Willkommen Gast
 
StartseiteMitgliederSuchenAnmeldenLogin
Teilen | 
 

 Erholungswiese

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
AutorNachricht
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   So 11 Okt 2015 - 20:25
 
Es war schon lustig, wie einfach man Miwako fröhlich machen konnte. Gerade, wenn sie mit anderen Wesen in Kontakt kam, reagierte sie nicht mit Angst, sondern mit offener Freude und deutlichem Interesse. Und selbst wenn es Rassen waren, die als allgemein böse angesehen wurden, blieb sie nett und wollte einfach mehr erfahren. Rokuro lächelte und wuschelte dem Mädchen durch das Schwarze Haar. „Gut erkannt, Prinzessin. Ich wusste doch, du kommst da drauf.“ „Klar, Papa. Aber....“, das Mädchen legte den Kopf schief und sah Krul nun doch ein bisschen ernster an: „Du tust Papa deswegen jetzt nicht weh, oder? Weil er ist ja ein Werwolf und du bist ein Vampir und Vampire tun doch Werwölfen weh.“
Etwas Angst schwang in der Stimme des Mädchens mit und sie rückte etwas näher an ihren Vater heran, der nur lächelnd einen Arm um seine Tochter legte. Rokuro verstand die Angst der kleinen, sie hatte von Vampiren bisher nur in Geschichten gehört, und diese stellten einen gewissen Kampf zwischen den beiden Rassen da.
Und es stimmte auch, dass bei Rokuro eine Instinktive Abneigung gegen Vampire da war. Er mochte ihren Geruch nicht, und ihr Durst nach Blut war ihm unangenehm. Und da war noch so etwas unterschwelliges, das er nicht ganz beschreiben konnte. Und wenn seine Tochter nicht da gewesen wäre, die auf ihn allgemein beruhigend wirkte, er wäre nicht sicher gewesen, ob er Krul mit der gleichen Offenheit begrüßt hätte, wie er es jetzt tat. Aber an sich war sie ruhig und höflich gewesen, was er als großen Pluspunkt sah, weswegen er vermutete, dass es auch so nicht zum Kampf gekommen wäre.
Gespielt von :
Tyka

Beruf :
Kinderbetreuerin

avatar
3rd Progenitor

BeitragThema - Re: Erholungswiese   So 22 Nov 2015 - 3:26
 
Krul lächelte als Rokuro die kleine Miwako lobte und ihr durchs haar wuschelte, es erinnerte sie einfach immer an die beiden Zwillinge zuhause, das dumme war dass es sie auch schmerzte weil sie wusste das sie die beiden so schnell nicht wiedersehen würde, weswegen sie auch kurz einen etwas traurigen ausdruck auf dem Gesicht hatte, diesen aber mit einem gekonnten schwenken mit dem Schirm zu verstecken versuchte.
“Nein, dein Papa hat mir bisher keinen Grund gegeben ihm weh zu tun. Die geschichten Stimmen zwar das Vampire und Werwölfe sich nicht sonderlich mögen aber es gibt auch Orte an dennen beide Rassen sehr gut zusammenleben. Sanguinem zum beispiel ist eine Vampir-Stadt, dort leben nur Vampire doch ab und zu nehmen wir auch einen Dämonen oder Werwolf auf der Unterschlupf benötigt, verhällt er sich gut und macht sich vielleicht auch nützlich darf er so lange bleiben wie er will.“ Krul lächelte, das Werwölfe die sich eben schlecht verhielten und ärger machten nicht lange überlebten erzählte sie nicht, aber das war mit allen Wesen so, wer ärger machte und nicht friedlich gehen wollte musste neutralisiert werden und wenn es den Tod bedeutete. “Ausserdem tun auch einige Werwölfe uns Vampiren weh." fügte sie hinzu, sie meinte es nicht böse aber wollte klarstellen das nicht Vampire alleine die Brutalen Fieslinge waren.
Zugegeben, Krul liess sehr selten einen Werwolf an die Zwillinge ran, das hatte aber mehr den Grund das Belisha sich einfach nicht benehmen konnte und Belisa sowieso vor allem unbekannten angst hatte und so leid es Krul auch tat, sie projezierte die Eigenarten eines Hundes auf Werwölfe und Hunde spührten wenn man Angst hatte und reagierten darauf meist nicht beruhigend.
Und es stimmte auch das Krul eine leichte innere abneigung gegen Werwölfe hatte und das sie deswegen sogar einen kleinen Silberdolch besass würde sie hier lieber nicht zur sprache bringen. Vorallem weil sie es immer erst mit dem Sanftesten versucht bevor die bösen Mittel zur anwendung kamen.


† Krul Tepes †
Handeln''Sprechen'' ''denken''

~†~
Steckbrief~†~Beziehungen~†~
Other Chars:
 

Benutzerprofil anzeigen
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Mi 13 Jul 2016 - 12:57
 
Während Krul von Sanguinem erzählte, wurden Miwakos Augen immer größer und auch Rokuro horchte auf. Er hatte bisher noch von keiner anderen Stadt gehört, die wie Cadyssa vorwiegend von Metawesen bewohnt war. Aber die Vampire waren ein sehr altes Volk, das sich lange erfolgreich vor den Menschen verborgen und dabei sogar eine eigene Zivilisation aufgebaut hatte. Da war es wohl kein Wunder, dass sie ihre eigenen versteckten Städte hatten und diese auch entsprechend verteidigten.
Aber dass sie gerade Werwölfe in ihre Mitte ließen schien seltsam. Durch die Schule wusste Rokuro, dass die Abneigungen zwischen Vampiren und Werwölfen normal waren und diese beiden Rassen oft Kriege gegeneinander geführt hatten. Wobei die Werwölfe als schwächere Rasse oft unterlagen. Miwako drehte sich zu ihrem Vater um und guckte ihn mit ihrem zuckersüßen Lächeln an. „Das klingt toll, können wir da mal hin gehen, Papa?“ Von der Frage war der junge Mann doch etwas überrumpelt. Nicht, dass er die Neugier seiner Tochter nicht langsam gewohnt war, aber er hätte nicht erwartet, dass sie gerne eine Vampirstadt besuchen würde. Und für ihn klang es nicht nach einer guten Idee, schon gar nicht, wenn er seine Instinkte nicht in den Griff bekam. „Ich glaube nicht, dass das geht, kleine. Immerhin kann ich meinem Chef nicht einfach sagen, ich geh auf Reisen, ich muss doch arbeiten. Und Mama kann die Uni sicher auch nicht schleifen lassen. Wir können uns so was nicht leisten.“ Auch das stimmte. Allein schon die Zeit, die er mit so was verlieren würde, konnte er sich nicht nehmen. Aber er wollte auch nicht das Risiko eingehen, mitten unter Vampiren die Kontrolle über seine Instinkte zu verlieren.
Kruls letzte Anmerkung ließ Rokuro allerdings zusammenzucken. Nicht, weil es nicht stimmte, ein rasender Werwolf konnte einige Schäden anrichten. Seine Gründe waren viel menschlicher: Er wollte nicht, dass sein kleines Mädchen ihn als das Monster ansah, das er eigentlich war. Aber jetzt waren die Worte schon gefallen und seine Tochter stellte die unvermeidliche Frage: „Macht Papa so was auch?“ Rokuro schluckte, die Antwort darauf war nicht leicht zu geben. Er versuchte zwar, niemanden zu verletzen, aber sobald der Vollmond am Himmel stand, hatte er keine Kontrolle mehr über seine Entscheidungen und Handlungen. Und dann würde er alles in seinem Weg angreifen, gleich welcher Art es angehörte.
Gespielt von :
Tyka

Beruf :
Kinderbetreuerin

avatar
3rd Progenitor

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Mo 25 Jul 2016 - 3:10
 
Krul hatte nicht erwartet das Miwako nach all dem erzählten wirklich fragen würde ob sie Sanguinem besuchen können, zumal die kleine Stadt unter Kyoto nicht wirklich ein Ferienort war, es wurde zwar Stadt genannt war aber mehr so etwas wie ein Zufluchtsort, keinesfalls auch nur annähernd so Gross wie Cadysa.
“Sanguinem ist auch leider nicht gerade um die Ecke? Auch wenn mein Name es nicht unbedingt preisgibt bin ich dennoch Japanerin.“ Naja sie erwachte in Sanguinem als Vampir, welches unter Kyoto liegt also war sie wohl technisch gesehen Japanerin.
“Vielleicht erlaubt dein Vater dir ja mit mir alleine hinzugehen wenn du älter bist und man sich etwas länger kennt.“ Krul lächelte erst Miwako und dann Rokuro an, sie würde Miwako gerne mal Sanguinem zeigen und solange Krul bei ihr war würde sich auch keiner daneben benehmen, ausser Belisha vielleicht. Aus Respekt erwähnte sie vor Miwako nun nicht die Tatsache das trotz dem dass Sanguinem manchmal Werwölfen Zuflucht bot diese dort eher nicht so gern gesehen wurden, immerhin verebbte so eine alte Feindschaft nicht so einfach.
“Ich weiss nicht, hat dein Papa mich schon angegriffen?“ Krul sah an sich runter und fing an ihren Körper abzutasten bevor sie lächelte.
“Soviel ich sehe ist noch alles unversehrt.“ Krul versuchte bewusst die frage zwar zu beantworten aber die eher weniger schönen Tatsachen zu verschweigen.
Werwölfe konnten bei Vollmond sehr gefährlich werden aber Krul musste zugeben das Vampire in dieser Beziehung auch schlimm waren. Ein Vampir der sich nicht regelmässig etwas Blut zuführte konnte um einiges schlimmer sein als ein Werwolf und die Gefahr einen Vampir im Blutrausch zu treffen war immer da, mit Rasenden Werwölfen musste man meist nur bei Vollmond rechnen.


† Krul Tepes †
Handeln''Sprechen'' ''denken''

~†~
Steckbrief~†~Beziehungen~†~
Other Chars:
 

Benutzerprofil anzeigen
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   So 31 Jul 2016 - 22:46
 
Japan war ein ziemliches Stück entfernt und selbst, wenn dem nicht so gewesen wäre… War der Gedanke Rokuro nicht unbedingt behaglich, seine Tochter mit einer Vampirin allein dort hin gehen zu lassen. Und genauso wenig, wenn ihre Mutter mitkam. Die beiden waren nun mal nur Menschen und konnten sich nicht so gut verteidigen wie er. Und auch, wenn Krul den beiden vielleicht nichts böses wollte, konnte sie wohl kaum für jeden Bewohner dieser Stadt sprechen. Das war ein Risiko, das der junge Polizist nicht eingehen wollte. „Ich denke nicht, dass das mir oder ihrer Mutter so besonders gefallen würde. Wir haben gern ein Auge auf unser kleines Mädchen.“
Obwohl Rokuro lächelte, waren seine Augen nun ernsthaft, und auch seine Stimme war etwas tiefer geworden. Er traute Vampiren nicht, und das war zwar auch, aber nicht nur, seiner Rasse zuschulden. Er hatte schon Opfer von wild gewordenen Vampiren gesehen, die nur noch dem Blut hinterher gejagt waren und er wollte nicht riskieren, dass seiner Tochter so was passierte. Und auch Miwako widersprach ihm diesmal nicht, das Mädchen kannte diesen Ton in der Stimme ihres Vaters und sie wusste, dass es kein Diskutieren mehr gab, wenn er so mit jemandem sprach. Auch nicht, wenn sie ihr zuckersüßes Lächeln aufsetzte.
Und das war bei dem Thema auch nicht unbedingt angebracht. Auch das kleine Mädchen spürte die Anspannung, die von Rokuro ausging und seine Nervosität ging unweigerlich auch auf sie über. Sie drückte sich an den Werwolf und versteckte sich sogar etwas hinter ihm, auch, wenn sie nicht verstand, warum er plötzlich so ernsthaft geworden war. Trotzdem erleichterte es sie, als Krul meinte, dass er ihr ja noch nichts getan hätte. „Und das wird auch so bleiben, oder Papa?“ Mit großen Augen blickte sie zu Rokuro hoch und der nickte mit einem beruhigenden Lächeln und wuschelte ihr durch die Haare. „Natürlich Miwako, ich würde niemanden einfach so angreifen. Nur böse Leute, wenn sie dich oder jemand anderes verletzen wollen.“ Er schluckte. Wenn Rokuro an so was dachte, dann fühlte er sich verloren. Er wusste, nur ein Fehler, und er würde bei Vollmond nicht zögern, seine Familie zu töten. Keine Sekunde…
Gespielt von :
Tyka

Beruf :
Kinderbetreuerin

avatar
3rd Progenitor

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Di 2 Aug 2016 - 14:34
 
Auf Rokuro's Antwort lächelte Krul freundlich und sah ihn an, sah vielleicht etwas unheimlich aus wen man bedachte was sie war, aber es war wirklich einfach nur ein Freundliches lächeln.
Klar wollte er nicht das Miwako oder einem anderen Wesen das ihm viel bedeutete etwas passierte, sie wollte auch nicht das ihren 'Kindern' etwas zustiess, selbst um Zen und Ephendriel machte sie sich sorgen, und die beiden konnten am besten auf sich aufpassen.
“Verständlich, ich würde auch kein Risiko eingehen, besonders nicht wenn es um Belisa und Belisha geht.“ Sie sprach bewusst nur von den beiden die sie selbst als ihre eigentlichen 'Töchter' ansah, Belisa nannte Krul manchmal auch Mutter, Krul wollte zwar nicht das die beiden sie als ihre Mutter ansahen wenn sie nicht mal wirklich diejenige war welche die beiden Verwandelt hatte, trotzdem sorgte sie sich sehr um die beiden und hoffte das es ihnen gut ging.
Krul ignorierte dabei vollkommen das Rokuro's Stimme tiefer geworden war und auch sein Blick sehr ernsthaft wurde, sie wollte ihn nicht noch mehr Provozieren, was vielleicht als Vampirin sehr schwer war.
Nein, Krul war zu klar wieso Rokuro das Angebot ablehnte. Krul konnte für ihre Sicherheit nicht garantieren, auch wenn sie sich sicher war das ihre 'Urlaubsvertretung', also ihre 5 anderen erwachsenen Vampir-Kinder, Tierra, Syerra, Sayuri, Lilia und Zen, den anderen Vampiren in Sanguinem schon die Hölle heiss machten wenn sie aus der Reihe tanzten, und falls nötig konnten sie sich bei Krul und Ephendriel melden.
Als Miwako sich dann an ihn drückte und sich sogar hinter Rokuro versteckte lächelte sie zwar aber war auch etwas traurig, sie wollte ja nicht das Miwako jetzt angst vor ihr hatte, eigentlich wollte sie doch nur nett sein und anbieten mit Miwako nach Sanguinem zu gehen wenn alle Partien einverstanden waren.
“Oder ich könnte Fotos machen wenn ich das nächste mal dort bin, oder Ephendriel fragen ob er ein paar macht wenn er mal wieder dort ist. Ist zwar nicht dasselbe wie Live, aber man würde wohl wenigstens sehen wie es dort so aussieht, und das ganz ohne irgendwelche gefahren. Krul fand die Idee mit den Fotos sehr gut, die Bewohner von Sanguinem wurden nicht mit einem Werwolf konfrontiert oder einem kleinen Mädchen das nach Werwolf roch und Rokuro konnte sich sicher sein das niemand Miwako weh tat. Krul achtete pingelig genau darauf nicht in Blutrausch zu verfallen also ging von ihr wenig Gefahr aus, es sei denn Rokuro griff an wobei Krul sich wohl Miwako's wegen nur verteidigen würde und versuchen würde Rokuro ohne grössere Verletzungen in die Knie zu zwingen. Ein paar gebrochene Knochen würden es werden und wahrscheinlich Kopfschmerzen wenn Krul ihn versuchte bewusstlos zu schlagen.


† Krul Tepes †
Handeln''Sprechen'' ''denken''

~†~
Steckbrief~†~Beziehungen~†~
Other Chars:
 

Benutzerprofil anzeigen
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Do 4 Aug 2016 - 0:00
 
Wenigstens kam es, was das Reisen anging, nicht zur Diskussion. Weder hatte Rokuro Lust, sich zu erklären, noch war er dazu verpflichtet. Er wollte nicht, dass seine Tochter Tagte, vielleicht Wochen von ihm getrennt war. Und dann auch noch unterwegs mit einer Vampirin, die ihm alles mögliche vorgaukeln konnte, wenn sie wollte. Auch, wenn es so klang, als konnte sie seine Position ganz gut nachvollziehen. So, wie sie es sagte, klang es, als wäre sie verantwortlich für die beiden Mädchen, von denen sie sprach. Ob sie sie gebissen hatte? Immerhin konnten Vampire auf die Art andere wandeln und Rokuro konnte sich vorstellen, dass einige von ihnen sich schon um ihre ‚Opfer‘ kümmerten. Zumindest wäre das noch einigermaßen Anständig. „Sind die beiden ihre Töchter? Der Werwolf entspannte sich wieder etwas, er wollte zwar seine Tochter beschützen, aber das hieß nicht, dass er hier einen Streit anfangen musste. Krul war schließlich auch nicht unhöflich oder aufdringlich geworden, sie hatte nur einen Vorschlag gemacht.
Und auch Miwako wurde jetzt wieder etwas mutiger. Das Mädchen war beeindruckend gut darin, die Stimmung ihres Vaters und seine Gefühle gegenüber anderen zu deuten. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass Rokuro sich nicht schämte und es nicht als unmännlich empfand, Zeit mit seiner kleinen Tochter zu verbringen. Und wenn sie Teeparty spielen wollte, Wasser in eine Plastiktasse goss und ihm hinhielt, dann tat er eben so, als wäre das der beste Tee, den er je getrunken hatte. Und die Zeit, die die beiden miteinander verbrachten, verband sie auch auf eine besondere Art und Weise.
Deswegen streckte Miwako auch erst jetzt, wo Rokuro wieder ruhiger geworden war, den Kopf hinter seinem Bein hervor. Sagen tat sie noch nichts, sie spürte immer noch eine gewisse Anspannung bei ihrem Vater und das war vielleicht auch ganz gut so. Manchmal war sie in Rokuros Augen zu vetrauensvoll und er wollte nicht, dass ihr deswegen mal was passierte. Sie war noch ein Kind und er wollte nicht, dass sie ihre Unschuld an irgendein Schwein verlor, das es für sein Recht hielt, sich an kleinen Kindern zu vergehen. Nicht, dass er dachte, dass Krul so eine Person wäre, aber es gab sie und man erkannte sie eben nicht auf den ersten Blick.
Aber der Vorschlag, den sie jetzt machte, klang schon eher realistisch. Ein paar Fotos von einer Stadt konnten nicht schaden und so konnte Miwako auch ihre Neugier stillen. Klar war das nicht das selbe, wie selbst dort zu sein, aber es war viel eher machbar. Das Mädchen sah bittend zu ihrem Vater hoch, um ihn um Erlaubnis zu fragen und der Werwolf nickte sie lächelnd an, woraufhin sie ebenfalls heftig nickte. „Das wäre toll. Ich will wirklich sehen, wie es da aussieht, so wie du davon redest, klingt das ganz schön!“ Da war die Begeisterung wieder, die Rokuro so an seiner Tochter liebte. Es war gut, dass sie eine solche Begeisterung und Offenheit gegenüber anderen besaß. Es machte ihm nur eben Angst, wenn genau das sie dazu verleitete, zu vertrauensvoll zu sein.
Gespielt von :
Tyka

Beruf :
Kinderbetreuerin

avatar
3rd Progenitor

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Do 4 Aug 2016 - 1:22
 
Krul wusste nicht was Rokuro wohl nun von ihr dachte, sie lächelte einfach weiter, es gab für sie keinen Grund dies nicht zu tun, sie war sich nicht bewusst das es gerade so klang als ob sie zwei kleine Mädchen gebissen habe.
Als Rokuro dann nachfragte kratzte sich Krul am Kopf. “So in etwa, die eine nennt mich Mutter..... Aber sie sind nicht meine eigenen“ Krul umging es gekonnt irgendwie zu sehr anzudeuten das sie mit 'nicht meine eigenen' meinte das sie die beiden nicht verwandelt habe und hoffte Rokuro verstand was sie meinte, sie wollte hier vor Miwako nicht unbedingt davon reden das es Vampire gab die kleine 10-jährige Mädchen verwandelten und sie dann links liegen liessen.
Krul verstand vollkommen wie Rokuro sich fühlen musste, noch immer wollte sie den Vampir finden der Belisa und Belisha das angetan hatte und diesen dafür zur Rechenschaft ziehen, doch war es nicht sonderlich einfach herauszufinden wer es gewesen war und wo dieser Vampir sich aufhielt.
Als die beiden den zweiten Vorschlag dann annahmen lächelte Krul wieder, vielleicht konnte sie auch die Zwillinge dann wieder sehen und vielleicht, sollte sie es hinbekommen, die beiden mit nach Cadysa bringen und sie Miwako vorstellen falls den Rokuro damit einverstanden war und die beiden versprachen sich zu benehmen, vor allem Belisha konnte sehr frech werden, aber halt nur Frech nicht gefährlich. Schön war Sanguinem vielleicht nicht unbedingt, immerhin lag es unter der Erde, aber beklagt hatte sich noch keiner bei ihr.
“Naja ich finde es schön und die anderen haben sich auch noch nie beklagt, aber es ist Ansichtssache würde ich sagen.“


† Krul Tepes †
Handeln''Sprechen'' ''denken''

~†~
Steckbrief~†~Beziehungen~†~
Other Chars:
 

Benutzerprofil anzeigen
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Do 4 Aug 2016 - 12:10
 
Zumindest schien Krul die Mädchen, von denen sie gesprochen hatte, nicht selbst gewandelt zu haben. Das machte sie in Rokuros Augen etwas sympathischer, denn ein Kind auf die Art zu verändern… das empfand er als eines der größtmöglichen Verbrechen, die es gab. Und er wusste nicht, wie er sich gegenüber jemandem verhalten hätte, der so was als normal ansah. Er hätte sich vermutlich beherrschen müssen, um nichts zu tun, was ihn seine Freiheit und seine Ausbildungsstelle gekostet hätte. „Verstehe. Also haben Sie sie adoptiert?“ Doch, so langsam konnte sich Rokuro gegenüber der Vampirin entspannen. Seine Nase zuckte immer noch von ihrem Geruch, aber für den konnte sie ja nichts. Und sonst schien sie doch eine recht anständige Frau zu sein.
Und dass sie sich um zwei Kinder kümmerte, machte sie in seinen Augen auch noch sympathischer. Nicht jeder hatte genug Herz und Nerven oder die Mittel, um fremde Kinder bei sich aufzunehmen. Und wenn man es tat, war es auch immer fragwürdig, ob die Kinder sich wirklich an einen gewöhnten und als Elternteil akzeptieren. Wenn sie das geschafft hatte, war das schon mal ein gutes Zeichen.
Und auch Miwako wurde jetzt langsam offener und kam wieder vollständig hinter ihrem Vater hervor. Sie lächelte jetzt auch wieder unbeschwert und lehnte sich an den angehenden Polizisten. „Darf ich deine Töchter mal kennen lernen?“ Die sechsjährige legte den Kopf schief und guckte zu Krul hoch. Sie hatte hier in der Stadt noch nicht so viele Freunde gefunden und suchte jemanden, mit dem sie sich manchmal zum Spielen treffen konnte.
Gespielt von :
Tyka

Beruf :
Kinderbetreuerin

avatar
3rd Progenitor

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Fr 5 Aug 2016 - 11:47
 
Jetzt da sie sich darüber klar wurde was sie Belisa und Belisha da 'antat' indem sie einfach ohne die beiden weggegangen war fühlte sich Krul schlecht, sie überlegte ob sie die beiden nach Cadysa holen sollte, immerhin war die Wohnung die sie hier hatte gross genug und die beiden verzehrten nicht viel Nahrung, nur müsste Krul dafür auch jemanden anstellen der auf die beiden aufpasste wenn sie gerade nicht konnte. Aber da würde sich doch jemand finden oder? Ephendriel konnte sie nicht fragen, der war mit den Pflichten als Lady Matoi's Manager beschäftigt. Tierra, Zen und Lilia mussten auf Sanguinem aufpassen. Tion und Reno hatten genug mit ihrem eigenen Balg zu tun wenn es den da war und Vay hatte sich ja auch als Schutz 'verpflichtet'.

Es brachte nichts darüber nachzudenken gerade also fokussierte sich Krul wieder auf den Werwolf und seine Tochter.
“Ja, ich habe die beiden Adoptiert. Ich fand sie in Kyoto und fühlte mich verpflichtet ihnen zu helfen.“ Krul vermied es wieder vor Miwako zu sehr ins Detail zu gehen. Die kleine musste nicht unbedingt wissen wieso es für Vampire in Kyoto noch immer nicht ganz sicher war und das ein wild gewordener Progenitor die beiden kleinen Verwandelt hatte und dann weggelaufen war.
Aber eben, dieser würde nicht lange überleben wenn sie irgendwie herausbekam wer es war.
Und auch das sagte sie nicht, Wenn Miwako nicht dabei gewesen wäre hätte sie Rokuro jetzt gezeigt das für einen Hass sie gegen diesen Vampir hegte, aus Respekt um Miwako nicht zu verunsichern blieb es aber dabei das ihr lächeln einem etwas bösen Ausdruck wich, wenn auch nur ganz kurz.
“Ausserdem war ich nicht alleine, ich hatte viel Hilfe dabei.“ Krul lächelte, sogar Zen und Vay die mit Kindern so gar nicht zurecht kamen hatten tatkräftig geholfen es den beiden in Sanguinem wohnlich zu machen und die beiden zu beruhigen als beide noch etwas ängstlich waren.
Auf Miwako's frage lächelte Krul wieder sehr liebevoll. “Wenn deine Eltern das erlauben, Belisa ist sehr umgänglich aber halt etwas schüchtern fremden gegenüber, aber vor Belisha solltest du dich in acht nehmen. Das ist eine freche kleine.“ Falls Rokuro es ansprechen wollte vor Miwako würde sie ihm lang und breit erklären das beide keinen Durst auf Menschenblut verspürten. Im Gegenteil, Krul hatte den beiden ziemlich klar gemacht das sie sich wenn sie Blut brauchten bei ihr oder einem anderen Vampir bedienen sollten, weshalb ein Kindermädchen für die beiden hier in Cadysa wohl auch ein Vampir sein musste. Immerhin wollte Krul nicht das sie den Durst auf Menschenblut entwickelten, sonst musste sie die beiden mitnehmen zum Jagen und dann befürchtete sie das Belisha tötete und Belisa getötet wurde.
Alleine der Gedanke die beiden zu verlieren war für Krul schlimm, sie wollte keinen aus Sanguinem verlieren aber am wenigsten die welche ihr nahe standen.


† Krul Tepes †
Handeln''Sprechen'' ''denken''

~†~
Steckbrief~†~Beziehungen~†~
Other Chars:
 

Benutzerprofil anzeigen
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   So 7 Aug 2016 - 17:52
 
Dass Krul zwei Mädchen großzog, gab ihr doch noch eine sehr respektable Seite. Klar, Rokuro und Ayaka machten auch keinen schlechten Job dabei, Miwako zu erziehen, aber sie waren die ganze Zeit zu zweit und hatten bisher nur ein Kind, auf das sie aufpassen mussten. Bei dem Thema schweiften Rokuros Gedanken auch wieder unwillkürlich zu seinem Sohn ab, der in einigen Monaten auf die Welt kommen würde… Er würde als Werwolf wohl schwieriger als seine große Schwester werden und daran wollte der junge Mann schon gar nicht denken.
Wenn es so weit war, würden sie wahrscheinlich auch viel Hilfe gebrauchen. Das hieß nicht, dass es einfach werden würde, im Gegenteil, die Hilfe brauchten sie immerhin nur, weil es schwieriger werden würde. Und so fand er auch, dass Krul das etwas zu bescheiden sah. Auch, wenn sie Hilfe gehabt hatte, so, wie sie von den Mädchen sprach, liebte sie sie sehr und das war es, was eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kindern ausmachte, fand der Werwolf. „Sie brauchen Ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, auch, wenn Sie Hilfe hatten, ist es dennoch denke ich am wichtigsten für sie, dass sie eine gute und starke Mutter haben. Und damit ist schon die Hälfte richtig gemacht.“ Mit einem sanften Lächeln legte Rokuro einen Arm um seine Tochter, die jetzt wieder neben ihm stand. Er liebte Miwako, aber wenn er arbeiten musste und Ayaka zur Uni, war es nie einfach. Miwako wollte eigentlich eher bei ihren Eltern bleiben, als in den Kindergarten zu gehen. Das gab dann schon manchmal Theater, wenn sie konsequent sein mussten, weil Arbeit und Studium eben für sie Zukunftsentscheidend waren.
Ein paar Freunde zu finden, würde es für Miwako wahrscheinlich leichter machen, weil sie sich dann auf die freuen konnte, wenn ihre Eltern los mussten. Aber im Kindergarten war sie eben irgendwo die Außenseiterin, ihr Englisch war zwar annehmbar, aber sie hatte einen starken japanaischen Akzent und hatte ihren Eltern auch schon erzählt, dass ein paar Kinder sich deswegen über sie lustig gemacht hatten… Da war es vielleicht gar nicht schlecht, wenn sie jemanden aus Japan hatte, auch, wenn zumindest eine von ihnen laut Krul ziemlich frech war. Da konnte sich Rokuros Kleine schon wehren. „Ich wüsste nicht, wo da ein Problem wäre, außer vielleicht, wenn sich Belisha und Miwako verbünden.“ Der Werwolf wuschelte seinem Mädchen durch die Haare. Auch, wenn sie sich in der Öffentlichkeit benahm – Gott sei Dank – und auch nichts Größeres anstellte, konnte sie manchmal doch ganz schön frech werden. Und das wusste sie ganz genau und piekste ihrem Vater kichernd in die Seite. „Das wird nicht passieren, Papa. Aber ich fänds toll, die beiden zu treffen, wir würden uns bestimmt toll verstehen!“ Ein Grinsen schlich sich auf Rokuros Gesicht und er hoffte für Krul, dass sie es dann nicht war, die auf die drei aufpasste. Das konnte sie sonst einige Nerven kosten und als alleinerziehende Mutter von zwei Vampirmädchen hatte sie davon wahrscheinlich nicht besonders viele. Auch fragte sich Rokuro ein bisschen, was sie arbeitete, immerhin musste sie ja auch irgendwie Geld verdienen.
Gespielt von :
Tyka

Beruf :
Kinderbetreuerin

avatar
3rd Progenitor

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Di 9 Aug 2016 - 19:20
 
Krul bemerkte eigentlich nie das es schwer gewesen wäre die Zwillinge zu erziehen, selbst als Belisha noch recht störrisch und frech war und keinen Respektierte. Vielleicht weil sie es genoss? Immerhin konnte sie als Vampirin keine leiblichen Kinder haben also freute es sie wenigstens die beiden zu haben. Klar hätte sie selbst niemals Kinder verwandelt oder es einem Kind gewünscht verwandelt zu werden, ausser es wäre nötig gewesen.
Doch musste man sich auch Fragen wieso zwei zehnjährige Mädchen ganz allein in einem Wald herumirrten, immerhin war Sanguinem zwar unter Kyoto aber der Eingang war ausserhalb der Stadt.
Und Krul hatte die Zwillinge im Wald nahe dem Eingang gefunden, was die beiden da zu suchen hatten oder wer es war, Naja Krul würde es herausfinden aber bis dahin.
Krul wollte sich schon gar nicht vorstellen wie schwer es geworden wäre wenn die beiden von einem Normalen Vampir verwandelt worden wären und das Blut von Progenitoren ihren Durst nicht löschen würde, die beiden immer mit auf die Jagd nehmen wäre wahrscheinlich schwer geworden vor allem weil Belisa zu schüchtern war um überhaupt jemanden zu beissen und Belisha wäre wegen der Dosierung schwer geworden.
“Sie haben ja recht. Manchmal, vor allem wenn ich mit anderen Eltern spreche, erscheint es mir nur so als hätte ich es zu einfach gehabt weil ich Hilfe hatte.“ Krul sagte nichts doch war es Stark von ihr das sie die beiden von Menschenblut fern hielt oder war es ein Zeichen von Schwäche? Tat sie es aus Liebe und Sorge um die Zwillinge oder um keine Probleme zu haben?
Theoretisch wegen beidem wenn sie sich das nun fragte. Sie wollte weder das den beiden etwas passierte noch wollte sie zu viel Aufmerksamkeit auf Sanguinem lenken. Sie hatten die letzten Menschen die angriffen schon kaum abwehren können da hatte Krul keine Lust das es wieder dazu kam und dies wiederum wegen den Zwillingen und den anderen jüngeren Vampiren oder eben solchen die Vampire waren aber nicht sonderlich gut zeigen konnten.

Krul hatte auch niemals überlegt das sie die Zwillinge in Cadysa in den Kindergarten oder so schicken konnte, für sie war es immer ein Risiko gewesen die beiden zu lange alleine im Umfeld von Menschen oder anderen Nicht-Progenitoren zu lassen, vielleicht würde sie die beiden aber, nachdem sie ihnen klar gemacht hatte was sie durften und was nicht, in den Kindergarten schicken, ein bisschen Bildung tat den zwei gut, nur das es nach dem Kindergarten wohl schwer werden würde, die beiden wuchsen ja nicht mehr, sie blieben in dem Körper nur innerlich wurden sie erwachsener... vielleicht.

Aber noch waren nicht sicher ob sie die beiden überhaupt nach Cadysa holen konnte, sie musste zuerst jemanden haben der auf die beiden aufpasste oder dann musste sie die beiden mitnehmen. Gut noch hatte Krul keine Arbeit, sie hatte sich noch nirgends beworben und hatte auch keine Ahnung zu was sie es bringen würde.
Kleinkinderbetreuerin? Sie hatte die letzten Jahre ja Übung darin gesammelt, sonst eignete sie sich vielleicht auch als Professionelle Amputationsexpertin wobei das wohl eher kein Job Bereich war den Menschen so nennen würden und es auf ihre Art auch um einiges mehr Wehtat.

Krul lächelte auf Rokuro's Worte.
“Weil die beiden Vampire sind.“ Ja vielleicht nicht so das beste Argument, aber Rokuro war es ja nicht so wohl wenn Miwako ohne seine Aufsicht unter Vampiren war, und Krul's Bekanntenkreis beinhaltete nun mal nur Vampire und die beiden kleinen waren auch welche.
Miwako's Worte hingegen liessen Krul kichern. “Belisha kann sehr überzeugend sein. Besonders wenn sie etwas will.“ Krul konnte aber ebenso konsequent sein so das Belisha lernte das es nicht immer nach ihren Kopf ging.
Wenn Krul sich vorstellte das sie vielleicht die drei hüten würde schlich sich ein etwas ängstlicher Ausdruck auf ihr Gesicht. Miwako schien, nachdem was Rokuro gerade sagte, zwar in der Öffentlichkeit sehr anständig aber in dem Fall Privat eher nicht so, das gepaart mit Belisha war....
Krul hoffte inständig nicht als Kindergarten Lehrerin oder so etwas anzufangen besonders nicht wenn die Zwillinge in den Kindergarten gingen.

TBC: Der See


† Krul Tepes †
Handeln''Sprechen'' ''denken''

~†~
Steckbrief~†~Beziehungen~†~
Other Chars:
 

Benutzerprofil anzeigen
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Mi 5 Jul 2017 - 13:27
 
13. Mai 23:50 Uhr
Radu

Nach diesem seltsamen Anruf hatte sich Rei recht beeilt hierher zu kommen. Sie war noch nicht so oft hier gewesen, weshalb sie einfach dem Hauptweg folgte und sich suchend umblickte. Sie war leicht außer Atem, ihre Schritte waren schnell, ihre Augen etwas geweitet vor Angst. Wo war der Kerl nur? 
Sie hielt Ausschau nach Eschen, aber wie sahen Eschen überhaupt aus? Ok, dann eben Bäume unter denen jemand sitzt einfach.
Sie lief fast drei Minuten lang schon den Weg entlang, folgte einer natürlichen Biegung und kam an der großen Erholungswiese vorbei. Viele Bäume am Rand, na super, jetzt musste sie langsamer gehen und es war auch noch so verdammt dunkel unter den Bäumen.
Fast wäre sie schnurstraks an ihm vorbei gelaufen, doch dann stupste Draco sie von hinten an.
"Da ist er."
Rei wandte den Kopf schnell um und unter einem der Bäume im Schatten erkannte sie ganz vage eine Gestalt. Sie hätte ihn wahrscheinlich übersehen, aber zum Glück schien Radu Draco doch nicht ganz egal zu sein.
Rei überquerte das Stück Wiese bis zu Radu, wo sie stehen blieb.
"Radu? Hey... ich bin's.", sagte sie in ruhigem Ton und ging vor ihm in die Hocke.
Im Schatten war nicht jede Einzelheit zu erkennen, doch das wenige an Licht von den Laternen am Weg reichte aus, um seine Piercings und feuchten Augen glitzern zu lassen.
"Was ist los?", fragte Rei vorsichtig und legte eine Hand auf Radus Oberarm.
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Mi 5 Jul 2017 - 16:16
 
13. Mai, 23:50 Uhr
Radu & Rei


Es war einfach nicht möglich... es wäre dasselbe, als hätte man Radu gesagt, dass seine Herrin Valkyra ertrunken wäre. Sein Bruder Basarab war immer eine unbesiegbare, unschlagbare Ikone für den Rumänen gewesen. Jemand, der sich gleichzeitig mit zehn muskelbepackten Soldaten anlegen konnte, der vor jedem Gericht der Welt einen Rechtsstreit gewinnen konnte und der es damals nach dem Tod der Eltern geschafft hatte, seinen kleinen Bruder trotz der geistigen Missstände aufzuziehen. Immer war Basarab da gewesen um ihn zu beschützen. Mal vor anderen, mal vor sich selbst... Und dann, als er gerade auf dem Weg zu Draco war, bei dem er seit ein paar Wochen alle paar Tage für einige Stunden Techtelmechtel vorstellig war, kam der Anruf.
Immer wieder ging er es in seinem verqueren Kopf durch, sonderte die Stimme seines Schöpfers zwischen den anderen hundert Stimmen in seinem Kopf aus. Lies das Gespräch immer und immer wieder Revue passieren. Er wollte es nicht, aber es ließ ihn nicht in Ruhe, egal wie sehr er die Hände an die Schläfen presste. Wie er genervt das Gespräch angenommen hatte, warum auch immer, während er durch den Park zu Draco gelaufen war.

„Was is' denn, man?? Ich hab zu tun Alter! Da wartet 'n verdammt scharfes Geschoss auf mich und...“, hörte er sich selbst sagen, bevor er von der ungewohnt harten und beunruhigten Stimme seines ehemaligen Sires unterbrochen worden war.
„Radu, hör mir zu! Es ist wichtig, es geht um Basarab!“ Und da stockte ihm schon der Atem. Sein großer Bruder lebte noch immer bei ihrem Schöpfer, hauptsächlich weil der einen Advokaten brauchte, aber auch weil es beiden eine gewisse Sicherheit im Unleben gab. Wenn sogar Litovoj sich Sorgen machte, war es ernst.
„W-Was meinst du? Was ist passiert?!!“ Als er es ausgesprochen hatte, war es ihm schon kalt geworden...
„Es steht schlecht um ihn... Wir wissen nicht, ob er die nächsten Stunden überleben wird... Er ist in Behandlung, bei dem besten Arzt, den ich auftreiben konnte, aber...“


Und dann hatte er sich nur noch zitternd und schluchzend zu den Füßen einer großen Esche fallen lassen, die Arme um die Knie geschlungen. Basarab... sein Baba, der ihm immer schrieb, dass sie sich bald wiedersehen würden, dass er ihn sicher mal in Wales besuchen kommen würde, der ihm immer beigestanden hatte... Radu hatte immer wahnwitzigerweise angenommen, dass sie nichts würde trennen können. Als er der Familie Cryptcrawler geschenkt worden war, hatten die Brüder ausgemacht, sich einmal pro Woche zu sehen, was sie auch immer eingehalten hatten. Als er seiner Herrin nach Cadysa gefolgt war, hatten sie versprochen, sich auf Whatsapp zu schreiben und regelmäßig zum zocken Online mit der Playstation zu verabreden. Basarab war immer da gewesen... und jetzt sah es so aus, als würde er ihn für immer verlieren.
Dracos Anruf hatte er schon wieder verdrängt, dass die Stimme gesagt hatte, sie würde vorbei kommen... er hatte so viele Stimmen, die ihm alle möglichen Horrorszenarien einflüsterten. Die ihm Bilder zeigten, die er nicht sehen wollte. Dann war da die Hand an seinem Arm, eine Stimme, die nicht aus seinem Kopf kam. Dennoch brauchte der Vampir eine Weile, um zu sehen, wer da vor ihm stand und noch länger um es wirklich zu verarbeiten. In dieser Zeit starrte er die kleine Person vor ihm nur an. „R-Rei?“ Das war nicht Draco. Draco hatte ihn niemals so angesehen und schon gar nicht machte Draco sich Sorgen um ihn. Und begriffen hatte selbst der nicht wirklich mit Intelligenz gesegnete Radu in den letzten Wochen, dass es sich bei den beiden um verschiedene Personen, sogar Wesenheiten handelte, die sich den Körper teilten. Als sie ihn fragte, was los war, schluchzte er wieder auf und verbarg das Gesicht in seinen verschränkten Armen. Seine Piercings drückten gegen seine gebräunte Haut, das unter seinem Auge stach gerade bemerkenswert. „Er wird sterben, er wird sterben und ich kann nichts dagegen tun. Ich kann nicht mal bei ihm sein, ich kann gar nichts... Ich bin so nutzlos...“ Reis Gegenwart beruhigte ihn seltsamerweise, aber die rasenden Gedanken in seinem Kopf brachte sie auch nicht zum Schweigen.
Gast
avatar
Gast

BeitragThema - Re: Erholungswiese   Mi 5 Jul 2017 - 16:59
 
Rei kannte Radu als schießwütigen, s**besessenen Todesgott, aber jetzt saß da vor ihr zusammengekauert nur noch ein ganz normaler Kerl, der panische Angst davor hatte diese eine Person zu verlieren. Rei fühlte sich etwas überfordert. Zum einen hatte sie nicht diesen Zugang zu Radu, wie Draco ihn hatte. Die beiden schienen stets auf einer Wellenlänge zu liegen, weswegen Rei das Thema irgendwann abgehakt hatte und Dracos Entscheidung respektierte. Andererseits war sie überfordert, weil sie noch nie jemanden trösten musste, der vor Angst einen geliebten Menschen zu verlieren drohte verrückte zu werden. 
Wie sollte sie überhaupt mit Radu reden? Sie waren ja wie Fremde, beinahe schon Feinde, aber...
Irgendwo war Rei ein Mensch mit Gefühlen und so tat er ihr Leid. Hinzu kam eine für sie unangemessene Erleichterung, dass dieser Vampir offenbar doch ein Herz zu besitzen schien. Sie kniff sich innerlich selbst für diesen unanständigen Gedanken, Vorteile aus anderer schlimmer Lage zu ziehen.
Radu schluchzte herzzerreißend und vergrub sein Gesicht in seinen Armen. Rei senkte ihren Blick und ihr Gesichtsausdruck zeigte eine Mischung aus Mitleid, Trauer und sogar etwas Wut. Für ein paar Sekunden blieb sie so vor ihm hocken und wusste nicht recht, was sie nun tun sollte. Sie war doch immer diejenige gewesen, die geweint hatte und sich versteckt hatte, damit sie keiner weinen sehen konnte. Niemand hatte sie getröstet, es war immer sie selbst gewesen. Und ihr hatte sich nie jemand anvertraut, sich bei ihr ausgeheult, seine Probleme erzählt.
Aber so konnte sie doch nicht bleiben und Radu auch nicht.
"Was mache ich jetzt nur?", fragte sie sich und halb zu Draco.
"Sag ihm er soll nicht so ein Weichei sein."
"Danke für den Rat, aber nein danke.", zischte Rei.
"Mann scheiße, den wollte ich heute f****? Was für ein Häufchen Elend.", meckerte Draco von oben herab und schnaubte herablassend.
"Du hast echt null Mitleid, sehe ich das richtig?"
"Alter, jeder stirbt irgendwann, deswegen heult man doch nicht gleich rum. Er sollte eher froh sein, dass es dann vorbei ist."
"Sehr gut, sehr brillant gelöst, Draco. Applaus dafür.", lobte Rei den Dämon sarkastisch und wurde wütend, "Über zwei Monate, zwei Monate und nichts, gar nichts. Du kriegst es noch nicht einmal auf die Reihe Mitleid mit einem Menschen zu haben, der dir Nahe steht."
"Nahe steht? Rei, wir f****, das ist kein Bund fürs Leben, du Nulpe!"
"Achso, daher weht also der Wind. Du bist sogar so verbohrt, dass du dir lieber weiterhin Lügen erzählst, nur um nicht zugeben zu müssen, dass sich doch was geändert hat."
"Es hat sich NICHTS geändert, deine Lektionen sind einfach Mist."
"In Ordnung. Dann hab ich es eben nicht drauf. Aber dann sei verdammt nochmal so viel Mann und gib zu, dass ER dich erreicht hat!"
"Pfff...", kam nur von Draco und ein Auflachen folgte, bei dem Rei aber ganz deutlich hören konnte, dass es nicht einmal halb ernst gemeint war.
Draco hatte wirklich genau so wenig verstanden, wie Rei vermutet hatte seit ihrem ersten Techtelmechtel im Anterroom. Rei konnte schreien. Ja, vielleicht hatte sie es nicht drauf, das musste sie eventuell zugeben, aber dann so distanziert bleiben, während es jemand anders plötzlich schafft, das war mal wieder Dracos verdammter Stolz. Der würde ihn eines Tages noch einmal um den Verstand bringen. Oder, wenn er so weiter machte, um die Chance wieder ein Mensch zu werden.
Der Zauber der Überschreibung würde bei Draco nicht funktionieren, solange er sich weigerte irgendetwas anderes als Wut und Hass zu empfinden. Aber Reis Zeit lief langsam aber sicher ab. Ende des Sommers, bis dahin hatte er Zeit etwas zu ändern, aber jetzt stellte er sich gegen alles und spielte den bockigen Esel.
Na gut, dann würde sie Draco eben weiterhin Lektionen erteilen. Heute im Programm: Empathie - Trost und Verständnis
Rei atmete einmal tief ein und aus, beugte sich dann nach vorne, schlang ihre Arme um Radus Oberkörper und legte ihren Kopf an seinen.
"Du bist nicht nutzlos. Und du kannst auch nicht gar nichts. Du bist eben kein Arzt, kein Engel oder Wunderheiler. Und wenn derjenige dich gut kennt, dann weiß er auch, dass du zwar gerne helfen würdest, aber eben nicht kannst."
Rei wunderte sich selbst über ihre Worte. Woher kam das denn? Sie klang ja fast wie... oh Gott eine... Mutter? Rei lief es eiskalt den Rücken hinunter, doch sie schluckte ihre Angst hinunter, versuchte die bösen Gedanken zu vertreiben.
"Hey...", versuchte Rei ihn dazu zu bringen sie mit einzubinden und sich helfen zu lassen.
Aber... was konnte sie noch sagen, das vielleicht helfen könnte?
"Alles wird gut.", murmelte sie Radu zu.
Ihr Gesicht war angestrengt, ihr Blick besorgt. Was konnte sie schon ausrichten?
 
Erholungswiese
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 4Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Moon Academy :: Cadysa :: Der Park-
Gehe zu: