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 Theater

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AutorNachricht
Vadim
Never trust the Storyteller
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Beruf : arbeitsloser Musiker
Spieler : Ary

BeitragThema: Re: Theater   Di 4 Jul 2017 - 2:15


Vadim & Jinx
20. März | Nachmittag | Sonnig, wolkenloser Himmel

Inzwischen hatte Vadim gelernt dass das Leben auf der Straße gnadenlos sein konnte. Gnadenlos umständlich! Da er nie wusste wo er später nächtigen würde glich keiner seiner Tage dem Anderen. Das war zum großen Teil auch so gewollt. Er vertrat die Meinung dass das Leben erst außerhalb der eigenen Komfortzone anfing, da war es das Beste erst gar keinen Alltag zu haben. Dennoch gab es auch Nachteile an seinen Lebensstil. Jeder Tag brachte neue Herausforderungen die er bewältigen musste, manchmal ließ das die Tage nur so dahinschwinden. Dabei verzehrte er sich nun schon seit Wochen nach dem Lächeln seiner Liebsten das heller strahlte als die Sonne. Ihm war zuvor nicht bewusst gewesen wie dunkel die Welt ohne diese Sonne war. Er hatte selig in seiner Unwissenheit gelebt und diese Sehnsucht nicht gekannt. Doch nun wo er von den süßen Früchten gekostet hatte ließ ihn der Gedanke daran nicht mehr los. Das kokette Zwinkern mit dem in das ein oder andere hübsche Mädchen ansah war bedeutungslos geworden. Sein Geist wanderte immer wieder zu der Nacht zurück die er mit seiner blauhaarigen Königin verbracht hatte. Alle anderen Maiden verblassten in diesem Licht. Doch auch wenn sie fast stetig in seinem Kopf war wusste er strenggenommen nur ihren Namen und das sie Schauspielerin war. Er wusste nicht wo ihre Heimstätte war und wie er mit ihr in Kontakt treten konnte. Die einzige Hoffnung die ihm blieb war das Theater, doch auch hier hatte er sie stets verpasst. Verzagen ließ ihn das nicht, er freute sich viel mehr auf den Tag an dem er sie endlich erwischen würde. Bis dahin zerrte er von den Erinnerungen und beglückte jeden er zuhören wollte mit der Erzählung dieser.
Doch heute sollte endlich der Tag sein an dem er seiner Sehnsucht ein Ende bereiten würde. Heute konnte ihn das Schicksal nicht mehr warten lassen. Es war der Tag der Aufführung. Dem Theaterprogramm hatte er entnommen das Jinx heute Abend spielte. Sie hatte die Rollen für die geprobt hatte also bekommen. Etwas anderes hätte ihn auch stark gewundert.
Doch das Schicksal war ihm wie so oft nicht gewogen. Der Eintrittspreis lag weit außerhalb seiner finanziellen Möglichkeiten und der Kneipenwirt dessen Schänke er zuvor mit seiner Musik beglückt hatte hatte sich geweigert ihn zu bezahlen. Er wollte das Geld einbehalten um es von Vadim's Schulden abzuziehen. Eine bodenlose Frechheit! Kurzentschlossen hatte der Barde schließlich die geliehene Laute als Bezahlung mitgenommen. Bei seinem Problem half ihn das allerdings nicht weiter. Nun wanderte er also um das Theater und suchte nach einem Weg sich Einlass zu verschaffen. Necro trottete ihm lustlos hinterher, sein Schwanz schleifte antriebslos über den Boden während sein Blick aussah als wäre er bereit den ersten Unglückseligen zu ermorden der ihn über den Weg lief. Er wusste genau wo es hinging. Das einfältige Grinsen mit dem Vadim ihn ansah besserte diese Laune nicht im Geringsten. „Halt du hier unten die Stellung mein pelziger Freund!“ Das ließ sich der Fuchs bestimmt nicht zweimal sagen! Leise knurrte er zustimmend und rollte sich neben der Laute zusammen die Vadim an der Wand abstellte. Sie würde ihn jetzt nur stören. Das er kein Meister im Klettern war hatte vor nicht allzu langer Zeit bereits im Museum bewiesen. Doch im Vergleich zu der bröckelten Wand des Museums war es ein beinahe ein Leichtes die Wand zu dem ersten Stock des Theaters hochzuklettern. Er kannte den Aufbau des Gebäudes nur wage. Es war ein Jammer das er als Künstler diese Stätte der Virtuosität nicht öfter besuchte. Doch für gewöhnlich lehnte er es nun einmal ab der Zuschauer zu sein. Für seine Liebste machte er jedoch gerne eine Ausnahme.
Am liebsten hätte er Jinx direkt am Fenster überrascht, ganz im Sinne von Shakespeare. Doch als er sein Ziel erreichte und feststellte das es gar nicht so einfach war elegant durch ein Fenster zu klettern war er doch froh das es nicht dazu gekommen war. Zumindest schaffte er es unverletzt den komplett verdunkelten Gang zu betreten. Den Aufführungsort des Stückes ausfindig zu machen war nicht schwierig, er folgte einfach den Stimmen die in dem sonst so stillen Gebäude gut zu hören waren. Sein Herz klopfte freudig als er im Gehen den Mörtel von seinem altmodisch anmutenden, weißen Schnürhemd klopfte. Nun waren es nur noch wenige Minuten. Er erntete ein paar verächtliche Blicke als er durch einen Nebeneingang in den Zuschauerraum huschte. Doch es waren nur Gäste, kein Aufsichtspersonal. Es war keine weitere Beachtung von Nöten. Schlussendlich verschwand er in der Dunkelheit unter den Logen.
Aufgeregt wandte er sich der Bühne zu um der Rastlosigkeit in seiner Seele endlich ein Ende zu bereiten. Dennoch erkannte er die Einzige die dazu im Stande war erst auf den zweiten Blick. Die strenge Bekleidung war ein ganz anderer Anblick als das blaue Kleid das sie in London gestohlen hatte. Das ließ ihre Leidenschaft aber nicht minder faszinierend auf Vadim wirken. Auch wenn ihr herrliches, blaues Haar verhüllt war würde er diese strahlenden Amethysten überall wieder erkennen. Voller Feuer glühten sie während sie ihre Ansprache hielt. Er seufzte beflügelt und ignorierte die Zuschauerin die ihn zur Stille ermahnte. Er konnte es aber nicht leugnen, er hatte etwas anderes erwartet. Vadim fragte sich welcher Theaterdirektor so töricht war und Jinx nicht als Hauptrolle besetzte. Sie stahl den anderen Darstellern doch sowieso die Show. Ergriffen stellte er fest wie der strenge Ton den sie anschlug seiner Königin ähnelte. Doch dieses Mal war sie keine gnadenlose Henkerin, sie war eine strenge Autoritätsperson die für die Schwächeren einstand. Er wünschte er hätte sie sich auch in den anderen Szenen erleben dürfen. Nachdem sie das moderne Drama zu einem guten Ende geführt hatte war Vadim derjenige der am enthusiastischten applaudierte. Hätte er nicht sowieso gestanden wäre er aufgesprungen um seine Begeisterung zu zeigen. Er hatte sie kaum gefunden da verschwand sie auch schon wieder hinter den schweren Vorhängen und als der Blick auf die Bühne wieder frei wurde wirkte sie merkwürdig leer. Alles was ihn nun noch blieb war auf das Ende der Vorstellung zu warten.
In den Augenwinkeln bemerkte er das sich ein paar Meter von ihm entfernt etwas hinter dem Vorhang regte. Sofort war er in Alarmbereitschaft, er wollte es nicht riskieren so kurz vor seinem Ziel des Hauses verwiesen zu werden. Doch es war kein Angestellter der nach heimlichen Besuchern wie ihn suchte. Es war der Ursprung seiner schlaflosen Nächte die die Menschenmasse auskundschaftete. Frohgemut schlich Vadim die Wand entlang in den Schatten der mächtigen Vorhänge. Seine Finger umfingen den samtenen Stoff um ihn ein kleines Stück zur Seite zu schlagen, nur so weit das er die verkleidete Grazie sehen konnte aber nicht weit genug um vom Licht der Scheinwerfer geschnappt zu werden. „Sucht ihr wen, Mylady?


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Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
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Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Theater   Fr 7 Jul 2017 - 12:48

Jinx zögerte nicht, das Rampenlicht nun an die Darsteller der letzten Szene abzugeben, um sich einen Überblick über die Anwesenden zu verschaffen. Sie schaffte es, erfolgreich der Schminkcrew auszuweichen, welche sich heute eigentlich fest vorgenommen hatte sie an ihren verrückten Ausfällen zu hindern und wie alle anderen aus ihrem Kostüm zu bekommen, doch auch heute war wieder einmal kein solcher Tag.
Noch komplett kostümiert und sogar noch mit dem Zeigestock im Schlepptau entfloh die Schauspielerin also ihrem Team und den anderen Darstellern, nur um sich einen Weg zum Vorhang zu bahnen. Sie konnte nicht weit von sich entfernt das Klackern der Schuhe auf der Theaterbühne und gesprochene Zeilen des Stücks hören, denn die letzte Szene hatte inzwischen begonnen und nahm die Aufmerksamkeit des Publikums gefangen. Es war also die perfekte Gelegenheit für Jinx, einen Blick ins Publikum zu werfen, ohne dabei gesehen zu werden.
Allerdings blieb die Sichtung eines großen Theaterkritikers oder eines berühmten Theaterinhabers aus anderen großen Städten für's Erste aus. Das Licht war während des Spiels abgedunkelt und so konnte Jinx nicht alle Gesichter richtig erkennen, doch die Auslese gestaltete sich ohnehin spärlich. Zwei Universitätsprofessoren konnte sie in der zweiten Reihe vorfinden, doch bei denen brauchte sie ihr Glück nicht versuchen. Kontakte musste man haben! Talent war eine Sache, doch das meiste spielte sich durch Kontakte ab, wenn man auf dem Weg zu den richtig großen Bühnen war. Allerdings verbrachte sie nicht besonders viel Zeit damit, die Menge auszukundschaften. Denn wie aus dem nichts wurde mit einem mal der Vorhang direkt vor ihrer Nase leicht beiseite genommen und ein ihr sehr vertrautes Gesicht blickte ihr entgegen.
Überrascht weiteten sich Jinx' Augen, als sie die blonden Haare, die zeitgenössische Kleidung und die grünen Augen erkannte, die ihr entgegen strahlten. Und als sie die galanten Worte hörte, die ihr eine kecke Frage stellten, konnte sie sich beim besten Willen das breite Grinsen nicht verkneifen, das sich auf ihrem ganzen Gesicht ausbreitete. Ihre Halbmondbrille rutschte ihr dabei ein wenig von der Nase und während sie noch einmal zu der Audienz zurück blickte, schob sie sie sich schnell wieder zurück auf den Nasenflügel. "So eine Unverschämtheit! Mein Herr, das Publikum gehört vor die Bühne, nicht dahinter!" Das Grinsen strafte ihre Worte Lügen, denn sie freute sich über alle Maßen, ihren Cowboy wiederzusehen. Sie holte ihren Zeigestock hervor und schlug damit ganz leise in ihre Hand, als sie ihm einen tadelnden Blick über ihren Brillenrand hinweg zukommen ließ. Wie gut, dass sie das Kostüm noch nicht abgelegt hatte. "Das erfordert Maßnahmen, mein Guter. Ich fürchte, ich muss Sie mitnehmen", sagte sie dann in strengem, aber belustigten Tonfall, bevor sie noch einen letzten Blick zu den Leuten warf um sich zu vergewissern, dass keiner zu ihnen herüber sah. Dann schnappte sie sich Vadims Kragen, zog ihn die letzte Stufe zur Bühne hinauf und durch den Vorhang hindurch, um diesen hinter ihm wieder zufallen zu lassen und ins Dunkel dahinter abzutauchen.
Erst als sie sich etwas entfernt von den anderen Schauspielern befanden, kam Jinx wieder zur Ruhe, nicht aber ohne auch weiterhin Ausschau nach lauschenden Ohren und beiwohnenden Leuten zu halten, die hier nichts verloren hatten. Noch während sie hinter sich blickte, zog sie sich ihre brünette Dauerwelle vom Kopf und befreite so ihre langen, blauen Zöpfe, welche ihr nun um die Schultern fielen. Dann kicherte sie und drehte sich zu Vadim zurück, um für diesen kleinen Augenblick dieses Rollengetue abzulegen. Ihre Hand fand zu Vadims Kragen bis hoch zu seinem Hals, wo ihr Finger eine Linie bis zu seinem Kinn und wieder zurück zog, während ihre violetten Augen sein Gesicht studierten. "Lange nicht mehr gesehen, Indiana Jones", flüsterte sie und biss sich bei ihrem Lächeln auf die Unterlippe.
Sie konnte in der Ferne die Stimmen der Schauspieler hören, doch könnte sie sich gerade für die letzte Szene dieses Stück kaum weniger interessieren - ganz davon abgesehen, dass sie diese oft genug in den Proben miterlebt hatte um sich im Stillen darüber aufregen zu können, dass sie keine der Hauptrollen ergattern konnte. Sie war gut, viel zu gut um nur eine Nebenrolle zu spielen! Doch leider wusste auch sie, dass dieses Business kein Wunschkonzert war und es ein wenig dauern würde, bis man die wahre Größe ihres Talents überall anerkennen würde.
Dann ließ sie von ihm ab, um die Perücke auf einem der Kleiderkisten nahebei abzulegen. Den Zeigestock behielt sie jedoch noch für den Augenblick und stützte sich mit einer Hand darauf ab, als Gehstock umfunktioniert. "Was führt dich ins Cadysa Theater?" Als ihr auffiel, dass sie sich bis jetzt noch gar nicht genervt aufgeregt hatte, hob sie überrascht die Augenbrauen und sah sich noch einmal um. "Und wo ist eigentlich das weiße Fellknäuel, das dir überall hin folgt?" Es folgte ein Grinsen. "Sag nicht, er ist immer noch in 1896." Wenn Jinx ehrlich war, dann hätte sie damit absolut kein Problem. Sie müsste das Viech dann nie wieder sehen und vor allem würden dessen giftige Blicke dann beliebige andere Leute treffen, nicht aber die Blauhaarige selbst. Allerdings gab es Vadim eigentlich nie ohne diesen blöden Fuchs, es war als wäre das Tier verflucht. Aus einer Eingebung heraus fragte sich Jinx, ob sie vielleicht mal an ihm experimentieren sollte.



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Vadim
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Beruf : arbeitsloser Musiker
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BeitragThema: Re: Theater   Sa 8 Jul 2017 - 0:51

Es war das erste Mal das Vadim Jinx eine Rolle nicht abkaufte. Ihre Worte gehörten zu einem Spiel, aber ihr entzückendes Grinsen verriet ihm wie sehr sie sich in Wirklichkeit freute ihn zu sehen. Es war wie ein wohltemperierter Wein für seine dürstende Seele. Auch wenn sie auf schmerzliche Art daran erinnerte das er heute nur zum Publikum gehörte tat das seiner heiteren Laune keinen Abbruch. Es bereitete ihm zu viel Vergnügen einfach mitzuspielen. „Dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig als mich zu fügen, aber nur weil einer schönen Frau nie widersprechen würde.“ Mit Freuden ließ der Barde sich hinter die Bühne entführen. Ach was hatte er diesen schnellen, tänzelnden Schritte vermisst von denen er sich so gerne mitreißen ließ.
Auch hier in den hinteren Räumen war die Beleuchtung eher spärlich, schließlich war die Aufführung noch nicht zu Ende. Doch Jinx' Haare leuchteten selbst im Halbdunkeln wie ein zauberhaftes Irrlicht als sie von der Perücke befreit wurden. Vadim hielt einen Moment inne und genoss ehrfürchtig den Anblick der glänzenden Ströme die sich über ihre formvollendeten Schultern ergossen. Wenn Jinx grinste grinste nicht nur ihr Gesicht, die lächelte mit dem ganzen Körper. Das hatte der Halbdämon schon lange bemerkt und bewunderte es sehr. Doch im Moment lächelte sie nicht nur, sie strahlte. Er wagte es zu hoffen dass das zumindest zu einem kleinen Teil auch an ihm lag.
Jinx bemerkte das sie sich lange nicht gesehen hatten. 'Zu Lange', ergänzte er seufzend in Gedanken. Doch während ihr Finger verspielt den Weg zu seinem Gesicht suchte und für seinen Geschmack viel zu schnell umkehrte hatte er das Gefühl das sich nichts geändert hatte. Als würden sie noch immer vor dem Museum stehen an dem sie sich verabschiedet hatte. Sanft legte Vadim seine Hand auf ihre und führte ihre Finger zu seinen Lippen. Dabei senkte er nicht den Blick wie es sich eigentlich bei einem Handkuss geziemte. Er wollte die Augen nicht von ihr ablassen, auch nicht für einen kurzen Moment. „Ihr wisst doch. Das Leben eines Vagabunden ist nicht leicht, jeden Tag warten neue Herausforderungen auf mich. Doch es verging nicht ein Tag an dem ich nicht an euch dachte.“ Und es war kaum ein Tag vergangen an dem niemanden damit auf die Nerven gegangen war.
Ob er es wagen sollte die Brille von ihrer Nase zu entfernen? Wenn er sich wieder in ihren Augen verlor würde er das gerne ohne das ihm das Gestell im Weg war. Doch diese Entscheidung wurde ihm abgenommen als sich Jinx von ihm entfernte. Es war nur ein kleines Stück, aber die Entfernung kam Vadim riesig vor. Sie baute sich vor ihm auf, der Zeigestock als Zeichen der Macht unter ihren zierlichen Fingern. Selbst jetzt konnte er noch spüren wie die Energie durch sie pulsierte. „Zufällig kam mir zu Ohren das heute Abend eine besonders talentierte Schauspielerin auftreten würde. Das durfte ich mir doch nicht entgehen lassen.“ Die Begeisterung mit der er sie ansah machte deutlich das an diesem Treffen überhaupt nichts zufällig und ungeplant gewesen war. Außer vielleicht die Art wie er in das Theater gekommen war. Er war ein bisschen überrascht das seine Liebste sich nach Necro's Verbleib erkundigte. Genügte seine Anwesenheit etwa nicht? Lachend schüttelte er den Kopf. Ihm war nicht nur einmal der Verdacht gekommen das Jinx in Wirklichkeit Freude an den Auseinandersetzungen mit seinem blutsaugenden Begleiter fand. „Necro hält draußen Wacht. Es war ein guter Vorwand um ihn für einen Moment los zu werden. Er hat es sich doch tatsächlich nicht nehmen lassen ein ganzes Jahrhundert auf mich zu warten. Wie auch immer er das bewerkstelligt hat.“ Es war schwer die Natur des Fuchses einzuschätzen, bis heute fragte er sich was Necro's Gründe waren ihm zu folgen. Vadim tat es gerne als Treue ab, zumindest war das es was er hoffte. Um eventuelle andere Beweggründe machte er sich lieber keine Gedanken. „Wenn wir Glück haben können wir uns später an ihm vorbei schleichen.“ Der blonde Halbdämon zwinkerte verschwörerisch. „Das heißt wenn ihr euren Erfolg mit einem umgetriebenen Barden feiern wollt.


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Jinx
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BeitragThema: Re: Theater   Do 13 Jul 2017 - 14:12

Das Kompliment, welches Vadims Lippen verließ noch bevor die Blauhaarige ihn überhaupt richtig für das unerwartete Auftauchen vor dem Vorhang strafen konnte, verwandelte Jinx' Grinsen in ein unermüdbares Strahlen, das sie vor ihm zu verstecken versuchte indem sie den Blick abwandte, während sie seinen Kragen bis hinter die Bühne mit sich zog. Dass ihre Treffen bisher immer unerwartet gewesen waren, spielte ihrem blonden Cowboy hierbei in die Karten, sonst wäre Jinx womöglich viel zu versucht dafür, ihre Lehrerrolle noch viel weiter auszuspielen. Nun wo sie darüber nachdachte, war das fast kein Argument mehr, es nicht zu tun. Aber sie hatten sich wirklich Ewigkeiten nicht gesehen, sie wollte dieses Mal ausnahmsweise mal großzügig sein.
"Du kannst von Glück reden, dass ich dich nicht an die Sicherheitskräfte verpfeife, Cowboy! Bei dir drücke ich ein Auge zu - dieses Mal", sagte sie dann auch gleich, damit er wusste wie seine Karten standen, kaum das sie ihn wieder losgelassen und sicher und versteckt im Backstagebereich abgestellt hatte. Sie strahlte. Das Leuchten in den grünen Augen ihres Gegenübers spielgelte das ihrer eigenen wider, und es fiel ihr äußerst schwer, ihre Freude im Zaum zu halten und ihn mit ihrem Grinsen nicht zu sehr zu lobpreisen, schließlich sollte er bloß nicht auf den hirnrissigen Gedanken kommen, dass sie ihn auch von sich aus gern erneut aufgesucht hätte! Nur hatte sie im Gegensatz zu ihm nicht einen einzigen Ansatz, wo sie nach dem Blonden hätte Ausschau halten können, mal ganz davon abgesehen, dass sie bis obenhin eingedeckt in Proben und Terminen gewesen war. Scheinbar schafften es jedoch nicht einmal diese Termine, ein Wiedersehen zwischen ihnen zu verhindern.
Vadims Hand suchte die ihre, bevor er sie an seine Lippen hob und einen leichten Kuss auf ihrer Haut platzierte, während seine Augen nicht von den ihren abließen. Jinx fühlte sich durch diesen leichten Kuss an einen besonderen Moment im Buckingham Palace zurück erinnert, als sie sich gemeinsam im Schlafzimmer der Queen befanden hatten und nur eine Tür entfernt eine Wache nach ihnen gesucht hatte. Auch wenn dieser Nervenkitzel hier fehlte, so verspürte Jinx nun wieder das Bedürfnis, ihrem Indiana Jones eine Ohrfeige zukommen zu lassen. Natürlich nicht, um es als Entschuldigung zu benutzen, ihn zu küssen, gewiss nicht!
So schnell würde sie es dazu jedoch nicht kommen lassen. "Ein Vagabund muss mit noch viel mehr umzugehen wissen, als nur Herausforderungen", erwiderte sie vielsagend und wackelte frech mit den Augenbrauen, während sie den zum Gehstock umfunktionierten Zeigestock zwischen Daumen und Zeigefinger neben sich auf dem Boden drehte. Nicht einmal jetzt konnte sie stillstehen, ihre Schauspiellehrerin würde ausrasten wenn sie das sehen würde. "Besonders wenn er sich einfach unerlaubt ins Theater schleicht. Oder willst du mir erzählen, das du brav Eintritt bezahlt hast?" Ihr Augenaufschlag war entwaffnend wie eh und je, als sie sich einmal um ihre eigene Achse drehte und Andeutungen machte, in Richtung der Darsteller-Garderobe davon zu stolzieren. Sie drehte dabei jedoch den Kopf zu dem Blonden herum, mit einem Blick, der irgendwie nicht sehr danach aussah, als ob sie sich heute danach fühlte, die Regeln einzuhalten - falls sie das denn jemals tat. Das verschmitzte Funkeln in ihren violetten Augen nahm bereits ganz neue Ausmaße an, als sie abwog, wie sehr es auffallen würde, wenn sie bei der finalen Verbeugung des gesamten Casts am Ende des Stücks nicht dabei sein würde. Viel zu verlockend war es, jetzt mit Vadim einfach Reißaus zu nehmen, alles in ihr schrie danach. Sie hatte keine Ahnung, wo es sie beide hinführen würde, doch was war denn schon ein Abenteuer das vorher geplant wurde?
Nachdenklich drehte sie sich wieder herum, als die Worte ihres Cowboys an ihre Ohren drangen und abwägend nahm sie ihre schwarze Krawatte in eine Hand, um sie um ihre grazilen Finger zu wickeln. "Du musst mir diese talentierte Schauspielerin unbedingt einmal vorstellen", erwiderte sie dann, als sie wieder die paar Schritte zu ihm zurück ging. Ihre Augen hielten seinen Blick gefangen, während sie einhändig den Knoten ihrer Krawatte öffnete, um sie sich langsam und anmutig, beinahe in Zeitlupe, von ihrem Hals zu streichen.  Dann ließ sie den Zeigestock für den Moment fallen, um beide Hände dafür frei zu haben, Vadim sanft die Krawatte um seinen Hals zu legen. Als würde es gar nicht weiter auffallen etwarf sie ihm einen Krawattenknoten, bevor sie den Knoten ganz langsam immer näher an seine Kehle heran führte, während ihr Lächeln und das Funkeln in ihren Augen an Intensität immer weiter zunahm. "Schließlich muss sie ja wirklich, wirklich gut sein, wenn du dafür solch eine Strafe über dich ergehen lassen würdest. Vorausgesetzt, du wirst geschnappt, versteht sich." Sie blinzelte ihn verführerisch an. "Was hält mich eigentlich davon ab, die Security zu rufen?" Da landete der Knoten nun direkt an Vadims Kehle, wo Jinx' zarte Finger sanft über die Haut fuhren, der sie mit der Krawatte so nah gekommen war.
Ihr Gesicht war dem ihres Cowboys sehr nah, doch auch wenn sie es war die ihn um ihren Finger wickelte, merkte sie, dass es sie auch nicht kalt ließ. Eine zarte Röte legte sich auf ihre Wangen, als ihr Blick sich für einen Moment auf Vadims Mund senkte, nur damit sie sich danach zurück auf den soeben kreierten Plan rief. "Gut so, der kann mir gestohlen bleiben", erwiderte sie auf die Information, dass Necro da draußen irgendwo vor dem Theater sein griesgrämiges Fuchsdasein fristete und ihr allzu bald wohl nicht auf den Geist gehen würde.
Als er dann davon sprach, ihren Erfolg mit ihr zu feiern, wurde sie wieder durch ihr Grinsen verraten. Sie klopfte ihm leicht auf das weiße Hemd, bevor sie gutmütig den Knoten wieder löste und die Krawatte locker um seinen Hals hängen ließ, bevor sie sich wieder etwas zurück lehnte. Ihr Blick huschte zu dem roten Vorhang, hinter dem auf der Bühne gerade die letzten Sätze der letzten Szene gesprochen wurden, Jinx erinnerte sich an sie aus den Proben. Sofort huschte ihr Blick zu Vadim zurück und der spontane Kick davon, eine sehr schnelle, womöglich sehr dumme Idee zu begehen, ließ sie beinahe etwas lebensmüde erscheinen, als sie sich in sprungbereitschaft begab. "Wenn wir abhauen wollen, dann müssen wir das jetzt tun! Gleich ist das Stück zu Ende!" Vergessen war ihre Perücke und der Zeigestock, und ihre schwarzen Pumps verließen ihre zarten Füße schneller, als es irgendjemand mitbekommen konnte. Sie warf den Kopf herum zu der Schminkcrew, die sich gerade einen Weg durch die Garderobe bahnte, die jedoch der einzige Weg nach draußen in den Theaterflur war, wenn sie die Scheinwerferbühne umgehen wollten. Aber natürlich! Hinter der Garderobe war doch noch der seperate Raum für die Requisiten!
"Ich kenne eine Abkürzung!", flüsterte sie dann etwas zu laut, bevor sie sich zu Vadim umsah und ohne zu lange darüber nachzudenken Vadims Hand schnappte. Zeitgleich erschien die Schminkcrew in der Tür, doch da war Jinx bereits dabei, mit Vollgas auf die Truppe zuzulaufen. Die Maskenbildnerin konnte im letzten Moment noch ausweichen, bevor die Schauspielerin mit ihrem illegalen Gast an ihr vorbei gehuscht war - direkt dem dunklen Abstellraum der Requisiten entgegen, in dem sich eine Hintertür zu den Tonstudios an der hinteren Rückwand beherbergte, die Zugang zu einem Alternativausgang des Theaters hatten.



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Vadim
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BeitragThema: Re: Theater   Sa 15 Jul 2017 - 15:55

Der Gedanke das Jinx wegen ihm das Sicherheitspersonal rufen könnte brachte den blonden Streuner zum Lachen. Sie hatten zusammen schon so oft dafür gesorgt das Wachmänner sich von ihrer Arbeit verabschieden durften. Wenn sie ihn nun derartig in den Rücken fallen würde wäre das eine sehr unerwartete und dramatische Wendung dieser Geschichte. Das machte die Möglichkeit wiederum ziemlich interessant. Aber während er das übermütige Strahlen in ihren Augen sah glaubte er ihr sowieso kein Wort. „Ihr seid ein weiteres Mal zu nachsichtig mit mir. Passt auf das ich nicht irgendwann in Versuchung gerate das auszunutzen.“ Wieder spielten sie zwei Kontrahenten die in ihr eigenes Gefecht verwickelt waren und doch war deutlich dieses Knistern zu vernehmen das Vadim wohlige Schauer über den Rücken jagte. Dabei machte es auch keinen großen Unterschied ob sie nun in einem britischen Königspalast oder hinter einer Theaterbühne waren. Zumindest für ihn nicht.
Er war versucht wehmütig zu seufzen als seine Liebste ihn darauf hinwies das ein Leben als Vagabund nicht nur Herausforderungen bereit hielt. Wie Recht sie doch hatte. Sehnsucht war in den letzten Wochen die dominante Widrigkeit gewesen. Er hatte niemanden so sehr wie die blauhaarige Schönheit vermisst seit...er dachte lieber nicht daran. Trübe Gedanken hatten im Moment keine Daseinsberechtigung. Er war viel zu entzückt von dem Anblick seiner Grazie die verführerisch vor ihm herum tänzelte. Sein Blick fiel auf ihre geschmeidigen Hüften die er vor nicht allzu langer Zeit noch gehalten hatte und wanderte zu ihren frechen Lippen die er geküsst hatte. Er grinste als sie ihn fragte ob er für den Eintritt bezahlt hatte. „Oh selbstverständlich, ich habe mir die ein oder andere Schramme zugezogen als ich die Wand hinauf geklettert bin. Aber nichts das der Rede weiter wert wäre. Es war ein verhältnismäßig geringer Preis, das gebe ich zu.“ Alles was er besaß hätte er für den Einlass geopfert. Es war zugegebener Maßen nicht viel, eigentlich war es im Moment nur die Kleidung die er am Leibe trug. Aber um Jinx wiederzusehen hätte er ohne zu Zögern seinen besten Freund hergegeben! Necro machte ihm diese Entscheidung jedoch ebenfalls nicht sehr schwer.
Irgendetwas in ihren Antlitz kündetete von Unheil. Nicht die Art von Unheil die fast ihr ständiger Wegbegleiter war. Es war viel mehr ein Unheil das sich gegen ihn richtete. Doch anstatt sich in Acht zu nehmen beschleunigte es seinen Puls. Klackernd fiel der Zeigestock zu Boden. Er konnte im Takt aber nicht mit Vadim's Herzen mithalten als sie ihn die Krawatte anlegte und ihre Finger seinen Hals umspielten. Bevor er sich versah hatte er einen Strick am Hals. „Oh das würde ich!“ Der Halbdämon lächelte scheinbar bedauernd während sich der Druck auf seiner Kehle langsam aber stetig verstärkte. „Denn sie ist ohne Frage eine Inkarnation der Thalia und der Melpomene auf der Bühne. Aber ich fürchte sie ist viel zu sehr damit beschäftigt dahergelaufenen Clocharden Einlass in das Herz des Theaters zu gewähren.“ Er antwortete nicht als sie fragte was sie davon abhielt das Wachpersonal zu rufen. Er schenkte ihr nur einen vielsagenden Blick und hob die Hand an seinen Hals. Aber nicht weil sie ihm langsam damit drohte ihm die Luft abzuschnüren sondern um mit seinen Fingerspitzen sanft über ihren Handrücken zu streichen. Mit dieser Geste ließ er sie gewähren, denn je strammer der Galgen wurde umso dichter kamen ihm ihre Finger. Wenn sie auch nur ein wenig der Aufregung spürte die er gerade vernahm wusste sie genau was das Theaterpersonal ihr nehmen würde wenn sie ihn aus dem Gebäude zerrten. Offenbar war ihr das bewusster als ihr lieb war denn ein blasser, roter Schimmer auf ihren Wangen verriet was in Wirklichkeit in ihr vorging. Sein sanftes Lächeln schwand nicht für einen Moment als die Schönheit im Begriff war ihn zu erwürgen. Er konnte sehen wie sie versuchte die Contenance zu bewahren. Dann fiel die Maskerade als fragte ob sie ihren Erfolg mit ihm feiern wollte. Er schnappte kurz nach Luft als er von dem Strick befreit wurde. Ergriffen wurde Vadim Zeuge davon das sie nicht nur begeistert davon war Zeit mit ihm zu verbringen. Nein, sie wollte auch noch sofort aufbrechen. Sie opferte ihren finalen Applaus und Ruhm für ihn. Eine Geste die ihn mit tiefer Zuneigung erfüllte. Mit etwas derartigen hatte er nicht gerechnet. Im Moment war er sich sicher das niemand in der Stadt von Fortuna derart beschenkt war wie er. Sie legte eine Geschwindigkeit an den Tag die Vadim beinahe die Schulter auskugelte während sie ihm mit sich zog, aber das war ihm gleich. Auch das er dem Publikum gerade ihre heimliche Primadonna stahl störte ihn nicht im Geringsten. Im Rausch der Gefühle nickte er dem Mädchen das Jinx beinahe umgerannt hätte nur entschuldigend zu. Er tat dies nicht aus tatsächlichen Mitgefühl sondern um sein triumphierendes Grinsen zur Schau zu stellen. Jinx führte ihn an den Raum mit den Requisiten. Zu einer ruhigeren Zeit hätte er sich an diesem Ort nur zu gerne umgeschaut. Er konnte das ein oder andere prächtige Kleidungsstück erspähen das seinen Geschmack traf. Vorbei an einigen verdutzten Gesichtern ließ Vadim Jinx den Weg durch die Räumlichkeiten des Theaters finden. Endlich stieß seine übermütige Liebste eine Tür auf hinter der das helle Sonnenlicht davon kündete das sie ihr Ziel erreicht hatten. Bevor sie weiter weglaufen konnte blieb er stehen und zog sie in einer raschen Bewegung zu sich heran. Nicht eng, nur so weit das er die freie Hand wie bei einem Paartanz auf ihren schlanken Rücken legen konnte damit sie ihm nicht sofort wieder ausbrach. Er verharrte so einen Augenblick. Im Sonnenlicht konnte er endlich ihr schönes Gesicht in der vollen Pracht sehen. Im abgedunkelten Theater war das kaum möglich gewesen. Er erlaubte sich aber nicht allzu viel Zeit um sich in ihren Augen zu verlieren. Sie befanden sich immer noch vor dem Theater das gewiss seine Akteurin wieder haben wollte und Vadim hatte andere Pläne mit ihr. „Um zu feiern brauchen wir als Erstes einen Tropfen der eurem Ruhm würdig ist.“ Überlegte er laut während er sie mit sanfter Gewalt zu einer eleganten Drehung zwang. „In meiner Stammtaverne ist manchmal ein Bankier zu Gast der nur kommt um damit zu prahlen das er exquisitere Weine in seinem Keller beherbergt. Glücklicherweise weiß ich wo er residiert. Was meint ihr?“ Während er von dieser spontanen Idee redete verrieten seine Augen was er eigentlich gerade ausdrücken wollte. Das was der sonst so redselige Barde nicht in den rechten Worten ausdrücken konnte: Wie sehr er sie vermisst hatte.


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BeitragThema: Re: Theater   Sa 22 Jul 2017 - 12:51

Lach du nur, grinste Jinx und stemmte die Hände in die Hüften, als das neugierige Funkeln in ihren Augen stärker wurde. Es war ihr anzusehen, dass es ihr durchaus zumutbar war, die Karten im Handumdrehen zu wenden und ihre spielerische Drohung mit den Wachen war da keine Ausnahme. Wenn sie daran zurück dachte, was für Schnapsideen sie gemeinsam mit Vadim schon durch ganz London des 19. Jahrhunderts getrieben hatten, konnte man sowohl ihr als auch ihm einfach alles zumuten. Auch wenn ihr Grinsen in diesem Fall bezeugte, dass sie es in dieser Situation wohl nicht tun würde. Ausnahmsweise.
Der Eintrittspreis in Form des Erkletterns der Wand ließ sie dann unkontrolliert kichern, kurz bevor sie versuchte sich wieder zu fangen um ihre bemüht seriöse Miene wieder herzustellen - was ihr einfach nicht gelang. Um richtig gut zu schauspielern hatte sie ihn einfach zu lange nicht gesehen und das warme Gefühl in ihrer Magengegend half ihr auch gerade nicht so recht dabei, sich zu konzentrieren. "Ich weiß wirklich nicht, in welche Währung dieser Preis umgerechnet werden könnte", zwinkerte sie dann.
Allerdings war es dann gleich darauf viel zu verlockend, sich von ihrer Krawatte zu trennen und den Blick in Vadims Augen zu betrachten, welcher sich immer mehr veränderte je weiter sie die sanfte Schlinge zuzog. Ganz davon abgesehen, dass er sich überhaupt nicht gegen sie wehrte, was ihr Grinsen gleich noch etwas verschmitzter werden ließ. Ja, so hatte sie den Blonden in Erinnerung und genauso freute sie sich, ihn wieder zu sehen. "Ist sie das, ja?", erwiderte die Blauhaarige und legte etwas Anzügliches in ihren Blick, während sie mit ihren langsamen Schritten und ihren Händen immer dichter an ihren Cowboy heran trat, bis sie schließlich mit nur noch wenigen Zentimetern Abstand direkt vor ihm stand. "Man sollte ihr die Leviten lesen dafür, dass sie solche Eindringlinge für ihre Unverschämtheit nicht köpft." Und genau in dem Moment kam die Krawattenschlaufe mit Vadims Kehle in Berührung und Jinx' Grinsen gewann schauspielerische, sadistische Züge - wenn auch nur für eine Sekunde, bevor sie das Spiel nicht länger aufrecht zu erhalten vermochte. Zu schön war es, den Blonden wieder hier bei sich zu haben und aus der Rolle langsam heraus zu schlüpfen, in der sie sich die letzten drei Aufführungen befunden hatte. Sie spürte noch die Finger Vadims, die über ihre Hand strichen, bevor sie den Knoten löste und sich ihre Krawatte zurück holte. Die sanfte Röte ihrer Wangen zierte jedoch auch weiterhin noch ihr Gesicht, auch als sie sich von ihm löste und abwog, was sie tun konnte um mit Vadim ihren Erfolg feiern zu gehen. Der zugegebenermaßen nicht ganz so groß war, wie es ihr gebührte, der aber selbstverständlich dennoch ansehnlich war. Leider musste das Publikum auf ihre strahlende Ausstrahlung nun zum Abschluss verzichten, denn das Leuchten in ihren violetten Augen nahm fünf Grade zu, als sich darin eine Schnapsidee materialisierte.
Vadim blieb kaum Reaktionszeit. Jinx' Kopf wurde zu ihm herum geworfen und im nächsten Augenblick hatte sie auch schon seine Hand geschnappt, wodurch er hinter ihr her stolperte, während sie sich auch schon auf den Weg in Richtung des Hinterbereichs auf machte. Vergessen war der finale Applaus und vergessen war alles, worum sie sich hinterher nun eigentlich noch hätte kümmern müssen im Zusammenhang mit der letzten Vorstellung dieses Stücks. Denn am anderen Ende ihrer Hand war ihr Ritter in glänzender Rüstung, der ihr einen illegalen Überraschungsbesuch erstattet hatte und sie zum Trinken entführen wollte. Und den Vorschlag ließ Jinx sich nicht zweimal unterbreiten.
Sobald sie ihre Pumps losgeworden und Barfuß unterwegs war, hatte sie auch noch den Bonus ihrer flinken Füße, die sie eilig durch die Schminkcrew und dann auf die Abstellräume zu brachte. Bei ihrem Tempo dauerte es auch nicht lange, bis sie die herbei gesehnte Geheimtür nach draußen erreicht hatten und das Tageslicht leuchtete ihnen entgegen, kurz bevor Jinx ausgebremst wurde.
Überrascht blinzelte sie, als sie in Vadims Arm gedreht wurde und nach einem kurzen, unterwarteten "Oh" ließ sie sich von ihm herum wirbeln und ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. Seine Worte hatten einen so süßen Klang in ihren Ohren - und das nicht nur, weil er Alkohol ansprach. "Ein Privatbesuch bei einem Bankier?", wiederholte sie mit zustimmend hochgezogenen Augenbrauen. Das klang doch wahrlich würdig dafür, einen Sieg ihrer Klasse zu feiern. Als ihre Drehung vorüber war, drehte sie sich gleich noch einmal, genoss das Gefühl ihrer zierlichen hand in Vadims und lachte leise. "Sehr gern."
Nun war sie es jedoch, die sich von ihm löste, um ihm wieder gegenüber zu stehen. Ihre ganze Aufmache war schon interessant genug - die Kleidung einer Lehrerin oder Bürofrau und doch war sie Barfuß und trug ihre auffallend blauen Zöpfe -, doch im Schlepptau mit Vadim gaben sie wahrlich ein ganz und gar buntes Pärchen ab. Das Leuchten schien sich am heutigen Tag rein gar nicht mehr aus den Augen der Schauspielerin verabschieden zu wollen und ohne es geschafft zu haben, die zarte Röte aus ihren Wangen zu vertreiben, biss sie sich schließlich grinsend auf die Lippe, bevor sie nickte. "Nach Ihnen, Mr. Jones."

Tbc: Villenkolonie



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Vadim
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BeitragThema: Re: Theater   Do 3 Aug 2017 - 17:13

Da war es wieder, dieses Glockenhelle Kichern das Vadim so vermisst hatte. Es war kein geziemtes Kichern wie es adelige Damen hinter einer kokett vorgehaltenen Hand von sich zu geben  pflegten. Es war ekstatisch und er meinte stets eine Spur von Hinterhältigkeit heraus zu hören. Es war aufrichtig. Geduldig wartete er bis sie fertig war und studierte dabei genau ihre Gesichtszüge.
Eine Umrechnung in materielle Besitztümer wäre töricht, so viel ist gewiss.“ Generell hatte Vadim eine sehr schwierige Beziehung zu Kapital und Eigentum. Geld fiel meistens sofort seiner Genusssucht zum Opfer, Habseligkeiten blieben für gewöhnlich nicht lange in seinem Besitz. Er versuchte aus dem Moment das Beste zu machen, Erlebnisse hatten einen viel höheren Stellenwert für ihn als Besitz. Für den Barden gab es keinen größeren Reichtum als den Gedanken an eine Lady für die er bereit war alles zu riskieren.
Seinen Hals riskierte er kurz darauf tatsächlich. Aber Vadim ließ sich nicht einschüchtern, er ließ Jinx ihre Macht demonstrieren und genoss dabei jede Drohung die sie ihm entgegen wisperte. Gerade als die Spannung ihren Höhepunkt erreichte wandte sich die autoritäre Königin mit rot getünchten Wangen von ihm ab. Raffiniert verband sich erneut Schauspiel mit Ehrlichkeit als wäre es gewollte Dramatik. Er wollte diese Spannung aufrechterhalten. Ihr versichern das die Herrscherin den Herumtreiber nur verschonte weil sie noch einen Nutzen aus ihm ziehen würde. Doch seine Worte würden ihre Lyrik vollständig einbüßen wenn er sie Jinx entgegen rief während er von ihr durch das Theater gezogen wurde. Zeit zu antworten blieb ihm nämlich nicht bevor sie vom Elan gepackt davon gerauscht war.
So sehr er diese Dynamik auch schätzte war er froh als ihre Haare nicht mehr nur ein blauer Schemen waren der ihn umpeitschte sondern stattdessen wie azurblaue Seide in der Sonne glänzte. Er wünschte sich noch einen Moment verweilen zu können und jeden der es wagte ihre Zweisamkeit zu stören in die Verdammnis zu jagen. Doch die Pflicht rief, er wollte das Wort das er seiner Liebsten gegeben hatte möglichst rasch in die Tat umsetzen. Sanft strich er die Strähnen die bei der Drehung in ihr Gesicht geweht waren aus ihrem herrlichen Antlitz, allerdings ohne dabei ihre Haut zu berühren. Auch wenn er sich danach sehnte diese Zartheit zu erkunden, er konnte sich beherrschen. Die letzten Wochen hatten ihn gelernt was es hieß sich nach etwas zu verzehren. Er wollte nichts durch vorschnelle Berührungen zerstören, dazu hat er einen zu tiefen Respekt vor seiner Kumpanin. „Zuvor muss ich jedoch gestehen das der alte Geck nicht so eine hohe Meinung von mir hat wie der werte Bran. Es wäre also förderlich für unser Vorhaben wenn wir seinen Weg nicht kreuzen.
Diese schlechte Beziehung rührte wahrscheinlich daher das Vadim keine Gelegenheit ausließ den Bankier vorzuführen und vor einer Ewigkeit sogar seiner Buhlerin schöne Augen gemacht hatte. Im Falle einer Begegnung durfte er also nicht auf Gnade hoffen. Doch da er mit Jinx an seiner Seite davon überzeugt war das ihm kein Übel zustoßen konnte war er gerne bereit dieses Risiko für einen Trunk auf sich zu nehmen. Der Troubadour konnte sich nicht entwehren ihr freudiges Strahlen zu spiegeln als sie sein Angebot annahm, das wollte er außerdem auch gar nicht. Nun ließ er auch von ihren Rücken ab, ihre Hand behielt er jedoch in seiner. „Aber nicht doch. Nach ihnen meine Hoheit!“ Einen kurzen Moment, keine drei Augenaufschläge lang, erlaubte er es sich sie einfach nur anzusehen und mit dem Daumen über ihre feingliedrige Hand zu streichen.
Als er sie schließlich los ließ sprachen seine Augen weiterhin von aufgewühlter Hingabe. Er bot ihr seinen Arm an. Es war eine reine Geste des Anstands denn er rechnete bereits damit im nächsten Augenblick wieder mitgerissen zu werden. „Folgt einfach den zerschmetterten Träumen, gebadet in den Tränen leerer Reichtümer!“ Dezent zeigte er in die Richtung die sie zu ihrem nächsten Abenteuer führen würde, oder besser gesagt zu einem kleinen Zwischenhalt. Nun da Vadim seine Angebetete endlich wieder halten konnte würde er sie nicht so schnell gehen lassen.

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