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 Erholungswiese

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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Fr 7 Jul 2017 - 0:31
 
Radu hörte sich Reis Geschichte an, antwortete allerdings nichts direkt darauf. Erst als sie geendet hatte eröffnete er ihr seine Gedanken. Er verstand das Aufhebens um das Paradies gar nicht, wenn es doch schon alles im Hier und Jetzt gab. Rei schaute ihn voller Freude in den Augen und einem breiten, zufriedenen Lächeln an.
"Ja, genau. Du hast es verstanden.", antwortete sie und lächelte ihn an.
"Ich weiß nicht mal, ob ich noch lebe. Aber ich fühle mich lebendig. Ich habe noch ein Herz... oder nicht? Ein Herz, dass leidet, weil ich Angst um Baba habe... Ein Herz, dass sich freut, wenn du lachst und das bricht, wenn du weinst... Ein Herz, das schlägt.", führte Radu weiter aus und Rei schaute ihn voller Bewunderung an, als sei sie sechs Jahre alt und er der Mann im Mond.
Er nahm ihre Hand und legte sie auf seine Brust. Schwach konnte sie durch die Jacke sein Herz schlagen fühlen. 
"Fühlst du das?", fragte er, "Macht mich das nicht lebendig?"
Rei lächelte und nickte zustimmend. Verdammt, dieser Vampir konnte ein unheimlich charmanter Kerl sein. Oder er merkte es gar nicht, aber dann wäre es...
Reis Lächeln wurde leicht schwächer, aber die Bewunderung in ihren Augen blieb.
„Und es schlägt jetzt. Hier. Und dein Herz schlägt auch. Jetzt, genau jetzt. Und das ist... vielleicht mein Paradies. Dass ich hier und jetzt leben kann.", erklärte Radu weiterhin und Rei war aufrichtig fasziniert von dem, was er da sagte.
Er sprach immer ruhiger und mit jedem Wort schien er ein klein wenig näher zu kommen. Rei merkte das nur nebenbei und es störte sie nicht. Sie hing an seinen Lippen wie ein Lehrling an den Lippen seines hoch geschätzten Meisters. Wer hatte Radu weiß gemacht, er sei kein kluger Mann? Radu hatte etwas verstanden wozu manche Philosophen und Gelehrte ihr Leben lang forschten und es doch nur theoretisch eingrenzen, jedoch nicht erleben konnten. 
Es war ihr eigenes Prinzip des Lebens, das Radu in kurzen, schlichten Sätzen vor ihr ausbreitete, als sei es nicht ein komplexes Konstrukt in Reis Gedankenwelt, sondern eine weiche, rot karierte Picknickdecke. Irgendetwas war an ihm, aber was? Es war wie dieses undefinierbare Etwas, dass manchen Dingen das Attribut "kernig" einbrachte, ohne dass man recht sagen konnte wieso.
"Dass ich... tun kann, was... ich will... weil ich es kann...“, hauchte der Vampir ihr zu.
Er war so nahe und seine gelben Augen waren wie zwei große Bernsteine, funkelnd, faszinierend und groß. Seine Lippen legten sich sanft auf die ihren und Rei genoss das funkelnde Feuer, welches sich von ihrem Kopf aus, den Weg nach unten in ihre Brust bahnte.
Verdammt, sie hatte vergessen wie gut sich ein Kuss anfühlte. Ein echter Kuss voller Leidenschaft.
Sie konnte nicht anders, als den Kuss zu erwidern, was dazu führte, dass er sie fester küsste und sie wiederum ihn und ehe sie sich versah hatte sie die Arme um ihn geschlungen und genoss mit halb geschlossenen Augen seine Küsse. Sie lehnten sich beide langsam nach hinten, sodass sie mit den Schultern am Baumstamm lehnten. Reis Hand, die bisher auf seiner Brust gelegen hatte, wanderte hoch zu seinem Gesicht wo sie sie knapp über seinem Kieferknochen auf seine Wange legte. Wie dafür angepasst schien die Hand dort hin zu passen.
Es dauerte fast eine ganze Minute bis Rei überhaupt recht begriff, was vor sich ging. Sie hatte sich so mitreißen lassen und bei Gott und allen Engeln, wie sehr hatte sie dieses Gefühl vermisst. Aber nun musste sie sich ein paar Zentimeter von ihm lösen, um Luft zu schnappen. Er war ihr immer noch so nahe, dass sie seinen Atem auf ihrem Kinn spüren konnte.
"Ich glaube ich verstehe jetzt, was Draco so an dir mag.", wisperte sie und lächelte sanft.
Draco sprach kein einziges Wort, doch es war als blickten sich die beiden - Vermieterin und Untermieter - verständnisvoll und mit einem leichten Lächeln in die Augen. 
"Touché.", gab Rei zu und Draco grinste triumphierend.
"Das ist seine essence. Meine liebste Droge.", sprach Draco mit träumerischer Stimme, als sei er in einem Werbespot.
Rei lächelte. Sie fühlte sich zufrieden, klar im Kopf. Sie nahm Dracos Hand und Draco schaute sie mit einer Mischung aus Verunsicherung und Angst an. Aber Rei schenkte ihm ein beruhigendes Lächeln und so lächelte Draco nach kurzem Zögern auch. Ein leichtes, tausüßes Lächeln.
Rei schaute noch eine Sekunde lang in Radus gelbe Augen, dann legte sie ihre Lippen wieder zärtlich auf seine, während ihr rechtes Auge langsam golden wurde.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Fr 7 Jul 2017 - 23:22
 
Vielleicht war es gerade seine Dummheit, sein eingeschränktes Denken, dass Radu zu einem klugen Mann machte. Er war kein geistiger Höhenflieger, verstand oft eine Menge nicht und Moral war ihm sowieso zu hoch. Er bereute eigentlich nur, was ihn direkt betraf. Aber gerade, dass er nicht großartig nachdachte, sondern einfach frei heraus lebte, machte ihn vielleicht glücklicher als manchen hochgeistigen Denker. Auch wenn er auf seine Herrin hörte und sich im Prinzip dazu sah, ihr zu gehorchen... selbst das machte ihn glücklich. Es hielt ihn im Hier und Jetzt, es befreite ihn. Und genauso konnte ihn der Kuss im Hier und Jetzt von dem ablenken, was ihn immer noch quälte. Sie zu küssen war etwas anderes als bei Draco. Da ging es um Vorherrschaft, Lust und Leidenschaft, auch wenn hier ebenso eine Art Leidenschaft im Spiel war. Aber das hier war zärtlich, liebevoll... Sie gingen nicht wild aufeinander los und lebten ihre ungezügelte, hemmungslose und von gegenseitiger Geilheit geprägte Zuneigung zueinander aus. Das hier war ein vorsichtiges Erkunden, ein Zeichen von Interesse am Anderen und ein Beweis von... Mögen. Radus Kopf war jedenfalls endlich wieder Klar... nachdem die Stimmen vorhin so laut waren, schwiegen sie jetzt und er konnte sich auf Rei konzentrieren. Auf den sanften Kuss, bei dem er sich zum ersten Mal bei jemand anderem als seinem Bruder wirklich verstanden und wohl. Er fühlte sich gut. Und dass sie die Arme um ihn schlang, deutete er als gutes Zeichen... Ihre Hand an seiner Wange fühlte sich warm an, tröstlich, als hätte sie genau dort immer immer hingepasst, als ob sie dort zu sein hatte. Er legte ihr die Arme um den schlanken Körper und drückte zwar nicht zu, hielt sie auf diese unendlich Ja, sie kannten sich kaum, aber der Kuss durchfuhr ihn bis in die Substanz. Mit Draco kratzte er zwar auch nicht gerade an der Oberfläche, sie hatten wohl schon sowas wie eine Beziehung... Er küsste ihn wahnsinnig gerne und es gehörte für ihn schon zu den Treffen dazu. Aber gerade, weil Rei so empfindsam, sanft und... einfach das komplette Gegenteil zu Draco war, hatte ihr Kuss etwas besonderes für Radu. Er hatte ihn sich irgendwie... verdienen müssen. Sich alles erarbeiten müssen und er hatte nicht aufgegeben, als es schwierig wurde. War nicht ausgerastet oder weggelaufen... Und es fühlte sich gut an.
Als sie sich schließlich doch voneinander lösen musste, blieben sie nur gerade so weit auseinander, dass sie Luft schnappen konnten. Radu konnte ihren Atem an seiner Haut spüren und selbst in der Dunkelheit, die nur von den Laternen am Weg erhellt wurde, konnte er ihre unheimlich schönen Augen sehen... Und er musste leise, beinahe verlegen lachen, als sie meinte, sie wisse jetzt, was Draco so an ihm mochte. „Ich weiß nicht, ob er zuhört. Aber ich mag ihn auch ziemlich. Aber er schien mir nie viel für sowas übrig zu haben... Gefühle und so. Ich hab ihn gern im Arm, nach dem Vögeln mein ich. Da will... ich ihn oft einfach nur festhalten... Und einfach genießen, dass er da ist. Ich weiß nicht ob er das genauso sieht. Aber... es wäre schön, ihn auch mal so lächeln zu sehen... so wie dich...“
Und dann lagen ihre Lippen wieder auf seinen. Er seufzte wohlig und schnurrte in den Kuss hinein, als er ihr sanft streichelnd über den Rücken fuhr. Er wollte gerade nichts sexuelles von ihr... Er wollte nur ihre Nähe spüren und davon bekam er gerade sehr viel. Und es war genau das richtige für ihn. Es ließ ihn alles leichter ertragen... er sah das eine, sich langsam golden färbende Auge und einen winzigen, kaum messbaren Augenblick überlegte er, wie er damit umgehen sollte. Entschied sich dann aber dafür, Rei behutsam im Nacken zu fassen und den Kuss noch weiter zu vertiefen, ohne dabei jedoch in die für ihn und Draco typische Wildheit abzurutschen. Er wollte dieses Mal beweisen, dass er für sich und Draco mehr wollte als bloßes Verlangen... Er hatte vorhin sehr über Rei geschwärmt, aber Draco war eben ein Teil von ihr. Und zwar der Teil, mit dem Radu sehr viel schönes verband... Mit dem Radu eben auch das Leben verband. Lebendig sein... Kraftvoll sein. Sie konnten einander auf eine ganz eigene und eigentümliche Art vertrauen... und vielleicht war das, was sie beide so besonders machte.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Sa 8 Jul 2017 - 0:43
 
„Ich weiß nicht, ob er zuhört. Aber ich mag ihn auch ziemlich. Aber er schien mir nie viel für sowas übrig zu haben... Gefühle und so. Ich hab ihn gern im Arm, nach dem ****** mein ich. Da will... ich ihn oft einfach nur festhalten... Und einfach genießen, dass er da ist. Ich weiß nicht ob er das genauso sieht. Aber... es wäre schön, ihn auch mal so lächeln zu sehen... so wie dich...“, sprach Radu, als sie ihre kurze Atempause eingelegt hatten.
Rei fand diese Worte so wunderschön. Sie konnte nicht anders, als zu lächeln und es öffnete ihr Herz in diesem Augenblick sehr weit. Tief in ihrem Kopf gab es allerdings noch ihre Vernunft und die brachte zurecht Bedenken an. Er war doch nicht immer so, sondern nur jetzt. Wie würde das morgen aussehen oder in einer Woche? Würde er sie dann wieder mit kleinen gelben Augen voller Wahnsinn anblicken und lachen, als sei er eins zu eins aus einem Horrorfilm?
Das war im Augenblick, da sie sich weiter küssten das einzige, was ihr noch Angst machte vor dem ganzen. Draco stand wie sie vor einer völlig neuen Situation.
Für Rei war es die ungewöhnliche Zuneigung zu einem ungewöhnlichen Menschen und für Draco überhaupt die Gefühle an sich. Nun war er irgendwie sehr beruhigt, da Rei seine Hand hielt, während sie beide Reis Körper kontrollierten. Rei konnte Dracos Angst spüren, die mit jedem weiteren Kuss eher anzusteigen, als abzuflauen schien. Wahrscheinlich weil ihm gerade die Tragweite der Worte von Radu und seinen Gefühlen bewusst wurde. Rei konnte sich denken, dass Draco jetzt erst Recht Angst hatte und sie verstand es. Es ging ihr nicht groß anders.
Er hatte Angst dieses kleine, zerbrechliche, neue Etwas zwischen sich und Radu fallen zu lassen und zerspringen zu sehen. Die Angst zu versagen, dem Vampir weh zu tun, ihn zu enttäuschen, aber auch die Angst ihn zu verlieren, sollte er selbst zu feige sein. Bisher hatte er sich hinter seinem Stolz schützend versteckt und abgewartet wie ein ängstliches Häschen. Was daraus resultiert war, hatte Rei vor wenigen Minuten angeprangert und vielleicht fühlte Radu da gar nicht so groß anders als er. Vielleicht musste es genau so passieren, damit sie endlich mal Tacheles reden, sonst hätten sie sich wahrscheinlich weiterhin getroffen und kein Sterbenswort darüber verloren.
Trotzdem... Draco hatte unglaubliche Angst und sie fühlte sich genau so schrecklich zermürbend an wie jene Angst die er fühlte, wenn er daran dachte, welches Schicksal Rei bevorstand. Und ihm.
Radu legte seine Arme um Reis Körper und strich ihren Rücken entlang. Seine Hand wanderte weiter hoch zu ihrem Nacken, wo sie blieb, während Radu noch näher zu ihr kam und sie etwas intensiver küsste. Rei und Draco waren beide hingerissen von diesen Küssen und erwiderten sie voller Leidenschaft und Zuneigung.
Rei hatte die gesamte Zeit über die Augen halb geschlossen gehabt. Nun wurden ihre Augen ein klein wenig größer, als sie überraschend fest stellte, dass Tränen über ihre Wangen kullerten. Draco war wie zur Salzsäule erstarrt. Sie war es nicht, welche diese Reaktion hervorgerufen hatte, auch wenn sie vor Erleichterung durchaus hätte weinen können. Doch dafür war sie gleichzeitig zu glücklich.
Aber offenbar hatte Radu mit seinen Worten den Dämon mitten ins kokelnde Herz getroffen. Rei konnte innerlich Dracos Anspannung spüren. Es schien, als würde sein erstarrtes, verbranntes Herz plötzlich wieder schlagen, aber der Schmerz davon wäre so stark, dass er dagegen ankämpfen müsse, um nicht zu schreien. Rei begann sich langsam Sorgen zu machen, als Dracos Kopf plötzlich stärker als sonst flammte.
"Hey... Draco...", versuchte Rei vorsichtig seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Die Tränen auf Reis Wangen waren glühend heiß, es brannte ihr im Gesicht und als Draco seinen Kopf zu ihr drehte, erkannte sie wieso und erschrak im ersten Augenblick.
Aus Dracos starren Augen rannen kleine leuchtende Rinnsale über seine knochigen Wangen, als flösse heiße Lava über einen Bergkamm. Rei konnte sehen, wie diese feurige Flüssigkeit sich ihren Weg durch Dracos Gesicht erzwang und tiefe Furchen zog. Sein Blick war starr, als sähe er an Rei vorbei in die Ferne. Ohne ein Wort zu sagen drehte er sich wieder nach vorne. Rei begann sich Sorgen um Draco zu machen und beruhigte sich mit dem Gedanken, dass sie endlich einen Erfolg erzielt hatten. Das war aber nur ein kleiner Trost.
Vorsichtig löste Draco seine Lippen von Radu, hob den Blick seiner zwei unterschiedlichen Augen und sah dem Vampir direkt in die faszinierend gelben Augen.
"Mir sind Gefühle nicht ... egal. Besonders deine nicht. Aber sie ... machen mir ... Angst."
Draco schluckte angestrengt.
"Ich ... kann das nicht so einfach.", fügte er an und senkte beschämt den Blick.
"Rei kann das gut. Ich ... ähm... ich kann nur alles kaputt machen."
Er schloss die Augen und seufzte leise.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Sa 8 Jul 2017 - 18:13
 
Weinte Rei da etwa? Radu spürte, wie ihr die Tränen über die Wangen rannen und nur Sekunden später löste sie sich auch von ihm. „Was ist los?“, fragte er mit schief gelegtem Kopf. „Hab... ich was falsch gemacht?“ Es dauerte ein paar Herzschläge, bis er die unterschiedlichen Augenfarben bemerkte. Er hatte das schon mal erlebt... und wenn er sich richtig erinnerte, hieß das, dass Draco und Rei irgendwie gleichzeitig den Körper der jungen Frau steuerten. Normalerweise war immer nur einer von beiden an der Front.
Radu verwirrte das nur noch mehr als ohnehin schon. Zu wem gehörten die Tränen? Wer sah ihn mit diesem undefinierten Gesichtsausdruck an? Der Geruch sprach eher für Draco, aber Rei war immer noch deutlich da. Dann gestand wohl wahrscheinlich Draco, dass ihm Radus Gefühle nicht egal waren. Dass er nur Angst habe, alles kaputt zu machen, weil es bisher immer so gelaufen war.
Das war natürlich etwas, über das der Vampir nachdenken musste. Er persönlich hatte nicht so direkt das Gefühl gehabt, dass Draco alles kaputt machte... aber er konnte nicht leugnen, dass ihre Beziehung bisher nicht gerade auf tiefen Emotionen gebaut hatte, die über das gegenseitige Vertrauen und das stumme Versprechen, dass sie einander nichts wirklich ernstes antun würden während ihrer Machtspielchen, hinausgingen. Und noch vor einer Minute hatte er behauptet, dass Draco seine Gefühlswelt egal wäre. Ein wenig schämte er sich schon dafür, biss sich auf die Unterlippe und spielte mit seiner Zunge an einem seiner Piercings. Leise klickte das Metall an seine Zähne, bevor er sich ein paar Worte zurecht gelegt hatte und Draco eine Hand unters Kinn legte.
„Red nicht so. Du kannst lernen... Das hat Rei vorhin gemeint. Ich... hatte bisher nicht den Eindruck, dass du dieselben... Gefühle hast wie ich. Da habe ich mich wohl getäuscht... Ich bin kein kluger Mann, das weißt du... Aber ich weiß, wie ich für jemanden fühle. Da gibt es keine Aber... Die meisten Menschen sind mir völlig egal, die sind nur gut um sie zu fressen. Und meistens bin ich unter Vampiren geblieben in meinem Leben und die... naja. Entweder sind sie meine Herren oder meine Prügellakaien gewesen. Oder eben mein Bruder...“ Etwas angestrengt und leicht resignierend atmete Radu seufzend aus. „Was ich sagen will... Ich habe, wenn ich bei euch bin, also... dann ist es wie in einem Märchen. Und bei dir fühle ich mich wirklich.... wie aufgeladen. Die gute Art. Und... wenn Rei so krank ist... wenn du ihr hilfst zu leben... dann will ich das auch. Dass sie leben kann... Und das ist etwas, dass du nicht kaputt gemacht hast. Sie lebt doch...“ Wieder legte er den Kopf leicht schief und sah in das ungleiche Augenpaar. Vielleicht würde er heute seinen Bruder verlieren... da wollte er nicht noch Rei und Draco verlieren.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Sa 8 Jul 2017 - 22:49
 
Der Vampir war zuerst sichtlich verwirrt. Zum einen über die Tränen und zum anderen bestimmt auch über den Rollenwechsel. Reis Verständnis dafür war bereits in dem Augenblick vorhanden, indem sie den Wechsel von Radus Gesichtsmimik registrierte. Draco brauchte deutlich länger dafür, musste sich sogar eine blöde Antwort verkneifen, was Radu denn bitte hätte falsch gemacht haben können und dass er nicht so blöd sein sollte zu glauben, dass er ihn irgendwie verletzt haben könnte. Die Wahrheit war jedoch, dass Draco sehr wohl verletzt war und es so einfach auch nicht vergessen konnte.
So groß sein Stolz war, er schien niemals über sein Ego hinweg und das hatte sich äußerst angegriffen gefühlt, als Radu so über Draco geredet hatte. Dabei hatte er gar nicht so Unrecht gehabt. Draco war ein gefühlskaltes, s**besessenes Arschloch gewesen und Radu hatte es zwar nicht wirklich gestört, dass er so war, doch er wollte mehr und selbst wenn Draco es zuerst nicht zugeben wollte, er fühlte sich auf vielfache Weise zu dem Vampir hingezogen und umso mehr hatte ihn offenbar getroffen, dass Radu so wenig von ihm hielt.
Nun, Rei hatte gerade auch nicht wirklich positiv von ihm gesprochen, doch sie hatte es anders dargestellt. Sie gab Draco in Wirklichkeit keine Schuld, nahm ihn eigentlich sogar in Schutz für sein Verhalten. Sie war ihm näher als sonst jemand, umso besser verstand sie auch, wie Draco aufgebaut war. Denn sie konnte seine Erscheinung sehen. Das grässliche, kokelnde Monster, welches er geworden war und das seine Seele eins zu eins abbildete. Vielleicht wusste das Rei nicht bewusst, doch unterbewusst hatte sie sicher schon einmal die Vermutung gehabt, dass sein Erscheinungsbild nicht wie das beim Menschen praktisch null mit dessen Seele zu tun hatte und dass es auch nicht ein Versteck oder eine Maske war, wie es bei Menschen oft ist. Nein, als Dämon in seiner Gestalt konnte er keine Gefühlsregung und nichts verstecken.
Deswegen wurde das Feuer in ihm nun auch deutlich schwächer, als er Radu zuhörte, der versuchte klar zu machen, dass es immer noch Hoffnung gab und dass er gerne mit ihnen zusammen war. Als Radu hinzufügte, dass er mit Draco zusammen Rei helfen wollte, war Dracos Feuer nur noch ein tiefes Glühen.
Sein Blick hob sich wieder und er schaute dem Vampir direkt in die gelben Augen. So groß fand er sie noch faszinierender.
"Wunderschön.", dachte er.
"Ich wünschte es wäre so einfach.", antwortete er mit einem seufzen und sein Blick senkte sich auf Radus Lippen, "Rei ist nicht einfach krank... das könnte ich heilen... habe ich geheilt. Die Folgeschäden der Drogen und der vielen Zauber... das quält sie schon nicht mehr, doch es gibt andere Zauber. Uralte Beschwörungen, die einen sehr teuren Tribut fordern. Rei hat mit diesen gefährlichen Zaubern innerhalb kürzester Zeit fast ihre gesamte Lebensenergie aufgebraucht. Das ist... als hätte man das Buch des Lebens geklaut und bei Rei die übrigen Lebensjahre wegradiert. Dreieinhalb Monate. Mehr bleibt uns nicht. Und wenn ich es bis dahin nicht schaffe mich zu ändern, dann... naja dann werden sie und ihr Körper sterben und ich müsste mit leeren Händen zurück kehren."
Dann hob er wieder den Blick, der nun etwas verzweifelt und wütend wirkte.
"Aber weißt du wie schwer es ist sowas eingebranntes zu ändern? Du wirst nicht einfach so zum Dämon, auch nicht wenn du böses getan hast. Und keine noch so dunkle Seele möchte böse oder ein Dämon sein. Erst wenn man sie bis zum Exzess foltert ..."
Dracos Finger vergruben sich Radus Schultern, während er sein Schultern hob und den Kopf senkte, als hätte er schmerzen im Bauch.
"... wenn... wenn man die Schmerzen so hoch treibt, dass derjenige alles vergisst was er je war und was er getan hat und nur noch schreit und bettelt und bereit ist sogar seine tiefsten Überzeugungen zu verraten..."
Nun hob er wieder den Blick und nun lag Wildheit darin, aber auch Schmerz und Verbitterung.
"... dann geben sie einem einen Speer aus Höllenfeuer und lassen dich andere quälen. Und desto stärker der Wille, desto schneller akzeptiert ist die neue Rolle und desto schlimmer quält man sie und unterwirft sich andere Folterer, bis man schließlich gerne der Böse ist... bis man nur noch das ist - ein Dämon."
Dann entstand eine Pause, in der Draco mit seinen goldenen Augen wortlos in die gelben Augen des Vampirs schaute.
Im nächsten Moment brach Draco regelrecht zusammen, schloss die Augen und fiel gegen Radu, sodass sein Kopf auf dessen Schlüsselbein zu Liegen kam. Seine Arme rutschten über Radus Schultern nach unten und seine Finger krallten sich in Radus obere Schulter. Ein heftiges Zittern ließ seinen ganzen Körper beben und kochend heiße, bittere Tränen rannen ihm über die Wangen auf Radus Jacke.
"Ich will das nicht mehr sein.", gab Draco mit verzweifelter, brüchiger und erstickter Stimme zu, wobei er ein Schluchzen stets zu unterdrücken versuchte.
"Ich halte das einfach nicht mehr aus und ich weiß, wenn ich ganz aufhöre zu hoffen und zu kämpfen, dann vergesse ich wirklich wer ich war und verdamme mich selbst bis in alle Ewigkeit.
Ich will hier sein. Ich will bei dir sein."
Langsam begann das Zittern abzuflauen, sein Atem blieb stoßweise, beruhigte sich allerdings mit jedem weiteren Wort.
"Ich will irgendwann mit Rei und dir hier sitzen wie jetzt und wie ein ganz normaler Mensch die Sonne auf der Haut genießen... Eis essen... Limonade trinken... reden ... und lachen."
Sein Blick ging wieder nach oben. Seine Augen waren nass und schauten wie bittend zu Radu auf.
"Und wenn ich nur ein paar Monate oder Jahre als Mensch mit dir hätte.", sprach er mit einem Lächeln und eine Träne kullerte über sein Gesicht.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   So 9 Jul 2017 - 1:56
 
So kurz also nur noch... dreieinhalb Monate, das war nicht sehr viel, das verstand sogar Radu. Er lebte ein wenig Zeitlos, eine Woche oder ein Jahr machten für ihn nur durch den Wechsel der Jahreszeiten einen Unterschied. Aber die Menschen und anscheinend auch Dämonen dachten da anders... Wieder hörte Radu geduldig zu und so langsam machte alles Sinn. Die Dinge setzten sich zu einem großen Puzzle zusammen und auch, wenn es da noch so einiges einzusetzen galt, das grobe Motiv sah man doch schon... So viele Emotionen hatte er bei Draco noch nie gesehen, wobei man wohl auch sagen musste, dass es das erste Mal war, dass man bei Radu so etwas wie echte Emotion sah. Bisher waren ihre Treffen ja immer nach dem gleichen Schema abgelaufen. Jetzt zog der Vampir die Luft scharf durch die Zähne und knurrte etwas, als Draco ihm die Nägel in die Schultern trieb. Aber er ertrug es, schwieg und hörte zu, was der Dämon ihm erzählte. Wie sehr er gefoltert worden war... Ein bisschen dauerte es, bis er eins und eins zusammengezählt hatte. Fern erinnerte er sich an die Geschichten um Himmel und Hölle. Die Guten kommen in den Himmel, die Bösen in die Hölle, wo man sie folterte für die Untaten, die sie auf der Welt verrichtet hatten. Dann stimmte das also... und Draco war so jemand, der zum Dämon geworden war, um dem Schmerz zu entfliehen. Und der jetzt eine zweite Chance bekommen hatte, indem er anfing, Menschen wieder zu verstehen und sich selbst zu erinnern, dass er ein Mensch sein konnte. Folter und Schmerz kannte Radu selbst, er hatte Rad, Streckbank und allerhand anderes überstanden und genoss manchen Schmerz jetzt sogar, aber... er hatte nie solche Qualen erleiden müssen wie sein Draco.
Qualen, die ihn jetzt förmlich an Radus Brust fallen ließen und fast schon reflexartig schloss der Braunhaarige die Arme um den Dämon in dem zarten Frauenkörper und hielt ihn an sich gedrückt fest. Verzweiflung. Die hatte ihn noch vor kurzem in die Arme von Rei getrieben. Oh ja, auch Radu kannte solche Zusammenbrüche, aber dieses Mal war ihm der Zusammenbrechende nicht egal. Dieses Mal ging es um zwei Personen... um die er sich wirklich scherte! Personen, die er nicht weinen sehen wollte. Und so hielt er Draco einfach nur fest, grollte leise und hörte überrascht, dass der Dämon meinte, er wolle das, was er war, nicht mehr sein und wollte bei ihm sein. Ein bisschen rot wurde Radu dabei schon... Noch niemand, abgesehen vielleicht von Baba, wollte gerne bei ihm sein, einfach nur mit ihm zusammen... Und er setzte Radu mit der Menschlichkeit gleich... Sah schließlich aus diesen goldenen Augen mit der hypnotischen Wirkung zu ihm auf, mit diesem bittersüßen Lächeln... Langsam, vorsichtig, als hätte er die Krallen ausgefahren und wollte ihn nicht verletzen, strich Radu ihm die Tränen von den Wangen. „Eine schöne Vorstellung“, raunte er leise. Ganz Mensch würde er natürlich nicht werden, aber... in der Sonne sitzen und... einfach ganz normal sein, das kam ihm für den Augenblick so... richtig und erstrebenswert vor. „Mein Bruder... hat immer gesagt, etwas wirklich zu wollen ist der erste Schritt, es zu bekommen... keine Ahnung, was er damit meint, aber... ich glaube er hat schon Recht damit. Und du kannst... du kannst ein Mensch werden... du sagst, es ist nicht einfach und... da weiß ich auch nicht weiter... ich war immer, was ich war. Zuerst Mensch, jetzt Vampir. Ich war es einfach. Du... bist klug. Du weißt mehr über die Welt als ich... Und wenn du sagst, dass es nicht so einfach ist... dann ist es, denke ich jedenfalls, gut, dass du nicht alleine sein musst auf deiner Reise. Du hast Rei an deiner Seite... und mich“ So richtig wollte ihm das Lächeln nicht gelingen, aber er versuchte es, für ihn. „Und... ich werde nicht nur ein paar Monate oder Jahre bleiben. Auch wenn ich... dir nicht so helfen kann wie Rei. Ich kann nur da sein, wenn du mich brauchst...“ So wie er langsam doch glaubte, dass auch Draco... vielleicht auf seine ganz spezielle Art... für ihn da sein konnte, wenn es nötig war. Er legte seine Stirn an die der weißhaarigen Person in Armen, schloss die Augen einen Moment und atmete langsam aus. „Tot ce iti doresti, scorpia mea... Umanitatea si pace pentru tine...“, murmelte er leise in seiner Heimatsprache vor sich hin.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   So 9 Jul 2017 - 2:57
 
Radu sah Draco mit seinen faszinierend gelben Augen an, während er Dracos Tränen wegwischte und meinte, dass Draco es nur wirklich wollen müsste, dann würde es möglich sein es zu schaffen. Trotzdem blieb er realistisch und glaubte Draco, dass es ein ganzes Stück Arbeit erfordern würde. Aber er würde ihm helfen, vielleicht nicht so direkt wie Rei, doch so gut er konnte.
Er versuchte zu Lächeln, aber Draco merkte, dass es ihm nicht so leicht fiel. Wahrscheinlich weil er doch nicht ganz an den Erfolg von Draco glaubte. Das machte Draco wieder etwas zurückhaltender.
Aber als der Vampir hinzufügte, dass er nicht vorhatte in nächster Zeit zu gehen, und auch danach nicht, waren die Zweifel fast wieder ganz verflogen und Draco blickte zu Radu auf, als sei er der, der ihn vor dem Ertrinken gerettet hatte. Als Radu seine Stirn an Dracos Stirn legte, schloss dieser die Augen und ein leichtes Lächeln legte sich auf seine Lippen, auch wenn seine Stirnpartie verriet, dass er immer noch den Tränen nahe war.
Der Vampir sprach etwas in seiner Muttersprache, was Draco natürlich wie die Male zuvor nicht ein Stück verstand. Allerdings wusste er jetzt zumindest, dass es kein Polnisch, Ungarisch oder Bulgarisch war.
Er löste seine Stirn nur knapp einen Zentimeter von Radus Stirn und schaute dem Vampir gespielt genervt in die Augen.
"Alter, ich kann doch kein Bulgarisch.", meckerte Draco, schniefte und lachte auf.
Wenn Draco eines gut konnte, dann taktlos sein und unglaublich komisch.
Draco lachte wieder, als er Radus Reaktion sah, dieses Mal allerdings etwas länger als zuvor und deutlich amüsiert. Dann legte er die Arme langsam wieder um Radu und drückte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen, bevor er sich wieder ein klein wenig entfernte und wieder lachen musste.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   So 9 Jul 2017 - 20:32
 
Ob er es jetzt direkt beabsichtigt hatte oder nicht, aber wenigstens lachte Draco wieder.
„Rumänisch!“, musste er angesteckt mit lachen. Er hatte ihn ablenken wollen und das war ihm wohl gelungen. Was er genau auf Rumänisch gesagt hatte, das würde er Draco nicht so schnell sagen. Er hatte ihn wirklich gern... verstand aber auch, dass es ihm schwer fiel, so etwas für sich anzuerkennen. Radu hatte damit selbst seine Probleme, für ihn war das alles so neu und es brauchte wohl auf beiden Seiten Zeit. Rei war wirklich besser in sowas... sie war ja auch diejenige, die beide quasi mit den Köpfen zusammen gestoßen hatte.
Aber ein bisschen brüskiert sah er ihn schon an, als er wieder umarmt wurde und einen kurzen Kuss auf die Lippen bekam. Irgendwie war es fast so, als wäre die Vorgeschichte zu diesem Moment nie passiert... und doch lag immer noch sein Bruder im Sterben, immer noch war es unklar, wie sie weiter machen sollten und wie sie nun genau zueinander standen. Faktisch mochten sie sich sehr und nicht nur weil gewisse Aktivitäten miteinander schlicht fantastisch waren. Es war auch eine andere Form der Verbindung zwischen ihnen und das hatten sie einander auch eingestanden.
„Rumänisch war's, ich bin aus Rumänien, nicht aus Bulgarien“, meinte er, während er spielerisch nach ihrer Unterlippe schnappte. „Aber ich sag dir nicht, was es heißt“, setzte er noch an, wobei er ihm frech die Zunge raus streckte. Er war einfach froh, dass Draco nicht mehr weinte... Er mochte es nicht, ihn weinen zu sehen. Vielleicht, weil er mit dem Dämon eher das verband, was er gerade wieder Ausstrahlte. Frechheit, Stärke und... einfach eine gewisse Freude im Leben. „So gefällst du mir übrigens besser. Das steht dir mehr zu Gesicht... Auch wenn es schön zu hören ist, dass... ich dir nicht so egal bin wie ich dachte. Ich wollte dich vorhin nicht kränken, ich hätte das nicht sagen sollen“ Es war wohl seine Form der Entschuldigung.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   So 9 Jul 2017 - 21:41
 
Radu hatte den Köder geschluckt und korrigierte Draco, der allerdings nur mit einem frechen Grinsen antwortete und sich leicht auf die Unterlippe biss. Aber Radu hatte den Wink verstanden und enthielt Draco erst einmal die Bedeutung dieser rumänischen Worte vor. Er streckte Draco schelmisch die Zunge entgegen und Draco konnte nicht umhin daran zu denken diesen frechen Vampir dafür an den Baum zu nageln und das freche Grinsen von seinen Lippen zu küssen.
Er begann sich langsam vor zu beugen, aber bevor er noch irgendetwas machen konnte, sprach der Vampir weiter:
„So gefällst du mir übrigens besser. Das steht dir mehr zu Gesicht... Auch wenn es schön zu hören ist, dass... ich dir nicht so egal bin wie ich dachte. Ich wollte dich vorhin nicht kränken, ich hätte das nicht sagen sollen."
Dracos Grinsen verschwand und er entfernte sich wieder ein paar Zentimeter von Radu. Sein Blick senkte sich auf Radus Kinn und er biss sich nachdenklich und vielleicht auch etwas wütend auf die Innenseite seiner Unterlippe. Dann atmete er geräuschvoll die Luft ein und aus und hob wieder seinen Blick ein Stückchen. Er fühlte sich allerdings nicht imstande den Blick von Radus Augen lange auszuhalten.
"Hätte Rei nichts gesagt, hätte ich das wahrscheinlich nie zugegeben.", gab er nun etwas kleinlaut zu.
Er schloss die Augen und atmete geräuschvoll aus, wobei sein Kopf etwas nach vorne ging bis er Radus Kinn leicht berührte.
"Ich dachte ich wäre nur ein geiler F*** für dich, ein Abenteuer. Ich dachte ja auch so und hielt das drumherum einfach für Spaß an der Freude. Und irgendwann... naja da war das morgendliche Alleinsein danach plötzlich so, als hätte man etwas beim Saufen am Vortag in der Disco liegen lassen und wüsste aber nicht mehr genau was. Aber man spürt, dass etwas... fehlt.", versuchte Draco zu erklären und lief vor Scham sogar etwas rot an.
"Ich hatte einfach Angst.", wisperte er leise und schaute hinunter auf das Gras neben ihnen, "Und selbst wenn nicht, ich hätte es dir nicht mit Worten sagen können."
Eine kurze Pause entstand, in der der Dämon seinen Kopf auf die andere Seite wandte und dann Wange an Wange an Radus Kopf legte.
"Ich konnte schon als Mensch nicht mit Gefühlen umgehen. Hass, Wut und Trauer sind alte Freunde, aber das hier... das... das ist mir ganz neu. Ich weiß nicht, was es ist. Ich kann es auch nicht richtig erklären, aber soviel weiß ich: Ich bin süchtig nach dir."
Draco löste sich nur wenige Zentimeter von ihm, um ihm in die Augen sehen zu können. Sein Gesichtsausdruck war nun entspannt, doch seine Augen verrieten seine Faszination für Radu.
"Nach diesem Etwas, das manchmal in deinen Augen funkelt und wie ein Sturm losbricht, wenn du von mir trinkst und wir es dann treiben."
Draco atmete angestrengt ein und langsam wieder aus. Ihn so direkt anzusehen und das so zu sagen begann ihn schon wieder geil auf den Vampir zu machen. Das Verlangen stieg in ihm auf, mit beiden Händen Radu umzuwerfen und über ihn her zu fallen. Wie es wohl sein würde mal Radus Blut zu trinken? Draco wusste, dass es bei ihm selbst keinen Effekt haben würde, aber die Idee hatte etwas.
Aber Draco hielt sich zurück und ballte dafür lieber seine Hände zu Fäusten.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Mo 10 Jul 2017 - 23:48
 
Ja, ohne Rei würden sie hier sicher nicht sitzen und reden... Sie hatte eine andere und wirklich erstaunliche Wirkung auf den Vampir, was er sich nicht ganz erklären konnte. Vorher hatte er es auf das schwarze Blut geschoben, von dem er jetzt wusste, dass es durch Krankheit und schwarze Magie kontaminiert war. Und durch... Drogen wohl auch, wenn auch nur Spuren davon. Aber vor allem war es durchzogen mit Dracos gewaltiger Macht, die ihn so sehr auflud, dass er manchmal glaubte, gar nicht mehr aufnehmen zu können. Und dann trieben sie es und es fühlte sich nie danach an, als würde sich die Energie abbauen. Eher danach, als würde sie sich festigen und immer weiter steigern bis zu diesem einen, unausweichlichen Höhepunkt.
Das hier war jetzt etwas anderes. Es war einfach gemeinsame Nähe, die sich beiden Hohlköpfe auch schon eine Weile lang gewünscht hatte. Aber keiner hatte das Maul aufmachen können. Da musste es erst so eskalieren. Jetzt genoss Radu einfach den Moment und die Nähe zwischen ihnen. Dracos Worte taten irgendwie gut... Auch wenn es dem Vampir allmählich dämmerte, dass da noch einige sehr harte Zeiten auf die zukommen würden, wenn sie wirklich... nun ja, gemeinsam eine Zukunft wollten.
Und dann erklärte Draco, was ihn so an Radu so faszinierte und der sah ihn eine Weile aus seinen Stecknadelaugen an. Nun ja... eigentlich waren die Pupillen etwas größer als gewöhnlich, wenn auch nicht so weit wie nach dem Genuss von Dracos Blut. Und offenbar sah Draco da auch etwas ganz besonderes drin... Was so noch niemand gesehen hatte. Allerdings schlugen Radu auch wieder die Pheromone entgegen und knurrend musste er den Kopf schütteln. „Das... habe ich so auch noch nicht gehört. Aber... heute wird es keinen Sturm geben. Ich will... heute weder von dir trinken, noch es mit dir treiben... Tut mir Leid, Draco... Aber du bist nicht einfach ein Abenteuer für mich. Ich habe immer gewartet bis du eingeschlafen bist... Weil ich wollte, dass du sicher schlafen kannst. Aber dich zu bewachen hätte keinen Sinn gemacht und... ich musste außerdem nach Hause...“ Warum, das sagte er lieber nicht. Draco war nicht gut auf Knechtschaft anzusprechen und er war nun mal Diener einer Herrin, die er heiß und innig verehrte. Nicht liebte... langsam lernte er, es nicht Liebe zu nennen, was er für Valkyra empfand. „Diese Nacht will... ich nur in deiner Nähe sein, bitte. Gerade, weil du nicht einfach nur ein fröhliches F****abenteuer für mich bist. Ich brauche dich gerade... Sonst werde ich... gänzlich verrückt“
Mit einem traurigen Blick nahm er Dracos Hand, die dieser zur Faust geballt hatte, um sich zurückzuhalten. Er wollte gerade noch hinzufügen, dass Draco ihm nicht böse sein sollte, als ihm ein anderer Geruch auffiel und er witternd den Kopf hob, das Gesicht zum Himmel richtete. Wie ein nervöser Hirsch schnupperte er in die Nachtluft und wandte sich dann wieder an Draco. „Es wird gleich regnen und ziemlich heftig. Wir sollten zu dir... Bevor du dir was wegholst. Reicht ein Kranker...“ Denn prinzipiell war Baba genau das. Krank. Wenn auch sehr schwer... Wenn jetzt Rei und Draco auch noch etwas zustieß, würde Radu das nicht verkraften. Also zog er den Dämon auf die Beine und versuchte gleichzeitig abzuschätzen, wann der Guss einsetzen würde.
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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Di 11 Jul 2017 - 0:16
 
Radu antwortete, dass er heute weder Dracos Blut noch *** mit ihm wollte, sondern einfach ihm nahe sein wollte und betonte noch einmal, dass Draco für ihn mehr als nur ein feucht fröhliches Abenteuer war. Bis dahin lächelte Draco. Es war so schön das von einem anderen Wesen zu hören, zu hören dass man gebraucht wurde und so gemocht wurde, wie man war.
Aber dann sah er Radus traurigen Blick, als dieser seine Hand nahm und...
Plötzlich hob der Vampir den Kopf und schnupperte. Draco reagierte sofort. Sein Gesicht bekam einen ernsten Ausdruck, während er seine Sinne schärfte und sich soweit er konnte umsah. War Gefahr im Anmarsch? Draco konnte nichts sehen bis Radu erklärte, dass es gleich ziemlich heftig regnen würde und dass sie besser nach drinnen gehen sollten.
Draco entspannte sich langsam wieder, lächelte dann und nickte. Da zog der Vampir ihn schon auf die Beine. Der Dämon war ein bisschen überrascht, dass er es so eilig hatte, doch er verstand irgendwo Radus Eile, denn offenbar wollte er verhindern, dass Draco krank wurde. Eigentlich hätte er ihm sagen können, dass ihm so ein Regenguss nichts ausmachte und wenn würde er nur wenige Stunden brauchen um eine heftige Grippe zu regenerieren, doch Draco ließ ihn machen.
"Gute Idee.", antwortete er mit einem Lächeln, zog seine Jacke zurecht und zog Radu an der Hand mit sich.

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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Fr 13 Okt 2017 - 1:28
 
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Datum: 25 Mai

Es war ein sonniger Tag als Coo sich entschied einige Dokumente zu studieren die sie analysieren sollte. Da sie in letzter Zeit sehr viel in ihrem Zimmer eingeschlossen verbracht hatte wurde sie von ihren Mitbewohnern dazu verdonnert mal etwas frische Luft zu schnappen weswegen sie sich an den nächstbesten Ort begab von dem sie sich etwas Ruhe und Frieden versprach, die Erholungswiese.
Wie sie schon gedacht hatte war es entspannend ruhig hier also setzte sich das Mädchen ins Gras und begann damit die Dokumente hervor zu kramen.
Nur einige Projektdaten eines Sicherheitsunternehmens welches sich bei Coo um eine Analyse erkundigte da sie aussenstehend sei. Eigentlich verstand Coo nicht so ganz wieso sie damit beauftragt wurde, immerhin ging es hier um eine neue Art Sicherheitssoftware, da wäre wohl jemand mit Hacker-Erfahrungen besser geeignet, trotzdem bezahlt die Firma gut also nahm Coo den Auftrag an da sonst sowieso niemand einen Auftrag für sie gehabt hatte.
Schon in den ersten paar Code-Zeilen fand Coo mehrere Lücken die sogar mit veralteten Kenntnissen sehr leicht auszunutzen waren, also notierte sie diese und fragte sich insgeheim wieso bei einer Sicherheitsfirma niemand diese entdeckt hatte und beantwortete damit auch die Frage weshalb sie keinen erfahrenen Hacker angefragt hatten, Diese Software war so fehlerhaft das jeder Hacker der etwas von sich hielt der Firma ins Gesicht gelacht hätte.
Coo arbeitete weiter, auf nachfolgenden Seiten fand sie immer mehr Lücken und Fehler und so langsam beschlich sie das Gefühl das diese Firma sie nur veralbern wollte. Zwar wurden die Lücken immer schwieriger zu finden doch das jemand wirklich so viele Sicherheitslücken und Code-Fehler machte konnte sie nicht glauben.
Nachdem sie die Dokumente fast vollständig zu ende Analysiert hatte entschloss sie sich etwas nachzuforschen.
Sie kramte ihr Tablet hervor und begann das Internet nach der Firma welche den Auftrag ausgestellt hatte zu durchforsten. Sie wurde auch schnell fündig und wurde von einer, auf den ersten blick zumindest, professionellen Website begrüsst welche die Firma vorstellte.
Was Coo jedoch auffiel waren die vielen Positiven Bewertungen, sie hatte die Dokumente hier, wenn das wirklich war was diese Firma zusammen tippte dann waren diese Bewertungen gefälscht.
Weiter kam Coo jedoch nicht wirklich denn plötzlich rempelte sie jemand an.


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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Sa 14 Okt 2017 - 1:16
 
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Datum: 25 Mai

Nowi hatte sich heute auf die Erholungswiese begeben um dort nach Glitzersteinen zu suchen, bisher blieb ihre Suche meist ertragslos, langsam fragte sie sich ob es hier überhaupt irgendwelche schönen Glitzersteine gab.
Da Nowi wusste das dies eine Erholungswiese war und wohl gerade die meisten hier Stille suchten, versuchte sie so leise wie möglich ihre Suche fortzusetzen was auch mehr oder weniger funktionierte, nur manchmal streifte sie einen Strauch oder ähnliches, das heisst bis ihre Aufmerksamkeit von einem Schmetterling auf sich gezogen wurde und sie in jemanden hineinlief.
„Oh, Tut mir leid, Ich war von Mr. Schmetterling abgelenkt. Geht es ihnen gut?“ Nowi lächelte das Mädchen an und musterte sie, als ihre Augen auf das Gerät in deren Hände fiel wandelte sich ihr lächeln jedoch in entsetzen. „Oh nein! Ich habe doch nicht etwa etwas kaputt gemacht oder?“ Nowi machte sich echt sorgen das sie nun eines dieser komplizierten Menschlichen Geräte zerstört hatte mit denen die Drachin nichts anfangen konnte.
Hoffend das nichts passiert war wartete die Grün haarige nun auf Entwarnung des Mädchens vor ihr, sonst musste Nowi halt extra viel Arbeiten um den Schaden zu bezahlen.


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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Do 26 Okt 2017 - 1:22
 
Coo sah das Mädchen an, kurz davor die Kontrolle zu verlieren und in ihre Valkyrie-Persönlichkeit zu wechseln, das sich das Mädchen jedoch entschuldigte und sichtlich besorgt war etwas kaputt gemacht zu haben half Coo sich doch nicht zu sehr darüber aufzuregen. „Nein.... alles noch ganz.... aber geh doch bitte woanders spielen....“ Coo sah das Mädchen bettelnd an, doch so wie sie ihr Glück einschätzte würde dieses Mädchen, das zudem recht Freizügig gekleidet war, nicht so einfach verschwinden, Coo hatte einige Erfahrung mit anderen Wesen und konnte die meisten davon wie ein offenes Buch lesen und dieses Exemplar war definitiv von der Neugierigen Sorte und, was Coo besonders auffiel, keineswegs ein Mensch.
Trotzdem sagte Coo nichts, es wäre nicht das erste mal gewesen das sie sich getäuscht hatte und sicher nicht das Letzte mal, viel eher fiel ihr Blick wieder auf ihr Tablet und die Website auf welche sie wohl auf einen der Links geklickt hatte als sie angerempelt wurde.
Auf dem Screen prangerte der typische Fehler das eine Seite nicht existiere, Coo begann damit verschiedenste Links anzutippen und heraus kam das jede Unterseite funktionierte, nur die Unterseiten für Aufträge und Downloads waren nicht vorhanden. Coo hatte es damit wohl garantiert mit einer Fake-Firma zu tun und damit war fraglich ob diese wirklich bezahlen würden wenn Coo die Ergebnisse zurückschickte. Coo verstaute die Dokumente und ihr Tablet wieder in ihrer Tasche, sie würde den Auftrag zu ende führen und sich dann damit beschäftigen wer ihr da einen Streich spielen wollte. Erstmal musste Coo jetzt das Mädchen mit den grünen Haaren abwimmeln das immer noch neben ihr Stand.


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BeitragThema - Re: Erholungswiese   Mo 6 Nov 2017 - 2:00
 
Spielen? Nowi spielte nicht! Die Suche nach Glitzersteinen war sehr wichtig! Jawohl! "Ich spiele nicht! Ich suche hier nach Glitzersteinen! Ich wurde nur abgelenkt!" Nowi kicherte, andere verstanden eben die Wichtigkeit von Glitzersteinen für Nowi nicht, aber für sie war das eine Art ihre Wahrnehmung zu schärfen, je versteckter die schönen Steine desto mehr musste sie sich anstrengen sie zu finden und dadurch fiel der Drachin auch das bemerken anderer Dinge einfacher, es war sozusagen ihre Art von Training.
Als die andere dann wieder auf das komische Gerät in ihrer Hand blickte sah Nowi sie fragend an. "Habe ich etwa doch etwas Kaputt gemacht?" Nein. als Nowi sich so positionierte das sie den Bildschirm sehen konnte funktionierte das Ding definitiv noch. Nowi beobachtete was die andere machte bis diese die Papiere und das Gerät verstaute.
"Stimmt etwas nicht?" fragte Nowi und liess sich ins Gras fallen, ihr fiel nicht im Traum ein das sie vielleicht die andere störte und nun wollte Nowi genau wissen wieso die andere nachdem sie ihre Dinge verstaut hatte noch genervter wirkte als nachdem Nowi sie angerempelt hatte.


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