Iezariel
Cursed Mirror
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Beruf : Harfenspieler
Spieler : Dami

BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Mo 20 Jul 2015 - 22:29

Den Teufel würde Dev tun, und Schrödinger nochmal loslassen. Er war glücklich mit seinem Kater, und er konnte sich das Leben nicht mehr ohne den jüngeren vorstellen. Da waren zu viele Dinge, die die beiden teilten, das Bett war da noch das geringste. Sie gehörten einfach zusammen, auf emotionaler Ebene. Und das ließ er sich von niemandem wegnehmen. Und schon gar nicht von irgendwelchen intoleranten Deppen, die meinten, der Catboy sei zu jung für ihn oder Homosexualität an sich sei einfach falsch. Damit hatte er auch schon zu kämpfen gehabt, aber wirklich kümmern tat ihn das nicht. Idioten waren eben Idioten und hatten kein Verständnis für andere und deren Leben. „Hab ich nicht vor, er ist mein ein und alles. Auch, wenn er mir schon ab und an nen ganz schönen Schrecken einjagen kann. Wenn er schläft, sieht das manchmal… ziemlich gewöhnungsbedürftig aus, und eher so, als wären bei ihm irgendwelche Knochen gebrochen. Er ist n Katzenmensch, und wenn man von Katzen schon sagt, dass die manchmal in den unmöglichsten Positionen schlafen, dann kann man das von Schrödi schon drei Mal sagen. Aber mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt… Ich könnt mir mein Leben nicht mehr ohne Beziehung vorstellen, und die, die ich habe, nehm ich wirklich ernst. Das ist auch der Grund, warum ich eifersüchtig werd, wenn sein Kumpel da ist, obwohl ich ihm wirklich vertraue.“ Und da war er erreicht: Der Punkt, an dem Dev anfing, zu faseln. Wo bei anderen die Rosarote Brille nach einigen Wochen oder Monaten verschwand, war sie bei ihm nach zwei Jahren immer noch da. Ang hatte diese Entwicklung von Anfang an nicht gefallen, aber er verstand auch, warum sein Bruder so war. Nach Jahren ohne wirkliche Freunde und erst recht ohne jemanden, der ihn ehrlich und aufrichtig liebte, krallte sich der Halbdämon an jeden Strohhalm. Und wenn dieser Strohhalm eben Schrödinger hieß und im Prinzip die graue Eminenz der US-Army war... Dann war das eben so. Dennoch, die Handlungen des Katzenjungen ein bisschen kritischer zu betrachten wäre vielleicht nicht schlecht gewesen. Nur bis das einer Dev erklären konnte, würden wohl noch viele Jahre folgen, in denen er seinen Catboy vergötterte.
Das wirkte sich auch auf seine Magie aus, früher war sie aktiver gewesen, so, als hätte sie ihn kontrolliert. Jetzt musste er die Magie mit viel Aufwand willentlich rufen, aber das war ihm gerade recht, denn so konnte er wenigstens wirklich bestimmen, was er mit seinen Kräften tat. Vorher war das so eine Art russisches Roulette gewesen, bei dem nicht der Halbdämon, sondern sein Gegenüber der Verlierer war. Da war es ihm so rum lieber, zumal er ja ohnehin nicht von seinen magischen Kräften abhängig war, die waren nur ein netter Bonus, mit dem man sich leichter verarbeiten konnte. Notfalls hätte er ohne die Kräfte aber auch leben können, er definierte sich nicht über diese Magie. Das wäre dämlich, denn es gab sicher einen Weg, wie er genau diese Kräfte verlieren konnte.
Yukikos Kräfte wurden allerdings auch immer interessanter. Sie konnte wohl nicht nur Eis, sondern auch Wasser kontrollieren und Dev beobachtete aufmerksam, wie sie einen kleinen Ring aus Wasser erschuf und den zu kontrollieren begann, ehe der zu Eis wurde. Das war ziemlich genau das, was er mit unkontrollierter Magie gemeint hatte, denn das mit dem vereisen sah nicht nach Absicht aus. Okay, in dem Fall war das jetzt ne ungefährliche Sache, aber er konnte sich durchaus Situationen vorstellen, in denen das Gefährlich werden konnte. Immerhin: Was war denn, wenn sie ins Schwimmbad ging? Konnte ihr da so was ausversehen passieren, wenn sie geärgert wurde oder so was? Das wäre gefährlich, vor allem für andere. Oder wenn es regnete, wie war es da? Das war brandgefährlich, solang sie das nicht zu einhundert Prozent unter Kontrolle hatte. „Na ja, deine Wassermagie ist da ein gutes Beispiel. Ich hab das zwar noch nie gesehen, aber überleg mal, der menschliche Körper besteht zu über 60 Prozent aus Wasser. Wenn dich jemand wütend macht, könntest du ihm, wenn deine Kräfte aus irgendeinem Grund stärker werden, allein mit dem Wasser im eigenen Körper sämtliche Zellen zerfetzen und ihn so umbringen. Deswegen muss man alle seine Kräfte zu kontrollieren lernen. Manchmal ist eine Kraft auch einfach stärker, als man auf den ersten Blick denken mag.“ Dev lächelte und strich sich einige Haare aus dem Gesicht. Es wunderte ihn etwas, dass Yukiko so wenig über Magie zu wissen schien. Die meisten Magier erhielten eine einigermaßen akzeptable Ausbildung, wenn sie nicht gerade in menschliche Familien hinein geboren wurden. Eben, weil die Falsche Nutzung solcher Kräfte so unglaublich gefährlich war. Aber scheinbar war Yukiko da eine der wenigen Ausnahmen. Warum auch immer. Gut, Dev wusste auch nicht so viel über die Dämonen, aber er war selbst auch nicht unter Dämonen groß geworden, das war wohl eine akzeptable Ausrede.
Er kicherte, als Yukiko meinte, sie hätte noch nie jemanden seinen Burger auf die Art essen gesehen. Klar, den Trick kannten auch nicht viele, aber deswegen funktionierte er nicht schlechter. Dev kaute seinen Bissen fertig, schluckte runter und meinte dann mit breitem Grinsen: „Isn Lifehack, der wirklich gut funktioniert. Wenn du deinen Burger auf den Kopf drehst, quillt der Belag nich so schnell hinten und an den Seiten raus, wenn man reinbeißt. Musst du mal ausprobieren, wenn du das nächste mal Burger futterst.“ Der Halbdämon grinste und leckte sich etwas Ketschup von den Lippen. Der Burger war echt gut, aber eben auch ne richtige Kiefersperre, so von den Proportionen her. Zum Glück hatte er den Tag noch nicht so viel gegessen, sonst hätte er sich den jetzt wohl kaum leisten können. Er grinste und nahm einen Schluck Limo und biss dann nochmal von dieser Monstrosität ab, die sich einen Burger nannte. Während er Kaute, kam noch eine Frage in ihm auf.
Er schluckte schnell runter und legte seinen Burger dann erst mal wieder auf den Teller, ehe er Yukiko mit schief gelegtem Kopf ansah: „Um nochmal auf das Thema Beziehungen zurückzukommen: Gibts da für dich eigentlich jemanden?“ Erst im Nachhinein fiel ihm auf, dass das sehr nach einer Anmache klang, und er hätte sich ohrfeigen können dafür. Als er gemeint hatte, er war glücklich mit Schrödi zusammen, war das eine Tatsache gewesen, und jetzt klang es so, als würde er nach einer Partnerin suchen. Na ja, gesagt war gesagt und er konnte wohl nur hoffen, dass die Magierin es nicht falsch auffasste. Es interessierte ihn einfach, ob sie allein war, oder jemanden hatte, der vielleicht zuhause auf sie wartete. Er hoffte ja letzteres für sie.


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Yukiko Usui

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BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Do 23 Jul 2015 - 22:38

Yukiko erinnerte sich an den Kater, den sie damals als Kind bei ihrer Oma hatten und wusste sofort, worauf Dev hinaus wollte. Oft schlief Maxi in Positionen ein, die sehr unbequem aussahen. “Das du dadurch einen Schrecken bekommen hast ist kein Wunder, ich würde auch einen Schrecken bekommen wenn ich jemanden so schlafen sehen würde“, erwiderte sie lachend. Sowas war – wie er selbst bereits sagte – gewöhnungsbedürftig aber wenn man viel Zeit mit jemanden verbrachte, dann gewöhnte man sich an die meisten Dinge. Eifersucht war wohl keins dieser Dinge. Sie lächelte erneut als Dev anfing seine Eifersucht zu rechtfertigen. “Egal wie sehr du deinem Partner vertraust, Eifersucht gehört einfach zu einer guten Beziehung dazu...So sehe ich das zumindest, denn deine Eifersucht beweist im Endeffekt ja nur, dass er dir wichtig ist. Die Eifersucht muss sich nur in Grenzen halten und darf nicht zu krankhaft werden und dies scheint jetzt nicht der Fall zu sein.“, sagte sie grinsend.
Sein Partner .. wie hieß er noch mal?, fragte Yukiko sich selbst. Ihr war nicht entgangen, dass er nun den Spitznamen seines Partners erwähnt hatte. Schrödi … Sie überlegte, wie der vollständige Name war, denn schließlich hatte Dev ihn bereits erwähnt. Die Magierin hatte ein gutes Gedächtnis aber nicht was Namen betraf. Namen konnte sie sich nur merken, wenn sie sich länger mit einer Person unterhielt oder sie länger kannte. Die Namen von Ang und Dev würde sie also bis zum nächsten treffen behalten. Schrödi, überlegte sie weiter, Schröder ? Nein Schröder war es nicht .. Schrödi .. Schrödinger ? Ja genau Schrödinger hieß er, erinnerte sie sich wieder und fing an zu grinsen als ihr die Ironie auffiel. “Und wo wir gerade schon bei deinem Partner sind, wurde Schrödinger etwa nach Schrödingers Katze benannt?“, fragte sie ihn noch immer schmunzelnd. Schrödingers Katze war ein Gedankenexperiment aus der Physik, bei dem Erwin Schrödingers Katze sich in einem paradoxen Zustand befand. Sie war nämlich tot und lebendig zugleich und einen Katzenjungen Schrödinger zu nennen war wirklich irgendwie … ironisch.
Tod und Lebendig zugleich … es war zwar ein sehr schlechtes Beispiel aber so ähnlich war es wohl, wenn man keine Kontrolle über seine Magie hatte. Denn wenn man seine Kräfte nicht kontrollieren konnte, konnte dies entweder harmlos enden oder einen verheerenden Unfall verursachen, der sogar jemanden das Leben kosten könnte. Und dies realisierte Yukiko im Laufe des Gesprächs immer mehr. Vorher war ihr das nie so bewusst gewesen aber der Halbdämon hatte natürlich recht. Sie bezweifelte zwar, dass sie jemanden von innen zerfetzen konnte, selbst wenn der menschliche Körper zu 2/3 aus Wasser bestand, aber trotzdem wusste sie es nicht. Sie kannte die Grenzen ihrer Kräfte nicht und somit wäre ihr Gegner wohl tot und lebendig zugleich. Theoretisch.
Sie legte ihren Kopf schief und lächelte.“Und jetzt weißt du auch wieso ich hierher gekommen bin“, erwiderte sie. “Ich weiß zwar schon ziemlich lange, dass ich sowohl Eis - als auch Wassermagie beherrsche, aber ich habe mich nur auf meine Eismagie konzentriert. Damals schien sie mir effizienter...Und ehrlich gesagt ist sie auch leichter zu kontrollieren. Ich setze meine Magie nicht oft ein, nur wenn es unbedingt sein muss und Eismagie hat bis jetzt immer vollkommen ausgereicht“, erzählte die Magierin. Wann setzte sie ihre Magie denn schon ein? Immer nur wenn sie sich wehren muss, um sich selbst oder andere zu beschützen und dies geschah seltener als man annahm. Ihr Blick streifte ihre rechte Hand, mit der sie vorhin den Wasserring erschaffen hatte und mit der sie nun die Gabel fest hielt, ehe sie sich wieder an ihren Gegenüber wandte. “Natürlich kam ich hierher um meine Kräfte zu verbessern, auch wenn ich es für unwahrscheinlich hielt, dass ich mir tatsächlich einen Lehrer suchen würde. Ich schätze so unwahrscheinlich ist es jetzt nicht mehr. Schließlich möchte ich irgendwann niemanden von innen heraus zerfetzen, nur weil ich zu dem Zeitpunkt etwas gereizt bin. Auch wenn ich es für unwahrscheinlich halte, dass ich es tatsächlich kann“, fügte sie lächelnd hinzu und kratzte sich am Hinterkopf.
Sie nahm danach einen Schluck von ihrem trinken und aß weiter. So langsam merkte sie, dass das schon eine sehr große Portion war. Sie hatte zwar einen Bärenhunger gehabt aber sie fragte sich nun, ob sie das alles aufessen konnte. Schließlich wartete ja noch ein Nachtisch auf sie. Aber sie würde es schon schaffen und wenn nicht, würde sie sich einfach was einpacken lassen. Dann müsste sie nämlich nicht gleich am ersten Tag ihre Küche einweihen.
Sie widmete sich wieder ihrem essen und hatte gerade ein Stück Hühnchen mit etwas Reis und Curry im Mund als Dev ihr den Trick erklärte. Sie schluckte schnell runter und fing an sowohl seinen Teller als auch seinen Burger mit einem grinsen zu betrachten. Wie gut, dass ich mir keinen Spinat bestellt habe, ansonsten hätte ich lauter grüner Sachen zwischen den Zähnen, dachte sie sich ehe ihr auffiel, dass auf seinem Teller wirklich nicht so viel Belag lag. Entweder bildete sie sich das nur ein oder der Trick funktionierte wirklich. “Das werde ich das nächste mal auf jeden Fall tun“, antwortete sie lachend.
Sie schaufelte wieder etwas Gemüse auf ihre Gabel und dachte sich, wie lecker das essen hier doch war - auch wenn das Curry von ihrem Bruder etwas besser schmeckte – als Dev plötzlich das Thema wieder auf Beziehungen lenkte.
Sie sah ihn zunächst verdutzt an aber lächelte kurz daraufhin wieder. Wenn sie nicht gewusst hätte, dass er homosexuell und bereits in einer glücklichen Beziehung war, hätte sie das bestimmt als Anmache aufgefasst aber da sie dies alles ja wusste, klang es für sie kein bisschen nach einer Anmache. Das war meistens so bei homosexuellen, nichts was sagten – oder zumindest nur wenig – klang für eine Frau wie eine Anmache. Sie schüttelte den Kopf. “Nein“, antwortete sie schlicht, noch immer mit einem leichten lächeln. Aber dies war keineswegs ein Problem für sie, schließlich musste man dem Partner vertrauen um eine Beziehung zu führen. Und dazu war sie nicht in der Lage. Natürlich vertraute sie schon jemanden, ansonsten würde sie nicht mit Ang und Dev – in diesem Fall Dev – im Bistro sitzen und sich auch nicht von ihnen die Stadt zeigen lassen aber um eine Beziehung zu führen, musste ein tiefes Vertrauen zu jemand anderem aufgebaut werden und genau das konnte sie nicht. Möglicherweise wollte sie es auch nicht, da sie genau wusste wie so etwas in der Vergangenheit geendet hatte. Und diese dunkle Vergangenheit war noch immer ein Teil von ihr und beeinflusste ihr Denken und ihr Handeln, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollte.
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Iezariel
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BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Sa 1 Aug 2015 - 14:48

Die Geschichte mit Schrödingers Namen. Wenn sich Dev richtig erinnerte, hatten er und Ang sich genau dasselbe gefragt, als sie den Katzenjungen kennen gelernt hatten und die Antwort war erstaunlich und faszinierend gewesen. Er hatte noch nie von so einem Wesen gehört und das mochte daran liegen, dass der Blonde kein natürlich geborenes Wesen war, sondern auf diese Art gezüchtet wurde. Und er wusste auch, dass es nicht richtig war, zu sagen, dass sein Geliebter Glück gehabt hatte, mit solcher Kraft versorgt worden zu sein. Denn auch, wenn er nichts außer dem Deutschen wusste, das über diese Kraft verfügte, so kam diese doch mit einem Hohen Preis. Und wenn er an der Stelle von Schrödinger gewesen wäre, hätte er wohl gerne auf die Gründe für seine Kraft verzichtet. Und er wusste auch, dass sein Liebster ihm was gehustet hätte, wenn er der Fremden all das einfach so erzählen würde. Nein, auch, wenn er Yukiko bisher vertraute, das waren Informationen, über die er allein nicht zu entscheiden hatte und die er dementsprechend nicht so einfach preisgeben würde.
Das wiederum hieß, dass er sich eine plausible Lüge überlegen musste, die man nicht so leicht durchschaute. Und das einfachste dabei war wohl, von einem Spitznamen zu sprechen. Zumal diese Lüge sogar ziemlich plausibel war, der Catboy war schließlich ein Genie wie es im Buche stand und verstand tatsächlich so einiges von der Materie. „In gewisser Weise, Schrödi ist hochintelligent und hat ein weitreichendes Verständnis von Quantenphysik. Und weil er eben ein Katzenmensch ist, und wir ihm irgendeinen Spitznamen geben wollten, heißt er jetzt eben mit Spitznamen Schrödinger. Sein echter Name ist William, aber das passt nicht so wirklich zu ihm.“ In diesem Moment war Dev seiner Schwiegermutter, die der Meinung gewesen war, dass der Blonde einen anständigen Vornamen brauchte, sogar richtig dankbar. Er hatte das eigentlich für unnötig gehalten, aber wenn es um solche Lügen ging, war es wesentlich einfacher, wenn man sich keinen Namen für die Lüge ausdenken musste. Und der Name William war vielleicht nicht der tollste, aber er war schon in Ordnung. Und so stand er eben auch in der Urkunde drin, die ihre eingetragene Lebenspartnerschaft bezeugte. Ang hatte zwar eine kirchliche Hochzeit gewollt, aber zwischen zwei Männern war das eben immer noch kaum zu realisieren.
Wenn der Halbdämon an die Zeremonie zurückdachte, die sie hinterher abgehalten hatten, musste er grinsen. Es war schon ganz schön gewesen, auch, wenn es ihm selbst gereicht hätte, das Papier zu unterschreiben und fertig. Aber das war Ang zu unromantisch gewesen und der hatte da eben auch was mitzureden. Es war immerhin auch seine Lebenspartnerschaft gewesen. Und es war ja schon ganz schön gewesen, mit Blumen und schicken Anzügen, und es war das erste Mal gewesen, dass er sich wirklich erwachsen vorgekommen war. Ein komisches Gefühl, aber irgendwie auch angenehm, weil es einem klar machte, dass man sich nach und nach immer weiter entwickelte.
Und das schien ja auch im Prinzip Yukikos Absicht zu sein, auch, wenn es eine Weile dauern dürfte, solche Kräfte tatsächlich entsprechend kennen zu lernen. Magie war eben kein Spielzeug, auch, wenn manche, die entsprechend Bewandert im Nutzen von Magie waren, diese als solches verwendeten. Dass Eismagie leichter zu kontrollieren war, klang im Prinzip logisch, weil es einfacher war, sich vorzustellen, was man mit Eis alles erreichen konnte, als mit Wasser, das an sich relativ kraftlos und schwer zu kontrollieren wirkte. Aber wenn man kreativ genug war, um Wasser entsprechend zu kontrollieren, konnte das sicher auch eine interessante Kraft werden. „Natürlich hat sie das, aber ich wette, du könntest einige sehr interessante Dinge mit Wassermagie erreichen, wenn du die entsprechend kontrollierst.“ Wahrscheinlich war das bedeutend schwerer, als es klang und das verstand Dev auch. Dennoch wusste er nicht so wirklich, wie er sonst in irgendeiner Hinsicht hilfreich für Yukiko hätte sein sollen. Er selbst konnte ihr nichts beibringen, er war kein ausgebildeter Magier oder so etwas. Also musste er es darauf beruhen lassen, sein Verständnis von Magie an sie zu vermitteln. Na ja, vielleicht konnte er ihr sogar einen Lehrer vermitteln, aber wen… zu seinen alten Lehrern aus der Schule hatte er keinen Kontakt mehr, warum auch? Mit denen hatte er sich eh nicht gut verstanden, bis auf den Musiklehrer. Und ob der einer menschlichen Magierin helfen konnte, ein besseres Verständnis für ihre Kräfte zu vermitteln, war fraglich.
Vielleicht wäre die Moon Academy für sie sogar besser gewesen, als gleich die Universität zu besuchen, wenn das ihre Absicht war, weswegen sie hier her gekommen war. Klar, den entsprechenden Abschluss hatte sie schon, aber das hieß nicht, dass sie nicht trotzdem einen größeren Vorteil von dort erhalten würde, da man dort immer noch Magie-Unterricht erhielt. Ihm hatte der sehr geholfen, um nicht mehr Alle seine Kraft in jeden noch so kleinen Zauber zu stecken. Na ja, vielleicht konnte sie sich da ja trotzdem Hilfe holen. „Wenn du die Zeit hast, solltest du auch einmal bei der Moon Academy vorbei gehen. Die Lehrer da sind ziemlich gut und vielleicht kann dir einer der Magie-Lehrer privat Nachhilfe geben, wenn auch wahrscheinlich nicht kostenlos, immerhin hat er dafür dann weniger Freizeit.“ Der Halbdämon nahm lächelnd noch einen Bissen, hoffend, dass der Tipp dem Mädchen wirklich helfen würde. Solcher Unterricht war nicht immer billig, aber er lohnte sich, wenn man ihn sich leisten konnte. Diese Leute waren immerhin nicht umsonst Lehrer geworden. Sie waren nicht unbedingt Meister ihres Fachs, aber sie hatten zumindest mehr Ahnung von ihrem Fach, als die Schüler, die sie betreuten.
Irgendwie fand er es schade, dass Yukiko noch keine Beziehung hatte. Er hätte es ihr wirklich gegönnt, immerhin war es wundervoll, jemanden in seinem Leben zu haben, der einen unterstützte und wertschätzte, wie Schrödi das bei ihm tat und umgekehrt. Er hatte es schon ernst gemeint, dass er sich das Leben ohne Beziehung nicht mehr wirklich vorstellen konnte. Es war einfach ein zu elementarer Bestandteil seines Lebens geworden und ohne diesen würde er sich wahrscheinlich wieder ziemlich verloren fühlen. So, wie es gewesen war, bevor er sein Kätzchen kennen gelernt hatte. „Oh, das ist schade. Ich kann mir dich mit einem Freund – oder vielleicht auch einer Freundin – ziemlich gut vorstellen. Und vielleicht findest du hier ja auch jemanden, es gibt ne Menge netter Singles in der Stadt, die sich über eine Beziehung sicher freuen würden. Na ja, vielleicht wollte sie so was einfach nicht. Entweder, weil sie sich aufs Studium konzentrieren wollte, oder einfach, weil sie niemandem so viel von sich zeigen wollte, im Endeffekt war das dann ihre Entscheidung und Dev war der letzte, der dann versuchen würde, ihr etwas anderes einzureden. So was selbst zu entscheiden war immerhin ihr gutes recht.


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Yukiko Usui

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BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   So 2 Aug 2015 - 23:30

Vor einigen Minuten hatte sich Yukiko noch gesagt, dass sie dem Halbdämon weniger Fragen stellen wollte und ihrer Meinung nach, hielt sie sich auch daran. Schließlich konnte die Frage nach einem Namen doch nicht so persönlich sein, dass man nicht darüber reden wollte oder? Normalerweise nicht und deshalb machte sie sich auch keine Gedanken - wahrscheinlich hatten Ang, Dev und Schrödinger diese Frage schon oft beantworten müssen – und wartete gespannt auf die Antwort. Diese überraschte sie aber sie klang durchaus plausibel. Man benutze zwar meist einen Spitznamen, der etwas mit dem eigentlichen Namen zu tun hatte - zumindest tat sie es so - aber es musste ja nicht immer so sein. “Das klingt wirklich interessant und so wie du das jetzt erklärst, scheint der Spitzname passend“, antwortete sie lächelnd. Er war also ein Genie und interessierte sich für Quantenphysik. Yukiko erinnerte sich an ihren alten Physiklehrer, er hätte Schrödinger sehr wahrscheinlich vergöttert.
Sie hatte ihren Physiklehrer nie gemocht, meist mochte man die Lehrer ja sowieso nicht aber dieser spezielle Lehrer war von Anfang an noch unsympathischer als alle anderen Lehrer. Er machte immer Witze die nicht lustig waren und fing bei der Pointe immer an zu schreien und seine monotone Sprechweise verleitete dazu, unaufmerksam durch das Fenster zu schauen und Bäume zu beobachten oder einzuschlafen. Seine Lehrmethode war wahrscheinlich auch Schuld daran, dass sie nie ihr Interesse für Physik entdeckt hatte, auch wenn ihre Noten in dem Fach immer ganz gut waren.
Sie verwarf den Gedanken an ihren alten Lehrer, sie war ziemlich froh, dass sie ihn nun nicht mehr haben würde und sah zu Dev, der anscheinend ebenfalls seinen eigenen Gedanken hinterher hing. Auch wenn sie ihn nicht lange kannte und auch keine Gedankenlesen konnte wusste sie sofort, dass er an Schrödinger dachte. Das grinsen verriet es ihr, denn immer wenn die beiden über ihn Sprachen, hatte er das gleiche grinsen im Gesicht. “Wusstest du, dass du immer das gleiche grinsen im Gesicht hast wenn du an Schrödinger denkst?“, fragte Yukiko lachend. “Aber so ist das wohl wenn man richtig verliebt ist“, sagte sie noch immer lächelnd ehe ihr auffiel, dass er sie auch missverstehen könnte. “Das ist keineswegs böse gemeint, es freut mich nur für euch. Meistens hat man dieses verliebte grinsen nur in den ersten paar Wochen und nicht mehr nach Jahren“, fügte sie noch lächelnd hinzu.
Sie war wohl manchmal zu offen aber wenn sie es nicht wäre, hätte sie nun wohl kaum den Tipp mit der Moon Academy erhalten und dieser Tipp war durchaus nützlich für sie. Auch wenn sie sich nicht jetzt sofort einen Lehrer suchen würde so wusste sie nun, wo sie ihre Suche beginnen konnte.
“Vielleicht würdest du die Wette sogar gewinnen, schließlich weiß ich nicht, wie mächtig sie ist“, gab Yukiko zu als Dev sagte, dass sie ganz interessante Dinge mit der Wassermagie anstellten könnte. Vielleicht konnte sie wirklich ganz coole Dinge damit anstellen aber vielleicht reichte es auch nur für einen Sieg bei einer Wasserschlacht. Sie musste es wohl ausprobieren um eine Antwort zu bekommen und der Tipp ihres Gesprächspartners war ein guter Anfang. “Danke für den Tipp, ich werde es mir merken. Kostenlos wird er auf gar keinen Fall sein, schließlich ist das kein Nachhilfelehrer“, antwortete sie grinsend. “Aber ich schätze ich werde mich zuerst einmal hier einleben und sehen wie stressig das Studium ist bevor ich mir einen Lehrer suche“, fügte sie wahrheitsgemäß hinzu. Das sie den Lehrer bezahlen müsste war kein Problem für sie, schließlich hatte sie noch ziemlich viel Geld auf dem Konto. Ihr Großvater war ziemlich wohlhabend und da er sowohl Yukiko als auch Takumi verbot zu arbeiten – schließlich würde man minderjährige ja nach dem Vormund fragen und dann wären die beiden mit ihm in Verbindung gebracht worden - musste er ihnen sein Geld zur Verfügung stellen. Jetzt war sie Volljährig und es war nicht mehr von Bedeutung deshalb würde sie sich wohl einen Job suchen sobald sie sich in Cadysa auskannte. Sie hatte immer ein Problem damit gehabt das Geld von jemanden auf den Kopf zu hauen, mit dem sie nicht in Verbindung gebracht werden durfte und den sie auch nicht als Familienmitglied ansah. Takumi hatte kein Problem damit - wer weiß wieso - und sagte ihr immer, dass sie sich keine Sorgen machen müsse, da sie ja als minderjährige sowieso nicht arbeiten durften.
Die ganze Geschichte war ziemlich kompliziert wie sie fand, schließlich wusste sie noch immer nicht, worin das Problem ihres Großvaters lag. Aber selbst wenn er jetzt seine Meinung ändern würde, wäre er 19 Jahre zu spät und deshalb spießte Yukiko ein ein Stückchen Hähnchen mit der Gabel auf und aß es statt weiter über die Beweggründe anderer Menschen nachzudenken.
Was hingegen überhaupt nicht kompliziert war, waren Beziehungen. Sie konnte keine ernsthafte Beziehung führen – es ist schließlich nicht so, dass sie es nicht versucht hätte. “Ich wusste nicht, dass ich wie ein Beziehungsmensch wirke“, lachte die Magierin denn so etwas hatte ihr wirklich noch niemand gesagt. “Ja vielleicht tue ich das“, log sie dann ohne sich die Lüge anmerken zu lassen. Im lügen war sie nach all den Jahren ziemlich gut und Dev musste ja nicht zwingend wissen, was ihrer Psyche vor sich ging.
Sie schaufelte etwas Reis und Gemüse auf die Gabel und schob es sich in den Mund. Dieses bisschen Reis zeigte ihr, dass sie nun wirklich satt war und wenn sie ihren Nachtisch noch essen wollte, dann sollte sie jetzt aufhören. Yukiko bemerkte mit einem Blick auf ihren Teller, dass noch mehr als die Hälfte übrig war. Die Suppe war wohl überflüssig gewesen, das wusste sie nun für das nächste Mal. “Ich hab nicht erwartet, so große Portionen zu bekommen“, sagte sie lachend. “Ich muss mir das wohl einpacken lassen aber somit muss ich mir heute Abend nichts machen“, freute sie sich und legte die Gabel auf ihren Teller.
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Iezariel
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BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Fr 14 Aug 2015 - 14:50

Wie passend der Spitzname tatsächlich war... nun, das würde Dev nun bestimmt nicht herausplaudern. Zumal er selbst nie wirklich kapiert hatte, wie das genau funktionierte. Es hing mit schwarzer Magie zusammen, so viel wusste er, aber das half ihm nicht, wirklich was davon zu verstehen. Das war ihm einfach zu hoch, und die male, die Schrödinger versucht hatte, es ihm zu erklären, hatte es sich für ihn so angefühlt, als würde sein Kopf rauchen. Also fragte er nicht mehr nach, nahm die Tatsache, dass der kleinere über spiegelnde Oberflächen andere beobachten oder sogar darüber reisen konnte, einfach hin, so, wie Schrödi seine Kräfte einfach als angeboren hinnahm. Das machte es einfacher, als sich ständig zu fragen, wie genau dieser Kram funktionierte, nur, um am Ende dann einzusehen, dass man es sowieso nicht verstehen würde und sich dann wieder zu ärgern. „ Na ja, es ist irgendwie verwirrend. Er ist so verdammt intelligent, aber wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht, kann er manchmal ein richtiger Trottel sein. Ich komm damit klar, aber Ang tut das manchmal wirklich weh, wenn er was sagt, was gar nicht so gemeint ist. Er hat da kein so dickes Fell.“ Nicht, dass Dev das verurteilt hätte. Früher ja, da nannte er Ang eine Heulsuse, weil der Halbengel alles an sich heran gelassen hatte. Mittlerweile sah er das etwas anders, und er respektierte die Art, wie sein Bruder mit der Welt umging. Vielleicht war das etwas emotionaler, als ihm gut tat, aber das ließ sich eben nicht von heute auf morgen ändern. Und solange sie beide alles in allem Glücklich waren, musste man sich da keine Gedanken drum machen.
Gab sowieso viel schönere Sachen, an die man denken konnte, und was war schon dabei, wenn er dann lächelte wie ein verliebter Trottel. Die Beziehung zwischen ihm und Schrödinger war fast genauso innig wie am ersten Tag, und daran würde und sollte sich so schnell nichts ändern... Zwei Jahre Beziehung mit einigen Streitereien und Schwierigkeiten änderten da wenig. „Na ja, man kann viel über Dämonen und Halbdämonen sagen, aber was wohl stimmt, ist, dass wir heißblütig und leidenschaftlich sind. Und deswegen kann eine innige Beziehung recht lange leidenschaftlich bleiben und das Feuer brennt nicht so schnell runter wie in anderen Beziehungen.“ Und dass er sich weigerte, die metaphorische rosarote Brille abzulegen war wohl der Beziehung auch recht zuträglich. Er hieß sicher nicht alles gut, was von Schrödi beschlosse wurde, aber solang er nicht darüber nachdachte, gab es keine Probleme. Und was die ersten paar Wochen anging... „Und unsre Beziehung hat auch nicht so einfach gestartet, wie sie jetzt ist. Früher hab ich meine Instinkte immer mit Mühe unterdrücken müssen, und das ließ den gesamten Umgang miteinander erzwungen wirken. Das hat sich erst geändert, als ich mich unter Kontrolle gekriegt hab, deswegen hält das Gefühl wohl jetzt auch länger an.“ Das war jetzt zu 90% ehrlich, das einzige, was nicht stimmte, war, dass Dev sich selbst unter Kontrolle gekriegt hätte. Und er wusste, dass er das eigentlich voll und ganz Schrödi und dem Doc verdankte. Ohne seine Hormonspritzen wäre wohl nach wie vor so unberechenbar wie früher.
Aber so, wie er eben mit der Hilfe eines talentierten Arztes Ruhe vor seinen Kräften gefunden hatte, so war er davon überzeugt, dass ein Nachhilfelehrer Yukiko helfen konnte, ihre Kräfte kennen und kontrollieren zu lernen. Aber dass sie vorher sehen wollte, wie es mit ihrem Studium laufen würde, war ein berechtigtes Argument. Das Medizinstudium allein war sicher schon eine Menge zu lernen, und dann noch an seiner Magie zu arbeiten konnte einen Menschen oder Magier wirklich überfordern. Und selbst, wenn sie das nur in ihren Semesterferien tat, konnte es wahrscheinlich schon zu viel werden. „Klingt vernünftig, hab gehört, dass Medizin ein tierisch anstrengendes Fachgebiet ist. Und auch, wenn du früher oder später lernen solltest, diese Kraft zu kontrollieren, wird das wohl noch etwas Zeit haben.“ Und letztendlich war es sowieso die Entscheidung der Magierin, in die Dev nicht eingreifen konnte. Es war ihr Leben, und es war ihre Sache, wie sie mit ihren Kräften umging. Wollte sie lernen, die zu kontrollieren, dann würde sie das früher oder später auch, und mehr als einen Rat zu geben, konnte der Halbdämon dabei nicht tun. Er hatte nicht vor, sich in das Leben der Japanerin einzumischen, das kam ihm einfach falsch vor.
Und was die Beziehungen von Yukiko anging, würde sich Dev dementsprechend noch viel weniger einmischen. Zumal man ja nicht entscheiden konnte, dass man eine Beziehung haben würde, Liebe war nichts, was sich wirklich steuern ließ. Dementsprechend konnte er nur für sie hoffen, dass sie früher oder später jemanden finden würde, der sich als der richtige für sie herausstellte. Und dann würde sie ja selbst merken, ob sie auf ihn oder sie eingehen wollte oder eben nicht, aus welchen Gründen auch immer. „Na ja, finde ich schon. Vielleicht irre ich mich ja auch. Aber das ist ja eigentlich nicht meine Angelegenheit, nicht wahr?“ Und damit war das Thema eigentlich für Dev beendet. Denn wie er auch noch einmal betont hatte, es war nicht seine Angelegenheit oder Entscheidung, das war ihre Sache. Würde sie jemanden finden, würde es ihn freuen und er sie beglückwünschen, aber damit wäre es das dann wohl auch gewesen.
In Sachen Essen sprach die junge Frau nun ziemlich genau seine Gedanken aus. Auch sein Burger war ihm eigentlich schon zu viel und er brauchte ja auch noch irgendein Abendessen, also warum nicht den Rest einpacken lassen, das kannte man hier von ihm ja auch schon. Er biss noch einmal von seinem Burger ab, ehe er ihn wieder umdrehte und auf seinen Teller zurücklegte. „Geht mir im Prinzip genauso. Also Bis später Hauptspeise und hallo Nachtisch? Für Nachtisch ist immer Platz!“ Dev lachte und trank seine Limo aus. Jetzt noch ein riesiger Eisbecher und dann war er wohl endgültig voll und sollte wohl besser hoffen, dass Schrödi sich nicht abends über seine Reste hermachte, sonst konnte er sein Abendessen vergessen, denn wenn er von der Probe nachhause kam und dann das Kochen anfing, würde der Catboy ihm zurecht was husten.


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Yukiko Usui

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BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Mi 26 Aug 2015 - 23:25

“Also das wundert mich nicht, die wenigen super intelligenten Personen die ich kennen gelernt habe, hatten auch ihre Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehung“, sagte Yukiko schmunzelnd. Sie erinnerte sich an an einen Jungen, den sie in Brighton kennengelernt hatte. Er war wirklich nett aber bei zwischenmenschlichen Beziehungen recht unsensibel. “Ja manche sind da einfach sentimentaler“, fügte sie hinzu. Nicht das dies schlimm wäre, Worte gehen manchen einfach näher als anderen. Die Hauptsache ist, dass sie sich dennoch gut verstehen und nach dem verliebten lächeln in Dev's Gesicht schien das der Fall zu sein.
Er erzählte von der Leidenschaft der Dämonen und dies ergab durchaus Sinn. “So fühlt es sich an wie am ersten Tag nicht wahr?“, fragte sie lächelnd. Ein bisschen Leidenschaft hat noch keiner Beziehung geschadet. Ihrer ersten Beziehung hätte mehr Leidenschaft vielleicht auch gut getan – vom Vertrauen mal ganz abgesehen – aber die beiden hatten von Anfang an nicht zusammengepasst also war es kein Wunder, dass die Leidenschaft fehlte.
Sie nahm einen Schluck von ihrem trinken während Dev erzählte, dass es nicht von Anfang so war, wie es jetzt ist. “Natürlich, denn durch das Unterdrücken deiner Instinkte warst du die meiste Zeit wahrscheinlich nicht sehr entspannt nicht wahr? “, fragte sie. “Ja bestimmt“, fügte sie noch lächelnd hinzu als er sagte, dass das Gefühl wahrscheinlich deshalb so lange anhielte. Es war ja nicht wichtig weshalb das Gefühl so lange anhielt sondern, dass es da war, dachte sich Yukiko und strich sich noch immer lächelnd eine Strähne aus dem Gesicht.
Jetzt wo sie über ihr Studium sprachen, machte sich wieder die leichte Nervosität in ihr breit da sie noch keine Ahnung hatte, wie es werden würde und in wie fern es sich von dem Unterricht unterschied, den sie bis jetzt immer hatte. "Ja das hab ich auch gehört, ich bin gespannt ob ich noch ein wenig Freizeit habe oder die ganze Zeit lernen muss um mithalten zu können", antwortete Yuki lachend und trank noch einen kleinen Schluck von ihrem trinken. Das viele reden machte wirklich durstig.
Das Gerede über ihre Bezihungen hörte so schnell wieder auf, wie es angefangen hatte. Auf seine Feststellung, dass es ihn ja eigentlich nichts anginge, nickte sie nur lächelnd und damit war das Thema auch für sie beendet. Dieses Thema wurde ihr nämlich langsam unangenehm, schließlich war sie da auch etwas ungewöhnlich. Zwar hatte sie schon ein paar Beziehungen gehabt aber diese hielten nicht lange und sie war auch nie richtig verliebt gewesen. Ob es nun an ihr und ihrem Vertrauensproblem lag oder an ihren Partnern konnte sie nicht sagen aber sie hatte herausgefunden, dass sie einfach kein Beziehungsmensch war und sie war ziemlich zufrieden und glücklich damit. Es war immer nur schwer, es anderen zu erklären, da viele es nicht nachvollziehen konnten. Irgendwann hatte sie aufgehört es zu erklären und mied das Thema so gut wie möglich.  Dev wusste sofort, dass es ihn nichts anging. Ob ich diese Grenze auch mal erkennen werde?, fragte sie sich grinsend und legte ihr Besteck zurück auf den Teller.
Mehr konnte sie wirklich nicht mehr essen und dem Halbdämon schien es genauso zu gehen. "Bis später Hauptspeise. Das stimmt, nichts ist besser als Nachtisch", stimmte sie ihm lachend zu. Gesagt, getan. "Entschuldigung?", sagte Yukiko zu der Kellnerin als sie ganz in der Nähe war und bat sie dann das Essen einzupacken. Mit einem freundlichen "Natürlich" nahm sie die beiden Teller und verschwand in die Küche.
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Iezariel
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BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Do 30 Jun 2016 - 9:03

Wie am ersten Tag war ein interessanter Ausdruck, wenn man bedachte, wie der erste Tag für die beiden aussah, und so konnte Dev bei dem Gedanken nur grinsen. „Na zum Glück nicht, das wäre die schrägste Beziehung, von der ich je gehört hab. Aber für Außenstehende wär das sicher lustig anzusehen.“ Der Halbdämon streckte sich genüsslich und wischte sich ein paar Haare aus dem Gesicht. Früher hatte er immer über schlecht funktionierende Beziehungen gelacht, jetzt war er froh, dass seine nicht auch so ne Lachnummer war. Na ja, manchmal, vielleicht ein ganz kleines bisschen… Wenn sie sich mal stritten.
Yukikos Nervosität bezüglich des Studiums blieb Dev nicht unbemerkt. Nicht, dass es nicht verständlich gewesen wäre bei einem so schwierigen Studienfach, aber was brachte es, sich schon im Voraus wahnsinnig zu machen und dann nicht mehr wirklich entspannen zu können. Wohl rein gar nichts und letztendlich führte es zu mehr Stress, als einem gut tat- Und das letzte, was Yukiko wohl gebrauchen konnte, war schon im ersten Semester wegen Erschöpfungserscheinungen oder Burnout aufhören zu müssen. „Jetzt mach dich mal nicht im Voraus verrückt.“ Der Halbdämon grinste und trank selbst einen Schluck, bevor er weiter redete. „Wenn man sich mal ansieht, was für Metzger manche Ärzte, gerade Chirurgen sind, dann kann das Studium gar nicht so schwer sein. Geh mal zu verschiedenen Ärzten mit diffusen Schmerzen und du kriegst zig verschiedene Diagnosen und kannst froh sein, wenn eine davon auch nur im Ansatz richtig ist.“ Noch schlimmer waren in Devs Augen Ärzte, die gleich die kleinsten Wehwehchen operieren wollten, weil solche Operationen vergleichsweise risikolos waren und Geld einbrachten. Er selbst würde sich wohl nur bei einem Arzt unters Messer legen lassen und auch nur, wenn er selbst glaubte, dass es keine vernünftigen Alternativen gab. Bisher war den Brüdern so etwas zum Glück erspart geblieben. Bis auf einige Zahnbehandlungen und die üblichen Impfungen war mit ihrer Gesundheit eigentlich die meiste Zeit alles in Ordnung. Und die Hormongeschichte war zwar was chronisches, aber nichts, was eine Operation in irgendeiner Art verändern konnte.
Aber genug von dem Gegrübel und genug vom Trübsal blasen. Da wartete ein Nachtisch darauf, gegessen zu werden und Dev würde ihm diesen Gefallen sehr gerne tun. Zumal die Eisbecher hier mit frischem Obst zubereitet wurden, nicht mit Früchten aus der Dose, die bei ihm immer einen gewissen Ekel auslösten, weil die Konsistenz eher gummiartig war und nicht besonders an die ursprüngliche Frucht erinnerte. Nachdem die Kellnerin ihre Teller mitgenommen hatte, fing er an mit seinem rechten Zeigefinger über den Rand seines Glases zu streichen. „Na ja, gut muss der Nachtisch schon sein. Hier isses echt lecker, aber manchmal kann man ganz schön reinfallen. Ich hab mal in nem Lokal Bienenstich zum Nachtisch bestellt und gekriegt hab ich ne zermanschte Masse aus Teig und Creme, die nach viel zu viel Zucker geschmeckt hat. Nachtisch kann eine riesengroße Enttäuschung sein manchmal.“


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Yukiko Usui

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BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   So 31 Jul 2016 - 22:47

Die schrägste Beziehung, von der er je gehört hätte? “Na das klingt ja nicht so, als hättet ihr einen super ersten Tag gehabt“, sagte Yukiko lachend.  “Aber so ist das nun mal, ich hab Paare kennengelernt, die fanden sich von Anfang an toll und bei anderen hat es Jahre gedauert bis es gefunkt hat, weil sie sich erst richtig kennenlernen mussten“, fügte sie hinzu. Yukiko zuckte mit den Schultern, “Manchmal sind die Situationen, in denen man neue Leute kennenlernt auch einfach zu merkwürdig“, sagte sie und ihr Tonfall zeigte, dass sie nicht neugierig war, sie wollte nicht wissen, wie es bei ihm und seinem Freund war, manche Dinge waren einfach zu privat.
Die Nervosität der angehenden Studentin blieb ihrem Gesprächspartner wohl nicht unbemerkt und er riet ihr, sich nicht verrückt zu machen. Sie lächelte, denn das war genau das, was sie sich auch immer sagte. Mach dich nicht verrückt, du wirst es schon schaffen, dachte sie sich immer um einen Gang runter zu schalten aber es klappte nicht so wirklich. Sie wusste, dass keiner vor dem Studium alles können muss, denn dafür ist das Studium ja da. Man lernt alles was man später für den Beruf braucht und vorher kann man nicht viel tun. Es war nur so, dass sie Angst hatte es nicht zu schaffen, weil sie es einfach so gerne wollte.
“So schwer kann es auch nicht sein, wenn man sich anstrengt und sich auch wirklich hinsetzt und lernt, dann müsste das schon klappen, sagte sie. “Da hast du gar nicht so unrecht, bei manchen frage ich mich auch, wie sie das Studium geschafft haben oder warum sie sich nicht etwas anderes suchen weil man manche nicht wirklich auf die Patienten loslassen kann“, fügte sie hinzu und dachte an ihr Praktikum im Krankenhaus. Ein Arzt schrie seine Patienten an, ein anderer hat alte demente Patienten veräppelt und wieder ein anderer wollte OP's durchführen, die so nicht gebraucht wurden. Die Magierin nahm einen Schluck von ihrem trinken. “Aber ich muss sagen, dass das mit den Diagnosen wirklich schwierig ist, manchmal hat man Symptome, die zu mehreren Krankheitsbildern passen und manchmal hat man etwas so außergewöhnliches, dass der Arzt selber noch nie gesehen hat“, sagte Yukiko und überlegte ganz kurz. “Manchmal sind es aber einfach keinen guten Ärzte. Da dachte sie schon wieder an den Chirurgen, den sie bei ihrem Praktikum kennen gelernt hatte. Sie hatte mit ihm zusammengearbeitet und wusste vom ersten Tage an, dass er die Art von Chirurg war, zu der sie niemals werden wollen würde. Deshalb würde sie, das wusste  sie schon jetzt,  in Zukunft immer an ihn denken und ihre Entscheidung zweimal überdenken.
Nachdem die Kellnerin die Teller abgeholt hatte, erzählte Dev wie schnell Nachtisch zu einer Enttäuschung werden konnte. “Das klingt ziemlich ekelhaft“, musste sie zugeben. “Ich hatte aber auch schon mal ein Dessert-Debakel, ich hatte mal einen Eisbecher bestellt, mit Schokoladensauce und Keksstücken und die hatten da so viel Sauce rein getan, dass mal das Vanilleeis überhaupt nicht mehr schmecken konnte. Die Sauce war nicht mal lecker, sie war ziemlich dickflüssig und klebrig und schmeckte zudem ebenfalls nur nach Zucker“, sagte sie und verzog leicht die Miene als sie daran dachte.
Kurz darauf kam auch schon die Kellnerin mit dem Nachtisch und die Magierin stelle erleichtert fest, dass ihr Tiramisu ziemlich gut aussah.  Yukiko bedankte sich und wunderte sich erneut über die Schnelligkeit. Es war zwar nicht allzu viel los jedoch hatte sie in anderen Restaurant, wo auch nicht viel los war, schon ganz andere Dinge erlebt.
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Iezariel
Cursed Mirror
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BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Mi 3 Aug 2016 - 21:14

Dev war ehrlich gesagt froh, dass er nicht hatte studieren müssen. Für ihn und Ang war das Studium nicht so einfach, sie hatten noch ganz andere Probleme und zuhause waren sie sowieso abgelenkt und konnten nicht lernen. Entweder, weil sie mit ihrem Kater schmusten, oder, weil sie daran arbeiten mussten, ihre Fähigkeiten zu erforschen. Immerhin bedeutete Mangelnde Kontrolle darüber unter anderem, dass ihre Magien sich wieder vermischen konnten und das wollten sie beide nicht.
Und überhaupt, was für ein Studium hätten die beiden überhaupt anstreben sollen? Es war ja nicht so, dass sie große Ambitionen bezüglich der Arbeit hatten. Ang hatte eine Weile selbst Arzt werden wollen, aber ihm fehlte dafür das Durchsetzungsvermögen und er hatte selbst eingesehen, dass er im Beruf wohl scheitern würde. Und ein Musikstudium hätte zwar qualifikationstechnisch seine Reize gehabt, aber das wäre den Brüdern zu theoretisch gewesen.
Aber bei Yukiko schätzte Dev, dass sie eigentlich ganz gute Chancen hatte, wenn sie viel lernte und sich Mühe gab. Und sie schien niemand zu sein, der so was zukunftsentscheidendes wie das Studium schleifen lassen würde. Doch, der Halbdämon schätzte, dass sie eine vergleichsweise gute Chirurgin werden würde. Und sie schien auch jetzt schon ein gewisses medizinisches Verständnis zu haben schien. Und natürlich hatte sie recht, nicht alle Fehler lagen daran, dass die Ärzte keine Ahnung hatten oder es sie nicht scherte, aber so was passierte oft genug.
Und Dev hatte einen Horror davor, dass es mit ihm und Ang passieren könnte. Ihre Anatomie war der von Menschen zwar ähnlich, aber nicht komplett gleich und vor allem ihre Hormonwerte waren ziemlich diffus. Wenn ihnen ein Arzt erzählen würde, dass sie Schilddrüsenkrebs hätten, wäre er nicht mal der erste, aber sie wussten sicher, dass das eine Fehldiagnose war. „Eventuell sollte man die mal besser testen und auch aussortieren, wenn sie gravierende Fehler machen. Ein Arzt kann mit einer einzigen Fehlentscheidung ein Leben ruinieren oder zeitweise zur Hölle machen. Uns wurd mal erzählt, wir hätten Schilddrüsenkrebs und der Metzger wollt uns ohne Biopsie unters Messer legen und direkt danach mit Chemo und Bestrahlung anfangen. Hat sich rausgestellt, dass er sich geirrt hat und unsere Hormonproduktion sich einfach nur von der von Menschen unterscheidet. Hätten wir ihm geglaubt, müssten wir unser leben lang Präparate schlucken. Aus dem Grund vertrau ich Ärzten nicht mehr wirklich.“ Na ja, und aus dem Grund heraus, dass der Arzt, den er über Schrödi kennen gelernt hatte, ihn schon mit ganz anderer Intention unters Messer hatte legen wollen. Hybride aus Engel und Dämon waren eben selten und der Kerl war Wissenschaftler. Trotzdem hätten sich die Brüder nicht unbedingt wohl dabei gefühlt, sich von dem Kerl aufschneiden und untersuchen zu lassen.
Als die Kellnerin den Nachtisch an ihre Tische brachte, schlich sich ein Grinsen auf Devs Lippen. Der Eisbecher war bestückt mit frischen Erdbeeren, hatte eine große Sahnehaube und das Vanilleeis sah einfach gut aus. Abgerundet wurde das ganze von der tiefschwarzen Schokoladensoße, die dünn über Eis und Sahne verteilt war. „So be...scheiden Nachtisch auch manchmal sein kann, der hier lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und dein Tiramisu sieht auch super aus, lass es dir schmecken!“ Der Halbdämon fing grinsend an, sein Eis zu löffeln. Die Vanille und die Sahne ergänzten sich hervorragend und die cremige Sahne war wohl mit ein bisschen Zimt aufgeschlagen worden und rundete das ganze noch auf.
Aber ein bisschen zu gierig war er wohl gewesen, nach einem besonders großen Löffel Eis, spürte er plötzlich einen stechenden Schmerz hinter der Stirn. Er ver und drückte seinen Handballen gegen seine Schläfe. „Mist… Gehirnfrost...“ Eigentlich hatte er ja nichts zu jammern, er war selbst schuld, wenn er so gierig sein musste.


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Yukiko Usui

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Beruf : Stundentin

BeitragThema: Re: Bistro "Delicious Monster"   Do 4 Aug 2016 - 21:08

“Da gebe ich dir vollkommen Recht, manche Leute sollten einfach keine Ärzte sein“, sagte sie und war ganz geschockt von der Geschichte, die Dev ihr erzählte. “Er wollte euch ohne Biopsie operieren ?“, sie konnte es nicht glauben, deshalb musste sie nochmal nachfragen. Das hätte der Chirurg sein können, den sie kennengelernt hatte, der wollte auch immer unnötige OP's durchführen. Zum Glück hatten die anderen Chirurgen das aber unter Kontrolle, damit es nicht nach seiner Nase lief. “Wie du schon sagtest, so wird das Leben eines Menschen zerstört … Zum Glück kam bei euch aber noch raus, dass es gar kein Schilddrüsenkrebs war“, sagte sie und runzelte die Stirn. Die junge Studentin bezweifelte, dass Ang und Dev die ersten waren, denen so etwas passierte. Es gab bestimmt schon häufiger solche Fehldiagnosen aber genau deshalb war es umso wichtiger, dass man prüfte ob man wirklich Recht hatte. Mithilfe von anderen bildgebenden Maßnahmen oder z.B Biopsien ging man auf eine Nummer sicher und das musste man auch. “Aber das liegt denke ich auch einfach daran, dass der NC bei Medizin so hoch ist und die mit den besten Noten sind meist auch die, die keine Ahnung davon haben wie sie mit Menschen umgehen müssen. Und zuhören können sie auch nicht. Und so wie ich es bisher kennengelernt hab, sind es auch genau die, die strikt nach dem Lehrbuch gehen was auch nicht immer richtig“, sagte sie und fügte noch hinzu: “Ihr seid einfach eine ungewöhnliche Kombi, da kann man sich ja schon denken, dass euer Körper anders funktioniert als der eines Menschen“, sagte sie. Sie als angehende Medizinstudentin fand es verantwortungslos wie sich manche Ärzte verhielten, sie hielten sich wirklich für Götter in weiß, ihr Meinung war richtig und was anderes wollten sie nicht hören. So langsam fiel der Magierin aber auf, dass sie sich ziemlich in das Thema hineinsteigerte. “Schätze, dies gehört zu den Themen, bei denen ich mich festreden könnte bzw. schon habe“, sagte sie verlegen. “Jetzt weiß ich auch, was Ang meinte als er vorhin nicht so viel von eurer Arbeit erzählen wollte nur um sich nicht festzureden“, stellte sie lachend fest.
Als endlich der Nachtisch kam, war Yukiko nicht nur begeistert von ihrem Tiramisu sondern auch von Dev's Eisbecher. “Und dein Eisbecher erst“, sagte sie deshalb, weil er ziemlich gut aussah. “Danke du dir auch, sagte sie noch und fing an von ihrem Nachtisch zu essen. Er war wirklich ziemlich gut, so wie ein perfektes Tiramisu sein sollte. “Also das ist kein Dessert-Dessaster“, witzelte sie als sie mit kauen fertig war und nahm sich dann eine weitere Gabel.
Überrascht schaute sie auf, als der junge Halbdämon anfing zu jammern. Sie musste zugeben, dass sie sich ein Lachen nicht verkneifen konnte. “Jetzt stell dich doch nicht so an, wenn du das Eis so runter schlingst, dann musst du mit sowas rechnen“.
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