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 Theater

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Spieler : Das MA-Team

BeitragThema: Theater   Di 21 Apr 2015 - 20:17


Das Theater

In dem gut besuchten und belebten Theater von Cadysa geht es hauptsächlich um die Unterhaltung der Leute. Hier werden die verschiedensten Theaterstücke aufgeführt. Von klassischen Stücken bis zu Neu- oder Eigeninterpretationen. Möchte man sich das Programm ansehen, so sollte man sich eines der vielen Stücke aus den Programmheften aussuchen. Für die Wesen in der Stadt, die das Theater regelmäßig besuchen, gibt es eine Karte, mit der man bei jedem Besuch einen kleinen Anteil spart und dieser Anteil wird dann dem Waisenhaus im Vorort gespendet.
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Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
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Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 13:27

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Dienstag, März | Theaterbühne | 19:00 Uhr | mit Aleksander Peirce-Daciano

"Und hier, wie mir beliebt, ist das Fenster geöffnet. Offen, sag ich, und sei es anders so möge man Euch eure Hand nehmen!"
Mit großen, aufbrausenden Schritten marschierte Jinx über den hölzernen Bühnenboden des Theaters. In ihren kleinen Händen knisterte ein zerknittertes Skript, welches sie furios durch die Gegend wirbelte, während sie lautstark ihren Text im Raum widerhallen ließ. Der Raum war leicht abgedunkelt, nur hier und da brannte noch ein kleines Licht. Das meiste Personal war längst gegangen.
Jinx rümpfte nach dem nächsten Blick auf das Papier die Nase. "Das kann doch nicht deren Ernst sein." Unzufrieden zog sie einen Stift aus ihrer kurzen Jeans und strich eine Textzeile durch, dann machte sie sich am Rand Notizen.
Sie hatte vor sich für das Stück vorzustellen, welches demnächst in der Abendvorstellung gespielt werden sollte. Morgen war die Audition und sie hatte sich den Text erst zweimal angeguckt. Natürlich war sie der festen Überzeugung, dass es nicht mehr Training bedarf weil sie ein Naturtalent sei. Damit hatte sie nicht Unrecht.
Im Schauspiel konnte ihr Niemand so leicht das Wasser reichen. Sie musste nicht viel tun um in dieser Branche Erfolg zu haben und dieser Beruf stand ihr auch noch gut zu Gesicht - ihrem Ego tat es aber nicht besonders gut. Ihre aufbrausende Art brachte sie stets an fremde Ufer und ließ sie über Dinge stolpern, für die sie normalerweise niemals die Augen öffnen würde. Zwar wurde ihr sehr schnell langweilig, wenn etwas nicht so spannendes geschah, aber mit ihr war man immer auf einer Erlebnistour.
Jinx beugte sich vor, schmiss das Skript auf den Bühnenboden und schnürte sich seelenruhig ihren Schnürsenkel neu, als irgendwo hinter der Bühne eine Tür ins Schloss fiel. Schritte waren zu hören. Ein verschmitztes Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus und mit viel Schwung nahm sie ihr Skript wieder mit, als sie wieder hoch kam. Sie stützte einen Arm in die Hüfte und warf die langen, blauen Zöpfe über die Schulter.
"Oh weh, wer stört mich in meinen Ruhestunden? Wäre ich nicht so gelangweilt, dann wäret Ihr eure Hand bereits los."
Zum Vorschein kam ein kaum älter als 18 Jahre alter Junge, der schüchtern hinter dem Vorhang hervor lugte. Seine Augen wurden groß als er Jinx auf der Bühne stehen sah, ein einsamer Scheinwerfer strahlte ihre selbstbewusste Pose an und ließ ihr blaues Haar leuchten. "I-ich ... hatte Sie hier nicht erwartet, Miss", stotterte er und sah sich eilig um, als wolle er schnellstmöglich dem stechenden Blick der violetten Augen entkommen. Jinx machte sich einen Spaß daraus, den Jungen in ihr Spiel einzubeziehen.
"Ah, der Stress", seufzte sie und legte theatralisch eine Hand an ihre Stirn. Dann schlurfte sie in seine Richtung. Dabei zog sie ihre Schuhspitzen so über den Boden, dass diese ein quietschendes Geräusch von sich gaben. "So viel... meine armen Nerven..."
Der Junge war sichtlich irritiert und schien noch abzuwägen, ob es klüger war die Fliege zu machen oder spannender, abzuwarten was die irre Theaterdame als nächstes tun würde. "H-haben sie einen Mechaniker g-gesehen? Er wollte eigentlich die V-Vorhangmod-dulation ü-überprüfen-"
"Oh neeeeein, der Mechaniker! Mein Liebster, Ihr habt es verdient eure Hände zu behalten! Wenn ich das vergessen hätte", seufzte Jinx und legte dem erstarrten Jungen einen langen Arm um die Schultern. Als sie seinen völlig schockierten Gesichtsausdruck sah lachte sie laut los.
Der Junge hatte sich dafür entschieden, nicht das Ende dieses verwirrenden Mienenspiels abzuwarten und sich unter ihrem Arm hinausgebogen. Seine hektischen Schritte verklangen hinter der Bühne, als Jinx sich lächelnd und entspannt vorbeugte, um ihren Schuh zu Ende zuzubinden.



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Zuletzt von Jinx am Mo 21 Dez 2015 - 13:48 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Aleksander Peirce-Daciano

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Beruf : Mechaniker / Mechatroniker
Spieler : Niko

BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 13:54

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Während der Wind angenehm durch die Straßen pfiff, verstaute Aleksander seine Werkzeuge in seinem Motorrad und setze sich den Helm auf. Normalerweise war er es nicht gewohnt, zu so "später" Stunde noch zu arbeiten. Aber als die Anfrage des Theater kam, hatte er eine Ausnahme gemacht. Während den Probe konnte er sich die Mechanik nicht ansehen und auch während den Vorstellungen klappte das nicht.
Also hatte er einen Schlüssel bekommen um sich heute einmal alles anzusehen und wenn etwas nicht stimmte, dies auch zu reparieren. Nach seinen Informationen sollte im Theater nur noch ein junger Bursche sein, der ihm alles zeigen sollte.
Ich sollte mir echt abgewöhnen, so freundlich zu sein. Wenigstens stimmt die Bezahlung dieses Mal, so versuchte sich Aleksander zumindest zum arbeiten zu motivieren.
Nachdem er seine Werkzeuge eingepackt hatte, setze er sich seinen Helm auf und setze sich auf sein Motorrad. Ob es wohl schon unter Ruhestörung fiel, wenn er mit seiner Maschine durch die kleinen Gassen fuhr?
Selbst wenn es jemanden stören sollte, würde er wieder so schnell weg sein wie er gekommen war. Ein letzter Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es Zeit war los zu fahren. Es hatte schon den ein oder anderen Vorteil sein eigener Chef zu sein. Er konnte z.B. das Geld, dass er bekam einfach in sein Motorrad stecken und an diesem etwas rumbasteln. Was zudem auch eine seiner Lieblingsbeschäftigungen war. Nach einer kurzen, aber trotzdem lustigen Fahrt durch die Straßen der Stadt kam er schließlich vor dem Theater zum halten.
Ein schickes Gebäude, dass musste er ja zugeben. Während Aleksander seine Werkzeuge zusammen suchte, den Helm absetzte und sich auf den Weg zum Eingang machte, schaute er nochmal auf seine Uhr. 19 Uhr. Pünktlich wie immer. Hoffentlich gab es hier nicht so viel an der Mechanik zu tun. Ansonsten würde das wohl noch ein langer Abend werden.
Mit einer schnellen Bewegung holte der Vampir die Schlüssel hervor und schloss die Eingangstür auf. Schon jetzt konnte er leise Stimmen im Hauptsaal vernehmen. War etwa neben dem jungen Burschen noch jemand hier? Das erschien ihm aber nicht sehr professionell. Es wurden doch alle informiert, dass er heute kommen würde.
Leise öffnete er die Tür zum Hauptsaal und sah dort den jungen Burschen, mit dem er sich verabredet hatte und eine junge Frau mit außergewöhnlicher Gestalt. Die Frau schien anscheinend gefallen daran gefunden zu haben, den Jungen etwas zu verunsichern. Na gut, dass erschien auch nicht weiter schwer. Die Frau, mit den langen blauen Haaren trat sehr selbstsicher auf, während der Junge eher nervös, ja fast schon verängstigt schien.
Oh man.. wenn der kleine ne Frau abkriegen will, muss er wirklich mal etwas selbstsicherer werden.. so wird das doch nie etwas.
Als die Schuhe der Dame über den Boden quietschten, verzog Alek kurz das Gesicht. Man konnte auch die Füße beim Laufen anheben.. aber die junge Frau schien das wohl eher absichtlich zu machen. Als der Junge schließlich nach ihm fragte, musste Alek grinsen. Sollte er jetzt schon aus seinem Versteck kommen, oder noch etwas warten. Ach genau! Die Vorhangsmodulation musste er sich heute ja auch noch angucken. Wahrscheinlich würde das doch noch ein langer Abend werden.
Er schloss die Tür hinter sich und ging auf die Bühne zu, während er leise lachend klatschte.
"Eine schöne Vorstellung, nur leider haben Sie damit wohl grade den Jungen verscheucht, der mir zeigen sollte, was ich heute zu tun habe. Wirklich eine Schande, dabei werde ich doch dafür bezahlt."
Lächelnd betrat Aleksander die Bühne und stellte seinen Werkzeugkasten ab.
"Und was mache Ich nun, wo der Kleine weg ist? Eine rhetorische Frage. Er wusste genau, was er zu tun hatte und wo er alles finden würde. Aber eigentlich hatte er die ganze Nacht Zeit, da konnte er sich auch etwas mit der außergewöhnlichen Frau vor sich unterhalten.


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Jinx
Verrückte Schauspielerin ♥
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Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 14:28

Den Schnürsenkel nur noch durch die eine Einkerbung und dann.. Sie kam wieder hoch und atmete entspannt durch, während sie den Blick mit in die Hüfte gestützten Händen durch die Theaterhalle schweifen ließ.
Irgendwo hinter ihr klatschte Jemand leise. Als sie den Kopf umwandte erblickte sie einen großgewachsenen, pinkhaarigen Mann, der lächelnd und leise lachend die Bühne betrat. Grinsend warf sie ihren Pony zurück. Na sie mal einer an, ist der schon länger hier?
Als er einen Werkzeugkasten abstellte, den er bei sich getragen kannte, erschloss sich für Jinx sehr schnell mit wem sie es hier zu tun hatte. Ganz offenbar war es der Mechaniker, von dem der Junge vorhin gesprochen oder mehr gestottert hatte. Sie schlug einmal leicht auf die Zettel in ihrer Hand um sie gerade zu knicken, dann tat sie als würde sie schwer beschäftigt ihr Skript lesen.
Der junge Typ von vorhin war also seine Garde. Sah gar nicht so aus als hätte der einen anderen Job gehabt, als zu Stottern und zu vollkommen unangemessenen Zeiten in Theatern herum zu lungern.
"Ich habe ihm gesagt, er darf seine Hände behalten", erwiderte Jinx mit einem Lächeln auf den Lippen und blätterte in ihrem Papier. "Mehr hätte er wirklich nicht von mir verlangen können." Sie warf ihm einen belustigten Blick zu.
Der Mann der vor ihr stand war deutlich größer als sie, gut gebaut, mit einem netten Lächeln das ihn gleich viel freundlicher wirken ließ. Er hatte irgendwas italienisches, auch wenn sie nicht wirklich definieren konnte was. Auf jeden Fall war er eine willkommene Ablenkung von ihrem Versuch, für die Audition zu üben, weil sie da nämlich überhaupt keine Lust drauf hatte.
Sie sah ihn noch einen Moment schweigend an, dann lief sie lächelnd an ihm vorbei. "Es ist wirklich eine Schande, ohne den jungen Mann werden Sie wohl auch nicht bezahlt werden können", Sie hielt sich die Zettel vor's Gesicht, schielte dann aber einmal kurz über den Blattrand um ihren Gast anzusehen, "denn skandalöserweise wissen Sie ja nicht, wo sie hinmüssen."
Lächelnd drehte Jinx sich im Kreis, wobei ihre Zöpfe ihrer Drehung fliegend folgten. "Da trifft es sich gut, dass ich zuuufällig weiß, wo man die V-Vorhangmod-dulation f-findet", sagte sie und ahmte das schüchterne, stotternde Gesicht des Jungen nach, als er dieselben Worte benutzt hatte.
Der Typ war eine neue Gelegenheit, die angegangen werden musste. Ja, er war der Mechaniker, aber sie war die Schauspieldiva vor dem Herrn, aus ihm musste doch bestimmt noch mehr herauszuholen sein. Nicht umsonst reparierte er den Bühnenvorhang um eine solche Uhrzeit, der hatte ganz bestimmt nichts Spannendes mehr vor diesen Abend.
Und wie es der Zufall wollte Jinx auch nicht. Zumindest nichts, was ihren Langeweilepegel gut und wirkungsvoll sinken konnte, weil sie proben musste. Sie würde nicht drum herum kommen, sie wollte die Rolle und sie nicht zu bekommen würde ihren Stolz kränken. Aber bestimmt ließ sich das Lernen mit etwas spaßigem verbinden. Und mal sehen, was der Mechanikertyp ihr an Spaß bieten konnte.
Sie viel zurück in ihre Rolle und warf sich nach vorn. "Ihr habt doch nicht vor, das Fenster zu öffnen, oder?" Melodramatisch beugte sie den Rücken durch und machte einen Gesichtsausdruck, als hätte sie pfeifersches Drüsenfieber. "Oh heiliger Amaretto, nein! Das gesamte Personal wird die Hände verlieren! Wer soll dann noch die Fenster schließen?"



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Zuletzt von Jinx am Mo 11 Mai 2015 - 22:14 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Aleksander Peirce-Daciano

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Beruf : Mechaniker / Mechatroniker
Spieler : Niko

BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 15:05

Das Grinsen der Frau war auf eine Weiße herausfordernd und provokativ. Eine sehr interessante Mischung, wie Aleksander fand. Ihre Gestalt war zudem ebenfalls sehr interessant anzusehen. Ihre helle Haut schien wie die einer Porzellan Puppe, dagegen leuchteten ihre Augen in einem außergewöhnlichem Rot. Nein, es war kein Rot. Es war etwas viel intensiveres. Doch genau benennen konnte Aleksander die Farbe nicht. Und dann noch diese Haare, die in einem blau schienen, dass nicht von dieser Welt zu stammen schien. Alles in einem: Eine sehr interessante Mischung.
Als Aleksander auf der Bühne angekommen war und endlich den Werkzeugkasten aus der Hand stellte, war für ihn schon ersichtlich, dass die Frau sich denken konnte, was er hier zu suchen hatte. Und trotzdem wendete sich ihre Aufmerksamkeit wieder ihrem Skript zu. Wie unhöflich, aber das machte Aleksander nichts aus. Es machte die Dame nur noch interessanter. Sie mochte also Spiele? Na gut. Aleksander war niemand der sich einfach kampflos geschlagen gab. Sie würde noch sehen, mit wem sie hier ein Spielchen begonnen hatte.
Seine Hände behalten? Vielleicht kam das aus einem Theater Stück oder sie war tatsächlich etwas verrückt. Oder beides. Man konnte ja nie wissen mit wem man es zu tun hatte. "Das war aber äußerst gnädig von euch. Bei eurer Gestalt hätte ich so viel Gutmütigkeit gar nicht erwartet." So viel zur Unhöflichkeit, aber wenn Aleksander eins war, dann direkt.
Als die Dame mit leichten Schritten an ihm vorbei ging, folgten seine Augen ihr wie die einer Raubkatze. Doch umdrehen tat er sich nicht. Eher schaute er leicht über die Schulter, damit sie noch in seinem Blickfeld war. Das Lächeln blieb und die leichte Provokation in ihrer Stimme ebenso. Sie wusste, wie man dieses Spiel zu leiten hatte. Und ihre Art gefiel Aleksander. "Eine Schande, dass Sie den armen Jungen so verscheucht haben. Dabei muss ich meiner Arbeit doch nachgehen, damit sie auf dieser großen Bühne wie ein Stern leuchten können, o no?" (o no = oder nicht) Ihre Augen hatten sich über das Skript hinweg wieder auf ihn fixiert, während er eine ausladende Handbewegung machte, um auf die Bühne zu deuten. Wenn er nicht die Technik in Stand setze, wer sollte es sonst tun? Sicherlich konnte diese Dame hier keine Drähte veröden.
Jedoch musste er zugeben, dass die Dame sehr anmutig aussah, während sie sich im Kreis drehte und ihre Zöpfe sie wie Seile umfingen. Als sie die Art des Jungen nachmachte, wurde das Grinsen des Italieners breiter. Da wusste wirklich jemand, wie man andere Leute verspottete. "Nun denn, wären sie denn so freundlich mit den Weg zu zeigen? Damit ich mir die V-Vorhangmod-dulation mal ansehen kann?" Mitspielen konnte er ebenfalls.  
Das mit der Reparatur konnte sich noch etwas in den Abend hineinziehen, aber Aleksander fand dies keinesfalls schlimm. Und auch die Dame schien es nicht weiter schlimm zu finden, dass sie von ihrem Skript abgelenkt wurde. Eher noch machte sie das beste aus der Situation, dass er nun vor ihr stand.
Nur schien es für Aleksander noch etwas undurchsichtig zu sein, was die blauhaarige vorhatte. Den so wie ihr Blick auf ihm verhaarte, hatte sie definitiv schon etwas in ihrem kleinen Kopf geplant. Und schon einige Sekunden später erkannte Aleksander was sie vorhatte. Sie benutze ihn als Partner zum Proben.
Manchmal konnte es wirklich ein Vorteil sein, dass er in Italien groß geworden war. Ihr Schauspiel war nicht schlecht. Aber es fehlt noch etwas. Mal gucken ob er es aus ihr rauskitzeln konnte.
"Nun denn, so walte, Hekate, Fürstin des Zaubers, moorduftige Königin der Nacht! Sproßt, ihr dämonischen Kräfte, die die menschliche Satzung sonst auszujäten bemüht war, blüht auf, unter dem Atem der Hexen, und schoßt zu Wäldern empor, daß die Wipfel sich zerschlagen, und die Pflanze des Himmels, die am Boden keimt, verwese; rinnt, ihr Säfte der Hölle, tröpfelnd aus Stämmen und Stielen gezogen, fallt, wie ein Katarakt, ins Land, daß der erstickende Pestqualm zu den Wolken empordampft; fließt und ergießt euch durch alle Röhren des Lebens, und schwemmt, in allgemeiner Sündflut, Unschuld und Tugend hinweg! Reinigt Sie! Sie, die hier vor mir kniet und nicht mehr weiß, was sie sagt! Sie, die ich einst die Meine nannte!"  Aleksander sprach extra mit ausgeprägtem italienischen Akzent und drehte sich zu der Frau, mit einem mitleidigen, ja schon fast ängstlichem Gesichtsausdruck.


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Jinx
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Beruf : Schauspielerin im Theater von Cadysa
Spieler : Cali

BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 16:24

Die Ablenkung von ihrer Probe war fast perfekt. Es fehlte nur noch das gewisse etwas an dieser Begegnung, das es zu einem interessanten Ausgang führen würde. Provokativ und dennoch charmant band Jinx ihren neuen Mechanikerfreund in ihr kleines Mienenspiel ein, verlor sich nicht in ihren Worten, ergänzte ihr Gespräch mit dem Jungen von vorhin - das der Italiener ganz offenbar mit angehört hatte. Die Augen. Die Augen waren es, die sie auf die italienische Spur gebracht hatte. Sie konnte nicht leugnen, dass sie ihm gut zu Gesicht standen.
Er wusste, wie man mitspielte. Und er ließ sich auf ihr Spiel ein. Als er klar machte, dass er ihren Umgang mit dem Jungen nicht unbedingt guthieß, wurde ihr Grinsen nur noch breiter. Hinter ihren Zetteln setzte sie sich dann ein verdammt echtes, erschüttertes Gesicht auf. Als sie ihr Skript dann sinken ließ um ihm ihr Gesicht zu präsentieren, sah sie regelrecht geschockt aus. Ihr Kiefer klappte weit auf, bis ihr anscheinend wieder einfiel, dass ihre Kinnlade unten war und sie sie langsam mit gerümpfter Nase wieder schloss. Einen Moment schloss sie beleidigt die Augen, bis sie diese spielerisch und mit einem Funken Belustigung, die verrieten, dass sie gerade nur schauspielerte, wieder öffnete.
"Sollte das etwa eine Kränkung sein? Diese Bemerkung hätte Euch eure Hand kosten können", sagte sie andeutungsweise beleidigt und knisterte auffallend laut und beschäftigt mit ihrem Skript. Daraufhin lächelte Jinx wieder und lief schwebenden Schrittes an ihm vorbei. Er blieb am Boden der Tatsachen - wortwörtlich, denn er bewegte sich kein Stück vom Fleck. Nur seine raubtierhaften Augen folgten der Frau mit den langen Zöpfen durch den Saal.
Ihr verschmitztes Lächeln hatte sich inzwischen in ihr Gesicht gebrannt. Sie hatte Spaß. Die Führung dieses Wortwechsels befand sich noch immer in ihrer Hand und sie wusste, wie sie ihn um den Finger wickeln konnte. Er ließ sich wunderbar darauf ein. Dann folgte die Bemerkung mit der Bühnenreperation und irgendein Gefasel von leuchtenden Sternen. Fast hätte sie losgelacht, riss sich aber zusammen und blieb in der Rolle.
Als sie sich umdrehte leuchteten ihre Augen wie tausend Sterne. "Oh welch ein Kompliment! Damit reißt ihr vermutlich reihenweise Frauenherzen an Euch!" Ihre Hände waren vor ihrer Brust gefaltet, als sie ihn anstrahlte als wäre er das Zentrum ihres Universums. Doch in demselben Augenblick entglitt der begeisterte Ausdruck und ein boshaftes Grinsen legte sich auf ihre Lippen. "Wenn Ihr mir nicht schon offenbart hättet, dass es euch doch im Grunde nur um die Bezahlung geht. Ihr wisst ja nicht, was ihr verpasst..." Ihre Worte klangen wie süßer Honig, verlockend, aufreizend und trotz allem heimtückisch - sie war voll in ihrem schauspielerischen Element.
Als sie sich grazil um die eigene Achse drehte entging ihr nicht der Blick, der dabei auf ihrem Körper ruhte. Sie registrierte außerdem das breite Grinsen, das in die Worte des Italieners mit einfloss, als dieser sie fragte ob sie ihm den Weg zeigen könne.
"Kann ich das?" Fragte sie rhetorisch. Sie überlegte eine halbe Ewigkeit, ließ ihn zappeln. Ihr Blick verriet nichts. Dann, als sie langsamen Schrittes wieder über die Bühne lief - unruhig wie sie war konnte sie nicht so lange stillstehen - lächelte sie in sich hinein. "Nun, da Ihr ja noch beide Hände habt solltet Ihr wohl in der Lage sein, damit... gut umgehen zu können." Diese Worte verursachten einen neuen Funken in ihrem Kopf. Eine Idee, so schnell wieder untergetaucht, dass sie fast unwichtig schien. Aber das schwache Kribbeln in ihrer Magengegend, als sie daran dachte, wie aufregend das werden könnte falls sie sich darauf einließ, entging ihr nicht.
Als sie wieder begann in ihre Rolle zu schlüpfen gelang es ihr, den Italiener dazu zu animieren, mitzuspielen. Und wie sie das schaffte. Mit einem Mal legte der Mechaniker einen großflächigen Monolog vom feinsten hin, in einer Sprache, die noch älter war als die des Stückes, für das Jinx lernte. Er faselte so lange vor sich hin, dass Jinx ihn nur noch perplex anstarrte und versuchte das Lachen zurückzuhalten. Wer hätte auch gedacht, so etwas von dem Techniker zu hören?
Sobald dieser aber wieder aus seiner gesprächigen Trance erwachte viel sie sofort wieder zurück in ihre Rolle, als wäre sie tatsächlich die eingebildete, adlige Lady die sie vorgab zu sein. Das Drüsenfiebergesicht kehrte zurück.
"Oh, Ihr habt recht! Die kalte Hand des Wahnsinns, oh seht, sie greift nach mir! Und das alles nur, weil die Fenster nicht geschlossen wurden! Oh errettet mich aus meiner - Moment, nein ich will nicht errettet werden", unterbrach sich Jinx, als hätte sich plötzlich der Erzähler inmitten eines spannenden Buches eingeschaltet, "warte. Ne. Doch. Oder?" Sie hielt sich das Skript nochmal vor die Nase, in einer Pose stehend, die einen Fall auf den Boden darstellen sollte. "Oh doch, warte, hier unten!" Sie schmiss sich zurück in Pose. "...Oh errettet mich aus meiner Einsamkeit, ich weiß, Ihr empfindet noch etwas für dieses ach so kalte Herz!"



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Aleksander Peirce-Daciano

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Beruf : Mechaniker / Mechatroniker
Spieler : Niko

BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 16:59

Ihr Mienenspiel und ihre Gestik waren ausgesprochen gut. Das hätte Aleksander ihr gar nicht zugetraut. Sie steckte sehr viel Mühe in diese Rolle, so schien es zumindest für ihn. Doch ihr fehlte noch die gewisse Übung und es war, wenn man sich etwas länger mit ihr beschäftigt, sehr offensichtlich das sie ein großes Vertrauen in ihr Können legte. Das konnte aber etwas sein, dass nicht gut als Schauspielerin zu verarbeiten war. Wenn man zu viel Vertrauen in sich und sein Können hatte, würde man irgendwann nachlässig mit den Proben werden. Während andere sich dann weiterentwickelten, würde man stetig auf dem gleichen Stand sein. Aber das war etwas, mit dem sich Aleksander nicht weiter beschäftigten musste. Er war nur ein einfacher Mechaniker.
"Oh nein, Gnädigste, da müsst ihr mich falsch verstanden haben. Euer Äußeres ist außergewöhnlich anzusehen, doch es verrät einem nicht viel über euer Innerstes. Es ist also ein Kompliment, wenn ich sage, dass ich so viel Gutmütigkeit gar nicht erwartet hätte." Aleksander lächelte belustigt, während er nun einige Schritte über die Bühne machte. "Außerdem seid ihr doch grade wieder so gutmütig, denn ihr seht davon ab, mir meine Hände zu nehmen." Wieder ein verschmitztes Grinsen seinerseits. Wer hätte gedacht, dass dieser Abend noch so amüsant werden würde? Er sicherlich nicht.
Dennoch sollte er so langsam zumindest mit der Inspektion anfangen und so ließ er seine Augen schweifen, während er einige Schritte über die Bühne machte. Die Scheinwerfer sahen gut aus, sie schienen regelmäßig überprüft und gereinigt zu werden. Bei seinem Glück musste er nach diesen also gar nicht mehr schauen. Blieb natürlich noch die Frage wie es mit der Vorhangmodulation aussah. Soweit er die Informationen bekommen hatte, war diese nämlich ziemlich... hinüber. Irgendein Mitarbeiter hatte dort wohl was verschüttet und dadurch war die ganze Technik hinüber. Wer er Pech hatte, musste er also wohl heute Nacht im Theater bleiben, damit auch bis zur morgigen Audition alles wieder funktionierte.
Reihenweise Frauenherzen? Na wenn das mal tatsächlich so wäre! Eher war es so, dass er sich viel zu sehr mit seiner Maschine beschäftigte und deswegen kaum Zeit hatte um irgendwie mal Frau kennen zu lernen. Außerdem interessierten sich die meisten auch nicht wirklich für die Mechanik dahinter oder das alte Italien, weswegen er nicht so gut mit Frauen konnte. Auch wenn er trotzdem ein Chameur in irgendeiner Hinsicht war. "Aber Liebste, ich werde das Geld für euch verweigern, wenn ihr mir dafür euer Herz schenkt. Ich werde über tausend Brücken gehn, nur um euer Herz für mich zu gewinnen!" Aus irgendeinem Grund machte Aleksander dieses Spiel wirklich Spaß. Wirklich.
So wie auch er grade eine rhetorische Frage gestellt hatte, tat sie das nun ihrerseits. Es vergingen einige Momente, in denen sie darüber nachzudenken schien, ob sie ihm tatsächlich den Weg zeigen konnte. Oder zeigen wollte. Sie bewegte sich grazil über die Bühne, während sie schweigend über die Frage nachdachte. Doch ihr Lächeln veränderte sich und das glänzen ihrer Augen dazu. Als Aleksander die Worte der jungen Dame vernahm, vertiefte sich sein Lächeln. Worauf wollte sie damit bloß anspielen? Während er sich mit einer Hand durch die Haare fuhr, zog er die Augenbrauen hoch und seufzte kurz. Seine Stimme wurde tiefer, rauchiger. Seine Augen fixierten sich wieder auf die außergewöhnliche Dame. "Diese Hände können sogar sehr gute Dienste erweisen. Sie sind für vieles sehr nützlich. Sein Blick sollte nicht von ihr weichen.
Gespannt verharrten die Augen des Italieners auf der Schauspielerin vor ihm. Er war fasziniert davon, wie sehr sie versuchte das gewisse Etwas in ihr Spiel zu legen. Wie sie versuchte sich in die Rolle hineinzufühlen, auch wenn sie es noch immer nicht ganz schaffte. Es hatte ihm gefallen, wie perplex die Dame ihn angestarrt hatte, als er seinen Monolog vorgetragen hatte. Wer rechnete denn auch damit, dass ein einfacherer Mechaniker wie er, so etwas vortragen konnte? Es hatte schon seine Vorteile im alten Italien aufgewachsen zu sein. Theaterstücke waren damals sehr beliebt um sich zu unterhalten und er hatte einige davon gesehen.
Als er ihr den Blick dies Mal komplett zuwendete, schien sie wieder vollkommen in ihrer Rolle zu sein. Eine adlige, arrogante junge Dame, die den Verstand verloren hatte.
Doch als sie ihren Monolog unterbrach und auf das Skript schaute, weil sie sich nicht sicher war, ob sie nun errettet werde wollte oder nicht, brach Aleksander in Gelächter aus. Es dauerte einige Momente, bis er sich wieder beruhigt hatte, aber so wie sie, kehrte auch er in seine Rolle zurück. Mit galanten Schritt ging er auf sie zu und kniete sich zur ihr, während er ihre Hände mit den seinen umschloss. "Oh meine Liebste, Ich empfand die Welt für dich. Meine Gefühle reichten weiter als das Ende der Zeit. Doch du, du die ich einst so liebte, bist dem Teufel verfallen und hast den Verstand verloren. Ich biete dich! Gib nach und verlass diese Welt! Es hat doch keinen Sinn mehr!" Sein Blick drückte tiefe Trauer aus, er wollte seine Geliebte nicht hergeben, dennoch war es das beste, wenn sie ihre Seele reinigte und zu ihren Wurzeln zurückkehrte... und das aus dem Mund eines Vampirs. Natürlich. Es gab nichts was logischer war.


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Jinx
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BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 17:44

Der Italiener blieb charmant, selbst nach Jinx' vollkommen überzogen geschockter Erwiderung. Im Kontrast dazu komplimentierte er sie in Richtung 'Wir kennen uns ja noch nicht so gut und ich kann das ja gar nicht beurteilen', was ihr ein zufriedenes Lächeln entlockte. Ihre Rolle war zufriedengestellt. Als er dann über die Bühne wanderte musste sie schmunzeln. Es war ein echtes Schmunzeln, das in diesem Moment aber auch zur Rolle passte, weshalb man nicht so genau sagen konnte ob es nun gut gespielt war oder nicht. Ja, sie hatte ihm die Hände gelassen - und er sollte sich ruhig bemühen, dass es auch dabei blieb.
"Seid euch da noch nicht so sicher..." Ihre Worte wurden aber von einem belustigten Blick begleitet, was ihnen die drohende Wirkung nahm. Ihr Blick wanderte zu seinen Händen: recht groß, rau, so wie Mechanikerhände auszusehen hatten. Sie legte in ihren Blick etwas verruchtes, als sie diese Hände betrachtete, schüttelte dann aber ihre Zöpfe und widmete sich wieder mit einem beständigen Lächeln ihrem Skript.
Er zog noch eine ganze Weile seine Bahnen über die Bühne, während Jinx damit beschäftigt war ihm die Breitseite zu geben. Als sie die Frauenherzen erwähnte viel ihr auf, dass sie ihn dadurch wohl nachdenklich gemacht hatte. Ob er an die vielen One-Night-Stands dachte, die er täglich hatte, oder ob er liebevoll von der Pizza träumte die Zuhause im Ofen auf ihn wartete, ließ sich an seinem Blick aber nicht ablesen.
"Tausend Brücken... Wow", Jinx lachte, aber es war ein echtes Lachen, "so etwas kann auch nur ein Mechaniker als Liebeserklärung auslegen." Ihre Augen blitzten auf, als sie ihn mit ihrem Blick konfrontierte. Als sie sich dann von ihm weg drehte dachte sie darüber nach, ob sie ihm vielleicht langsam mal den Weg zu der Modulation für die Vorhänge zeigen sollte. Ihr machte das Spiel aber zu sehr Spaß und sie war nicht der Typ Mensch, der so ein Spiel leichtfertig aufgab und sich geschlagen gab. Außerdem war es nicht ihr Job, den Vorhang wieder auf Trapp zu bringen, sie verdiente damit nicht ihr Geld: Sie verdiente es mit Schauspielen.
Er fuhr sich durch die Haare. Sie blieb stehen. Er seufzte. Sie sah ihn gespannt an. Und als sie dann diese verruchte Stimme hörte wurde ihr bewusst, dass der Italiener wohl auch schon auf andere Ideen gekommen war, den Abend nett zu gestalten. Sie versuchte sich nicht auszumalen, was diese Hände alles bewerkstelligen konnten, damit sie nicht aus der Rolle viel - konnte sich ein Glitzern in den Augen aber kaum verkneifen.
Als Antwort auf seine Worte spreizte sie die Finger, sodass die Zettel ihres Skriptes sich zu einer Art Fächer auftaten, und wedelte sich aufgeheizt Luft zu. "Ach du meine Güte, Ihr habt ja überhaupt keinen Sinn für Anstand!" Sie reckte die Nase in die Luft, um eingeschnappt zu wirken, und klappte mit einem lauten Klatschgeräusch den Skriptfächer zu. Dann stemmte sie die Hand in die Hüfte, ließ die Schulter aber nachgebend sinken. "Sagt... Können diese Hände ein kaltes Herz befreien? Ein vom Wahnsinn ergriffenes? Den wenn Ja, oh edler Retter, liebtet ihr mich nur stark genug, so könnte ich all den Schmerz meines früheren Lebens hinter mir lassen!"
Das war der Moment, wo sie sich dramatisch in die fallende Pose stürzte, als würde der Bühnenboden nach ihr greifen vielen ihre Zöpfe nach hinten und sie präsentierte ihren schlanken Hals wie als Bestätigung dafür, dass sie bereit war zu sterben. Und die Worte des Mechanikers - der in diesem Moment wirklich nicht mehr ein Mechaniker, sondern der Retter war, die Liebe ihres Lebens - sagte so herzzerreißende Worte zu ihr, dass es ihr am Ende nicht mehr schwer viel, sich in die Rolle hineinzuversetzen. Sie fühlte es, die Energie des Stückes, welches die beiden gerade frei erfunden hatten. Ihre Augen waren vor Leid und Schmerz halb geschlossen, ihr Kopf lag im Nacken und ihre Arme hingen schwach zu den Seiten herab. "Unsere Liebe kann diesen Abgrund nicht überwinden. Zu viel ist geschehen, oh, wie recht Ihr habt, ich werde mich dem stellen müssen. Was bringt es noch, wegzulaufen? Was bringt es, zu trauern? Jede ach so edle Kreatur muss den Moment erleben, indem sie vor das jüngste Gericht gestellt wird... Oh Geliebter, der mich einst vor all dem beschützte: Ich verlasse dich und diese ach so karge Welt!" Und mit diesen Worten ließ sie sich fallen, blind darauf vertrauend, dass der Mechaniker genug mitspielte um sie aufzufangen, denn sie war so in der Rolle gefangen, dass sie darüber tatsächlich nicht mehr groß nachdachte. Selbst wenn sie auf den Boden fallen würde, es würde der gleiche Effekt für das Publikum entstehen. Und so viel sie mit geschlossenen Augen in den gespielten Tod.
Gleich darauf öffnete sie wieder die Augen und sah den Italiener mit einem breiten Grinsen an. Dann klopfte sie sich den leichten Staub von der Jeans und erhob sich. "Gut, jetzt wo das geklärt ist können wir ja jetzt mal zur Modulation gehen!"



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Aleksander Peirce-Daciano

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BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 18:40

Auf ihre Erwiderung zog Aleksander die Augenbrauen hoch. Wurde da etwa jemand frech? Er hatte ihr ein Kompliment gemacht, ein wirklich gutes sogar und sie wies es von sich. Forderte ihn heraus. Vielleicht war diese Gutmütigkeit doch noch viel tiefer verborgen als Aleksander es je gedacht hätte. Aber er würde sie finden, da war er sich ausnehmend sicher. Auf das nächste Lachen der Dame hielt Aleksander jedoch inne. Wirklich? Hatte er jetzt schon Charaktereigenschaften übernommen, die man mit einem Mechaniker in Verbindung brachte. Oh Gott. Er sollte wohl bald mal wieder Urlaub nehmen und sich einfach seinen Hobbys widmen. "Auch andere Männer können ein solches Kompliment aussprechen, Fräulein. Ich war vielleicht nur der erste, von dem sie es gehört haben."
Ja. Genau. So musste es sein. Aleksander wollte sich eben nicht eingestehen, dass er wirklich schon Charaktereigenschaften eines Mechanikers angenommen hatte. Wenn er sich irgendwo vorstellt, sagt er ja auch nicht: Hey! Meine persönlichen Charakterstärken sind die eines Mechanikers. Ich habe halt den typischen Charakter eines Mechanikers. Und ja, die Schwächen sind die gleichen wie die eines Mechanikers! Haben sie sonst noch Fragen?
Um sich von seinen Gedanken loszureisen, schüttelte er leicht den Kopf und schenkte der Elektrik wieder seine Konzentration. Lampen, sowie die Lüftungsvorrichtungen sahen gut aus. Das konnte er auf seiner Liste also schon mal wegstreichen. Durch die Sitzreihen müsste er später gehen. Aber auch die restlichen Installationen an der Bühnen sahen bis jetzt sehr stabil und im guten Zustand aus. Vielleicht würde er hier gar nicht so viel machen müssen. Es blieb halt nur die Frage wie das Modul aussah.. und die wollte er sich am liebsten gar nicht beantworten. Nach den Beschreibungen war das nämlich in einem ziemlich schlechten Zustand. Wenn das der Fall war, hatte er damit nämlich einiges zu tun und müsste noch eine ganze Weile hier im Theater bleiben.
Als jedoch die junge, und wirklich ausnehmend hübsche, junge Frau dann das Skript als Fächer entfremdete, wurde das Lächeln, dass auf Aleksanders Lippen lag, noch tiefer. Wahrscheinlich stellte sie sich auch vor, was er alles mit diesen Händen anstellen konnte. Sie waren, durch die Arbeit an verschiedenen Werkzeugen rau geworden, doch sie waren ebenfalls zunehmen stärker geworden. "Anstand, meine Liebste, ist eine Frage der Definition. Ich könnte nun auch behaupten, dass ihr euch die verwegensten Träume zusammen fantasiert, was ich mit diesen Händen anstellen könnte. Dann besäßet ihr auch keinen Anstand." Ein kurzes Grinsen. "Aber sowas würde ich ja nie sagen." Und wieder war sie in ihrer Rolle drin. Nun ja, konnte diese Hände all das? Aleksander wusste es nicht. Sein Herz schlug doch schon lange nicht mehr, also wie sollte er ein andere retten? Fragen über Fragen, auf denen die Antworten so unklar erschienen. "Ich kann es euch nicht sagen, oh edle, vom Wahnsinn ergriffene Dame. Ich könnte euch versprechen, dass ich euch erretten werde. Doch dann müsste ich lügen, schließlich weiß ich nicht, ob ich eure Wünsche erfüllen kann."
Endlich. Da war das gewisse Etwas, dass Aleksander die ganze Zeit sehen wollte. Die Dame hatte sich ihm und dem Stück nun voll und ganz hingegeben, auch wenn sie ihn nicht mal eine halbe Stunde kannte. Ihre Worte schienen für jemanden, der das Spiel nicht mitbekommen hatte, echt zu sein. Und auch Aleksander viel es leicht, weiter in seiner Rolle zu bleiben. Und genau das machte eine Schauspielerin aus. Der Vampir war entzückt von dem Können das die junge Frau nun an den Tag legte. Als sie sich nach vorne in seine Arme fielen lies, fing Aleksander sie sanft in einer Umarmung. "Es tut mir Leid. Alles. Ich hätte dich retten können, doch meine eigene Angst und Verzweiflung waren es, die mich zu diesen Taten antrieben. Nie könnte ich dich, meine Liebste, um Verzeihungen bitten. Und nun liegst du kalt in meinen Armen und trittst vor das Gericht, dass deiner Seele zu teil wird. Ich werde dich halten, bis es vorbei ist und dir Flügel wachsen." Und damit war das Stück, welches spontan entstanden war, vorbei. Ein tragisches Ende, wie es sich für ein richtiges Drama auch gehörte.
Und auch für die junge Schauspielerin war das Stück nun vorbei, denn sie richtete sich aus seinen Armen wieder auf und schaute ihn mit einem breiten Grinsen an, während sie sich den leichten Staub von der Jeans klopfte. Auch er erhob sich wieder, damit sie zumindest fast auf Augenhöhe waren. Als seine Schauspielpartnerin dann endlich wieder das Thema ansprach, weswegen er eigentlich gekommen war, musste er leise Lachen. "Na endlich. Dann kann ich meine Arbeit erledigen und krieg sogar Geld dafür, dass ich mich sogar amüsieren konnte." Erst jetzt viel dem charmanten Italiener auf, dass die beiden sich noch gar nicht vorgestellt hatten. Natürlich wollte er das so schnell wie möglich nachholen und da sich ihre Wege wahrscheinlich schon bald wieder trennen würden, könnte er das auch jetzt machen. Also grinste er die junge Frau vor sich an und neigte, wie bei einem zunicken, den Kopf kurz zur Seite. "Bevor ich es vergesse: Mein Name ist übrings Aleksander Peirce-Daciano. Aber du kannst mich gerne Alek nennen, meine Liebste" Nun gut, einen kleinen Scherz konnte er sich trotzdem nicht verkneifen und während er sie "meine Liebste" nannte, zwinkerte er ihr lächelnd zu.


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BeitragThema: Re: Theater   So 26 Apr 2015 - 21:00

Sie beugte sich leicht vor, als der Mechaniker ihr weismachen wollte, dass das Kompliment absolut tragbar für einen normalen Mann war. "Aber natürlich, das wird es sein", sagte sie, dann gab sie sich wieder ihrem Skript hin, dessen Betrachtung allem Anschein nach ihre neue Lieblingsbeschäftigung geworden war. Ihr Lächeln war noch immer da, die leichte Provokation noch immer unterschwellig vorhanden und der Italiener spielte hervorragend mit. Jinx hatte viel mehr Spaß mit dem ganzen, als sie zugeben mochte. Der Mechaniker gab auf jeden Fall nicht so einfach das Spiel auf, das gefiel ihr.
Als Jinx ihre Papiere zu einem Fächer formte erreichte sie damit ein breites Lächeln auf dem Gesicht ihres Schauspielpartners. Sie blieb trotz des belustigten Funkelns in ihren Augen vollkommen in ihrer Rolle, selbst als er andeutete, dass sie diejenige mit den unanständigen Gedanken war. Und im Grunde war sie das tatsächlich, ließ sich aber nichts davon anmerken, was in ihrem hübschen Köpfchen so alles vor sich ging.
"Aber im Endeffekt sind es doch Eure Hände, mein liebster", erwiderte sie mit dem unverkennbaren etwas in ihrer Stimme. Diesen Satz ließ sie einfach im Raum stehen, offen für Eigeninterpretationen. Auf seine nächste Erwiderung senkte sie spielerisch traurig den Kopf. "Da mögt Ihr vermutlich recht haben", seufzte sie und wiedeholte die theatralische Geste, mit der sie zu Anfang schon den Jungen verschreckt hatte. "Ach, das Leben ist so ungerecht!"
Und dann, kurz nach diesem Zwischenspiel von den beiden, nahm das erfundene Stück ein Ende. Vollkommen in der Rolle gefangen hielt Jinx' Rolle ihre letzte, poetische Rede. Und auch ihr Spielpartner war voll in der Rolle, als er ihr seine herzzerreißenden Worte zusprach, bevor sie sich in den Tod stürzte. Er fing sie heldenhaft auf, ihren leblosen Leichnam im Arm haltend, und beendete das Stück mit finalen, letzten Worten, die perfekt passten. Als er sagte, dass ihr Flügel wachsen würden, war sie richtig stolz auf ihn. Und natürlich auf sich selbst. Ohne so viel Eigeninitiative hätte er ja niemals mitgespielt, also war eigentlich fast alles allein ihr Verdienst (da hat das Ego aus ihr gesprochen).
Sie öffnete kurz darauf ihre Augen und kam wieder in der wirklichen Welt an, wodurch sie ihre Rolle komplett verließ und als Jinx in persona wieder aufstand - beziehungsweise auferstand. Auch der Mechaniker erhob sich und als sie sich, beide auf ihren Füßen stehend, wieder in die Augen sahen, mussten sie gleichzeitig lachen. "Ach, das Amüsieren ist absolut kostenlos", sagte sie dann und warf ihre Zöpfe über die Schulter. "Ich probe hier für die Audition morgen. Und um so eine Uhrzeit ist man eigentlich allein, aber heute habe ich wohl einen ungünstigen Abend für eine stille Probe erwischt!" Sie lächelte und zuckte dann entspannt mit den Schultern, da es ihr weniger etwas ausgemacht und vielmehr Spaß gemacht hatte, die beiden Herren in ihr Spiel mit einzubeziehen.
Kaum einen Augenblick später neigte der Italiener den Kopf und lächelte, als er sich vorstellte. Auch Jinx merkte jetzt erst, dass dieser Prozess tatsächlich noch gar nicht stattgefunden hatte. Das war ihrem Gesicht auch anzusehen. "Oh stimmt ja! Tja, freut mich dich kennen zu lernen, mein liebster", erwiderte sie und grinste ihn verschmitzt an, wie es ihre Art war. "Mein Name ist Roxane Hexxan, aber mich nennen alle nur Jinx." Sie verbeugte sich andeutungsweise, um der Situation etwas Spannung zu nehmen. Jetzt, wo das Spiel vorbei war, schienen sie so ernst zu werden und Ernsthaftigkeit war langweilig. "Dann komm mal mit. Der Vorhang ist echt im Eimer, der Hausmeister der Schule war schon hier und der konnte überhaupt nichts ausrichten, also musste ein richtiger Techniker her. Die Vorhänge lassen sich kein Stück bewegen, nicht mal manuell durch die Zugseile." Während sie ihn in das Fachwissen einweihte federten ihre Schritte bereits langsam in Richtung einer hölzernen Tür am Bühnenrand, auf der "Backstage" stand.
"Und du kannst dir sicher vorstellen, dass das problematisch ist. Deswegen muss das auch bis morgen erledigt sein", sagte sie und kramte in ihren Jeanstaschen. "Hatte ich nicht den Schlüssel... Was hatte er noch gleich gesagt..." Leise vor sich hin murmelnd suchte sie sich nach dem Schlüssel für die Backstage-Tür ab. Plötzlich breitete sich ein wissendes Grinsen auf ihrem Gesicht aus. "Ach ja!"
Sie warf Aleksander einen kurzen Blick zu, dann ging sie mit großen Schritten zum hinteren Bereich der Bühne, wo die ganzen Tongeräte standen - und auch eine Lautsprecheranlage. Mit wenigen Handgriffen war die auch schon angeschaltet. Mit einem unschuldigen Grinsen sprach sie in den Lautsprecher. "Der junge Mann, der mir eben so nett wegen dem Mechaniker Bescheid gesagt hat, möge sich bitte vor dem Backstage-Bereich melden!"  Sie stemmte die Hände in die Hüften, als sie auf das Mischpult vor sich hinuntersah. Der Bursche war ihres Wissens noch im Theater, es war außerdem sein Job abzuschließen, wenn sie nachher gegangen war. Als sie zu Aleksander hinübersah salutierte sie mit einem breiten Lächeln. Irgendwo weiter hinten bei den Sitzreihen war ein Rumpeln zu hören. Offenbar machte sich der Junge schon auf den Weg hierher.



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BeitragThema: Re: Theater   Mo 27 Apr 2015 - 17:59

Aber natürlich, das wird es sein. Worte die ihm wohl noch eine Weile ihm Gedächtnis bleiben würde. Aber, dass war doch ein völlig normales Kompliment gewesen, oder etwa nicht? War es so ungewöhnlich geworden einer Frau ein Kompliment zu machen? Oder reagierte einfach nur Jinx seltsam auf sein Kompliment?! Machte sie das etwa mit Absicht um ihn weiter zu ärgern und zu verwirren. Fragen über Fragen schwirrten in seinem Kopf und er wusste keine Antwort. Genervt rieb er sich mit beiden Händen durch die Haare, ehe er seufzten Aufgab auf eine Antwort zu hoffen. "Weißt du, neben deiner Gutherzigkeit kannst du auch ziemlich gemein sein, Liebste." Einen Mann so zu verwirren sollte wirklich verboten werden.
Doch die junge Dame schien gar nicht daran denken zu wollen, dass sie aufhören könnte, Aleksander weiter zu verwirren. Lieber spielte sie weiter mit ihm und auch wenn sie sagte, dass es doch im Endeffekt seine Hände wären, zeigte ihm das Funkeln ihrer Augen etwas vollkommen anderes. Sie hatte unanständige Gedanken. Doch nicht nur das Funkeln ihrer Augen verriet sie, sondern auch dieser unverkennbare Unterton in ihrer Stimme. Er musste sich wirklich darauf besinnen, dass er hier zum arbeiten war und nicht um einen Frau ins Bett zu kriegen. Obwohl das bei Jinx wahrscheinlich gar kein so schlechter Deal wäre. Aber nein, er musste arbeiten. Vorhangsmodulation. Vorhangsmodulation. Okay, jetzt ging es wieder.
Wüsste man jedoch nicht, dass dieses kleine Schauspiel von Jinx und Ihm nur improvisierst war, hätte man vielleicht denken können, dass es dieses Stück tatsächlich gab. Es war tragisch, dramatisch und sehr schön anzusehen. Wenn er sich also mal dazu entschließen sollte, ein Schriftsteller zu werden, würde er auf diese Idee sicherlich zurück kommen. Ein Liebespaar, dass durch den Wahnsinn des Fiebers auf tragisches Weiße getrennt wird. Und nur der Tod kann Erlösung bringen. Also eigentlich hatte das Stück doch alles, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Seine Worte beendeten das Stück und beide kamen wieder in ihrer eigenen Welt an. Aleksander war wieder der Mechaniker und Jinx die Schauspielerin, die hier eigentlich proben wollte.
"Ach, ungünstig hätte ich das jetzt nicht genannt. Es war doch wirklich amüsant und so habe ich eben mit dir geprobt. War zwar nicht der Grund weswegen ich hergekommen bin, aber man soll sich ja nicht beschweren." Immer noch lachend, zuckte Aleksander mit den Schultern. Trotzdem musste er sich jetzt bald mal das Modul ansehen, dass repariert werden musste. Jinx hingegen schien das alles sehr locker zunehmen. Dagegen hatte Aleksander überhaupt nichts, denn schließlich war das ganze nur indirekt ihr Problem. Und außerdem würde sie die Audition morgen, wenn sie so spielte wie gegen Ende ihres kleinen Stücks, auf jeden Fall gewinnen. Und Aleksander würde sie sich zu gerne Mal in einem richtigen Theaterstück ansehen. Mal sehen, vielleicht würde es das bald können?
"Roxane Hexxan, ein wirklich außergewöhnlicher Name. Er passt zu dir. Aber wenn du es mir schon so nett anbietest, werde auch ich dich Jinx nennen." Auch wenn Aleksander es wollte, so konnte er Jinx keinem bestimmtem Land zuordnen. Ihr Name könnte aus den Staaten stammen, aber alleine an den Namen konnte man heutzutage auch nicht mehr viel erkennen. Ihre äußerliche Erscheinung ließ auch auf kein bestimmtes Land schließen und damit konnte er nur noch abwarten, ob er es vielleicht noch irgendwann erfahren würde.
Das hörte sich ja wirklich nach einer Menge Arbeit an. Meistens konnten die Hausmeister schon einiges wieder herrichten und nur in selten Fällen wurden Fachleute zu rate gezogen. Immerhin kosteten diese ein bisschen mehr, als ein einfacherer Hausmeister. Wenn sich die Vorhänge aber nicht mal manuell bewegen ließen, könnte es vielleicht an Rost liegen. Obwohl Aleksander sich sicher war, dass der Hausmeister den in diesem Fall entfernt hätte. Also musste er sich das ganze wohl von Grund auf angucken. "Das hört sich ja doch nach einem größeren Problem an. Ich werde es mir mal ansehen und versuchen es heute Nacht zu reparieren. Versprechen kann ich allerdings nichts."
Auf die Aussage von Jinx, die dann folgte, nickte Aleksander kurz. Das konnte tatsächlich sehr problematisch werden. Deswegen wurde der Termin auch so kurzfristig gemacht. "Oh ja, ich kann mir gut vorstellen, dass die Vorhänge während einer Vorführung gebraucht werden." Ein bisschen Ironie schadete nie und das Zwinkern verdeutlichte nur noch zusätzlich, dass Aleksander sie etwas ärgern wollte. Auch wenn er eher glaubt, dass sie es ebenfalls lustig finden würde.
Als Jinx den Jungen dann aufrief, der Aleksander zeigen sollte, wo die Modulationselektrik zu finden war, hörte man einen dumpfen Knall. Anscheinend hatte sich der Junge während der ganzen Vorfürung hinter einigen Plätzen versteckt und gelauscht. Sowas gehörte nicht grade zur feinen Art, aber der Italiener machte sich nicht viel daraus. Schließlich war das Stück zwischen Jinx und ihm reine Improvisation gewesen. Nichts, dass nicht jeder selber machen konnte. Der Junge schien noch recht jung zu sein und kam den Gang hoch zur Bühne. Seine Augen huschten über die Bühne als würde er Ausschau nach der Frau halten, die ihn vorhin schon so eingeschüchtert hatte. "E-Eh.. a-also vielleicht k-kann ich i-ihnen schnell z-zeigen wo das Pult ist, bevor d-d-diese Frau wiederkommt... sie macht mir ehrlich gesagt etwas A-angst..." Auf diese Aussage hin, schaute Aleksander kurz zu Jinx rüber, die ihn mit einem breiten Lächeln ansah. Na gut, sie konnte einem sicherlich Angst machen, aber eigentlich war sie wie ein kleines, verspieltes Kätzchen. Sie wollte eben nur ihren Spaß haben. Also sah Aleksander wieder zu dem Jungen vor ihm und grinste. "Es ist nicht höflich, wenn man einfach geht, ohne "Auf Wiedersehn" gesagt zu haben. Ich habe schließlich grade sehr lange mit der jungen Frau geredet. Sie ist außergewöhnlich, aber du brauchst beim besten Willen keine Angst vor ihr zu haben." Der Bursche schien nicht sonderlich überzeugt und seufzte deprimiert, als er mit Aleksander zusammen darauf wartetet, dass Jinx sich wieder zu ihnen geseelte.


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BeitragThema: Re: Theater   Mo 27 Apr 2015 - 20:25

Nach dem improvisierten, aber trotzdem hervorragenden Stück, das die beiden sich und den Reihen unsichtbarer Zuschauer im Raum geliefert hatten, erhoben sich beide wieder als die Personen, die sie waren. Jinx blieb trotzdem in Spiellaune, so wie sie es meistens war.
"Ich muss gestehen, dass du es nicht komplett verhauen hast", gestand die Blauhaarige dann und fing an leise vor sich hin zu pfeifen da sie bewusst beabsichtigt hatte, ihn damit zu necken. Als sie gleich darauf aber lachte war auch schon klar, dass es sich nun um eine entspannte Situation zwischen den beiden handelte. Durch eine solche Zusammenarbeit lernte man den anderen auf eine Art und Weise kennen die einen fast schon behaupten ließ, dass man diese Person schon viel länger kannte als man es eigentlich tat. Immerhin war er ja im Grunde nur der herbestellte Mechaniker, der aufgurnd seines Jobs vor kurzem die Bühne betreten hatte und wenn Jinx nicht verrückt genug wäre, zu so unmenschlichen Zeiten allein im Theater zu proben, dann wäre es auch nie zu dieser Begegnung gekommen.
Jinx sah es immer noch locker, dass Aleksander hier seinen Job zu erledigen hatte und ließ sich nicht ihre gute Laune verderben. Jobs konnte man auch mit guter Laune und etwas Abwechslung erledigen. Er willigte ein sie Jinx zu nennen, was sie auch nicht verwunderte, weil das alle taten. Vielleicht war es sich auch einfach leichter zu merken als ihr richtiger Name.
"Dankeschön." Sie konnte ja nicht alle Komplimente ignorieren, die er ihr gab, jetzt musste sie auch mal eine nicht ganz so verwirrende Reaktion zeigen. Sie blinzelte ihn freundlich an und lächelte. Als sie ihn dann in das Fachwissen einweihte schien Alek bereits eine Ahnung zu haben, was da an Arbeit auf ihn zukommen würde. Er nickte und brachte seine nachdenklichen Gedankenzüge zwischendurch ein, während sie zusammen langsam zum Backstage-Bereich schlenderten.
Seine nächste Aussage ließ Jinx allerdings die Röte ins Gesicht steigen. Und das war nicht geschauspielert. Sie versuchte es mit ihrem Pony zu verdecken, gab es dann aber auf und lachte einfach drauf los. Erwidern tat sie nichts, die Aussage musste für sich allein stehen gelassen werden. Allerdings klopfte sie Alek freundschaftlich auf die Schulter, bevor sie lachend an ihm vorbeiging.
Jinx ging dann zum Mischpult, das etwas weiter weg stand und rief den Jungen über den Lautsprecher auf, sich freundlicherweise zu ihnen zu gesellen. Ihr breites Grinsen zeigte, dass sie wieder etwas gefunden hatte was ihr Spaß machte. Das darauffolgende Rumpeln kam aus den Sitzreihen weiter hinten. Für einen Moment schien das die normalste Sache der Welt, dann fiel auch Jinx auf, dass der Bursche wahrscheinlich bei ihrem Spektakel zugesehen hatte. Ach, sie konnte es ihm nicht verüben. Wenn sie ehrlich mit sich war hätte sie es sich auch gern aus der Außenperspektive angeschaut... Das Stück hatte durchaus Potenzial.
Von dem Mischpult aus sah Jinx nur von weitem, wie der Junge sich auf die Bühne schlich, aber ihr entging nicht sein gehetzter Gesichtsausdruck als dieser sich - ganz offenbar nach ihr - umsah. Sie lachte leise in sich hinein. Der Typ war echt superleicht aus der Fassung zu bringen.
"E-Eh.. a-also vielleicht k-kann ich i-ihnen schnell z-zeigen wo das Pult ist, bevor d-d-diese Frau wiederkommt... sie macht mir ehrlich gesagt etwas A-angst..." Um Himmels willen, ich mache ihm Angst? Das kann ich ja überhaupt nicht nachvollziehen... moment. Doch! Sie grinste. Aber sie wartete neugierig ab, was Alek dazu sagen würde.
Der lächelte den Jungen an und erklärte, dass man vor einer Jinx keine Angst zu haben brauchte. Na da sei dir mal nicht so sicher, dachte sie sich, hatte dabei aber anderes im Kopf als Jemanden zu Erschrecken. Vielmehr erinnerte sie sich an Aleks Erklärung über die Funktion des Vorhangs... Sie musste bei der Sache blieben, also wirklich.
"Ach, vielen Dank, dass du dich doch noch überwunden hast uns einen zweiten Besuch abzustatten", jodelte Jinx und schwang sich um die nächste Säule, wodurch sie wieder vor den beiden werten Herren auftauchte. Ihre Zöpfe flogen um sie herum als sei sie eine Tänzerin, viel anmutiger als Jinx es verdient hätte. "Na, hast du deine Hände noch? dann sei so gut und schließ uns auf. Sonst kann dein werter Mechanikerfreund seine Arbeit nicht machen und dafür wird er schließlich bezahlt." Unter ihrem Pony blitzten ihre Augen zu Alek hinüber und ihr verspieltes Lächeln verriet ihm, dass es eine Andeutung an seine erste Bemerkung war, als sie sich gerade das erste Mal gesehen hatten.



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BeitragThema: Re: Theater   Do 30 Apr 2015 - 18:09

Wenigstens hatte Jinx das Kompliment, dass Aleksander ihr dieses Mal gemacht hatte, weder verspottet noch abgelehnt. Sie hatte sich sogar dafür bedankt und ihn freundlich angelächelt. Das waren die Reaktionen die Aleksander eigentlich kannte, wenn er einer Frau Komplimente machte. Wenn. Wahrscheinlich langweilte sich Jinx aber, während er darüber sprach, was auf ihn zukommen würde. Schließlich kannte sie sich in diesem Gebiet wahrscheinlich gar nicht aus und interessierte sich nicht mal dafür. Aber Aleksander konnte nicht anders. Er musste seine Arbeit hier eben erfüllen und da ging kein Weg dran vorbei.
Doch bevor er das tun konnte, musste der junge Mann von vorhin sich wieder zu ihnen gesellen. Jinx hatte anscheinend eine Idee, wie man erreichen konnte, dass er wieder zurück kam und so verschwand sie in Richtung Mischpult und rief den Jungen über die Lautsprecher zu den beiden. Und tatsächlich, die Rechnung ging auf. Der Junge schien sich kurz den Kopf zu stoßen, tauchte dann aber zwischen den Stühlen auf und kam auf dem schnellsten Weg zu Aleksander. Er schien wirklich Angst vor Jinx zu haben, was vielleicht bei ihrer außergewöhnlichen Gestalt und ihrem Charakter, kein Wunder war. Dennoch musste der Vampir doch etwas darüber lachen, das der kleine Junge so Angst vor Jinx hatte. Er fragte sogar ob sie schon mal gehen könnten, ohne auf Jinx zu warten.
Aleksander jedoch sah das gar nicht ein und versuchte dem Jungen klar zu machen, dass man vor der blauhaarigen Dame wirklich keine Angst zu haben musste. Doch der Blick, denn er von dem Jungen dann entgegen geworfen bekam, sagte ihm, dass dieser ihm nicht wirklich glauben konnte. War es denn wirklich so schwer zu glauben, dass diese Frau auch ihre guten Seiten hatte? Vielleicht.. zumindest für den Jungen.
Als Jinx Stimme wieder erklang, schwang sie sich auch schon um die nachstehende Säule und stand damit wieder bei den beiden Männern. Das Lächeln, dass Jinx ihm zu warf, als sie versuchte dem Jungen wieder etwas Angst zu machen, ließ Aleksander nur kurz grinsend den Kopf schütteln. Diese Frau war wirklich verspielter als jeder kleine Welpe. Sie nutzte jede Gelegenheit um die Menschen um sich herum zu ihrem Vorteil zu "benutzen". Doch auch wenn sich das schlecht anhörte, so war es bei Jinx eher als Kompliment gemeint. Und während der junge Bursche mit zitternden Händen die Tür aufschloss, hob Aleksander seinen Koffer mit den Werkzeugen wieder an. Schließlich brauchte er die, sonst konnte er ja auch nicht reparieren.
Als der Junge es schließlich geschafft hatte, die Tür zu öffnen, trat Aleksander als erstes ein und schaltete das Licht an. So wie es sich hinter ihm anhörte, verabschiedete sich der Junge nur kurz und verschwand dann auch schon wieder schnell. Jinx schien in ihm keinen neuen Freund gefunden zu haben. Aleksander ging rüber zu dem Modulationspult und erhaschte einen ersten Blick darauf.. und seufzte eher er sich kurz zu Jinx drehte. "Das könnte eine ganze Weile dauern. Möchtest du bleiben oder willst du lieber nach Hause? Schließlich musst du doch für deinen großen Auftritt morgen ausgeschlafen sein, oder nicht?" Das Lächeln, dass Aleksanders Lippen umspielte war freundlich und im nächsten Moment stellte er seinen Koffer ab, öffnete diesen und schraubte das Rückenteil des Modulationspults auf. Und was er dann sah, nervte ihn nur noch mehr. Wie lange hatte sich hier den keiner mehr um die Technik gekümmert?! Die Elektrik sah aus als wäre sie von vor 50 Jahren und die Gabel.. die Isolierung hatte sich schon so gut wie aufgelöst, alles war verstaubt und die Kontakte sahen sicherlich auch mal besser aus. Aleksander hatte sich schon sowas in der Richtung gedacht und Gabel mitgebracht.. allerdings musste er für die Kontakte nochmal wieder kommen müssen. Dennoch.. wenn er das Pult einmal komplett gereinigt hatte und die Gabel ersetzt hatte, sollte eigentlich alles wieder soweit funktionieren.
"Das könnte noch länger dauern als ich dachte.. die Isolierung der Gabel ist völlig hin, ich muss sie alle austauschen. Die Kontakte sind auch nicht mehr auf dem neusten Stand, aber dagegen kann ich heute nichts mehr tun. Und vor allem müsste das alles mal gesäubert werden." Dann drehte er den Kopf wieder zu Jinx und zwinkerte ihr grinsend zu. "Aber keine Sorge, die Vorhänge werden morgen bei deinem großen Auftritt wieder funktionieren. Das kann ich dir versprechen."


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BeitragThema: Re: Theater   Mo 11 Mai 2015 - 20:27

Natürlich ging die Rechnung auf. Jinx hätte nicht erwartet, dass der kleine Knirps von vorhin kneifen würde wenn sie ausdrücklich nach ihm verlangte. Deshalb das Mischpult. Und natürlich weil es einfach Spaß machte. Ihr hätte es außerdem ebenfalls Spaß gemacht das Stück zu sehen, dass sie mit Alek zum Besten gegeben hatte - und der Typ zwischen den Sitzreihen dort hatte es getan. Heimlich. So ein unartiger Junge.
Der Kleine war echt flott. Aber natürlich kam er nicht direkt zu ihr sondern steuerte den sicherer aussehenden Aleksander an, immerhin war es ja sein Job hier Klarschiff zu machen. Jinx konnte darüber nur lächeln weil der Typ wirklich ein zu leichtes Spielzeug für sie war. Und Alek war natürlich der Gute in der Rechnung, der ihn vor der bösen, irren Schauspielerin beschützte.
Als sie sich jodelnd und lachend um die nächste Säule schwang und danach zu den beiden Jungs hinuntersprang sah sie das Grinsen auf Aleks Gesicht, der sich wohl auf ihre Kosten amüsierte. Sie warf ihm einen verschmitzten Blick zu und stieß mit dem Ellbogen zärtlich in seine Seite um ihm zu verdeutlichen, dass er die Klappe zu halten und mitmachen sollte. Dann legte sie wieder ihre sehr seriöse Miene auf und sah den Jungen dabei zu, wie er den Backstage-Bereich aufschloss. Seine Hände zitterten leicht. Alek machte sich währenddessen bereit, seiner Arbeit nachzugehen und griff nach dem schwer beladenen Werkzeugkoffer, der der Blauhaarigen bis jetzt fast vollkommen entgangen war. Weil der Junge eine gefühlte Ewigkeit dafür brauchte, diese Tür aufzuschließen, nahm sie sich einen Schraubenschlüssel der oben herausguckte und inspizierte ihn neugierig. Als die Tür dann aber aufging wurde er uninteressant und sie ließ ihn wieder in Aleks Kasten wandern.
"So, da wären wir also", kündigte sie ihren Eintritt an und huschte an dem Italiener vorbei in den Raum, obwohl dieser noch dunkel war. Heimlich ließ sie währenddessen einen kleinen Zettel mit ihrer Nummer in seine Hosentasche wandern und verkniff sich ein Lachen. Alek war echt korrekt und sie war nicht abgeneigt, mit ihm mal einen Fußballfernsehpopcornabend oder sowas zu machen. Er verstand ihren Humor und war für ihre Spielereien offen, daraus könnte eine Bro-Freundschaft werden und diese Chance wollte sie sich nicht entgehen lassen.
Aleksander schaltete dann das Licht an und sie grinste ihn über die Schulter an. Dann sah sie hinter Alek den Jungen verschwinden. "Hey!", rief sie aber im null komma nichts war er auch schon hinter den Vorhängen verschwunden.
Jinx starrte die Stelle im Türrahmen an, wo der Knirps eben gerade noch die Tür aufgeschlossen hatte. Dann sah sie gespielt fassungslos zu ihrem Handwerker. "Der ist einfach gegangen ohne sich zu verabschieden", sagte sie empört und starrte in die Luft, bevor sie ihre Zöpfe über die Schulter warf und frech lächelnd aus ihrer gespielten Verblüffung herauskam um zu sehen, was der Pinkhaarige da jetzt eigentlich genau veranstalten wollte. Sie hatte nicht viel Ahnung von Technik aber sehr viel Ahnung darin auszusehen, als ob sie viel Ahnung hätte.
Das Modulationspult sah aber tatsächlich ziemlich hinüber aus, das konnte sie sogar sehen ohne eine Mechanikerin zu sein - wobei sie sich bestimmt gut in so einer Rolle machen würde... Eigentlich war ja aber am Anfang schon klar gewesen, dass da etwas mehr kaputt war als nur ein Seil am Vorhang. Immerhin wäre der Hausmeister an dieser Aufgabe nicht verzweifelt, wenn es ein Kinderspiel und im Handumdrehen zu Reparieren gewesen wäre. Alek schien sein Handwerk schon zu verstehen und deshalb war Jinx eigentlich auch zuversichtlich, dass er das bis morgen wieder hinbekam. Sie holte ihre Gedanken wieder ab, als Alek ihr die Tatsachen auf den Tisch legte.
"Da magst du recht haben", gab sie zu und seufzte resigniert. "Ich wäre wahrscheinlich eh demnächst aufgebrochen. Und dir beim Arbeiten zuzusehen wäre nur spannend, wenn ich mich dabei total patzig verletzen würde und du dein Shirt total sexy ausziehen müsstest, um meine Wunde zu verbinden." Sie wartete seinen Blick ab und lachte dann laut los. "So weit wollen wir es doch nicht kommen lassen, oder?" Sie klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter, dann erhob sie sich und klopfte sich den Staub von den Sachen. Alek hatte inzwischen auch schon das Modulationspult aufgeschraubt und schien gedanklich in seinem Job angekommen zu sein, sie wollte ihn jetzt - großzügig wie sie war - nicht weiter stören. Er faselte irgendwas von Kabeln und Isolierung und Jinx verdrehte übertrieben die Augen, nickte aber als er seinen Vortrag beendet hatte. "Kein Plan was du gerade gesagt hast, aber du machst das schon." Sie nickte mit heftiger Kopfbewegung, die das Ganze ins lächerliche zog und lachte dann wieder. "Danke für das Versprechen", erwiderte sie dann auf seine letzte Äußerung, während sie tänzelnden Schrittes auf die Tür zuging, ihn über ihre Schulter aber im Blick behielt. "Wenn du's verpatzt komm ich drauf zurück, dann musst du mir 'n Bier ausgeben!" Sie lachte und fing an zu rennen, als sie über die Türschwelle trat. Kurz bevor sie hinter dem Vorhang verschwand bremste sie noch einmal ab und winkte. "Du hast meine Nummer! Ruf mich an wenn dir dein Leben Scheiße schenkt!" Sie wartete die Reaktion des Italieners nicht mehr ab und verließ lachend die Bühne.

Tbc: Seitenstraße



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BeitragThema: Re: Theater   Di 4 Jul 2017 - 0:03

Cf: Renovierungsbedürftiges Museum
Samstag Nachmittag, 26. April | Theaterbühne | 14:50 Uhr | mit Vadim

"Wenn ich es Ihnen doch sage, ich kann wirklich nichts finden, was dem jungen Mann im Weg stehen könnte. Und wann habe ich das letzte Mal bloß eine solche Klausur gesehen? Ich kann mich nicht daran erinnern, überhaupt jemals etwas so fantastisches korrigiert zu haben! Eine großartige Leistung. Ja, wirklich ausgezeichnet." Jinx' Nase schmückte eine Halbmond-Lesebrille und ihre sonst so auffälligen Haare waren gut versteckt unter der großen, brünetten Dauerwelle, die sie auf dem Kopf trug. Mit dem Zeigestock in den Händen trat sie über die weitläufige Bühne und ließ ihre schwarzen Pumps erklingen, bis sie vor dem Ehepaar stand, dass die Eltern des Protagonisten verkörperte und noch mit vor Überraschung und nachhallendem Schock in ihre Richtung starrte. "Ja, keine Zweifel, ihr Sohn wird das Stipendium sicher bekommen. Und seien Sie sich sicher, dass dies nicht Ihr Verdienst, oder gar der ihres Erfolgsdrucks ist. Es würde mich nicht wundern, wenn ihm die Universitätswahl alle Türen öffnen wird, die er sich je wünschen könnte." Sie trat noch einen letzten Schritt an die beiden heran.
Einen Moment kostete Jinx die gespannte Stille dieser Szene des Dramas aus und sonnte sich darin, wie das Publikum alle Augen auf sie gerichtet hatte und mit Spannung abwartete, was sie nun tun würde. Das Spotlight lag auf ihr und dem Ehepaar, die starr wie Puppen dort standen und für Jinx' pfeffernde Schlussrede zumindest in dieser einen Szene nur Nebendarsteller waren. Und dann landete ihr Zeigestock mit einem Klatschen in ihrer Hand, bevor sie ihn erhob und ihn den beiden so dicht unter die Nase hielt, dass die beiden den lange eingeübten, gleichzeitigen Schritt erschrocken zurücktraten. "Ihr zwei werdet nicht länger einen Einfluss auf seine Zukunft haben!" Da war er, der Satz den sie mit so viel Nachdruck heraus brachte wie sie konnte, denn dies war der Zeitpunkt wo sie als die befürwortende Lehrerin wirklich glänzen konnte. Sie wurde unterstützt durch den rothaarigen, kleinwüchsigen Sportlehrer, der von einem Nachwuchsschauspieler aus der Nachbarstadt gespielt wurde. "Und ihm vorzuschreiben, in welche Familie er später heiraten soll, ist nun auch vorbei. Schaut sie euch doch nur an", bestärkte er und das Spotlight verließ sie für einen Augenblick, um zu dem eingefrorenen Paar zu wandern, welches im Vordergrund am Rande schon die ganze Zeit in einem Kuss stehen geblieben war. Auch nun blieb die Zeit weiterhin stehen und Jinx war beeindruckt davon, dass die beiden es schafften tatsächlich so lange stehen zu bleiben. Sie mochte zwar darin glänzen, in jegliche Charakteristik zu schlüpfen, doch still halten war etwas, worin sie noch viel Arbeit vor sich hatte. "Er und Lianne könnten nicht glücklicher sein. Falls Sie wirklich so töricht sind, noch irgendetwas unternehmen zu wollen, so wird der Schulleiter nicht zögern, einen Anwalt zu konsultieren, der ihren Jungen aus ihrer Familiendruck-Situation entbinden wird." Das Spotlight verschwand nun für einen Moment, nur um im nächsten nun fast die gesamte Bühnenfläche zu erhellen.
Jinx straffte die Schultern, als die Eltern nun aus ihrer Schockstarre erwachten und begannen, mit Mimik und Gestik eine Zornesrede vorzuspielen, welche nicht verbal gesprochen wurde. Die Blauhaarige musste sich ein Grinsen verkneifen, denn dies war einer ihrer Lieblingseffekte in diesem Stück. Einen Moment lang ließ sie das Publikum das Schauspiel betrachten, welches das zornige Elternpaar direkt vor ihrer Nase stumm vorführte, bis sie eine Hand seufzend in die Hüfte stützte und nun die 'vierte Wand' durchbrach, indem sie direkt das Publikum ansah, die Augenbrauen hochzog und den Kopf schüttelte. "Die beiden lernen es wohl nie." Das war ihr letzter Satz in dieser Rolle. Und sie fing an, mit den Augen zu strahlen, als das Publikum über diese Worte noch einmal ordentlich lachte, während die beiden Eltern neben ihr sich selbst voller Wut immer noch die Haare vom Kopf ziehen wollten. Und dann verschwand das Spotlight vollkommen, die Szene endete und der Applaus hallte durch die große, geräumige Halle des Cadysa Theaters.
Die Umbauten im Dunkeln begannen und Jinx verließ nun schweren Herzens, doch gefüllt mit Euphorie und positiver Energie die Bühne, um in den hinteren Bereich abzutauchen und dort zu den anderen Darstellern zu huschen. Hier hielt sie es jedoch nie lange auf und um das Umziehen machte sie sich sowieso viel zu selten Gedanken, weshalb sie nun einfach in dem schwarzen Rock, der gestreiften Bluse, der Brille und der viel zu großen Perücke blieb, einfach weil ihr die belustigten und staunenden blicke gefielen die ihr zugeworfen wurden, wenn die Zuschauer noch nach der Show im Frontbereich des Theaters erkannten, dass sie zum Cast gehörte und das sie die strenge, aber faire Lehrerrolle gespielt hatte. Ja, Jinx liebte das Rampenlicht.
Doch nun wollte sie nicht länger hinter geschlossenem Vorhang verweilen. Eine Schlussszene fehlte noch, die nun ohne ihr Zutun ausgespielt werden würde - immerhin musste das herzzerreißende Happy End der beiden Hauptdarsteller noch erfolgen, die ihre große Liebe feiern konnten und natürlich die allerbesten gemeinsamen Zukunftsaussichten genießen konnten. Doch diese Szene würde die Blauhaarige nicht mehr abwarten. Ganz davon abgesehen, dass sie den Geräuschen nach auch schon begonnen hatte. Viel zu neugierig war sie darauf, wer heute Abend alles hier zu Gast war! Es war die letzte von drei Vorstellungen und meistens waren bei der letzten besondere Gäste dabei, die Ausschau nach jungen Nachwuchstalenten und Schauspielern mit viel Potenzial hielten. Wenn Jinx nicht genau das war, was diese Späher suchten, dann war doch wohl irgendwo etwas falsch! So dauerte es nicht lange, bis sie der Schminkcrew entflohen und sich auf zum Rand des roten Vorhangs gemacht hatte, wo sie neugierig an dem dicken, roten Stoff vorbei in die Menschenmengen spähte.



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