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 Dunkler Weg

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Gespielt von :
Cali

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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Mo 21 Dez 2015 - 20:04
 



Asher & Samia
22. April | Dunkler Weg | 22:30 Uhr, regnerisch

Die Dunkelheit des Waldes umfing den Dämon so wunderbar einladend, als er den Waldrand betrat. Weit weg von der Zivilisation der Stadt fühlte er sich einfach nur frei, seinen niederen Gelüsten freien Lauf zu lassen. Diese Niedertracht hatte er bereits gespürt als er das kleine, süße Katzenmädchen hier begraben hatte. Es konnte nicht weit sein, ganz in der Nähe lag sie unter der Erde und gammelte vor sich hin.
Der Rotschopf machte sich nicht einmal mehr die Mühe sich die Kapuze über den Kopf zu ziehen als er entspannten Schrittes den Waldpfad entlang schlenderte und die kühle Nachtluft in sich aufnahm. Allerdings dauerte es nicht lange bis er in besagter Nachtluft noch etwas anderes als die würzigen Gerüche des Waldes roch. Er blieb stehen und hielt einen Augenblick in der Bewegung inne, bevor er es wagte einen tieferen Atemzug zu nehmen.
Hmmmm, Tierwesen, dachte er und sein Lächeln ließ seine scharfen Reißzähne in der schwarzen Nacht aufblitzen. Da war eine gewisse Füchsin ganz in der Nähe, ebenso nah wie Cleopardias Grab wie er vermutete. Die Silberfüchsin hatte sich die falsche Nacht für einen Grabesbesuch ausgesucht, zu ihrem Leidwesen schätzte er ihre Überlebenschancen nicht sonderlich hoch ein. Zumindest nicht, solange sie so verdammt gut roch.
Asher kam unter einer alten Eiche zum Stehen. Das Rascheln der Blätter in der sanften Windböe waren die einzigen Geräusche, die die bedrückende Stille durchbrachen. Im Schatten des Baumes stand der Rotschopf da, seine Augen nicht mehr als schmale Schlitze, durch die er das silberblonde Wesen beobachtete, welches an dem Grab kniete, das er für das Katzenmädchen ausgehoben hatte. Er atmete flach, um sich den benebelnden Geruch der Füchsin nicht zu Kopf steigen zu lassen. Nicht sofort. Er hatte Zeit.
Offenbar sah sie das aber anders. Der Schrei, den sie in den Himmel schickte als ihr bewusst wurde, wessen Knochen sie gerade gefunden hatte, zauberte dem Dämon ein Lächeln auf den Mund. Er fuhr sich mit der Zunge flüchtig über die trockenen Lippen, die Aussicht auf das Tierblutfestmahl konnte er nicht einfach ignorieren. Er hatte bereits jetzt schon Spaß an diesem 'Auftrag'. Zumal sein Opfer auch noch stark emotional vorbelastet war, bessere Voraussetzungen für einen seelisch schmerzhaften Tod gab es praktisch gar nicht. Oh, was konnte man nicht alles schönes mit einem verletzten, traumatisierten Verstand anrichten...
"Hallo", machte er sich nach der langen Zeit endlich bemerkbar und sorgte imselben Zug dafür, dass seine dämonische Aura mit einem Mal im ganzen Waldabschnitt spürbar war, einen fast erschlug. Er hob den feuerroten Kopf aus dem Schatten des Baumes heraus, um sie mit einem verschmitzten Blinzeln zu begrüßen. "Ist es nicht etwas spät für einen Waldsparziergang?"



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Samia Johnson
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Mo 21 Dez 2015 - 20:34
 
Es schmerzte die Silberfüchsin mehr, als das sie es zugeben wollte. Nie hatte sie gewollt, dass ihre geliebte Prinzessin zum Opfer ihrer Feinde wurde und doch hatte sie nichts dagegen unternehmen können. Indem sie sich ihr genähert hatte, hatte sie die braunhaarige zur Zielscheibe ihrer Feinde gemacht. Und nun, da Sam vor dem Grab ihrer einstigen Freundin stand, kam die ganze Wut wieder in ihr hoch. Ihr Vater hatte sie davor gewarnt, dass sie keine Beziehung zu jemandem eingehen sollte, der sich selber nicht wehren konnte.. und doch hatte sie nicht hören wollen.
Das Chaos ihrer Gefühl und die Versunkenheit in ihre Gedanken machten sie unvorsichtig. Genau das merkte sie, als sie plötzlich hinter sich eine Stimme vernahm. Augenblicklich legten sich die Ohren der Füchsin leicht nach hinten und ihre Ohrmuscheln drehten sich stark zu Seite. Die Aura, die sich urplötzlich und wie aus dem Nichts über den ganzen Wald auszubreiten schien, machte ihr Angst. Doch sie wusste auch, dass sie einen klaren Verstand brauchte, um aus dieser Situation zu entkommen. Die Stellung ihrer Ohren verriet, dass sie sich in einer Art Abwehrhaltung befand, während sie langsam die Hand von ihren Augen sinken ließ. Noch immer wagte sie es sich nicht, sich umzudrehen.
Die Stimme, die dich hinter ihr erklang, verstärkte ihr ungutes Gefühl nur noch stärker. Sie spürte, dass dieser Mann nicht nur auf ein Gespräch aus war. Alleine seine Aura trug eine derart mörderische Signatur, dass die Füchsin am liebsten sofort weggerannt wäre. Im Stillen sagte sie sich, dass sie einen klaren Kopf bewahren musste. Ohne diesen, würde sie diesem Mann nicht entkommen können.
„Es ist nie zu spät für einen Waldspaziergang, nur scheinbar...,“ sprach sie mit gedämpfter Stimme, während ihre goldenen Augen ihre Umgebung erkundeten, „habe ich mir die falsche Nacht dafür ausgesucht.“ Sie brauchte Zeit, aber genau die hatte sie nicht. Wenn ihr nicht schnell etwas einfiel dann würde sie ihrer Geliebten bald Gesellschaft leisten. Ein Gedanke, den sie silberhaarige Füchsin direkt wieder aus ihrem Kopf verbannte. Das konnte sie ihrem Vater nicht antun. Nicht, nachdem sie ihn so lange gesucht hatte.
Auf einen Kampf wollte es die junge Frau nicht ankommen lassen. Sie war erprobt darin, Menschen mit ihren Giften und ihren Metalldrähten umzubringen, aber dies geschah immer aus dem Hinterhalt heraus. Niemals hatte sie den offenen Kampf gesucht. Die Erkenntnis, dass sie gegen diesen Mann kaum eine Chance hätte, traf sie wie der Blitz. Ihr blieb nur eine Möglichkeit: Die Flucht. Sie war schnell, kannte sich hier im Wald aus, aber sie kannte die Fähigkeiten ihres Gegners nicht. Sie musste es riskieren, oder sie würde sofort sterben.
Ihre Ohren pressten sich flach an ihren Kopf, während sich all ihre Muskeln anspannten. Sie befand sich in größter Gefahr und sie wusste, dass nun jeder Fehler tödlich war. Die Pupillen ihrer Augen waren groß, ob nun vor Angst oder Wut, dass wusste sie selber nicht so genau.
Schon im nächsten Augenblick befand sich Sam nicht mehr an Cleopardia's Grab, sondern wieder auf den Ästen, auf denen sie auch schon vorher durch den Wald gesprungen war. Nur das sie sich jetzt wirklich gehetzt fühlte. Sie musste so schnell wie möglich von diesem Mann weg. Von seiner Aura.
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Mo 21 Dez 2015 - 21:11
 


Asher & Samia
22. April | Tief im Wald

Er kam nicht umhin zu bewundern, was für eine wunderschöne Szenerie sich hier vor dem Dämonen auftat. Es war die perfekte Nacht für einen schönen Mord, zudem funkelten die silbernen Haare und Fuchsohren seines neusten Opfers elegant im sanften Mondlicht und zusätzlich kroch ihm der köstliche Geruch nach Tierblut in die Nase. Die Ästhetik dieses Schaubilds sagte dem Rotschopf sehr zu, weshalb er auch beschloss diese Jagd in vollen Zügen zu genießen und auszukosten.
Und zu seinem bestialischen Glück schien die Silberfüchsin ihm auch noch eine richtige Jagd bieten zu wollen. Kaum hatte er sie angesprochen spürte er wie sie von null auf hundert aufmerksam wurde wie ein junges Reh, das nur einen winzig kleinen Ast im Wald rascheln gehört hatte. Und das intelligent genug war, das Geräusch als möglichen Jäger zu interpretieren, dass es erschießen wollte - ungesehen, aus der Ferne. Tödlich, schnell. Er erkannte, dass sie wusste in was für einer Lage sie sich befand. Umso besser. Denn seine Beute einfach so davon kommen zu lassen war nicht Ashers Stil.
"Gut erkannt", brummte er schon fast liebevoll und hob den Kopf etwas an, wodurch seine gelben Augen unter seinem Haarschopf hervor blitzten. Die Füchsin war nicht blöd, sie vermied es ihren Feind anzusehen. Gänzlich, nicht einmal einen Schulterblick bekam er von ihr. Doch damit konnte der Dämon umgehen, es spornte ihn sogar noch weiter an sich bei diesem Beutezug besonders viel Mühe zu geben. Er hatte es hier offenbar mit einer schlauen Gegnerin zu tun. Nein, ein schlaues Opfer. Denn im Nachhinein war auch sie nicht mehr als das.
Sie zögerte keine Sekunde, als sie die Initiative ergriff und im hohen Bogen auf den nächstgelegenen Ast sprang, um auf einer anderen Ebene als dem Boden vor dem Rotschopf zu fliehen. Ihre Haare flogen ihr hinterher wie flüssiges Silber und so schön es auch aussehen mochte, in der Dunkelheit des Waldes strahlte die Haarfarbe wie ein Leuchtfeuer. Asher brauchte sich nicht einmal anstrengen um sie über sich zwischen den Ästen in der Finsternis der Nacht auszumachen. Doch trotzdem wurde sein anfängliches Schmunzeln nun zu einem mörderischen Lächeln. "Wollen wir spielen?", fragte er leise in die Dunkelheit, bevor er sich nun zur Tarnung die Kapuze über den Haarschopf zog und somit seine auffallend rote Haarfarbe gänzlich mit den schatten verschmolz. Und als hätte er mit dieser Geste die Jagd eröffnet, war der Dämon im nächsten Augenblick gänzlich aus dem Schutz des Baumes verschwunden.
Knistern von Blättern. Flüsternde Baumkronen. Aufwühlende Erde, leise Atemzüge. Ein schneidender Luftzug war alles, was dort übrig blieb wo Asher vorbei gekommen war. Wie ein unsichtbarer Schatten folgte er der Füchsin unter den Baumkronen hindurch, ihr dicht auf den Fersen, während sich in seinem Gesicht die Euphorie der Jagd zeigte - wenn man es hätte sehen können. Die Geschwindigkeit des Dämons war mit dem bloßen Auge nicht sichtbar und die Dunkelheit verschlang ihn, als wäre er ein Teil von ihr. Begleitet von einem leisen Lachen brachte er sich zügig auf Augenhöhe mit seiner Beute und mit zwei galanten, gut berechneten Schritten sprang er einen Baum empor, nur um flüchtig im Sprung an der Silberhaarigen vorbei zu fliegen und ihr ins Ohr zu knurren. So schnell wie er sich auf die Bäume gebracht hatte war er auch schon wieder auf den Erdboden und richtete seine Laufgeschwindigkeit nach dem Mädchen auf den Ästen, denn abhängen wollte er sie nicht. Er wollte sehen, was aus ihr heraus zu bekommen war, zu was sie fähig war. Bevor er sie tötete wollte er sie an ihre Grenzen bringen. Er knurrte erneut und machte sie somit auf den Verfolger unter sich aufmerksam. "Hmm, meinst du nicht da geht noch mehr? Ich hörte du bist eine Attentäterin, Sam. Ich bin sicher du kannst mir mehr bieten als das", forderte er sie heraus und man hörte das Grinsen aus seiner Stimme, während er nun aus den flachen Farnen herauskam und auf flacher Strecke weiterlief, wodurch man ihn nun gänzlich nicht mehr ausmachen konnte - nicht einmal mehr an den Geräuschen des Waldes. Nur seine Aura allein sorgte dafür, dass sich jeder zurückgelegte Zentimeter Strecke anfühlte wie ein Schritt näher zum Tod.



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Samia Johnson
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Mo 21 Dez 2015 - 21:40
 
In diesem einem Augenblick, in dem sie seine Stimme noch leise hinter sich hörte, verfluchte sie ihr gutes Gehör, denn es schürte ihre Angst vor ihm. Für ihn war das ganze nur ein kleines Spiel, während es für Sam hier um Leben und Tod ging. Sie konnte nur darauf hoffen, dass sie aus dem Wald fliehen konnte. Das sie diesem Mann irgendwie entkommen konnte.
Erschrocken stelle die Füchsin ihre Ohren auf, als sie das Knurren vernahm, dass sich so nah an ihrem Ohr befand, dass es schon fast unnatürlich wirkte. Die junge Frau war darin ausgebildet worden schnell und leise zu sein, aber dieser Mann bewegte sich auf einem ganz anderen Level als sie. Sie wusste instinktiv das sie keine Chance hatte, aber aufgeben kam auch nicht in Frage. Sie griff nach hinten in ihre Tasche, während sie sich darauf konzentrierte, was vor ihr geschah, ehe sie den Handschuh rausholte, an dem die Spirale mit ihren Metalldrähten befestigt war.
In diesem Kampf hatte sie keine Möglichkeit ihre Fallen vorzubereiten, also musste sie sich etwas einfallen lassen. Ihr Gegner war schneller und wahrscheinlich auch stärker als sie. Zudem besaß er Fähigkeiten, von denen Sam nichts wusste. Das einzige was sie wusste war, dass er seines Geruchs nach ein Dämon sein musste.
Immer wieder huschte ihr wachsamer Blick von rechts nach links, gehetzt versuchte sie ihren Verfolger ausfindig zu machen, horchte auf irgendein Geräusch hinter der Geräuschkulisse des Regens. Der Mond verschwand hinter den Wolken und färbte den Wald und die Nacht schwarz. Die unheimliche Stimmung war fast greifbar, aber die Silberfüchsin wusste, dass sie in diesem Augenblick nur einem Instinkt vertrauen durfte: Ihrem Überlebensinstinkt.
Doch trotz ihrer wachsamen Haltung, schaffte es der Unbekannte so nah an sie heran, dass sie sein Knurren an ihren empfindlichen Ohren vernahm. Ihre goldenen Augen huschten, für einen Moment, auf den Boden unter sich und was sie dort entdeckte behagte ihr nicht: Der Dämon folgte ihr, unsichtbar wie ein Schatten. Hätte er durch das Knurren nicht auf sich aufmerksam gemacht, hätte die Füchsin Probleme damit gehabt, ihn ausfindig zu machen. Allein seine Aura und sein Geruch verrieten ihn, aber ansonsten verschmolz er vollkommen mit seiner Umgebung.
Nervös biss sich die Füchsin auf die Unterlippe, während sich ihre Ohren hektisch umher drehten, während sie der provokativen Herausforderung des Unbekannten lauschte. Doch das was sie dort hörte, bereitete ihr ein Unwohlsein, dass sie so noch nicht gekannt hatte. Der Mann wusste wer sie war und vor allem was sie tat. Die einzige Antwort die der Unbekannte von ihr bekam, war das erzürnte Knurren das sich in ihrer Kehle ausgebreitet hatte. Wenn er wusste wer sie war, dann wusste er auch über ihre Fähigkeiten Bescheid. Wahrscheinlich auch über ihren Kampfstil. Ihre Chancen lebend aus diesem Wald raus zu kommen schwanden immer weiter dahin.
Ihre Augen huschten für einen Augenblick hinter sich, nicht um zu sehen ob sie da verfolgt wurde, sondern auf das, was sie für andere sichtbar machte. Ihre Haare. Als Silberfüchsin war sie stolz darauf, diese einzigartige Haar- und Fellfarbe zu tragen, doch im Augenblick entschied dies über Leben und Tod.
Mit einem kalten, klirrenden Geräusch legten sich die Metalldrähte immer wieder um die Strähnen der Silberfüchsin, bis ihre Haare nur noch bis zu ihrer Schulter reichten. Ein weiteres Mal griff sie in ihre kleine Tasche, ehe sie sich die dunkle Mütze aufzog. Zumindest gab ihr das etwas mehr Schutz in der Dunkelheit.
Nun hieß es den Verfolger abzuschütteln. Anstatt in eine Richtung zu fliehen, begann Sam die Höhen zu ändern. Mal sprang sie über die Baumkronen hinaus, mal sprang sie scharf nach rechts oder scharf nach links. Sie musste wissen ob dieser Dämon auch so gute Reflexe hatte wie sie. Sie musste mehr über ihn herausfinden.
Doch stellte sich ihr immer drängender die Frage: Woher wusste dieser Mann soviel über sie und warum hatte er es auf sie abgesehen? Persönliche Motive? Oder vielleicht...
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Mo 21 Dez 2015 - 23:24
 


Asher & Samia
22. April | Tief im Wald

Was für eine Abendbeschäftigung. Besser hätte es Asher kaum treffen können. Samia war nicht nur ein Tierwesen das roch wie ein ganzes Buffet, zusätzlich hatte sie auch noch Cleopardia nah gestanden und ihr Hass auf ihren Mörder war entsprechend geschürt. Dem Dämon fuhr ein geisteskranker, erregender Schauer den Rücken hinab als er sich ausmalte, wie ihr Gesicht aussehen würde sobald sie es erfuhr. Und er würde sich einen schönen Moment für diese Offenbarung aussuchen. Mit Hektik erreichte man keinen Bilderbuchmord, Geduld tat das nötige. Und Asher war ein Künstler, wenn es um gedenkwürdige Morde ging.
Seine Füße schnellten über den Boden, wobei sie diesen fast kaum berührten und die Pflanzen um ihn herum beugten sich sachte in dem Luftzug, während die Kapuze des Dämons dank seines Tempos flatternd um sein Gesicht flog. Das Lächeln das seine Lippen schmückte, konnte ihm im Moment nichts und niemand rauben, seine Jagdlaune war viel zu präsent als das er sich die Stimmung nun durch irgendetwas Unbedeutendes verderben lassen würde. Ebenso wenig von Sams Versuchen ihn abzuschütteln, im Gegenteil - sie trugen nur dazu bei, dass ihm die ganze Hetzjagd noch viel mehr Schadenfreude bereitete. Es ging nichts über eine gute Jagd. "Füchschen, du läufst ja als wäre der Teufel hinter dir her", scherzte er fast schon als wäre die Welt blumig und es wäre nur ein entspannter Abend der Zweisamkeit zwischen den beiden, als wären sie ein altes Liebespaar, dass sich neckend durch die Bäume jagte. Er schob seinem schwarzen Humor ein verspieltes Knurren nach, als er die Seite wechselte auf der er ihre Flucht über die Bäume zu Fuß verfolgte.
Kaum hatte ihr Name seine Lippen verlassen regte sich über ihm in den Bäumen etwas entscheidendes, als die Silberfüchsin sich mithilfe von Drähten von ihrem kostbaren, silbernem Haar verabschiedete. Der Dämon zischte anerkennend durch die Zähne und wich dann dem herabfallenden, silbernen Meer an Strähnen aus, das sie achtlos zu Boden gehen ließ. Leise schmunzelnd und sichtlich entspannt sammelte er eine Hand voll Strähnen ein, die er in die Tasche seines Hoodies wandern ließ. Man konnte nie wissen, mit was für Mitteln man einen Tod noch verschönern konnte.
"Und du glaubst dir hilft das?", stellte Asher schmunzelnd eine rhetorische Frage, als er ihre silberweißen Ohren aus der Mütze emporstehen sah. Sam trimmte das Tempo nicht, hetzte durch die Äste als wären sie heiliger Boden und begann kurz darauf zusätzlich, zwischen den Bäumen Haken zu schlagen. Sie war in einer so aussichtslosen Situation wie dieser immer noch trickreich, doch das konnte Asher nicht beeindrucken. Hinterherlaufen konnte er ihr noch bis zum Morgengrauen, das machte eine Jagd nicht aus. Vielmehr machte es das Katz und Maus-Spiel. Sekunden später war Asher mit einem Mal verschwunden.
Die Aura verschwand. Der Wald war still. Es war, als wäre Asher nie dort gewesen. Die Windböe ließ die Blätter wieder in dem unschuldigen Klang rascheln, während die Farne und das Geäst am Boden leise knisterten. Nichts deutete mehr auf den Dämon hin, es war als hätte ihn der Erdboden verschluckt.
Doch Sams Hakenschlagen hatte ihn nicht abgehängt. Einen Teufel wie Asher hängte man nicht einfach so ab, das wäre doch viel zu einfach. Die Stille wurde mit einem Mal durch ein wahnwitziges Lachen durchbrochen, dass wie ein Echo überall widerzuhallen schien, als würde es aus keiner bestimmten Richtung, sondern einfach von allen Seiten gleichzeitig ertönen.
"Was für eine Schande", sagte er dann und seine tiefe Stimme vibrierte in der kalten Nachtluft, als er erschreckend schnell auf den Ästen direkt über der Füchsin auftauchte. Fast schon gelangweilt sammelte er die Mütze des Tierwesens ein, nicht ohne dabei abfällig zu schnauben. "Sam, die schönen Haare. Sie haben dich ausgezeichnet." Momente später tauchte der Dämon als dunkle Silhouette direkt in den Ästen auf, die geradeaus vor der Attentäterin hingen. "Woran soll man denn jetzt später noch deine Leiche erkennen?", fragte er fast schon undschuldig. Sein kurz darauffolgendes Lachen verriet den mörderischen Spaß, den er an alldem hier hatte. Die Kleine würde ihm so schnell nicht davon kommen. Und auch wenn er sie so offensichtlich konfrontierte, dass sein Gesicht kaum wenige Zentimeter von dem ihren entfernt war und sein dämonischer Atem ihr entgegen hauchte, unternahm er nichts. Er saß einfach nur auf dem breiten Stamm, höhnisch grinsend, während er ihr großzügig wie er war alle Optionen offen ließ in eine Richtung ihrer Wahl davon zu flitzen - falls sie die Hoffnung nicht schon längst aufgegeben hatte, lebend aus diesem Spiel herauszukommen.



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Samia Johnson
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Mo 21 Dez 2015 - 23:52
 
Auf seine Aussage entwich der Füchsin tatsächlich ein Lachen. Es war verrückt in einem Augenblick wie diesem zu lachen, doch was blieb ihr anderes übrig? Sie wusste, dass sie im Augenblick gegen jemanden antrat, gegen den sie keine Chance hatte. Der Dämon spielte nur mit der Füchsin, bis es ihm langweilig wurde. Er ist hinter mir her, dachte sich die silberhaarige nur im Stille. Wahrlich. Wenn man ihren Jäger nicht als Teufel bezeichnen konnte, dann hatte es auch niemand anderes verdient, diesen Titel zu tragen.
Um sich irgendwie einen Vorteil zu verschaffen, entschloss sich die junge Frau dazu, sich von ihren geliebten Haaren zu trennen. Ihre Haare würden nachwachsen, wenn sie diese Nacht lebendig überstand, aber ihr Leben.. das konnte sie nur einmal verlieren. Denn dann hatte sie auch dieses kleine Katz und Maus Spiel verloren.
Und diese Fragen erst. Sie machten sie verrückten. Sam wusste, dass ihre Haare auffällig gewesen waren und das sie es auch immer noch waren, allerdings hoffte sie so zumindest ihre Überlebenschancen um ein wenig zu erhöhen. Die dunkle Mütze sollte ihr restliches tun, auch wenn ihre silbernen Ohren noch immer sichtbar waren. Das Risiko, diese unter der Mütze zu verstecken, konnte sie nicht eingehen. Es war zu gefährlich. Ihr Gehör war in dieser Situation das wertvollste was sie hatte. Ihre Sinne waren geschärft und das musste sie ausnutzen. Ihr blieb keine andere Wahl.
Plötzlich jedoch veränderte sich das Spiel grundlegend, als der Jäger plötzlich verschwand. Keuchend blieb Sam auf einem der Äste stehen, während sie sich fast schon verzweifelt umsah. Das konnte doch nicht sein. Er war doch grade noch da gewesen. Seine Aura, seine gesamte Präsenz war einfach fort. Mit was zum Teufel hatte sie es hier zu tun?! Kein Wesen konnte einfach so verschwinden!
Doch nichts im Wald rührte sich. Sie konnte kein Lebenszeichen wahrnehmen, weder von ihrem Verfolger noch von irgendwelchen Tieren. Es war, als wäre alles wie tot. Sam's Gedanken überschlugen sich. Das konnte nicht sein! Sogar sein Geruch war nicht mehr auffindbar. Sein Geruch war nicht mehr auffindbar, aber Sam konnte ihren eigenen noch immer wahrnehmen. Scheinbar hatte der Teufel einige ihrer Haarsträhnen eingepackt, sodass sie ihn anhand dieser nun lokalisieren konnte. Leider jedoch einige Augenblicke zu spät, denn schon kurz nachdem sie diesen Gedanken gefasst hatte, erklang das grausame Lachen des Jägers.
Plötzlich kam Bewegung in die Sache. Sam wechselte den Ast, weg von der Hand die grade nach ihrer Mütze gegriffen hatte. Ihre silbernen Haare schimmerten in dem Mondlicht, während sie unruhig den Dämon betrachtete, der sich einen Spaß daraus machte, dass sie sich die Haare abgeschnitten hatte. Ein tiefes Knurren kam aus ihrer Kehle, denn auch wenn sie wusste, dass sie sterben würde, würde sie so nicht mit sich spielen lassen. „Und mich verraten. Haare wachsen nach, wenn du mich erwischt, bin ich tot.“ Und genau das war der Grund, weswegen sie schleunigst einen neuen Plan brauchte. Sie konnte sich nicht verstecken, nicht wegrennen, nicht kämpfen.. aber was blieb ihr dann noch übrig? Was nur?
Es war eindeutig, dass die Füchsin den ernst der Lage bereits erkannt hatte, aber so sehr sie darüber nachdachte, ihr fiel einfach keine Lösung ein. Und keine Menschenseele konnte sie jetzt noch retten. Da der Dämon ihr eindeutig zu nah war, ließ sie sich von dem Ast vor ihm, hinab auf den Boden fallen. Nicht ohne ihre Drähte, unsichtbar für das Auge, an verschiedenen Stellen anzubringen. Die junge Frau wusste wie scharf gespannte Metalldrähte sein konnten. Richtig eingesetzt, konnte sie das Genick eines Menschen, weich wie Butter zerschneiden. Sie wusste das der Dämon ihre Falle durchschauen würde, aber welche andere Fall ließ man ihr? Sie musste alles versuchen. Und auf das beste hoffen.
Hoffnung. Ob sich Cleoparida wohl auch so gefühlt hatte, als man sie getötet hatte? Vielleicht geschah es der Füchsin ganz recht, dass sie nun auch gejagt wurde. Vielleicht hatte sie es verdient, immerhin war sie auch zu schwach gewesen um ihre kleine Prinzessin zu schützen.
Mit einem sachtem, fast unmerklichen Kopfschütteln, richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Feind. Sollte sie einen weiteren Fluchtversuch wagen? Oder sollte sie eine Konfrontation eingehen?
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Di 22 Dez 2015 - 0:36
 


Asher & Samia
22. April | Tief im Wald

Die Füchsin war schlau, sie war nicht auf den Kopf gefallen. Es fiel dem Teufel sogar auf, dass es ihr gelang ihren eigenen Geruch an den Haaren wieder zu erkennen, als dieser aus dem nichts über ihr auftauchte und sich ihrer Mütze bemächtigte - doch leider einen Hauch zu spät. Schnelle Reflexe waren alles was zählte, wenn der Dämon mit einem spielte. Und leider diente die ganze Umgebung und das gesamte Setting dem Rotschopf als Spielfläche.
Sam wechselte so schnell es ihr möglich war den Ast, blieb nie lange an einem Ort, ließ sich keine Zeit über die Aktionen des Rotschopfes lange nachzudenken. Es war das beste was sie tun konnte, auch wenn es ihr nicht viel helfen würde. Es schürte nur noch weiter den Spaß den Asher an dem ganzen Spiel hatte. Die Füchsin hatte keine Aussichten, das hier lebend zu überstehen.
Doch genau diese Tatsache gab ihr die Kraft, mit der sie sich ihm nun entgegen stellte. Asher liebte diesen Blick bei seinen Opfern: Dieser starke innere Wille, den Kampfgeist unter keinen Umständen aufzugeben. Niemals. Und noch viel mehr liebte er es, seinen Opfern diesen Kampfgeist auszutreiben, den Blick in ihren Augen zu sehen wenn sie realisierten, dass alles vorbei war. Jede Hoffnung verloren, jedes Beten zu spät.
Oh, dieser Blick. Er sagte so vieles über die Persönlichkeit aus. Asher wusste bereits genug über die Silberfüchsin, jedoch machte dieser Blick das ganze Drama erst wert. Und dabei hatte sie ihn nicht einmal richtig angesehen. Ohne es zu wissen schaffte sie es, den größten Fehler den sie machen konnte zu umgehen: Dem Teufel in die Augen zu sehen. Die Kleine war entweder psychisch gestört oder sie hatte einfach unsagbares Glück, vielleicht war es auch auf eine sehr gute Ausbildung zurückzuführen. Die Silberhaarige knurrte ihn aggressiv an, was er mit einem Heben der Augenbrauen quittierte. "Ganz schlau kombiniert, Kleines", neckte er ihre Antwort auf seine charmante Aussage. Und wieder einmal verschwand die Füchsin aus seinem Sichtfeld, stets nur um nicht auf der Stelle stehen zu bleiben.
Sie war mehrere Etagen nach unten hinabgesprungen, sodass sie sich nun anstelle des Dämons auf dem Boden befand. Sie bot ein so verlockendes Luftattentat an, so verlockend, dass ihn die Ironie der Lage packte und er erneut ins Lachen verfiel. "Nein, das wäre zu leicht", sagte er zu sich selbst. "Attentate sind schließlich deine ganz eigene Spezialität. Nicht wahr?", fragte er und ließ sich dann schnell und leise von dem Ast herab, auf dem er eben noch gesessen hatte.
Eigentlich hatte er sie noch etwas zappeln lassen wollen. Es steckte noch eine Menge Jagdpotenzial in ihr, denn auch wenn ihre Optionen langsam erschöpft waren würde sie noch lange weiter um ihr Leben kämpfen, wenn Asher ihr stets genügend Fluchtmöglichkeiten offen ließ und ihre unrealistische Hoffnung nährte. Jedoch kam er nicht dazu diesen Plan umzusetzen. Die Nähe zu ihr machte ihm erneut stechend klar, wie verdammt gut sie roch. Er spürte bei dieser greifbaren Nähe von köstlichem Tierblut, wie ausgetrocknet er sich fühlte und wie sehr er sie brauchte, diese lebhafte rote Flüssigkeit. Seine Kontrolle über sich und dieses Spiel schwand augenblicklich, als der Wind sich drehte und ihr Duft ihm direkt entgegen schlug.
Innerhalb von Sekundenbruchteilen war er der Füchsin ganz nah, bedrohlich nah dieses Mal. Seine Hand packte sie am Kragen in ihrem Nacken und zerrte sie ein paar Schritte rückwärts, sodass sie von Asher brutal und rücksichtslos gegen einen Baum gepresst wurde. Er knurrte aus den Tiefen seiner Kehle heraus, als er die Nase provokant in ihre Halsbeuge presste und einen tiefen Atemzug nahm, sich einfach nahm was er wollte ohne länger auf sie Rücksicht zu nehmen, und das war im Moment ihr beißend süßer Geruch.
Zischend brachte er etwas Abstand zwischen sich und seine Beute, um sie endgültig anzusehen. Sie war ihm hoffnungslos ausgeliefert, er sah keinen Grund sie zu hypnotisieren. Er wollte, dass sie bei klarem Verstand war wenn er ihr offenbarte, wer wirklich für den Tod von Cleo verantwortlich war. "Wenn du nicht so verflucht gut riechen würdest, dann könnten wir dieses Spiel noch viel länger spielen", raunte er und atmete erneut ihren süßen Duft ein. Seine zweite Hand packte sie grob an den Handgelenken, die er beide mit Schwung einsammelte und neben Sam gegen den Baum zimmerte, wo er sie festgenagelt dort behielt wo er sie sehen konnte.
Dann lächelte er. Doch dieses Lächeln war anders. "Erinnerst du dich an Cleo, deine kleine Freundin?", sagte er mit zuckersüßem Ton, während er der Füchsin mit seiner freien Hand die nun kurzen Silbersträhnen hinter's Ohr strich. Sie konnte so viel unter ihm zappeln wie sie wollte, es gab kein Entkommen vor dem Teufel.
Dann beugte er sich vor und seine Fangzähne blitzten dicht neben ihrem Ohr auf, als er ihr zärtlich zuflüsterte: "Ich freue mich darauf herauszufinden, wer von euch beiden besser schmeckt."



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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Di 22 Dez 2015 - 1:11
 
Sie durfte nicht stehen bleiben, dann würde ihr auch sicher nichts passieren. Zumindest war es das, was Sam sich noch einzureden versuchte. Eigentlich wusste sie es jedoch besser. Dieser Dämon kämpfte mit einer Kraft, die die junge Frau nicht besaß. Wie sollte sie ihm entgegentreten können, wenn sie wusste, dass sie kaum eine Chance gegen ihn hatte?
Selbst ihre kleine Falle hatte der Mistkerl direkt durchschaut und anstatt ihr durch die Äste hinunter zu folgen, erfüllte nur sein Lachen die Umgebung. Sie versuchte seine provokante Aussage einfach zu ignorieren, denn wenn sie sich einmal auf ihn einließ, würde das ihren sicheren Tod bedeuten. Einfach. Ignorieren.
Während der Dämon seinen Ast verließ, war die Füchsin schon wieder dabei sich einen neuen Plan auszudenken. Leider blieb ihr nur nicht mehr viel übrig. In dieser Gegend konnte sie schlecht mit ihrer Waffe kämpfen. Das Gift konnte sie auch nicht einsetzen und körperlich war der Mann ihr eindeutig überlegen. Also was blieb ihr noch groß?  Weder die Flucht war eine Möglichkeit, noch der Kampf und Sam würde nicht soweit sinken, dass sie anfing um ihr Leben zu betteln. So viel Stolz hatte eine Silberfüchsin selbst im Angesicht des Todes.
Mit dem, was als nächstes geschah, hatte die Silberfüchsin jedoch in keinster Weiße gerechnet. Ihr Verfolger stand innerhalb dem Bruchteil einer Sekunde bei ihr, packte sie am Kragen und presste sie mit unmenschlicher Kraft gegen den Baum, der Augenblicke zuvor noch einige Schritte von ihr entfernt gewesen war. Durch den enormen Druck, der plötzlich auf ihren Körper ausgeübt wurde, musste die Füchsin heftig nach Atem ringen. Wie war es dem Dämon gelungen sie in diese aussichtslose Lage zu bringen?
Doch noch mehr als das dunkle Knurren, dass aus der Kehle des Dämons stieg, machte ihr diese Nähe Angst. Wie ein Raubtier nahm er den Geruch seines Opfers in sich auf. Sam wusste wovon sie sprach. Immerhin war sie zur Hälfte eine Füchsin. Auch sie gehörte zu den Raubtieren, doch niemals hatte sie Blutdurst verspürt. Doch wie es schien, hatte ihr Verfolger genau auf das abgesehen. Ihr Blut. Ihr kostbarstes Gut.
Und auch wenn sie sich wehren wollte, blieb ihr dafür nun keine Zeit mehr. Keine Möglichkeit. Der Dämon, der sie an den Baum gepresst hielt, packte nun auch noch ihre Handgelenke und nahm ihr somit jegliche Bewegungsfreiheit. Seine Aussage ließ sie jedoch unkommentiert, in ihrem Blick lag nur noch kühle Resignation. Ihr musste etwas einfallen, oder sie würde hier sterben.
Als jedoch der Name ihrer Geliebten fiel, mischte sich ein anderes Gefühl in ihre Augen. Wut. Als der Dämon versuchte ihr mit seiner freien Hand eine der silbernen Strähnen hinter das Ohr zu streichen drehte Sam knurrend den Kopf weg. Woher kannte dieser Mistkerl Cleo's Namen?
Und dann fügten sich die letzten Puzzleteile zusammen. Er war es gewesen. Er hatte ihre kleine Prinzessin umgebracht und würde jetzt auch sie umbringen. Knurrend sträubte sie sich mit aller Kraft gegen den Griff des Dämons, nur um festzustellen, dass sie gegen seine Kraft keine Chance hatte. Es musste doch etwas geben, dass sie tun konnte! Sie konnte nicht einfach sterben! Nicht ohne Cleo gerächt zu haben. Nicht, ohne ihm wenigstens einen Kratzer zuzufügen.
Und dann kam der Silberfüchsin eine Idee. Während der Dämon ihr Gesicht nicht sehen konnte, da er sich an ihrem Ohr befand, breite sich auf den Lippen der jungen Frau ein Lächeln aus. Es war verrückt in dieser Situation zu lächeln, aber zumindest hatte sie einen Grund dazu. Ihr leises Lachen erklang und dieses Mal war es ihre Aura, die sich ausbreitete. „Du warst es also...“
Schon im nächsten Augenblick verschwand die zierliche Gestalt der Silberfüchsin und anstelle ihres menschlichen Körpers verbiss sich nun ein großer, silberner Fuchs in der Schulter des Dämons, ehe sie ihn zwischen die nächsten Bäume schleuderte. Sie hatte so viel Kraft und Schwung in ihren Angriff gelegt, dass einige der Bäume, die der Dämon traf, einfach durchbrachen. Das dunkle Knurren der Bestie erfüllte den Wald, schreckte die schlafenden Tiere auf und kündigte etwas Unheilvolles an. Sam war schon lange nicht mehr in ihre tierische Gestalt gewechselt, aber im Augenblick fühlte sie sich mehr als wohl in dieser. Die silbernen Ohren lagen dich angelehnt an ihrem Kopf, während sie aufmerksam in die Richtung des Dämons blickte. Sie hatte ihn verletzen können. Vielleicht gab es doch noch eine Chance.
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Di 22 Dez 2015 - 2:01
 


Asher & Samia
22. April | Tief im Wald

Der Teufel ließ ihr keine Chance irgendwie mit der Situation zurecht zu kommen, keine Zeit in der sie auf ihn reagieren, keinen klaren Gedanken den sie fassen konnte. Ruckartig flog die Füchsin mitsamt seiner Faust an den Baum, um dort ächzend nach Luft zu schnappen. Es interessierte Asher nicht länger. Ihr Duft war alles was Zugang zu dem Dämonen fand und dies mehr als nur flüchtig, denn seine lange Abstinenz vom Blut machte seine Sucht so präsent wie schon lange nicht mehr. Auf Dauer darauf zu verzichten war etwas anderes, als erst Unmengen davon zu sich zu nehmen - er musste an seine letzten Blutkostproben denken zu denen Linnet, Alicia und auch Zephyr zählten, er hatte wahrlich nicht sparsam gelebt - und dann einen trockenen Entzug durchzumachen. Und wie dem Dämon nun überdeutlich klar wurde war er noch nicht trocken genug, um dem verführerischen Geruch lange genug zu widerstehen, um aus dem ganzen eine weit aufgefächerte Jagd zu machen.
Er ergötzte sich an der Hilflosigkeit der Füchsin. Wie sie unter seinem griff zappelte, sich wand, alles nur Erdenkliche versuchte um sich aus seinem Griff zu befreien. Keine Chance. Sie war ihm körperlich um Längen unterlegen und weitere Optionen hatte sie nicht mehr, ihm etwas entgegen zu bringen. Ihre Verteidigung war aufgebraucht, ihr Wille aber noch nicht gebrochen.
Asher genoss es in vollen Zügen, ihr nun bedrohlich liebevoll die wahrlich finsteren Details dieses Mordes zu erzählen. Er spürte wie sie die Wut überkam, als ihm der Name ihrer ach so geschätzten Freundin über die Lippen kam. Es war fast niedlich, wie sie sich wütend unter seiner Hand wegstemmte, als er ihr die Haare zurückstrich. Das Lächeln, das sich auf dem Gesicht des Teufels bildete als er sich zu ihr vorbeugte und ihr die entscheidenden Worte ins Ohr flüsterte, hätte finsterer nicht sein können.
Und dann schaffte die Kleine es tatsächlich, ihn zu überraschen. Der süße Geruch ihres Blutes hatte ihn zu sehr beansprucht. Kaum erreichten ihre Worte sein Ohr verwandelte sich das Mädchen in seinem Griff in einen glänzenden Fuchs, deren Zähne sich keinen Augenblick später in seiner Schulter festbissen.
Asher zischte dämonisch, als der Aufprall des Angriffs das Holz der Bäume in seinem Rücken zum Bersten brachte. Die Füchsin jedoch brachte augenblicklich Distanz zwischen sich und den Rotschopf, nachdem sie sich verwandelt und seinen Angriff ausgeführt hatte. Durchaus schlau von ihr, nun doch zurück zu weichen, doch leider würde es ihr nicht mehr viel bringen.
Asher drehte sich einmal und ließ die Schultern kreisen, wobei der Schmerz der zerkratzten Schulter nicht weiter hinderlich war. Viel ausgerichtet hatte Sam nicht. Er ließ den Kopf lächelnd im Nacken kreisen, bevor seine gelben Augen das weiße Tier fixierten. "Das war aber nicht nett", tadelte er sie und tat ein paar Schritte von den zerstörten Bäumen weg, um sich etwas neuen Bewegungsfreiraum zu verschaffen. "Geht man so mit seinem Todesengel um?", fragte er und sein Tonfall wurde wieder finster, als das kampfeslustige Lächeln auf seine Lippen zurück kam, mit welchem er die Jagd bereits eröffnet hatte.
Der Blick des Fuchses traf den seinen und innerhalb eines Wimpernschlags hatte Asher Sam genau da, wo er sie haben wollte. Tiergestalt oder nicht, Verstand war Verstand. Geist war Geist. Seele war Seele. Und eine Seele zu vergiften war Ashers Spezialität.
Momente später ließ er durch ihre Venen einen so heftigen Schmerz fahren, dass sie wohlmöglich nicht einmal in ihrer Fuchsgestalt auf allen vieren stehen bleiben konnte. "Das war sehr ungezogen, Sam", knurrte er und kam langsamen Schrittes auf die weiße Fuchsgestalt zu, die sich durch die Manipulation des Verstandes zitternd und krümmend zurück in die menschliche Gestalt verwandelte - während sein Blick durch den dunklen Wald wanderte, als wäre das Fuchsmädchen das Unwichtigste, was es hier zu sehen gab. Er holte die Haarsträhnen aus der Tasche und wickelte sie sich um den kleinen Finger, während er in Gedanken versunken in ihre Richtung ging.
Als er bei ihr ankam widmete er ihr einen mitleidlosen, kalten Blick, den er von oben herab auf sie herunterwarf. Er schnalzte abfällig mit der Zunge. "Das hätte so schön sein können", sagte er enttäuscht. Dann sank er vor ihr auf die Knie, während sie zitternd den Schmerzen in ihrem Körper erlag. Er fuhr ihr fast schon zärtlich durch das kurze, silberne Haar. "Sieh sich das einer an", flüsterte er über ihr kniend und begutachtete den Vergleich von ihren Haaren und den langen Strähnen, die sie sich zuvor abgeschnitten hatte. "Mit den kurzen Haaren erinnerst du mich an die süße Cleo." Auch wenn Sam ihn hören konnte, so war sie nicht in der Lage noch irgendetwas zu unternehmen. Nun war die Jagd für sie endgültig vorbei.
Er beugte sich über die zitternde Gestalt und sah, wie sich Schweißperlen auf ihrer Stirn bildeten. Man konnte bei diesem Anblick ja fast Mitleid bekommen. Fast.
Der Duft des Tierwesens fand den Weg zurück zu seinen Sinnen und er nahm erneut einen tiefen Atemzug, dieses Mal ganz nah an ihrer Stirn. Mit einem Lächeln bleckte er die Reißzähne und packte die bebende Silberhaarige an den Schultern, um sie zu sich heran zu ziehen. "Falls es dich beruhigt", flüsterte er mit vor Ironie triefender Stimme und das Knurren in seiner Stimme war nur allzu präsent, "du stirbst an demselben Ort wie deine heiß geliebte Cleo." Und mit diesen Worten ließ er seine Reißzähne in das zarte Fleisch ihres Halses sinken, um von ihrem köstlichen Blut zu trinken und sich ihrem Leben zu erbarmen.



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Samia Johnson
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Di 22 Dez 2015 - 17:22
 
Die Silberfüchsin war in einem donnernden Inferno gefangen. Schmerzen, die sie so niemals empfunden hatte, schossen durch ihren Körper. Schmerzen, die sie dazu zwangen, ihre menschliche Gestalt anzunehmen. Sie spürte, wie das Feuer ihren Körper verzehrte. Ihr Atem klang abgehackt, und ihr Puls donnerte so laut, dass er jegliche Geräusche des Waldes verstummen ließ. Einzig und allein die bedrohliche Stimme ihres Peinigers drang an ihr Gehör. Doch selbst das konnte sie nicht mehr erschrecken. Der Schmerz, der Druck auf ihren Körper drohte überhand zu nehmen. Tränen rannen unkontrollierbar aus ihren Augen und verschleierten ihre Sicht.
Sie sagte nichts, bettelte nicht darum, dass ihre Qual endlich eine Ende nehmen sollte. Nur die Tränen, die ihr über die Wangen flossen, waren der umstrittene Beweis für ihre Schmerzen. Und für ihre Angst.
Die Erkenntnis, dass sie zum Tode verurteilt war, floss wie ein eiskalter Hauch über ihren Körper hinweg. Ihre goldenen Augen wirkten durch das Mondlicht, dass sich in ihnen spiegelte, blasser als gewöhnlich, während sie zu dem Mann hinauf sah, der ihr Leben auslöschen würde. Sein Blick lag mitleidslos auf der Silberfüchsin, die durch die unerträglichen Schmerzen am ganzen Leib zitterte. Und wo sie zuvor ihren Kopf noch weggedreht hatte, konnte sie nun nur noch mit ansehen, wie der Dämon ihr fast schon zärtlich durch die kurzen, silbernen Haare fuhr.
Das sie ihn mit den kurzen Haaren an Cleo erinnerte, quittierte sie nur noch mit einem wütenden Knurren. Sie konnte nicht mehr sprechen, viel zu groß war die Schmerzen, die ihr Körper ertragen musste. In ihrer zarter, femininen Gestalt steckte immer noch der Geist einer Kriegerin, denn wie er Vater immer sagte, wahrer Heldenmut offenbarte sich erst im Angesicht der unausweichlichen Niederlage.
Sie spürte, wie der Dämon sie mit eisernen Griff an den Schultern zu sich zog und sie wusste instinktiv, dass sie nur noch einige Augenblicke zum leben hatte. Am liebsten hätte sie ihrem Vater gesagt, dass er sich nichts vorzuwerfen hatte. Er war ihr ein perfekter Vater in den letzten zwei Jahren gewesen und er hatte es geschafft Sam glücklich zu machen.
Seine Reißzähne sanken exakt in das große, pulsierende Blutgefäß, das im Takt ihres Herzens pochte. Mit jedem Tropfen Blut der ihren Körper verließ, wurde ihr Körper kälter und mit jeder weiteren Schmerzwelle sehnte sie den Tod herbei, damit ihre Qualen endlich ein Ende haben würden. Ihr Kopf sank kraftlos nach hinten, während ihr Herzschlag bis auf das eine oder andere hartnäckige Pochen verstummt war. Ihre Augen waren offen, aber blicklos, während endlich der Tod eintrat; herrlich lindern toste er über ihren Leib hinweg, verschaffte ihr Erleichterung von den quälenden Schmerzen, die sie von innen heraus auffraßen. Kühle, träge Leere umgab sie, hüllte sie in einen Kokon, der sie vor allen anderen Einflüssen schützte.
Sie musste tot sein, denn sie hatte keine Schmerzen mehr.
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BeitragThema - Re: Dunkler Weg   Di 22 Dez 2015 - 19:14
 


Asher & Samia
22. April | Tief im Wald

Hilflos und vor Schmerzen zitternd lag die Silberfüchsin in seinen Armen, nur gestützt durch seine Hände an ihren Schultern, während ihr zierlicher Körper von Schockwellen geschüttelt wurde. Sie bot dem Dämon einen anbetungswürdigen Anblick und während dieser mit seinen scharfen Zähnen nah an ihrem hübschen Gesicht die letzten Worte formte, die sie in ihrem Leben jemals hören würde, erhielt er von ihr nur ein Knurren, denn zu mehr war sie nicht mehr fähig. Die letzte Kraft die sie aufbringen konnte nutzte sie dafür, bis zum bitteren Ende mit dem Kampfgeist erfüllt zu bleiben, den Asher zuvor noch so sehr an ihr bewundert hatte.
Und der Dämon wurde mit einer zuckersüßen Beute belohnt, die seine Jagd hervorgebracht hatte. Seine Zähne sanken fast schon ästhetisch durch ihre zarte Haut hinein ins Fleisch, wo er sich an ihrem Hals festbiss und den pulsierenden Blutstrom seufzend Willkommen hieß. Von dem Moment an war es gänzlich vorbei mit seiner Selbstbeherrschung. Fordernd bohrte er seine Zähne tiefer hinein, saugte sich an der Quelle ihres Lebens fest als gäbe es kein Morgen mehr und entzog ihr mit einer Kraft und Geschwindigkeit die Lebensenergie, die ihr einen schnellen Tod versprach. Asher knurrte, seine Abhängigkeit von dieser roten Flüssigkeit nahm sein ganzes Wesen ein, sein komplettes Bewusstsein war erfüllt von dem Geruch und dem Geschmack des Tierwesens, dessen Leben er verlangend in sich aufnahm, ohne auch nur einmal von ihrem zarten Körper abzusetzen.
Er konnte nicht mehr aufhören, er war gefangen in dem Rausch des Blutes. Seine Sucht war ein Quälgeist, doch sie schaffte ihm zeitgleich so viel Genugtuung wenn er ihr nachgab, dass er sich bereits des öfteren gefragt hatte, ob er ihr nicht einfach dauerhaft nachgeben und seine Abhängigkeit akzeptieren sollte. Jedoch würde das für seine Umgebung verheerende Ausmaße annehmen. Und jedes Mal wieder wurde ihm hinterher bewusst, wie unkontrollierbar er als blutsüchtiges Monster war: Eine Bestie ohne Verstand.
Sam sank in seinen Armen zusammen und ihr Körper verlor an Wärme, je mehr Asher von ihrem Blut nahm. Er schlug die stechend gelben Augen auf und sah, wie ihre Augenlider zufielen. Und als ihr Kopf nach hinten wegkippte und ihr Körper aufhörte zu zittern löste sich auch der Teufel wieder von ihr. Er warf mit aufgerissenen, blutverschmierten Zähnen den Kopf in den Nacken. Zufrieden grinsend nahm er einen tiefen Atemzug der frischen Nachtluft.
Das leblose, kalte Mädchen, deren Schultern er hielt damit sie ihm nicht gänzlich wegkippte, sah im Tod so ruhig aus. Als wäre ihr nun alles egal. Das war das Faszinierende an Leichen, sie sahen nie traurig aus, nur ruhig, entspannt. Als könnte ihnen kein Leid der Welt mehr etwas anhaben. Und Asher musste ihr eines lassen: Sie hatte bis zum Ende nicht aufgegeben. Bis zum Schluss war ihr Kampfgeist aufrecht erhalten geblieben, sie hatte gekämpft bis es ihr nicht mehr möglich war und selbst dann hatte ihr Geist ihm noch Widerstand geleistet.
Asher fuhr sich mit der Zunge über die Lippen und sammelte die letzten Kostproben ihres unwiderstehlichen Blutes ein, während die Euphorie ihm durch die Adern schoss. Er war so mit Leben erfüllt, dass er sich wunderte warum er noch so ruhig neben ihr kniete. "Willkommen auf der anderen Seite", flüsterte er für Niemanden mehr hörbar und zog sich die Kapuze wieder ins Gesicht, um damit die Jagd endgültig abzuschließen. Er verstärkte dann den Griff um Sams Schultern und packte imselben Zug ihre Beine, um sie anschließend mit einer fließenden Bewegung hochzuheben und mit ihr auf dem Arm aufzustehen.
Während er durch den totenstillen Wald ging und den leblosen Körper der Silberfüchsin mit sich trug, leuchteten seine Augen in einem so lebhaften, intensiven gelb durch die Dunkelheit, dass die tierischen Bewohner des Waldes ihm bereits aus der Entfernung hektisch aus dem Weg liefen. Das leise Rascheln der kleinen Tiere und Ashers dumpfe Schritte auf dem Erdboden, der sich nicht länger Mühe gab leise zu sein, waren die einzigen Geräusche die hörbar waren. Der Rest des Waldes schwieg wie um stillschweigend Sams Andenken zu würdigen.
Nach dem stummen Marsch durch den stillen Wald kam Asher auf einer kleinen Lichtung zum stehen, die ihm nur allzu bekannt war. Vor seinen Füßen und unter Sams Schatten, den ihr kalter Körper in seinen Armen auf den Boden warf, befand sich das Grab von Cleopardia, der kleinen Gestaltenwandlerin und der ehemaligen Freundin von Sam. Der Dämon trat einen Stein weg, als er die Leiche auf dem Erdboden ablegte und einen Blick auf die weich gewordene Erde warf, der durch den Regen Cleos Überreste preisgab. Und als er begann das Grab für Sam auszuheben, begann es wie auf Knopfdruck in Strömen zu regnen.


Cleos & Samias Grab | Mitternacht | Gewitter

Durchnässt erhob sich Asher und mit seinen dreckverschmierten, durch die Nässe matschigen Händen strich er sich eine rote Haarsträhne aus dem Gesicht, die ihm an der Stirn klebte. Seine Klamotten waren durchtränkt vom Regenwasser und die Kapuze schimmerte feucht im Mondlicht, als der Dämon sein Werk betrachtete. Das Spiel war endgültig zu Ende, die Leichen tot und begraben. Und das Leben ging weiter.
Doch auf den Lippen Ashers bildete sich ein letztes Lächeln. Die Silberfüchsin hatte es geschafft, dass der Moment nicht eingetreten war, in dem sie sich ihren Geist brechen ließ. Sie hatte dem Dämon zwar ihr Leben gegeben, doch nicht die Genugtuung, sie gebrochen zu haben. "Deine letzte Meisterleistung, Sam."
Leise lachend wanderten Ashers erdverkrusteten Hände in die nassen Taschen seines Hoodies, als er sich umdrehte und den verregneten, dunklen Wald verließ - trotz des Wetters ohne Spuren zu hinterlassen.





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